- Das Wahlergebnis und seine Väter
Die Grünen haben mit ihrem unmoralischen Wahlkampf gegen CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel das politische Vertrauen unter den Partnern zerstört. Respekt und Anstand aber wären das notwendige Kapital, das Cem Özdemir jetzt bräuchte, um Ministerpräsident zu werden.
Jeder Wahlausgang hat bekanntlich viele Väter und Mütter, so auch derjenige im Südwesten. Das Herzschlagfinale bzw. das Patt von Stuttgart, das eigentlich keinen Sieger hervorgebracht hat, da beide bisherigen Koalitionäre, Grüne wie CDU, auf jeweils 56 Sitze im künftigen Landtag kommen, wobei die CDU 14 Sitze bzw. 5,6 Prozentpunkte an Stimmen hinzugewonnen hat und die Grünen zwei Sitze bzw. 2,4 Prozentpunkte gegenüber der letzten Wahl verloren haben, hat tief genug betrachtet derer mindestens drei.
Zunächst wäre mit dem „Vaterschafts-Prädikat“ der unglückliche, langjährige CDU-Landesvorsitzende und Innenminister Thomas Strobl auszuzeichnen. Unter seiner Verhandlungsführung stimmte die Union vor fünf Jahren im Koalitionsvertrag mit den Grünen einer fundamentalen Änderung des Wahlrechts in Baden-Württemberg zu, mit weitreichenden Folgen, wie wir jetzt empirisch wissen. Die Wahlen im Südwesten fanden nämlich durch die Rechtsanpassung zum ersten Mal unter der Absenkung des Wahlalters auf nunmehr 16 Jahre sowie neuerdings mit zwei statt nur einer Stimme auf dem Wahlzettel statt. Ersteres hatte in Zeiten sozialer Netzwerke und videoclip-artiger, stroboskopisch oberflächlicher Kommunikation, Einfluss auf die Mobilisierung von Teilen der Generation Z. Letzteres war grundlegend für den Wahlausgang und den Wahlerfolg der Grünen sowie ihres Kandidaten Cem Özdemir.
Mit der Einführung der Zweitstimme ist es Özdemir, nicht zuletzt aufgrund einer geschickten und hoch effektiven Kampagne, die nahezu ausschließlich auf die Person und nicht auf die Partei abzielte, auf den letzten Metern gelungen, erfolgreich zur Bündelung der Kräfte auf sich im linken Lager beizutragen. Da nur die Grünen und er selbst offenkundig in der Lage waren, die lange Zeit mit weitem Abstand führende CDU noch im Endspurt den sicher geglaubten Wahlsieg zu entreißen, gelang es ihm, zahlreiche taktisch motivierte Wählerinnen und Wähler von SPD und Linkspartei mit Hilfe der zum ersten Mal in der Wahlgeschichte Baden-Württembergs existenten Zweitstimme zu attrahieren und auf sich als Kandidat zu vereinen. Nach dem Motto: Wer Hagel und die CDU verhindern will, muss Özdemir wählen. Die Wählerwanderungsanalyse gibt dafür ein eindeutiges Zeugnis. Thomas Strobl, auf dessen Verhandlungsführung als CDU-Landesvorsitzendem diese Wahlrechtsänderung beruht, gebührt somit zu Recht der Lorbeer. Respice finem, bedenke das Ende.
Wobei wir beim zweiten, eigentlichen Vater des Wahlausgangs wären, und zwar in Kombination mit einer politischen „Leihmutter“ und den sozialen Netzwerken: Cem Özdemir und Zoe Mayer. Mayer, die bis dato weithin unbekannte Hälfte des neuen „Dream Teams“ der Südwest-Grünen und ihres Zeichens Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe, hat als effektivste „Wahlkampf-Bloggerin“ und initiale Speerspitze einer Kampagne unterhalb sämtlicher Gürtellinien, mit dem Ziel die Integrität des CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel zu beschädigen, nachhaltige Mobilisierungswirkung erzielt.
