Martin Schulz - Der Überforderte

Der Verzicht von Martin Schulz auf Parteivorsitz und Außenministeramt ist nur konsequent. Der ehemalige Gott-Kanzler hat einen Fehler nach dem anderen gemacht. Statt seiner soll es nun Andrea Nahles für die SPD richten. Einen entscheidenden Vorteil hat sie. Von Alexander Grau

Martin Schulz
Martin Schulz: vielleicht nicht der größte Stratege, doch anfällig für emotionale Auftritte / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Im Oktober erscheint sein Essay „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer“ bei zu Klampen.

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Das war bitter. Und beispiellos in der bundesdeutschen Politgeschichte. Der Fall eines Helden. Von 100 auf null und noch darunter. Nun hat Martin Schulz mit seinem Verzicht auf alle Ämter die Konsequenzen gezogen: Aus seinem – man muss es so deutlich sagen – Versagen, aus einer Reihe gebrochener Versprechen, aus seinem Unvermögen, der Partei zukunftsweisende Kontur und Orientierung zu geben.

In einer Hierarchie neigen Beschäftigte dazu, bis zur Stufe ihrer Unfähigkeit aufzusteigen – manche sogar darüber hinaus. Das besagt das berühmte Peter-Prinzip, benannt nach seinem Entdecker, dem kanadischen Pädagogen Laurence J. Peter. Nun ist das Peter-Prinzip nicht immer und nicht überall anwendbar. Denn natürlich gibt es Menschen, die auch für höchste Aufgaben geeignet sind. Und manche Hierarchien bergen so viel Kompetenzressourcen, dass das beschriebene Problem erst gar nicht entsteht.

Eine solche kompetenzgesättigte und talentreiche Hierarchie ist die deutsche Sozialdemokratie jedoch mitnichten. Nur so ist es zu erklären, dass Martin Schulz nicht nur Kanzlerkandidat, sondern auch noch Parteivorsitzender werden konnte. Eine Position, mit der er ganz offensichtlich überfordert war. Schon der Wahlkampf war eine quälende und mitunter zähe Veranstaltung. Eine noch unglücklichere Figur machte Schulz jedoch spätestens seit dem Abend des 24. September.

Die zwei großen Fehler

Das Elend begann an jenem Wahlsonntag genau um 18.38 Uhr. Da verkündete der ehemalige Gott-Kanzler unter dem Jubel seiner Anhänger, dass die SPD in die Opposition gehen werde – „ich sage das in aller Klarheit“, so Schulz. Das war ein strategischer Fehler der Extraklasse. Andere würden einfacher sagen: eine Riesendummheit. Denn Regel Nummer eins bei allen unklaren und offenen Verhandlungssituationen lautet: Lege Dich nicht unnötig fest, Du könntest es später bereuen.

Doch Martin Schulz ist vielleicht nicht der größte Stratege, und langfristiges Denken ist auch nicht eine seiner Stärken, doch anfällig für emotionale Auftritte ist er. Und er gefällt sich ganz offensichtlich in der Pose der ehrlichen Haut.

Nur so ist es zu erklären, dass Schulz am Tag nach der Wahl den zweiten schweren Fehler beging. Als ein Reporter von der Welt ihn fragte, ob er kategorisch ausschließen könne, Minister unter Angela Merkel zu werden, war er zunächst so verunsichert („ich bin da etwas schwer von Kapee“), dass er die Frage wiederholen ließ. Dann antwortete er: „Ja, ja, ganz klar. In eine Regierung von Frau Merkel werde ich nicht eintreten.“ Der Rest ist Geschichte.

Nun ist Nahles am Zug

Dass sich Schulz Karriere dem Ende neigt, zeigte sich spätestens am Tag nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen. Da überließ er Andrea Nahles, der starken Frau im Hintergrund, den Parteivorsitz. Das immerhin war folgerichtig. Eine Fraktionschefin, die es versteht, die Partei an ihrer Seele zu packen, ist ein gefährlicher Gegner für einen Parteivorsitzenden, der keine Tribüne hat. Die wollte Schulz sich nun mit dem Amt des Außenministeriums schaffen. Eine Fehlkalkulation, die ihn den Rest des ohnehin schon ramponierten Ansehens kostete.

Nun also Andrea Nahles. Dass mittelfristig alles auf sie zulaufen würde, war ohnehin klar. Doch nun ging alles noch ein wenig schneller. Man mag von ihr halten, was man will: Dass sie eine bessere Rednerin, eine bessere Taktikerin und einer versiertere Strippenzieherin ist als der glücklose Schulz, ist offensichtlich. An dem grundlegenden Dilemma, in dem die SPD steckt, sich nämlich mehr als lustlos in die dritte Koalition mit Merkel zu schleppen, kann allerdings auch sie nichts ändern. Und an den strukturellen Problemen einer ehemaligen Arbeiterpartei in einer postindustriellen Gesellschaft schon mal gar nicht.

Die Schlüsselqualifikationen

Doch wenn es im Laufe der Legislaturperiode darum geht, ob die SPD unter Getöse hinschmeißt und Neuwahlen anstrebt, bringt die studierte Germanistin ohne Frage die entscheidenden Schlüsselqualifikationen mit: Entschlossenheit, Schnoddrigkeit und Härte.

