Söder
Markus Söder mit ARD-Moderatorin Anna Engelke beim Sommerinterview / picture alliance/dpa/AP-POOL | Ebrahim Noroozi

Markus Söder im ARD-Sommerinterview - Soziales Pflichtjahr für Rentner? „So ein Blödsinn“

Im ARD-Sommerinterview schiebt Markus Söder den Dissens innerhalb der Union beim Thema Israel gekonnt beiseite – und setzt ein neues Thema. Klare Worte findet er für die Idee eines sozialen Pflichtjahres für Rentner.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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Das glaubt er wohl selbst nicht, der Markus Söder. Dass er in den sozialen Medien deshalb nicht auf die Ankündigung von Friedrich Merz, manche Waffenlieferungen an Israel zu stoppen, reagiert hat, weil er zu dem Zeitpunkt im Urlaub war. Stattdessen bekamen jene, die auf eine entsprechende Reaktion von Söder warteten, ein Bild seines Hundes zu sehen. Ausgerechnet Söder soll sich also wegen seiner Work-Life-Balance aus einer politischen Diskussion herausgehalten haben? 

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Ernst-Günther Konrad | Mo., 25. August 2025 - 14:34

Im Leben lacht kein Gaul. Da bin ich genauso skeptisch wie Sie Herr Krischke. Der wird das nur ganz persönlich gemacht haben. Den Friedrich angerufen und zur Sau gemacht haben. Das hat er sich aber auf den Merkzettel gesetzt und holt das Thema nochmals hervor, wenn es besser passt Merz zu schaden als jetzt der SPD das Wort zu reden. Nein, ich glaube auch Söder kein Wort mehr. Der Bäumeumarmer hat vor Jahren schon seine Glaubwürdigkeit verloren.
Und ja, Pflichtjahr für Rentner ist absurd und völliger Quatsch. Was sollen die machen? Den Politikern die Füße waschen. Da würde ich mich melden und meine Drahtbürste mitbringen.

am grünen Tisch ein. Die Rentner/innen in meinem Umfeld sind allesamt gut beschäftigt und engagiert in vielen Vereinen ohne diese würde oft das Vereinsleben zusammenbrechen egal ob im Sport oder Gesangsverein oder rotes Kreuz oder Musikverein, Jugenarbeit, Pflege der Sportanlagen usw. usw. Ausserdem betreuen viele ihre Enkel nach der Kita oder Schule weil die Arbeitszeit ihrer Kinder oft nicht kompatibel ist mit den Schul- und Öffnungszeiten. Ausserden müssten viele Busuntenehmen und Ausflugslokale schließen ohne die Rentnerausflüge unter der Woche (schmunzeln). Dorffeste ohne die Unterstützung der Rentner wären kaum möglich. Und viele Rentner pflegen ihre Angehörigen zuhause also viele Rentner machen schon freiwillig soziale Jahre ohne die Vorgaben von hirnlosen Schnöseln. Ohne das Engagement der Rentner würde der Staat ganz schön dumm aus der Wäsche schauen.

Stefan | Mo., 25. August 2025 - 15:00

Angesichts der Zuwanderung sind doch erstmal diese Leute in der Pflicht, für das Land welches ihnen großzügig entgegen kommt und dadurch schwere politische Diskrepanz erfährt.
Jetzt kommt man auf die seltsamsten Ideen, weil hierzulande ein selbstverschuldetes Ungleichgewicht entstanden ist, das seinesgleichen in Europa und der westlichen Welt sucht.
Aber was soll ich da noch weiter zu sagen ... vielen ist eben bewusst, das das Stroh in ihrem Kopf plötzlich durch den Funken der Wahrheit entzündet werden könnte.

Ingofrank | Mo., 25. August 2025 - 16:17

Kann man meinen, wenn einer der Unions- Garden vor Mikrofon und Kamera tritt ….. was soll denn noch herauskommen, wenn auf der einen Seite die Kanzler- stellende Union und auf der anderen Seite die umverteilenden Sozen mit Ihren fast 100 jährigen aus „dem Jenseits“ stammenden Kampfparolen gegen „Rechts“ stehen ?
Damit kann die SPD vielleicht bei den Omas gegen Rechts punkten die ihre spärlichen Renten durch bezahlte Demos aufbessern aber beim Rest des Volkes, ist mit 15% Zustimmung wohl kein Blumentopf mehr zu gewinnen, zumal in nicht unwesentlichen Mengen, ehemalige SPD Wähler zu der AfD wechselten.
Um das zu verhindern, muss als letzte Patrone „vor der Machtergreifung“diese Partei verboten werden, wie auf dem letzten Parteitag beschlossen..
Bloß ein Problem bleibt was all die etablierten Parteien zu verantworten haben. Mit einem Verbot der AfD sind die Deutschlands eigenen Probleme NICHT ausgeräumt. Im Gegenteil, sie werden noch deutlicher erkennbar !
MfG a d Erfurter Republik

Meine Tochter lebt und arbeitet mit Familie in einem Dörfchen im Speckgürtel von Erfurt. Dort herrscht schon beinahe komplette Selbstverwaltung, maßgeblich durch die ansässigen Rentner garantiert. Ansonsten ist das aufgeworfene Thema natürlich ein klassisches Sommerlochthema. Alle regen sich auf, aber es wird nichts passieren.