Mit ihrem kurz vor dem Fernseh-Triell der Spitzenkandidaten getimten Tweet eines alten Video-Clips mit unglücklichen Aussagen des damals 29-jährigen CDU-Landtagsabgeordneten Manuel Hagel, hat Mayer die wahlentscheidende Kampagne – die Vorwürfe im Netz gegen Hagel reichten von Sexismus bis Pädophilie – losgetreten, die in ihrer Ausprägung wohl beispiellos in der jüngeren Geschichte dieser Republik ist. Das Netz hat Vernichtungsqualität, und gerade deswegen impliziert der Umgang mit demselben allerhöchste Verantwortung. Ein Schelm mag sein, wer Böses dabei denkt, dass sich Özdemir und Mayer, wie mittlerweile erwiesen, wenige Tage vor der Initiierung der Kampagne noch persönlich getroffen haben.
Özdemirs Halali zur Aufholjagd
Zu viele Hunde sind des Hasen Tod, und so waren sie es auch für den passionierten Jäger Manuel Hagel auf den letzten Metern zum Ziel. Die „Aufholjagd“, wie der grüne Spitzenkandidat seine letzten Wahlkampfwochen selbst bezeichnet hat, sie war in der Kombination aus dem Halali persönlich-duellhafter Zuspitzung mittels Diffamierungs-Kampagne sowie eines geschickt und nach außen auf Ausgleich, Humor und landesväterlicher Milde positionierten Kandidaten Cem Özdemir, der Stoff, mit dem man politisches Wild erlegt und offensichtlich Wahlen gewinnen kann. Ob der dabei erzeugte und noch lange nicht verrauchte Pulverdampf sowie die Verletzungen einer durch die Kampagne weidwund geschossenen Landes-CDU als Grundlage für eine Koalition taugen, das werden die kommenden Wochen zeigen. Ministerpräsident ist Özdemir jedenfalls bislang nur in den Kommentaren, noch nicht in der Realität.
Womit wir beim dritten Vater des Wahlausgangs wären, und zwar demjenigen, der die drei vorangegangenen Kämpfe so erfolgreich für die Südwest-Grünen bestritten hat, Winfried Kretschmann. So sehr, wie der noch amtierende Landesvater für das auf Pragmatismus ausgerichtete Bild der Grünen im Südwesten stand und damit vorangegangenen Wahlerfolgen seinen Stempel aufgedrückt hat, so sehr hatte er auch bei dieser Wahl entscheidenden Einfluss, ohne selbst mehr auf dem Zettel zu stehen. Die Auswahl und Inthronisierung Özdemirs als seinen Mann für die Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, hat dem Bundespolitiker Özdemir nicht nur landespolitische Glaubwürdigkeit verliehen, sondern auch das so erfolgreiche Narrativ des „richtigen Manns in der falschen Partei“ genährt.
CDU ist Erststimmensiegerin
Dies hat Cem Özdemir, in Kombination mit einer Kampagne, die die grüne Partei und die Sonnenblume auf den Plakaten praktisch nicht erkennen ließ, zuletzt die wenigen Stimmen Unterschied in der Mitte fischen lassen. Der knappe Vorsprung von 27.312 Zweitstimmen wird durch die Tatsache, dass die CDU 469.471 mehr an Erststimmen gewonnen hat als die Grünen, sogar relativiert. Würde man Erst- und Zweistimmen addieren, läge die CDU mit 442.159 Stimmen vorn.
Die tragische und schlussendlich wahlentscheidende Dialektik des Winfried Kretschmann, liegt jedoch in seiner Passivität. Wo war die Stimme des grünen Übervaters und grün-katholischen Sozialethikers im Selbstprofil, die der beispiellosen Netz-Hatz gegen Manuel Hagel Einhalt geboten und sich schützend vor den jungen Kandidaten und die politische Moral gestellt hat? Schweigen im grünen Walde. Nein, Kretschmann hat, zum Vorteil seines Günstlings Özemir, die persöhnliche Diffamierungs-Kampagne stillschweigend gewähren lassen und trägt damit schwer an Verantwortung für das Zugrabetragen von Anstand, Respekt und Moral in der jüngeren baden-württembergischen Wahlgeschichte. Ein Vermächtnis, auf das niemand und schon gar nicht er selbst, der praktizierende katholische Christ, stolz sein kann.
