Linksradikale „Freiheitskämpfer“ in Berlin - Brandanschlag auf die S-Bahn für eine bessere Welt

Am Montag gab es erneut einen Anschlag auf die Infrastruktur der Berliner S-Bahn – mit gravierenden Folgen für zehntausende Pendler. Selbsternannte linksradikale „Freiheitskämpfer“ brüsten sich mit der Tat. Doch es geht schlicht um Gewaltkriminalität gegen die Bevölkerung.

linksradikale-freiheitskaempfer-berlin-brandanschlag-s-bahn
Polizeibeamte sichern Spuren des Brandanschlags am S-Bahnhof Frankfurter Allee / dpa

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

So erreichen Sie Rainer Balcerowiak:

Es war mal wieder ein Volltreffer. Mit einem Brandanschlag auf mehrere Kabelleitungen am Bahnhof Frankfurter Allee legten unbekannte Täter am frühen Montagmorgen Teile des Berliner S-Bahn-Netzes und des Regionalverkehrs lahm. Betroffen waren mehrere, vor allem von Pendlern genutzte Linien sowie der Umsteigeknotenpunkt Ostkreuz. Die Reparaturen werden frühestens im Laufe des Dienstags abgeschlossen sein, ein störungsfreier Regelverkehr ist wohl erst am Mittwoch wieder zu erwarten.

Am Montagmittag tauchte dann ein wirres Bekennerschreiben einer bislang nicht in Erscheinung getretenen „Feministisch-Revolutionär-Anarchistischen-Zelle“ auf. Begründet wurde der Anschlag vor allem mit der bevorstehenden Räumung eines „anarcha-queer-feministischen Hausprojekts“ im Bezirk Friedrichshain, sowie als „Quittung für die Erniedrigung von Menschen ohne Geld und ihre Vertreibung aus der City“ und „die Bullenübergriffe der letzten Jahre“, da „dies die einzige Sprache ist, die verstanden wird“. Zum Schluss folgt noch die große Botschaft der Aktion: „Kraft und Liebe allen verfolgten, gefangenen und gefolterten Anarchist:innen und Feminist:innen.“

Angebot auswählen und weiterlesen

  • Tagespass
    i
    • 24-Stunden-Zugriff auf alle Inhalte
    3,90 €
  • Monatsabo
    i
    Unsere Empfehlung
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
     
    0,00 €
  • 3-Monatsaktion
    i
    • 3 Monate lesen, 2 zahlen für 19,60 €
    • danach 9,80 pro Monat, mtl. kündbar
    • E-Paper
    • alle Plus-Inhalte 
    19,60 €
gabriele bondzio | Di, 6. Oktober 2020 - 08:27

eines „anarcha-queer-feministischen Hausprojekts“ im Bezirk Friedrichshain.“...schon der Name der Organisation klingt äußerst queer -gedacht. Das Ergebnis ist blanke, unüberlegte Rache. Denn es trifft wohl auch Menschen, ohne Geld, die auf Verkehrsmittel angewiesen sind.
Da bin ich schon ganz bei ihnen, Herr Balcerowiak, dass es sich hier schlicht und einfach um wahnhafte Vorstellungen von Tätern handelt. Häufig sind diese Gruppen auch sehr stark sub- und jugendkulturell geprägt. Die eine Stadt (Berlin) runterfahren wollen, welche sowieso schon Probleme an allen Ecken und Enden hat. Und wider spielt auch die Webseite „Inymedia.org“ eine Rolle im Gefüge gegen die „Infrastruktur“ von Polizei und Staat.
Ausgehend auch von der Motivation der Berliner Linken, Enteignungen auf dem Sektor Wohnimmobilien zu fordern. Steigert automatisch auch Gewaltbereitschaft in diesem Teil

Ich wüsste nicht, was die aus dem Grundgesetz abgeleitete und von großen Teilen der Bevölkerung unterstütze Forderung nach Enteignung großer Immobilienunternehmen mit derartigen Taten zu tun haben sollen...

Hallo Herr Balcerowiak!

"von großen Teilen der Bevölkerung unterstütze Forderung nach Enteignung großer Immobilienunternehmen"

Wie Ihnen natürlich bestens bekannt ist, ist das Wollen und Wünschen des Volkes, sorry, der wahlberechtigten Bevölkerung eher unwichtig.

