Koopmans
Bei den Migrationsbewegungen fehlt es noch an ordentlichen Absprachen unter den EU-Mitgliedern, findet der Migrationsexperte Ruud Koopmans / picture alliance / Tobias Steinmaurer / picturedesk | Tobias Steinmaurer

„Migrationswende“ der Bundesregierung - „Dann haben wir sieben Millionen Syrer in Deutschland“

Friedrich Merz hat eine „Migrationswende“ angekündigt. Im Interview warnt der Migrationsexperte Ruud Koopmans vor den langfristigen Folgen der deutschen Einbürgerungspraxis - und fordert, Islamismus genauso ernst zu nehmen wie Rechtsextremismus.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Ruud Koopmans ist ein niederländischer Sozialwissenschaftler und einer der renommiertesten Migrationsexperten in Deutschland. 

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Stefan | Di., 23. Dezember 2025 - 17:34

Zitat:
"Im Interview warnt der Migrationsexperte Ruud Koopmans vor den langfristigen Folgen der deutschen Einbürgerungspraxis - und fordert, Islamismus genauso ernst zu nehmen wie Rechtsextremismus."
Nicht unter einer Regierung, wie wir sie in Deutschland aktuell haben, wird sich kurzfristig etwas ändern.
Diese Regierung wird anscheinend aus Brüssel gelenkt und ist offenbar in Fragen der Migrationssteuerung unbelehrbar.
Deshalb auch der ganze Aufruhr im Volk, quer durch die Republik.
Es versteht eben keiner, was man mit einer Politik, wie sie derzeit praktiziert wird, eigentlich für unsere Bevölkerung bewirken will.
Da ist es auch kaum verwunderlich, welche Umfragewerte der Kanzler Friedrich Merz da fabriziert, für sich und die CDU im Allgemeinen.
Alles voll daneben.

Urban Will | Di., 23. Dezember 2025 - 17:50

nachzuges über 200 000 Menschen eingewandert. Auch wenn das vielleicht weniger sind als früher: eine Wende sehe ich da nicht. Und schon gar nicht in Bezug auf des Lügners Merz große Ankündigungen nach dem bestialischen Anschlag von Aschaffenburg (de facto Einwanderungsstopp, Grenzschließung, Zurückweisungen, etc.).
Für mich neben der Schuldenorgie der größte (von sehr vielen) Wahlbetrug dieses unsäglichen Kanzlers.
Ansonsten stimme ich Koopmans im Großen und Ganzen zu.
Warum haben wir keine Regierung, die sich ähnliche Fragen stellt? Warum lässt man immer noch Großstädte pro Jahr aus islamistischen failed states einwandern? Warum kann da keiner mal Demographie mal Zeit rechnen (siehe: sieben Millionen Syrer)?
Es wird Zeit, dass eine Partei regiert, die das längst kann und auch macht und deren Vorhersagen alle zutrafen. Zeit für eine Partei, die für und nicht gegen das Volk regiert.
Und es deutet sich an, dass die Wende naht. Selbst die Wahlschafe wachen irgendwann mal auf.

Markus Michaelis | Di., 23. Dezember 2025 - 19:27

Ich würde sagen: wenn wir in so zentralen Fragen von Drittstaaten abhängig sind, habe ich wenig Vertrauen in diese Gesellschaft. Wenn absolute Menschenrechte an erster Stelle stehe: warum reden nicht alle auf die Fidschi-Inseln ein, alle Menschen aufzunehmen, Hilfe vor Ort zu leisten etc? Es scheint ja etwas mit der Größe und Kraft zu tun zu haben, die man den Fidschi nicht zutraut. Aber D und EU werden als unendlich potent gesehen? Dominierend ist auch ein normatives Menschenbild, bei dem jeder Mensch gleich und dem vorgegebenen Ideal folgend gesehen wird. Gemeinsam mit allen ist man dann gegen Rechts. Das scheint mir von der Realität Lichtjahre weg.

Das größte Problem ist nicht die Arbeitslosigkeit der Migranten, sondern dass die Stabilität von Gesellschaften aktive Arbeit ist, kein Naturzustand. Es hängt nicht davon ab, dass alle privat nett sind, sondern sich für gemeinsame Wege entscheiden. Alle Fusionen zwischen Staaten überfordern das, aber D will mit der Welt fusionieren.