Dass die Wahl auch für seinen Wunschnachfolger und hauchdünnen Wahlsieger, Cem Özdemir, noch zum Karfreitag denn zum Palmsonntag werden kann, hat er damit wohl nicht bedacht, denn die persönliche Kampagne gegen Hagel hat die Grundfesten demokratischer Zusammenarbeit und damit künftigen politischen Miteinanders, nämlich das Vertrauen in die Grenzen der Wahl der Mittel des Wettbewerbs, nachhaltig erschüttert. Um zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden, bedarf es vor allem eines wechselseitiges Vertrauen in Anstand und Respekt. Auf diesem Grab steht jetzt eine Sonnenblume.
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Und zwar, wie dumm und naiv das deutsche Wahlvolk ist. Wer die Grünen wählt, wählt Desindustrialisierung und Krieg, wer die Grünen wählt, will zurück ins vorindustrielle Zeitalter, der wählt die Zerstörung unseres Wohlstandes und der Demokratie. Man schaue sich die Grünen und ihre Kandidaten an: Halbgebildet, borniert, ein Haufen Irre. Das ist Merkels Saat. Das sind die Kinder der Kinderlosen. Und Merkel steht wie nichts sonst für die Zerstörung Deutschlands und den kommunistischen Einheitsstaat. Sie ist die wahre Erbin Ulbricht und von Honecker und von Leuten wie Karl Eduard von Schnitzler. Aber, sie ist zugleich der Gradmesser für die Dummheit der Deutschen, deshalb wird sie auch Bundespräsidentin werden. Dann ist Aus mit uns. Endgültig. Gute Nacht Deutschland!
Seit Jahrzehnten schon wurde in Koalitionsverträgen festgelegt, das Wahlrecht in Baden-Württemberg zu einem Zweistimmenwahlrecht wie im Bund zu machen. Trotzdem ist das Vorhaben immer wieder an den Abgeordneten gescheitert, die genau gesehen haben, daß sie entmachtet werden sollten und die Macht auf die Parteiführungen übertragen werden sollte. In der letzten Legislaturperiode wurde der Widerstand gebrochen. Jetzt können die Grünen ihre geschlechtsquotierten Landeslisten ins Parlament bringen, bisher war da der Wähler im Wahlkreis vor. Auch er wurde entmachtet. Und nun haben wir den Salat: ein aufgeblähtes stromlinienförmiges Parteienparlament mit völlig von der Partei abhängigen Abgeordneten. Ein demokratischer Rückschritt. Dabei hatten wir in Baden-Württemberg ein vorbildliches Einstimmenwahlrecht, das trotz der Wahl in Wahlkreisen zu einem proportionalen Parlament geführt hat. Von den Hauptstadtjournalisten wurde das immer wieder diffamiert, weil sie es nicht kapiert hatten.
Als Ostdeutscher verstehe ich die Westdeutschen nicht mehr. Denen geht es offenbar noch nicht schlecht genug, aber keine Sorge, das wird sich ändern. Die Entlassungen und Steuerausfälle gehen weiter.
Die Grünen zerstören mit ihrer Anti-Autop-Politik die deutsche Autoindustrie, das Standbein des deutschen Wohlstands. Und was macht man im Autoland Baden-Württemberg? Man wählt die Grünen.
Ich verstehe es nicht und ich will es auch nicht verstehen. Rehbraune Augen? Wie naiv kann man sein?
Als Badener verstehe ich es auch nicht. Ich glaube, es ist ein Hände-vor-die-Augen-Halten, um sich an der Erinnerung an die glückliche wohlstandsgenährte Zeit im Südwesten festzuhalten und der Illusion hinzugeben, daß alles noch so ist wie früher und schon irgendwie gutgehen werde. Das Erwachen wird kommen, aber die Wahl ist gelaufen.
... schon immer mit harten Bandagen, nicht nur gegenüber dem politischen Partner, sondern auch im Umgang untereinander (Gelbhaar im Prenzlauer Berg). Sie sind keine friedlichen Engel, wie jeder inzwischen eigentlich wissen sollte.
Die Selbstinszenierung von Cem Özdemir als lieber und braver Alp-Öhi von der schwäbischen Alb, dem nur die Pfeife und die Lederhose für ein veritables Heidi-Film-Image fehlte, hat aber wunderbar funktioniert.
