Schwarzer Block
Anti-G7-Protest in de Schweiz / picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

Linksextremismus im Aufwind - „Wer sich moralisch im Recht fühlt, leitet daraus oft das Recht auf Gewalt ab“

Beim AfD-Parteitag haben linke Gegendemonstranten ein Reporter-Team angegriffen. Im Interview spricht der Linksextremismus-Experte Alexander Straßner über steigende Gewaltbereitschaft, mangelnde Demokratiefestigkeit und moralische Selbstüberhöhung in der linken Szene.

Autoreninfo

Carl Marten war Hospitant bei Cicero Online.

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Alexander Straßner ist Politikwissenschaftler und Hochschullehrer an der Universität Regensburg und schrieb seine Doktorarbeit über die dritte Generation der Roten Armee Fraktion (RAF).

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Wolfgang Dubbel | Di., 21. Juli 2026 - 07:55

Fehler schaden leider sehr der inhaltlichen Aussage.

Welche Konservativen denn ….. die die sich als Gesamte Partei dem links grünen Zeitgeist angedient haben ? Die die vor der Wahl ankündigten links ist vorbei noch nicht einmal bis zu Kanzlerwahl mit dem neu gewähltem Parlament abwarten konnten ein gigantisches Schuldenpaket aufzunehmen ?
Wen oder was meinen Sie sehr geehrte Frau Groll ?
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

Hallo Herr Frank, ich meinte alle die, die versuchen Istitutionen wie beispielsweise die Kernfamilie, die christliche Religion, Eigentumsrechte, Rechtsstaatlichkeit und Nationalstaat zu fördern und zu erhalten. Das klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch , aber so sehe ich Konservatismus. Alles andere ist für mich Sozialismus/Kommunismus
Die CDU/CSU betrachte auch ich auch nicht mehr als konservativ.
Mit besten Grüßen aus dem Sauerland

Heidemarie Heim | Di., 21. Juli 2026 - 10:42

Dem ich, weil meine Jugendzeit zu RAF-Zeiten verbracht aufrichtig folgen konnte. Und widerspreche dem Experten Herrn Strassner daher nicht was die heutige Spezies von Linksextremisten von den RAF-Terroristen unterscheidet. Denn einer Meinhof oder einem Klar und Kollegen wären die AfD-Delegierten weiß Gott nicht durch die Lappen gegangen weil sie den frühen Wurm gegeben haben;)!Doch um ernst zu bleiben, und auch da hat Herr Strassner recht, das linksideologische antikapitalistische,antisemitische usw. Geschwurbel, die Feindbilder unterscheiden sich dahingehend, dass die RAF dezidiert die Eliten aus Politik u. Wirtschaft aufs Korn nahm, die Freundschaft, die man damals gemeinsam mit palästinensischen Befreiern in deren Ausbildungslagern pflegte sowie die Sympathisanten u. Unterstützer -STASI ist aber geblieben. Nicht zu vergessen die bei jeder Demo offensichtlich gleiche Einstellung was die schon manifeste Gewalt gegenüber der Polizei angeht.Dies zu unterschätzen kostet u.U. den Kopf!

Liebe Frau Heim, die Freundschaft, die die RAF damals mit den Linken pflegte, ist bis heute geblieben. Damals zu RAF Zeiten wurden allerdings die "Kapitalisten", das Establishment und die "Bullen" bekämpft. Heute alle Andersdenkenden.
Da eine ist allerdings so schlimm wie das andere.