Im Übrigen zweifle ich Ihre Behauptung sehr stark an.

Weiterhin lege ich Ihnen die Kommentarlektüre zu den Art. 14 und 15 GG ans Herz.
Also wegen "Enteignungen zum Wohle der Allgemeinheit".

Das "Wohl der Allgemeinheit" wird soweit mir bekannt nicht durch ein paar spinnerte, durchgeknallte Berliner bestimmt, definiert nicht wahr?

Insoweit gibt es bereits einschlägige Urteile - sogar von Berliner Gerichten!

Noch zwei Anmerkungen:

Politiker welche das sagen, gar tun, was "große Teile der Bevölkerung unterstützen", fordern, nennt man die nicht Populisten?
vox populi

Herr Balcerowiak, ein GG-Kommentar ist nicht teuer, aber für Journalisten wohl ein must-have, nicht wahr?

Alles Gute, bleiben Sie gesund!

Enteignungen ziehen immer eine Sorgfaltspflicht nach sich. Jemanden der sich um die enteigneten Immobilien kümmert. Auch hat man den Eindruck, das sich hier Leute in eine Retterposition mogeln möchten. Weil man vorher die meisten Wohnungen für einen Appel und ein Ei an die, welche nun enteignet werden sollen, verscherbelt hat. Keine S... würde noch in den Wohnungsmarkt investieren. Neue Wohnungen...Fehlanzeige.
Hausbesetzer und Enteigner ziehen oft an einem Strag.

Ernst-Günther Konrad | Di, 6. Oktober 2020 - 09:00

gilt das dann auch für "rechts"? Uih, Herr Balcerowiak, da haben Sie aber jetzt einen rausgehauen. Frau Hildebrandt antworte Herr Lenz einmal vor einiger Zeit, der Cicero sei bürgerlich und liberal. Was Sie da in den Raum stellen, entspricht dem aber nicht. Sie beschreiben genau das Problem, das auch die "Rechten" haben. Legitime Kritik an politischen Verhältnissen werden durch solche Kriminellen delegitimitiert.
Radikal heißt nach Wiki auch: "mit Rücksichtslosigkeit und Härte vorgehend...."
Ich will weder rechts noch links, noch religiös motivierte Kriminelle, die unser aller Eigentum gefährden und Menschen in Gefahr bringen und den Staat so heraus fordern. Diese Anarchisten rekrutieren sich vor allem aus der finanzierten ANTIFA, das sind keine eigentständigen Gruppen, auch wenn sie fantasievolle Namen erfinden. Das sind hochgradige Kriminelle und in einer Gruppe vereint Terroristen. So fing das damals mit der RAF
auch an. Erst Sachen, dann Menschen. Das haben die Berliner gewählt.

Es handelt sich offensichtlich um Leute, dir sonst nichts weiter zu Stande bringen und sich für eine kurze Zeit als Helden fühlen dürfen. Wenn sie ermittelt werden, dürfen sie sich auf langjährige Haftstrafen freuen,

Zum Glück sind die wahnhaften Linken erst bei Sachen angekommen. Noch wurden keine Züge zum Entgleisen gebracht. Die Islamisten und Faschisten sind da schon viel weiter. Es gibt da allerdings noch riesige Gefahrenpotenziale. Von daher ist es den Sicherheitsbehörden zu verdanken, dass sie mit ihren offensichtlich großen Anstrengungen mutmaßlich vieles verhindert haben.

Terrorismus ist in jeder Form abstoßend und asozial. Man muss sich mit irgendwelchen wirren Bekennerschreiben inhaltlich auch nicht weiter auseinandersetzen. Eine Rechtfertigung kann es niemals geben,

Die RAF war von der Stasi initiiert, finanziert und ausgebildet. Und heute?
Linksfaschisten haben weder Moral, noch Skrupel, Menschen (in Uniform) zu verbrennen (wie sie selbst lauthals verkünden … mit wessen Wohlwollen?)! Darf man aus ihren Äußerungen schließen, dass Linke Gewalt gegen die Polizei befürworten??? Denken diese sogenannten LINKspolitiker noch nach, bevor sie reden ("Reiche erschießen"), oder finden die Gewalt grundsätzlich gut? Unsere Polizei braucht dringend unseren Schutz und unsere Wertschätzung für ihren lebensgefährlichen Job, denn sie schützen uns vor ideologisierten und verhetzten linken Schlägerbanden! Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung will keine Diktatur der grün-linken Einheitsfront, die Menschen mit eigener Meinung diffamiert, entmündigt und terrorisiert. Das hatten wir auf deutschem Boden schon 40 lange Jahre. Der kommunistische Tierversuch am lebendigen Menschen ist mörderisch gescheitert. Ein weiterer Versuch wird NICHT zugelassen!

