Luigi Pantisano
Luigi Pantisano ist neuer Bundesvorsitzender der Linkspartei / picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

Linke wollen „System überwinden“ - In Stalins Fußstapfen

Immer wieder wird mit Verweis auf die AfD vor Weimarer Verhältnissen gewarnt. Dabei ist ein Blick nach links dringend nötig. Denn die Linkspartei bedient sich stalinistischer Logik und erklärt Bürgerliche wieder zu Feinden und Faschisten.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb ist Cicero-Autor und war Kultus- und Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört der SPD an.

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Schon seit Jahren wird wegen der Wahlerfolge der AfD vor „Weimarer Verhältnissen“ gewarnt. Damit das plausibel wäre, müsste die Weimarer Republik allein an der NSDAP gescheitert und die AfD so schlimm sein wie die Nazis von einst. Ich halte beides noch immer für falsch und teilte bisher auch die Aufgeregtheit so manches Politikers und Kommentators nicht. Aber seit diesem Wochenende hat sich auch für mich das Blatt gewendet. Wir könnten tatsächlich auf Weimarer Verhältnisse zusteuern.

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Jens Böhme | So., 21. Juni 2026 - 17:53

Die Säuberungen in der Linken können noch nicht beginnen, da jeder Linksextremist Stimmen bringt.

Hans Jürgen Wienroth | So., 21. Juni 2026 - 19:59

Antwort auf von Jens Böhme

Wie soll Ignacio Silone gesagt haben: Wenn der Faschismus wiederkommt wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der ANTIFAschismus.

ANTIFA, schwarzer Block und andere radikale Elemente wie z. B. die Vulkangruppe tragen typische Zeichen des Faschismus und sind wohl eng verbunden mit einem Teil der Gewerkschaften und der Partei „die Linke“.

Aber die reale Gefahr für unsere Demokratie kommt nach Aussage der meisten Medien von rechts?

Günter Johannsen | Mo., 22. Juni 2026 - 11:06

Antwort auf von Jens Böhme

Jetzt glauben sie, die Hosen runterlassen zu können: "der Kommunismus siecht!"
Der erste SPD-Chef Kurt Schumacher sprach nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur aus, was Ost-Deutschland am 17. Juni 1953 am eigenen Leib erfahren musste: „Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rot lackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden gemeinsam ist der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt.“ An diesem 17. Juni 1953 kam es in der DDR zu gewaltigen Volksaufständen gegen das SED-Regime, die über einer Million Menschen aktiv unterstützten. Er wurde von der DDR-Volkpolizei und den sowjet-russischen Besatzern blutig niedergeschlagen. Soweit durch Zeitzeugen bekannt ist, waren es weit mehr als über 50 - 100 ermordete Aufständige, denn sehr viele verschwanden für Jahre in den berüchtigten sowjetischen Arbeitslagern „Archipel Gulag“. Die meisten davon kehrten niemals zurück!
Wenn wir jetzt nicht aufpassen, wiederholt sich der mörderische Kommunisten-Terror in unserem Land!

Klaus Funke | So., 21. Juni 2026 - 18:06

Die Linke ist derzeit in den Medien überall präsent. Muss das sein? Oder werden wir darauf vorbereitet, dass die Linke der Königsmacher sein wird oder gar in eine neue CDU-Grüne-Regierung kommt? Die Linke kann Theater machen wie sie will, sie bleibt eine stalinistische Partei und die Partei der Mauerschützen. Mit ihr sollte eine künftige deutsche Regierung keinerlei Geschäfte machen. Sie ist auch keine ostdeutsche Partei mehr, die linken Sektierer aus Hamburg und dem Ruhrgebiet haben diese Partei gekapert. Seit Wagenknecht weg ist von den Linken, hat diese Partei keine glaubwürdige Substanz mehr. Ein irrer Haufen von Spinnern und Chaoten, von Sektierern und weltfremden Stalinisten. Diese Partei lebt in einer Welt, die es nie gab und niemals geben wird. Sie kann ersatzlos weg. Aber sie wird von Merz und den Deutschlandverderbern benutzt und zum Machterhalt gebraucht. Sie umgibt der Ludergeruch der Untergeher. Das sage ich als Ostdeutscher.