Heidemarie Heim | Di., 21. Juli 2026 - 20:44

Antwort auf von Chris Groll

Um nicht mühsam differenzieren zu müssen und weil als Faschisten ausgemachte weichere Ziele wie z.B. Nazis mit Presseausweis besser zu "händeln;)" sind als von Bodyguards geschützte Politiker oder Kapitalistenschw..., erklärt man einfach alles was nicht links ist, im Zebra-Look seine PKs abhält oder ganz in schwarz samt Vermummung erscheint sowie sein Palästinensertüchlein nicht korrekt angelegt hat zu antifaschistischen Zielobjekten.Und wenn man bedenkt,dass die staatliche Unterstützung der damaligen Linksterroristen durch die STASI nun abgelöst wurde durch hiesige Parteien,die ihre Vorfeldorganisationen ums Eck ähnlich gut "betreuen u. einsetzen" gegen den hinter jeder Hecke lauernden Klassenfeind,kann man sich nur noch ans Hirn fassen.Oder den alten,abgestandenen linken Wein in neuen Schläuchen nehmen und sich die Oednis desselben schön zu saufen. MfG

Markus Michaelis | Di., 21. Juli 2026 - 10:43

Ich habe es schon öfters geschrieben, dass aus meiner Sicht weit in die Mitte hinein die Werteorientierung klar vor demokratischen Prinzipien kommt. Das ist auch nicht grundsätzlich falsch, aus meiner Sicht sogar ok. Schlecht ist, all die Prinzipien nicht auseinander halten zu können. Werte, Demokratie, Menschenrechte, FDGO,... Irgendwann wird alles dasselbe, ohne die Spannungen zwischen diesen Ideen noch wahrnehmen zu können.

Dann gibt es nicht, je nach Fall, Prioritätensetzungen, sondern eine gesamte Wahrheit und deren Feinde.

Es fehlt auch der Respekt vor der schwierigen Aufgabe, als Gesellschaft bei den großen Fragen gemeinsame Prioritätensetzungen hinzubekommen. Es wird blind angenommen alle Menschen hätten der einen, klaren Wahrheit zu folgen.

"Dann gibt es nicht, je nach Fall, Prioritätensetzungen, sondern eine gesamte Wahrheit und deren Feinde."

...genau das findet seit 20 Jahren - mMn seit der Gründung der heutigen EU mit Einführung des € etc. - in Deutschland statt... >> KEINE Prioritäten und/oder Abwägungen (politische) sondern das PRINZIP GUT oder BÖSE ?? - pauschalisiert angewendet.

Danke für Ihren Kommentar.

Wir Menschen müssen in großen Gemeinschaften leben, auf die wir uns in wichtigen Fragen auch verlassen können müssen (Rente, was ist strafbar, was erhält meinen akzeptierten (Wohlfühl?)Platz). Andererseits ist es eben nicht klar, wie man im Einzelfall all die großen Prinzipien gegeneinander austariert, welche Entscheidungen man da trifft. Das kann im Einzelfall sehr gegensätzlich sein, so dass man in einer Gesellschaft seinen Platz verliert, auch wenn von keiner Seite irgendwas ganz grundsätzlich falsch ist. Mein Gefühl ist, dass es in unserer Gesellschaft kein Gefühl dafür gibt, dass es da überhaupt eine offene, nicht triviale Aufgabe gibt. Es überwiegt die Einstellung, dass es soetwas wie DAS richtige Menschsein gäbe, das man eben einzuhalten hat. Zu diesem richtigen Menschsein gehören dann logisch alle Menschen gleich dazu, alle anderen sind als Menschenfeinde zu bekämpfen und im Prinzip nirgendwo zulässig. Für mich ist das zu naiv und weltfremd.

"Es überwiegt die Einstellung, dass es soetwas wie DAS richtige Menschsein gäbe, ..." ff. + "alle anderen [die nicht zu 'den Richtigen' gehören...] sind als Menschenfeinde zu bekämpfen..." 🤔

...leider haben Sie da Recht...

