Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz, 25.04.2026 / picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Merz in Interviews und Umfragen - Der Kanzler entfernt sich rasant von seinem Volk

Wofür andere Regierende mehrere Jahre brauchen, schafft der Bundeskanzler in einem einzigen: Entfremdung von Bürgern und Wirklichkeit. Statt Umfragen als Zeichen an der Wand zu lesen, klagt Merz über seine vermeintliche Herabwürdigung in den sozialen Medien.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

So erreichen Sie Ferdinand Knauß:

Der seinerzeit bekannteste Spiegel-Journalist Jürgen Leinemann beschrieb gegen Ende seines Berufslebens 2004 in dem Buch „Höhenrausch“ die „wirklichkeitsleere Welt der Politiker“. Leinemann attestierte den Akteuren im Soziotop des späten Bonner beziehungsweise frühen Berliner Politikbetriebs eine Art Rauschzustand, ausgelöst durch die Macht als Droge. In einer Symbiose mit den Hauptstadtjournalisten schweben Politiker demnach zunehmend über der Wirklichkeit und verlieren den Bezug zu ihr. 

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Stefan | Mi., 29. April 2026 - 17:59

Zitat:
„Ich bin nur gelegentlich auf Social Media unterwegs. Aber wenn Sie mal schauen, was dort über mich verbreitet wird, wie ich da angegriffen und herabgewürdigt werde – kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen.“ Er ergänzt: „Ich beschwere mich nicht darüber, aber so ist es.“
Nunja, es gehört schon was dazu ein Kerl zu sein und die Wahrheit ungeschminkt vertragen zu können.
Die Holzpuppe Pinocchio war auch immer sehr bestürzt darüber, wenn ihr ihr Blödsinn unter die Nase gerieben wurde.

Merz verträgt es ja nicht.

Bild/Welt "Merz hat Hunderte Anzeigen wegen Beleidigung gestellt"

Alex | Do., 30. April 2026 - 09:58

Antwort auf von Chris Groll

der auch? Ich dachte die Anzeigeritis hat sich mit der Ampel erledigt.

soistes | Mi., 29. April 2026 - 18:45

Beine bei seiner Körpergröße! Aber vermutlich kann er doch besser Radfahren als selbst zu laufen. Bekanntlich sind die Rennradfahrer auch immer sehr schnell unterwegs, schneller als erwartet. Vielleicht liegt es daran.

Vielleicht hilft Ihm das eine größere Distanz gegenüber seinem Untergebenen, äh Volk, ich meinte Souverän aufzubauen.

Bekanntlich baut man Vertrauen über trauen auf, wie der ehemalige Werbespruch einer Bausparkasse aus Baden Württemberg zeigt:

Auf diese Steine können Sie bauen. Stimmt´s Herr M(ä)erz?

Sie sind wirklich nicht zu beneiden mit den tollen "Highperformer" von der SPD ganz neue Rahmenbedingungen Stein auf Stein zu bauen. So etwas strengt in Ihrem Alter schon mächtig an.

Und hören tut die SPD wohl auch nicht mehr so gut, als älteste Parteiorganisation. Ob es nur am hören liegen mag, das man hier ab & zu laut werden muss?

Sei´s drum. Der nächste Faschingsbeginn kommt absolut sicher. Kleiner Scherz am Rande

Rainer Mrochen | Mi., 29. April 2026 - 19:02

"Der Kanzler entfernt sich rasant von seinem Volk." Ich gehöre ihm nicht!! Das gestehe ich Niemandem zu. Dieser Kanzler und überhaupt gewählte Vertreter sind Knechte des Volkes. Nicht mehr und nicht weniger. Folgende Formulierung: Der Kanzler, als Untertan und zeitweilig Bevollmächtigter des Volkssouveräns erlaubt sich, in diesem Fall besser, erdreistet sich.. wäre wohl angemessen.

treten... ... (😉), aber ein philosophisch gebildeter (nicht eingebildeter...☝) Bekannter sagte mir mal: "Dieses System [die westliche Demokratie] ist auch nur eine modernisierte Feudalgesellschaft..."

