Klimapolitik - Wir haben die Wahl

Wenn wir so weiterwursteln, schwächen wir nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und werden obendrein ganze Zweige unserer Industrie opfern oder vertreiben. Dem Weltklima ist damit nicht gedient, den Bürgern Deutschlands und ihren Arbeitsplätzen nur geschadet.

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Windräder auf einem Feld Foto: Frank Molter/dpa

Autoreninfo

Michael Rogowski, Jahrgang 1939, ist Wirtschaftsingenieur und ehemaliger deutscher Manager. Er war von 2001 bis 2004 Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

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Michael Rogowski

Frei nach Goethe im Faust: „Mir wird von alledem so dumm, als ging ein Mühlrad in meinem Kopf herum.“ Eine der jüngsten Klimabotschaften lautet: „Klimawandel stört Erdrotation.“ Die Gletscher-Schmelze verstärke die Unwucht der Erddrehung. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Achtung, vorsichtshalber bitte die Kaffeetassen festhalten. Wer weiß, was noch kommt. Nein, ich will mich nicht über den Klimawandel lustig machen. Aber ständig neue Angst auslösende Nachrichten sind keineswegs hilfreich. Es ist anstrengend genug, überhaupt zu verstehen, was mit unserem Klima geschieht, und wie die Politik damit umgeht oder auch nicht.

Der Reihe nach. Ich will zunächst eines der grundlegenden Erkenntnisprobleme adressieren. Klimaforschung fußt auf Beobachtungen, Messungen, Analysen und Prognosen. Den Prognosen liegen komplizierte Simulationen zugrunde, mit denen versucht wird, die künftig zu erwartende Klimaentwicklung abzubilden. Die Modelle, auf denen unsere derzeitigen politischen Entscheidungen maßgeblich fußen, gehen davon aus, dass der CO2-Anstieg und die damit verbundene Erderwärmung weitgehend oder sogar nur von uns Menschen verursacht ist.

Grönland war Grünland

Obwohl der sogenannte Weltklimarat das so sagt, ist es keineswegs erwiesen. Es spricht sogar einiges dafür, dass es nicht so ist, dass es auch noch andere wichtige, das Klima bestimmende Einflüsse gibt wie etwa die Ozeanzyklen, das Magnetfeld der Sonne und die Sonnenstrahlung. Übrigens, auch in der vorindustriellen Zeit gab es Kalt- und Warmzeiten, sind Gletscher gewachsen und geschmolzen, hat die Natur geblüht und gelitten. Grönland war schon früher teilweise einmal Grünland. Es ist gar nicht gesichert, dass die heutige Erderwärmung eine Einbahnstraße ist. Wir tun jedoch gut daran, den Entwicklungen nicht ihren Lauf zu lassen, sondern Maßnahmen zu ergreifen, um den weiteren Temperaturanstieg auf der Erde und die Ansammlung von CO2 in der Atmosphäre zu bremsen.

Was ist zu tun? Maßgeblich ist das Klimaübereinkommen von Paris. Fast 200 Staaten haben sich im Jahr 2016 auf das globale Ziel verständigt, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf unter zwei Grad Celsius, möglichst sogar unter 1,5 Grad, zu begrenzen. Es obliegt den Vertragsstaaten, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Deutschland hat sich mit seinen strammen Zielen einmal mehr als Musterschüler hervorgetan. Und das war nicht das Ende der Fahnenstange.

Wind und Sonne reichen nicht aus

Erst jüngst hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem problematischen Nachhaltigkeitsurteil die Bundesregierung geradezu beflügelt, im Rahmen des sogenannten „Klimapaktes Deutschland“ nochmals mehrere Schippen draufzulegen. So soll unser CO2-Ausstoß noch weiter gesenkt und bereits bis zum Jahr 2045 „Klimaneutralität“ angestrebt werden. Das ist der Zustand, bei dem durch unser Handeln keine weitere Erderwärmung zu erwarten ist.

Was leider weitgehend unverbindlich bleibt, sind die konkreten Maßnahmen, um die Etappenziele und das Endziel zu erreichen. Absehbar ist, dass die als zielführend angesehenen Instrumente, wie verstärkter Emissionshandel, Elektrifizierung, Isolierung der Bausubstanz, neue Heiztechniken und vor allem zügigerer Ausbau von Windkraft und Solarenergie, nicht ausreichen und nicht zeitgerecht realisiert sein werden, um die selbst auferlegten Klimaziele zu verwirklichen. Zu erwarten ist jedoch, dass den Bürgern und der Wirtschaft weitere Belastungen und Regularien drohen, und die Frage im Raum steht, wer das alles bezahlen soll.

