Wie kompatibel sind die Grünen und die Unionsparteien? - Die Wähler brauchen Klarheit

Es ist absehbar, dass schon bald eine Koalition aus CDU, CSU und Grünen das Land regieren wird. Dem dezidiert linken Wahlprogramm der Grünen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Dennoch könnte eine Zusammenarbeit gelingen, schreibt der ehemalige CDU-Ministerpräsident Roland Koch.

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock und CSU-Chef Markus Söder / dpa

Autoreninfo

Der CDU-Politiker, geboren 1958 in Frankfurt am Main, war von 1999 bis 2010 hessischer Ministerpräsident. Seit November 2020 ist Koch Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

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Roland Koch

Auch wenn die Pandemie nahezu jeden sonstigen Gedanken an die Zukunft zu lähmen scheint, wird diese Zukunft kommen. Also lohnt es sich, neben der aktuellen Krisenbewältigung ein erhebliches Maß an Zeit darauf zu verwenden, was in den nächsten Jahren zu tun ist, um Freiheit, Wohlstand und soziale Sicherheit zu erhalten und zu stärken.

Während sich die größte Regierungspartei offensichtlich Zeit lässt, bevor sie über die Zukunft sprechen will, kommen andere Parteien aus den Startlöchern: Ob es einem gefällt oder nicht, dem Programm der Grünen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie sind die programmatischen Herausforderer der bisher regierenden Parteien, und angesichts der Schwäche der SPD wird die Auseinandersetzung zwischen der zur Zeit ebenfalls angeschlagenen Union und den Grünen stattfinden. Nach dem Wahltag wird man vielleicht feststellen, dass es darum ging, wer die Nase vorn hat und den Kanzler stellt.

Grünes Wahlprogramm

Betrachtet man das Wahlprogramm der Grünen, bleibt es bei allen pragmatischen Anwandlungen ein linkes Programm. Die Grünen trauen dem Staat viel zu und misstrauen der privaten Initiative. Verglichen mit den Grünen in Berlin, die eine Verstaatlichung der Wohnungswirtschaft unterstützen, gibt sich das Programm eher gemäßigt. Es lohnt sich, auf die Nuancen zu schauen. Da ist nicht mehr von der Abschaffung des Verbrennungsmotors, sondern von der Abschaffung des „fossilen“ Verbrennungsmotors die Rede; da soll die Schuldenbremse „verändert“, aber eben nicht abgeschafft werden.

Viele sprechen darüber, ob eine Zusammenarbeit von Schwarz und Grün nach einer Bundestagswahl möglich sein könnte. Auch wenn die Umfragen große Turbulenzen zeigen, wird das ein Thema bleiben. Die Ludwig-Erhard-Stiftung hat in einer neu begonnen Diskussionsreihe für die Mitglieder und den Freundeskreis der Stiftung den ehemaligen Grünen-Politiker Ralf Fücks und das Stiftungsmitglied Friedrich Merz gebeten, die Chancen eines gemeinsamen Regierungsprogramms der beiden Parteien zu diskutieren. Daraus wurde eine inspirierende und spannende Diskussion.

Beide Diskutanten dürfen nicht einfach mit den beiden Parteien gleichgesetzt werden, aber sie kennen ihre Pappenheimer. Und bei beiden kann man erkennen: Sie glauben, aus einer solchen Zusammenarbeit könnte einiges werden. Merz sieht positive Ansätze im Programm der Grünen, und Fücks räumt unumwunden ein, dass der Staat die Herausforderungen der Zukunft nicht allein bewältigen kann, der Markt also gebraucht wird.

Impulse für mehr Marktwirtschaft

Der Druck der Mehrheit der Wähler, die ökologischen Herausforderungen ernster zu nehmen, als dies in den letzten Jahrzehnten geschah, ist offensichtlich. Die Grünen wird das in die Regierung tragen. Aber die Impulse für mehr Marktwirtschaft müssen von außen kommen, das ist kein grünes Herzensanliegen. Wir in der Erhard-Stiftung sind überzeugt, dass klare Zielsetzungen und vor allem das Schaffen von Verhaltensanreizen für Produzenten und Konsumenten – bei möglichst sparsamem Einsatz detaillierter Vorschriften – der schnellste, weil systematisch sauberste Weg zu einem besseren Schutz unseres Planeten sind. Man hätte in der Vergangenheit – etwa beim Thema CO2-Bepreisung – mutiger sein und eine marktkonforme Zertifikate-Lösung statt Produktionsverbote wählen müssen.

