- Der Platzhirsch muss jetzt sein Revier verteidigen
Bei den bayerischen Kommunalwahlen muss der Platzhirsch CSU herbe Verluste hinnehmen. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Eine Konsequenz bleibt aber immer dieselbe: Wo Zustimmung gewohnheitsmäßig war, muss heute Überzeugungsarbeit geleistet werden.
„Der lang andauernde Erfolg der CSU in Bayern gründet auf unserer Fähigkeit, trittsicher und überzeugend den Weg zwischen Tradition und Innovation, zwischen konservativ und modern zu gehen“, sagte Franz Josef Strauß einmal. Bis heute spiegelt das Zitat gut das Selbstverständnis der CSU im Freistaat wieder. Denn die sieht sich zwischen Hof und Füssen, Aschaffenburg und Passau nicht einfach nur als eine bayerische Partei. Geht es nach ihr, bilden die CSU und Bayern eine politisch-spirituelle Einheit. Das hat schon was Metaphysisches. Wie bei Hegel mit dem Weltgeist. Bloß halt mit Laptop und Lederhosen.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
was ich sage, aber ich finde schon den Mix zwischen Modern und Konservativ arg mißlungen, den er meint, sich Visagemäßig leisten zu können. "Schmutzelei" bis in den Bartwuchs ist, was ich sehe. Einfach unseriös sieht er aus. Und durch und durch unseriös ist er ja auch, wenn man sich anschaut, wie oft er seine Standpunkte in den letzten Jahren schon um 540 ° Baerbock geändert hat. Auch ich selbst habe im Laufe eines inzwischen ziemlich langen Lebens meine Meinung zu politischen Grundsatzthemen schon des öfteren geändert. Allerdings konnte ich immer sagen, warum jetzt genau. Ich erinnere mich aber nicht, von Söder jemals eine nachvollziehbare Begründung für seine Pirouetten gehört zu haben.
und der trägt keinen Bart.
Übrigens, auf kommunale Ebene werden Personen der unterschiedlichsten Richtungen gewählt, und wer kein Platzhirsch sein will, der bekommt halt meistens keinen Platz an der Sonne, aber das gilt bundesweit.
Selbst unter Franz Josef Strauß gab es bei der CSU keine One-Man-Show. Das hatte wahrscheinlich einen einfachen Grund: seine politische und wirtschaftliche (z.B. Airbus) Kompetenz wurde anerkannt.
Bei Markus Söder scheint mir das anders zu sein. Seine Omnipräsenz ist das eine, persönliche Herabsetzungen als "Stilmittel" wie bei Ministerin Bär das andere. Und die längerfristigen Folgen eines ichverliebten Politikers sind aktuell bei der FDP zu besichtigen. Beim Führungsstil von Dobrindt könnte er sich einiges anschauen. Aber das würde Selbstkritik voraussetzen.
Kurz gesagt: Söder will wie Strauß klingen und wirken – ist aber kein zweiter Strauß. Der eine war ein politischer Urknall, der andere ein ungeschickter Verwalter des Erbes in digitalen und globalisierten Zeiten.
Strauß war der große, wilde Gründervater – ein polarisierender Titan der alten Bundesrepublik, der Tabus brach und national alles riskierte.
Dieser Mann hätte sich NICHTS aber auch gar NICHTS aus Berlin diktieren lassen und grün wären lediglich die Weiden und Almen wo das Milchvieh seine Kuhfladen verteilt.
Aber wem sagt man das angesichts der Wahlresultate.
Denn der ihn mit bisweilen Herablassung behandelnde Platzhirsch wird nun mehr und mehr auf die Loyalität seines bewährten Partners von den Freien zählen müssen um seine Sonderstellung im Bund behaupten zu können als Schwesterpartei der CDU. Und auch wenn man zur Zeit noch nicht erwarten kann, dass die FWs, leider nur in Bayern stark genug, auf die Idee kommen könnten anstatt mit der CSU mit einer anderen immer mehr erstarkenden Partei zu fusionieren weil sie eine Brandmauer womöglich weniger aufhält als andere, wäre dies vielleicht in Zukunft ebenfalls eine Option, die Herr Platzhirsch von und zu Wendehalshausen;) in seiner Arroganz weit von sich weisen würde. Doch als eingefleischte Toyota-Fahrerin halte ich mich an den Slogan: "Nichts ist unmöglich...!"🐵 MfG
Allerdings haben die FW von 15% rd. 5% im Vergleich zur letzten LT Wahl und der aktuellen Umfrage verloren. Die AfD hat zwar gut zugelegt und das von 8% auf 18% aber eine Zukunft ….. wird’s wohl nicht werden. Schade.
Aber den „Urknall“ den wird’s wohl doch im Osten geben. In der „Hauptstatt“ mit einem OB von den SED Erben und einer Koalition mit SPD & grüner Sekte. Aber dann in SA & MV da kommt die erste Nagelprobe… hoffentlich ohne SPD & Grünen in SA 👍
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
Dankgebet gen Himmel schicken und den lieben Gott auf Knien danken das es den Hubi mit seinen freien Wählern gibt.
Gäbe es die nicht, wo würde denn dann die AfD in Bayern stehen ?Nachdenken lohnt.🙈
Da hätte der Platzhirsch möglicherweise ganz andere Probleme….. vielleicht wäre er, und seine Partei, schon längst kein „Platzhirsch“ mehr 😛
mit besten Gruß a d Erfurter Republik
ihr Bayern konntet euch leider in vielerlei Hinsicht nicht gegen Angela Merkel durchsetzen und die CSU ist wankelmütig geworden.
Kann ja mal passieren wenn der Zeitgeist sich so dermaßen verrennt wie die letzten 10 Jahre. Was aber nicht erklärt warum die CDU und damit ebenfalls die CSU eine Demokratiemauer aufrechterhält und den Bayern somit eine günstigere und vor allem eine gesicherte Energieversorgung für ihre Industrie verunmöglicht. Und ein Söder der nicht gegen Berlin schießt und zwar scharf, der verliert bei euch Bayern dann zusätzlich an Zuspruch oder? Geht halt nicht beides, entweder MP in Bayern oder Regierungsverteidiger in Berlin.
Denn wenn ein was klar ist, dann doch wohl das: was interessiert euch Bayern die Dummheit des Restes von Deutschland! War zumindest immer so. Immer!!