Es bedarf mehr Marktwirtschaft

Vielleicht haben wir ja Glück! Sollte das Wachstum der Weltbevölkerung nachlassen und auch die natürlichen Klimafaktoren greifen, wäre viel gewonnen. Auf keinen Fall dürfen wir die Lösungen in noch mehr staatlicher Regulierung suchen. Es bedarf mehr Marktwirtschaft, mehr Selbstverantwortung, großen Freiraum und nachhaltige Förderung von (Sprung-)Innovationen und neuer Technik – ohne einengende Vorgaben!

Die bisherigen Erfahrungen sind leider ziemlich ernüchternd. Der klimafreundlichen Atomenergie wurde übereilt der Garaus gemacht, die Kohleverstromung wird geopfert, weil die Speicherung von CO2 tabu ist, Erdgas ist nicht „grün“ genug, dem Verbrennungsmotor droht der Tod, obwohl es Kraftstoffe gibt, die ihm noch ein langes Leben erlauben könnten. Wasserkraft ist Naturschützern ein Gräuel, die Infrastruktur für die Windenergie stockt, die Wasserstoffwirtschaft steht ganz am Anfang, die CO2-Entnahmen aus der Luft ebenso. Was dagegen hervorragend gedeiht in Deutschland, sind unsere Angst- und unsere Verbotskultur!

Wenn wir so weiterwursteln, schwächen wir nur die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und werden obendrein ganze Zweige unserer Industrie opfern oder vertreiben. Dem Weltklima ist damit nicht gedient, den Bürgern Deutschlands und ihren Arbeitsplätzen nur geschadet. Wir werden dann nämlich den Stahl, das Kupfer, viele Chemikalien, das Papier, den Karton, den Zement, aber auch Strom und mehr im Ausland kaufen müssen, teilweise in Ländern mit wesentlich geringeren Klimastandards. Demnächst sind Wahlen. Wir haben die Wahl!

Helmut W. Hoffmann | Fr, 11. Juni 2021 - 19:21

dem Autor besten Dank für die Analyse, die meine Gedanken voll umfassend bestätigen. Selbstverständlich müssen wir bezüglich Naturschutz einiges tun, gar keine Frage, aber mit dem Thema Klima und den z.T. unsinnigen Maßnahmen wird dem Steuerzahler nur das Geld aus der Tasche gezogen: Atomausstieg und Energiewende, veranlaßt und entschieden von einer machtgeilen Frau, die in 16 Jahren Kanzlerschaft nichts hintereinander bekommen hat. Nun wird noch die Autoindustrie zerschlagen, denn mit der Produktion von ein paar Elektroautos wird sie nicht überleben und die Arbeitsplätze sichern können. Sobald die Klimamaßnahmen voll auf die Einkommen durchschlagen, wird sich in Deutschland eine Existenz- und Überlebensangst unter den Bürgern ausbreiten, welche die Corona-Hysterie bei weitem übersteigt. Ich mag mir auch garnicht vorstellen, was auf unseren Straßen los sein wird, sobald wir die Massen der ungebetenen Einwanderer nicht mehr alimentieren können.

hat Herr Rokowski schon vieles in seinem erfolgreichen Berufsleben .

https://whoswho.de/bio/michael-rogowski.html

Das so ein erfahrener Manager hier im Cicero schreibt , zeichnet die Zeitung aus und sollte von uns sorgfältig gelesen werden . Uns fehlen zur Zeit Vorbilder , die ein auf unseren Bildungseinrichtungen erworbenes Wissen haben , die dann erfolgreich ein Unternehmen geführt haben und ihre Erfahrungen jetzt zum Wohle der Bürger mitteilen . Leider hat unsere Regierung seit vielen Jahren kein Expertenwissen mehr zu Rate gezogen , halbe Kinder aus vermögenden Haus , zeigen uns den Weg in die Zukunft . Bei Energiewende und Umbau der Wirtschaft vertrauen wir auf das Halbwissen von von Schulschwänzern und Studium Abbrechern . Wir werden von Narren geführt und trauen ihnen zu , das wirtschaftlich weit entwickelte Land in die Zukunft zu führen . Mit den RRG gefährden wir die Zukunft unser Kinder . Eine Planwirtschaft wird uns in einen neue Grüne DDR führen .

