Dominik Krause
Dominik Krause hat sich in der Stichwahl ums Münchner Oberbürgermeisteramt wohl gegen Amtsinhaber Dieter Reiter durchgesetzt / picture alliance / Wolfgang Maria Weber | Wolfgang Maria Weber

Machtwechsel an der Isar - München bekommt einen grünen Oberbürgermeister

Paukenschlag an der Isar: Über Jahrzehnte war München für die SPD eine sichere Bank. In der Stichwohl um das Amt des Oberbürgermeisters hat sich nun aber ein Grüner durchgesetzt. Der neue OB heißt Dominik Krause – und ist erst 35 Jahre alt.

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In der Stichwahl um den Posten des Münchner Oberbürgermeisters hat sich Dominik Krause von den Grünen gegen Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD durchgesetzt. Laut vorläufigem Ergebnis liegt Krause mit rund 56 Prozent klar vorne.

Münchens bisheriger OB hat im Rennen um die Rathausspitze seine Niederlage bereits nach einem ersten deutlichen Zwischenergebnis eingestanden. Nach Auszählung etwa der Hälfte der Wahllokale lag Krause bei 58 Prozent. Es sei der letzte Tag seiner politischen Karriere, sagte Reiter angesichts des deutlichen Vorsprungs von Krause.

Affäre und Rücktritte belasten Amtsinhaber

Die Wahl war so spannend wie seit Jahrzehnten nicht mehr in München. Lange galt Amtsinhaber Reiter als unangefochtener Favorit. Doch dann wurde bekannt, dass er schon seit Jahren Geld vom FC Bayern München für einen Posten in dessen Verwaltungsbeirat bekommen hatte und sich dies nicht – wie er es hätte tun müssen – vom Stadtrat genehmigen ließ. Vor allem wegen seines Umgangs damit stand Reiter massiv in der Kritik. Nach großem öffentlichem Druck räumte er Fehler ein und trat vom Posten des Verwaltungsbeirats sowie von dem des Aufsichtsrats, den er gerade erst übernommen hatte, zurück.

Im ersten Wahlgang am 8. März hatte Reiter zwar mit 35,6 Prozent vor Krause mit 29,5 Prozent gelegen. Im Vergleich zu 2020 war das aber ein Minus von mehr als zwölf Prozentpunkten für Reiter. Und dass Reiter überhaupt noch vor Krause gelegen hatte, war wohl vor allem auf die Briefwähler zurückzuführen, von denen ein Großteil noch vor Bekanntwerden der Affäre abgestimmt hatte. Nach den nur am Wahltag selbst abgegebenen Stimmen lag Krause bereits vor Reiter.

Amtsinhaberwechsel ist auch ein Generationenwechsel

Während der Freistaat Bayern seit Gründung der Bundesrepublik von der CSU regiert wird, stellte die SPD seit 1948 den Münchner Oberbürgermeister. Mit einer Unterbrechung: Erich Kiesel (CSU) regierte die bayerische Landeshauptstadt von 1978 bis 1984. 

Nach über 40 Jahren ist jetzt Schluss mit roter Hochburg. Der Amtsinhaberwechsel ist auch ein Generationenwechsel. Krause ist gerade einmal 35 Jahre alt, Reiter bereits 67. Der Sozialdemokrat hatte im Falle einer Niederlage bereits ankündigt, sich aus der Politik zurückzuziehen. 

dpa/bek

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IngoFrank | So., 22. März 2026 - 20:12

Mehrheit holen. Nun gut, nicht in jedem Fall wenn es um Parlamente geht, wir der kleine Gewinner CDU & der große Gewinner die AfD derade in Rheinland Pfalz.
Und ob’s nun in München ein OB von der SPD ist, oder der Grunen Sekte huldigt ist Wurst. RotLinks oder GrünLinks ist doch egal. Lustig ist es schon, wenn es eine CDU nicht schafft in München den OB zu

geärgert, in der „Wahlsondersendung“ gestern auf ZDF standen alle Kandidaten schön aufgereiht, SED/PDS/Linke, CDU, SPD, Grüne und ganz rechts AfD.

Der eigentliche Wahlsieger des Abends, der Mann der AfD ist kaum zu Wort gekommen und wenn, dann wurde er nach drei Worten schon unterbrochen. Er hat sich mehrfach versucht zu melden, wurde aber konsequent ignoriert.