In der CDU sollte man sich daher schon einmal um das Manuskript von Nahles Magisterarbeit bemühen. Die trägt den schönen Titel: „Funktion von Katastrophen in Serien-Liebesromanen“. Intellektuell durchdrungen hat die neue Partei-Chefin die vor ihr liegenden Probleme also gründlich. Und dass es kein Happy End ohne Intrige und Trennungsschmerz gibt, hat sie während ihrer Studien sicher auch gelernt.

Willi Mathes | Sa, 10. Februar 2018 - 09:17

Top, Herr Dr. Grau !

Überforderung nach " Peter-Prinzip", ist besonders im Polit-Betrieb zu registrieren !
Partei-Mitgliedschaft ist für viele Politiker offensichtlich der Befähigungsnachweis.

Grauzone wieder erfrischend erhellend !

Danke und freundliche Grüsse

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 10. Februar 2018 - 09:32

der Magisterarbeit klingt eher nach "Seelchen".
Bislang hatte ich Andrea Nahles noch nie so gesehen.
Wie ich schon sagte, auf mich wirkt sie nicht wie ein Machtmensch.
Dann wird es darauf ankommen, dass sie die richtigen Leute um sich schart und ganz im Ernst gesprochen, wenn das alles nicht klappt, empfehle ich wie auch anderen den Ausstieg aus der Politik.
Das Leben zu verpassen wäre keine gute Idee.
Nun ist sie Parteisoldatin, aber sie muss sich ja nicht auf ihren Bezügen ausruhen.
Ich werde nun bei Frau Nahles keine Ausnahme machen und sie einfach hochjubeln.
Aber Good Luck werde ich doch sagen dürfen?

Haben Sie in der ganzen Zeit als Sie noch persönlich in der SPD ( lt. ihren Aussagen sogar in Berlin ) aktiv waren wirklich nicht mitbekommen das die Fr. Nahles
ein ausgesprochener Machtmensch ( Frau war und immer noch ist )?
Mit ihrer Vernetzung innerhalb der SPD bei den internen "Grüppchen" in der SPD, die dort ihr Unwesen treiben, ist und war Sie die "Königsmacher/in" in der SPD.

Siehe ...Scharping....Müntefering...Schulz....und viele andere.

Politische Kommentatoren hatten schon 2005 durchaus auf diese Problematik
( Fr. Nahles ) hingewiesen, aber solche Analysen wurden schon damals von der SPD als parteiischer Journalismus abgestempelt.

Liebe SPD holt euch künftig euren politischen Nachwuchs aus dem Altersheim.

Überschrift ernst meinen, deshalb eine ernste Antwort.
Auf einer so hohen Ebene habe ich in Berlin keine Politik gemacht oder anderswo.
Ich habe immer nur meine Augen offengehalten.
Und möchte Ihnen widersprechen, obwohl ich Frau Nahles persönlich nicht kenne, also nur vom Augenschein her und eigener Erfahrung.
Frau Nahles hat m.E. Politik gemacht.
Dass dies als Machtgehabe ausgelegt wird, sagt mehr über die Zeiten in denen wir leben als über Frau Nahles.
Mich hat auch an Frau Merkel nicht gestört, dass nicht alle in ihrem "Licht" stehen durften, ich habe nur selten Kriterien entdecken können, nach denen ich es hätte bewerten können.
Das mit Müntefering war nicht schön, aber auf Lafontaine hatten mehr SPD`ler ihre Hoffnung gesetzt als Frau Nahles.
Sie hat sich immer positioniert, aber die jetzige Positionierung, aus dem Scheitern von Schulz heraus war vlt. lieb von ihr gemeint, aber taktisch evtl. nicht klug.
Die SPD wird sich in Bezug auf die Personalie Nahles positionieren.

helmut armbruster | Sa, 10. Februar 2018 - 09:56

nachdem seinem Herrn Don Quijote wieder ein Abenteuer misslungen ist und er sogar Prügel bezogen hat, sagt sein bauernschlauer Knecht Sancho weise Worte:
"Manch einer ging nach Wolle und kam geschoren zurück."

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 10. Februar 2018 - 09:56

Politik studiert.
Menschenkenntnis, geschult über das Studium ihrer höchsten Aussagen von sich selbst, z.B. Literatur, muss kein Fehler sein.
Man kann sich allerdings auch auf die Aussage zurückziehen, dass in der Nacht alle Katzen grau sind.
Dies würde mich für Herrn Grau aber wundern.
Strike?
Interessant wäre allerdings doch, etwas zu erfahren über das, was Frau Nahles dabei umtrieb.
Das war schon die Zeit beginnender Genderstudies an Hochschulen.
Zu meiner Zeit machte das Buch von Frau Silvia Bovenschen - im Gedenken - "Imaginationen des Weiblichen" Furore.
Wenn man als Frau an Hochschulen kommt und sich mit dem versammelten "Wissen" von Männern über die Frauen konfrontiert sieht...
Aber leider schreibt Herr Grau nichts über den Inhalt.
Ich werde die Arbeit jetzt nicht lesen. Das tun sicher andere.