Ausgerechnet vom ehemaligen Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie klimafreundliche Vorschläge zu erwarten, wäre wohl vermessen.

Denn sicher sind ihm die Interessen der Wirtschaft näher als Sorgen um die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels. Verlust von Wettbewerbsfähigkeit und drohender Arbeitsplatzverlust müssen - mal wieder - herhalten, um klimafreundliche Politik ganz grundsätzlich infrage zu stellen.

Kennt man schon : Gleich, ob es irgendwann mal um Mitbestimmung, den Mindestlohn oder die Senkung des Rentenalters ging, immer musste der Zusammenbruch des Industriestandorts Deutschland zwangsläufig folgen. Und dass die Industrie den Ausstieg aus der Kernenergie schon immer ablehnte, ist bestens bekannt.

Dass Herr Rogowski auf Klimaschwankungen in der Vergangenheit verweist, ist allerdings dann nicht mal mehr als laienhaft zu beurteilen, sondern Stammtischniveau.

Es war ja früher auch schon mal warm.

Oder: irgendwann war Wüste blühendes Land.

Und dies jeder Einzelne. Ja Herr Hoffmann & Herr Rogowski, K.& A.auf den Punkt gebracht.
Was bzw. wie müßte man heran gehen.
Die Fundamente in Ordnung bringen & das geht beim Personal los, egal ob Politik, Justiz, Konzerne. Hauptproblem heutzutage: die Zentralistische Denkdiktatur hat sich fundamentilisiert, wie z.B. bei Corona. Wenn Schütze A gute Ideen hat aber Chef No WILL, NULL CHANCE.
ERFOLG hat sich schon immer nur mit TEAMARBEIT.
Deshalb neue Ausrichtung der Säulen der Macht.
Medien unterliegen ab sofort Kartellamt, die per Zufall für X Jahre .... & werden auf Parteien aufgeteilt.
Justiz - Alles Öffentlich per Kamera & Richter/ Verteitiger per Zufall
Focus in der Bildung auf Wissenschaftlich-techn. Berufe (Politikwissenschaften werden z.Z. ausgesetzt) & dokumentiert.
Focus für geldlicher Förderung von tatsächlichen(!!!)Innovationen.
Demontage der Macht durch Öffentlichkeit, egal ob Politik oder Wirtschaft.
Wahre Bildung der Bürger über Umweltfragen im Kleinen.
Freie Diskussion

Rainer Mrochen | Fr, 11. Juni 2021 - 19:32

das Kupfer, viele Chemikalien, das Papier, etc. kaufen müssen".
Kurz gefragt:" Was produzieren wir dann eigentlich noch, was wir verkaufen könnten um steuerpflichtige Einnahmen zu generieren"? Welcher wertschöpfenden Tätigkeit wir dann in diesem Land überhaupt noch nach gegangen? Das Wohlergehen, insbesondere Jener die jetzt nach Radikalreformen schreien, fusst doch genau auf den jetzt noch vorhandenen, technologischen Fertigkeiten und Möglichkeiten eines hoch Industrielandes. Selbst wenn Reduktion, im Sinne von weniger Konsum, notwendig erscheint, so bedeutet dies in jedem Fall viel weniger Wohlstand. Keine Einnahmen, keine Umsatz. Keine Umsatz, keine Produktion. Keine Produktion keine Einnahmen. Veränderung ist angesagt aber doch bitte als sukzessiver Prozess. Dieser wird Zeit kosten ob das gefällt oder nicht. 270 Jahre industrielle Ausbeutung und Zerstörung des Planeten sind nicht hoppla Hopp zu korrigieren. Das will nur keiner wahr haben und selbst wenn, dann nicht aussprechen.

Deutschland hat einen gigantischen Exportüberschuß mit den entsprechenden Folgen. Mehr im Ausland zu kaufen wäre nicht schlecht. Bsw kauft keiner hierzulande gefertigte T-Shirts, obwohl es hier früher eine Textilindustrie oder auch Schuhindustrie gab. Nennt sich Strukturwandel.