Dafür hat die eindeutige Wahlverliererin (< 8%!!), Franziska Brantner von den Grünen, gefühlt 30% der Redezeit bekommen.

So funktioniert ausgewogene Berichterstattung!

A. Brand | Mo., 23. März 2026 - 07:43

Dekadent, verkommen, wohlstandslinks, dauer-zugedröhnt mit irgendwelchen bewußtseinserweiternden Substanzen, da paßt keine Partei besser als die Grünen!

Das böse Erwachen wird kommen, nur ist es dann zu spät!

Dirk Nowotsch | Mo., 23. März 2026 - 07:49

... versagt die CDU auf ganzer Linie! Die CDU aber auch die CSU, machen sich quasi unwählbar! Überall das selbe. Schön zu hören, das es in München nicht besser, als in Berlin läuft! Alte "Mentalitäten" und Verhaltensweisen kommen zur Zeit gar nicht gut an! Sowohl in der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, verstehen die CDUler nicht, dass diese unsäglichen Umverteilungsdebatten der CDU (Riesige Schulden für die reichen Industriebonzen, Geld für die Ukraine und Trump, Geld für die anderen EU-Staaten, Geld für immer mehr neue Flüchtlinge, Geld für jeden, außer dem der es ERARBEITET) ein Ende haben muss! Ein Merz, der wahrscheinlich noch nie körperlich gearbeitet hat, stellt sich hin und fordert mehr und längeres Arbeiten!? Späteren Renteneintritt? Gepaart mit explodierenden Steuern und Sozialabgaben wirkt das befremdlich! Die hauen sich selber die Beine weg! Das einzige was die noch oben hält, sind die Wahlschafe! Nach der Wahl geht es ab zur Schurr! Grün ist aber auch keine Lösung!

Auch Kai Wegner hat es nicht verstanden, warum er ins rote Rathaus gekommen ist! Er ist fleißig dabei den Weg für die Roten und Grünen zu ebenen! Er hat nicht verstanden, das Berlin den Poller Wahnsinn und die roten Flausen abgewählt hat! Das viele Stimmen taktisch von der AFD zur CDU gewandert sind, in der Hoffnung, er reißt das "Ruder" rum! Was macht der aber? Er kuschelt mit den rotgrünen und haut seine Wähler in die Pfanne! Als "Sahne Häubchen" seine "Allüren" noch oben drauf! Ich befürchte für die nächste Wahl das schlimmste! Warum eine schwarze Knalltüte* aus dem Regal nehmen, wenn darin als Überraschung, Rotgrünes Konfetti ist!? *Ist nicht auf eine oder mehrere Personen bezogen!

Das sehe ich auch so, und zwar schon seit mindestens 15 Jahren, allerdings scheinen rund 30% der Deutschen immer noch an die Union zu glauben. Anders sind die Wahlergebnisse, jetzt auch wieder in Rheinland-Pfalz, nicht zu erklären.

Die Union hat auf Bundesebene auf ganzer Linie versagt: jedes gemachte Wahlversprechen gebrochen, Schulden in Rekordhöhe, Spitzensteuersatz soll erhöht statt gesenkt werden, ab 90.000 Euro, das ist kein Spitzenverdienst, „Bürgergeld“ nicht reformiert, Migrationsproblem nicht angefaßt, Milliarden Steuergeld für den Sinnloskrieg in der Ukraine, Kuschelkurs mit links und linksextrem, Kriegstreiberei gegen Rußland, Festhalten an der antidemokratischen „Brandmauer“ und somit zementieren der linken Macht und Ignorieren des Bürgerwillens etc.!

Was muß noch passieren, bis diese 30% begreifen, daß sie ihr Kreuz auch gleich bei Grüne, SPD oder SED/PDS/Linke machen können, wenn sie Union wählen? Dann haben sie auch das Original!

Armin Latell | Mo., 23. März 2026 - 07:51

Wie das? Das Gegenteil ist der Fall, es ist noch tiefroter werden. Der deutsche Wähler gehört echt auf die Couch!

Achim Koester | Mo., 23. März 2026 - 08:18

Mal abwarten, wann München autofrei wird, bzw. nur noch Elektrokarren und Lastenfahrräder in die Innenstadt dürfen.

