Markus Söders Corona-Panne - Wer handelt, macht Fehler. Wer nicht handelt, macht den größeren

In Bayern ist es zu einer massiven Panne bei den Coronatests gekommen. Dafür gibt es zu Recht Kritik. Markus Söder ist aber vor allem die Häme jener sicher, die die Hände lieber in den Schoß legen, bevor sie Fehler machen.

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Opfer seiner Eitelkeit: Markus Söder / dpa

Autoreninfo

Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Bei Hyperventilation soll es helfen, für eine Weile in eine Plastiktüte oder auch in eine Atemmaske zu atmen, damit der Sauerstoffüberschuss wieder abgebaut wird. Bei politischer Hyperventilation hilft Nachdenken und der Versuch von strukturiertem Denken. Die jüngste politische Hyperventilation vollzieht sich seit einigen Tagen um die 900 durchgeschlüpften Coronisten aus den bayerischen Corona-Kontrollen unter den Reiserückkehrern. 

Und jetzt bitte mal für eine Moment das Hecheln einstellen und das Gehirn einschalten. Bayern hat in den betreffenden Tagen 44.000 Reisende getestet, darunter sind 900 Infizierte, die wegen Schlamperei bei der Datenaufnahme (verwischter Bleistift, Sauklaue, fehlende Adresse oder Telefonnummern) nicht erreicht werden können. 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 17. August 2020 - 09:31

nur ein bisschen irritiert in Richtung Wahrscheinlichkeit.
40 000 hier, 900 auf der anderen Seite?
Machen wir doch einfach mal 1000 draus, um die Relationen deutlicher hervortreten zu lassen.
Also, in etwa jeder 40ste Getestete war positiv und ausgerechnet deren Anschrift war nicht zu ermitteln?
Wurden die Personalien von anderen in Schönschrift geschrieben?
Will sagen, dass vielleicht 100 der positiv Getesteteten nicht ausfindig zu machen waren, würde mir noch einleuchten, aber 900?
Wieviel Prozent der überhaupt positiv Getesteten sind denn das und im Verhältnis, bei einer evtl. Wahrscheinlichkeit, wie viele der negativ Getesteten hätten dann nicht auffindbar sein dürfen?
Kann man nicht doch einmal schauen, ob hier "Sabotage" vorliegt oder nur Dummheit, denn NUR die positiv Getesteten waren wirklich wichtig, gefunden zu werden und das schaffen die Bayern nicht?
Herr Günther wird evtl. als Kanzlerkandidat und Parteivorsitzender aufgebaut?
Das nun wiederum leuchtet mir ein.

"Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht mehr Fehler. Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht keine Fehler". Dieses Zitat trifft hinsichtlich des letzten Teils nur bedingt zu, denn es gibt Menschen, die begehen bereits den ersten Fehler, wenn sie morgens aufstehen, statt weiter zu träumen. Herr Günther ist der politische Zieh- und Lieblingssohn von Angela Merkel. Die Kanzlerkandidatur- und Parteivorsitz-Messe ist daher noch lange nicht gelesen. Gerüchten zufolge übt Günther bereits heimlich die "Raute". Herr Günther latschte jüngst medienwirksam mit Anzug und Krawatte über den Strand, um sich bei ein paar Urlaubsgästen nach ihrem Wohlbefinden zu erkundigen. Wie in der Demoskopie rechnet er anschließend offensichtlich auf alle Urlauber in seinem Bundesland hoch und gelangt zu der Erkenntnis, dass das Coronavirus um Schleswig-Holstein einen weiten Bogen macht. Von der Kanzlerin selbst hätte man bei dieser Jahrhundertkrise wesentlich mehr Eigeninitiative erwarten dürfen.

nach den letzten Initiativen der Kanzlerin, sollte man froh sein, wenn sie die Hände in den Schoß legt.
Konfuzius sagt: wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

die Geschichte ist so nicht ganz plausibel. Und sollte im übertragenen Sinne wirklich jeder 40. Urlaubsrückkehrer Corona-Positiv sein, dann rollt was auf uns zu.

