Kubicki
Will jetzt FDP-Chef werden: Wolfgang Kubicki / picture alliance/dpa | Christian Charisius

Letzte Hoffnung der Liberalen - Doktor Kubicki, übernehmen Sie!

Er legt sich mit dem „Spiegel“ an und nennt den Kanzler einen „Eierarsch“: Seit Wolfgang Kubicki FDP-Parteichef werden will, ist endlich wieder Stimmung in der Bude – und die FDP vielleicht doch nicht hirntot. Nur weiter so.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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„Unsere Aufgabe ist es, die politische Mitte zu stärken und den Liberalismus in seiner ganzen Breite zu verteidigen. Nicht, ihn nach rechts zu verschieben“, sagte kürzlich FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann der Funke Mediengruppe. Es war ein Wink mit dem Stoppschild an Wolfgang Kubicki. Bitte nicht weiterfahren. Straße gesperrt. Lieber nächste Ausfahrt links nehmen. Doch der 74-Jährige scheint sich darum nicht zu scheren – und liefert gerade am laufenden Band hervorragende Argumente, warum er und nur er die letzte Hoffnung der FDP ist. 

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Markus Michaelis | Fr., 24. April 2026 - 15:21

Danke für den Artikel. Ich sehe das im Wesentlichen genauso. Was ich anders sehe, und das ist vielleicht keine Nuance:

Klingbeil und besonders Merz als Kanzler sind keine Angestellten des Systems. Merz ist der Kanzler - verantwortlich, aber er als Person. Die Idee des "Angestellten" geht mir zu sehr in die Richtung, als gäbe es "den" Souverän, die Wahrheit, das Richtige, die Menschenrechte, das Völkerrecht, die Wissenschaft und all diese "Soße" (wenn wir bei klarer Sprache sind). Keine Zweifel, kein Abwägen, keine Alternativen. Alternativlose Richtigkeit, die zum Wohle aller DEN richtigen Menschen definiert und von Sachbearbeitern/Angestellten umgesetzt wird.

Das ist nicht mein Menschen- und Weltbild und ich denke auch nicht das des GG (das für mich auch nicht heilig ist). Ich denke, das ist eine der Überziehungen des Woken und ich denke auch, dass dieser Kulturkampf geführt werden sollte. Gerne offen - die "anderen" können auch mehr überzeugen.

soistes | Fr., 24. April 2026 - 15:30

Das haben Sie super formuliert. Ob ein Teil der Leser vom Cicero dafür Verständnis haben?

Ehrlich das ist völlig egal, Tacheles können Sie & Wolfgang Kubicki & noch so einige andere.

Weil Satire klingt heute anders. So ist das halt.

Ach wie schön Ihr Artikel lieber Herr Ben Krischke.
Seien Sie froh, nicht in meiner greifbaren Nähe zu
stehen, ich würde Sie umarmen.

Klaus Funke | So., 26. April 2026 - 10:27

Antwort auf von Brigitte Simon

Nanu, liebe Frau Simon, wäre das gefährlich, sich in Ihrer Nähe aufzuhalten? Sind Ihre Umarmungen etwa lebensbedrohlich? Donnerwetter!. Ja, solche Frauen gibt es. Bathseba war so eine oder Medusa. Danke für Ihre Warnungen.

Thomas Veit | Fr., 24. April 2026 - 15:36

DANKE! Herr Krischke für diesen Artikel...

Wollen tät’ ich schon, bloß können kann ich nicht…..
Vielleicht wäre es auch eine Lösung, wie mit dem kranken Wahl zu verfahren, einfach mit Anstand die FDP sterben lassen …..
Mit besten Gruß a d ErfurrternRepublik

garnicht in erster Linie um die FDP an sich, sondern um das Schleifen der Brandmauer... >> EINER MUSS GANZ EINFACH DAMIT ANFANGEN!! == 'springen', und zwar möglichst sofort und nicht erst in zwei oder drei Jahren... 🤔 Eine öffentliche verkündete 'PRAGMATISCHE ZUSAMMENARBEIT MIT ALLEN IM BUNDESTAG VERTRETENEN PARTEIEN' würde doch fürs erste vollkommen ausreichen - DAS wäre de facto das Ende der 'Brandidiotenmauer'... ... 💥

Sollte sich die 'neue FDP' auch ansonsten noch als nützlich im Sinne eines echten Liberalismus erweisen - nach ihrer Häutung ' ..., dann soll's mir doch auch recht sein. Eine wirklich (wirtschafts-) liberale Kraft kann in Deutschland nicht falsch sein, mMn. Und besänne sie sich noch auf den Schutz der allgemeinen Bürger- und Persönlichkeitsrechte, auf echte Meinungsfreiheit und stände sie für z.B. eine 'Reform' des ÖRR o.ä. - ich würde sie wählen (höchstwahrscheinlich... 😉).