Wer an diesem Abend Fücks und Merz zuhörte, bekam eine Idee davon, dass eine gemeinsame Basis für so dringend notwendige große Schritte zur Modernisierung unserer Gesellschaft nicht ausgeschlossen ist. Natürlich wollen die Grünen ganz große Staatshaushalte und höhere Steuern für diejenigen, die sie die Reichen nennen. Da wird die Entscheidung wichtig, wer der Kapitän auf dem Boot ist. Auch wenn man Konstellationen der Zukunft erahnen kann, sind die zentralen Fragen offen. Deshalb müssen wir erwarten, dass sich die Parteien bei ihren Programmen Mühe geben und dass sie so klar formulieren, dass der Wähler sieht, in wessen Hände er das Erfolgsmodell Soziale Marktwirtschaft legt.

Dieser Beitrag wurde zuerst veröffentlicht auf der Homepage der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Karl-Heinz Weiß | Fr, 9. April 2021 - 13:40

Ich denke, die Politiker brauchen Klarheit über die Wähler. Wie konnte eine Partei seit der Bundestagswahl 2017 ihren Stimmenanteil fast verdreifachen? Und dies vor Corona! Solange die CDU der Antwort weiterhin ausweicht und sich mit Ludwig III in der Nachfolge von Merkel wähnt, sind weitere Erörterungen von Herrn Koch überflüssig.

Robert Müller | Fr, 9. April 2021 - 16:21

In reply to by Karl-Heinz Weiß

Die Grünen dürften kaum Stimmen von der Union abgezogen haben, sondern von der SPD. Des Weiteren sind die Grünen zwar eine linke Partei, aber nicht die SPD. Ich erinnere mich noch gut an die rot-grüne Koalition und da haben die Grünen bsw im Landwirtschaftsministerium eine sehr erfolgreiche Politik gemacht. Anders als die CSU. Auch Tritin war erfolgreich. Wer momentan Umweltminister ist, weiß ich gar nicht, so blass ist dieser Minister. Fischer als Außenminister war ebenfalls kein Totalausfall. Leider kenne ich nicht die möglichen Grünen Minister und für welche Ministerien sie sich warm laufen. Wahrscheinlich müsste man die sich ansehen und weniger das Parteiprogramm.

Zur Union fällt mir nur ein, dass die zumindest in dieser Legislatur nur Versager in den Bundesministerien hat. Woher sollen da gute, neue Minister mit Ideen kommen? Gut möglich, dass nicht die Grünen das Problem werden, sondern die Union.

Das gleiche lag mir auch auf der Zunge... Trittin = erfolgreich? Da war offensichtlich eine sehr sehr kurze Halbwertszeit im Gedächtnis wirksam, wenn man diese milliardenschwere Lüge oder Fehleinschätzung (... ich weiss nicht, was schlimmer ist...) des Herrn Trittin mal einfach so aus dem Gedächtnis gestrichen hat!

Günter Johannsen | Mo, 12. April 2021 - 10:15

In reply to by Robert Müller

Wollen wir wirklich der selbsternannten grün-linken Moralelite ein weiteres Mal ´ne Chance zubilligen? Die Scheinheiligen wollen uns nur ihren engstirnigen Denkhorizont aufzwingen - Kinder ein weiteres Mal zu Opfern ihrer zweifelhaften Ideen machen? Die Urheber des Gender-Diktats haben sich schon einmal in den 68ern geirrt - für viele Kinder sehr folgenschwer, in dem man im Zuge der "sexuellen Befreiung" (in Berliner Kinderläden) Sex mit Kinder praktizierte und fast salonfähig machte. Viele der damaligen "Befreiungsopfer" leiden heute noch daran! Es reicht jetzt: das ist eine gefährliche Schmierenkomödie auf Kindergarten-Niveau. Wir dürfen nicht zulassen, dass nach 1989 unsere Kinder schon wieder instrumentalisiert und verblödet werden! Das kennen wir doch aus der Zeit zwischen 1933 - 45 und 1947 - 1989. Lernen wir aus der Geschichte und schützen unsere Kinder vor Gesinnungsterror und Verführung! Mehr Rücksicht und Verantwortung ist jetzt angebracht, aber weniger Gesinnungsterror!