"Die Linke kann Theater machen wie sie will, sie bleibt eine stalinistische Partei und die Partei der Mauerschützen. Mit ihr sollte eine künftige deutsche Regierung keinerlei Geschäfte machen." Da wäre eine klare Brandmauer angebracht - denn in dieser steckt nach wie vor 99 % SED!
Parteien – zumal mit einer solchen SED/PDS/DIE LINKE-Vergangenheit - sind für mich moralische Haftungsgemeinschaften, deren Mitglieder eine Mitschuld durch Duldung und damit eine klare Mitverantwortung tragen an den Verbrechen und der Ermordung Andersdenkender und den Mauermorden. Wolfgang Borchert aus ´Draußen vor der Tür´: „Verantwortung ist doch nicht nur ein Wort, eine chemische Formel, nach der helles Menschenfleisch in dunkle Erde verwandelt wird. Man kann doch Menschen nicht für ein leeres Wort sterben lassen. Irgendwo müssen wir doch hin mit unserer Verantwortung.“ (aus "Als das Rote Meer Grüne Welle hatte -Von der Nikolaikirche in die Freiheit" GHV 2021)

Christa Wallau | So., 21. Juni 2026 - 18:39

welche der SPD - neben der AfD - die meisten Stimmen abgenommen hat.
Dies ist auch leicht verständlich und erklärlich.
Die vernünftigen Wähler der SPD, die arbeiten u. Steuern zahlen, sehen ihre Interessen nicht mehr vertreten von dieser Partei, die zur Kümmerer-Partei für Migranten u. Bürgergeldempfänger verkümmert ist.
Andererseits geht die SPD d i e s e n Leuten gar nicht radikal genug vor, was Umverteilung anbetrifft, deshalb wählen sie natürlich die Linken. Die SPD hat höchstens noch eine Chance als Migranten-Partei.
Es ist gut, daß endlich der wahre Charakter der Linkspartei in Deutschland für jeden erkennbar wird. Bei ihnen sind t a t s ä c h l i c h die Umstürzler zu finden, die man bisher nur bei der AfD vermutet u. verortet hat - zu Unrecht! Die beiden Personen an der Spitze der AfD - Weidel und Chrupalla - sind absolute Vertreter einer freiheitlichen Ordnung u. echte Demokraten, was man von den Spitzenleuten bei den Linken nun beim besten Willen nicht mehr sagen kann.

Angelika Sehnert | So., 21. Juni 2026 - 18:59

Die unfassbar schädliche Blockadehaltung der SPD, das katastrophale Kommunikationsverhalten von Merz selbst, die Unverschämtheiten von Bas, die längst hätte entlassen werden müssen und nun dies: ein extremer Linker erklärt die CDU zu Faschisten.
Merz wird das Heft des Handelns aus der Hand genommen, er ist ein Getriebener, kein Handelnder. Die Wahlen im Osten mit einer starken AfD und einer starken Linken werden zur Zerreißprobe für die CDU werden.
Merke: Macht muss man nicht nur haben wollen, man muss sie auch ausüben können. Die CDU kann Macht nach den lähmenden Merkeljahren nicht mehr ausüben, Merz konnte es wohl noch nie, musste dies nie unter Beweis stellen. Eine verfahrene Situation und niemand in Sicht, der den Mut und das Verantwortungsbewusstsein hätte das Land aus der Krise zu führen.

Wenn dem so wäre, setzte es voraus, das Merz das „Heft des Handelns“ in der Hand gehabt hatte. Sehen Sie,sehr geehrte Frau Sehnert, das so ? Ich jedenfalls nicht. …
Ich hatte mit seiner politischen Rückkehr gedacht, er kann das „sinkende, links modernisierte Schiff CDU, wieder auf Kurs bringen. Spätestens als Parteivorsitzender im zweiten Anlauf war abzusehen,wohin die Reise geht.
Keinen Plan, kein Konzept, noch nicht einmal den Mut, die Fehler Merkels zu analysieren, geschweige denn einzugestehen, Eine Enttäuschung auf ganzer Linie der im Gipfel der Schulden- Aufnahme mündete, die zu 95% zum Stopfen der Haushaltslöcher zweckentfremdet genutzt wird.
Wo bitte, hatte Merz das Heft des Handelns in seiner Hand ? Ich kann nichts, aber auch gar nichts erkennen, was im entferntesten mit „handeln“ zu tun hat, und lasse mich gern belehren.
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik.

