Martin Horn - Der digitale Bürgermeister

Mit einem Internetwahlkampf setzte sich der parteilose Martin Horn 2018 bei der Oberbürgermeisterwahl in Freiburg gegen den grünen Platzhirsch Dieter Salomon durch. Seit der Gruppenvergewaltigung an einer 18-Jährigen macht er die Erfahrung, dass das Internet auch ein Fluch sein kann

Martin Horn steht am Fenster steht und blickt hinaus
Man dürfe die Netzwelt nicht den Hassbotschaftern überlassen, sagt Martin Horn / Silke Wernet

Autoreninfo

Stefan Hupka ist Chefreporter der Badischen Zeitung

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Wie stabil ist das Image meiner Stadt? Das hat sich Martin Horn zuletzt ein ums andere Mal gefragt. Wann kippt die Stimmung? Lange Jahre hat man sich darum nicht kümmern müssen. Das Image Freiburgs schien unankratzbar, sosehr Klischee es auch oft war. Das Idyll am Schwarzwald, die Sonne, die Bächle, die Studenten. Doch unversehens hat Freiburg zu kämpfen – und mit ihm sein neuer Oberbürgermeister, gleich im ersten Amtsjahr.

Horn hat sich vorgenommen, es nicht weiter kippen zu lassen, das Bild, das sich die Republik von Freiburg macht. Er redet, schreibt und postet dagegen an. Erfahrung als Politiker hatte er keine, als er im Juli vergangenen Jahres sein Amt antrat, auch die Verwaltung einer Großstadt war für ihn Neuland. Aber der 34-Jährige ist ein ausdauernder Kommunikator. So hat er im Mai sensationell die Wahl gewonnen – als Parteiloser gegen den grünen Platzhirsch Dieter Salomon. Und so macht er weiter als Stadtoberhaupt.

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Ernst-Günther Konrad | Mi, 27. Februar 2019 - 13:20

die beiden im Artikel genannten Hasstexte gehen gar nicht. Auch als Migartionskritiker darf niemand einen anderen derart und auch noch öffentlich angehen. Ob diese Sätze bereits "Hass" darstellen, muss jeder für sich entscheiden. Nur fehlt mir bei dem OB die Ursachenforschung. Warum werden solche unsäglichen Aussagen in sozialen Netzwerken gepostet? Ein Ansatz ist, dass die Politiker und die Medien von Anfang an versucht haben, die Probleme mit unkontrolliert Eingereisten zu verschweigen, zu bagatellisieren, zu verzerren oder als die berühmten "Einzelfälle" zu deklarieren. Dem Volk wurde die Massenmigration aufgedrückt ohne es zu fragen und ohne zu prüfen, ob Staat und Administration, ob das Volk dafür vorbereitet ist. Kritiker wurden sofort in die "braune" Ecke gestellt und natürlich wartet man täglich auf Meldungen, wo wieder Messerstecher aus dem Migartionsmiliue zugeschlagen haben. Das diese Informationspolitik bei einigen Idioten zu solchen Veröffentlichungen führt ist logisch.

Peter Schultheiß | Do, 28. Februar 2019 - 09:41

Man kann Herrrn Horn nur dringend abraten, in die SPD einzutreten, denn das würden seine Wähler wohl nicht positiv aufnehmen. Sie haben doch absichtlich keinen Vertreter der Grünen oder der SPD gewählt!