Walter Bühler | Fr, 9. April 2021 - 13:52

Wozu noch wählen? Mit jeder Kapitulationserklärung wie die von Koch diffundiert die CD(S)U in den blauen Frühlingshimmel.

Wer diese CD(S)U wählt, wählt ein Anhängsel der Grünen. Angela Merkels Opus Magnum geht dem unerbittlichen Ende entgegen

Yvonne Stange | Fr, 9. April 2021 - 14:11

.... CDU/CSU wählt, der bekommt Grün-Rot. Nun ist die Kanzlerin endlich am Ziel. Die Nationale Front mit Blockflöten feiert ihre Wiederkehr. Wir hätten uns `89 ersparen sollen, es bleibt alles beim Alten - halt, nein, beim Alten nicht, denn dann hätten wir keine Massenmigration, Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität...

Jürgen Klemz | Sa, 10. April 2021 - 12:53

In reply to by Yvonne Stange

Sehr geehrte Frau Stange, 89' war schon ok, der Anschluss hingegen war ein fataler Fehler! Wir hätten als unabhängiger Staat niemals zugelassen von der eigenen Regierung verraten und verkauft zu werden! Die Sehnsucht nach dem eigenen Untergang entstammt dem grünroten, westdeutschen Milieu und hätte in einem zweiten deutschen Staat keinerlei Chance gehabt! Ist schade drum!

Petra Horn | Fr, 9. April 2021 - 14:24

Der ist genauso ein weicher Knochen wie der ehemalige "Schwarze Sheriff" und Koch-Nachfolger Bouffier.
Alles Fähnlein im Wind. Früher hat er "gegen Ausländer unterschreiben" lassen. Jetzt freut er sich über eine linke Regierung.
Hatte der überhaupt schon einmal Werte?
Kein Wunder, daß Merkel den Anden-Seilschafter so locker wegkicken konnte.

Axel Görke | Fr, 9. April 2021 - 14:51

Im grünen Wahlprogramm auf Nuancen zu achten ist m.E. völlig überflüssig. Die Grünen haben sich längst ihre eigene Sprache geschaffen und viele Begriffe, die deutsch klingen mit neuen, grünen Inhalten gefüllt.
Die CDU macht seit einiger Zeit den gleichen Fehler, wie seinerzeit die SPD, die meinte, sie müsste grünen Themen hinterherhecheln. Die SPD wurde von links von den Grünen aufgerieben und von rechts von der CDU. Die CDU, die immer weiter nach links gekippt ist, wird nun auch von dort von den Grünen aufgerieben und nach rechts zurück, wo sie herkam, kann sie nicht mehr, weil sich dort inzwischen die AfD etabliert hat.
Die CDU kann sich nur halten, wenn sie eine Kooperation mit Linksradikalen, imho die Grünen, ausschließt und eine strikte Abgrenzung zu diesen teilweise verfassungsfeindlichen Leuten aufzieht. BaWü macht deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit Grünen die CDU bedeutungslos werden lässt.

Es ist argumentativ sehr gut möglich den Fortschritts- und freiheitsfeindlichen
Thesen der Grünen entgegenzutreten.
Es gibt jede Menge rationaler Argumente gegen die grüne Demagogie auch unter ernsthafter Einbeziehung von wirksamen und berechtigten Umwelt- und Klimaschutzerfordernissen!
Man muss es aber tun!
Klar, sauber rational, ernsthaft und schwupps ist die heiße Luft raus aus der grünen Montgolfiere! Geschieht nicht! Wieso nicht?

Die CDU hat da einfach aufgegeben, die SPD hat ihr Heil in der Ergrünung gesucht und die AfD hat sich als unwählbare teils angebräunte Ansammlung von Nörglern und grundfrustrierten erwiesen (Totalausfall).
Es braucht eine Art Fortschrittspartei oder eine Bewegung oder etwas ähnliches!