Herr Hagel wirkte im Vergleich mit dem gerissenen "Comedian" Özdemir wie ein biederer Laienschauspieler aus der Provinz.
Das hätten die CDU-Wahlkämpfer früher sehen müssen. Dass der ÖRR links-grün beherrscht ist, weiß ja sowieso auch jedes Kind.
Hagel hätte sein Auftreten in der Öffentlichkeit daher ändern müssen. Sein Festhalten an der eingübten Rolle konnte nicht funktionieren.
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NB: Der schwäbische Alb-Öhi würde sofort zum rasenden Rambo werden, wenn er nicht von der CDU zum MP gekürt würde
Davor hat die CDU aber wohl viel zu viel Angst.
macht denn seine Wahlentscheidung von Kampagnen im Internet abhängig?
Allerdings war dieser Einkauf des SPD-Spitzenkandidaten irgendwie wohl nicht von dieser politischen Welt. Die Tafeln sind bedauerlicherweise keine Fakeeinrichtung in der Bundesrepublik Deutschland.
Aber auch das dürfte zuletzt m.E. nicht den Ausschlag gegeben haben.
Die AfD "gräbt" vielleicht doch der SPD und der FDP "das Wasser ab"?
Ansonsten haben sich die Grünen
behaupten können und schon Herr Kretschmann war doch mehr Landesvater als Grüner?
Ich gehe davon aus, dass es eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Grünen und CDU für das Land Baden-Württemberg gibt.
Die Grünen sind in Baden-Württemberg kein "Strohfeuer".
Dirk Notheis ist mit der ganzen CDU in den 80ern stecken geblieben. Anstand in der CDU? Gibt es schon lange nicht mehr. Der Merkelismus war die unmissverständliche Aufkündigung von Anstand und Moral. Räumt erstmal bei Euch selber auf, bevor Ihr von anderen Anstand verlangt! Diese CDU verdient ihr Ende. Aber sowas von. Wir brauchen eine liberalkonservative Alternative. Denn die CDU liefert nicht. Weil sie keinen Anstand hat.
Eine liberaldemokratische Alternative ? Ein Dürr & eine A. Strack- Zimmermann mit Politikrentner Kubicki ? Dessen Kolumnen ich zum Wochenende zwar gern lese, mich aber gleichzeitig frage, wo war seins durchaus richtige Sicht auf die politischen Dinge in Zeiten der Ampel ? Nee, so weit ich glaube, speisen sich große Gewinne der AfD aus FDP und SPD…..Neee die FDP hat weder das Personal, (& die Generalsekretärin, die was konnte, ist in die Wüste geschickt) noch eine überzeugende Programmatik außer das Hochhalten der Brandmauer vielleicht. Nein die FDP wird sich in den 4 noch anstehenden Wahlen in der außerparlamentarischen Opposition wiederfinden, und das ist gut so.
Allerdings wird die FDP nicht die alleinige Partei sein die diesen Weg der Pulverisierung geht. Die SPD geht den gleichen Weg. Das die Sozen noch schlechter als in Sachsen & Thüringen abschnitten war für mich zwar verwunderlich aber dennoch mehr als erfreulich …..
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik
Sie haben ja Recht. Hier liegt offenbar ein Missverständnis vor. Wenn ich eine liberalkonservative Alternative fordere, dann meine ich damit nicht die FDP. Auch nicht die CDU. Und auch nicht die AfD.
Herr Franke, mehrfach werfen Sie der CDU vor, keinen Anstand und keine Moral zu haben, ohne auch nur mit einem Wort zu erklären, was konkret Sie meinen.
Nennen Sie klare Beispiele und schwurbeln Sie nicht!
Sehr geehrter Herr Pfeiffer, ich habe klar den Merkelismus benannt. Was ist daran so schwer zu verstehen? Die CDU hat bis heute keine Verurteilung von Merkel und keine Entschuldigung zustande gebracht. Das wird die CDU auch nicht mehr. Denn die CDU ist durch und durch unmoralisch und verdorben. Man glaubt dort, das Böse sei das Gute. Die CDU muss weg, so wie die Democrazia Cristiana. Und nein, ich bin kein AfD-Fan.
