Rundfunkbeitrag - Wollt ihr den totalen Markt?

Die Schweizer hatten ihre Öffentlich-Rechtlichen gestärkt. Nun erklärt das Bundesverfassungsgericht den Rundfunkbeitrag für verfassungskonform. Gut so, denn ARD und ZDF sind eine Säule der Demokratie. Wer sie als totalitären Staatsfunk diffamiert und abschaffen will, schadet ihr

ILLUSTRATION - Auf einem Tisch in einem Büro in Dresden (Sachsen) liegt am 15.04.2016 eine offene Geldbörse mit Münzgeld auf Formularen für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen, Selbstständige und Freiberufler zu den Rundfunkbeiträgen ARD, ZDF und DRadio
Ein Ende der Rundfunkbeiträge würde bedeuten, dass sich in Zukunft Lobbys über ARD und ZDF hermachen dürfen / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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Das Schweizer Volk hat verteidigt, was ihm gehört: die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Ihr sollten die Mittel gestrichen werden, eine Gebühr, die jedermann entrichtet. Die Mehrheit der Stimmbürger hat Anfang März entschieden: Jedermann soll sie weiterhin entrichten. Das Volksbegehren unter dem Begriff „No Billag“, der – analog zum deutschen Beitragsservice (früher GEZ) – die Firma meint, die den SRG-Beitrag kassiert, ist ein Lehrstück, worum es der äußeren ökonomischen Rechten geht, die sich gern auch mit dem Etikett „libertär“ schmückt.

In „libertär“ schwingt Freiheit mit, es meint den Markt, der diese Freiheit garantiert. In Wahrheit geht es um etwas ganz anderes, um etwas, das sich mit Freiheit äußerst schlecht verträgt: um Macht! Dem Staat soll Macht entwunden und privaten Akteuren zugeschanzt werden – in der Schweiz eben jüngst, gottlob erfolglos, die öffentlich-rechtlich geregelte Macht über Radio und Fernsehen. Aus was besteht solche Macht? Aus einem Journalismus, der weder durch Profitstreben noch politische Doktrin beeinträchtigt wird.

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Wolfgang Dewor | Mi, 18. Juli 2018 - 12:06

Wer unseren Mainstreamstaatsfunk als "Säule der Demokratie" bezeichnet, scheint irgendwie nicht ganz bei Trost zu sein. Dass wir uns für Zwangsbeiträge in jeder Weise politisch "auf Linie bringen " lassen müssen ist eine Frechheit. Das Wort den " Lügenmedien" ist völlig zutreffend

Rob Schuberth | Mi, 18. Juli 2018 - 19:47

In reply to by Wolfgang Dewor

Schließe mich Ihrem Statement voll an.

Die ÖR-Medien sollten Meldungen einfach nur verlesen (= melden), aber nicht (be-)wertend "verkünden".

Dazu haben sie gar keinen Auftrag und auch kein Recht.
Der Rundfunkstaatsvertrag lässt da keinen Spielraum für Auslegungen zu.

Horst Kessler | Do, 19. Juli 2018 - 10:46

In reply to by Wolfgang Dewor

Nein keine Lügenmedien aber durch weglassen oder hinzufügen und verschweigen versuchen die Medien den Menschen ein Bild zu vermitteln welches ihrer Linken Ideologie entspricht

Yvonne Walden | Do, 19. Juli 2018 - 11:40

In reply to by Wolfgang Dewor

Ein Zwangsbeitrag zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkt- und Fernsehanstalten wäre nur dann gerechtfertigt, wenn diese Anstalten auf jedwede kommerzielle Werbung verzichten würden.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum wir nicht allesamt zur Straßenbenutzungsgebühr verdonnert werden?
Wenn staatlicherseits unterstellt wird, daß sämtliche Bürgerinnen und Bürger in irgendeiner Form Straßen und Wege benutzen, warum dann nicht auch ein allgemeiner Straßennutzungsbeitrag?
Hoffentlich habe ich jetzt nicht eine Lawine losgetreten?
Finanzpolitikerinnen und -Politiker könnten ja durchaus überlegen, ob sie gleichsam "auf einen fahrenden Zug springen" sollten.