Das war früher mal die SPD. "Wir schaffen das moderne Deutschland" und so kam es dann auch. Mittlerweile wurden die dafür erforderlichen Köpfe alle von Nullcheckern weggebissen, eine bräsige Sprücheklopper-Generation hat sich dort breit gemacht.
Die absurde Doppelspitze hat den letzten seiner Art vorgeschickt, um auch nach der grandios verlorenen Wahl noch oben zu schwimmen. Die Gesamtheit der Partei-Schwätzer hat diese rechtsradikale, unsägliche AfD erst geschaffen. Das ist leider das Trilemma.

Bernd Muhlack | Fr, 9. April 2021 - 15:10

"Nach dem Wahltag wird man vielleicht feststellen, dass es darum ging, wer die Nase vorn hat und den Kanzler stellt."

Wer solche bahnbrechenden Erkenntnisse von sich gibt kann nur ein genialer Denker, Überflieger sein!
Darauf muss man erst einmal kommen!

Es geht also darum stärkste Kraft zu werden und den Kanzler zu stellen - aha, soso.

Kandidat Scholz hat bereits seinen Hut bzw. Schlumpfmütze in der Ring geworfen, die GRÜNEN wollen am 19. April entscheiden.
Die Union gibt sich wohl bis Pfingsten Zeit.

Noch gut fünf Monate bis zur BT-Wahl.
Es wird bis dahin noch viel passieren.

Treten eigentlich die Herren Doctores Schäuble und Gauland nochmals an?
Sie haben ja ein gewisses Alter erreicht, könnten als graue Eminenzen im Hintergrund wirken, oder?

Jaja, der Herr Koch.
Damals schwang er sich zum "brutalst möglichen Aufklärer" empor ...

Klaus Funke | Fr, 9. April 2021 - 15:41

Und dieser Dolche hat einen grünsamtenen Griff. Ja, hier im Forum schrieb ein/e User*in von Merkels Opus Magnum - so ist es. Aber es ist ein Vernichtungswerk. Wenn sogar Roland Koch wie kürzlich Herr Röttgen solche Hymnen singt. Der Chor der Verfemten. Dann ist das Ende nah, das Ende der CDU/CSU und der Bundesrepublik Deutschland wie wir sie kennen. Kein Bund mehr, sondern ein Reich. Kein bürgerliche Parteien, sondern vom grünen, falschen Schimmelpilz zerfressene. Die Spitze heißt Baerbock-Söder. Eine Migrantenpartei kommt in den Bundestag. Ein Moslem wird Minister. Adé du alte Welt! Gut, es soll sich alles verändern, aber muss es in dieser Weise sein? Ist das modern? Bin ich zu alt? Kann ich weg? Das kleine Virus hat seinen Anteil daran, zumindest als willkommener Vorwand. Wer hätte gedacht, das gerade in Deutschland eine einzelne Führungsfigur ein derartiges Vernichtungswerk noch einmal in Szene setzen kann. Sie komm in die Geschichtsbücher, doch wie wird die Bewertung ausfallen???

Gerhard Schwedes | Fr, 9. April 2021 - 16:09

Dazu genügt schon ein einziger Koch. Hat dieser Herr eigentlich Tomaten auf den Augen? Hat der Ex-Politiker Koch überhaupt die Kochrezepte des Wahlprogramms der Grünen gelesen? Kein Wort zum grünen Vorhaben, die Migration noch auszuweiten und weiter anzuheizen. Kein Wort dazu, wie von den Grünen die soziale Marktwirtschaft über Bord geworfen wird. Kein Wort zu einer grünen Europapolitik, die dem Nationalstaat vollends den Gar ausmachen wird. Schäbiger geht es nun wirklich nicht. Der vorliegende Artikel strotzt nur so von Ignoranz und Realitätsblindheit. Eine Schande für den "Cicero", ein so dünnes Artikelchen überhaupt zu veröffentlichen. Diese in Buchstaben gegossene Geistlositkeit hätte sich der "Cicero" völlig ersparen können. Wenn jetzt nicht immer mehr Leute aufmachen und erkennen, wohin unsere Politiker diesen Staat treiben, landen wir Schritt für Schritt im Ruin. Koch ist für mich das beste Beispiel dafür, wie heruntergekommen und geistlos das gegenwärtige Denken geworden ist.

helmut armbruster | Fr, 9. April 2021 - 16:20

immer öfters Stimmen laut werden, die sich dahin äußern, dass unserer gegenwärtigen Politikerkaste nichts mehr zu zutrauen ist.
Am Beispiel schwarz-grün, kann man sehen, dass wenn man schwarz wählt, man zwangsweise grün mit wählt.
Dass kann so nicht richtig sein und das frustriert jeden politisch interessierten Wähler.
Schuld daran sind die Politiker, denen es nur noch um ihre eigenen Interessen geht und die alle Überzeugungen über Bord werfen nur um an der Macht zu bleiben.
Mit mir nicht! Dann gehe ich lieber nicht wählen.