Merz Angst mit den Falschen zu stimmen ist die größte Katastrophe!
Die CDU hatte ein klares Programm. Merz die richtige Tonlage, leider trat aus dem Schatten kein Löwe sondern ein Kätzchen, dass sich von der SPD-Maus durchs Parlament treiben lässt. Dazu Kollegen wir Günther, Wüst und dem Berliner Tennisspieler, dann kannst du das Mandat auch niederlegen.

Ingo Frank | So., 21. Juni 2026 - 19:02

wahlen keine Probleme.
Sie werden in den selbst gezimmerten Sarg Namens Brndmauer gemeinsam mit den Linken und oder dem Rest der „anderen demokratischen Parteien“ zum Schutz „ihrer Demokratie“ ohne Bedenken zwecks Machterhalt, ins eigene Grab steigen.
Genossen Günther & Wüst werden jubilieren und Merkel öffentlich alles mit Beifall bedenken…..Das ist die eine Option.
Und die Andere ? Was passiert, wenn die AfD tatsächlich die absolute Mehrheit in SA erreich? Oder die 10% CDU in MV sich weigert, als Steigbügelhalter für die SPD zu fungieren ? Als kleine Revanche für die „führende Rolle der SPD“ in der Berliner Koalition ? Wie reagiert das AdenauerHaus und das Kanzleramt auf das zu erwartende desaströse Ergebnis der CDU ? auch unter dem Aspekt, dass möglicherweise auch die AfD die 2% Rückstand auf die CDU aufholt und auch in Berlin als stärkste Kraft die Wahl gewinnt ?
Auf das Geeiere in der „Elefantenrunde“ bin ich jetzt schon gespannt !
Mit freundl. Grüßen a d Erf. Rep.

Es sind ja bereits Bestrebungen der "demokratischen" Parteien im Gange, die darauf hinauslaufen das Wahlrecht dahingehend zu ändern, dass eine Partei, die die Absolute Mehrheit im Parlament hat, nicht automatisch den MP stellen darf. Sollte das gelingen, wage ich nicht, mir vorzustellen, was passieren wird.

Ingo Frank | So., 21. Juni 2026 - 20:46

Antwort auf von Achim Koester

Nichts lieber Herr Koester die Straßen bleiben leer und der Mainstream klatscht Beifall …..und die Zustimmungswerte werden weiter aus „Bequemlichkeit“ steigen …. Mehr wird sich vor der Hand im wohlstandsverwöhnen Deutschland nicht tun …..
Mit freundlichen Grüßen a d Erf. Rep.

Sebastian Habel | Mo., 22. Juni 2026 - 13:54

Antwort auf von Achim Koester

Es wird derjenige Ministerpräsident, der die absolute Mehrheit der Stimmen der Abgeordneten, in manchen Fällen auch nur die relative Mehrheit davon (3. Wahlgang in manchen Ländern), auf sich vereinigt. Das ist die absolute Grundlage der Parlamentarischen Demokratie, derer wir uns in Deutschland und seinen 16 Ländern erfreuen dürfen. Nie im Leben kann das geändert werden, wahrscheinlich nicht einmal mit 2/3 Mehrheit. Wer das ändern will, würde genau das machen, was er der AfD schwachsinnigerweise laufend vorwirft. Nirgends steht geschrieben, dass eine Partei mit absoluter Mehrheit automatisch den MP-Posten bekommt. Es kann immer Leute aus der eigenen Fraktion geben, die quer schießen. Oder man erinnere sich an den Fall Kemmerich.

Wolfgang Borchardt | So., 21. Juni 2026 - 19:29

wenn unkluge, in Teilen dumme Politik erfolgreich wäre. Es scheint unendlich schwer zu sein, vernünftige, sachdienliche Entscheidungen zu treffen oder sind die nicht gewollt? Im Grunde sind CDU (Günther!), Linke und SPD kaum noch unterscheidbar, so dass sich hier eine Einheitsfront - gegen AfD und dumme Wähler, für "unsere" Demokratie - anbietet. Wer glaubt die Erzählung, dass das finstere Mittelalter überwunden sei? Angstbasierte Geschäftsmodelle, Scharlatane und Massen, die gern folgen damals wie heute.

... sollen von der Brandmauer-Volksfront wieder treuhänderisch abgewickelt werden.

