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Markus Kerber war die überraschendste Staatssekretätsbesetzung des Kabinetts / Dominik Butzmann

Markus Kerber im Porträt - Schattenmann im Rampenlicht

Während Horst Seehofer zunehmend amtsmüde wirkt, führt sein Staatssekretär Markus Kerber mehr und mehr die Zügel im Innenministerium. Will er höher hinauf?

Autoreninfo

Volker Resing ist Chefredakteur der Herder Korrespondenz und Autor in Berlin. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Es gibt in der Berliner Ministerialbürokratie den Spruch, dass es eigentlich egal sei, welcher Minister unter einem arbeitet, Hauptsache, er ist pflegeleicht und macht seine Paraphe mit dem grünen Filzstift. 
Genauer schaut der Bundesbeamte bei den Staatssekretären hin. Denn die machen den Unterschied, wo ein Ministerium steht. Bei dieser Beurteilung ist Markus Kerber ein absoluter Sonderfall. Marke: völlig unberechenbar. Er kommt „von außen“, ist schwer zu fassen. 

Der 57-jährige Kerber hat nicht nur keinen Stallgeruch, sondern ihn umweht der Duft der weiten Welt, der Finanzwelt, der Wirtschaft. Mehrere Jahre war er bei Banken in London tätig, später in der IT-Branche in Süddeutschland. In Wirtschaftskreisen wird das Vermögen des aus Ulm stammenden Ökonomen auf einen unteren zweistelligen Millionenbetrag taxiert. Wer ist Markus Kerber? Nur ein Beamter oder schon ein Politiker?

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Dorothee Sehrt-Irrek | So, 23. Mai 2021 - 16:32

eines hochinteressanten Menschen, schlussfolgere ich einmal kühn, Kerber hätte das hinbekommen mit der verlängerten Osterruhe und da hätte sie weniger gekostet?
Mein Problem hiess immer nur Merkel und ich sage bewußt NUR, denn Politik insgesamt empfand ich Gott sei Dank immer als handlungsfähig.
Obwohl, ich weiss ja nichts über Merkels Vorschläge, füge also an, Politiker sollten auch kommunizieren können.
Es ist kein Problem, sogar in der sechsten oder siebten Reihe zu stehen, solange man seine Aufgabe auszufüllen vermag.
Ein Problem könnte Herrn Kerbers Vielfältigkeit und sein Geld sein?
Mich stört Geld nicht, andere sammeln Orden, Doktortitel, Ämter etc.
Wie sieht er sich denn selbst?
Dank aber an den Cicero, der Leute publik macht und evtl. damit auch nach vorne bringt...
und das Ganze jetzt noch einmal mit Sternchen.
Sorry, denke nicht immer daran.
Ökonomische Kompetenz ist WICHTIG.
Wenn sich Herr Tichy da wieder, ich würde sagen, "berappeln" könnte, Pragmatismus # "Verrisse"?

Gerhard Schwedes | So, 23. Mai 2021 - 17:50

Deutschland steht vor Wahlen, die wichtige Weichen für unsere Zukunft stellen, die wirtschaftliche Lage ist prekär, die Corona-Krise ist noch nicht vorbei, die Grünen wollen eine Politik fahren, die unsere Wirtschaft ruinieren kann, mit cancel culture, Gender und immer weiteren Hysterien wird es immer schlimmer ... und in dieser Situation kommt der "Cicero" mit einem Langweiler-Thema, dass man meinen könnte, die Saure-Gurken-Zeit sei bereits ausgebrochen. Oder ist das Biedermeier in die Redaktionsstuben eingekehrt? Was ist da nur los? Wie wäre es mit einem neuen Kuchenrezept, einem Diana-Artikel, einem Artikel über Peterchens Mondfahrt oder das Sandmännchen? Man kann der Redaktion nur raten: Mensch (bzw. Redaktion!) werde wesentlich!

Bernd Muhlack | So, 23. Mai 2021 - 18:13

"Der Schattenmann"
damals der ZDF-4-Teiler mit Mario Adorf et Co - genial!

