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Demonstranten blockieren eine Auffahrt vor Gießen / picture alliance/dpa | Lando Hass

Linksradikalismus in Gießen - „Gegen Rechts“ ist kein legitimer Anlass zur Selbstermächtigung

Die Proteste in Gießen zeigen ein wachsendes Problem: Linke Aktivisten berufen sich auf Demokratie, während sie anderen Akteuren demokratische Rechte absprechen. Demokratie braucht Debatte, nicht Blockade.

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Wolfgang Kubicki ist stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

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In Gießen haben sich am letzten Wochenende sehr viele Menschen mit sehr unterschiedlicher politischer Ausrichtung an verschiedenen Orten versammelt. Das kommt in freien Gesellschaftsordnungen mitunter vor und ist erst einmal nichts Dramatisches. Man durfte das Vorhaben der AfD, eine neue Jugendorganisation zu gründen, aus tiefer Überzeugung ablehnen, aber die in der Hessenhalle versammelten Personen hatten jedes Recht, dies zu tun. Ebenso hatten die im Stadtgebiet versammelten Menschen jedes Recht, in öffentlichen Versammlungen laut kundzutun, dass sie damit ein erhebliches Problem haben.

Zweifellos führt das räumliche Aufeinandertreffen so unterschiedlicher Haltungen immer zu einer gewissen Anspannung im öffentlichen Raum. Das ist besonders für die Menschen belastend, deren Stadt „Gastgeber“ solcher Ereignisse ist. Aber das müssen wir aushalten, auch wenn es für alle Beteiligten – insbesondere die Ordnungsbehörden – herausfordernd ist. Hilfreich ist es da, wenn alle, die ihr Versammlungsrecht wahrnehmen, sich im Klaren über die Grenzen der Versammlungsfreiheit sind. Das war in Gießen leider nicht der Fall, auch wenn es mir wichtig scheint zu unterstreichen, dass die Mehrheit der Demonstranten diese Grenzen respektiert hat. 

Das Fehlverhalten einzelner Gruppen in Demonstrationen wird in der öffentlichen Debatte nicht selten genutzt, um den gesamten Protest zu delegitimieren. Man erinnere sich nur an die Anti-Maßnahmen-Demonstrationen zu Zeiten der Corona-Pandemie, wo die schrägsten und durchgeknalltesten Gestalten, die sich im Einzugsgebiet einer Demonstration aufhielten, mit größter medialer Aufmerksamkeit bedacht wurden und so ein Zerrbild all derer entstand, die sich aus gutem Recht gegen die Exzesse der Corona-Pandemiebekämpfung positioniert haben. Viele dieser Demonstrationen wurden sogar untersagt oder sogleich wieder abgebrochen. Deniz Yücel hat kürzlich einen klugen Text dazu in der Welt veröffentlicht, wie oft die Exekutive Recht und Moral nicht mehr auseinanderhält; bei Corona-Demonstrationen, beim Compact-Verbot oder beim sogenannten Palästina-Kongress.

Zwischen Recht und Moral

Diese Erwartung an den Staat, Recht und Moral nicht zu verwechseln, ist natürlich richtig. Es ist allerdings auch eine Erwartung, die wir an uns gegenseitig adressieren sollten. Insbesondere im Vorfeld zu den Ereignissen von Gießen schien mir das angezeigt. Denn wenn im Vorfeld schon unter dem Motto „Gießen soll brennen“ zu Demonstrationen aufgerufen wird, lässt das schon ahnen, dass Einzelne ihre Moral über unser gemeinsames Recht stellen wollen. Und so kam es dann auch. Eine nicht unerhebliche Zahl von Demonstranten hatte an diesem Wochenende nur ein Ziel: die Gründungsveranstaltung der AfD-Jugend zu unterbinden. Und das ist nun mal keine rechtmäßige Intention für einen Protest. Wenn in der Hessenhalle eine Veranstaltung stattgefunden hätte, die ihrerseits nicht rechtmäßig gewesen wäre, wäre es allein Aufgabe des Staates, dies zu unterbinden und nicht einer privaten Initiative, die unter dem anmaßenden Begriff der „Zivilgesellschaft“ die Gewalt auf die Straßen trägt.