Jede Gegen-Aufklärung hat gegenreformatorische Züge, wobei unseren Brandmauer-Parteien so etwas wie eine Erziehungs-Diktatur vorzuschweben scheint (vielleicht so, wie sie einst die Jesuiten in Paraguay, Mussolini in Italien oder auch Dollfuß in Österreich praktiziert haben, wer weiß ...).

Angelika Sehnert | So., 21. Juni 2026 - 19:46

Es ist gleich, ob sich Geschichte als Farce wiederholt oder nicht. Die Kenntnis derselben, gerade die der jüngsten Vergangenheit, ist unabdingbar, aber bei kaum einem Politiker vorhanden. Es waren nämlich zu einem nicht geringen Teil die konservativen Eliten, die durch ihre Fehleinschätzung, ihre Antriebslosigkeit und auch Mutlosigkeit, die Republik zu retten, die den Rechtsextremen den Weg frei gemacht haben. Sie sind einfach beiseite getreten. Vor allem haben sie wohl unterschätzt, dass die Nazis tatsächlich ernst machen würden, dass sie wohl alles gar nicht so meinten. Doch, machten sie und meinten sie, sogar recht schnell. Und genau das sehen wir wieder: die kompromisslose Entschlossenheit linker Extremer dieses Land von Grund auf zu verändern. Man blicke nur nach Berlin. Und wir haben nicht einmal mehr in der CDU eine konservative Elite, die sich dem theoretisch entgegen stellen könnte. Allenfalls eine Junge Gruppe, die sich aber schon wieder einhegen ließ. Mutlos wie ihr Chef.

absolut Recht. Was aber damit einhergeben auch bzw. genauso fehlt sind konservative Aktionsstrukturen, wie ein aktives!! konservatives Vorfeld, Mobilisuerungsstrukturen bis weit in die konservativen Bevölketungsteile, Vernetzung mit dem ÖRR und anderen gesellschaftsprägenden Gruppen (Justiz, Verwaltung, Forschung und Lehre...).

Linksgrünwoke hat das alles..., über Jahrzehnte systematisch aufgebaut..., 'kampferprobt', medial (über-) präsent -- funktioniert prima... ...

Ohne eine echte! konservative Elite mit klaren Zielen und Strategien... auch keine konservativen Aktionsstrukturen - logisch.

Diese konservative Elite gibt es in Deutschland seit Merkel nicht mehr - aufgelöst!

Peter William | So., 21. Juni 2026 - 20:03

Ganz einfach, bildet mal ne Koalition nach inhaltlichen Übereinstimmungen und belästigt mich nicht immer mit eurem aufgeladen rhetorischen Unsinn!

Beschlüsse wären notwendig um die stattfindende Deindustrialisierung zu stoppen. Eigentlich mehr FDP wagen, also Wirtschaftsliberalismus aber halt ohne die FDP die 3 und mehr Geschlechter zulässt und immer schön Anzeigen aufgibt, wenn der Ton mal etwas rauer wird.

Urban Will | So., 21. Juni 2026 - 21:36

erinnern. Wer Weimar, dessen Ende, die NSDAP, etc. in Verbindung bringt mit der AfD und ihrem Erstarken, der ist ein historischer Analphabet.
Womit ich aber nur einen Aspekt aus diesem durchaus lesenswerten Beitrag anspreche. Herr Brodkorb hat durchaus Recht, wenn er die Gefahr, die von den Linken ausgeht, anspricht, doch ist es nicht die 12%-Partei, die gefährlich ist, es ist mal wieder die Union,die dabei ist, auch noch den Rest dieses Landes kaputt zu machen.Alles,was dieses Land derzeit nach unten zieht (Migration, Energie-, Klimapolitik,unfähige Wirtschaftspolitik) ist auf dem Misthaufen der Union gewachsen. Keine Partei hat seit '45 diesem Land mehr geschadet als dieser Verein von Duckmäusern,Feiglingen und Dampfplauderern.Ich rede von der Union seit Merkel.
Merz ist der bisherige Tiefpunkt und wenn dann im Osten diese vom Brandmauer-Wahn befallenen Wirrköpfe mit der in der Tat totalitären,dieses Land hassenden Linken paktieren,dann wird es Zeit,dass d CDU in sich zusammenbricht.