Thorsten Rosché | Mi, 18. Juli 2018 - 12:10

Das würde mich als Unternehmer interessieren ! Acht Milliarden ++ für die Wiederholungen auf XY Kanälen ? Aus meiner Sicht geht das meiste für die exorbitanten Versorgungsleistungen der Mitarbeiter drauf und für "Fremdproduktionen" Anne Will, Mayrit Illner und wer noch so alles gute Beziehungen zu den Verantwortlichen hat.
Auch der Kleber Klaus, erhält für 30 Minuten Ablesen um die 450 000.- jährlich. Normalerweise schätze ich ihre Beiträge Herr Meyer, diesen nicht. Und was das mit Demokratie zu tun hat schon gar nicht, das plappern sie von Schönenborn ( ARD ) nach, er nannte es Demokratie-Abgabe.

Walter Uhland | Mi, 18. Juli 2018 - 12:14

Aber wenn die deutschen Staatsmedien (Aufsichtsgremien zu 30% von Politikern besetzt) ein höheres Budget als Hollywood haben, aber es seit 1982 (Das Boot) keinen einzigen guten Film und auch keine einzige journalistische Aufdeckung eines Skandals gab, fragt man sich, ob eine Budgetkürzung um 90% nicht journalistisch gesund und ressourcenschonend wäre.

hallo jetzt tun sie aber der ARD unrecht sie hat doch in vorbildlicher Weise den Kampf gegen Doping geführt. Die ARD hat sich eingesetzt um den Kämpfer aller Kämpfer gegen Doping als Sportjournalist zur WM schicken zu können. Gut ich gebe zu der Skandal bezieht sich auf Russland aber immerhin der Skandal wurde laut ARD von ihrem Spezialisten aufgedeckt. (Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten).

Es ging in erster Linie nicht um Aufdeckung sondern darum Putin und die WM in Russland in einem möglichst schlechten Licht erscheinen zu lassen.Es gibt vieles aufzudecken auf dieser Welt die Ö.R. sehen immer nur das was ihr Ideologisches Konzept passt

Sepp Kneip | Mi, 18. Juli 2018 - 12:17

Einspruch, Euer Ehren. Dass die Öffentlich-Rechtlichen eine Säule der Demokratie verkörpern sollen, ist ein frommer Wunsch. Sie tun es nicht. Im Gegenteil. Sie sind nicht frei in ihrer Berichterstattung. Eine gewisse Freiheit mag zwar auf verschiedenen Feldern gegeben sein. Nicht jedoch im Bereich der Politik. Hier ist mit den Händen zu greifen, dass einseitig und nur regierungsnah berichtet wird.

Was also ist der Unterschied zwischen einem durch Lobbyisten und einem durch den Staat gesteuerten Rundfunk? Im ersteren Falle würden die Menschen von überwiegend wirtschaftlichen Interessen manipuliert, während sie im zweiten Fall einer politischen Gehirnwäsche unterzogen werden. Was besser oder schlechter wäre, mag jeder für sich selbst entscheiden. Nur lässt die Zwangsabgabe für die Öffentlich-Rechtlichen eine Entscheidung des Bürgers gar nicht mehr zu. Und das soll Demokratie sein? Wohin das führt, zeigt die Bildung eines Polit/Medie-Kartells hierzuland, dem sich keiner entziehen kann.

Christa Wallau | Mi, 18. Juli 2018 - 12:21

Grundsätzlich stimme ich Ihrer Argumentation zu, Herr Meyer. Man sieht in den USA, was zu viel Markt-Liberalität auf dem Mediensektor bewirkt.

Der öffentlich-rechtliche TV- und Radio-Sektor bedarf jedoch einer ständigen Kontrolle durch neutrale Beobachter (Die bisherige Kontrollinstanz ist eine Farce!), welche einseitige Auswüchse, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten erleben müssen (klare Bevorzugung links-grüner Redakteure und Gestalter aller Art!) verhindert.