"Es gibt in der Berliner Ministerialbürokratie den Spruch, dass es eigentlich egal sei, welcher Minister unter einem arbeitet, Hauptsache, er ist pflegeleicht und macht seine Paraphe mit dem grünen Filzstift."

Franz Josef Strauß sagte immer, es sei ihm egal welcher CDU-ler unter ihm Kanzler werde - grinsend, immer leicht wackelnd, pendelnd.
FJ Strauß eben!

Man beobachte einmal (bei Interesse) wie im Bundestag seitens des Präsidiums die Debatten "abgearbeitet" werden!
In der Tat hat man etliche "FineLiner" diverser Farben!
Nein, keine farbliche Zuordnung zu den Fraktionen!
Das läuft PREUßISCH KORREKT!
(Wie eine Akte im KH/KLINIK!)

„Das schönste Meer ist das unbefahrene.“
Was soll ich als Nichtschwimmer dazu sagen?
Alles Gute Herr "Schattenmann"!

Im September 2021 werden die Karten neu gemischt und verteilt, nicht wahr?
So manchem (m/w/d/) wird just der A.. auf Grundeis gehen!
Ihnen natürlich nicht!

Klaus Funke | So, 23. Mai 2021 - 18:14

Was gehen uns die Personalien im BMI an? Vollkommen egal, wer dort von unseren Steuergeldern lebt. Wir können das ohnehin nicht beeinflussen. Also, was sollen solche "Füllartikel"? Cicero wird immer mainstreamiger. Lohnt das Geld nicht.

Gerhard Lenz | Mo, 24. Mai 2021 - 11:15

In reply to by Klaus Funke

Immerhin: Ein anderer Forist hat dann doch noch eine Aussage gefunden, die nach seinem Geschmack ist. Wonach Corona, wie Herr Hoecke es in einer Parteiresolution der AfD verankern ließ, nur eine herbeigetestete Pandemie sei. Und plötzlich ist es wieder nur eine "schwerer Grippe". Geschenkt, nicht der Rede wert.

Selbstverständlich sind auch Beiträge wie der über Herrn Kerber interessant und lesenswert. Auch wenn dem auf "Action" ausgerichteten Forenleser - der durchaus nicht mit dem durchschnittlichen Cicero-Leser gleichzusetzen ist - der Sinn auf anderes steht. Der liest lieber den ewigen Baerbock-Merkel-Berlin-Grünen-SPD-FFf-Corona- sonstige-Feindbilder-Verriß, um so richtig losbrettern zu können. Wodurch das Forum zunehmend öde wird.

Wann kommt eigentlich mal ein Beitrag über die sich selbst zerlegende Werte-Union? Wann über Luckes Niederlage vor dem BVerfG?

Genöle, der Cicero würde zu sehr nach Msm klingen, sollten doch in der Redaktion höchstens ein Schmunzeln verursachen.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 24. Mai 2021 - 09:18

Im ersten Moment dachte ich auch, was soll das, haben wir nicht wichtigere Probleme? Aber dann fiel mir dieser Satz auf: "In einem Best-Case-Szenario wären 126 000 Tote zu beklagen, das würde „einer schweren Grippe“ entsprechen, so der Staatssekretär." Aha. Nicht nur Regierungsoberrat KOHN, auch der Staatsminister hatte von Anfang an nicht an eine, die Deutschen ausrottende Pandemie geglaubt, sondern eher an eine schwere Grippe. Deutet sich da an, dass so langsam über diesen mir bislang unbekannten Staatssekretär, Tröpje für Tröpje, wie selbstverständlich, etwas mehr Wahrheit, scheinbar ganz "unbemerkt" unters Volk gestreut wird? Ist dieser Mann, wie sicherlich viele im BMI, die aber nach der Causa KOHN Angst haben, es öffentlich zu sagen, besser, wie sein Wendehals Chef? Aha. Die "Osterruh" kam von ihm. Das kann man so oder so sehen. Jedenfalls gab es Wirbel und ach was, Merkel hat die Verantwortung übernommen. Wofür? Kerber hat einen Vorschlag gemacht, verkündet hat sie es und andere