Ich schaue immer bei Wikipedia nach.
Das Studienfach Germanistik oder Ältere und Neuere Literaturwissenschaft gibt es evtl. in Studienkombination.
Herr Schwennicke studierte laut Wiki Germanistik, Politikwissenschaft und Journalistik.
Ich weiss nicht in welchem Fach er den Abschluss dann machte, Frau Nahles wohl mit ihrer Magisterarbeit in Germanistik.
Sie brach dann ihre Doktorarbeit ab, als sie in den Bundestag gewählt wurde, wenn ich richtig lese.
Zugegeben kehrt Frau Nahles nicht wirklich die Wissenschaftlerin heraus, was aber auch am "Stallgeruch" der SPD liegen kann oder ihrem Herkommen.
Ich werde das nie ablegen können, dass mein Vater Lehrer war.
Ich erkläre dauernd, gefragt und ungefragt.
Mal sehen, wie es weitergeht in der SPD.
Entscheidend wird hoffentlich die politische Eignung für ein Amt sein.

dass wir beide auf keinen grünen Zweig kommen.
Bitte verübeln Sie mir nicht den Satz mit der "Überschätzung".
Es wäre besser, der Kommentar würde ganz gestrichen, denn ich habe nichts dagegen, angegriffen zu werden, aber ich möchte auf keinen Fall angreifen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Entschuldigung annähmen und wir unserer Wege gingen, hoffentlich möglich auf dem sehr großen Platz des Cicero.
Ich bitte nochmals um Entschuldigung
Freundlichst

Edgar Timm | Sa, 10. Februar 2018 - 09:58

Die SPD könnte unendlich viele Probleme der industriellen Facharbeiter, der Handwerker bis zur Meisterebene, der vielen (eigentlich überqualifizierten) Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen aber auch der vielen "Büromenschen", der Auszubildenden und Studierenden sowie der Rentner lösen --- wenn sie nur mal das Ohr auf die Schiene legen und den Menschen zuhören würde statt sie als "Pack" zu bezeichnen. Da braucht es keine Analyse der "strukturellen Problemen einer ehemaligen Arbeiterpartei in einer postindustriellen Gesellschaft".

Dr. Roland Mock | Sa, 10. Februar 2018 - 10:07

Die Qualitäten, eine geistig-mental im 19. Jahrhundert feststeckende Partei wie die SPD zu führen, mag Nahles haben. Die Qualitäten, in irgendeiner Weise oder Funktion den Menschen dieses Landes zu dienen, hat sie nicht. In der Wirtschaft gilt sie als personifiziertes Grauen: eine linke Ideologin, die nichts unversucht läßt, mit mehr und immer noch mehr Bürokratie, Einmischungen und Verboten den Unternehmen das Leben schwer zu machen. Der letzte von den Schwergewichten in der SPD, der verstanden hat, daß man mit Klassenkampf im 21. Jahrhundert Studenten der
„ Politikwissenschaft“, linke Professoren, einfältige Journalisten (also nicht die des
„ Cicero“) und eher bildungsferne Gewerkschafter begeistert, aber im realen, durch wirtschaftliche Chancen und Zwänge geprägten, Leben keinen Blumentopf mehr gewinnen kann, war Schröder.

Michael Sander | Sa, 10. Februar 2018 - 10:08

Sicher ist es in der Regel die bessere Strategie, sich möglichst viele Optionen offen zu halten. Doch man muss auch wissen, wann man mit dieser Regel brechen muss.
Schulz hatte in meinen Augen mit der Entscheidung, in die Opposition zu gehen, die einzig richtige Konsequenz aus der Wahlniederlage gezogen und damit den Grundstein, für eine Erholung seiner Partei gelegt. Das Problem war, dass er davon wieder abrückte, weil es einigen in seiner Partei offenbar schwerfiel, auf ihre geliebten Posten zu verzichten.
Wer führen will, muss auch Führungsstärke zeigen. Schulz hat diesbezüglich gleich mehrere Male versagt. Gewogen und für zu leicht befunden.

otto regensbacher | Sa, 10. Februar 2018 - 10:41

Man kann zwar Bürgermeister einer unbedeutenden Staat sein und den Laden in Schuss halten. Auch im EU-Parlament kann man tönen und Statements abgeben. Aber eine angeschlagene ehemalige Volkspartei zu führen und groß in die Bundespolitik einzusteigen, dazu war Martin Schulz einfach nicht geeignet.

Eberhard Thamm | Sa, 10. Februar 2018 - 10:44

hätte er von Frau Merkel erhalten. Sie weiß, wie man solche Situationen aussitzt und handelt.

Ursula Horvath | Mo, 12. Februar 2018 - 15:31

In reply to by Eberhard Thamm

aussitzen immer nur beim handeln wird es schlimmer, da tritt man die Guten Köpfe mit Wonne in die Tonne und holt sich besser solche Tieflieger die auf der eigenen Schleimspur wandeln, wie Kauder an Bord. Eigentlich müsste Merkel auch ein Geistesblitz treffen und sie zur Erkenntnis bringen, dass auch ihre Zeituhr abgelaufen ist!

Christa Wallau | Sa, 10. Februar 2018 - 10:47

Meines Erachtens ist Schulz ein Paradebeispiel für einen intellektuell überforderten Menschen, dem es zudem an der Fähigkeit fehlt, sich in andere hineinzuversetzen. Er ist - um es auf den Punkt zu bringen - "zu einfach gestrickt".
Mit dieser Ausstattung konnte man ihn jahrelang
prima in Brüssel brauchen; denn er war ein
naiv-williger Mitspieler im Europa-Geschacher der Regierungschefs und der Finanz- / Konzernwirtschaft und repräsentierte nach außen das Musterbeispiel eines überzeugten Klein-Bürgers, der die EU als großes Friedensprojekt
begreift und sie schwärmerisch vertritt.
Nun ist er also - ähnlich wie es Merkel demnächst
hoffentlich endlich sein wird - demaskiert.
Aktionismus reicht nicht u. Aussitzen bzw. Laufenlassen auch nicht, um politisch zu gestalten und ein Land vernünftig zu regieren.
Woher aber sollen in D die Persönlichkeiten kommen, die über Fähigkeiten verfügen, mit denen dieses ins Trudeln geratene Land stabilisiert u. zukunftsfähig gemacht werden kann?

man fragt sich allerdings bei der Personalie Schulz , ob die Brüsseler Verwaltung wirklich immer die Resterampe für drittklassige Politiker bleiben wird.