Klaus Funke | Mo, 17. August 2020 - 09:53

Söder ist ein Mann der Überschriften. Aufmerksamkeit erregen ist ihm wichtig. Die Tiefe dahinter und die Arbeit sollen andere machen, und wenn die dann auch solche sind wie ihr Chef, dann geht das schief. Schnelligkeit geht immer auf Kosten von Gründlichkeit. Ein bisschen habe ich Angst, sollte er Kanzler werden. Da könnte er schnell zum Trump Nummer 2 werden, wenn auch mit anderer Frisur. Sein Lieblingsinstrument ist die Posaune, dabei sollte er lieber was Kleineres nehmen. In Bayern kann man fragen, wen man will - kaum einer will den Markus in Berlin, und zwar nicht weil man ihn nicht gerne hergibt, sondern weil er dann noch größeren Schaden machen könnte. Er kommt mir wie ein großes Baby vor, das zu schnell gewachsen ist - ein Riesenbaby. Vielleicht kriegt er ja von Stoiber immer noch die Flasche?

Juliana Keppelen | Mo, 17. August 2020 - 12:13

In reply to by Klaus Funke

bin ganz bei ihnen.
Die Häme ist größer als der Fehler das kann sein und auch nur wer nichts macht, macht keine Fehler ist richtig nur wer sich ständig als Macher und "jetzt zeig ich's mal den andern (gedacht Loosern) wie's geht" und somit immer medial vorprescht, muss mit dieser Reaktion rechnen. Denn auch ein Herr Söder ist stets vorne mit dabei gegen andere Bundesländer zu polemisieren. Wäre das in einem anderen Bundesland passiert, ich denke wäre Herr Söder der letzte der sich mit Häme und Kritik zurückhalten würde.

Bernhard K. Kopp | Mo, 17. August 2020 - 17:47

In reply to by Juliana Keppelen

Die Häme kann nicht groß genug sein. Es ist haarsträubend dass nicht jede Teststation ganz selbstverständlich auch mit einem PC ausgestattet ist, in den die vollständigen Personaldaten der Getesteten, und die Testnummer, ein für allemal eingegeben werden. Eventuell könnte man auch Personalausweise/Reisepässe scannen. Der PC in der Teststation muss nicht notwendigerweise online sein, die Weitergabe der Datensätze könnte auch am Ende des Arbeitstages erfolgen. Keine Ausreden, keine Relativierungen, keine Beschönigungen wie " wer etwas macht, macht Fehler ". Nicht nur wir, alle Mediendemokratien, ersticken an leerem Aktionismus. Dieser ist erbittert zu bekämpfen.

gabriele bondzio | Mo, 17. August 2020 - 10:16

mitnichten, Herr Schwennicke, da sind noch ein paar Mehr am Start.
Was wäre das Leben denn, wenn es keine Aufregung im Staate mehr bieten würde. Berlin wartet sicher zitternd auf die Entscheidung vom BVB zwecks Mietdeckel...vielleicht bekommen sie ja eine auf den Deckel. Bedford-Strohm hat sein Kirchenschiff gesegnet und auf die Reise geschickt, sowie afrikaweit angekündigt.
Mein Opa (der wichtigste Freund meiner Kindheit) tröstete mich auch mit dem Spruch, dass nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler machen kann. Sie haben es ja ähnlich beschrieben.
Söder, nicht gerade mein Liebling , sollte Gleiches zugestanden werden. Ohne mit Schaum vor dem Mund zu wettern. Die Fadenscheinigkeit liegt auf der Hand.

Holger Jürges | Mo, 17. August 2020 - 10:41

...zu dieser tückischen Krankheit, jedoch steht außer Zweifel, dass der Virus schlimmes im Körper anrichtet. Und - es steht außer Zweifel, dass Menschen vor den Unvernünftigen Partyschreiern beschützt werden müssen. - Da ist es recht geistlos, wenn D. Günther (wen wundert´s) dummes Zeug vom Wunder der Nichtansteckung, außgerechnet in "seinem Bundesland" spricht. - Ganz recht Herr Schwennicke: Man stelle sich vor, was für Leid und Kummer die knapp 900 Personen verursacht hätten, wenn liebe Verwandte und Freunde von diesen risikofreudigen Urlaubern infiziert worden wären. - Insofern bin ich bei den Maßnahmen von Söder, obwohl mir seine Persönlichkeit wegen seiner Meinungswechselkapriolen (z.Z. der grüne Anstrich) missfallen: Ein reiner Machtmensch ohne charakterliche Vorzüge.

Eine Frage in die Runde: Gibt es im Forum die Funktion der persönlichen Nachricht ?

Macht erwerben, sichern und wieder verlieren
Herr Schwennicke, so schnell kann das heute gehen. In der Krise wird vieles sichtbar. Erst wenn etwas nicht funktioniert, wird es sichtbar.

