OP im Krankenhaus
Im Rampenlicht: Seit der Krankenhausreform der Ampel-Regierung stehen die Kliniken unter Beobachtung / picture alliance / Sipa USA | Matthew Rodier

Krankenhausreform - „Die Kliniken hecheln“

Die Krankenhausreform der Ampel sollte einen Systemwandel einläuten. In der Praxis kommt davon bisher wenig an. Im Interview spricht der Geschäftsführer und Ärztliche Direktor des Klinikums Saarbrücken über Finanzengpässe und die Gefahr einer Unterversorgung.

Ilgin Seren Evisen

Autoreninfo

Ilgin Seren Evisen schreibt als freiberufliche Journalistin über die politischen Entwicklungen in der Türkei und im Nahen Osten sowie über tagesaktuelle Politik in Deutschland. 

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Seit 24 Jahren arbeitet Dr. Christian Braun im Klinikum Saarbrücken. Seit 2012 ist er hauptamtlicher Ärztlicher Direktor, seit 2020 alleiniger Geschäftsführer des kommunalen Maximalversorgers. Von 2020 bis 2022 war er Vorstandsvorsitzender der Saarländischen Krankenhausgesellschaft. Im kommunalen Klinikum Saarbrücken kümmern sich mehr als 300 Ärzte um jährlich rund 28.000 stationäre und 60.000 ambulante Patienten. Die Klinik ist zudem Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes.

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Bernhard Homa | So., 3. August 2025 - 19:08

und das schon seit jeher, sodass die Ansprüche bescheiden werden. Aber eventuell sind halt Wunsch nach bestmöglicher Versorgung bei alternder Bevölkerung einerseits, maximaler wirtschaftlicher Effizienz andererseits schlicht unvereinbar, trotz mittlerweile gut 500 Mrd. € im System.
Dass exzessive Verwaltungsaufwände ein ernsthaftes Problem sind dürfte aber gesichert sein, trotz der regelmäßigen Berichte über die angeblich geringen Verwaltungskosten der GKV – dabei wird nämlich schlicht der auch durch letztere verursachte Bürokratismus bei den Leistungserbringern übersehen (s. dazu schon https://www.aerzteblatt.de/news/verwaltungskosten-im-gesundheitswesen-m…).

Ernst-Günther Konrad | Mo., 4. August 2025 - 12:23

es ist genügend Geld da. So viel Einnahmen durch Steuern wie nie. Würde man das Geld konsequent nur für uns Bürger einsetzen, alle anderen Zahlungen einstellen, Kriegskosten, unberechtigtes Bürgergeld usw., könnte man locker freie Heilfürsorge für alle bezahlen. Aber was schreibe ich da, das hieße ja Sparen, finanzieller Entzug Entwicklungshilfe, NGOS, überbordender Beamtenapparat, einsparen von Ministerien, raus aus dieser EU usw. Das will natürlich keiner. Also hat Herr Homma oben im Kommentar völlig recht. Nach der Reform ist vor der Reform.