Ein Kind, dem der Mund zugeklebt wurde, aufgenommen in Berlin im Bezirk Friedrichshain im Juni 2011
Ein Kind, dem der Mund zugeklebt wurde, aufgenommen in Berlin im Bezirk Friedrichshain im Juni 2011 / picture alliance / Wolfram Steinberg | Wolfram Steinberg

Meinungsfreiheit - Demokratie braucht Zumutungen

Meinungsfreiheit ist das Fundament der Demokratie und kein „rechtes Narrativ“. Die Bereitschaft, auch unbequeme Meinungen auszuhalten, ist die Grundlage einer freiheitlichen Ordnung. Versuche, politische Gegner oder Medien zum Schweigen zu bringen, gefährden die Demokratie selbst.

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Autoreninfo

Wolfgang Kubicki ist FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

So erreichen Sie Wolfgang Kubicki:

Als mir vor einigen Wochen vorgeworfen wurde, ich würde mit meinem Einsatz für die Meinungsfreiheit „rechte Narrative“ bedienen, habe ich mich dagegen an verschiedenen Stellen pointiert zur Wehr gesetzt und dafür enorm viel Zuspruch quer durch alle politischen und publizistischen Lager erhalten. Das hat mich beruhigt. Beunruhigt hat mich jedoch, dass trotz dieses persönlichen Zuspruchs der allgemeine Aufschrei ausblieb. Nicht bezogen auf meine Person, sondern auf die ungeheuerliche Behauptung, der Einsatz für Grundrechte sei etwas Verurteilungswürdiges.

Ich kann nicht oft genug an die klugen Worte des Bundesverfassungsgerichts zur Meinungsfreiheit erinnern. Weil es sich dabei um eine der wichtigsten Passagen der bundesdeutschen Jurisprudenz handelt, zitiere ich hier gerne noch einmal den Wortlaut des Gerichts, das nicht ohne Grund Bezug auf die Werte der Französischen Revolution und die angloamerikanische Rechtstradition nimmt:

„Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt (un des droits les plus précieux de l’homme nach Artikel 11 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789). Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend, denn es ermöglicht erst die ständige geistige Auseinandersetzung, den Kampf der Meinungen, der ihr Lebenselement ist (BVerfGE 5, 85 [205]). Es ist in gewissem Sinn die Grundlage jeder Freiheit überhaupt, ‚the matrix, the indispensable condition of nearly every other form of freedom‘ (Cardozo).“

Die ständige Auseinandersetzung, der Kampf der Meinungen, als Lebenselement der Demokratie! Ich muss den Leserinnen und Lesern dieser Kolumne wohl nicht mehr erläutern, dass dieses „Lebenselement“ meinem politischen und persönlichen Naturell sehr entgegenkommt. Natürlich ist es aber völlig in Ordnung, wenn nicht jeder mit derselben Lust an der Auseinandersetzung durchs Leben geht. Politiker und Strafverteidiger wie ich sollten sie hingegen besitzen. Die Letzteren haben quasi den Rechtsstaat zum Beruf, die Ersteren die Demokratie.

Der Einsatz für Meinungsfreiheit ist kein Einsatz für bestimmte Meinungen

Leider verliert das Lebenselement der Demokratie im politischen Wettbewerb immer weiter an Wert. Da ist zum einen das leidige Thema der Politikerbeleidigungen, das ich auch an dieser Stelle nicht aussparen kann. Die Dünnhäutigkeit einer ganzen Politikergeneration, gepaart mit einem fehlgeleiteten karrieristischen Eifer in den Staatsanwaltschaften, setzt dem Meinungsklima in Deutschland zu. Dass die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Meinungsfreiheit in dieser Woche erneut sehr deutliche Worte zum Zustand der Meinungsfreiheit in Deutschland gefunden hat, hat hierzulande erstaunlich wenig Resonanz hervorgerufen. Auch, dass sie die Abschaffung des Paragraf 188 des Strafgesetzbuchs gefordert hat.

Der eine oder andere mag sich innerlich damit zufriedengeben, es vielleicht sogar begrüßen, wenn diese oder jene Meinung allzu eilfertig ins Visier der Strafverfolgungsbehörden gerät. Besorgniserregend wird es jedoch, wenn sich diese Haltung weiter ausbreitet. Denn wer soll in einer Republik das „Lebenselement“ der Demokratie hervorbringen, wenn nicht ihre lebendigen Glieder – also wir alle?