Ebenso scheint es so zu sein, je mehr Informationen zur Verfügung stehen, desto unübersichtlicher wird die Lage. Und in der Krise zeigt sich, was sich immer bewährt hat, nämlich das was hilft.

P.S.: Und wenn es darauf ankommt, versagt immer die FDP (Ironie)

Lieber Herr Schwennicke,
unter Zeitdruck nur ein durchgeatmetes Danke für Ihren unerwartet warmen und verständnisvollen Artikel für den arbeitenden Söder. Ganz richtig: Wer nichts macht, macht auch keinen Fehler. Völlig richtig Ihre Mutter. Ist auch meine Devise, obwohl ich Ihre Mutter nicht kennenlernen durfte.
MfG

Christa Wallau | Mo, 17. August 2020 - 12:10

denn heute noch die Sprüche unserer Vorfahren?
Auch meine Großmütter/-väter, Mutter und Schwiegermutter verfügten über viel Lebenserfahrung u. gesunden Menschenverstand, so daß sie in fast jeder Lebenslage entsprechende Lehren bzw. Trost von sich geben konnten.
Ich habe mir viele Weisheiten von ihnen gemerkt und wende sie immer noch an. Doch die beiden Generationen nach mir dünken sich hoch erhaben über Derartiges.S i e wissen doch alles besser! Was kann man denn mit tradiertem, alten Kram schon anfangen?
Erfahrungswerte? Da pfeifen wir drauf!
Klüger als wir heute war noch niemand vor uns - so schätzen sich viele junge Leute ein.
Sie verwechseln den technologischen Fortschritt mit der notwendigen Vernunft, die man zu allen Zeiten haben mußte/konnte oder eben auch nicht.
Hochnäsige, letztlich verheerende Selbstüberschätzung gehört zu den größten Fehlern unserer deutschen Gesellschaft.
Merkels "Wir schaffen das!" ist ein eklatanter
Ausdruck davon.

Rolf Jost | Mo, 17. August 2020 - 12:28

ach Herr Schwennicke,
eine größere Plattitüde ist Ihnen nicht eingefallen?
Den Spruch kann man zu jedem Fehler von jedermann bringen.
Ich verstehe ja, dass Sie als 2. Vorsitzender des Markus Söder Fanclubs Ihrem Idol beispringen wollen.
Aber leider trifft diese Phrase diesmal den Nagel auf dem Kopf: Es wäre für uns alle besser gewesen es wäre nichts gemacht worden.

Charlotte Basler | Mo, 17. August 2020 - 13:01

haben Sie recht Herr Schwennicke. Meine Mutter hat immer gesagt "wo gehobelt wird, fallen auch Späne". Mich stört diese "hemdsärmelige" Arbeitsweise. Als ob es keine Laptops gäbe und Excel noch erfunden werden müsste. Mit einer Excel-Tabelle kann man sehr einfach Adressen, Ergebnisse uvm eintragen und Serienbriefe erstellen. Das BRK jammert jetzt. Wurde das BRK "gezwungen" mit den "armen" Ehrenamtlichen diese Test's durchzuführen? Hat das BRK die Tests kostenlos durchgeführt? Warum wird nicht von Auftraggeber und -nehmer erst mal ermittelt, was zur Erfüllung der Aufgabe erforderlich ist?
Da werden "teure" Tests beauftragt und durchgeführt; Labore arbeiten; Menschen stellen sich dieser Prozedur; warten auf ein Ergebnis; verlassen sich auf die Testung - und dann stellt sich heraus, es wird planlos und unprofessionell gearbeitet. Gleiches hatten wir schon über händische Datenermittlung und Faxe zwischen Gesundheitsämtern und RKI. War es nicht sogar ein Artikel von Ihnen?

Detlev Bargatzky | Mo, 17. August 2020 - 13:33

...Politiker, der sich der öffentlichen Kritik aussetzt, indem er zugibt, dass in seiner Regierung ein Fehler gemacht wurde, für den er sich und seine G-Ministerin in der Verantwortung sieht.

Allein dafür hat er sich mein Lob verdient.

Schon mal etwas ähnliches von Laschet oder gar der Kanzlerin gehört?