Gesinnunngsparagraphen, Abschaffung der Petzportale, 'NGO-Reform', Technologieoffenheit/Atomkraft... ... ...

VIELLEICHT? würde sie sich sogar trauen 'das Selbstbestimmungsgesetz aufgrund negativer neuer Erfahrungen damit zu schleifen', obwohl einst selbst mit beschlossen... ... - Herr Kubicki...??

Wenn man/FDP (eigene) Fehler erkennt ist es doch nicht falsch diese zu korrigieren..., im Gegenteil >> DAS wäre ein ECHTER NEUANFANG, der zudem ÜBERALL gehört würde... ...!!! - damit kann man nicht wirklich verlieren, in Ihrer aktuellen Position...!☝

>> Schitstorm gibt's sowieso... ... 🤣 - reichlich.

Sie meinen doch sicher Timmy, den Wal, oder? Bei Timmy, dem Wal, haben wir ja auch eine Wahl. Aber offenbar wählen wir das Falsche! Andere, die Dänen, die Australier oder die Japaner machen es ein wenig anders.

Klaus Funke | Fr., 24. April 2026 - 16:14

Ob es was nützen wird, werden wir bald sehen. Auf die FDP zu setzen, heißt alte Bonner Denkmuster zu befriedigen. Ich sage, eine Schwalbe (Kubicki) macht noch keinen Sommer. Und die FDP wird nix reißen. Das ist Vergeudung von Wählerstimmen und am Ende eine raffinierte Rosstäusche. Wahrscheinlich will man Stimmen von der AfD weglocken. Kubicki hat sich nicht klar und eindeutig gegen die Brandmauer geäußert. Sein Verhalten in dieser Sache wird der Lackmustest für eine erneuerte FDP sein. Entweder oder muss die Parole sein - ein sowohl ais auch darf es nicht geben. Bin gespannt, ich denke aber, dass ich mich nicht täusche. Denn dem alten Kubicki ist am Ende doch das Hemd, sprich die alte Bonner Denke, näher als der Rock. Und dieser Rock sollte AfD-Offenheit bedeuten. Ich könnte auch wetten - aber mit mir wettet ja keiner.

Allerdings n i c h t. gegen Sie, sondern mit Ihnen. Ich bin genau der selben Meinung und glaube nicht das er a) offen gegen die Brandmauer argumentiert und sich b) innerparteilich dursetzen kann.
AST is nicht die einzige Linke im FDP Vorstand, die Kubicky verbal an die Wand nageln kannn……
Aber im Mai sind wir alle schlauer…..
MfG a d Erfurter Republik

Haben Sie sich nicht vor ein paar Tagen vom Forum verabschiedet, Herr Funke? So schnell geht das mit dem „Umfallen“, das Sie ja so oft anderen vorwerfen. Komisch, aber ich hatte damit gerechnet, dass Sie wiederkommen würden…

um mir "eins unter die Weste zu knallen", verehrte Frau Hachenberg. Sie kennen den Spruch von Konrad Adenauer (dem Sie bestimmt nicht eine solche EMail geschrieben hätten): Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern! Doch die Frage ist, Verehrteste: Freuen Sie sich über meine Rückkehr oder ärgert es Sie? Denn das ist die eigentliche Frage. Oder ist es Ihnen egal? Nein, egal kann es Ihnen nicht sein, sonst würden Sie nicht solch einen Post hier reinstellen. Also bitte, entspannen Sie sich. Oder begleiten Sie meine Beiträge kritisch. Mir ist es tatsächlich egal. Ich bleibe jedenfalls, der ich bin. Bye.