Es ist n u r dem Auftreten der AfD zu verdanken, daß die eingefleischte Links-Grünlastigkeit in den Sendeanstalten endlich mal erkannt, benannt u. angeprangert wurde. Gerade eben hat die AfD
Untersuchungen veröffentlicht, die eindeutig belegen, wie sehr die kleine Partei der Grünen in den Medien überrepräsentiert ist.

Auch die horrenden Ausgaben der ÖR-Medien gehören ständig auf den Prüfstand! Mit erzwungenen Abgaben der Bürger muß
sorgfältig u. sparsam umgegangen werden.
Heute geschieht jedoch vielfach das Gegenteil.

Gewaltenteilung und Unabhängigkeit von Gremien und Instanzen gibt es nicht. Das ist ebenso eine Farce.
Vermeintliche Konkurrenz ist oft nur Oligarchie, oder auch ein Kartell.
Das Internet ist bisher das beste Gegengewicht, das gefunden wurde. Wir müssen die Freiheit verteidigen oder sogar erst erobern.
Facebook und Google überwachen und beuten die Nutzer aus!

Dieter Hegger | Mi, 18. Juli 2018 - 12:21

Das würde eine neutrale, unabhängige Berichterstattung und Bewertung der politischen Vorgänge voraus setzten. Gerade der letzte Kommentar von Herrn ARD Griffit ( oder ähnlich) zu Seehofer beweist das Gegenteil. Hier im Cicero stand es, unter Haßkommentar ! Die Säulen.........geht's noch eine Nummer größer ? ARD + ZDF die Säulen der Welt.

Gisela Fimiani | Mi, 18. Juli 2018 - 12:24

Vor Allem wollen wir nicht den TOTALEN STAAT. Der, allerdings, wird, inzwischen auch mit der Hilfe des Bundesverfassungsgerichts, in beängstigender Weise befördert. Kant nannte, ein solches imperium paternale, den größten denkbaren Despotismus.......er hatte gute Gründe und wäre gewiß, ob der hiesigen Entwicklung, entsetzt.

Stefan Findel | Mi, 18. Juli 2018 - 13:16

Wer mal den öffentlichen Rundfunk in den USA erlebt hat (getragen überwiegend von freiwilligen Spenden), zahlt die Rundfunkgebühren in Deutschland mit Freude!

Karl Müller | Mi, 18. Juli 2018 - 18:51

In reply to by Stefan Findel

Behauptung ist keine Beweis und der ÖR ist auch nicht wirklich informativ gehaltvoll oder gar vertrauenswürdig.

Mirko Pfretzschner | Mi, 18. Juli 2018 - 19:53

In reply to by Stefan Findel

Wie kommen darauf? Wenn mir Radio- und Fernsehprogramm nicht gefallen, greife ich zu Streamingdiensten und Nachrichtenportalen im Netz. Aber ich zahle keine Zwangsabgabe für ein Programm, das ich nicht sehen will. Wir leben nicht mehr in den 70'ern und Internet ist auch kein Neuland. Auch, wenn das manchen (wie z.B. Bundesverfassungsgericht, Kanzlerin) noch nicht aufgefallen ist.

Karl Müller | Do, 19. Juli 2018 - 15:10

In reply to by Stefan Findel

Das eine ist so wenig zum Leben und für den Bestand der FDGO erforderlich wie das andere. Vom Informationsgehalt ist unser Parteienfunk nicht besser als eine mehr kommerziellere Variante.
Wenn ich die Zonenzeit brauche , dann nehme ich direkt das DCF-77 Signal, wenn ich die Weltsicht und Themenmeinung von Parteien erkunden will reicht die direkte Recherche.