Ernst-Günther Konrad | Mo, 17. August 2020 - 14:07

Ich spare mir Ausführung zum Virus. Es geht ja um Söder. Nein, ich mag ihn nicht und will ihn auch nicht in Berlin haben. Aber, auch wenn ich zu dem Virus eine völlig andere Meinung habe, als die Politik, so muss ich Söder insofern beispringen, als dass er nichts dafür kann, wenn an sich gut gedachte Maßnahmen, schlecht von Anwendern ausgeführt werden. Mal unabhängig vom Thema, dass gilt grundsätzlich in der Politik. Und ja, wer nichts macht, macht nichts verkehrt. Eines muss man dem Maggus lassen. Er hat da nichts beschwichtigt, sondern hat sofort Farbe bekannt. Wo Menschen arbeiten passieren auch Fehler. Nur darum geht es im Handlungsbereich.
Persönlich zur Person Söder gesagt, freut mich das. Warum? Weil er ständig auf dicke Hose macht, beim Virus andere permanent belehren will und zurecht wies. Wenn er doch nicht nach Berlin will, soll er doch bayrische Politik machen, bei seinen Wählern und soll nicht den Eindruck erwecken, als ginge da doch etwas in Richtung Kanzlerschaft.

ist es denn so verwerflich den Armin ein klein wenig zu provozieren? Macht doch Spaß!
Und wem von den möglichen Kandidaten möchten Sie denn in Berlin sehen?

Ernst-Günther Konrad | Mo, 17. August 2020 - 21:17

In reply to by Charlotte Basler

Für mich wäre als das kleinste Übel Herr Merz derjenige, dem ich überhaupt irgendetwas zutraue und der nicht vorbelastet ist durch diese Regierung. Er bräuchte dort nur den richtigen Koalitionspartner und Leute aus der Werteunion. Maaßen als Innenminister zum Beispiel. Diese ganz derzeitige CDU-Regierung müsste merkelfrei ausgetauscht werden. Ich habe nach wie vor den Verdacht, dass die Königin noch einen Kronprinzen hat, den keiner von uns auf der Pfanne hat. Nur so ein ungutes Gefühl,Ich kann mich irren. Bis zum Herbst 2021 kann noch einiges passieren.

diese Leute wirklich geheim halten könnte, um einen "politischen Coup" zu landen.
Sie müssen wenigstens medial einmal besonders herausgehoben werden und dann kann man über sie sprechen.
Vielleicht sind wirklich Alternativen unter ihnen.
Ich mag nur nicht evtl. "lanciertes Schlechtschreiben" von Kandidaten.
Es wäre auch schön, wenn die CDU evtl. einen Kandidaten der Partei finden könnte.
Es kann noch vieles schief gehen, aber ich glaube, Scholz ist ein Kandidat der Partei, für die Partei und in deren Namen für die Bundesrepublik Deutschland in Europa und der Welt.
Gut, dass dachte ich bei Martin Schulz auch, aber vielleicht kam er zu sehr von aussen, von der Welt herzu?

Ich gebe zu, das ist eine gewagte These, die ich da mit Ihnen diskutiere. Nur, UvdL hatte eine desaströsen Abgang als Verteidigungsministerin. Wir wissen alle die Berater Affaire und der Zustand der BW. Öffentlich war sie erstmal durch, es wurde still um sie und ein omnipräsenter Vorzeigekandidat Weber wurde plötzlich und unerwartet aus dem Rennen gestoßen und innerhalb kurzer Zeit wurde UvdL, wie von Geisterhand EU-Präsidentin. Wenn Merkel etwas beherrscht, dann das Strippen ziehen und die Besetzung von Posten, die für sie wichtig sind. Ich kann mich ja irren, aber eben auch nicht. Es ist nur so ein Bauchgefühl.
Das Sie natürlich "Ihren" Olaf hochalten, liebe Frau Sehrt-Irrek, kann ich verstehen. Nur er als Kanzler? Welches Wahlergebnis müsste das im Herbst sein, das so etwas ermöglichen könnte?