Angesichts solcher Beiträge jubelt der Wutbürger mal wieder über seinen Cicero.
Der Rest der Republik sorgt sich viel eher über grasierenden Rechtsextremismus.
Hier ticken die Uhren anders: da werden die wenigen Stimmen, die nicht mit der AfD-Anhängerschaft verbal im Gleichschritt marschieren, mal wieder im Cybermülleimer entsorgt.
Differenzierung zwischen linker Politik und Chaoten? Nicht erwünscht. Die Anhänger der Rechten sollen ihren Frust ungestört ausleben dürfen.

Christa Wallau | Di, 6. Oktober 2020 - 09:13

Es gilt das Übliche: Links-Extremismus zählt inzwischen zur Folklore in Deutschland, wird stillschweigend als "menschlich" anerkannt u. faktisch geduldet.
Die Partei "Die Linke" wird n i c h t aufgefordert, sich sofort von den Taten der Extremisten zu distanzieren, nein, sie darf sich weiterhin im Bundestag höchster Achtung erfreuen u. mit Petra Pau seit Jahren eine Vorsitzende im Präsidium des Hohen Hauses stellen.
Alles ganz normal ...
Man geht zur Tagesordnung über...
Steinmeier hält keine bräsige Warnrede...
N i e m a n d spricht von Ursachenbekämpfung,
keine Phalanx von Links-Extremismus-Forschern tritt im Fernsehen auf, keine Betroffenen werden
gehört und gebührend bedauert...

Ach, wie schön ist es doch, in der Bundesrepublik Deutschland zu leben, der besten Demokratie, die es jemals gab u. die stets noch besser wird, weil hochanständige u. hochqualifizierte Einwanderer sie täglich bereichern, welche vor allem eins auszeichnet: Sie sind jeglichem Extemismus abhold!

werte Frau Wallau

Für mich ist dieser Beitrag eine Verharmlosung und Relativierung von links Extremismus. Und dann noch die Feststellung, das es mit links nichts zu tun hat.
Z.:”Das Ganze wird dann landläufig der „linksradikalen Szene“ zugeordnet, was bei der Analyse allerdings kaum weiter hilft.” Was hilft den weiter?
Am liebsten wäre dem Autor wohl, es der rechten Szene in die Schuhe zu schieben.
“Aufhören” kann man da dem Autor nur noch zu rufen.
Was unseren Nickaugust angeht, habe ich schon an dem Tag aufgegeben wo er “gewählt” (ausgewürfelt) wurde.
Wenn das jetzt aus der rechten Ecke gekommen wäre, könnten wir uns wieder tagelang Sondersendungen ansehen, aber so. Tutti paletti.
Wäre ich doch vor 35 Jahren als gute Ausgebildete ausgewandert. Aber jetzt. Es hilft kein Jammern. Nur der Situation anpassen. Keinen Cent mehr für diesen morbiden Staat mit Merkel.

Holger Jürges | Di, 6. Oktober 2020 - 09:54

Offensichtlich handelt es sich bei den Tätern um verwirrte Kriminelle, die sich um ihr arbeitsfreies "Auskommen" im Sinne von freiem Wohnen respektive staatlicher Vollversorgung sorgen.
Und natürlich bildet das einen Teil der linksradikalen Szene ab ! - Solange die TAZ, im Gefolge ähnlicher Blätter, diese gefährlichen Handlungen nicht streichelnd goutiert, möge man zur Tagesordnung übergehen, in der Gewissheit lebend, dass die Behörden alles tun werden, um die Täter zu ermitteln. - Gäbe es keinen Sozialstaat, würden solcherlei Gestalten wohl in Höhlen leben: eben dort, wo sie hingehören...