Nicolas Amelith | Mi, 18. Juli 2018 - 13:35

So kann nur ein blauäugiger Schweizer sprechen,
der aus dem vielleicht einzigen europäischen Land mit wahrer Demokratie kommt.
Wäre dem so ("Säulen.."), bräuchte es den Cicero nicht und schon gar die entsprechenden Kommentare, die zu diesem Artikel ja auch bezeichnend eindeutig ausfallen.

Grüezi Nicolas A.

Juliana Keppelen | Mi, 18. Juli 2018 - 14:25

Ich bezahle gern meinen Beitrag schon allein wegen ARTE, 3sat auch Phönix zum Teil auch der Digital-Sender und einiger Regionalprogramme. Den DLF würde ich als Nato- und Merkelpropaganda-Sender bezeichnen. Und ich gebe zu bei aller Kritik an den ÖR wer schon mal im Ausland das Fernsehprogramm genießen durfte der ist dankbar, dass es bei uns so was wie das ÖR Programm gibt.

Dieter Hegger | Do, 19. Juli 2018 - 08:13

In reply to by Juliana Keppelen

Arte, 3 Sat, okay : Phoenix nicht , was die politische Berichterstattung und die Ph. Runde zum größten Teil linksdogmatisch. Aber gefühlt 1000 Programme sind absolut überflüssig.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 19. Juli 2018 - 09:19

In reply to by Juliana Keppelen

so geht es mir auch. Der ÖRR hat hervorragende Sender, die viel mehr leisten als mit dem Rundfunkbeitrag abgegolten wird.
Der Bildungsauftrag würde sogar Subventionen aus Steuermitteln bei sich einstellenden Schieflagen erlauben, über die parlamentarisch entschieden werden müßte.
Was es aber meines Erachtens dennoch nicht erlaubt, dies als Zwangsabgabe seitens der Bevölkerung zu entrichten.
Demokratie ist nicht das, wofür alle zahlen müssen, sondern das in dem wir leben.
Wird der ÖRR nicht genutzt, aus welchen Gründen auch immer, dürfte man kein Geld verlangen?
Es gibt heutzutage soviele Medienangebote, gerade für Jugendliche, die erst einmal wachsen wollen und dazu Geld benötigen von denen, die noch nicht saturiert dastehen.
Für manche sind 17,50 ein Klacks, aber lange nicht für alle.
Private Anbieter finanzieren sich über Werbung, diese Möglichkeit hat der ÖRR zusätzlich.
Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass ich über "Merkeljahre" keine politische Sendung mehr sah.

wolfgang spremberg | Mi, 18. Juli 2018 - 14:32

wanken.....denn im Moment sind Illner, Will und Plasberg gleichzeitig im Urlaub.....das geht gar nicht....ich befürchte das Schlimmste.
Ernsthaft ? Ich finde es befremdlich wenn "Qualitätsjournalisten" scheinbar den Unterschied zwischen kritisch und feindlich, zwischen Euro, EU und Europa nicht kennen.....
wenn im ÖR davor gewarnt wird das etwas der "falschen Seite" nützen könnte...Wer, was ist die falsche Seite..? Wer legt das fest ?
Wenn Aussagen, dass bei Milliardenausgaben "keiner weniger hat" einfach so durchgehen...die Liste lässt sich beliebig verlängern....dann möchte ich einen deutlich geschrumpften wirklichen Qualitäts ÖR und nicht diesen volkspädagogischen Tendenzjournalismus....man muss mir nicht alles vorkauen (einordnen)....gleiches gleich und vergleichbares vergleichbar bewerten....sich nicht mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer vermeintlich guten....dann wären wir gutem Journalismus / Qualitätsmedien schon deutlich näher...

Frank Domnick | Mi, 18. Juli 2018 - 14:47

Natürlich kann ein ÖR eine Säule der Demokratie sein. Der deutsche ÖR ist es nicht.

Die politischen Sendungen als auch die sogenannten Diskussionsrunden sind politisch sehr weit links positioniert.
Spezifische etablierte Positionen werden systematisch negiert und tabuisiert. Eine offene Diskussion ist erkennbar nicht möglich.