Warum gibt es die von Ihnen genannten Industrien noch hier? Das müssen Ökonomen beantworten, aber bsw Schlachtbetriebe gibt es in DE noch weil die Arbeit von billigen Wanderarbeitern gemacht wird. Oder deutschen Spargel gibt es, weil billige Arbeiter in der Saison ins Land geholt werden.

Die Alternative wäre zB Jobs in der Mikroelektronik aufzubauen, was es hierzulande aber nicht gibt. Lieber sorgt die Regierung dafür dass die Erntehelfer trotz Corona zum Ernten eingeflogen werden. Oder für Jobs, die keiner mehr will, werden Azubis von Gott weiß wo ins Land geholt. Hauptsache die Geschäfte laufen weiter, egal wie sinnvoll das ist.

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 11. Juni 2021 - 19:56

Die Politik redet immer vom Klima und meint das CO². Ob das eine (CO²) das andere (Klima) wirklich beeinflusst, ist wissenschaftlich noch nicht erwiesen. Man hat nur eine Korrelation gefunden und diese in die Prognosen eingearbeitet.
Wenn die Gletscher-Schmelze die Rotation der Erde beeinflusst, dann werden die Windräder das viel mehr tun, schließlich kommt ihre Energie aus dem Wind. Wasserstoff aus Strom hat einen Wirkungsgrad von ca. 30% und verbraucht Wasser, das bekanntlich bei uns auch knapp ist. Aber wie kann man Wasserknappheit mit CO² in Verbindung bringen? Also alles sehr vage?
Darauf basierend werden wir alle am Ende des Artikels aufgelisteten Waren nicht mehr selbst herstellen, aber auch nicht kaufen können, weil wir kein Geld mehr haben.
Ich stimme dem Autor zu: Demnächst sind Wahlen. Wir haben die Wahl! Aber Vorsicht: In Sachsen-Anhalt haben sich FDP und Grüne vermutl. zur Erpressung des Wahlsiegers verabredet.

Hanno Woitek | Fr, 11. Juni 2021 - 20:13

seine sachliche Argumentation und der Richtigkeit. Nur wer es als Gegner mit den Vollidioten und Vollidiotinnen der Aktivistinnen von FFF und den Grünen zutun hat muß auch wissen, dass genau das das ist, was die ignorieren und vor allem nicht begreifen. Dummheit lebt. Dagegen helfen leider die besten und klügsten Argumente nicht.

ursula keuck | Fr, 11. Juni 2021 - 22:52

Ich frage mich was für ein Öko-Virus hat uns nur befallen, wenn auf die Milliarden – Billionen? – Euro blickt, die durch die perversen Klimaschutzmaßnahmen und die Corona-Folgen aus den Deutschen Michel demnächst gepresst werden.
Möglicherweise, weil Deutschland unter Angela Merkel zur bunten Multi-Kulti-Republik mit freundlichem Antlitz geworden ist. Zur moralischen Großmacht. Zum weltweiten Vorkämpfer im Kampf gegen Klimawandel, Rassismus und Diskriminierung.
Mittlerweile schalten wir als einzige Industrienation unsere sicheren Kernraftwerke ab, fahren demnächst Alle Elektroautos, beziehen die Energie aus „Erneuerbaren” Quellen und verursachten damit eine Wirtschaftskrise ohne Gleichen samt Anstieg von Armut und Hunger in der Welt auf bisher ungekannte Dimensionen.
Sämtliche Politiker aller Parteien (außer AFD) im Bundestag jedoch auch einige Eliten im Bereich Management der Wirtschaft sind Ursache und Garant für den Zerfall aller Gesellschaftlichen Systeme in unserem Staat.

hermann klein | Fr, 11. Juni 2021 - 23:25

Grüne ökosozialistische Denk- und Vollstreckungsideologie: „Im Strommix, mit dem ein Batterieauto fährt, steckt mehr CO2, als ein moderner Diesel ausstößt, und dazu kommt noch der Aufwand für die Herstellung der Batterie. Einmal ganz abgesehen davon, dass die seltenen Erden, die für die Batterie nötig sind, irgendwo in Afrika unter miserablen Arbeitsbedingungen aus dem Boden gekratzt werden.“

Rob Schuberth | Fr, 11. Juni 2021 - 23:31

De Frage (und das größte Problem) ist doch, wer ist denn dieses WIR von dem immer die Rede ist?