Günter Johannsen | Di, 6. Oktober 2020 - 09:56

Das kommt davon und wird sich steigern, wenn in Deutschland mit zweierlei Maß gemessen wird. Während der Bundespräsident linksradikale verharmlost und die Linksfaschisten immer offensichtlichere Anschläge auf unsere Demokratie in Leipzig, Berlin und Hamburg veranstalten - von welchem Verein werden die finanziert? - verhüllt sich Steinmeier in beredtes Schweigen. Auch die sonst so wortreiche Kanzlerin schweigt, wenn es sich um linke Gewaltauftritte gegen Andersdenkende, gegen Demokratie und Meinungsfreiheit geht! Hat das System und Ziel?

Urban Will | Di, 6. Oktober 2020 - 10:03

dass diese irrlichternden Gestalten nicht einmal wissen, was „links“ bedeutet, aber das wissen auch viele andere nicht, die sich für „links“ halten.

Ironie der Geschichte: es ist „linke“ Politik, die in vielen Bereichen dem eigentlich traditionellen linken Milieu massiv geschadet hat (z.B. Massenmigration in die Sozialsysteme).

Aber ich würde den links – grünen Mainstream (das neue „links“) auf keinen Fall aus der Schusslinie ziehen, denn viele dieser „Linksradikalen“ werden sich politisch dort „zuhause“ fühlen.

Stünden diese Chaoten auf der anderen Seite und würden dies durch ihre „Bekennerschreiben“ betonen, wäre die „Sachlage“ ja auch sofort "klar" und das Geschrei groß.

Also wäre es an der Zeit, hier ähnlich deutliche Worte von ganz oben zu hören, wie man sie beispielsweise bei der „Reichstags – Erstürmung“ gehört hat, denn offensichtlich haben auch diese S – Bahn – Brandstifter klar erkennbare politische Ziele.

Aber „ganz oben“ kuschelt halt lieber mit links – grün.

Jens Böhme | Di, 6. Oktober 2020 - 11:07

Was ist so kompliziert, diese mit linksextremistischem Blabla begleiteten Eingriffe in die Infrastruktur einer Gesellschaft Terrorismus zu nennen?

Romuald Veselic | Di, 6. Oktober 2020 - 12:06

Dafür gab es im Realsozialistischen Lager - Todesstrafe. Es wurde als vitale Attacke auf die Errungenschaften der sozialistischen Ordnung betrachtet. Kriegerisches Handeln, angestiftet durch Imperialisten aus dem Westen/NATO/CIA/Mossad...
So schlimm, wie der Massenmord.
Z „Kraft und Liebe allen verfolgten, gefangenen und gefolterten Anarchist:innen und Feminist:innen.“
Wo werden sie gefoltert? In welchem Land? Kann mir jemand da helfen?
MfG Nevergreen

P.S. Wie wird Anarchismus definiert? Ist damit Anti-Anarchismus legitim?

Hans Jürgen Wienroth | Di, 6. Oktober 2020 - 12:35

Mit „links“ hat das nichts zu tun, ist Ihre richtige Erkenntnis. Warum muss Gewalt immer in links oder rechts eingeteilt werden, wäre die richtige Frage gewesen. Gewalt kann nie legitimiert werden, ganz gleich wo man politisch steht. Wer eine Seite pauschal in die Unrechtsecke stellt und versucht diese totzuschweigen, der fordert erbitterten Widerstand heraus, der selbstverständlich dadurch nicht legitim wird.
Die Politik kämpft im Moment verbissen gegen „rechts“, stellt jeden konservativen Gedanken als rückständig dar und hält die schützende Hand über alles „linke“, moderne Denken. Das ist geprägt von „Spontanität“, vorausschauendes Handeln ist „altfränksch“, unmodern. Wir leben schließlich im Heute, was morgen ist, das kann uns egal sein. Freiheit ist wichtiger als Vorsorge, irgendwer (bevorzugt „die Reichen“) wird die Rechnung schon bezahlen.