Filme, Serien und Krimis dominieren, hierbei sind sie in erster Linie mieses Erziehungsfernsehen.
Auch hier ist keine Pluralität erkennbar.

Das System wird von denjenigen "kontrolliert", die laut Verfassung von den ÖR kontrolliert werden sollten.

Das System ist dabei hochgradig ineffizient und lädt zur parasitären Nutzung durch die Parteien ein.

Meine Meinung: Abschalten.
Schade um die guten Dokumentationen bei Arte und 3Sat. Allerdings überwiegt dann der Nutzen den Schaden.

kann ich nur zustimmen. Es fällt auf, wie bei ganz normalen Meldungen stigmatisiert wird. Z.B. ist beim Treffen zweier Staatsmänner der Eine “Präsident“ und der Andere ein “Machthaber“. Die erzieherischen Attitüten der Produktionen für das Unterhaltungsfernsehen lassen beim kritischen Betrachter keine Freunde, sondern nur gähnende Langeweile hinsichtlich der zu erwartenden Belehrungen aufkommen.

Willi Mathes | Mi, 18. Juli 2018 - 14:57

Einspruch Herr Meyer !

Frau Wallau und Herr Hegger beschreiben, was hier explizit ! nötig ist !

Auch hier frei nach Lenin : " Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser !

Freundliche Grüsse

Andrée Bauer | Mi, 18. Juli 2018 - 16:05

Eines der wesentlichen Unterschiede ist die Mehrsprachigkeit der Schweiz und die Notwendigkeit hier die Ausgewogenheit zu wahren. Außerdem hatten die Schweizer Bürger die Möglichkeit abzustimmen und der ÖR musste gefälligst seine Daseinsberechtigung darlegen. Trotz des JA für den SRG wurden Reformen und Einsparungen angestoßen. Hier sitzt man bräsig herum und klopft sich gegenseitig auf die Schultern , diese Riege von unfahigen Besitzstand Wahrern

Karl Müller | Mi, 18. Juli 2018 - 16:18

Es ist ein skandalöser Parteienfunk, was sich aus auch der Rechtsgrundlage eindeutig ergibt.
Für den Bestand der FDGO kann eine solche Einrichtung zum betreuten Denken keinerlei Garant sein.
Eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit besteht de facto nicht, Parteien, Freundeskreise etc. haben den Apparat metastasenartig durchsetzt und in der Hand. Die gleichen Parteien setzen die Richter ein, welche über die Rechtmäßigkeit des "ÖR" befinden?

Was wir faktisch haben ist parteitreue Presse, hier auf Aktuelle Kamera Niveau und halt bunt...
Dem Bestand der FDGO stehen solche Konstrukte tatsächlich diametral entgegen.

Giesela Kramski | Mi, 18. Juli 2018 - 16:25

Jeder Intendant einer Säule (Rundfunkanstalt) der Demokratie verdient mehr als die Bundeskanzlerin. Und es gibt an die zehn. Ein Claus Kleber wird bei "Gehaltsreporter" mit 600.000,- € eingestuft. Er ist aber auch sowas von Säule.
Kann mir das jemand erklären? Kein Wunder, daß denen 8 Milliarden immer noch nicht langen.

Konrad Perfeud | Mi, 18. Juli 2018 - 17:22

Die Öffentlich-Rechtlichen sind in Deutschland die Erbhöfe einer ideologisch verkrusteten Denkschule, die eigentlich so eine Art DDR haben will. Außenpolitisch eine Art von Meinungs-Wagenburg, von der aus Aktivisten mit Gift und Galle auf alles in der Welt zielen, was nicht ins eigene Weltbild passt. In Deutschland sind sie die Meinungs-Blockwarte Nummer 1.

Rob Schuberth | Mi, 18. Juli 2018 - 19:43

M. E. sind die ÖR-Medien schon länger keine Säule der Demokratie mehr.
Sie halten sich nicht (mehr) an den sie zur Unparteilichkeit verpflichtenden Rundfunkstaatsvertrag.