Thomas Hechinger | Fr., 24. April 2026 - 16:25

Den vulgären „Eierarsch“, was auch immer das sei, verzeihe ich Herrn Kubicki. Es geht wohl mehr darum, daß die FDP überhaupt wahrgenommen wird, und sei es, daß sie negativ wahrgenommen wird.
Ich kann dem meisten, was Herr Kubicki schreibt, auch hier im „Cicero“, voll und ganz zustimmen. Nur kollidiert das immer wieder mit seinem Handeln. In der Ampel-Koalition hat er gelegentlich geschimpft, letzten Endes aber alles mitgetragen oder bei kritischen Abstimmungen „zufällig“ gefehlt. Auch sich hinzustellen und zu sagen, die Impfpflicht sei an der FDP gescheitert, ist eine recht eigenwillige Deutung der Ereignisse. Vielleicht ist Herr Krischke dem „Cicero“-Kolumnisten Kubicki gegenüber nicht ganz unbefangen.
Die FDP hat ihre Geschichte, so glaube ich, hinter sich. Sie hat zu viel falsch gemacht und das Vertrauen ihrer Anhänger verspielt. Ich gebe Herrn Kubicki keine großen Chancen, als Heiland die Lazarus-FDP ins Leben zurückzurufen. Aber gerne laß ich mich eines Besseren belehren.

Bürger einzusammeln, die hoffnungsfroh Merz gewählt haben und jetzt völlig frustriert sind von seinem Kurs, aber trotzdem (noch) nicht die AfD wählen wollen - auch welchen Gründen auch immer.

Dies dürften Millionen sein!

Wenn er es schafft, genügend FDP-ler in sein Team zu holen, die ihm zuarbeiten, weil sie dieselben Vorstellungen von Politik haben wie er, dann kommt die FDP
m. E. bei der nächsten Wahl mit Sicherheit wieder in den Bundestag.
Diese Stimmen werden der CDU/CSU und der AfD dann fehlen.

Hier liegt jedoch die entscheidende Hürde für Kubicki:
In der FDP sind viel zu viele Leute, die den links-grünen Mainstream mitgetragen und sich damit bereits disqualifiziert haben. Diese könnten ihm die Show vermasseln, indem sie z. B. an der "Brandmauer" festhalten.

"In der FDP sind viel zu viele Leute, die den links-grünen Mainstream mitgetragen... haben" - ja, das wird das größte 'Problem' für einen echten auch programmatischen Neuanfang sein. Diese eigentlich antiliberalen (weil linke) Kräfte mögen zwar im Augenblick 'in Schockstarre' von den letzten beiden Landtagswahlen im FDP-Kernland zu sein... ..., aber wie lange das anhält und ob sie mit steigenden Umfragen - so diese kämen... - dann nicht wieder nach vorne drängten... ..., das weiß man nicht.

Kubicki muss an dieser Stelle sicher aufpassen... - aber das wird er selber auch wissen.

Ingbert Jüdt | Fr., 24. April 2026 - 16:44

wie der Schwabe sagt. Und das kann wiederum nur, wer sich traut, aus dem regierenden Realitätsverleugnungskartell auszusteigen. Davor muss sich eine Frau Strack-Zimmermann natürlich fürchten, die nicht allein aus äußerlich-optischen Gründen zur Assoziation mit schauerromantischer Vampirsymbolik einlädt, sondern auch politisch geeignet sein dürfte, die FDP zum ewigen Untod unterhalb der fünf Prozent zu verurteilen.

Der Rauch muss freilich auch von einem soliden politischen Feuer aufsteigen, und da bleibt abzuwarten, wie eine Kubicki-FDP von der Rhetorik zur Programmatik fortzuschreiten gedenkt. Eine robuste Bemerkung zum amtierenden Kandesbunzler stellt da zunächst nicht mehr als bloß ein noch einzulösendes Versprechen dar.

Ich wünsche dem Herrn Kubicki jedoch alles Gute und viel Glück, denn zu begrüßen ist alles, was der herrschenden Altparteiensklerose eine Ballondilatation verpasst!