Jacqueline Gafner | Di, 6. Oktober 2020 - 15:20

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

dieser Anschlag hat durchaus mit "links" zu tun, selbst wenn es eine ultra-linke Splittergruppe ist, die dafür verantwortlich zeichnet und nicht repräsentativ für den Rest der Bevölkerung ist, der sich politisch "links" verortet. Das ist "rechts" auch nicht anders und da hat man in Deutschland kein Problem damit, klar zu sagen, aus welcher politischen Ecke die gewalttätigen Extremisten stammen. Im Übrigen werde ich aus Ihrem Kommentar nicht wirklich klug, bis auf die Feststellung, dass Gewalt - mindestens in demokratisch konstituierten Rechtsstaaten - durch nichts zu rechtfertigen ist. Spätestens da hört jede Toleranz auf und gilt es solch kriminelle Figuren nach den Regeln der Strafgesetzbuches aus dem Verkehr zu ziehen, und das konsequent und unabhängig von ihrer jeweiligen Motivation.

Brigitte Simon | Di, 6. Oktober 2020 - 16:43

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

Was macht Sie da so sicher lieber Herr Balcerowiak?
Sie erwähnen den G-20-Gipfel. Nur ungern wurden die Randale den Linksradikalen, der Antifa zugeordnet. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wiederholt sich im Feminismus der Radikalismus?
Wer oder was versteckt sich in der "Feministisch-Revolutionär-Anarchistischen-Zelle"? Die Art und Weise des wirren Bekennerschreibens orientiert sich an dem
immer radikaler werdenden Feminismus.

Ein wichtiger Bestandteil des Anarcher-Feminismus ist die Auffassung, daß ge-sellschaftliche Veränderung nicht" morgen" oder "nach der Revolution" beginnt,
sondern heute und jetzt. Es muß ein ständiger radikaler Prozeß der Veränderung sein. Wir müssen den Anfang heute machen, uns die Unterdrückung im alltägli-chem Leben bewußt machen und gegen diese Wertvorstellungen kämpfen, unser Handeln muß selbständig sein, ohne irgendeinen Führer, der für uns ent-scheidet. Unsere Entscheidungen, die nur uns Frauen betreffen, müssen wir Frauen zusammen entscheiden

Armin Latell | Di, 6. Oktober 2020 - 12:55

Herr Balcerowiak, wie es der Berliner Innensenator schon längst erkannt hat: der Kampf gegen "Rechts" muss jetzt noch stärker intensiviert werden. Ansonsten: ich habe mit den Berlinern keinerlei Mitleid. Es gibt dazu viele Deutsche Sprichworte. Ich suche mir jetzt eines davon heraus: jedem, wie er es verdient. Bedauerlich ist nur, dass alle Steuerzahler der gesamten BRD dafür finanziell in Haftung genommen werden.

Heidemarie Heim | Di, 6. Oktober 2020 - 13:25

Alles ist politisch oder wie hier im Bekennerschreiben postuliert "Das Private oder auch das Persönliche ist politisch". Hier bedient man sich ohne Wissen?, den Anfängen und Parolen der Frauenbewegung der 70er.Genauer der 2. Stufe. Nach Dingen wie dem Kampf um z.B. einem gleichwertigen politischen Wahlrecht, erhob man das "Persönliche und Private" auf die politisch feministische Agenda,
z.B. § 218 usw. Was das links bis linksradikal sein betrifft ohne gegen die Gesellschaft/Staat gerichtete Sabotageakte, deshalb kein Grund für Distanzierung bestünde, so sollte man dies auch gerechterweise dem Gegenpol zugestehen bzw. gleichermaßen anwenden. Ansonsten gilt für mich:
Gewalt egal welcher Motivation, menschenverachtender Gesinnung oder auch religiöser Verklärung muss ungeachtet all dessen verfolgt und unterbunden werden! Damit hat das über eine Dekade andauernde folkloristische Berlin
wohl so seine Probleme wie Ihr sehr informativer Artikel vermuten lässt geehrter Herr Balcerowiak! MfG

Werner Kahn | Di, 6. Oktober 2020 - 14:43

Berlin ist nicht nur Regierungssitz dieses Staates. Berlin ist auch der Sitz des Senates des gleichnamigen Bundeslandes. Dieser Senat scheint nicht zu merken, dass sich in seinem Bundesland eine Weltanschauung etabliert, die von der Nichtigkeit und Sinnlosigkeit alles Bestehenden und Seienden ausgeht.