Herr Schultz ist nur das aktuellste Beispiel. Ein Dienst für die Menschen in Europa ist hier nie zu erwarten

Die Brüsseler Verwaltung wird von den Eliten weiter geduldet, um weitere Märkte für das Finanzsystem zu akquirieren. Diese dann mit Finanzmitteln der europäischen Mittelschicht auszustatten und dies als Wirtschaftshilfe zu deklarieren. ( nächste Fall Rumänien und Bulgarien , bereits heute in Euro verschukldet !!) Etwas anders ist und war nie erkennbar.

Sepp Kneip | Sa, 10. Februar 2018 - 10:54

Die Manko-Positionen von Schulz haben Sie schonungslos offen gelegt. Sein Abgang war die logische Konsequenz aus dieser Hilflosigkeit. Im Nachhinein fragt man sich, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wenn jemand eiren realistischen Blick für die Dinge hatte, muss er schon nach der 100%-Wahl zum Parteivorsitz gemerkt haben, dass hier ein Kunstprodukt entstanden war. Unwirklich und unnormal. Schulz war und ist eine Luftnummer. Nur auf den eigenen Geldbeutel aus.

Und Nales? Sie ist ein Polit-Clown, die mit ihrer zur Schau getragenen Bodenständischkeit und Arbeiternähe in der Partei Narrenfreiheit genoss. Ob das ausreicht, in höheren Sphären zu agieren muss sich noch zeigen.

Nun hat Merkel weitaus Schlimmeres in ihrer Partei angerichtet als Schulz, der immerhin der Union Schlüsselressorts abgeluchst, während Merkel diese hergegeben hat. In der Union nur ein übliches Gegrummel ohne Folgen. Das ist nicht nur schädlich für die Union, sondern schädlich für ganz Deutschland.

Bernd Wollmann | Sa, 10. Februar 2018 - 10:59

Sie wird das Werk ihres Vorgängers fortführen. Natürlich beherrscht sie die pol. Ränkespiele perfekt, ist sie doch direkt von der Schulbank in die Politik gewechselt, ohne je einen „normalen“ Beruf ausgeübt zu haben. Die frühere Stammwählerschaft (wie ich) wendet sich mit Abscheu ab.
Als einzige Hoffnung bleibt der Partei den ca. 2 Mio. Neubürgern, die sie so hofiert, schnell das Wahlrecht zu geben!

Peter Pascht | Sa, 10. Februar 2018 - 11:17

Das Peterprinzip ist eine Systemeigenschaft, es trifft daher nur in Systemen zu die dazu die Existenzbedingungen haben. Allein das kategorische Verkünden von Schulz nach der Wahl, in keine Regierung mit Merkel einzuwilligen, kann man nicht als Fehler bezeichnen, denn schließlich hat Politik die Aufgabe ihre Ziele anzukündigen um der erforderlichen Verantwortung, Verlässlichkeit und Realität zu verleihen. Der Fehler war sich nicht daran gehalten zu haben, was verkündet wurde, bzw. etwas zu verkünden was er selber nicht als verbindlich ansah. Dann kam der gesetzwidrige Kumpanei-Anstoß des ebenfalls charakterlich ungeeigneten Bundespräsidenten, von dem man nun nichts mehr hört. Von so einem unsteten und unsicheren Charakter wie Schulz war das nur zu erwarten. Das ist heut zu Tage offenbar der Prototyp des Politikers, exzellent verkörpert auch durch Merkel, die nie selber etwas entschieden hat, sondern immer nur die Meinung anderer Übernommen hat. Lindner nannte es "Scharnierfunktion".

Wolfgang Tröbner | Sa, 10. Februar 2018 - 11:23

Mit Verlaub, Herr Grau, diese Einschätzung kann ich nicht teilen. Schulz war nie ein Held, sondern eher eine Karikatur davon. Vor einem Jahr wurde er primär von den Medien gehypt, warum auch immer. Und die Genossen haben sich gern daran berauscht, weil sie unbedingt einen Helden haben wollten. Große Teile der Bevölkerung haben jedoch Schulz von Anfang an völlig anders wahrgenommen. Wer sich mit der Person Schulz, insbesondere seiner Tätigkeit in Brüssel, etwas intensiver beschäftigte, wusste oder konnte zumindest ahnen, was von ihm zu erwarten war, nämlich nichts. Ein macht-, karriere- und geldgieriger Schwätzer und Egoist. Ein Mensch, der von sich selbst überzeugt ist, ein großer Politiker zu sein, obwohl jeder sehen konnte, dass es ihm dazu an allem fehlt. In den Monaten seit der Wahl hat Schulz diese Einschätzung mehr als deutlich bestätigt. Und wir können froh sein, dass unser Land und Europa seine Person nicht mehr ertragen müssen.

Der "Held" entzaubert als "macht-, karriere- und geldgieriger Schwätzer und Egoist", was jeder wusste, der sich ein wenig mit ihm befasst hatte.

Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die Kommentare zu Alexander Marguiers Artikel "Der Befreier aus Brüssel" vom 24. Januar 2017 nachzulesen. "Für die gebeutelte SPD", so schrieb Marguier damals, "könnte die Entscheidung, Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten zu machen, ein Befreiungsschlag sein." Und weiter: "Für unsere Demokratie ... sind solche Leute das Salz in der Suppe."

Ich fand allerdings keine einzige Zuschrift im Forum, welche diese Wahl positiv gesehen hätte - ganz im Gegenteil. Die SPD hätte also nur mal in den CICERO schauen müssen und Bescheid gewusst. Alles, was da angemerkt wurde, hat sich bewahrheitet ...

Martin Arndt | Sa, 10. Februar 2018 - 11:42

Sehr geehrter Herr Grau, bei allem Respekt: Ist diese „Dame“ wirklich eine“ studierte Germanistin“? Ist man das schon, wenn man Germanistik studiert hat? Hat sie je gearbeitet? Helmut Schelsky Analyse (Die Arbeit tun die Anderen) aus den 70-er Jahren kann reanimiert werden. Es gibt eine Neue Klasse, die im Gegensatz zu denen steht, "die der Produktion von Gütern im Sinne der Lebensbefriedigung, des Wohlstandes und des Funktionierens eines gesellschaftlichen Systems dienen". Diese Neue Kaste entspricht nach Schelsky dem alten Klerus. Gestern verkündete diese „Dame“ wirklich klerikal, Herr Schulz habe sich „aufgeopfert“. Ob er jetzt auch bald aufersteht? Die SPD ist so peinlich geworden.

Ralph Lewenhardt | Sa, 10. Februar 2018 - 11:45

Schulz ist nicht überforderter als "Rumpel-Ätschi-Bätschi" und andere, die in ihrem selbstherrlichen politischen Macht-Repertoire nur die raffinierten Uralt-Instrumente haben. Wie hilflos und peinlich, damit das Grundproblem unserer Gesellschaft , das Ignorieren und nunmehr Aufbegehren des Grundgesetzlichen Souveräns, weiter beherrschen zu wollen.

August Klose | Sa, 10. Februar 2018 - 12:29

...eine bessere Rednerin??? Entschuldigung, aber die kann lediglich schlecht singen, laut brüllen und gelegentlich auf Fragen ordinär antworten. Das allerdings kann sie wirklich gut.

wolfgang spremberg | Sa, 10. Februar 2018 - 12:49

Da ist er nicht allein, der Herr Schulz.
Ich habe heute eine entsprechende Erfahrung mit "meinem" CDU Bundestagsabgeordneten gemacht. Zusammengefasst : Die Zuwanderung aus Afrika und Nahost kann man nicht stoppen.
Im Klartext : aufgrund des Bevölkerungswachstums in Afrika / Nahost wird Deutschland in den nächsten ca. 20 Jahren "abgewickelt".
Alternativen : Für die sich verdoppelnde Bevölkerung in Afrika / Nahost gute Lebensbedingungen schaffen.
Meine Schlussfolgerung : Überfordert, Unvermögen, langfristiges denken.....
Herr Schulz ist nicht allein.....

Klaus Funke | Sa, 10. Februar 2018 - 12:51

Die Hauptursache für die politische Krise, in der unser Land steckt, ist nicht der "überforderte" Martin Schulz, sondern die machtversessene Kanzlerin. Ausschließlich wegen ihres Machtbeharrungsanspruches ist diese Lage entstanden. Nicht nur der Schulz, die ganze SPD ist überfordert, ebenso die überalterte und "entmannte" CDU. Neue Köpfe und Ideen braucht das Land. Durch die Unfähigkeit von CDU/CSU und SPD werden ausgerechnet die Kräfte gestärkt, die wir nicht gebrauchen können. Darüber sollten sich die Medien einen Kopf machen und nicht noch die alten verbrauchten Köpfe unterstützen.

Reiner Jornitz | Sa, 10. Februar 2018 - 13:26

ist eine Frau, die sich Ausdrückt wie die Axt im Walde. Sie gehört auch einer Generation an die undiplomatisch den ewigen Studenten ausdrückt.
Sich im Ton und Umgang mit dem Mitbewerber geringschätzig äußern, aber Show war schon immer ein Mittel für das Geschäft. Ein Vorteil hat sie, es rennen alle vor ihr weg das man bloß kein Wort mit ihr spricht. Unpassend Führungsaufgaben zu übernehmen

Bernd Fischer | Sa, 10. Februar 2018 - 13:44

SPD-Mitglied würde ich ab sofort ein erbitterter Gegner der GroKo sein.

Die erweiterte SPD-Führung ( nebst regierenden Landesfürsten ) hat in der letzten Woche bewiesen dass Sie keinen Charakter mehr haben.

Aber zum Regieren ist das wohl die beste Vo·r·aus·set·zung.

Tonicek Schwamberger | Mo, 12. Februar 2018 - 13:16

In reply to by Bernd Fischer

... ich kann Ihre Worte: " Wäre ich jetzt SPD-Mitglied würde ich ab sofort ein erbitterter Gegner der GroKo sein.nicht nachvollziehen."
Wieso jetzt ?? Ich war von Anfang an ein "erbitterter Gegener der GroKo! Oder besser der angestrebten KleinKo! Bleibt mir nur noch die "zuletzt sterbende Hoffnung", daß der Mitgliederentscheid die einzig richtige Antwort gibt.