>> Insofern... ... ... 🤔 /Ironie und Spaß!

Walter Buehler | Mi., 29. April 2026 - 19:18

Merz ist offenbar auch - wie leider die meisten Politiker, die Politik zu ihrem Brotberuf gemacht haben - kein Demokrat für das Volk, sondern nur ein Demokrat für die hauptberuflichen Parteifunktionäre und für die Funktionäre der düsteren Schattenwelt, die sich selbst als "Zivilgesellschaft" bezeichnen.

Von diesen beiden Arten der Funktionäre ist und bleibt er abhängig. Er besitzt offensichtlich nicht die Größe, in dieser Welt der Funktionäre die Interessen des ganzen Landes zur Geltung zu bringen.

Das ist alles ein Trauerspiel für die Demokratie.

Hans-Hasso Stamer | Mi., 29. April 2026 - 19:33

Noch nie hat es einen Bundeskanzler gegeben, dessen Körpergröße in einem so merkwürdigen Gegensatz zu seinem Format stand. Übersicht, Großzügigkeit, Realitätsbezug, strategisches Denken, zu seinem Wort stehen – alles das sucht man bei Friedrich Merz vergebens.

Und dann hat er sich auch noch nicht das moderne Informationszeitalter eingestellt. Er hält irgendwo in der Provinz einen Vortrag, lässt dabei wie am Stammtisch Trump über die Klinge springen und wundert sich dann, wenn das internationale Auswirkungen hat. Huch! Seit wann erfährt der Ami sowas aus Deutsch-Posemuckel?

Tja, Herr Merz, das sind die Zeiten des Internets, die SIE nicht verstehen.

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 29. April 2026 - 19:40

Das Problem aller „sozialistischen Regierungen“ ist, dass sie zu viel vom Geld ihrer Bürger für die „Bruderstaaten“ abzweigen. So lange, bis die eigenen Leute wegen verfehlter Wirtschaftspolitik und der Verschwendung des Geldes für „die Armen der Welt“ selbst Hunger leiden.

Wie sagte Thatcher: Die Sozialisten kommen an ihr Ende, wenn ihnen das Geld anderer Leute ausgeht. Unsere Regierung ist auf dem besten Weg dorthin.

Angelika Sehnert | Mi., 29. April 2026 - 20:15

Frau Merkel, die ich trotz ihrer verfehlten Politik,deren katastrophalen Folgen wir gerade ausbaden, für eine hochintelligente und instinktsichere Person halte,sagte genau das über Merz. Selbst mit einer nur gering ausgeprägtem Fähigkeit Selbstreflexion müsste Merz doch auffallen, dass man nicht innerhalb von wenigen Stunden vor dem einen Publikum dies und dem nächsten das genaue Gegenteil erzählen kann.Offenbar scheint es auch niemand in seinem Umfeld zu gegeben, der da ordnend eingreifen kann. Das Kanzelamt ist ein Totalausfall und kann mangelnde Regierungserfahrung des Kanzlern nicht ausgleichen.
Der hölzerne, von-oben-herab Duktus der Sprache tut ein Übriges. Merz ist offensichtlich völlig überfordert mit einer dem Amt angemessenen Kommunikation.
Statt nun auch noch sensibel zu werden und zu lamentieren wäre eine Analyse nötig, warum man ihn sieht,wie er gesehen wird.Das hat ja Gründe.Aber er tut genau das Gegenteil: wir, das Volk, sind schuld.Das wird nichts mehr mit uns!

Rückgrat verfügen, neigen dazu jedem das zu erzählen, von dem sie denken das es das ist, was der Angesprochene hören will.

Das hat den Vorteil, daß der Angesprochene erst einmal zufrieden ist, man spart sich in dem Moment Kritik und unangenehme Fragen. Es hat aber den großen Nachteil, daß man irgendwann vor lauter Geschichten den Durchblick verliert. Wem hat man nun was erzählt. Und es führt unweigerlich dazu, daß es sehr schwer ist, das Gesagte auch in die Tat umzusetzen.