Christoph Kuhlmann | Di, 6. Oktober 2020 - 14:45

die AfD in Mithaftung genommen. Warum wird dasselbe Prinzip von Leuten abgelehnt sobald es um linke Gewalt geht? Hat das was mit dem politischen Standpunkt des Autors zu tun?

Manfred Sonntag | Di, 6. Oktober 2020 - 15:01

Herr Balcerowiak, was soll das? Habe Sie die Millionen Toten aus den sowjetischen Gulags, den chinesischen Säuberungsaktionen, den Massenmordaktionen der roten Khmer, den Todeskandidaten der roten Hilde usw. usw. vergessen? Natürlich hat die andere Seite ebenfalls Millionen Tote zu verantworten (z.B.: Chile, Argentinien, Guatemala, Dominikanische Republik, Haiti usw.). Beim schlimmsten Beispiel brauchen wir nur in die eigene Geschichte zurückblicken. Weiter geht es mit den islamischen Mordregimen im Iran, im Sudan, in Somalia, in Syrien usw.
Alle Opfer wurden bestialisch ermordet, ihrer Zukunft beraubt. Wer aus linken, rechten, religiösen oder anderen Gründen bzw, Ideologien Verbrechen begeht, ist ein Verbrecher. Und diese Taten müssen den Gründen und Ideologien zugeordnet werden. Warum tun sich Linke so schwer, ihre Verantwortung dafür endlich anzuerkennen?

Fritz Alte | Di, 6. Oktober 2020 - 17:06

Der Autor ist dagegen, "jetzt von jedem irgendwie links verorteten Menschen eine Distanzierung von derartigen Aktionen" zu verlangen. Gut. Bei einer rechten Gewalttat würde sofort von jedem irgendwie rechts verorteten Menschen eine Distanzierung von derartigen Aktionen verlangt werden. Also sollte man es auch von Linken erwarten oder man läßt in Zukunft die "irgendwie rechts verorteten Menschen" auch in Ruhe.

Bernd Muhlack | Di, 6. Oktober 2020 - 18:20

So sind sie eben unsere Aktivisten.

"Nicht ganz fair, nicht ganz korrekt, aber der Schiedsrichter lässt Vorteil gelten!"
Otto Waalkes

OK, vielleicht waren diese Kämpfer gegen den Faschismus und gegen Rechts etwas übereifrig, aber das ist doch verständlich, nachvollziehbar bei dieser täglichen massiven, unerträglichen Bedrohung durch Millionen von Rechtsradikalen.

Für solche entschuldbaren Übersprunghandlungen muss man doch Verständnis aufbringen, nicht wahr?
Das ist wie mit der Event-Scene. Die Langeweile ob Corona-Knechtung muss ventiliert werden.
Am besten durch die Zerstörung, äh sorry, durch die unsachgemäße Gebrauchsanmaßung fremden Eigentums, und wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne.
Das ist aber alles nicht böse gemeint!

Sind das nicht Aktivisten im Sinne Schillers?

Fest verleget in der Erden
liegt das Kabel wohlgeschützt.
Doch heute muss es leider "sterben"!
weil es nur dem Feinde nützt!
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
Von der Stirne heiß
rinnen muss der Schweiß!

Reinhard Benditte | Mi, 7. Oktober 2020 - 08:59

Es zeigt sich doch mehr und mehr, dass der Staat und viele Medien auf dem linken Auge blind sind. Die Linken Chaoten und Ihre Vertreter in Politik und Medien haben ganze Arbeit geleistet und die Bevölkerung mit der Verneinung linker Gewalt indoktriniert. Wie absurd das Ganze in der Zwischenzeit geworden ist, sieht man z.B. am Bericht des Bundesinnenministers. Die Tonlage beschränkt sich ausschließlich auf die Rechtsradikalen, die Linksradikalen finden kaum noch Erwähnung. Wer Linksradikalismus verharmlost, durch sein Verhalten anbiedert (Beispiel die SPD Vorsitzende mit Antifa) oder Sie massiv unterstützt (Beispiel der Berliner Bausenator und die Rigaerstrasse), der versündigt sich an der Gesellschaft.

Tomas Poth | Mi, 7. Oktober 2020 - 14:46

Linke Chaoten, Terrorismus in den Anfängen, von RotGrüner Denke in den Parlamenten und in Regierungsverantwortung verharmlost, das ist das Problem was Deutschland hat!