Theodor Lanck | So., 21. Juni 2026 - 21:41

Berlin 2026 ist nicht Weimar 1933. Hier steigern sich alle in etwas hinein, das keine reale Basis hat.

Was wir brauchen, ist endlich wieder erwachsene demokratische Politik. Und die umspannt den gesamten politischen Bogen, von Links bis Rechts. Demokratie ist gewaltloser Machtwechsel auf Basis des Volkswillens, und das geht nur mit Alternativen und Antagonismen. Die Aufgabe der Mitte-Parteien wäre es, ihre Ränder zu führen und IN die Demokratie zu integrieren, sowie je nach Lage einander abzuwechseln - statt sich scheinbar ewig in "Großen Koalitionen" zu verbeißen.

Die deutsche Demokratie ist stark, sie ist eingeübt und mit diversen strukturellen Sicherungen versehen. Sie kann auch Rechtsregierungen mit AfD und LInksregierungen mit der Linken verkraften. Was sie nicht verkraftet, sind Stillstand, elitäre Abgehobenheit und Hysterie.

Weimar hatte mindestens zwei politische Parteien die die damalige Republik abschaffen wollten. Heute haben wir eine Partei die das klar will und es ist nicht die AfD. Verstehe nicht warum der Verfassungsschutz noch zögert.

Markus Michaelis | So., 21. Juni 2026 - 23:30

Was mir besonders unstimmig vorkommt ist, dass Gruppen, die sich selber so sehen, dass sie die "echte" Menschheit vertreten und daher gegen alle Gruppen kämpfen, die in ihren Augen egoistisch sind und nicht die ganze Menschheit und alle Gruppen vertreten, dass solche Gruppen also mit solcher Wucht und so grundlegend soviele Menschen und andere Gruppen ablehnen. Nicht nur als hier und da irrend, sondern sehr grundlegend als Menschenfeinde, Rassisten, Nazis, Kapitalisten etc.

Das mag alles so sein, in vielen Punkten sicher zutreffen, nur kommt es mir dann unstimmig vor, vorzugeben, der Hauptunterschied sei, dass man selber die ganze Menschheit und die wirklich richtigen Menschheitswerte verträte.

Würde man sagen, man vertrete sich selber, seine Gruppe, seine Werte, weil man die für sich für besser hält, wäre das für mich zugänglicher.

Mit dem Anspruch damit die Menschheit zu vertreten, ist es für mich eher unzugänglich.

Markus Michaelis | Mo., 22. Juni 2026 - 03:21

Ich glaube, das sollte man nicht zu akademisch analysieren. Der politische Kern ist glaube ich eher, dass man politische Gegner generell zu schnell als nach höchsten Maßstäben falsch und böse sieht. Breite Teile der Bevölkerung sehen in der Politik nicht das Abwägen zwischen verschiedenen Interessen und Unbekannten, sondern das Durchsetzen des absolut Richtigen. Massenhaft (scheint mir) auch bei Klima, Rassismus, Sozialem, Volk und mehr, sind die politischen Gegner schlimmste Menschen und explizit beziehen sich die Vorwürfe auch gegen alle, die nicht laut und öffentlich die richtige Sache vertreten. "Faschismus" ist hier einfach ein Begriff der ausdrücken soll für wie gut man den eigenen Standpunkt hält und für wie schlecht den der anderen. Die Linke ist da zu extrem geworden, die Tendenz ist verbreitet - auch Rechts, dort in der Variante (immerhin?) nicht vorzugeben damit die Menschheit zu vertreten.

Wenn man die "Wissenschaft" im Bereich Gesellschaft und Politik nicht auch in akademischer Art verteidigt - gibt man da nicht leichtfertigt auch den Begriff der "Wissenschaftlichkeit" preis?
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Ich persönlich halte sehr viel von Wissenschaft, auch wenn es sich um Geisteswissenschaften handelt. Ich halte aber den Marxismus und seine tagesaktuellen Sumpfblüten nicht für eine Wissenschaft, sondern für eine fatale Ideologie, eine dogmatische Glaubenslehre, welche in Wirklichkeit echte Wissenschaft ruiniert und die wissenschaftlichen Fachsprachen vergiftet.