Urban Will | Di., 21. Juli 2026 - 10:44

man sich dem real existierenden linken Terror in diesem Lande nähert.
Ja,auch für die Vogelscheuchen von „Widersetzen“,die nach Erfurt offen der CDU und auch dem BSW drohten (wohl in einer noch nicht strafbaren Form),gilt das Grundrecht der Meinungsfreiheit.
Aber:
Nach Erfurt hätten Bundespräsident und andere sich ganz klar positionieren müssen und da ich davon ausgehe, dass die meisten, die das jetzt lesen, nur mitleidig über den verträumten Will lachen, der tatsächlich so etwas fordert, möchte ich gleich nachliefern: nichts war so klar und nicht überraschend wie das Schweigen der politischen Führung (einige, eher gespielt wirkende Töne gab es) zu diesem linken Mob in Erfurt.
Und ebenso klar ist: die Linke hat den Kulturkampf längst begonnen, die AfD hat das kapiert, die verschlafenen, verträumten, verlogenen, feigen Duckmäuser der Union wollen es nicht kapieren und werfen ihren „Schlächtern“ (denn die Union wird die nächste sein, die vernichtet werden soll) noch das Geld hinterher.

Walter Bühler | Di., 21. Juli 2026 - 11:12

Zu Recht erinnert Herr Strassner an Lenin.

Ein Linker ersetzt die humane Moral durch eine neue politische Ideologie, die er im Sinne irgendeiner Sekte des Marxismus-Leninismus schein-wissenschaftlich begründen zu können glaubt.

Die "linke Moral", die die gewöhnlichee humane Moral ersetzen soll, besteht in einem "Avantgarde-Denken", nämlich in der festen "Überzeugung, zur Speerspitze der Gesellschaft zu gehören und in Stellvertreterschaft für die ungebildeten Massen die Revolution vorantreiben" zu müssen.

Diese ungebildeten Massen, dieses dumme Volk muss von ihm, einem linken Avantgardisten, geführt werden, denn nur er weiß, wohin es gehen muss.

Das ist bolschewistische Demokratie, wie sie Stalin, Berija und Mielke zur vollen Blüte gebracht haben, und wie die RAF es auf irre und bösartige Weise nachgeäfft hat.

Mental handelt es sich ein Gebräu aus infantiler Revolutionsromantik, primitivem Größenwahn und Realitätsverweigerung.

primitivem Größenwahn und Realitätsverweigerung". wie Sie es zutreffend beschreiben, lieber Herr Bühler,
kann nur entstehen, wenn Menschen keinen GOTT mehr kennen, der ihnen Grenzen setzt. Sie erklären sich dann selbst zu Herren der Welt.

Wenn die Menschen gottlos werden:

dann sind Regierungen ratlos,
Lügen grenzenlos,
Schulden zahllos,
Besprechungen ergebnislos,
dann ist Aufklärung hirnlos,
sind Politiker charakterlos,
Christen gebetslos, Kirchen kraftlos,
Völker friedlos,
Sitten zügellos,
Mode schamlos,
Verbrechen maßlos,
Konferenzen endlos,
Aussichten trostlos.

Antoine de Saint-Exupéry

Ich bin selbst 'gottlos' und habe in meiner aktiven Zeit als Projektleiter viele Besprechungen mit konkretem Ergebnis geleitet bzw. an solchen mit vielen anderen 'gottlosen' ergebnisorientiert teilgenommen..., um nur einen Punkt dieser 'mystischen Aufzählung' zu konkretisieren... - tut aber letztlich nicht weh, Ihre Rezitation. Insofern... ... ... 😉

Brigitte Miller | Di., 21. Juli 2026 - 11:22

eigentlich auch zur Meinungsäusserungsfreiheit? Ich war der Meinung, es gebe ein Vermummungsverbot. Würde das durchgesetzt, gäbe das schon mal eine kleine Beruhigung in der Szene.

Thomas Veit | Di., 21. Juli 2026 - 11:32

Antwort auf von Brigitte Miller

gehörte natürlich zu allererst politischer Wille... ...!?

PS: aber wer die Brandidiotenmauer pflegt... ..., der/die wird doch nicht gegen die eigenen Unterstützer:innen vorgehen... ... - oder? 🤔