Es ist gerade einmal zwei Monate her, dass das Bundesverfassungsgericht mit erfreulicher Klarheit die Grenzen der Versammlungsfreiheit klargestellt hat:

„Es ist für ein demokratisches Gemeinwesen von zentraler Bedeutung, dass das Recht, seine Meinung gemeinschaftlich mit anderen öffentlich kundzutun, nicht zum Mittel wird, um Menschen mit anderen Überzeugungen an der Wahrnehmung desselben Rechts zu hindern.“

Dieses Zitat aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts postete ich am Samstag in den sozialen Medien und verband dies mit dem zurückhaltenden Hinweis, dass jeder, der vorgibt, für die Demokratie zu kämpfen, seine eigene Rolle in dieser Demokratie bedenken möge. Das beinhaltet wohlgemerkt keine Aussage über den Gründungskongress bei der AfD oder den rechtmäßigen Protest dagegen, sondern ist ein recht zurückhaltender Hinweis auf die Rechtslage. Leider erwartbar haben sich unter diesem Post dann so ziemlich alle von ganz links bis ganz rechts versammelt, die ein sehr offenkundiges Problem mit der Differenzierung von Recht und Moral haben. 

„Unser Grundgesetz ist antifaschistisch“, stellten etwa die „Omas gegen Rechts Köln“ fest – offenbar in Verkennung des Umstands, dass man als aufrechter Demokrat immer antifaschistisch ist, aber als Antifaschist nicht zwangsläufig demokratisch ist. Die Biografien von Walter Ulbricht oder Erich Honecker könnten hier beim Verständnis helfen. Von rechts kamen die üblichen Vorwürfe, als FDP-Mann habe man kein Recht, sich so zu äußern, immerhin sei man ja für die Zustände verantwortlich. Und der Mediziner Cihan Çelik orakelte, dass es „bemerkenswert“ sei, „dass das hier alles ist“, was mir zur „Neugründung einer der rechtsextremen Jugendorganisationen“ einfalle. Wer sich derart von einem kurzen Zitat des Bundesverfassungsgerichts provozieren lässt, sagt mehr über sich selbst aus, als ihm lieb sein kann.

Polizei und Presse stehen nicht zur Disposition

Das liegt vermutlich daran, dass das kurze Zitat ihr Rechtsempfinden in radikaler Weise infrage stellt. Gut so! Irgendwann müssen sie es ja lernen. Wer die eigene politische Haltung nicht vom geltenden freiheitlichen Rechtsrahmen abstrahieren kann, hat es in der Rechtsordnung unter dem Grundgesetz nicht gemütlich. Diese Abstraktion ist im Übrigen etwas, was wir von unseren Polizistinnen und Polizisten jeden Tag einfordern. Egal ob sie FDP, Grün, AfD oder links wählen, wir erwarten, dass Polizisten auch das Versammlungsrecht der jeweils anderen schützen. Wollen die Social-Media-Maulhelden diesen Polizeikräften erklären, dass sie sich ins Unrecht setzen, weil sie ihre Pflicht tun? Dass sie akzeptieren müssten, wenn auf sie in ihrer Pflichterfüllung losgegangen wird, wenn Flaschen, Steine oder Pyrotechnik fliegen?

Auch die sogenannte „vierte Gewalt“ muss sich nicht gefallen lassen, was Paul Ronzheimer dort bei Dreharbeiten für eine Sat.1-Reportage erleben musste: dass von der Bühne dazu aufgerufen wird, seine Arbeit zu behindern, dass er darauf mit seinem Team eingekesselt wird und nur noch unter Polizeischutz arbeiten kann. Im Nachgang beeilten sich viele Linke zu betonen, dass es geradezu absurd sei, Paul Ronzheimer AfD-Nähe vorzuwerfen. Und das ist es tatsächlich. Allein: Es tut nichts zur Sache. Er hat das Recht, seine Arbeit unabhängig von seiner politischen Gesinnung zu machen.