Marion Moritz | Sa, 10. Februar 2018 - 16:46

Hat eigentlich irgendwer mal darüber nachgedacht, dass unser Bundespräsident Steinmeier auch seinen Teil dazu beigetragen hat?!

Tonicek Schwamberger | Mo, 12. Februar 2018 - 13:18

In reply to by Marion Moritz

habe ich darüber nachgedacht - von Anfang an war das meine Meinung.
Auch klar u. logisch, daß sich Steinmeier jetzt zurückhält - oder haben Sie in den letzten Tagen etwas von ihm gehört? Nennt man auch "vornehmes Schweigen".

Mathias Trostdorf | Sa, 10. Februar 2018 - 16:53

Schulz mit seiner Vergangenheit als eher weltfremder EU-Apparatschik ist sicher auch an den Realitäten gescheitert. Den Realitäten, wegen denen sich ja die gesamte SPD im freien Fall befindet. Viele haben ihn darüber hinaus als wenig sympathischen und arroganten Ideologen in Erinnerung. Die, die weiter denken, auch als jemanden, der als oberer EU- Stratege mitschuld ist an den Zuständen, wie wir sie 2018 in Deutschland haben.
Spannend wäre gewesen, wenn er tatsächlich die Flüchtlingskrise und illegale Einwanderung thematisiert hätte, Fehler im Umgang damit eingestanden und ein schlüssiges Konzept vorgelegt hätte, was nun passieren soll, welche Kosten entstehen, wie das bewältigt werden soll etc.-
dann hätte er möglicherweise etwas für die Genosslnnen und sich selbst reissen können.
Aber wegen eines "Weiter so's" in entscheidenden Fragen der Zukunftsgestaltung hatten die "Volksparteien" bei den Wahlen ja gerade soviele Stimmen eingebüßt.

Michaela Diederichs | Sa, 10. Februar 2018 - 17:16

Der Parteivorstand gehört komplett weg. Die haben doch alles mit- und Martin Schulz auf den Schultern getragen und zwar bis zuletzt. Herr Gabriel hat dann noch mal ein bisschen nachgetreten. Untragbar.

Dimitri Gales | Sa, 10. Februar 2018 - 19:25

dass man Schulz überhaupt eine entscheidend wichtige Rolle übertragen hat - arme SPD! Sie hat alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, auch im Wahlkampf. Man sah schon seit langem voraus, dass das mit Schulz nichts wird. Er hat sich überschätzt und wurde überschätzt. In Brüssel hat er sich dank SPD-Seilschaften und anderen Soft-Skills hochgedient - immer ehrgeizig, sich anpassend und diensteifrig. Aber das allein langt weder für die Kanzlerschaft noch für ein Ministeramt.
Das "Schlachtschiff" Nahles wird die SPD nicht retten können. Dafür ist es schon viel zu spät; man müsste die Partei komplett umbauen, das aber ist hinsichtlich der Veränderungsresistenz innerhalb der Partei nicht möglich.

Alfred Zielinski | Sa, 10. Februar 2018 - 19:35

"Funktion von Katastrophen in Serien-Liebesromanen" am Ende dieses Artikels leider nicht verlinkt. Via Google gelangt man zu einem sehr aufschlussreichen wie zutreffenden vierteiligen Artikel, siehe https://www.tichyseinblick.de/meinungen/spd-der-untergang-teil-4/
"SPD-Der Untergang" aus April/ Mai 2016.
In Teil 3 "Während sich aus immer noch nicht geklärten Ursachen-..." ist vorstehende Frage aufgeworfen ohne (auch anderswo) bislang näher behandelt zu sein. Dies könnte daran liegen, dass diese Frage, eine Antwort darauf auf Papst Franziskus, seit 3. März 2013 im Amt, zulaufen und als Lösung der im vorgen. Artikel beschriebenen Probleme in Frage kommen könnte. Dies könnte auch das einschlägig außerordentliche und rücksichtslose Engagement unserer Bundeskanzlerin, des damit eigene Bedürfnisse befriedigenden inks-grünen Establishments und unserer beiden großen Kirchen sowie der ÖR-Medien erklären.

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Andreas Omnibus | Sa, 10. Februar 2018 - 19:53

Eine erfrischende Sicht zum Theater der letzten Tage. Und der Hinweis auf Frau Nahles' Magisterarbeit lässt ja auf Spannendes bei der SPD hoffen.

Akira Ozawa | Sa, 10. Februar 2018 - 20:19

. . . fällt sehr viel tiefer als er wollte."

Passend zur Faschingszeit – Top-Meldung des Tages:
Jetzt doch der Verzicht auf das Amt des Außenministers durch die allmächtige, zu Mensch gewordene Monstranz-GroKo-Gewinner Schulz!

Der 100%-Messias-SPD-Sonderzug-Schulz nach Pankow hat sich gerade mit seinem überaus so beliebten, bescheidenen, vertrauensvollen und hochtalentierten Crash-Test-Dummy-Lokführer um den letzten massiven politischen Prellbock der Hauptstadtgeleise geleiert!

AfD – Nur zurücklehnen und GENIEßEN!

Die Selbstzerfleischung der Modernisierungsgewinner der „Repräsentativen Demokratie“ – die „Großen Zukunftserneuerer“ nach dem Motto „Alter Wein in noch viel älteren Schläuchen“ ist im vollen Gange.

Der aus dem Amt geschiedene Grußrepräsentant Gauck muss seine Passagen jetzt umschreiben – Sie gilt nur noch gespiegelt:
“Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“

Wir leben halt in einer sehr schnellen Zeit.
Ohne (Ober-) Grenzen.