..ist keine Lösung gegen die Grünen, werter Herr Armbruster. Wenn man seinen Willen und Ungemach gegen die bestehende Politik zeigen will geht an der AFD als reine Protestpartei kein Weg vorbei. Man kann zu einigen dieser Zruppe stehen wie man will, aber alleine der Umgang dieser Blockparteien und Scheindemokraten gegenüber einer demokratischen Partei (oder sind die verboten und hab’s nicht mitbekommen) denen man einen Bundestagsvize verweigert, das alleine lässt mich mein Kreuz dort machen. Alle Blockparteien wollten mit Argumenten gegen die AFD antreten. Heraus kam nur Hass und das mit Unterstützung der linksgrünen Presse.
Übrigens, der immer kolportierte Umsturz von Rechts ist eine Mär, um vom linksgrünen Change abzulenken.
Jeder Nichtwählerstimme ist eine Fahrtkarte in den Abgrund.

Bis auf einen Punkt sind wir einer Meinung, lieber Herr Armbruster. Ich zitiere Sie: "Dann gehe ich lieber nicht wählen." Durch eine solche Passivität helfen sie paradoxerweise nur denen, denen Sie gerade nicht den Rücken stärken wollen. Durch die Wahl der AfD können Sie zumindest ein Contra bieten. Hören Sie sich die Reden und Diskussionsbeiträge auf youtube an, wenn Sie gegen diese Partei sein sollten, weil Sie jenen auf den Leim gegangen sind, die unisono gegen die AfD schießen und sie verleumden. Usprünglich wollte man die AfD argumentativ bekämpfen. Da man allerdings eine Heidenangst vor der argumentativen Auseinandersetzung hat, wird die AfD totgeschwiegen. Man fürchtet nämlich ihre Argumente wie der Teufel das Weihwasser. Recherchieren Sie bitte selbst, was die Medien uns vorenthalten. Dann werden Sie feststellen, dass die AfD die einzige Partei mit einem gesunden Menschenverstnd geblieben ist. Eine andere Partei wählen oder sich der Stimme enthalten, bedeutet "Weiter so!"

Richtiger: Die relativ wenigen Stimmen werden immer lauter! Wobei eine kontinuierliche Radikalisierung hier und da unübersehbar ist. Wohl aus Frust darüber, dass die angeblich konservative "Alternative" sich als rechtsextreme, politikunfähige Truppe entpuppt hat. Da bedarf es schon so Einiges, um sich selbstkritisch einen Fehler einzugestehen!

Man kann nicht mit einem Programm, das so tut, als sei 1967 die Zeit stehen geblieben sei, Politik machen. Das ewige Rufen nach dem angeblich konservativen Kern einer Union ist nicht mehr als das Klammern an eine Vorstellung, wie es mal hätte sein sollen und doch nie werden wird.

Da ändern auch vordemokratische Vorstellungen in Teilen des Ostens nichts, wo man gar meint, AfD und NPD wären "normale" Parteien.

Weder kann die CDU mit gestrigem Konservatismus, noch die SPD als ewige Arbeiterpartei auf Dauer Erfolg haben.

Die FDP hat es schlicht verpennt.

Der Erfolg der Grünen ist dagegen nur konsequent, weil gegenwartsbezogen.