Was die Intelligenz der Merkel angeht, so bin ich mir da nicht so sicher, ich glaube nicht, daß sie dumm ist, aber (hoch-)intelligent ist sie nicht. Sie wurde kommunistisch-autoritär sozialisiert, sie ist zielstrebig, machtgierig, egomanisch, kritikunfähig wie Merz auch und sie hat ihre Agenda ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen. Merz hat auch eine (sehr schlichte) Agenda, er will ungestört Kanzler spielen, wie und mit wem ist ihm egal, die zieht er durch, zumindest versucht er es.

Ingo Frank | Mi., 29. April 2026 - 22:12

Die von Merkel vorgeführte Arroganz der alternativlosen Politik, hat Merz lediglich übernommen und perfektioniert und verfällt dem strategisch gleichen Fehler ……. Der Hoffnung, dass sich die AfD von selbst erledigt.

Sowohl Meekel als auch Schöz und jetzt Merz hätten die AfD „wegregieren“ können. Taten sie aber nicht !
Da greift auch nicht die mantra artige Begründung, des „Besser erklären zu müssen“.
Meinen „DIE“ der Wähler ist so blöde und versteht die ihm verabreichten Wohltaten in Form der vorgelegten Reformen nicht ? Es geht letztlich, wie in allen dekadenten Staaten darum, immer mehr dem dem Volke = dem Wähler aus der Tasche zu ziehen um die eigenen Machtpositionen zu erhalten & weiter auszubauen. Und um nichts anders !
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Nur würde das auf längere Sicht in einem funktionierenden demokratischen System OHNE LÄHMENDE BRANDMAUER früher oder später zu einem demokratischen Ausgleich führen... - den Zahlen nach ist das ja in den letzten Jahren auch hierzulande passiert. ABER... ... 🧱🧱🧱 - sie steht eben immer noch, unser 'größtes Problem'...!!! MMn

>> Aka 'die Mutter aller Probleme'... ... ☹

Markus Michaelis | Do., 30. April 2026 - 01:04

Den Punkt sehe ich etwas anders. Mit Grund sieht das GG den Kanzler als Person, nicht als Sach-Abarbeiter eines Volkswillens oder eines Parteiprogramms - weil es das so nicht geben kann. Der Kanzler macht die Politik, die er erklärt und vertritt, und dafür wird er wiedergewählt oder nicht.

Ein Kanzler hätte heute auch Grund für Kritik am Volk. Wenn es um Rassismus etc. geht, wird das auch gemacht. Ich glaube auch nicht mehr, dass Merz das nötige Format hat, aber andere Kanzler stünden vor demselben Problem, dass das Volk sehr gegensätzlich uneinig ist.

Ich sehe wie der Artikel Armutsmigration als einen kritischen Punkt. Die Mitte erzählt es oft so, dass ohne Rechts die großen Punkte durch GG, Menschenrechte etc. vorgegeben und einig seien, aber das scheint mir Unsinn und weltfremd. In Wahrheit scheint mir bzgl. Gesellschaft und Haushalt die Mitte schon in sich heillos zerstritten, will dann auch noch mit "der Welt" zusätzlich klarkommen. Das scheint mir kopflos.