Man kann vieles an der Politik Merkels aus konservativer Sicht kritisieren wie den ungebremsten Migrationsstrom 2015, den Atomausstieg 2011 oder den Umgang mit der Corona-Epidemie und sachliche Argumente dagegen anführen. Aber: Mit Moral und Anstand hat das meiner Meinung nach - so wie auch die übrige Merkel-Politik - nur bedingt zu tun. Gerade von kirchlicher Seite wurde die Kanzlerin sehr für ihre Flüchtlingspolitik als moralisch standhaft gelobt. Ich selbst bin kein "Merkelianer", kritisiere einiges am oben genannten Agieren, ABER: Kern der politischen Auseinandersetzung müssen rationale, begründete Argumente sein. "Moral" und "Anstand" sind für mich eher emotionale Positionen, wohin diese führen, sieht man ja an der Klima- und Umweltpolitik der Grünen, ebenso am "Wokeness"-Denken, wo vor Anstand, Haltung und Moral die nüchterne Analyse und Realpolitik auf der Strecke bleibt. Allerdings einen Punkt haben Sie, Herr Franke: Der Umgang mit den Maskendeals durch Spahn war verwerflich!
Wenn Sie der Überzeugung sind, die CDU müsse weg, gleichzeitig aber kein AFD-Fan sind (wie eine ganze Reihe von Foristen hier), dann frage ich mich, für welche politische Richtung SIE eintreten und was SIE anders als die Union machen würden?
Zurück zu Merkel: Sie fordern eine "Verurteilung" und "Entschuldigung" durch die CDU. JA WOFÜR DENN? Auch hier werden Sie wieder nicht konkret. Sorry, aber das ist für mich Schwurbelei! Im Übrigen: Es gibt inzwischen vermehrt Stimmen in der Union, die Merkel kritisieren, aber insgesamt war sie für die Union ein Garant für Wahlerfolge, das muss man zur Kenntnis nehmen, auch wenn es einem nicht gefällt. Das Problem der Unionsparteien in der jetzigen Koalition ist nicht Kanzler Merz, wie viele hier im Forum meinen, sondern eine SPD, die einschneidende Reformen z. B. im Steuerbereich, im Sozialbereich und beim Bürokratieabbau nicht mitträgt.
Aha, da ist der Grund für Ihr Erscheinen und Kommentieren hier im Forum. „…aber kein AfD-Fan sind, wie eine ganze Reihe von Foristen hier!“ Wie kommen Sie als CDU Fan dazu, eine solche Feststellung zu machen? Nur weil einige Foristen, nicht wie so viele im Land, die AfD nicht versuchen zu verteufeln? Wenn man das Spiel der tollen Parteien der „demokratischen Mitte“ nicht mitspielt, muss man AfD Fan sein? Tolle Auffassung von Demokratie, ja auch von Anstand und Moral! Aber Merkel-Fan darf man Sie nennen? Die gibt es wohl immer noch trotz ihrer vielen falschen Entscheidungen und Mitarbeit am Abstieg dieses Landes. Nun ja, jeder darf seine Meinung haben. 😉😉
Zunächst finde ich es höchst befremdlich, dass Sie heute noch die deutschen Kirchen als moralische Instanzen anführen. Die deutschen Kirchen haben moralisch vollkommen abgewirtschaftet. Sie leben wirklich noch in den 80ern. Damals war wenigstens die katholische Kirche noch einigermaßen auf Kurs.
Völlig schockierend ist für mich, dass Sie nicht begreifen wollen, wofür man sich beim Merkelismus entschuldigen sollte. Für Sie war die Merkel-Politik ganz normale Politik, und zudem ein "Garant für Wahlerfolge"?! Das ist ja das offene Bekenntnis zur Unmoral aus Ihrem Munde!
Einfach die Grenzen aufmachen (für Nicht-Schengen-Bürger), Deutschland mit Millionen illegalen und vielfach nicht integrierbaren Migranten fluten, die Bundeswehr wehrunfähig machen, sich in Gas-Abhängigkeit von Putin begeben, die Atomkraft opfern für nichts, von Corona ganz zu schweigen. Harbarth. Die Liste ist endlos. Aber für Sie alles normale Politik?
Möge Gott Ihnen Einsicht und Reue schenken.