Gerhard Fiedler | Fr., 24. April 2026 - 17:00

einem FDP-nahen Magazin. Da wird derzeit mächtig für Herrn Kubicki Stimmung gemacht.
Hätte er uns im Bundestag nicht schon gezeigt, mit wem man es da zu tun hat, könnte man sich auf ihn einlassen.
Doch dort hat er bereits gezeigt, dass er beim Abbiegen seiner FDP nach links nicht abgesprungen ist. Ein wenig mehr nach rechts abzubiegen, mit einer AfD/FDP-Koalition, dazu hätte ich keiine Bedenken. Allerdings dürfte Frau Strack-Zimmermann nicht dazu gehören. Mit ihr wäre ein Stopp der Ukraine-Hilfe und ein Ende der Klimasch........... ohnehin nicht möglich.

CICERO ist ein liberales Magazin, kein FDP -nahes! Hier schreibt auch Herr Brodkorb, immer noch , mit erstaunlicher Leidensfähigkeit SPD - Mitglied.
Grundsätzlich falsche Vorstellungen haben hier auch viele von politischer Arbeit. Es ist nun mal so, dass in den Gremien, etwa der Fraktion, diskutiert und eine gemeinsame Linie gefunden wird, die dann nach außen vertreten wird. Das kann mitunter schwer erträglich sein, und Kubicki hat oft genug deutlich gemacht, dass er Probleme mit Beschlüssen hatte. Aber Demokratie heißt Mehrheiten suchen. Leider waren in der FDP die Mehrheiten, wie sie waren. Die Quittung hat sie bekommen.
Kubicki wieder und wieder sein Abstimmungsverhalten vorzuhalten, verkennt die Realitäten im politischen Betrieb.
Das Fernbleiben bei einer Abstimmung ist auch ein Signal. Mit „Nein“ zu stimmen ist in einer fragilen Koalition nicht angebracht. Es ist halt alles nicht so einfach, wie sich das manche vorstellen.

Sehe ich anders, Frau Sehnert. Ja, der Cicero ist ein liberales Magazin. Trotzdem wird hier alles aufgeboten, um die FDP, vor allem Kubicki, zu unterstützen. Jetzt wird auch noch Herr Krischke aufgeboten. Von Marguier müssen wir nicht sprechen. Er macht keinen Hehl aus seiner Sympathie für die FDP. Sein gutes Recht. Bin gespannt, ob Herr Brodkorb und Herr Knauß auch noch „mitmachen“ werden/müssen. 😉 Früher, zu Zeiten von Genscher und Westerwelle, war ich der FDP zugeneigt. Bei dem momentanen Personal ganz und gar nicht! Kubicki kann zwar gut reden und schreiben (auch austeilen!), aber nach seiner Performance in der Ampel traue ich ihm nicht mehr. Auch wenn jetzt einige wieder schreiben werden (Herr Veit???), dass ich zu sehr in der Vergangenheit weile. Aber an was sonst soll ich mich orientieren? An einer eventuellen zukünftigen tollen FDP? Nur weil Kubicki im Moment Druck macht und überall eine Platform bekommt, die er natürlich nützt?? Ich bin skeptisch!

mit Ihren - wohl unbestreitbar..!? - rückwärts gewandten Betrachtungen... ... /😉😉

ABER das ist selbstverständlich absolut okay so. Schließlich diskutieren wir ja hier...

Mein offensichtliches Bemühen um eine 'neue FDP' mit einer bundesweit gewissen politischen Bedeutung und Wirkmacht speist sich, wie auch schon des öfteren hier offen gesagt..., zuallererst aus der Hoffnung, dass eine politisch relevante 'neue FDP' unter Herrn Kubickis Führung die unsägliche Brandmauer, welche unser Land politisch massiv lähmt, ignorieren und somit schleifen täte/könnte/würde - eventuell möglicherweise vielleicht...!??

Dem liberalen Gedankengut an sich stehe ich aber ansonsten grundsätzlich auch sehr aufgeschlossen gegenüber... ... (sogar als Ossi!☝😉)

Schönes Wochenende...

Jens Böhme | Fr., 24. April 2026 - 17:42

"...so höhlt man den Glauben an ein System aus." (Zitat Spiegel) - Spiegeljournalisten im politischen Glaubenbekenntnismodus. Lebt man beim Spiegel Demokratie nicht mehr?