Abschaffen will ich sie nicht, aber objektiv müssen sie wieder werden.

So, wie jetzt, als Belehrungsmedien, mit erhobenem Zeigefinger daherkommend, kann ich gut darauf verzichten.

Tonicek Schwamberger | Mi, 18. Juli 2018 - 20:03

Ihre Artikel hab' ich bisher immer sehr gerne gelesen u. für sehr stichhaltig u. kompetent empfunden.- Das ist Ihnen in diesem hier nicht gelungen, auch wenn Sie in Ihren letzten Zeilen eine gewisse Kritik an den ÖR in DE konstatieren.- Beileibe betrifft das nicht nur Slomla, Kleber ist noch viel eklatanter, viel schlimmer, nicht umsonst bezeichnet man diesen Mann als den "Schnitzler des ÖR-Fernsehens".

Wäre mal ganz interessant, eine Replik zu Ihrem Artikel hier im CICERO lesen zu dürfen . . .

Martin Berliner | Do, 19. Juli 2018 - 00:43

Hallo Cicero,

sorry, aber der Beitrag des sonst von mir geschätzten Cicero ist einfach nur ignorant und dumm:

Keiner der Kläger wollte die Öffentlich-Rechtlichen abschaffen.
Keiner der Kläger hat sie als totalitären Staatsfunk diffamiert.

Es ging darum, ob der Rundfunkbeitrag eine versteckte Steuer ist (natürlich ist er das, trotz der verwinkelten Argumantation des BVG).
Und es ging um Beitragsgerechtigkeit: Ich habe das Urteil sorgfältig studiert, aber das BVG konnte nicht vernünftig begründen, was die Mediennuzung mit der Wohnung zu tun hat, und warum z.B. manche Menschen, unabhängig von ihrem Einkommen, das 3-fache bezahlen müssen wie andere Menschen, nur weil sie alleine leben.

Außer einer Verwaltungsvereinfachnung und dem großen Ermessensspielraum des Staates ... ein Armutszeugnis für das BVG – Wasser auf die Mühlen der AfD :(

Schöne Grüße,

Kostas Aslanidis | Do, 19. Juli 2018 - 08:26

der Demokratie zu bezeichnen ist bizarr. Nur plumpe Hetze und Kriegsgeilheit ist zu entnehmen. Zwangsgebühren für Hifberichterstattung. Für deutsche Interessen arbeiten diese Sender sicher nicht.

Udo Dreisörner | Do, 19. Juli 2018 - 09:01

Es ist eher eine Säule der Verblödung und sollte Sender-Linientreu genannt werden.

Karl Kuhn | Do, 19. Juli 2018 - 09:26

Herr Meyer, nach Ihrer Argumentation hätten wir dann ja auch seit Gründung der BRD massiv subventionierte öffentlich-rechtliche Zeitungen haben müssen, um die Demokratie zu schützen. Spätestens da merkt man doch, welch einen kompletten Unsinn Ihre Argumentation darstellt.

Die öffentlich-rechtlichen sind unter Merkel endgültig zum Staatsfunk geworden, personell und inhaltlich. Und Staatsfunk ist das Merkmal von Autokratien und Diktaturen. Mal von der Geldverschwendung und unkontrollierten Selbstbereicherung, die da abgeht, ganz abgesehen.

Horst Kessler | Do, 19. Juli 2018 - 10:40

Da habe ich große Zweifel daran,die meisten Medien haben den Weg der Objektiven Berichterstattung schon lange verlassen.Journalisten die unabhängig,kritisch und objektiv berichten wurden durch solche ersetzt die ideologisch dem linken Spektrum angehören.Es geht nicht um die Demokratie in Deutschland sondern darum was die Bürger darunter verstehen sollen.