Die Klimakrise ist, wie das Klima selbst, global.

Aber es sind nur wenige, im Verhältnis zur Weltbevölkerung, die an der Globalisierung der Wirtschaft (also dem race to the bottom bzgl. der Löhne, Kosten u. Umweltschutz) ihre Gewinne abschöpfen.

Es gibt dieses WIR gar nicht. Nur auf dem Papier.

Wenn nun ein Land, wie z. B. Deutschland, meint im Alleingang eine neue Ri. vorgeben zu können, so ist das ein gr. Irrtum.

Denn die anderen werden mit Freuden die Lücken füllen die wir erzeugen.

Wir Deutschen sind dann allerdings unseren Wohlstand los. Für viele Jahrzehnte.

Aber vllt ist das ja so gewollt (Systemchange wie es die Grünen wollen).

Fritz Elvers | Sa, 12. Juni 2021 - 01:54

Wie man hier im Ruhrgebiet fragt.

Einerseits hält Rogowski den CO2-induzierten Temperaturanstieg für höchst spekulativ und unbewiesen, andererseits empfiehlt er, CO2 doch lieber zu reduzieren.
France Gall 1969: - Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte, egal. Der ehem. BDI-Chef wollte einen Witz machen. Hier noch was für Klimaleugner:

https://www.spektrum.de/news/wider-den-klimanonsens/1017369

Tomas Poth | Sa, 12. Juni 2021 - 13:24

In reply to by Fritz Elvers

Das ist unsinnig, kein Mensch leugnet daß es Klima gibt.
Klimaleugner ist ein politischer Kampfbegriff der CO2-Hysteriker, um eine offene Diskussion über das Thema zu hintertreiben.
Nur eines ist sicher, die Beiträge der Protagonisten der CO2-Hypothese fördern eine Wachstumswirtschaft die unseren Planeten nur einer anderen, erhöhten Ausbeutung unterzieht, und das bei vielfacher Erhöhung des derzeitigen Energieverbrauchs.

Dieter Freundlieb | Sa, 12. Juni 2021 - 14:31

In reply to by Fritz Elvers

Der Autor des verlinkten Artikels ist keiner der Hunderten von international hoch angesehenen Klimawissenschaftler, die die von den Klimaalarmisten vertretene AGW-Theorie für ganz oder teilweise falsch betrachten - ich nenne als Beispiel nur den Professor Emeritus Richard Lindzen vom MIT - , sondern ein Wissenschaftsjournalist. Er stellt hauptsächlich unbelegte Behauptungen auf, die die Klimarealisten widerlegen sollen.

Gerhard Hellriegel | Sa, 12. Juni 2021 - 05:21

Man sollte wenigstens wissen, dass seit 2018 nachgewiesen ist, dass der Klimawandel menschengemacht ist: Stichwort Kohlenstoffisotope.
Aber wenn es nicht ins Konzept passt, ...

Manfred Bühring | Sa, 12. Juni 2021 - 09:52

In reply to by Gerhard Hellriegel

Mir ist neu, dass 2018 der Klimawandel als menschengemacht nachgewiesen wurde. Wo denn? Wann denn? Von wem denn? Der Anteil des Menschen und damit auch die Steuerbarkeit durch den Menschen sind nach wie vor höchst umstritten. Und wir Deutschen zerlegen als Musterschüler unseren Industriestandort und erfüllen damit spät aber wohl nicht zu spät den Morgenthau-Plan nach WW II Deutschland zum Agrarstaat zu machen.

Petra Horn | Sa, 12. Juni 2021 - 11:18

In reply to by Gerhard Hellriegel

Es gibt eine ganze Reihe von Wissenschaftler, die dies nicht als erwiesen ansehen.

Yvonne Stange | Sa, 12. Juni 2021 - 12:42

In reply to by Gerhard Hellriegel

... ich frag mich bloß, wer die Klimawandel gemacht hat, als es noch keinen Menschen gab?? Und nachgewiesen ist übrigens gar nichts. :-)

Dieter Freundlieb | Sa, 12. Juni 2021 - 14:40

In reply to by Gerhard Hellriegel

Nichts dergleichen ist 'nachgewiesen'. Beweise gibt es in den empirisch arbeitenden Naturwissenschaften ohnehin nicht. Nur Bestätigungen aufgrund von empirischen Daten, Messungen und Tests. Klimaalarmisten nennen aber nie die Testresultate, die sie als Gegenargument gegen ihre Hypothesen anerkennen würden. Das ist laut K. R. Popper eine methodologische Grundbedingung für haltbare Theorien.

