- Wolfram Weimer reißt die Brandmauer ab
Hört man Friedrich Merz zu, steht sie festgemauert in der Erde: die Brandmauer zur AfD. Ausgerechnet des Kanzlers parteiloser Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärt diese klare Abgrenzung der CDU nach Rechtsaußen jetzt dagegen zur Geschichte.
Innerhalb der CDU – und auch außerhalb – tobt die Brandmauer-Diskussion. Und das heftig. Die Mehrheit in der Union will mit der in Teilen rechtsextremen AfD auf keinen Fall zusammenarbeiten. Andere, wie die ehemalige CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer oder der CDU-Sozialpolitiker Karl-Josef-Laumann, denken laut darüber nach, die Partei zu verlassen, falls die Brandmauer nach ganz rechts geschleift werden sollte.
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Dieser Weimer ist nicht zu fassen. Heute Hü, morgen Hott. Kaum zu glauben, dass dieser Mann CICERO aus der Taufe hob...
Haben sie jetzt die Brandmauer zur roten Linie umdefiniert? Ich verstehe es nicht. Es wird ja ständig davon geredet, dass man nichts vom Wort Brandmauer halte, oder keine Brandmauer bräuchte, weil man selbst die Brandmauer sei blablabla. Bedeutet rote Linie nun, dass die Brandmauer steht? Die CDU eiert sich echt ins Grab. Aber soll sie machen.
Man kann eine Brandmauer zu gewissen Ideen haben, was dann aber eher eine Entscheidung dafür ist, dass man eine klar abgegrenzte Gesellschaft ist.
Man kann natürlich auch denken, dass die eigenen Werte die Menschheit repräsentieren, aber von außen betrachtet ist das mehr Fantasie. Man muss die AfD überhaupt nicht mögen, man kann auch immer Gruppen, Leute, Ideen dort benennen, die Mehrheiten als krass, menschenfeindlich, irgendwas empfinden. Das gilt für sehr viele andere Länder, Strömungen, auch migrantische Gruppen in D aber auch.
Zum Einen ist es die bekannte schwierige Diskussion, in wie weit was prägend für die AfD ist. Noch schwieriger ist aber die Diskussion, warum bei der AfD etwas menschenfeindlich ist, was bei anderen Gruppen Teil von Verhandlungen (manchmal auch gut) sein soll, weil man offen oder pro-Migration sein will.
Das Brandmauerkonzept lebt davon, dass alle zustimmen (ok - politisch oft so), aber sobald nicht alle zustimmen, wird es sehr wackelig.
Der Weimer redet heute so und morgen wieder anders. Der Mann versteht sich offenbar als Politkünstler, hat sowas wie Narrenfreiheit, weil, er ist ja in keiner Partei, da kann er herumkaspern wie er will, ernstzunehmen ist er sowieso nicht. Natürlich ist die Brandmauer tot und eigentlich Geschichte, so wie die CDU demnächst Geschichte sein wird. Das ist die uralte Politik der Bonner Republik - alles Geschichte. Das Leben schreibt indes munter weiter Geschichte und keine der Altparteien wird in wenigen Jahren darin noch irgendeine Rolle spielen. Ja, ein neuer deutscher Herbst ist angebrochen, eingebettet in den neuen europäischen Herbst. Le Pen bereitet sich auf die Regierungsübernahme vor, Magyar hat die Immunität verloren, überall in Europa werden die Messer gewetzt, das Alte kommt auf die Schlachtbank und wir Deutschen sind, wie am Beispiel unseres Fußballes zu erkennen ist, in die letzte Riege abgestiegen, trotz neuem Trainer. Der Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft. Aus!
WENN die AfD tatsächlich eine "Nazipartei" wäre, wie es zB Hr Wüst meint, wenn sie also nach Führerprinzip organisiert wäre, Wahlen und Parteien verbieten wollte und unabhängige Medien wie Justiz absxhaffen wollte, wenn sie Andersdenkende und -lebende vernichten wollte, DANN wäre eine Brandmauer gerechtfertigt (und es hätte 1933 einer bedurft). Dann wäre die AfD allerdings auch bereits verboten.
Da die AfD aber nur eine rechtspopulistisch-nationalkonsrevative Partei ist, die der Union das Wasser abgräbt, ist die Brandmauer die Verweigerung von Politik und das Dümmste, was man als Konkurrent tun kann. Es gibt zwischen Nichtbeachtung und Koalition diverse Zwischenstufen der Auseinandersetzung/Kooperation, die alle ignoriert werden - übrigens ganz anders als links, wo SPD und Grüne fröhlich mit der Linken arbeiten, wo es passt.
Also, redet mit ihnen, und schaut, was geht und was nicht geht!