Sabine Lehmann | Mi., 24. Dezember 2025 - 05:28

Die Migrationswende im Zeichen des IT-Girls aus der Upper-East-Side. Wir erinnern uns- gut, Einige von uns nur sehr ungern und mit starken Schmerzen - das ist diese XX-Chromosomenträgerin mit erhöhtem IQ, die für den Job als Außenministerin einfach zu überqualifiziert war und deshalb Chefsekretärin irgendsoeines Islamistenvereins in New York City wurde.
Ganz in Ihrem Geist des 360-Grad Denkens wurde diese beeindruckende „Wende“ eingeleitet. So landete erst gestern wieder eine Maschine mit einer erquicklichen dreistelligen Zahl fröhlicher Menschen aus Afghanistan im schönen Hannover. Warum? Ist doch egal, weil „sie“ es können, Weihnachten ist, die Weihnachtsmärkte noch offen sind, unsere Herzen auch und vom Geldbeutel mit reichlich Sondervermögen erst recht ganz zu schweigen. Und das absolute Highlight dieser „Wende“, mein Fundstück der Woche: Heute wurde das erste Mal ein(in Zahlen: 1) Syrer nach Syrien abgeschoben! Wegen dieses plötzlichen Anstiegs gibt es in Syrien sicher Probleme.

Brigitte Miller | Mi., 24. Dezember 2025 - 06:33

der realen Verhältnisse ist dieser
"Gedenktag gegen Muslimfeindlichkeit" eine Verhöhnung der Bürger , insbesondere der Opfer von muslimischer Gewalt.
"Unsere Art zu leben lassen wir uns nicht nehmen", sagen sie.
Und doch ist das längst geschehen.

Lisa Werle | Mi., 24. Dezember 2025 - 11:11

Koopmans ist der EXPERTE für Migration, war im Expertenkreis politischer Islam, bevor die Ampel/Faeser diesen auflöste und mit islamistischen Verbänden kungelte. SPD/Grüne treiben die verantwortungslose Merkel-Politik auf die Spitze, geben unser Land dem Islamismus preis. Der Tag gegen ‚Islamfeindlichkeit‘ ist die perfide Krönung, initiiert von SPD. Abertausende Menschen sind traumatisiert, Kinder wurden ermordet, Familien für immer zerstört, Menschenleben sind ruiniert durch Vergewaltigung und barbarische Verletzungen. Weihnachtsmärkte sind Denkmale des islamistischen Terrors. Schulen sind zu Angsträumen geworden. Islamistisch indoktrinierte Schüler terrorisieren und verletzen ihre Mitschüler. Jüdische Kinder können nur noch schwer bewacht ihre Schulen besuchen, werden schwer bewacht in ihr schwer bewachtes Zuhause eskortiert. Dieser Schaden für Kinder ist nie wieder gutzumachen! Das alles aber soll nicht gesagt werden dürfen, wenn doch wird zensiert und verfolgt. Unerträglich.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 24. Dezember 2025 - 11:35

sein, dem immerhin auch vorhandenen täglichen evtl. "Irrsinn" zu folgen, aber bitte hüten Sie sich davor, selbst davon "affiziert" zu werden.
Ich wüßte nicht, dass der Osten die "negative" Bevölkerungsentwicklung hätte stoppen können, die DDR konnte es gar nicht.
Wer zog denn dorthin?
Also ein anderer Blick auf Zahlen 2024
Zugegezogen 1, 694 Mill.
Weggezogen 1,264 Mill
Überschuß 430 000 Menschen
gest. 1,01 Mill
geb. 677 ...
Überverlust ca. 340 000
Das macht in etwa 100 000 Menschen mehr und darf man das wirklich für die Jahre hochrechnen?
Syrische Frauen heiraten nicht einfach Männern hinterher und Geld ist hier weniger wert als in Syrien?
Frauen sind klug, tägliche Fremdheitsgefühle werden stärker gewichtet, als teils unbehagliche Lebensumstände zuhause?
Laut Wiki sind Sie mit einer kurdisch-alevitischen Frau verheiratet.
Ich sehe nicht die Riesenunterschiede zu syrischer Kultur.
Ich bitte Sie herzlich, Ähnliches zu uns zu zeigen, vor der Riesenrückreisewelle.

