Was tun gegen die Corona-Krise? - „Das Saarland kann eine interessante Modellregion werden“

Als unterste Gebietskörperschaft sind die Kommunen unmittelbar mit der Pandemiebekämpfung konfrontiert. Ob sich die Kommunen vom Bund ausreichend unterstützt fühlen und wer es genau richtig macht, erzählt Gerd Landsberg im Interview.

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Schlange stehen für einen Corona-Schnelltest in Tübingen / dpa

Autoreninfo

Sina Schiffer studiert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Politik und Gesellschaft und English Studies. Derzeit hospitiert sie bei Cicero. 

So erreichen Sie Sina Schiffer:

Gerd Landsberg ist seit 1998 Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. 

Herr Landsberg, können Sie die Entscheidungen der letzten MPK, die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April, aus Sicht der Kommunen nachvollziehen? 

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Ernst-Günther Konrad | Mo, 29. März 2021 - 11:41

"Jeder sieht das brennende Haus, nur nicht Klaus, der schaut raus."
Hören Sie doch auf mit dem Gewäsch. Nichts, aber gar nichts hat jemals funktioniert. Auch sie laufen Merkel nur nach und reden sich die Zahlen so zurecht, wie Sie es brauchen. Man kann dieses unkritische und devote Gelaber einfach nicht mehr lesen und hören. Enger Schulterschluß mit Bund und Land und Kommunen? Das ich nicht lache.
Ihr seid eng mit Merkel, die liefert Euch doch die Drogen. Hans im Saarland hat einen Versuchsballon gestartet, sonst gar nichts. Der wird das nicht machen. Schon gar nicht, wenn die Kanzlerin bei Anne Will noch härtere Maßnahmen androht. Ihr schnallt gar nichts. Merkel hat selbst der Partei, die sie ins Amt gebracht hat, den finalen Kampf angesagt (kein Anspruch auf Kanzleramt) und dem Volk unmissverständlich mit "Einsperren" gedroht. Und Sie faseln sich das Leben mit Corona schön. Auch wenn Sie ein Parteibuch der CDU haben. Diese CDU wird man bald nicht mehr zum Regieren brauchen.

Ich kann Ihnen nur zustimmen, Herr Konrad. Aber was will man von einem „Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes“ erwarten, der nicht einmal rechnen kann. Er preist groß an, dass im Land Nordrhein-Westfalen in der letzten Woche 364.488 Personen im Rahmen der Schnelltests untersucht wurden. Nur 2888 waren positiv. Das ganze als Beweis, dass mehr Testen keinen Anstieg hervorruft. Dass die sich daraus ergebende Inzidenz bei ca. 800 liegt und die Grenze von 100 / 100.000 Einw. „leicht“ überschreitet, kommt ihm nicht in den Sinn.
Unsere Zeitung schrieb heute Online über das Interview: „Merkel sei kämpferisch und zu drastischen Maßnahmen gegen Unternehmen bereit“.
Ja, die Wirtschaft liegt noch nicht ganz am Boden, da muss „nachgebessert“ werden. Schließlich versorgt der Staat uns alle.
Letztendlich sind auch die ganzen Tests „kostenlos“. Ich hoffe, sie sind nicht umsonst (überflüssig), denn die Rechnung kommt später, so sicher wie das Amen ….

Erfolg oder Misserfolg des saarländischen Experimentes wird man aufgrund der Infektions- und Todeszahlen beurteilen.

Und nicht daran, was AfD-Fans von Merkel, Hans oder anderen CDUlern halten.

Wäre ja noch schöner...

Norbert Heyer | Mo, 29. März 2021 - 15:55

Da bin ich aber mal gespannt, Frau Merkel hat gestern in ihrer Eine-Frau-Show ganz klar mit Sanktionen gedroht - gegen eigene Partei-Freunde! Da wird den Mutigen aber mittlerweile ganz anders, wenn die einzig entscheidende Instanz zu solchen Mitteln greift. Herr Landsberg hat es verstanden und ein makelloses, nichtssagendes Interview in devoter Manier abgeliefert, was der Kanzlerin bestimmt gefällt. Wenn ein Inzidenzwert von 100 verkündet wird, dann bedeutet das nur, dass von 100000 getesteten Personen 100 als positiv getestet wurden. Das heißt nicht, dass man an Corona erkrankt ist, es wird im Regelfall bei einigen einen grippeähnlichen Verlauf nehmen, alte Menschen und Vorerkrankte sind gefährdet - soviel zum
beliebten Verwirrspiel mit Zahlen. Die Union scheint völlig von der Rolle und die Kanzlerin lässt nichts unversucht, ihrer eigenen Partei massiv zu schaden. Hat sie etwa in der Hochzeit der Masken endlich ihre fallengelassen? Oder will sie jetzt die Grünen nach vorne schieben?

Rob Schuberth | Mo, 29. März 2021 - 19:26

Dadurch, dass die MP, Landräte u. a. einige Bürgermeister ihre Zahlen so interpretieren wie es ihnen in ihr Konzept passt, wird es weiterhin nicht gelingen effektiv diese Pandemie einzudämmen.

Die Frage lautet ja: "Was tun gegen die C-Krise".

Nun, die Antwort ist doch klar:

Es geht nur durch die radikale Einschränkung von Kontakten.

Das Virus hat keine Beine.
Die Menschen aber schon.
Und damit sorgen sie weiterhin für dessen Verbreitung.

Warum sehen die Menschen das nicht ein?
Es liegt doch offen auf der Hand.