Es ist ganz einfach: die CDU wird durch ihre inneren Widersprüche zerrissen werden. Es gibt Reste von Ordoliberalen, Marktwirtschaftlern und echten Konservativen und es gibt die linksgrüne Merkeltruppe, die auch mit Bürgerversicherung, Pflegedeckel und sonstigen sozialistischen Deckeln zurecht kommt. Es sind die gleichen Widersprüche, die auch in der FDP zur Implosion geführt haben.
Weimar ist als Konservativer mit einem gewissen intellektuellen Anspruch angetreten. Davon war bislang nichts zu merken, im Gegenteil.Vielleicht geht ihm und einigen anderen jetzt auf, dass man an der Mehrheit der Bevölkerung vorbeiredet und vorbei regiert. Vielleicht merkt man auch am Beispiel Berlin, was geschieht, wenn man keine Antworten auf die brennenden Fragen, wie etwa Wohnungsnot hat, sondern nur folgenlos mit Worthülsen um sich wirft- ohne zu handeln. Handeln kann man aber mit der Fussfessel SPD nicht.
Kann gut sein, dass die CDU unter der Brandmauer begraben wird. Schade, aber selbst schuld.
"In Teilen rechtsextrem" ist für Herrn Müller-Vogg ein fester, fast liturgischer Bestandteil seiner Artikel. Wir haben es verstanden, Herr M.-V.! Bleiben Sie locker! Hitler ist tot, und Frau Weidel dürfte ihn wohl kaum ersetzen.
Die aktuelle vorsichtige Absetzbewegung von der Selbstfesselung der Union war unausweichlich. Sie kommt so spät und nach so vielen Lügen und Enttäuschungen, nach so viel Hass und Hetze gegen die Unzufriedenen, dass der Weg zurück in die Herzen der auch heute noch unflätig Beschimpften und bis ins Private Bekämpften lang sein dürfte.
Es zählen Taten, keine eloquente Tatenlosigkeit wie unter Merz. Das Allererste muss die vollständige Wiederherstellung von Demokratie und Meinungsfreiheit sein. Verbotsdebatten werden den Argwohn der Wähler gegenüber den machtgierigen "Altparteien" weiter anheizen.
Es wäre auch einmal interessant zu wissen, ob es denn für die Union noch etwas gibt, was zu weit links der Mitte liegt, um noch zur "Mitte" zu gehören.
Wie viel Energie, Zeit und auch materielle Ressourcen (NGO-Förderung z.B.) hätte man sich - nicht nur in der Union!- einfach sparen können... und d für die Lösung der tatsächlichen Probleme dieses Landes und Europas einsetzen können, hätte, man/Frau/Politik sich ei Fach nur demokratisch verhalten, die letzten zehn Jahre? (...Fahrradkette, ich weiß)
Ganz einfach nur Demokratie, ohne "unsere" davor... 🤔
Die Brandmauer fällt erst, wenn auch in Westdeutschen Bunddesländern die AfD die gleichen oder noch mehr an Zustimmung als im Osten bei Wahlen erreicht.
Erst dann wird man erst im AdenauerHaus begreifen, dass diese Partei keinesfalls n u r ein ostdeutsches Problem ist. Aber dann ist’s zu spät, da wird die CDU als Regierungspartei schlicht nicht mehr benötigt …..l
MfG a d Erfurter Republik.
Die 'Brandidiotenmauer' ist ein rein künstliches politisches Konstrukt... >> beschließt nur eine Kartellpartei sie für obsolet..., ist sie gefallen... Es reicht eine einfache Vorstandsentscheidung - und AUS!
Das kann theoretisch noch heute passieren. Grüße...
Der korrupte Weimar wurde wohl vorgeschickt, die Lage zu *sondieren*, wer da auf den Zug aufspringt. Wenn es viele und namhafte sind, macht Merz sicherlich mit. Immerhin hat er das Wort *Brandmauer* noch nie gemocht und ja, was interessiert ihn schon sein Geschwätz von gestern. Nur, so einfach würde es nicht werden. Zu hoffen, die SPD kündige den Koalitionsvertrag ist naiv. Wenn schon, dann muss Merz das tun und entweder Neuwahlen oder Minderheitsregierung. Und solange Merz im Amt wäre, würde die AFD mit diesem Menschen nichts gemeinsam verhandeln/abstimmen. Die AFD würde den Kopf von Merz mindestens fordern. Und sollen doch einige CDUler austreten. Das sind eh die Looser, die nichts mehr werden können. Und Herr Dr. Müller-Vogg wieder ihr Framing *von Teilen rechtsextrem*. Sie wollen und sie werden es nicht mehr lernen. Deshalb gehen sie als Journalist auch mit ihrer geliebten Union unter. Zur Erinnerung: Lt. Umfragen je nach Institut: UNION nur 18,5%-19% und AFD 29 bis 30%.
