Ministerpräsident Olaf Lies bei der Stimmabgabe
Auch Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) gab seine Stimme ab / picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich

Kommunalwahlergebnis in Niedersachsen - CDU und SPD: Mit dem blauen Auge davongekommen?

Bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen verlieren CDU und SPD deutlich, während die AfD massiv zulegt. Vor allem die Union muss sich fragen, ob ihr bundespolitischer Kurs noch verfängt. Die Antwort könnte schon bei den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Autoreninfo

Klaus Wallbaum ist Sozialwissenschaftler und Chefredakteur der Zeitschrift Rundblick - Politikjournal für Niedersachsen.

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Eine Woche nach Sachsen-Anhalt – und eine Woche vor Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Der Zeitpunkt der Kommunalwahlen in Niedersachsen, die am 13. September stattfanden, konnte ungünstiger nicht sein. Nach dem Desaster von Ministerpräsident Sven Schulze in Magdeburg und der anhaltenden Führungsdiskussion bei Christ- wie bei Sozialdemokraten in Berlin konnten nur Idealisten davon ausgehen, dass es jetzt zwischen Cuxhaven und Göttingen um rein lokale Themen gehen würde. So äußerten sich dann auch Ministerpräsident Olaf Lies von der SPD und Oppositionsführer Sebastian Lechner von der CDU recht verschnupft nach dem Wahlausgang.

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Jens Böhme | Mo., 14. September 2026 - 12:39

Das nennt man Zeitenwende. Die friedliche Revolution kommt nun auch in der alten Bundesrepublik langsam an.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 14. September 2026 - 13:11

Wahlen bei denen Kandidaten unter fadenscheinigen Gründen nicht zugelassen werden, sind keine freien Wahlen mehr und deren Scheinergebnisse bilden nur ein Trugbild dessen ab, was die herrschenden Klassen gerne hätten. Wer weiß, wieviel Stimmen die AFD bekommen hätte, wenn die vier verhinderten Kandidaten hätten teilnehmen können? Wäre mal einen Artikel wert, der sich mit den Wahlergebnissen im Detail der jeweiligen Gemeinden/Kreistage beschäftigt, wo AFDler verboten wurden. Wer weiß, ob einige Wähler der UNION und der SPD nicht dann ihre Kreuze bei der AFD gemacht hätten? Wer weiß, wieviel deshalb nicht wählen waren in den betroffenen Wahlkreisen und wieviel in der anderen erst recht zur Wahl gingen und AFD gewählt haben. Die Bevölkerung in Niedersachsen scheint erst am Aufwachen zu sein, wofür die 16% für die AFD sprechen, auch wenn das das dreifache ist vom ehem. Ergebnis. Nicht nur in den freien Medien wird getitelt, dass die kommende Woche die Schicksalswoche für Merz ist.

Ingo Frank | Mo., 14. September 2026 - 15:25

Der Kurswechsel scheint pö a pö auch in den stramm SPD ne Grün dominierten Bundesländern anzukommen. Verdopplung ist immer gut, wenn auch nur von einem aus der Ost- Perspektive geringerem Niveau 😃
Aber der Ball liegt nicht in Hannover im 16m Raum zum direktem Freistoß vor einem Tormann Merz. Der liegt in MV einem Meter vor dem 5m Raum und wartet darauf verwandelt zu werden. Da ist der wahrscheinliche Machtverlust der CDU in Berlin, noch ein willkommenes Trostpflaster……
Schaun wir mal wie Merzes Endspiele ausgehen,
verloren werden bede Spiele mit Sicherheit bei einer schwachen Mannschaft mit dem schwächsten & formschwächsten Tormann aller Zeiten, & das ohne einen einzigen Ersatzmann ……
MfG a d Erfurter Republik