Große Geschichte, triste Gegenwart: Leerstand in Gelsenkirchen-Schalke
Große Geschichte, triste Gegenwart: Leerstand in Gelsenkirchen-Schalke. / Foto: Marcus Simaitis

Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen - Die große Wahl der kleinen Namen

14 Millionen Menschen können am Sonntag bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen ihre Stimme abgeben. CDU und SPD leiden unter einem dramatischen Vertrauensverlust vor Ort. Es dürfte zum Stresstest für die etablierten Parteien kommen.

Stefan_Laurin

Autoreninfo

Stefan Laurin ist freier Journalist und Herausgeber des Blogs Ruhrbarone. 2020 erschien sein Buch „Beten Sie für uns!: Der Untergang der SPD“.

So erreichen Sie Stefan Laurin:

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

So erreichen Sie Ferdinand Knauß:

Die Parole auf dem Wahlplakat des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Stephan Keller kann man auch als komisch oder gar bedrückend verstehen: „Für ein Düsseldorf, das auch morgen noch atmet.“ Pfeift die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt schon derart aus dem letzten Loch, dass ihr Atemstillstand droht? Soll man als Bürger einer deutschen Stadt von seinen Politikern und der Zukunft nichts mehr erwarten, als morgen noch „weiteratmen“ zu können? Oder betrifft die befürchtete Atemnot nur die in Düsseldorf ebenso wie in Nordrhein-Westfalen regierende CDU, für die Keller sich zur Wiederwahl stellt?

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Wolfgang Borchardt | Sa., 6. September 2025 - 19:02

glauben. Es sind alt gewordene Parteien, die keine der anstehenden Aufgaben lösen werden.

Stefan | Sa., 6. September 2025 - 20:45

Verbotsverfahren durch Grüne angeleiert, Versprechungen des Kanzlers die nichts von Wert darstellen und eine SPD die sich durch plumpe Erpressung im Gespräch und an der Macht hält ...
Natürlich darf ihnen allen von den Altparteien die sich zusammengerottet haben nun der "Arsch auf Grundeis" gehen wie man so schön sagt.
Sie haben nichts anderes verdient mit ihrer politischen Agenda die in Wahrheit keine Agenda ist, sondern schlicht ein Betrug am Wähler zum verhindern der AfD und zum "weiter so".
Da hätte die Ampel auch bleiben können, denn was sie abliefern ist nichts anderes als die Fortführung deren Politik.
Es wird meines Erachtens Zeit für einen grundlegenden Wechsel.

Ingofrank | Sa., 6. September 2025 - 21:41

AfD prognostiziert, ist zwar gut & schön wird aber (noch) nicht dazu reichen, das Parteien- Kartell, bestehend aus Grünen, der roten SPD & der CDU, zu zerschlagen.
Dazu ist der „Erkenntnisgewinn“ der u.a. Bürger in NRW und im Westen ganz allgemein, noch nicht so weit fortgeschritten, wie beispielsweise im Osten des Landes, die der AfD Werte um 30% beschert.
Warten wir ab, ob „hier oder da“ ein Bürgermeister oder Landrat von der AfD gewählt wurde und wie sich die Mehrheiten in den Parlamenten abbilden.
Interessanter werden die LT Wahlen im Osten, auch wenn die Wählerschaft nur einem Bruchteil derer aus NRW beträgt.
Das “Abrechnungspotential“ der Wähler im Osten gegenüber der Berliner GroKo dürfte da weit aus größer sein.
Mit einem MP der AfD wäre das baldige, vorzeitige Ende der Schulden- GroKo besiegelt.
Gleiches erfolgt, koaliert die CDU mit den SED Erben……
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Ingofrank, genau meine Ansichten. Dem deutschen Volk dürfen noch mehr Freiheiten abverlangt werden, mehr christliche Feste umbenannt werden, mehr Angriffe auf ungläubige passieren und auch dann werden 75 % der Deutschen vorerst ein weiter so wählen. Gerne noch mehr Moscheen, der Kalifat gefordert werden, die Deutschen
schlafen weiter. NOCH.

Stefan | So., 7. September 2025 - 19:18

Antwort auf von Tina

Ein Staat, indem alle zusammen arbeiten ist offensichtlich nicht erwünscht.
In Südspanien haben vor Jahrhunderten Menschen aller Herrenvölker großes geleistet,
schon damals wurde durch Religion und die Mächtigen dieser Zeit der Konsens zunichte gemacht.
Heutzutage sind wir in Deutschland kein Sammelbecken des Intellekts mehr, sondern zur Jauchegrube der Welt geworden.
Lasst das mal sacken.

Achim Koester | So., 7. September 2025 - 08:25

denn Wüst ist, wie auch Merkel, nur zum Schein in der CDU, geistig stehen beide den Grünen näher als den Konservativen. Das wird sich am 14.9. im Wahlergebnis niederschlagen, erst recht, wenn der Wahlausschuss noch, wie in Ludwigshafen, dubiose Maßnahmen gegen AfD-Kandidaten ergreifen sollte.