Ist es Rassismus wenn man wie ich z.B. nicht damit einverstanden bin, dass Asylbewerber, Geduldete oder bei denen die abgeschoben werden müssen (das Verfahren damit beendet ist) die gleichen Kranken- Kassenleistungen bekommen wie ich ? Und der Staat nur sich an einem Bruchteil der Kosten beteiligt und den übergroßen Rest der Kosten der Solidargemeinschaft aufdrückt,
Oder wenn diese Menschen die ein Dach über den Kopf bekommen sollen Essen & Trinken & Kleidung bekommen sollen aber genau so gestellt werden wie ein Bürgergeldempfänger der mit Mitte 50 seine Arbeit verliert und ins Bürgergeld rutscht ? Das ist Ungerecht, aber nicht rassistisch !
MfG a d Erfurter Republik

das ist ein Begriff aus der linken Floskelkiste. „Mitte“ soll (politische) Ausgewogenheit signalisieren, man ist „Mitte“ also nicht radikal in die ein oder andere Richtung. Links(-extrem) nutzt diesen Begriff gerne zur Verschleierung der eigenen (extremen) Identität, Grüne nennen sich „Mitte“, obwohl sie linksextrem sind. Und er dient dem Ausschluß der Konservativen, die sind nicht „Mitte“, ergo extrem! „Mitte“ ist ein linker Kampfbegriff.

Der Begriff „Rassismus“ ist auch ein linker Kampfbegriff, er dient dazu alle zu delegitimieren, die (berechtigte) Kritik an linken Positionen und oder dem Verhalten von Migranten äußern.

Der Kanzler ist ein Angestellter des Volks, somit ist ER dem Volk Rechenschaft schuldig, nicht umgekehrt. Er hat kein Recht das Volk zu kritisieren, weil es ihm nicht folgen will, noch dazu, wenn es ein so unfähiger Kanzler ist wie dieser! Wenn der Kanzler (massiv) versagt, dann hat das Volk das Recht und die Pflicht zu kritisieren! Alles andere ist Diktatur!

Was Rassismus und viele andere derartige Begriffe angeht, bin ich ganz bei Ihnen. Natürlich gibt es harten Rassismus, aber das ist kein politisch relevantes Thema. Wenn wir heute "Rassismus" verwenden, steckt da ein Politik- und Gesellschaftsverständnis von absolut richtig und absolut falsch dahinter, und "die Falschen" müssen öffentlich Abbitte leisten.

Vielleicht geht "Kanzler als Diener des Volkes" aber manchmal in dieselbe Richtung. Klar stimmt das auch in dem Sinne, dass er nicht in die eigene Tasche, nur für eine Gruppe, nur nach seiner Privatweltsicht agiert. Und ganz klar soll der Kanzler auch kritisiert werden. Der Punkt ist, dass es, bis auf Ausnahmen, nicht "das Volk" mit "der Kritik" gibt. Es geht gerade darum eine funktionierende Gesellschaft mit gegensätzlichen Sichtweisen hinzubekommen. Dazu ist der Kanzler ein eigenständiger Akteur - der kritisiert werden muss und abgewählt werden kann. Die Idee des "Volkswillens" wird für mich oft falsch und überstrapaziert.

Sie haben recht, wenn Sie sagen es gibt nicht „das Volk“, ich sehe das aber dennoch differenziert.

Was es sehr wohl gibt, sind Bedürfnisse und Interessen, die die absolute Mehrheit der Menschen haben. Dazu gehören Dinge wie z.B. Sicherheit (im Alltag), ein gewisses Maß an Wohlstand, Bewegungs-, Rede- und Meinungsfreiheit, die Möglichkeit sein Leben frei zu gestalten, Verfügbarkeit von Lebensmitteln und Konsumgütern, vernünftige Bildungsangebot, gesellschaftliche Fairness, Absicherung bei Krankheit & Alter etc.

Natürlich gewichtet jeder diese Dinge unterschiedlich, dennoch sehe ich in ihnen „universelle“ Bedürfnisse, die jeder hat.

Gerade hier versagen die Regierungen seit Jahren massiv auf allen Ebenen! Die Unzufriedenheit wäre deutlich größer, gäbe es nicht den linksextremen ÖRR der den Menschen einredet, es wäre alles nicht so schlimm und sowieso sind immer andere Schuld und mit Scheingefahren wie Klimakrise, Gefahr von rechts etc. von den echten Problemen ablenkt!