Norbert Heyer | Fr, 9. April 2021 - 16:32

Da hat der „brutalst mögliche Aufklärer“ aber den Weichspüler herausgeholt. Was will die Union denn alles schlucken, um in einer Koalition mit den Grünen den Kellner zu machen? Die Grünen werden nur im äußersten Notfall mit der abgehalfterten Union koalieren und dann werden sie ein Programm akzeptieren müssen, dass nichts mehr mit christdemokratischen Wesenszügen gemein hat. Sollte es dazu kommen, verschwindet die Union noch schneller in der Versenkung als die
SPD. Es ist schmerzlich mitansehen, wie diese einst staatstragende Union nur noch ein richtungslos im Wind wehendes Etwas ohne jede
Eigenständigkeit ist. Der Weg ist vorgezeichnet für Migration ohne Obergrenze, Schuldenpolitik, Steuererhöhung, Naturstrom, Verkehrswende zum gesunden Radfahren und Steuererhöhung. Die Wähler sollten ganz genau beachten, das die Union bereit ist, den Verrat und den Ausverkauf von Deutschland mitzutragen und die Soziale Marktwirtschaft für den Marsch in eine rot-grüne Zukunft tatkräftig zu opfern.

Armin Latell | Fr, 9. April 2021 - 17:29

diffuse Absichtserklärungen pragmatische Anwandlungen? Der Autor widerspricht sich selbst in seinen nächsten Sätzen. Der Druck der Mehrheit der Wähler, die ökologischen Herausforderungen ernster zu nehmen, verwechselt er wohl mit den vielen Propagandasendungen für Greta und FFF.
Elektromobilität will kaum jemand, trotz der immensen steuerlichen Subventionen, die Autobahnen sind wieder voll, die Strompreise (und Steuerlast) gehören zu den höchsten in der Welt, wir schaffen die unentbehrlichen grundlastfähigen Kraftwerke samt und sonders ab, zehntausende Windräder verschandeln die Landschaft, dafür bekommen wir „smarte“ Stromzähler; viele Bürger erkennen den Wahnsinn, (ehemalige) Politiker scheinen da die Ausnahme. Wer hat uns nach einer (nebulösen) „Modernisierung“ der Gesellschaft gefragt? Soziale Marktwirtschaft? Wird doch gerade abgeschafft. Der Autor hat schon einmal den Unterschied zwischen Theorie und Praxis hautnah erleben dürfen. Die CDU hat ihr Schicksal mehr als verdient.

Bettina Jung | Fr, 9. April 2021 - 17:42

Wäre der Super-Gau. Es würde so weitergehen wie bisher mit links-grüner Politik, nur noch schlimmer. Die CDU muss sich in der Opposition wieder an ihre bürgerlichen, wirtschaftsorientierten und konservativen Wurzeln erinnern. Der links-grüne Wahnsinn kann nur durch eine starke konservative Opposition korrigiert werden. Es braucht einen Reset, aber nicht im Sinne des WEF sondern hin zum realen Leben und Gesetzmäßigkeiten.

Tomas Poth | Fr, 9. April 2021 - 17:57

Es ist doch klar! Es geht weiter bergab bis zum Aufprall.
Die Grünen schnuppern ganz nah an der Macht. Dafür schreiben sie alles ins Programm was derzeit beliebt. Die Medien intonieren seit langem den religiös Grünen Sound und sind Treiber dieser Dummheiten.
Wenn der Wahlbürger so dumm ist dem eine Chance zu geben wird er dafür bezahlen müssen.
Die Schafe werden in die Schur getrieben, nicht die Schäfer und ihre Wachhunde.

Heidemarie Heim | Fr, 9. April 2021 - 18:16

Sorry! Die konnte und kann ich angesichts der letzten Jahre zwischen der Regierung und der Oppositionspartei der Grünen so gut wie nicht ausmachen. In Fragen der Migrationspolitik und im Verhältnis zur EU, EZB usw. passte doch zwischen die Beiden kein Blatt. Und wenn es denn wahr ist was die Aussagen des Noch-Koalitionspartners SPD betreffen, in denen man sich rühmt wieviel man an SPD-Ideen durchsetzen konnte, und sich noch einmal in Erinnerung ruft weswegen oder wegen wem ein Herr Lindner FDP sich damals aus den Verhandlungen verabschiedete, so dürfte der "Umgang" mit der Union seitens der Grünen sich als pflegeleicht und natürlich kompatibel erweisen. Auch wenn mir angesichts der hier so lässig hingenommenen "Wortkosmetik" im grünen Programm und der Vorstellung einer grünen Kanzlerschaft persönlich die Nackenhaare hochstehen, so sehr bin ich enttäuscht von der inzwischen konservativ entkernten Union, die wie in BW womöglich Mehrheitsbeschaffer für links-grüne Politik wird! MfG