Thomas Veit | Fr., 24. April 2026 - 19:38

Antwort auf von Jens Böhme

Man/Spiegel/Linksgrünwoke lebt also vom 'Glauben an das System'... - sehr interessant und aufschlussreich, mEn.

Passt aber natürlich 100% zu dem was wir sehen, hören und erleben können bzw. bisher konnten..., aus 'dieser Ecke'. /🤪

Walter Buehler | Sa., 25. April 2026 - 11:05

Antwort auf von Jens Böhme

... den mühsamen realitätsbezogenen eigenen Wissenserwerb durch bequemere und billigere Abonnements einiger "guter" Geheimdienste und "Faktenchecker" diverser Art ersetzt.

Statt eigenem, selbstgeprüften Wissen findet man nur noch fromme Gläubigkeit gegenüber diesen professionellen "Nachrichtenquellen" und fromme Anbetung der Messiasse (Messiassinen) , die jeweils tagesaktuell die links-grüne Promi-Liste anführen.

Die gesteigerte Frömmigkeit oder Gläubigkeit zeigt sich selbstredend auch im gesteigerten Hass, mit dem der Spiegel - als "calumniator" - Andersdenkende behandelt.

Herbert Schultz-Gora | Fr., 24. April 2026 - 20:17

...von Herrn Kubicki im Cicero.
Aber: Wo bleibt die SUBSTANZ in Bezug auf Programmatik und Personen, die in der Leichtmatrosen-Ära seit Westerwelle, Rösler, Bahr und Lindner verloren ging.
Kubicki hat den Niedergang der FDP quasi begleitet... und jetzt soll er sie retten...?
Da wäre harte Arbeit zu leisten... mit Rhetorik ist das nicht getan.
Wo sind die Leute, die die "Parteiarbeit" leisten...?

Peter Lutz | Fr., 24. April 2026 - 20:23

Vieles was der Schreiber dieser Zeilen (wie sich Herr Krischke oft selbst bezeichnet) so schreibt, stimme ich ja mit überein.
Ich könnte mir gut vorstellen mit Herrn Kubicki das eine und andere Bier zu trinken, - aber deshalb die FDP wählen?
Wenn ich nach Sachsen-Anhalt schaue, mit der beschlossenen Parlamentsreform und die FDP voll dabei, mit all den anderen Oberdemokratischen linken Parteien,
In M-V ist das gleiche geplant, auch die FDP mittendrin, nur hier spielt die CDU (noch) nicht mit.

So wird das nichts mit meinem Kreuzchen auf dem Stimmzettel für diese "Eierärsche" der FDP!

Schönen Abend

stehen nicht hinter Herrn Kubicki, der zwar richtig, aber gegen den Strich gebürstet ist. Es braucht eine neue liberale Partei und die wird es nicht geben. Der Liberalismus hat in D gegenwärtig keine ausreichend große Lobby, so wie politische Klugheit keine Lobby hat. Seit dem Rücktritt Bismarcks hat sich deutsche Politik der Realität entfremdet.

Wolfgang Borchardt | Fr., 24. April 2026 - 20:51

fehlt absolut, was der Demokratie sehr schadet. Die AfD hat davon profitiert. Das Problem aus meiner Sicht sind die Mitglieder der FDP. Warum sollen die sich auf den liberalen Kern der Partei besinnen, wo sie doch deren Oppurtunismus und Selbszerstörung klaglos mitgetragen haben??

Anton Wilhelm Stolzing | Sa., 25. April 2026 - 00:59

Solange sich die FDP nicht glaubwürdig von "So done" und Strack-Zimmermann distanziert hat, gibt es handfeste Gründe, sie NICHT zu wählen. Nichts ist wichtiger als freedom of speech, und eine Partei, die das Gegenteil verkörpert, ist nicht nur unwählbar für Liberale, nein, sie muss aktiv bekämpft werden.

Thomas Veit | Sa., 25. April 2026 - 10:38

Antwort auf von Anton Wilhelm …

der FDP-Programmatik (aka Liberalismus)...???