Die Liste der Untaten des Merkelismus ist sehr lang, aber eines muss ich unbedingt noch nachtragen: Die Euro-Krise und alles, was damit zusammenhängt.
Sie fragen, welche politische Richtung ich bevorzugen würde? Eine liberalkonservative. Ein moderner, liberaler Konservatismus. Ein moderner Liberalismus. Nix Merkel. Nix Merz. Nix Dürr. Nix Gauck. Kohl. Kanther. Westerwelle. Lambsdorff. Adenauer. Erhard. Eine solche Partei gibt es in den Parlamenten derzeit nicht. Es gibt nur unmoralische Waschlappen und Rechtsradikale.
Die unmoralischen Waschlappen schauen auf die Rechtsradikalen und sagen: Seht, die Rechtsradikalen! Wir sind die Guten! - Und die Rechtsradikalen schauen auf die unmoralischen Waschlappen und sagen: Seht, was für unmoralische Waschlappen! Wir sind die Guten!
Es ist zum Kotzen. Der Cocktail, den Merkel angerührt hat, ist hochexplosiv. Dass Merkel unsere Demokratie geschrottet hat, muss auch auf die Liste. Auch die AfD ist Merkels Werk.
Richtig. Mit eine der schlimmsten Hinterlassenschaften Merkels ist die Sprengung des Parteiengefüges. Sie hat sozialdemokratische Politik unter der Dachmarke der Union betrieben. Dadurch hat sie nicht nur die CDU ihres konservativen Fundaments beraubt und entkernt, sie hat der SPD damit auch deren Themen gestohlen, so dass die nicht anders konnte, als weiter nach links zu rücken.
Was ist dann in Folge passiert: erst wurden die konservativen Wähler heimatlos, und die Unerschrockenen darunter wanderten zur AfD ab. Und durch den Linksdrift der SPD wichen deren Wähler entweder auf die AfD aus, oder kamen zur CDU und haben deren Verluste nach rechts zT kompensiert.
Und warum das alles? Aus Merkels Karrierismus. Sie hatte nach dem Mauerfall wohl zuerst bei der SPD „vorgesprochen“, wollte aber gleich „oben“ einsteigen. Da sagten die Sozen "njet", und über Umwege kam sie zur CDU, und das Unheil nahm seinen Lauf. Und jetzt hat die politische Mitte den von ihr angerichteten Salat.
Sorry, Herr Pfeiffer, wenn Sie Herrn Franke so angehen, sind Sie wohl der Meinung, dass es bei der CDU Anstand gibt? Anstand, Moral sehe ich bei keiner Partei, schon gar nicht bei einem Politiker, egal welcher Partei. Das ist beschämend und frustrierend! Wenn Sie anderer Meinung sind, ist das schön für Sie. Vielleicht können Sie dann auch Beispiele
nennen? Das wäre eine spannende Sache!
Wie wäre es hiermit:
Rekordschulden, Verbrennerverbot, Atomkraftaus, Co2-Preis, digitalem EURO, Klarnamenpflicht,...soll ich weitermachen?
Der grüne Sieg auf die Schmutz-Kampagne der Grünen zurückzuführen greift zu kurz. Die CDU ist schon seit Jahren in BaWü kaum zu sehen. Bis zur Aufstellung der Wahlplakate kannte ich den Hagel gar nicht. Straßenwahlkampf, Online-Wahlkampf, alles was man machen kann, wenn das ÖRR nicht will (da hätte die CDU sich von der AfD was abschauen können), war nicht zu sehen. Vielmehr war von der CDU - außer inhaltslosen Wahlplakaten mit einem Kandidaten, den keiner kennt, war nichts zu sehen. Die CDU hat sich ihr Ergebnis schon selbst zuzuschreiben!
Ich verstehe nicht, wie man - in Zeiten von Massenentlassungen in der Auto(zuliefer-)industrie, grün wählen kann. Doch die CDU hat an keiner Stelle klar gemacht, dass zwischen Schwarz und Grün ein Unterschied besteht, vermutlich um den einzigen Koalitionspartner nicht zu verschrecken oder in Koalitionsverhandlungen gefahrlos komplett einknicken zu können. Darüber hinaus hat man sich frühzeitig auf eine Grüne Koalition festgelegt; beliebig erpressbar