Dabei tritt immer wieder das Missverständnis auf, der Einsatz für Meinungsfreiheit sei zugleich ein Einsatz für bestimmte Meinungen. Das ist natürlich Unsinn. Man kann – nein, man muss – auch dann Partei für die Meinungsfreiheit ergreifen, wenn dadurch Meinungen geäußert werden, die man ablehnt, verurteilt und im demokratischen Diskurs bekämpft.

Wer Medien bedroht, arbeitet gegen die Demokratie

Deshalb ist es so bestürzend, dass ausgerechnet jene sich so sicher auf der Seite der Demokratie wähnen, die den Parteitag der AfD verhindern wollen. Jeder kann, soll und darf gegen die AfD demonstrieren, wie er es für richtig hält. Denn auch Demonstrationen gehören zum Lebenselement der Demokratie. Dass Protest laut ist und für alle Beteiligten nicht angenehm, gehört ebenso zur Natur der Sache. Wer jedoch nicht auf Protest, sondern auf die aktive Verhinderung eines Parteitags setzt und damit die von Verfassungs wegen garantierte parteiinterne Willensbildung mutwillig unterbinden will, der will keine Auseinandersetzung, sondern Schweigen – und steht damit nicht auf der Seite der Demokratie.

Und wer glaubt, dass die Beteiligung an Droh- oder Störaktionen rund um die neuen Redaktionsräume von Apollo News irgendeinen demokratischen Mehrwert habe, irrt ebenso. Wer Medien bedroht, wer sie vertreiben will, wer sich im Rahmen einer Verfassungsselbstjustiz zum Richter über erlaubte und unerlaubte Inhalte aufschwingt, der arbeitet nicht für die Demokratie, sondern glasklar gegen sie.

Andere Meinungen zu ertragen, kann mitunter eine Zumutung sein. Und genau so ist es gedacht. Denn ohne Zumutung gibt es keinen Widerspruch, keine Auseinandersetzung und keine Demokratie.  

In diesem Sinne hoffe ich, dass der eine oder andere diese Zeilen als unerträgliche Zumutung empfindet. Machen Sie etwas daraus! 

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Johannes | Sa., 20. Juni 2026 - 10:03

aber sie sollten Ihre Partei retten als Vorsitzender. Und MeinungsFREIHEIT ist nur ein ganz winziger Teil der politischen Inhalte Ihrer Partei.
2 Größen sind in Ihrer Partei auszumachen: Agnes Strack-Zimmermann, die scheinbar in russophober, gefundener Target Group alles Russische mit Rüstungsindustrie bis zum Hals vernichten möchte unter Einsatz unserer Jungs. Zum Kotzen.

Und dann sind Sie da. Nachdem sich die Welt seit 1989 und mit der digitalen Welt und den neuen Economies und neuen Wirtschaftsmächten und das alte Deutschland AG Modell sich grundlegend geändert hat.

Glauben Sie wirklich, dass Sie es von Grund auf verstehen, was es bedeutet, in diese schnelle Welt digital, wirtschaftlich zu bestehen? Glauben Sie nicht, dass ein unaufgeblasener Liberaler, anfang-mitte 40 besser Menschen mobilisieren und vor allem motivieren kann, heutzutage Verantwortung zu übernehmen und ein Unternehmen zu gründen? Glauben Sie, dass Sie jüngeren M erklären können, warum wir einen kleinen Staat br

Das er Ihnen zustimmt und sagt: Ja, es war ein großer Fehler den Parteivorsitz zu übernehmen... - ich schmeiße hin...!?? 🤔

Ich denke Herr Kubiki ist nun wirklich lange genug 'im Geschäft' um diese Entscheidung selbstbestimmt zu treffen... - und er hat sich entschieden... ...

Ob das auch gut für ihn oder die FDP war/ist... ... - wissen wir dann zur nächsten BTW. Er wurde auf jeden Fall regulär zum Parteivorsitzenden gewählt!, und hat sich NICHT an die Macht geputscht... 😉

Aber darum ging es ja im Artikel auch garNICHT - Kubikis Parteivorsitz...