Selbstermächtigung ist keine Tugend

Die laut Polizeiangaben rund 1000 gewaltbereiten Demonstranten, die für 15 illegale Blockaden und einen verletzten Polizisten verantwortlich sind, haben keine bessere Haltung, keine höhere Erkenntnis, die im Geringsten rechtfertigt, dass sie sich ins Unrecht setzen. Es ist per se auch kein „ziviler Ungehorsam“, was dort praktiziert wurde, denn der beinhaltet, dass man Verantwortung für seine Taten übernimmt. Es sind Feiglinge, die, beseelt vom selbsterklärten antifaschistischen Kampf, ignorieren, dass wir ein demokratischer Rechtsstaat sind.

Wer rechtmäßige Versammlungen vereiteln, sprengen oder verhindern will, muss sich im Klaren sein, dass ihm eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren droht. So legt es das Versammlungsgesetz in § 21 fest. Zweifellos ein Eingriff in die Versammlungsfreiheit, aber ein gerechtfertigter, wie das Bundesverfassungsgericht in der oben zitierten Entscheidung völlig zutreffend ausführte. Der damalige Beschwerdeführer wollte eine Demonstration von Abtreibungsgegnern verhindern und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Zu Recht, wie nun nach Rechtswegerschöpfung unmissverständlich feststeht. Und das ohne irgendeine Aussage darüber, was den Rechtsanwendern bei Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichten zum eigentlichen Thema der Ausgangsdemonstration „einfällt“. Wer das nicht aushält, hat ganz grundsätzliche Probleme mit dem Verständnis unserer Rechtsordnung. „Gegen Rechts“ ist kein legitimer Anlass zur Selbstermächtigung.

 

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Jens Böhme | Sa., 6. Dezember 2025 - 09:33

Je nach politischer Orientierung wird "unsere Demokratie" heutzutage verteidigt. Ulbricht und Honecker verteidigten ihre Vorstellung von "unsere Demokratie" ("Die DDR ist ein sauberer Staat."). Björn Höcke hat seine Vorstellung von "unsere Demokratie". Mit den Coronaverordnungen und deren rigiden Umsetzung sind offiziell Recht und Gesetz in Mülltonnen geworfen. Jetzt werden die Früchte geerntet. Allein das "gesichert rechtsextrem" wird offiziell für Ausgrenzung und Ausschluss genutzt, obwohl es keine gesetzliche Norm, geschweige ein Straftatbestand ist. Anscheinend machen viele von sich überzeugte Demokratieverteidiger eigene Gesetze. Dass diese viele Mitläufer mit Institutionen, Verbänden, Organisationen und andere Vereinigungen haben, lässt in das Verständnis von Rechtstaatlichkeit tief blicken und nur eine Schlussfolgerung zu: der Rechtsstaat wird in der freiheitlichen Gesellschaft abgewickelt und kaum wer merkt es, da sehr viele im Links-Rechts-Klassenkampf-Modus sind.

wirklich gut eingefädelt - völlig unwissend im Vorfeld, und nichts ahnend, was die ihr unterstellte Behörde da die ganze Zeit erarbeitet hat, ehrlich! ✌ - damit sich nach ihrem viel zu späten Abgang... auch noch alle 'linken Aktivist*innen', Journalist*innen und 'der linke Straßenmob' im Chor mit der 'Staatspresse'/dem ÖRR darauf berufen können - hypermoralisch, versteht sich... ...

Obwohl tatsächlich davon noch NICHTS wirklich bewiesen bzw. bestätigt ist, von diesem 'Gutachten' (besser: peinliche Zitatesammlung...) des Faeserschen BfV... ... 🤔

Hochmut kommt eben vor dem Fall - hoffentlich.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 6. Dezember 2025 - 09:55

Heute ist es die AFD, morgen ist es die UNION und wären die Liberalen noch stark genug, würde man sich auch an denen abarbeiten. So recht Sie haben Herr Kubicki, wird das sich nicht ändern, solange die UNION tätige Beihilfe leistet. Sie sind Jurist, Sie wissen was ich meine.