Daher ist für mich der Kanzler dem Volk natürlich Rechenschaft schuldig - er muss sein handeln erklären. Aber er ist dem Volk keine enge Gefolgschaft schuldig, weil es das eben nicht gibt. Es geht ja gerade darum eine Gesellschaft mit gegensätzlichen Ansichten funktionsfähig zu halten. Außerdem fordern konkrete Stimmen aus dem Volk meist einzelne Punkte - ein Kanzler muss aber Politik für das Ganze und alle Teilbereiche machen.

Vielleicht noch zur Migration, weil das oft ein Megathema ist und für mich damit auch zusammenhängt. Für manche steckt hinter der Migration der Gedanke, dass unsere Gesellschaft durch Werte definiert sei, und man daher alle Menschen dazunimmt, die diese Werte teilen (was alle sind, da wir die Werte universell denken). Das ist für mich auch Unsinn: es gibt nicht "den Volkswillen" und es gibt prinzipiell solche Werte nicht. Es zählen Menschen (wie beim Kanzler), und die müssen sich zusammenraufen - was man nicht überfrachten sollte.

“The concept of “microaggression” is just one of many tactics used to stifle differences of opinion by declaring some opinions to be “hate speech,” instead of debating those differences in a marketplace of ideas. To accuse people of aggression for not marching in lockstep with political correctness is to set the stage for justifying real aggression against them.”
― Thomas Sowell

Dirk Nowotsch | Do., 30. April 2026 - 07:32

Er ist nur bei sich, seinem EGO und seinen Lobbyisten! Die ganze CDU ist keine Volkspartei mehr! Wenn man alleine die frechen Aussagen zur Rente und zum Gesundheitssystem hört und liest! Er kann froh sein, dass unsere so genannte Demokratie so freundlich für Menschen seines Schlages ausgelegt ist! Unsere "Undemokratie" und eine Mischung aus verschwurbelten Maulkorb-Paragraphen verhindern, dass man die Wahrheit über diesen Herrn offen aussprechen darf! Eigentlich müsste er nach seinen nicht eingehaltenen und gegenteiligen Wahlaussagen, aus den Amt entfernt werden! Wer sich so weit von seinen Wahlversprechen "DISTANZIERT", sollte sich nicht beschweren, wenn er beschimpft wird! Andere Politiker in anderen Ländern ist schon schlimmeres widerfahren! Nach den Umfragewerten, darf man ihm und seine Regierungskumpels, mit Fug und Recht als die mieseste Regierung aller Zeiten bezeichnen! Seine Kanzlerschaft wird in den Geschichtsbücher nicht positiv vermerkt werden!

Achim Koester | Do., 30. April 2026 - 08:05

zu glauben, Kritik an seiner Politik sei "Herabwürdigung". Sachliche Kritik muss in einer Demokratie nicht nur erlaubt sein, sondern sollte den Regierenden als Anregung dienen, ihre Handlungen zu optimieren.

Urban Will | Do., 30. April 2026 - 09:55

Aussagen der Realität gegenüberstellt, dann bleibt eigentlich nur der Schluss, dass er nicht versteht oder nicht verstehen möchte, was los ist.
Was nun besorgniserregender ist, also geistige Verwirrung, pathologische Weltfremdheit einerseits oder eben Sturheit und Verbohrtheit andererseits, soll jeder selbst entscheiden.
Es sollte so langsam mal der Punkt erreicht sein, wo seine Umgebung ihn entweder auf den Boden zurückholt oder – weit besser – absetzt. Denn der Punkt, wo er zur Gefahr wird, ist bald erreicht oder gar schon überschritten.
Die Realität kommt Gottseidank näher. Immer mehr Wähler haben ihre Furcht, Blau zu wählen, abgelegt und wenn der Zug mal rollt, wenn sich die Menschen untereinander hierüber unterhalten (ist mir selbst gerade passiert, alte CDU-Wähler sprechen von „Wechselbereitschaft“ und wenn man ihnen sagt, dass man schon lange Blau wählt, horchen sie auf und fühlen sich bestärkt), kann die Marke: AfD über 30 und CDU unter 20 bald erreicht sein.
Dann "isch over".