Walter Buehler | Mo., 23. März 2026 - 10:12

München wird schöner, grüner und lebensfroher werden wie nie zuvor - allerdings nur, wenn der Herr Krause (den ich nicht kenne) ein ähnliches persönliches Format wie der vortreffliche Herr Palmer in Tübingen aufweisen kann.

Im anderen Fall wird es in München jedenfalls lustiger zugehen, z. B. im Bildungswesen (vgl. Berlin und Bremen).

Dann werden erst mal 1 Million Bäume im Stadtgebiet neu gepflanzt, und in der Innenstadt wird man Autos mit der Lupe suchen ...

Herrlich! Eine strahlende Zukunft steht München bevor!

Ich sah das Bild, wo der neue grüne OB Krause anlässlich seines Wahlsieges "seinen Verlobten" auf den Mund küsst. Und das in München - in der "Hauptstadt der Bewegung", natürlich ist damit die linksgrüne Bewegung gemeint. Berlin lässt grüßen. Dekadenz allenthalben. Wir werden es sehen und erleben wie München Schritt für Schritt in den Sumpf rutscht. Ich wette, Bayern-München wird was davon abbekommen. Die sind die längste Zeit ganz oben und Meister gewesen. Am Fußball kann man ablesen, was wir noch wert sind. Aber gut. Der nächste OB in München wird dann der AfD angehören. Und das ist es, was Hoffnung macht.

in Bezug zu Ihrer Aussage zum Bildungswesen in München: Berlin und Bremen sind Bundesländer, die ihre Lehrpläne selbst gestalten können, was die Kommune München nicht kann: Hier gelten die Lehrpläne, die vom Bayer. Kultusministerium festgelegt werden, und die für den ganzen Freistaat gelten.
Daran kann keine grüne Stadtratsmehrheit und kein grüner OB etwas ändern.
Und glauben Sie mir: Ich habe zwei Enkelinnen, die in eine Grundschule in Schwabing gehen, die Anforderungen sind hoch, den Kindern wird nichts geschenkt (was ich nicht beklage). Sie schreiben jede Woche mindestens eine "Probe" (Test) und werden ganz schön gefordert.
Grüße aus der schönen bayerischen Landeshauptstadt, die sehr lebenswert ist und bleiben wird, trotz grüner Stadtratsmehrheit (die ich nicht gewählt habe).

da kann der junge grüne Hoffnungsträger wollen, was er will. Was sich ändern wird, München wird „bunter“, dreckiger, unsicherer, es werden „Problemviertel“ entstehen, aus dem Englischen Garten könnte eine Art bayerischer Görlitzer Park werden, Autofahrer werden es schwerer haben, Handel und Industrie werden leiden/drangsaliert, es wird für Münchner teurer werden, denn der Hoffnungsträger wird die Zahl der Beamten erhöhen um seine Gesinnungsfreunde (alles „ziemlich gute Leute“) strategisch vorteilhaft unterzubringen, Polizei Bashing dürfte zunehmen etc.

Und ja, bei Glätte darf sicher wegen der vielen Bäume kein Salz mehr gestreut werden, aber das ist beim südlichen Klima Münchens kein großes Thema und irgendwann richtets der Klimawandel……

Eine wirklich „strahlende Zukunft steht München bevor!“

Mir solls egal sein, ich mag München lange nicht mehr, eine Stadt der gestreßten Selbstdarsteller und Möchtegern Schiksen ohne Stil und Geschmack. Gibts überhaupt noch echte Münchner???

In München wählt man links weil es schick progresiv dahekommen soll, und damit hat sich es.
München ist ganz besonderers, es ist schick und tolerant, eben großstädtisch, aber denoch immer noch typisch bayerisch.
Das muss man erstmal hinkriegen!

Hans Süßenguth-Großmann | Mo., 23. März 2026 - 18:37

war die Tatsache das über die Ursachen der 20% AfD gar nicht geredet wurde. Wichtig war die Frage tritt Klingbeil zurück? Warum, was bringt das? Frau Brandner konnte das ganze grüne Wahlprogramm vortragen, obwohl nicht mal 10% dafür waren. Die Tatsache, dass in den industriellen Kernen Ludwigshafen und Kaiserslautern, die Angst vor der Arbeitslosigkeit das bestimmende Gefühl und in Pirmasens die Depression manifest ist, war nicht der Rede wert.
Die Objektivität des örR ist eben einfach unschlagbar.