Urban Will | So., 7. September 2025 - 09:20

v.a. in NRW noch längst nicht soweit, zu kapieren, wem man all die Zustände, die man jeden Tag sieht, wenn man sich noch raus traut, zu „verdanken“ hat.
Man wird mit großer Mehrheit wieder die gleichen Parteien wählen. Und – um Einstein mal herein zu bringen – den Wahnsinn fortsetzen (immer das gleiche machen und auf Änderungen zu hoffen). Die Blauen werden zulegen, aber nicht so stark, dass sich etwas ändert.
So ganz verstehen muss man das alles nicht.
Der einzige Lichtblick wird sein, dass eine in Relation zu den letzten Wahlen wohl Verdoppelung (oder gar fast Verdreifachung) der AfD-Stimmen das Grummeln in der Republik, v.a. in den Reihen der Ober-Wahlschaf-Partei CDU, wieder etwas lauter wird werden lassen.
Und das eine oder andere Kratzen an der Brandmauer zu vernehmen sein wird.
Aber wir werden auf die Wahlen im Osten, auf vielleicht die erste absolute Mehrheit der AfD warten müssen, bis – vielleicht – etwas passiert, was auf eine umgreifende Änderung hinläuft.

hoffe ich, dass im AdenauerHaus endlich dann die Palastrevolution ausbricht, um damit tatsächlich der „Schwenk nach links der CDU“ tatsächlich beendet wird.
Wenn das nicht passiert, wird die Union dem Weg in die Bedeutungslosigkeit der SPD folgen und mit der AfD die alleinige, konservative Partei in Deutschland erleben.
Da ich annehme, dass die CDU diesen Weg getrieben vom Mainstream u d ÖRR, nicht gehen wird, sondern die Koalitions- Tür gen SED- Erben öffnet wird, könnte auch so noch schneller zum weiteren Aufstieg der AFD kommen.
Das die Zuwächse Richtung Regierungsbildung der AfD Kommen werden, davon bin ich überzeugt,, in Koalition mit der Union od. mit absoluter Mehrheit ist auch nicht die Frage, die Frage bleibt nur „wann“
MfG a d Erfurter Republik

Christoph Kuhlmann | So., 7. September 2025 - 10:18

Es dauert noch drei, vier Wahlen, bis auch die AfD in NRW an der Macht schnuppern darf. Wichtig ist dieser exorbitante Erdrutsch zugunsten der AfD on Bezug auf Landtags- und Bundestagswahl. NRW ist das Bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland. Mit 18,2 Millionen Menschen im vergleich zu 12,6 Millionen Menschen 2022 in Ostdeutschland. Mit oder ohne Berlin? Jedenfalls können 9% mehr bundesweit Gewichte verschieben. NRW ist das Sorgenkind der AfD. Es ist auch ihre Hoffnung auf die Mehrheit im Bund.

Ernst-Günther Konrad | So., 7. September 2025 - 14:15

...sagt der Volksmund. Neuere Prognosen gaben der AFD sogar 18%. Einige Kommunen fürchten gar AFD-Bürgermeister und Landräte und auch sonst geht denen die Flatter, die AFD könnte NRW komplett aufmischen und "wuschig" machen. NRW wird demnächst blaue Farbtupfer bekommen und deren Bewohner werden merken, dass auch AFD-Politiker Menschen wie Du und Ich sind. Die natürlich auch beweisen müssen, dass sie es besser können, wenn man sie denn läßt und nicht plötzlich "gesichert rechtsextreme" AFD-Gewinner plötzlich abwählen will. Nein, dass die AFD da jetzt über 20% gleich hinbekommt, das glaube ich auch nicht. Aber nahe dran könnte sie kommen und dann boxt bei Wüst der Papst. Ich rechne damit, dass im Osten die erste Alleinregierung oder zumindest geduldete AFD-Regierung kommen wird. Und danach werden die Brandmauern in den "alten" Ländern bröckeln durch zunächst Duldung der AFD und danach, wenn sich alle beruhigt haben, wird man auch koalieren. So war das seinerzeit bei der PDS-Linke auch.

Sabine Lehmann | Mo., 8. September 2025 - 15:45

Ja, das Lied summe ich schon den ganzen Tag vor mich hin u. freue mich schon wie Bolle auf den 14.09.! Doch wirklich. Der Tag meiner politischen Partizipation, also so theoretisch jedenfalls. Die Realität hingegen sieht freilich anders aus. Denn "Realität", das ist in Deutschland zum Unwort des gesamten letzten Jahrzehnts deklariert worden, zumindest von denen, die jetzt so gerne meine Stimme hätten. Hätte, hätte, Fahrradkette...
Unlängst stand ja so eine grün verhäkelte Vertreterin in meinem Vorgarten mit einem Gesichtsausdruck, als würde ihr 24/7 die Sonne aus dem Allerwertesten scheinen, alleine deswegen, weil sie Politikerin ist oder zumindest annimmt, sie sei eine. Da man in NRW jedoch beschlossen hat, Probleme im Wahlk(r)ampf nicht zu thematisieren, denn es ist ja alles so schön bunt hier(vor allem wenn man unter Drogen steht), teilte ich ihren entgleisenden Gesichtszügen mit, dass ich nicht mit Leuten in einen Dialog trete, die Realität tabuisieren & Fakten leugnen. Weg war sie!