dass das Kopftuch einen Unterschied macht in Ländern, in denen es klimatisch (Wüstensand und haarschädigende Sonne) Sinn macht, eines zu tragen oder eben einen Sonnenschirm et al. zu benutzen.
Dort mag evtl. die religiöse Bedeutung hnzu-kommen, in europäischen Lädern wirkt es heutzutage so schon exponiert.
Früher trugen Frauen Kopftücher oder Hüte.
Schleier gab es auch, waren aber kaum notwendig.
Wenn der Islam auf die europäische Entwicklung zugehen würde, gebundenes Haar würde doch evtl. reichen, dann trift man vielleicht nicht so hart aufeinander?
Wir bekommen mit der Zeit und zunehmender erfolgreicher Globalisierung und Vernetzung noch viele mehr Kulturen in Europa, die uns vielleicht auf den ersten Blick teils auch "fremd" erscheinen werden.
Ich finde es lohnt sich, gemeinsam daran zu arbeiten, besser miteinander bekannt zu werden.
Voraussetzung sind m.E. Politiker und Politikerinnen, die wissen, wovon sie reden und erklären können.
Filme erzählen uns sehr viel und unterhaltend..

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 24. Dezember 2025 - 11:54

Politik für geregelte Migration, Asyl, das auch hier bewältigt werden kann und und und, richtig.
Allerdings glaube ich nicht, dass ein so geregelter Zugriff darauf gleich zu Beginn dieser Politik möglich war.
Gestört hat mich lediglich das in meinen Ohren teils "unbedarfte" oder "verklärte" Begleiten dieser in meinen Augen Ausnahmesituation.
Ich gehe noch nicht davon aus, dass Krieg zum Normalzustand werden wird.
Wo kommt das her, "der Krieg als Vater aller Dinge"?
Selbst geschaut: Heraklit.
Wenn er es so gedacht und geschrieben hätte, so widerspreche ich und setze das "Vater unser" und die Liebe des Christentums dagegen und damit habe ich noch nichts zu Maria, der Mutter Gottes gesagt...oder dem liebenden Blick der "Schwesterseele/Ewigkeit"
Ein frohes Weihnachtsfest.

Bernhard Marquardt | Mi., 24. Dezember 2025 - 14:53

Im Südsudan sind ca. 2 Mio. Kriegsflüchtlinge im eigenen Land unterwegs, ca. 2,2, Mio. ins benachbarte Ausland geflohen, unter unsäglichen Bedingungen.
Im Kongo wir die Zahl der Kriegsflüchtlinge auf ca. 5 Mio. geschätzt.
Nun die Betroffenen allein aus diesen beiden Ländern nach den Vorstellungen der heimischen Flüchtlingsindustrie jede Berechtigung für eine Asyl hierzulande.
Bei allem Mitgefühl ist leicht zu erkennen, dass das wohl nicht gutgehen würde.
Und wer dann noch mit dem Gewäsch von „Bekämpfung von Fluchtursachen“ kommt, dem wünsche ich bei seinem persönlichen Einsatz im Sudan und im Kongo viel Erfolg.
Bitter nötig ist ein stringentes Einwanderungsgesetz wie anderswo üblich.

Bernhard Marquardt | Mi., 24. Dezember 2025 - 15:23

Die Scharia dem Grundgesetz vorzuziehen oder ein Kalifat zu propagieren, ist verfassungsfeindlich, was sonst? Der- bzw. diejenige hat das Land zu verlassen, umgehend. Und zwar freiwillig oder unter der Verlängerung der sofortigen Abschiebehaft.
Um der Radikalisierung in Moscheen vorzubeugen, wäre das sichtbare Abringen von Mikrofonen eine m.E. durchaus sinnvolle Maßnahme. Predigten sind doch wohl öffentlich, oder?
Statt kostenträchtiger Überwachung sollten bereits Polizei und Verfassungsschutz als radikal bekannte Islamisten (Gefährder) mit dem Umgang mit elektronischen Fußfesseln vertraut gemacht werden. In Verbindung mit lokal eingeschränkter Bewegungsfreiheit.
Vielleicht kann man irgendwann hoffentlich wieder angstfrei zum Weihnachtsmarkt oder nachts über die Straße gehen.