Dass man wenigstens den Namen des Autors korrekt schreibt. Drei mal falsch ist kein Tippfehler. Auf die Trump‘ sche Marotte ganze Worte groß zu schreiben, könnte man auch verzichten. Weniger Erregungsmodus, mehr Substanz wäre schön. Gilt mittlerweile für die meisten Kommentare.

Thomas Veit | So., 21. Juni 2026 - 09:24

Antwort auf von Angelika Sehnert

Ich habe 'Kubicki' sicher schon hundert mal geschrieben..., wahrscheinlich die Hitze... ... (gilt im Diktat aber nur als ein Fehler... 😉)

Was die angemahnte 'Substanz' der Beiträge angeht bin ich da zwar grundsätzlich bei Ihnen..., vertrete aber den Standpunkt das ein modernes Forum nicht zwingend ein Kolloquium sein muss...

Mein Schreibstil ist mein Schreibstil..., und BLEIBT es wohl auch - sorry! Trump ist da glaube ich nicht involviert, ich bin Trump-Gegner - grundsätzlich. Ich selbst hätte aber ansonsten auch an anderen Schreibstilen hier durchaus Bemängelungen vorzutragen..., das nennt man aber wohl 'Toleranz'...?

Alles gut..., soweit. 😉 [...Emojis sind ja aber wohl auch 'negativ'? Ich werde mich anstrengen zukünftig auch höheren Ansprüchen zu genügen - ernsthaft.]

in der Autokorrektur meines Tablets neben dem normalen Kubicki mit (falsch natürlich) referenziert..., wahrscheinlich spielt(e) das wohl auch eine Rolle, gestern. Ich lese dann nicht alles noch 2x Korrektur, nach dem Tippen... ... -- der 3fach Fauxpas hat mich ansonsten heute selbst verwundert, nach Ihrem freundlichen Hinweis... Danke!

Einen schönen Sonntag für Sie (und ein kühles Getränk...)

wie viele glauben. Man muss kompetent genug sein, das Ergebnis beurteilen zu können. Man schreibt gewohnt richtig und - schwupp - hat der digitale Co-Autor in sturer Dummheit wieder was geändert. Und dann muss man eine Korrektur nachschreiben, um Missverständnissen vorzubeugen. Schließlich ist es ein signifikanter Unterschied, ob man von einer Leiter, einem Leiter oder einer Leiterin fällt.

Ich glaube die Standard-Autokorrektur in Android ist noch keine echte KI, das ist einfache wörterbuchbasierende Musterkennung..., tippe ich..., bzw. behaupte ich zu wissen >> man kann nämlich falsch angelernte Wörter auch einfach aus dem AK-Wörterbuch löschen..., was ich mit 'Kubiki' natürlich auch gemacht habe... - heißt aber im Umkehrschluss, daß ich den 'Kubiki' irgendwann auch mal selbst über die AK-Vorschlagszeile bestätigt/ausgewählt haben muss..., was beim 'Schnelltippen mit Wurstfingern' 😉 aber schon immer gelegentlich mal passiert ist... - das geht recht schnell, wenn man unkonzentriert arbeitet oder gerade von einem Leiter gefallen ist.

Autokorrektur nervt... - aber ohne sie wäre es wohl noch 'schlimmer' - bei mir jedenfalls.

>> die klassische Krux beim Technikeinsatz... - wehe uns das Internetz fällt wirklich mal aus - großflächig und länger als 8-10 Stunden... ... - ENDE ZIVILISATION!!

Vom Strom generell garnicht erst zu reden...

bzw. dieser Begriff bedeutet? Ich glaube das ist hier einfach die falsche Zuordnung: Bürokratie...

Und die relevanten Termine für Wahlen werden halt durch die jeweilig zutreffende Wahlgesetzgebung gesetzt..., letztendlich. Würden Sie das ändern wollen..., die Wahlgesetze? Alle zwei Jahre wählen...? Oder garnicht mehr...? 😉

Und wenn es wirklich "desaströs, vernichtend für seine Partei" die FDP sein sollte..., dann muss man nüchtern feststellen, dass dieser Weg gerade erst frisch am 30./31. Mai vom großen FDP-Parteitag auf demokratischem Weg so beschlossen wurde -- ich hab's mir fast vollständig live angesehen... >> war alles zu 100% demokratisch und okay, mMn.

Was wollen Sie? Sind Sie FDP-Mitglied und falls JA aus welchem Lager...? ('müssen' Sie natürlich nicht beantworten, wenn Sie nicht möchten; wäre halt nur interessant zu wissen im Kontext Ihres Textes... - Danke im Voraus!)