Alex | Do., 30. April 2026 - 09:56

Guter Artikel, ob Merz den lesen und vor allem verstehen wird? Wohl eher nicht.

Mag sein, daß Merz einst der Hoffnungsträger war, das hat sich aber lange vor den Wahlen erledigt. Für mich, als er die Werteunion ca. 2021 klar aus der Union ausschloß, statt sie intensiv einzubinden. Da war schon deutlich, der Mann ist kein Konservativer und er wird die CDU nicht wieder in konservative Fahrwasser bringen!

Merz hat den Kontakt zum Volk schon vor sehr vielen Jahren verloren, lange vor seiner Rückkehr in die Politik. Die bürgernahen Themen des Wahlkampfs sind nicht auf seinem Mist gewachsen, diese hat er Beratern und der AfD zu verdanken.

Seine mangelnde Popularität ist nachvollziehbar, denn er steht für nichts und er steht hinter nichts, nicht einmal hinter dem, was er selbst sagt! Man merkt ihm deutlich an, daß es ihm nur im sich selbst und seine Kanzlerschaft geht. Für einen Kanzler in einer Krise sind das die denkbar schlechtesten Voraussetzungen!

Sebastian Habel | Do., 30. April 2026 - 13:29

Wenn man zu den ganz großen Witzbolden gehört, kann man natürlich auch sagen: Wenigstens regiert er nicht nach Umfragen, so wie wir es der Merkel immer vorgeworfen haben. Wie man's macht, machts man's falsch.

Dr. Armin Schmid | Do., 30. April 2026 - 13:32

Nicht mal außenpolitisches Gespür hat er! Seine einzige "Großtat" auf diesem Gebiet war das relativ gute Verhältnis zu Trump. Vielleicht kam das daher, weil Merz und Trump sich in mancher Hinsicht ähnlich sind. Beide haben sich mit der Aura des erfolgreichen Businessmans für das wichtigste Staatsamt empfohlen (Trump: Papis Vermögen in diversen Casinopleiten versenkt; Merz: vom Mopedrocker zum Blackrocker als Grüßaugust. Ansonsten beide Meister im Heraushauen markiger Sprüche und umgehendem Zurückrudern. Und dann macht Merz die Früchte monatelangen A****kriechens mit einem (1) Spruch "Das ist nicht unser Krieg." zunichte, ohne deshalb von allen Deutschen geliebt zu werden, SO SAD! Dafür gibt er jetzt beim SPIEGEL den Schmerzensmann, auch damit wieder in einer Linie mit dem selbstinszenierten Heiland Donald "TACO" Trump! Wie sagt doch der Wiener: "Die Lage ist hoffnungslos, oaber ned earnst." ?

Klaus Funke | Do., 30. April 2026 - 18:06

Sollte Trump in seinem Streit mit Merz dies wahr machen, dann muss Merz tatsächlich gehen. Dies scheint mir dann unweigerlich. Sollte es also doch wahr werden, dass Merz das Jahresende nicht mehr als Kanzler erlebt, hätte er uns allen eine große Freude gemacht. Nein, er kann es nicht. Da hat Merkel wohl recht gehabt. Und Trump hat auch recht, wenn er Merz Inaktivität im Ukrainekrieg vorwirft. Menschenskind, er hat es nicht einmal fertiggebracht, mit Putin zu reden. Dafür deutsche Steuermilliarden in das korrupte Selensky-Regime gepumpt. Ja, so einer muss weg, er handelt nicht im deutschen Staatsinteresse. Was bildet sich dieser langgezogene Burattino überhaupt ein? Und die Nase ist bestimmt aus Holz. Und die Spitze ist rot. Trinkt er? Treten Sie weg, Herr Merz, wenn Sie noch einen Funken Anstand in sich verspüren. Ab in die Puppenkiste. Deckel drauf und in den Keller. Aus!