Die Dutzende von Computermodellen haben nicht einmal die vergangenen Klimaveränderungen erklären können. Und die zahlreichen Prognosen haben sich alle als falsch erwiesen.

Fritz Elvers | Sa, 12. Juni 2021 - 16:36

In reply to by Gerhard Hellriegel

Hat meine Mutter nie gekocht!

Dennoch, lieber Herr Hellriegel, die meisten haben es nicht so mit MINT. Die Grünen und fff auch nicht. Also ist alles Glaubenssache, sonst würde man es ja nachlesen:

https://www.youtube.com/watch?v=HmkzieKrZW8
https://www.youtube.com/watch?v=oJ1zm65u-ck
1978:
https://www.youtube.com/watch?v=gROxruxyTiM

2019:
Erklärung der Wechselwirkung Rück-Strahlung / IR-Fenster .
https://www.youtube.com/watch?v=zL4B5ynpD6E

Zugegeben, Physikalische Chemie war nicht mein Lieblingsfach.

Wolfram Fischer | So, 13. Juni 2021 - 10:05

In reply to by Gerhard Hellriegel

Wenn das doch so schön - und noch dazu innerhalb des präzise benannten sehr kurzen Zeitraumes 2018 - so klar nachgewiesen ist "daß der Klimawandel menschengemacht ist", dann ist es schon überaus verwunderlich, daß das Klima in der Erdgeschichte unzählige extreme Kapriolen geschlagen hat - Eiszeiten, Warmzeiten, CO2-Konzentrationen mal hoch, mal niedriger etc.pp. - und DAS ALLES SO GANZ OHNE MENSCHEN... Sachen gibt's...
Nein, diesen "Minimalkonsens" in dieser Form gibt es nicht und solange es klar denkende unideologisierte Menschen gibt, kann es ihn auch nicht geben, weil er Unfug wäre.
Aber wenn es halt so schön in's Konzept passt...
;-)

Gerhard Hellriegel | So, 13. Juni 2021 - 14:45

In reply to by Gerhard Hellriegel

1. Fossiler Kohlenstoff ist ein anderes Isotop als aktueller (durch Atmung, Holzverbrennung u. dgl.). Der Anteil fossilen Kohlenstoffs in der Atmosphäre wurde 2018 gemessen.
2. Die Entwicklung der atmosphärischen Anteile wird in Eisbohrkernen gemessen.
3. Der Anteil fossilen Kohlenstoffs wuchs in den letzten 200 Jahren erheblich, in den letzten 50 Jahren exponentiell.
4. Wenn Sie dem widersprechen wollen, dann müssen Sie andere nicht-menschliche Prozesse aufzeigen, in denen fossiler Kohlenstoff frei wird.
5. In einer arbeitsteiligen Welt ist auch das Wissen geteilt. Jeder lebt aus zweiter Hand. Ohne Vertrauen geht es nicht. Aber jeder ist selbst dafür verantwortlich, wem er inwieweit vertraut - und wem nicht.

helmut armbruster | Sa, 12. Juni 2021 - 07:21

Das Klima ist krank und muss daher gerettet werden und der Mensch ist dazu in der Lage.
Das ist das Credo der Grünen, das glauben sie und zur "Rettung" fühlen sie sich berufen.
Das erinnert sehr stark an mittelalterliche Vorstellungswelten als man allgemein glaubte, dass Unheil und Unglück deshalb über die Menschen komme, weil sie gegen die Gebote Gottes gelebt haben.
Dieser mittelalterliche Glaube war ebenso irreal wie es der heutige Glaube der Grünen ist.
Dies feststellen zu müssen ist sehr unbefriedigend, denn wir alle leben in dem (falschen) Glauben wir hätten das Mittelalter überwunden, seien modern und wissend geworden.
Was für ein Irrtum!