Ich hatte mir vom FDP-Parteitag ein deutlich klarere Positionierung der 'neuen FDP' unter Kubicki in Richtung einer Ablehnung der 'Brandmauer' aus grundsätzlichen Gründen UND eine Öffnung der FDP für eine sachorientierte Zusammenarbeit mit der AfD (und allen anderen demokratischen Parteien in Deutschland...) erhofft... ..., und such hier! sogar mehrfach explizit (mit Begründung) dafür geworben..., ohne Erfolg. (Wette verloren...)

Ist leider beides nicht eingetreten, meine Hoffnungen. Insofern ist mir der zukünftige Werdegang dieser Partei relativ egal, zumindest nicht mehr als der des BSW... z.B.

Es gehört zur Meinungsfreiheit, dass man unter einen klugen, feinziselierten Artikel seine Meinung ad personam und nicht zum Inhalt setzt. Ich finde die Moderation da übrigens sehr großzügig.
Herr Kubicki hat sehr klar einigen großen deutschen Organisationen bescheinigt, dass sie in ihren Absichten und in ihrem Tun undemokratisch und damit grundgesetzwidrig handeln. Man würde sich diese Klarheit auch von Seiten der Parteien wünschen, die sich selbst als Speerspitze der Demokratie sehen. Das Schweigen zum Ansinnen dieser Organisationen, eine gesetzlich vorgeschriebene Versammlung zu verhindern - und zwar unverhohlen gewaltsam,anders geht es ja gar nicht- ist der eigentliche Skandal. Entweder man hat seine außer Rand und Band geratenen Vorfeldorganisationen nicht mehr im Griff und kann nicht mäßigend einwirken oder man stimmt klammheimlich zu. Beides ist brandgefährlich. Das sollte hier Thema sein.

Michael Pietsch | Sa., 20. Juni 2026 - 10:08

Hr. Kubicki ist mir, genau wie seine Partei seit Jahrzehnten susp ... doch halt: Hat er hier nur etwas treffend richtiges geschrieben oder ist das Ausdruck einer grundlegenden Haltung? Ich muss nachdenken ...

hierzulande wenig anfangen, sie gilt als dubios, da den Menschen zu viel Selbsverantwortung und Freiheit zugestanden werden soll, und den Rerierenden zu wenig Macht über den Einzelnen zukommen soll, und dagen scheint man immer noch eine Abwehrhaltung einzunehmen
Tja, aber damit bleibt der hiesige gesellschaftliche "Boden" für eine Diktatur nach wie vor bereit.

Zu "viel Selbsverantwortung und Freiheit..." ist natürlich auch immer 'gefährlich' und birgt immanent das Potential irgendeiner XY-Gegenbewegung in sich... [das wussten bereits schon Erich & Erich...]

Wo das hinführen kann sehen Sie ja gerade aktuell am Aufstieg der AfD... - unkontrollierte Gegenbewegungen. Soetwas verträgt "unsere Demokratie" halt auch nicht... ... ☹ /Ironie

Sie wollen uns doch nicht den Erich als ein kluges Beispiel in Umgang mit Liberalismus anbieten?
Da, alle Diktatoren immer jegliche Form von Freiheit, die ihren Machtanspruch in Frage stellen könnte vehement zu unterdrücken wissen, und zwar von Anfang an!!!

Übrigens, Ihr Beispiel mit der AfD zeigt anschaulich, es ist ein Produkt des Mangels an liberaler Einstellung der Gesellschaft.

Rainer Mrochen | Sa., 20. Juni 2026 - 10:29

Die Meinungsfreiheit ist doch nur deshalb unter die Räder gekommen weil der Diskurs einer bestimmten politischen Entwicklung entsprechen muß. Wieder einmal sei die europäische Stossrichtung bezüglich sogenannter, vermeintlich progressiver Entwicklungen benannt. Es handelt sich um ein Umerziehungsprogramm unterschiedlichster Volksgemeinschaften in Richtung universeller, alles gleichmachender, unterschiedsloser Charaktere. Dabei ist die Vorgehensweise linksgrüner Protagonisten durchaus plausibel, wenngleich absolut kontraproduktiv. Würde hier eine Selbstreflexion stattfinden und die findet statt, zumindest intern, gelänge man zu anderen Ergebnissen in diesen Kreisen. Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf. Vor diesem Hintergrund ist selbst der demokratische Diskurs als obsolet zu betrachten. Letztlich setzt sich die antidemokratisch Linke durch oder visionär die rational handelnde, immer die Freiheit wollende und liebende Gemeinschaft der wahren Demokraten. Der Kampf wird geführt.