Es ist in der Tat bedrückend, wie die CDU zwischen AfD und CDU zerrieben wird - weil sie ihre ehemaligen Werte und Grundsätze in der viel zu langen Kanzlerschaft Merkels zur Dispostion gestellt hat und mittlerweile kaum noch Personal hat, das diese Werte verkörpern könnte. Am Erschreckendsten ist, wie willfährig Merz der sehr linken SPD stets die andere Wange hinhält, wenn man ihm mit sog. Bürgergeld-oder Rentenreform eine Klatsche verpasst hat. Aber dadurch wird er dem linken Furor eben nicht entgehen. Tätige Beihilfe würde ich das nicht nennen, eher Selbstaufgabe. Die CDU hat kein Konzept, keine Strategie und stolpert in den Niedergang.

Rainer Mrochen | Sa., 6. Dezember 2025 - 10:12

"„Gegen Rechts“ ist kein legitimer Anlass zur Selbstermächtigung." Stimmt! Wie sieht es allerdings mit dem Demokratieverständnis, mit der Demokratie selbst , im gegenwärtigen politischen Umfeld, überhaupt aus?
AfD>Verbot?<, Brandmauer, Meldestellen, verfassungsrelevante Delegitimierung des Staates, fragwürdige Hausdurchsuchungen, Verbotsversuche gegenüber unliebsamen Veröffentlichungsorganen, Anzeige- Orgien, Sprachvorschriften. Da "selbtsermächtigen" sich aber sehr Viele, die der Meinung sind, daß es sich nur irgendwie im rechtlichen Rahmen bewegen muss oder der Versuch, Recht beugen zu können ausreichend ist, wenngleich dafür demokratisches Gebaren, ja die Demokratie selbst, mit Füssen getreten wird. Nicht erst Gießen ist ein Menetekel auf dem Weg dieser "unserer Demokratieretter". Es ist insgesamt eine unheilvolle, politische Entwicklung nicht nur Deutschlands sondern der EU-Staaten, mit Ausnahmen, ganz Europas. Dieser Weg ist falsch. Hier ahne ich, ohne Korrektur, nichts Gutes.

Karl-Heinz Weiß | Sa., 6. Dezember 2025 - 11:00

Sehr gute Zusammenfassung der "linksextremen Selbstermächtigungen", die im ÖRR mit Hinweis auf die Polizeieinsätze sehr "gnädig " relativiert wurden. Und in welche Richtung führt diese Entwicklung? In der aktuellen US-Sicherheitsstrategie ist dies sehr prägnant nachzulesen.

Maria Arenz | Sa., 6. Dezember 2025 - 11:10

Herr Kubicki. Was der am 9.November dieses Jahre von sich gegeben hat, darf man getrost als Dünger für die üble Saat ansehen, die in Gießen aufgegangen ist. Wir sind aufgrund all dessen, was bereits in den Merkel-Jahren sehenden Auges falsch gemacht wurde, schon lange über den Haltepunkt hinweg, an dem eine wirklich demokratische Gesellschaft den Verirrungen unserer Bestmenschen- Bagage Einhalt geboten hätte. Wie lange es noch dauert, bis auch die andere Seite zu Straßenterror übergeht und "Opas gegen Links" den Krampfaderngeschwadern gegen Rechts Paroli bieten, kann man nicht genau vorhersagen. Daß aus dem zutiefst undemokratischen Verhau, den unsere Gesellschaft hat entstehen lassen, kein ziviler Ausweg mehr möglich ist, scheint mir jedoch gewiß. Dann bekommen wir wirklich Weimarer Verhältnisse und diesmal ist gewiß nicht der Kapitalismus dran schuld sondern ein wohlstandsverblödetes "Bildungsbürgertum" das rein garnichts vom Funktionieren einer Demokratie verstanden hat.