Wolfgang Jäger | Fr, 9. April 2021 - 20:45

Mit diesem Kommentar hat sich Koch als blinder Totengräber der Partei geoutet. Er will offenbar nicht einsehen, dass die Verbindung von Schwarz und Grün letztlich das Ende der CDU bedeutet. Hat er jemals das Wahlprogramm der Grünen genau gelesen? Sieht er nicht, was da Schwarz auf Weiß zu lesen ist? Marktwirtschaft mit den Grünen, die sich die Transformation des Systems zum Ziel gemacht haben? Wie blind muss man sein? Kochs Text zeigt m.E. eine völlige Fehleinschätzung der Lage. Andere drängende Probleme werden völlig ausgeblendet. Migration z.B.? Dieses Problem scheint es gar nicht zu geben. Man kann Koch nicht ernst nehmen. Eine CDU solcher Couleur ist für Bürgerlich - konservative unwählbar, denn sie ist die von Merkel nach links verschobene Grünpartei.

Ernst-Günther Konrad | Sa, 10. April 2021 - 06:23

Wo haben die denn den Roland ausgegraben? Scheinbar das letzte Aufgebot, der sich selbst schreddernden CDU, noch irgendetwas zu retten. Offenbar hat er das Parteiprogramm der GRÜNEN nicht gelesen oder er ist inzwischen dement geworden. Er selbst war ein entschiedener Gegner der GRÜNEN und hat daraus in seiner Amtszeit keinen Hehl gemacht. Er wurde gar in die rechte Ecke gestellt seinerzeit und als NPD nah bezeichnet, weil er sich wagte, die konsequente Abschiebung von kriminellen Ausländern zu fordern.
Und jetzt einen solchen, oberflächlichen und für eine grün-schwarz gefärbte Regierung werbender Artikel?
Das zeigt die Not der Union. Es werden ehem. als erzkonservativ eingestufte CDUler reaktiviert, um durch eine solche Werbung den konservativen Wähler zu täuschen. Ihr schafft Euch - brutalst möglichst- selbst ab und so ganz nebenbei auch Deutschland. Wer um Schläge bettelt, bekommt sie auch.
Naja, fehlt nur noch ein Artikel von Alfred Dregger, im Jenseits geführt. Kopfschütteln.

Sylvia Zarnack | Sa, 10. April 2021 - 10:55

Für mich sind fast alle Aussagen im grünen Wahlprogramm zumindest strittig. Obwohl das meiste sich auf die Innenpolitik bezieht (sogar die Aussagen zum Klimawandel!), höre ich kaum etwas zur immer wichtiger werdenden Außenpolitik. So dringend Friedensbemühungen und Menschenrechte sind: ich kann mir nicht
vorstellen, wie Frau Baerbok mit Putin, Orban,
Erdogan, Xi oder Bolsonaro irgend etwas verhandeln will.

Hanno Woitek | Sa, 10. April 2021 - 16:38

brauche ich Kanzlerkandidaten Klarheit.Mir ist es egal, ob der Leerluftlaumann Laschet, der Wolf im Schafspelz - Söder, die Halbwahrheiten*innen Tante Baerbock, der Philosophie - Phrasen - Kasper Hobeck oder Scholz als der einige Qualifizierte eigentlich, aber leider am Gängelband der Linksidioten*innen Kühnert und Ecken Kanzler wird. Ein Programm würde mich endlich mal interessieren. Das hat Keiner - leider. Deswegen Bitte, bitte Frau Merkel, erlösen sie uns von diesen Traumata -und bleiben

Jacqueline Gafner | So, 11. April 2021 - 11:35

In reply to by Hanno Woitek

sollten Sie tatsächlich auf eine Fortsetzung des laufenden Abbruchprojektes unter Führung der "Alternativlos-Kanzlerin" hoffen, die, gesetzt den Fall, bestimmt keine weiteren vier Jahre mehr benötigen dürfte, um die BRD an den Punkt zu bringen, an dem die DDR vor dem berühmten Mauerfall einst stand. Oder darf man Ihren Beitrag als leicht missratene Satire verstehen?