"Würde hier eine Selbstreflexion stattfinden und die findet statt, zumindest intern, gelänge man zu anderen Ergebnissen in diesen Kreisen."

Gilt jetzt: 'würde und gelänge'...? oder doch 'findet statt, zumindest intern'...? Reflektieren sie intern..., oder nicht? Und wenn JA - wie kommen Sie denn darauf - linke Reflektion...?

Da ich nur 'halbschlau' bin kann ich den Satz so nicht zuordnen... 🤔

Markus Michaelis | Sa., 20. Juni 2026 - 15:44

Wenn ich eine Partnerschaft eingehe und wir uns gegenseitig die Menschenrechte garantieren (wir werden uns nicht gegenseitig foltern), das GG einhalten (Dinge, die parlamentarisch oder von der Regierung festgelegt wurden, werden wir beide einhalten) und die Meinungsfreiheit garantieren (wir lassen es zu, dass der andere uns offen sagt, was er denkt), ist das super, aber so alleine noch keine Basis für eine Partnerschaft. Wenn die Partner sich nur gegenseitig erklären, für wie falsch man den anderen hält und wie sehr er die eigenen Werte verletzt, würde ich sagen, dass trotz aller Menschenrechte und Meinungsfreiheit diese Beziehung nicht funktioniert und man sie vielleicht besser lässt.

Davon würde ich einiges auf die Gesellschaft übertragen. Meinungsfreiheit ok, in manchen Punkten wird man sich auch gegenseitig überzeugen. Aber wenn unter dem Strich viele Werte bleiben, die man gegenseitig tief verletzt, gibt es ein Problem, würde ich sagen.

Jens Böhme | Sa., 20. Juni 2026 - 17:00

Herr Kubicki, in einer Gesellschaft, die frei lebt oder leben will, wird nicht aufgeschrien. Aufgepumpte Empörung passt nicht zum in sich ruhenden Liberalismus.

Dagmar Lubig | So., 21. Juni 2026 - 18:47

Antwort auf von Jens Böhme

die hiesige Gesellschaft, die lebt zwar noch frei, aber die Mehrheit will es wohl nicht mehr, und in so fern ist der "Aufschrei" der Liberalen überfällig.

Brigitte Miller | Sa., 20. Juni 2026 - 18:37

Herr Kubicki. Tatsache ist, dass es eine gewaltige Linksdrift gibt in Europa und dass der Versuch, die Meinungsäusserungsfreiheit einzuschränken, von dort ausgeht.
Man hat sie zu lange machen lassen und dass diese Leute Ihre klugen Gedanken lesen, daran habe ich meine Zweifel.

Urban Will | Sa., 20. Juni 2026 - 20:21

pläne des AfD-Parteitages plädieren, ist das ein Ansammlung von Binsenweisheiten.
Wie allgemein bekannt, möchte v.a. die Linke diesen Parteitag verhindern. Wie gesagt: verhindern, nicht dagegen demonstrieren. Verhindern bedeutet: direkter Anschlag auf die Demokratie. Es sollte eigentlich ein Fall für den „Verfassungsschutz“ sein, aber wie naiv bin ich denn, zu glauben, dass dieser linke Schoßpudel-Verein auf die Idee käme, dies zu tun.

Und wie man weiß, leckt die Union ja fleißig die Stiefel der Linken in ihrem Brandmauer-Wahn.

Daher, Herr Kubicki, wäre es so langsam halt mal an der Zeit, aus der Komfort-Zone heraus zu treten und Tacheles zu reden.

Wer mit den Linken paktiert – und das tun alle außer der AfD – paktiert mit Demokratie-Feinden. Und wer mit denen paktieren möchte, die mit den Linken paktieren, paktiert... na, Sie wissen schon.

Das nächste mal dann doch bitte etwas mehr Tacheles und etwas weniger Binse.
Die Bedeutung der Meinungsfreiheit kennen hier,glaube ich, alle.