Wohlstandsverblödet ja und das zu 100% aber Bildungsbürgertum ?
Das steckt das Wort „Bildung“ drin ……oder meinen Sie ernsthaft, ein abgebrochenes Theologiestudium, ein Master im Völkerrecht von einer privaten englischen Schule, oder der Bachelor der Rechtswissenschaft binnen 13 Jahren ….. nicht zu verwechseln mit 1. oder dem 2. Staatsexamen der Rechtswissenschaft….. steht für „Bildung“?
Bürgertum dann schon ehr, denn sonst gingen derart lange Ausbildungszeiten wohl nicht …..da müssen die Eltern oder Großeltern wohl kräftig zugeschustert haben ……oder Staatlich finanzierte NGOs, die fördern ja auch unsere aufstrebenden Politik- Umfaller oder zukünftige Berufspolitiker 🙈 oder die bei denen man annehmen kann, das „Besoffenquatschen“ ein anerkannter Akademischer Grad sein würde, dann haben Sie natürlich vollkommen Recht
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

Urban Will | Sa., 6. Dezember 2025 - 12:21

in Gießen, denn die waren zu erwarten.Es waren die Aussagen der sogenannten Demokraten auf Seiten der Altparteien im Bundestag.
Tenor: die AfD ist selbst schuld an den Gewaltexzessen,was trifft sie sich auch,um eine Jugendgruppe zu gründen.
Dass sie nicht nur – wie hier erwähnt – das Recht hat, dies zu tun, sie hat in diesem Land sogar die Pflicht, als demokratische Partei in Versammlungen abzuhalten.
Dann das Geschwätz, AfD-Vertreter hätten die Demonstranten „provoziert“,indem sie „hämisch grinsten“.
Dass sich Abgeordnete der Altparteien nicht mal mehr schämen, solch einen Blödsinn im Parlament zu verzapfen, erstaunt mich zwar längst nicht mehr, aber ich erwarte von einem freiheitlich denkenden Publizisten, Ihnen, Herr Kubicki, dass Sie sich auch diesem weiteren Tiefpunkt unserer Geschichte widmen.
Wir haben Verfassungsfeinde in Bellevue und wir haben sie im Bundestag.Und es sind nicht die Abgeordneten der Blauen(denen man das gerne andichtet).
Und es wird Zeit, dies klar zu benennen!

Wolfgang Borchardt | Sa., 6. Dezember 2025 - 13:19

recht harmlos. Gesehen hat man faschistoide Aufmarschierer, die mit gewalttätigen Übergriffe gegen den vermeintlichen Faschismus "demonstrieren". Das klingt genau so verdreht und bizarr wie "unsere" Demokratie. Demokratie kennt kein Monopol, das zur Ausgrenzung Andersdenkender geltend gemacht werden könnte.

was hier in Deutschland vom linksgrünwoken politischen System der Kartellparteien und angeschlossene 'Zivielgesellschaft' praktiziert wird - den ÖRR/Böhmermann*innen nicht zu vergessen.

Nüchtern und objektiv betrachtet haben wir effektiv nur noch 'eine gesteuerte Teildemokratie' in gewissen Bereichen...

Sollte eines AfD-Verbot tatsächlich unter den gegebenen Umständen durchgesetzt werden ist die Demokratie in Deutschland Geschichte... - da hilft kein Leugnen oder Schön-/Kleinreden. ☹

Der AfD-Verbotswunsch der Wanderwitz-&-Genossen von der SPD, CDU und weiter linkswärz ist 'der Lakmustest' für die Demokratie in Deutschland generell - nicht mehr und nicht weniger.

Andreas Peters | Sa., 6. Dezember 2025 - 14:42

doch schon sehr eindrücklich eines der großen Probleme dieses Landes. "Antifa und Gewerkschaften gemeinsam gegen Rechts". Gewerkschaften sind quasi SPD, die Anitfa in Teilen und dann weiter nach links. Diese unheilige Allianz marschiert gegen alles, was rechts der SPD ist. Und auch wenn F. Merz den Sozis jede Woche ein Geschenk macht, sie bekämpfen ihn in der nächsten Woche wieder genauso wie die Woche davor. Oder wie die "Omas gegen rechts" auf ihren Plakaten skandierten "Friedrich Merz ist mitgemeint". Und die Radikalität, Gewaltbereitschaft und auch Haß bei diesen Leuten sind unglaublich. Wer soll dem noch Einhalt gebieten?

dem Friederich ausdrücklich... - er hat es sich redlich verdient. Hoffentlich machen 'sie' ihn noch 'richtig fertig...', das mag gehässig klingen - ist es vielleicht auch...? - aber er hat ja ausdrücklich danach gerufen..., die Linken zum Partner und die ganz Linken geschont - das war/ist kein 'Zufall', das ist gewollt so... ..., von ihm. [z.B. 'der empfindsame Lars'...👍🤣]

Ja, ich hoffe er bekommt 'seine Quittung von Links', eine gute Chance es anders zu machen hatte er... ...