Nils Meißner | Mo., 22. Juni 2026 - 08:51

Ich bin eher dafür Pantisano nun in möglichst jede Polit-Talkshow der Republik zu setzen, damit er seinen stalinistisch-sozialistischen Quark möglichst breit darlegen kann. Das ist so radikal und antidemokratisch, ich denke er wird somit der LINKEN wieder ein klares Gesicht geben. Vielleicht schaut Genosse Günter auch mal zu?!

Hans Page | Mo., 22. Juni 2026 - 10:30

Antwort auf von Nils Meißner

Sehe ich auch so. Pantisano neutralisiert die TikTok Charismatikerin Reichinegg. Hoffe er wird sehr bekannt und kann sich auch zu Umerziehungslagern für Andersdenkende äußern außer er denkt an leninistische Methoden: „neutralisieren“ statt umerziehen.

Hans Süßenguth-Großmann | Mo., 22. Juni 2026 - 09:30

Es geistert in der ganze Diskussion der Glaube, dass mit Tino und Alice die Wiedergänger von AH auf der Bühne erscheinen werden und alle "aufrechten Demokraten" das Leben hinter Stacheldraht verbringen werden. Dieser Glaube kann auch von Italien unter Meloni nicht widerlegt werden.
Also, maximal werden Stellen in verschiedenen NGOs wegfallen und Aktivisten arbeitslos werden.
Es gibt klare Probleme in D, der Krieg in der UA und die Energie Fragen usw. die Gegenstand eines Dialogs sein müssen und Gesprächspartner dazu müssen auch in der AfD gesucht werden.

der würde in dieser Form zumindest auch komplett wegfallen, auf Redaktionsebene jedenfalls...

Und 'einsperren'... ...?? 🤔 >> Natürlich nur wer bewusst getäuscht und undemokratisch Framing betrieben hat..., sonst natürlich NICHT! /😉🤣 - Ironie

S. Kaiser | Mo., 22. Juni 2026 - 15:00

„Falls für die Linkspartei dieselben Kriterien wie für die AfD gelten würden, wäre sie seit diesem Wochenende wieder ein Fall für den Verfassungsschutz.“
Der Witz ist ja, dass Hans-Georg Maaßen als Präsident des Verfassungsschutzes 2014 die Beobachtung der „Linken“ vollständig beendet hat, und nun aber selbst von diesem beobachtet wird, wohingegen in der Linken völlig offen – und bis dato scheinbar folgenlos - postuliert werden kann, dass man das „System“ überwinden wolle.
Es ist wieder mal typisch für die Naivität der sogenannten konservativen „Bürgerlichen“ zu meinen, dass man mit solchen Leuten produktiv zusammenarbeiten und im fairen politischen Wettbewerb stehen kann.
Poschardt zitiert in diesem Kontext Kant: „Wer sich aber zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, daß er mit Füßen getreten wird.“

Jürgen Goldack | Mo., 22. Juni 2026 - 17:04

Wenn der Luigi der "Antifa-Partisan" sagt das ihn ein gehöriges Maß Wut auszeichne muss man schon richtig Angst bekommen. Der Typ sollte sein Wut in seinem eigentlichen Job als "Stadtplaner" austoben. Vielleicht ist er da ja besser informiert als in Kenntnissen des Faschismus, Kommunismus und des Nationalsozialismus. Vielleicht sollte er sich eher am pragmatischen Realismus, von dem er allerdings auch weit entfernt zu sein scheint, u. ohne ideologischen Phantasien die Zähne ausbeißen. Mit seinen Äußerungen passt er auf jeden Fall in diese linke Gurkentruppe von Möchtegern-Politikern wie Schwerdtner, Brüdgam, Demirel, Gürpinar etc. Tatsache die sind auch nicht besser als Van Aken und Frau Reichinnek. Hirnarmut in hohen politischen Ämtern artet erfahrungsgemäß immer im Zerfall oder Extremismus aus. Deutschland braucht für die Zukunft vor allem gut ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler, hervorragende Ingenieure, "Zukunftskonstrukteure" und keine Mauern-Bauer und Politologen.

Kissel Bernd | Di., 23. Juni 2026 - 10:31

Ein Lob für Herrn Brodkorb. Als interessierter Laie habe ich häufiger erlebt, dass in bezug auf Politik und Geschichte, die Gedanken in seinen Artikeln bei mir Zusammenhänge neu hergestellt haben oder deutlicher werden liessen. Im besten Sinne Aufklärung.