Scholz scheint mir weder Ideologe, noch Prediger oder gar Heilsfigur...
Ich spüre nur, dass Politik wieder wichtig werden könnte vor Inszenierung.
Sprechen wir über Frau von der Leyen.
Ich fand es ein erbärmliches Schauspiel um Manfred Weber, der doch wohl von Macron verhindert wurde?
Soviel zu meinem Vertrauen in den französischen Präsidenten.
Die Würde parlamentarischer Prozeduren scheint bei ihm nicht in den allerbesten Händen, aber defilieren lassen...
Da ja evtl. schon lange im Voraus geplant wird, glaube ich immer noch an ein "Treppchen" für Merkel, das sie aber evtl. "nicht mehr hochgekommen wäre", in keinem Fall jedenfalls durch einen Wahlkampf hindurch.
Frau vdL scheint mir durch das unwürdige Schauspiel hindurch ein Glücksfall für die EU zu sein.
"Skandalumwittert", "problembeladen", ist das nicht vlt. doch auch der Preis, den unsere Politik bezahlt für ein "Heiligenbild" von Frau Merkel?
Es kam mir aber bei Kohl nicht viel anders vor, nur etwas nachvollziehbarer.

Klaus Peitzmeier | Mo, 17. August 2020 - 19:08

MP Laschet macht in NRW, ohne sich in den Vordergrund zu spielen, einen ziemlich guten Job. Mit seinen überlegten, durchaus riskanten Corona-Lockerungen, hat er Schaden von Staat, Unternehmen u seinen Bürgern abgewendet. Söders effekthaschende Showeinlagen als Bäume- u Bienenversteher, als maximal harter Virusverfolger, hat so manchem Unternehmen viel Geld gekostet.
Kann es vielleicht sein, daß Söder im vorliegenden Fall einfach Opfer einer völlig überschätzten Gesundheitsamtsmentalität geworden ist, deren Angestellten u Beamten der pünktliche Abgang ins Wochenende wichtiger war, als die Daten weiterzureichen?
Ich kann nur jedem Journalisten, der nach einer ebenso lustigen wie haarsträubenden Story sucht, empfehlen, Gesundheitsämter anzurufen u darum bitten, daß man getestet werden möchte, weil der Partner an einer Feier teilnahm, die sich im Nachhinein als Corona Hotspot erwies. Da trifft einen die volle Amtsschimmelbreitseite u ist von sog. Corona Amtshelden ganz weit entfernt.

Urban Will | Mo, 17. August 2020 - 20:34

Mein erster Beitrag „durfte“ nur ein paar Stunden hier stehen.
Ich frage erneut: Musste das sein in Bayern? Gerade vor dem Hintergrund dass anderswo innerh. D's (gerade i n Bayern) die Leute auch wie die Heringe aufeinander hockten im Urlaub...

Müssen wir überhaupt auf Teufel komm raus testen?

Offensichtlich darf man seine Meinung zu Corona, zumindest die, die von der „offiziellen“ abweicht, nicht kundtun.
Trotzdem: der Beweis, dass man n u r an C sterben kann, ist noch nicht erbracht.
Und: Die Todeszahlen in 2020 weichen bisher nicht vom Standard ab.

Corona ist kein leichter Schnupfen, aber es ist auch kein Killer.

Die Test – Hysterie überlagert die allgemeine Hysterie und die Folgen werden immer katastrophaler. Kein Mensch wird sie wohl je kalkulieren.

Wir unterwerfen uns der von oben verordneten Hysterie, wer zweifelt und nachdenkt, kommt in die Schublade.
Das werden wir irgendwann bitter bereuen.

Dr. Rudolf Winter | Di, 18. August 2020 - 14:56

In reply to by Urban Will

Danke für den Kommentar, Herr Will.
Die Panne ist kein echtes Versäumnis. Aber daß kein Mensch auf die Idee kommt sich die Zahlen anzusehen schon. Bei Rückkehrern las ich, daß bei etwa rund um 1 % der Getesteten (variiert nach Übertrittsort) ein positives Ergebnis vorlag. Bei einer bestätigten Zuverlässigkeit des Tests von 98,6 % bewegen wir uns eher im Fehlerbereich des Systems und darüber diskutiert niemand in den deutschen Medien.
MINT Fächer ade! Sapere Aude, ade!

Erika Duschek | Di, 18. August 2020 - 00:29

Volle Zustimmung zu Ihrem Artikel. Außerdem sind die Tests an den Grenzen freiwillig. Was ist mit den Infizierten, die sich nicht testen ließen? Sollten evtl. noch Testergebnisse ausstehen, und ich habe den Verdacht, dass ich mich angesteckt habe, kann jeder in seinem Ort noch einen Test machen - vielleicht einmal auch etwas Eigenverantwortung zeigen. Herr Söder ist nicht verantwortlich dafür, daß man in den Urlaub fährt und sich dort an keine Hygieneregeln hält.

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