Die Klimahysterie erinnert mich oft an den Turmbau von Babel. Die kleinen Menschlein bilden sich ein, es gäbe keine Grenzen für sie und könnten daher die Natur nach eigenen Interessen steuern. Im Mittelalter wär das als Gotteslästerung bestraft worden.

Menzel Matthias | Sa, 12. Juni 2021 - 09:22

Stimme Herrn Rogowski zu. Auch wenn man nicht an die Menschen gemachte Erderwärmung glaubt, sollten wir sorgsam mit den Ressourcen umgehen. Fehlen tut mir der Hinweis auf diese ungebremste Vergrößerung der Anzahl der Menschen. Ich wage gar nicht daran zu denken wenn alle unseren Lebensstandard haben wollen. Da bleibt von dieser Erde nichts mehr übrig. Leider spricht keiner über diesen rosa Elefanten! Das viele Bürger gute Argumente mit Ideologie (oder Dummheit) ablehnen ist auch leider so. Geht bis zu den ganz großen „Geistern“, die wir wählen sollen.

Kurt Walther | Sa, 12. Juni 2021 - 10:20

Es ist immer gut, wenn sich ein ehemaliger Industriekapitän und BDI-Präsident zum Thema Klima- und Weltrettung eindringlich äußert.
Der Wähler hat es mit seiner Wahlentscheidung am 26. Sept. in der Hand, wie es auf diesem Gebiet weitergeht. Das Für und Wider verschiedener Maßnahmen zum Stoppen der Erderwärmung ist schwerlich abzuwägen. Auf keinen Fall darf dies zu einer Deindustrialisierung mit einhergehender Verarmung führen. Unser Wirtschafts- und Innovationspotential wird zur "Weltenrettung" dringend benötigt und muss zügig ausgebaut werden. Dazu wird vor allem Strom benötigt. Ich bezweifle, dass DE mit seiner Flächengröße diesen allein vermittels Wind und Sonne erzeugen kann. Der beschlossene Doppelausstieg (AKW, Kohle) will es aber so.
Die Abschaltung der AKWs ist ein Fehler. Ich bezweifle auch, dass uns andere Länder auf dem rigorosen Wege, wie ihn etwa die Grünen anstreben, jemals folgen werden. Nur mit Verboten kann man die Welt nicht retten, sondern Innovationen.

Wolfgang Borchardt | Sa, 12. Juni 2021 - 11:06

1. Das Klima muss nicht gerettet werden. Es ist wie es ist und wird auch ohne Menschen weiter Klima geben.
2. Das Klima ändert sich möglicherweise in eine menschenunfreundliche Richtung.
3. Dem gegenzusteuern ist auch unter dem Aspekt begrenzter Ressourcen sinnvoll, auch wenn wir nicht wissen, wie es nach trockenen Sommern usw. wirklich weitergeht. Dass Modelle eben nur Modelle sind, belegt die Realität (Corona-Modelle, Wahlergebnisse)
4. Was können wir tun? Mit gutem Beispiel vorangehen, aber nicht zum Preis des wirtschaftlichen Ruins. Der Beitrag D.s zum Weltklima kann im internationalen Vergleich nur sehr klein sein, auch wenn Berlin glauben machen möchte, durch drastische Maßnahmen den Klimawandel ganz allein aufhalten zu können.

Werner Gottschämmer | So, 13. Juni 2021 - 15:47

In reply to by Wolfgang Borchardt

„kann im internationalen Vergleich nur sehr klein sein, auch wenn Berlin glauben machen möchte, durch drastische Maßnahmen den Klimawandel ganz allein aufhalten zu können“. Wie kann man das eigentlich so erfolgreich unbeantwortet lassen. Ist das nicht schon lange der Beweis einer Unzurechnungsfähigkeit? Wer kontrolliert eigentlich noch etwas auf Substanz bei uns? Sind wir schon ein failed state? Wer übernimmt persönlich die Verantwortung? Was macht der wissenschaftliche Dienst des BT so beruflich. Lässt man hier einfach alles laufen bis in den Untergang? Wer sind die Strippenzieher? Wann fragt sich in diesem depperten Land endlich mal eine wirklich breite Schicht der Gesellschaft was das alles soll?

Werner Gottschämmer | Sa, 12. Juni 2021 - 11:17

Wenn ich mir anschaue welchen Verwerfungen wir entgegenblicken müssen, frage ich mich ernsthaft ob das nicht schon lange ein Fall für den Verfassungsschutz ist? Wer hält die Zerstörer auf?