Ist mir wirklich neu... Man kann sicher vieles bemängeln an der 'alten FDP'..., aber das...? 🤔

Andreas Peters | Sa., 25. April 2026 - 08:56

entspricht ihrer politischen Verfaßtheit. In der Ampel hat sie die unsinnigsten und illiberalen Gesetze mit beschlossen. Und da ist sie sich in Sachsen-Anhalt gerade treu geblieben. In großer Eintracht mit den anderen Partnern des "Demokratischen Blocks" werden mal schnell wieder die Spielregeln geändert zum Nachteil der AfD . Nach aktueller Prognose fliegt die FDP dort - mehr als verdient - aus dem Landtag. In Mecklenburg-Vorpommern wird das auch passieren. Hr. Kubickis Ansichtern scheinen eine Einzelmeinung in der Ramschbude FDP zu sein. Dann fallen mir noch die Petzportale, betrieben durch JuLi-Mitglieder, ein. Die FDP ist mit allem durch und wird in dieser Form nicht mehr benötigt. Bei aller Sympathie für Hr. Kubicki.

Urban Will | Sa., 25. April 2026 - 11:07

noch schreiben soll, dass es durch kommt. Das „Vater unser“ vielleicht oder „Alle meine Entchen“. Ich teile ja alle Ihre Aussagen zu Kubicki und freue mich, dass er zurück ist und drauf haut.
Die Zeiten sind gerade sehr intensiv und die Diskussionen sollten es auch sein dürfen.
Jetzt waren es schon zwei Beiträge von mir zu Ihren Artikeln, die im Orkus der Zensur versanken.
Und so schlimm nun wirklich nicht waren.
Warum also diese seltsame Etiketten-KI, die anscheinend alles aussondert, was auch nur ansatzweise ein wenig deftig klingt, sogar das Zitieren des von Ihnen selbst verwendeten Begriffes „Eier...“ (hinschreiben bringt ja nichts, dann ist wieder Schluss, „Eier“ passt hoffentlich noch).
Es gab Zeiten, da war man toleranter beim CICERO. Und ich wäre froh, wenn wieder „händisch“ geprüft würde, ob Beiträge angemessen sind.
Und v.a. die Hürden wieder höher liegen würden. Mimosen gibt es wahrlich genug in diesem Land, man muss sie nicht auch noch heranziehen.

S. Kaiser | Sa., 25. April 2026 - 17:09

„Ist das der neue Ton der FDP, lieber Herr Kubicki? So wird das nichts. Früher hatte die FDP noch Stil und Anstand.“
Hei tei tei …
Man würde meinen, die CDU hätte sich diesen Post vom Spiegel schreiben lassen.
Über so viel Begriffsstutzigkeit kann man nur noch den Kopf schütteln.

Die Union erinnert an die langweiligen Typen einer Schule, die bei den coolen Kids rumhängen, und Teil derer Clique sein wollten, und von denen aber weder anerkannt, sondern eher noch verspottet werden.
Kubicki hat verstanden, dass Anbiederung (vor allem bei Linken) nichts bringt.
Mit diesem Zitat hat er – so vermute ich – all denen aus der Seele gesprochen, denen genau diese Anbiederei auf die …. geht. Weitermachen.

Klaus Funke | So., 26. April 2026 - 12:22

Die Zeiten der "one-man-shows" dürfte auch für die FDP vorbei sein. Westerwelle - Gerhard - Lindner. Kubicki hatte seine Zeit. Er hat sie nicht genutzt. Und jetzt fehlt jede Glaubwürdigkeit. Sein Herz schlägt noch immer in Bonn. Solange er die Brandmauer nicht sichtbar und wirkungsvoll einreißt, glaube ich ihm kein Wort. Zudem: Wo sind die Personen, mit denen er die FDP neu aufbauen will? Wer sind die politischen Partner? Wo ist sein Programm? Nichts von alledem ist zu sehen. Reden halten und Verbalkritik lostreten, das kann jeder. Man soll ihm nicht sein Alter vorhalten, aber wir sind hier nicht in den USA, wo man mit über 70 noch Präsident werden kann. Vielleicht sind es aber auch ganz profane materielle Gründe. Er will noch nicht abtreten, weil ihm das Geld fehlt und weil er nochmal richtig in die Medien will. Nein, ich trau ihm nicht, dem wackeren Herrn Kubicki. Und wenn hier der CICERO für ihn Brücken baut und ihm PR bietet, dann muss ich sagen, hat man auch bei CICERO nix kapiert