Thomas Veit | Sa., 6. Dezember 2025 - 14:42

"Die Biografien von Walter Ulbricht oder Erich Honecker..." -- das trifft es auf den Punkt, wessen Geistes Kind diese 'Aktivist*innen gegen Rechts' tatsächlich sind... - nur wollen SIE das nicht wahr haben bzw. wissen es in ihrer Emotionalität garnicht besser..., bzw. wollen es auch nicht wirklich wissen.

Linker Aktivismus ist heute ein urbaner Lebensstil geworden..., real-politische und rechtlich hinderliche Betrachtungen haben da keinen Platz und haben hinter dessen überhöhter Moral und Hybris zurück zu stehen... - glauben u.a. auch die 'Omas gegen Rechts', die Guden... ... (Antidekokrat*innen) 🤔

S. Kaiser | Sa., 6. Dezember 2025 - 15:39

Es besteht definitiv Grund zur Sorge, denn die mahnenden Worte von Kubicki werden nicht mehr fruchten, da andere ihre Saat schon ausgebracht haben.
So richtig und differenziert die Argumentation hier ist, so trifft sie nicht die richtigen Adressaten. Denn ebenso wie nur die Polizei im Rechtsstaat die legitimierte ausführende Gewalt ist, so sieht sich die andere Seite eben auch. Der Mob auf der Straße wähnt sich als legitimierte ausführende Gewalt auf Seiten von Gerechtigkeit, Schutz von Minderheiten und Moral.
Die Legitimation kommt von ganz oben: „tun wir, was getan werden muss“ - man erinnere sich an die Rede des BPs.
Wenn man Ronzheimer aufmerksam zuhört, dann wird klar, wie aufgepeitscht inzwischen „normale“ Mitbürger sind, nicht nur iwelche Antifa-Schlägertrupps.
Die Verantwortung dafür tragen die Politiker der Etablierten sowie die polarisierende Berichterstattung der Medien, bzw. ÖRR. Das sind diejenigen, die aufwiegeln und die Drecksarbeit erledigt dann das "Fußvolk" für sie.

H. Stellbrink | So., 7. Dezember 2025 - 10:06

Aus dem kulturellen Bürgerkrieg der Linken gegen den bürgerlichen Konservatismus wird Gewalt, legitimiert durch die martialische Rhetorik der "demokratischen Parteien" und ihre zunehmend autoritäre Bekämpfung der freien Meinungsäußerung als Kampf "gegen Hass und Hetze" (s. "So done", gegründet durch die FDP-Frau Franziska Brandmann). Nicht nur die Ränder sind radikalisiert. Vielmehr hat der "Kampf gegen Rechts" auch die Mitte radikalisiert und gegen die AfD mobilisiert, und das ist eine erhebliche Gefahr für die Demokratie. So betrachten sich gewalttätige Linksradikale als Speerspitze einer breiten Bewegung. Sie fühlen sich bestätigt und exkulpiert durch die Täter-Opfer-Umkehr durch Merz ("Auseinandersetzung zwischen ganz Links und ganz Rechts") oder Alexander Hoffmann (Provokation durch Grinsen).
Wenn die "demokratischen Parteien" die Demokratie nicht mehr aushalten, stirbt sie.