Holger Stockinger | Sa, 10. Februar 2018 - 21:24

um diesen "Volksgenossen" ist erbärmlich. Frau Dr. Merkel ist schlauer als Genosse Gabriel. Sie wettet ohne sexuelle Belästigung einfach auf den übernächsten Wetterbericht: Sommerhoch für Bundeskanzlerin ...

Udo Dreisörner | Sa, 10. Februar 2018 - 22:12

Wohl eher verlogen. Schulz hat so oft seine Meinung um 180° gedreht, mir ist noch ganz schwindelig. Überheblich würde besser passen.

Reinhard Oldemeier | So, 11. Februar 2018 - 07:44

Nun kann man über Personen vortrefflich streiten. Aber es dient nicht der Sache.
Nicht nur die Protagonisten sind überfordert, nein hier ist es eine ganze Partei. Sich ständig neu zu erfinden ist schon anstrengend, für eine sogenannte Programmpartei. Da haben’s die Anderen leichter.
Das eigentliche Problem ist der Kurs. Die Einen wollen mehr Öko, Multikulti und den Vollkaskosolzialismus. Eine Mischung aus den Grünen und der Linkspartei. Die andere Seite sind die Pragmatiker. Alles was nützt wird gemacht.
Die Medien die dem Treiben zuschauen befeuern das Ganze. Man verlangt Modernität, was das auch immer heißen mag.
Mit dieser Situation ist die Partei überfordert. Nun kommt die Willensbildung ins Spiel und da macht die SPD alles richtig. Man streitet um den richtigen Weg. Nun haben die Parteimitglieder das letzte Wort und das ist auch gut so.
Wenn das auch die CDU dieses täte, wäre es gelebte Demokratie. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Holger Stockinger | So, 11. Februar 2018 - 08:06

Die Kampfbegriffe lechts und rinks sind unermüdlich: Gegen "rechts" ist Eintracht Frankfurt zum Beispiel.

Das Zwiegespräch zwischen Adorno und Canetti über "Masse und Macht" ist natürlich theoretisches Flickwerk.

Genosse Maas als Außenminister ist in etwa so, als müsste man seinem Hund schriftlich mitteilen, er solle seinen Maulkorb selber anlegen ...

Michael Murmurachi | So, 11. Februar 2018 - 09:12

Herr Grau, das einzig Graue in der Grauzone bleibt der neue Bewohner im Austragshäusl. Wird Andrea Nahles das dem alten Bewohner überlassen?

Nahles weiß, dass Gabriel „sehr schwierig“ sein und ihre Pläne zu seinen Gunsten beeinflussen oder auch (zer)stören kann.

Wenn Ihre Beschreibung von Nahles zutreffend ist, dann wäre Nahles sicher gut beraten, das Austragshäusl zu schließen und wieder eine Auswärtiges Amt daraus zu machen, mit neuem Anführer.

Marianne Emanuel | So, 11. Februar 2018 - 09:27

An Martin Schulz sein Rücktritt kann sich die Merkel ein Beispiel nehmen und ihre Anhänger .Man muss wissen , wann man aufhören sollte und nicht mit die Hörner durch die Wand .Als Politiker muss man auch mal einsehen was verkehrt gelaufen ist und nicht das schön reden und die Kleinen leiden darunter .Schafft doch erstmal Arbeitsplätze mit Gehalt , wo man nicht aufstocken muss und macht nicht Hartz4 er für eure Fehler Verantwortlich mit Hartz 4 Sanktionen. Nicht mal im Knast
die Leute brauchen nicht Hungern oder sind nicht Obdachlos oder ohne med.Versorgung. Und Menschen hier draußen werden wie Sklaven behandelt .Sanktionen hängen mit allen zusammen Begutachter der Rentenversicherung Begutachter med.Dienst die daran verdienen .JobcenterMitarbeiter werden dressiert mit uns wie Dreck umzugehen um Prämie für Sanktionen zu erhalten .Dann redet die Politik von Sozial wohnung wenn man wegen jeden pups sanktioniert wird und sowieso Obdachlos wird .Wozu Sozial wohnung.

Marianne Emanuel | So, 11. Februar 2018 - 09:51

Merkel ist auch überfordert und viele mehr .Für mich ist Martin der wirklich zeigt und weiss das ,es so nicht mehr geht .Und die Notbremse zieht , da sollten sich viele ein Beispiel dran nehmen aber Macht Habgier steht an erster Stelle da geht man auch über Hartzer Leichen Obdachlose. Wo ist die Menschlichkeit geblieben die Liebe der Mitmenschen Barmherzigkeit Einfühlungsvermögen Gnade u.s.w.wir sind alle Sünder Gott kann uns nur vergeben , wenn wir bereit sind anderen zu vergeben.Manche verstehen nicht den Sinn des Lebens hier auf Erden , das steht in der Bibel .Man soll seinen nächsten lieben helfen ihn aufrichten nicht lügen nicht betrügen kein Hochmut keine Verurteilung oder Vorurteile .Wenn man zwei Hämden hat eins abgeben auch mit essen .Da steht nichts du warst nicht bei med.Dienst und wirst komplett sanktioniert , bekommst kein Essen, trinken ,keine med. Versorgung und keine Wohnung mehr .Das nennt sich CDU ich würde mich schämen.Das man den Mensch alles nimmt

Fritz Gessler | So, 11. Februar 2018 - 13:17

ein kabinett kanzlerin merkel, vizekanzlerin nahles? :)
mit einer CSU, die nach einer heftigen (hoffentlich!) wahlschlappe im bayrischen herbst unter theaterdonnergetös aus der regierung austritt (ein alter franz-josef strauss plan, btw).
und dann eine von GRÜNE&LINKE gestützte minderheitsregierung.
und dann der schon lang geplante absprung von mutti merkel in richtung brüssel: junckers nachfolgerin.
und dann, liebes wahlviehvolk, gibt's immer noch keine neuwahlen.
politikerInnen sind charaktermasken der macht. oder besser: marionetten.