Demokratie: Staatsform mit einer Verfassung, die allgemeine persönliche und politische Rechte garantiert, mit fairen Wahlen und unabhängigen Gerichten.
Oder Regierungssystem, in dem die vom Volk gewählten Vertreter die Herrschaft ausüben.
"Die Medien gelten für eine funktionsfähige und freiheitliche Demokratie als essentiell. Sie erfüllen entscheidende Funktionen wie Kontrolle der politischen Abläufe und Informationsvermittlung. Oft wird die Presse daher als „vierte Gewalt“ bezeichnet. Damit diese Funktionen wahrgenommen und objektiv ausgeführt werden können, müssen die Medien jedoch unabhängig sein."-
https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie
Also " müssen die Medien jedoch unabhängig sein", von wem? Vom Publikum?...
Vom Bürger?...

Dirk Klostermann | Do, 19. Juli 2018 - 10:55

Demokratisch ist bei ARD und ZDF überhaupt nichts. Der ÖR-Rundfunk in Deutschland ist eine Versorgungseinrichtung von Medien-Lobbyisten, eine Gelddruckmaschine. Mit mehr als 8 Mrd. € Jahresbudget (zuzügl. Einnahmen aus kommerzieller Tätigkeit). Das teuerste Rundfunksystem der Welt. Die "journalistische Qualität" wird durch Mainstream und Political Correctness dominiert. Manche Sendungen erfüllen nicht einmal einen journalistischen Mindeststandard. Die Primetime besteht aus Wiederholungen, billigen Endlosserien und Shows für Menschen, die bestenfalls eine "einfache Sprache" verstehen. Statt dessen versickern die Einnahmen in einer gigantischer Infrastruktur und in den Pensionskassen der Anstalten.

Ständig werden neue Verbreitungskanäle aufgemacht, in denen nur die selben Inhalte verteilt werden. Mit "Grundversorgung" hat das nichts zu tun. Das System ÖR-Anstalten hat seine Legitimation verloren.

Gottfried Meier | Do, 19. Juli 2018 - 11:25

Ich schaue viele politische Sendungen in den ÖR an. Mein Eindruck ist schon, dass das ÖR sehr merkel- und grünlastig ist. Bei Talkshows sitzt fast immer ein Grüner/e drin, so als ob die Grünen die politisch-moralische Instanz im Land wären.

Seehofer wird z.B. von den ÖR immer sehr negativ dargestellt, Merkel dagegen gestützt. Dass Seehofer das so lange aushält, spricht für ihn. Kurt Beck haben die Medien, auch die ÖR, schneller zur Strecke gebracht.

Etwas mehr Neutralität, Reflexion und Selbstkritik würden den ÖR nicht schaden. Der Vorwurf des Staatsfunks kommt nicht von ungefähr.

Jürgen Keil | Do, 19. Juli 2018 - 11:41

Herr Meyer, ich schätze Ihre sachlichen und kritischen Beiträge sehr. Aber den ÖR als Säule der Demokratie zu bezeichnen, da kann ich Ihnen nicht folgen. Ich habe Jahrzehnte zwangsläufig DDR-Fernsehen konsumiert und gelernt zwischen den Worten zu lesen. Viele Sendungen des regierungsnahen ÖR erinnern mich schon sehr an den DDR- Funk.

Rob Schuberth | Do, 19. Juli 2018 - 11:50

ich hatte zu diesem Artikel einen der ersten Kommentare verfasst.
Da hier ja aber immer erst alles redaktionell abgenickt werden muss, wüsste ich bitte die Begründung warum man m. Beitrag gestrichen hat.
Danke.

Ich vertrat darin u. a. die Auffassung man müsste die ÖR-Medien wieder auf die Pflichten des Rundfunkstaatsvertrags festlegen.

Fritz Gessler | Do, 19. Juli 2018 - 14:43

und die berufslügner und betrüger müssen auch noch von den belogenen und betrogenen üppig alimentiert werden? ein armutszeugnis für jede demokratie, die ARD/ZDF&co als 'säule' braucht.
sonst seid ihr alle für maktwirtschaft - aber im falle zwangsgehirnwäsche nicht?