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 7. Dezember 2025 - 11:58

rechts neben sich haben wollen, wie vielleicht gerade im 3. Reich erlebt, dann könnte man aber überlegen, dass eine CDU-Kanzlerin mit evtl. starkem Hang zum "linken Lager", die "Rechten" vor eine fast unlösbare Aufgabe stellte?
Hindenburg, die Wehrmacht und der Adel standen nun wirklich nicht "in Vedacht" glühende Demokraten zu sein, was macht dann das bürgerliche Lager mit einer evtl. sehr schwer einzuschätzenden Kanzlerin Merkel?
Der Osten meinte, Frau Merkel zu erkennen.
Sie selbst scheint mir eher ein Geheimnis bleiben zu wollen?
Ich bin froh, dass es jetzt womöglich kenntlicher weitergehen könnte.
Dann sollten liberal-Konservative die Konservativen wieder als ihre rote Linie sehen und z.B. die Euro-Bindung als historischen Schritt "akzeptieren", man kann immer noch anderer Meinung sein.
Aber Migration sollte nicht unbedingt als "Christenpflicht" definiert bzw. deklamiert werden.
Wir haben das Grundgesetz, wer eine Art ""Merkelbibel"" möchte, möge sprechen.
Das könnten viele sein?

Heidemarie Heim | So., 7. Dezember 2025 - 12:16

Jetzt übernehmen die Generäle der Etablierten wieder das Heft des Handels gegen rächts in die Hand nachdem die Fußtruppen ihre Aufgaben bezüglich Verhinderung der teuflischen AfD-Jugendorganisation, welche natürlich noch bevor einer der Teilnehmer auch nur die Tagungsstätte betreten hat als "gesichert rechtsextrem" verifiziert wurde, sozusagen das politische wie mediale Schlachtfeld wie immer bestens dafür vorbereitet haben. Denn was hätten Journalisten denn sonst anderes zu tun, als die Chefin beim nächstmöglichen TV-Grillabend bzw. Interview auf die unerhörten Aussagen/Parolen welche dort getätigt wurden festzunageln und eine sofortige Distanzierung zu fordern? DIE inzwischen bestens eingeübte Steilvorlage für Linnemann um zum Frontalangriff auf Weidel zu blasen, für mindestens 3 Wochen von allem anderen Mist abzulenken u. einem Parteiverbot mit überragender linker Kanzlermehrheit😂 näher zu kommen. Bei 2 o. 3% mehr u. angesichts drohenden Unheils in 2026 natürlich Chefsache! MfG

Sabine Lehmann | So., 7. Dezember 2025 - 16:41

Oder wie war das nochmal? Und überhaupt, wahrscheinlich leidet die amtierende Bagage einfach nur an einer klassischen Links-Rechts-Schwäche. Da geraten Positionierungen schon mal durcheinander, es wird falsch abgebogen oder als Geisterfahrer verkehrt herum in die Einbahnstraße gefahren. Am Ende landet man dann in einer Sackgasse ohne Wendemöglichkeit. Ja, ich glaube, so lässt es sich erschließen......;-)

Angelika Sehnert | So., 7. Dezember 2025 - 17:41

Der Kommentar fällt recht milde aus, juristisch zwar gut begründet, aber die Metaebene ausblendend. Vielleicht glaubten die Marschierer , Randalierer und Blockierer nur tun zu müssen, was werden muss? Der DGB ist mit einem straßenbreiten Banner durch Gießen marschiert auf dem zu lesen war „Nazi jagen ist nicht schwer, mit Hammer,Sichel und Gewehr“ ,das auch noch als Aktion gegen Hass(!) und Ausgrenzung (!) bezeichnet, dann kann man nur noch fassungslos auf den ethischen und moralischen Niedergang des Landes blicken. Vor allem, wenn man dann noch die Reaktion aus der Politik wahrnimmt.
Demokratie braucht Demokraten (Fr.Ebert). Wer glaubt, einen politischen Gegner, der gut ein Viertel der Bevölkerung repräsentiert, pauschal als „Nazi“ verunglimpfen zu können und nicht vor einem kaum verhohlenen Aufruf zu körperlicher Gewalt zurückschreckt, der hat, ganz entgegen der eigenen Wahrnehmung, das demokratische Spektrum verlassen.
Ich finde, das hätte durchaus erwähnt werden können.