Steffen Loos | Sa, 12. Juni 2021 - 14:11

Leider haben wir keine Wahl mehr. Die Politik hat sich festgelegt und die die Gehirnwäsche durch die Medien aber auch an Schulen uns Unis hatte Erfolg, Ich arbeite in einem Unternehmen mit hohem Energieverbrauch. Zusätzlich entstehen durch unsere Prozesse Jährlich mehrere 100T t CO2. Wir sind also die ganz bösen, aber unsere Produkte werden dringend gebraucht, sei es im Bausektor, beim Stahl, in der Chemie, der Pharmazie, der Nahrungsmittelindustrie, ja sogar für den Umweltschutz. Ich bin froh wenn ich noch die 15 Jahre bis zu meiner Rente einen Job habe. In diesem Industriezweig herrscht eher Resignation und wer kann orientiert sich ins außereuropäische Ausland. Die Unternehmen müssen langfristig planen und daher werden die Weichen für Investitionen jetzt gestellt. Es ist unwahrscheinlich, dass zeitnah ein umsteuern stattfindet, daher ist der Zug schon abgefahren.die Industrie verschwindet und die Produkte werden importiert. Entsteht dabei weniger CO2?

Romuald Veselic | Sa, 12. Juni 2021 - 15:45

Eine der jüngsten Klimabotschaften lautet: „Klimawandel stört Erdrotation.“
Ah wah!

Wer ist Klimarat? Welche Verkoster sitzen dort?
Ich habe mich selbst zum Nicht-Klimarat erklärt. Ich will klimatisch nicht erlöst werden.

Es erinnert mich an die kommunistischen Ziele der Welt Avantgarde, die das Wetter normen u. steuern wollte, sowie durch ihr Bewässerungssystem die größte Ökokatastrophe am Gewissen haben, die Zerstörung von Biotop des Aralsees, mit seinem Austrocknen.
Deshalb glaube ich generell an keine Theorien der Weltrettung u. solche Zahlen wie 1,5° o. 2°C Erwärmung kommt mir so vor, als würde man einem diktieren, wie viel Luft per Atemzug darf man einatmen.
Die D-Klimascharlatane erkennt man darin, dass sie die beste Kläranlage in D noch besser machen wollen. Wobei Kalkutta, die Stadt der im Wind fliegenden Plastiktüten nennen dürfte, die irgendwann endlich v. D-Aktivisten eigesammelt werden sollten. Bevor sie im Golf von Bengalen landen.

Bernhard Marquardt | Sa, 12. Juni 2021 - 16:16

hier kurz angesprochen, ist das zentrale Hemmnis jeglicher Bemühungen um eine CO2-Reduzierung. Diese Erkenntnis eint alle einschlägigen wissenschaftlichen Untersuchungen.
Solange es arme Länder gibt, in denen Frauen im Durchschnitt bis zu 7 Kinder zur Welt bringen, werden all deren Nachkommen der Welt ihren CO2-Abdruck hinterlassen.
Die Grünen und ihre dümmlichen FFF-Adepten sollten konkret Stellung nehmen, wie sie die klimafeindliche Zunahme der Weltbevölkerung einzudämmen gedenken. Sonst ist alles inländisches Abstrampeln nämlich umsonst. Natürlich sollten die Menschen in den sog. entwickelten Ländern um eine Besserung der von ihnen beeinflussbaren - eben nur regionalen - Umweltverhältnisse bemüht sein. Die Entwicklung in andern Teilen der Erden entzieht sich allerdings dem arroganten deutschen Unwesen, an dem alle gefälligst genesen sollen.
Die Grünen in Finnland befürworten neuerdings alle kohlenstoffarmen Energiequellen, dazu gehört auch die Nuklearenergie.

Jens Böhme | Sa, 12. Juni 2021 - 18:42

Was ist an Wandel und Veränderung so lebensbedrohlich? Tagtäglich wird man mit Wandel und Veränderung konfrontiert, dass diese nicht aufzuhalten sind ("alternativlos"). Andererseits wird Wandel und Veränderung mit Fortschrittsgläubigkeit verbrämt, also Wandel und Veränderung nur dann, wenn es in die entsprechende Ideologie passt.