Ursula Horvath | So, 11. Februar 2018 - 14:26

hat das was die Herren der SPD alle zusammen nicht haben und schon gar nicht Schulz, nämlich Power.
Das konnte man zum Parteitag sehr gut beobachten nach der langweiigen Platetütenrede von Schulz, sackte die Stimmung im Saal ab, aber Nahles hat sie mit ihrer starken Rede, die energiegeladen war, wieder gehoben. Als sie danach Paltz nahm hat sie Schulz schon da merken lassen, was sie von ihm hält, das war offensichtlich und auch richtig. Schulz greift nach Posten die er niemals ausfüllen könnte und es war richtig, ihm das deutlich zu machen! Was allerdings nicht richtig war und menschlich schäbig, ihm erst zum Heilsbringer hochzujubeln, um ihm danach fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel. Doch dies ist Gang und Gebe in allen Institutionen und erst recht in Parteien. Ein klein wenig hat mir der verführte Martin schon Leid getan, aber dass ist der Preis der Selbstüberschätzung und der Eitelkeit; wäre es anders, dann hätte er gewusst, dass die Schuhe zu groß für ihm sind!

Eberhard Thamm | Mo, 12. Februar 2018 - 08:16

Interne Querelen haben den SPD Vorständen stets das Sein erschwert. Jetzt muss man noch fehlender Realitätssinn attestieren. Schulz als der Suizide Imperator der SPD glaubte aus seiner Ideologie heraus zu wissen, was des Wählers wirkliche Sorge ist. Ein Irrtum zwar, der aber auch von Nahles mit markigen Worten mitgetragen wurde. Nahles hat die besseren Ellbogen, aber ob sie das Unbehagen der Bevölkerung wegen Merkels Flüchtlingspolitik abstellen kann, ist zweifelhaft da es in der Ideologie der SPD, wie bei allen grün linken, das Deutsche unerwünscht ist.
Damit verbleibt uns „Eingeborenen“ nur das Grausen, Angst und Bange weil unsere Zukunft mit massenhaft wachsender Vielfalt und Buntheit verbaut u. zur Aufgabe von dt. Wertvorstellungen erzwungen und erstickt wird. Nahles wird zur Helferin einer Kanzlerin welche kein Gestern und Morgen kennt, aber Große Vorsitzende einer willfährigen Union, welche deren Fehler noch mit Standing Ovation wie betrunken beklatscht.

Paul Liesner | Mo, 12. Februar 2018 - 09:51

Folgende Beschreibung eines „Gelehrten“ über den Heimatort von Martin Schulz Würselen, dessen Namen ich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erwähnen möchte, gebe ich hier gerne zum Besten weiter.
„Würselen! Kein Wort überträgt das Elend der SPD so lautmalerisch schön, wie Würselen. Es atmet den Geruch von Kleinstadt, großkarierten Strickjacken, bierfleckigen Parteiwimpeln, Gummibaum im Hydrotopf und einem vergilbten Liederbuch, aus dem jemand die Seite mit "Auf, auf zum Kampf" herausgerissen hat, weil auf der Toilette der Gaststätte "Houben" mal wieder das Papier alle war.
Würselen!
Würselen... Das Wort kündet von einem Mann für alle Verlegenheiten, der als St. Martin sein schon lahmendes Pferd SPD einst zäumen sollte und als Retter von der traurigen Gestalt den Gaul sodann zu Schanden ritt. Dabei war er vor genau einem Jahr noch der Messias selbst.“

Lutz Schnelle | Mo, 12. Februar 2018 - 11:32

Martin Schulz ist wohl der Ungeschickteste einer. Der Grund für den Tod: Die Tatsachen stimmen nicht mit den Reden überein, sagten die alten Lateiner.

Bernd Fischer | Mo, 12. Februar 2018 - 19:09

Sie sehen werte Fr. Ursula Schneider das auch ein alter Fahrensmann wie der Herr Grau , in den Zeiten wo politische Informationen und eine immer schnelle wachsende informationsflut , der "süßen Versuchung" unterlegen war ( so wie auch die anderen von der "vierten Gewalt"...hüstel...) jemanden Hoch zu Puschen.

Er wollte einfach dabei sein und nicht den Zug verpassen.

Wenn er sauber „recherchiert“ ( Schulz im EU-Parlament) hätte , hätte er feststellen können das der S. für das Amt in der SPD und weiteres ...„charakterlich“ nicht geeignet war.

Ein Jahr später beteiligt sich der Hr Grau an den "Abgesängen" für den Schulz.

Gottfried Meier | Di, 13. Februar 2018 - 10:32

Die personellen Katatstrophen sind schlimm. Letztendlich ist die SPD mit Martin Schulz aber an den falschen politischen Inhalten gescheitert. Wenn die SPD nicht deutlich umsteuert, wird es auch mit Nahles weiter nach unten gehen!