SPD-Aktion #fairerben
Die SPD hat nichts gegen das Erben, erben soll lediglich der Staat / picture alliance / IPON | Stefan Boness

KI-Gutscheine, Erbschaftsteuer, „Deutschland-Korb“ - Neid und Ideenlosigkeit: Zum Zustand der SPD

Mit ihren wirtschaftspolitischen Ideen wirkt die SPD heute wie ein politischer Siebtklässler. Die Sozialdemokraten haben den Kontakt zu ihren früheren Milieus verloren, flüchten in Ressentiments und ringen mit erstaunlicher Naivität um verlorene Wähler – die sie in Wirklichkeit vergraulen.

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Wolfgang Kubicki ist stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

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Wenn ein Siebtklässler in einer Gruppenarbeit im Politikunterricht den Vorschlag macht, zur Abfederung der hohen Lebensmittelpreise solle man den Einzelhandel verpflichten, bestimmte Lebensmittel zu festgelegten Preisen anzubieten – in einem sogenannten „Deutschland-Korb“ –, sollte man in der Reaktion darauf immer bedenken, dass es ein Siebtklässler war, der diesen Vorschlag gemacht hat. Irgendwo zwischen Kindheit und Heranwachsen, von den Wirren der Pubertät vermutlich in seinem politischen Werden mitunter abgelenkt.

Und wenn dieser Siebtklässler dann im Wirtschaftsunterricht sagt, man könne der Wirtschaft doch einfach „KI-Gutscheine“ austeilen, damit sie den Anschluss an das 21. Jahrhundert nicht verliere, bedenke man abermals: Pubertäre Vorstellungen von Politik sind nichts Ehrenrühriges, solange man pubertiert. Anders sieht es aus, wenn man erwachsen wird. Dann sollte man in der politischen Auseinandersetzung auf solche naiven Vorschläge verzichten. Es sei denn, man ist in der SPD. Denn dann kann man damit offenbar sogar Karriere machen.

Aufmerksame Beobachter des politischen Zeitgeschehens ahnen natürlich schon, worauf ich hinauswill. Die anderen kann ich womöglich mit der Information verblüffen, dass es sich bei den Vorschlägen des KI-Gutscheins und des Deutschland-Korbs nicht um das Ergebnis eines jugendlichen Brainstormings handelt, sondern um ernst gemeinte Ideen erwachsener Menschen. Und nicht nur das: Diese Vorschläge sind nicht irgendwo nebenbei in einer Bierlaune entstanden, sondern sozusagen hauptberuflich und im Namen der SPD.

Seit 1998 regiert die SPD – mit nur einer vierjährigen Unterbrechung – in Deutschland und will nun mit KI-Gutscheinen und Deutschland-Körben Politik machen. Das ist wirklich einigermaßen erschütternd. Woher kommt diese Plattheit, diese inhaltliche Selbstaufgabe? Ist es bloß das Fehlen von Überzeugungen, gepaart mit institutionalisierter Inkompetenz?

Die SPD interessiert sich hauptsächlich für selbstgemachte Nicht-Probleme

Der Niedergang der SPD begann in den Merkel-Jahren und hat viel mit der AfD zu tun. Denn während man sich einredete, diese neue Partei sei allein ein Problem von CDU/CSU und FDP, erreichte die AfD ausgerechnet in der SPD-Kernklientel – nämlich bei den Arbeitern – früh große Zustimmung. Und das ist bemerkenswert, denn die AfD galt in ihrer Gründungszeit einmal als „Professorenpartei“, die SPD hingegen – lange ist es her – als „Arbeiterpartei“.

Die AfD – und das ist eine unbequeme Wahrheit – ist auch deshalb in bestimmten Milieus so unangefochten, weil die anderen Parteien den Bezug zu diesen, zu „ihren“ Milieus vollständig verloren haben, während die AfD sie sich zielstrebig erschloss.

Die SPD – so musste man lange glauben – interessiert sich hauptsächlich für selbstgemachte Nicht-Probleme, die im akademischen Milieu mäßig erfolgreicher Geistes- und Sozialwissenschaftler erdacht und im wahrsten Sinne des Wortes ersponnen wurden. Dabei ging ihr einst sehr fortschrittliches Profil gleich mit verloren.

Dem historisch wichtigen Einsatz für die Gleichberechtigung von Frauen, die Entkriminalisierung von Homosexualität und die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare folgte ein in Teilen wirklich haarsträubender identitätspolitischer Diskurs unter dem diffusen Schlagwort der „Queerpolitik“. Ein Diskurs, der sich an Toiletten, Fahnen und Armbinden entlang entspinnt und der wirklich niemanden in diesem Land weiterbringt. Die Fruchtlosigkeit dieser Debatten hat die SPD nicht davon abgehalten, sie mit immer größerer Inbrunst zu führen. Man erinnere sich nur an den Auftritt von Nancy Faeser mit Armbinde in Katar.

Mitten im Klassenkampf des 19. Jahrhunderts

Die AfD musste lediglich zusehen und sich gemeinsam mit ehemaligen SPD-Wählern wundern: Was machen die da eigentlich – und haben die keine anderen Probleme? Das Entsetzen über die etablierten Parteien ist inzwischen so groß, dass die AfD kaum noch Rechtfertigungsdruck verspürt. Ihre widersprüchlichen, teils erratischen und in weiten Teilen wirtschaftspolitisch vollkommen wahnsinnigen Vorschläge muss sie kaum mehr erklären. Der Verweis auf die großkoalitionäre – oft sozialdemokratisch intonierte – Arroganz und Entrücktheit reicht völlig aus. Für die Ampel galt übrigens nichts anderes.

Offenbar scheint den Sozialdemokraten gedämmert zu haben, dass ihnen die Anschlussfähigkeit an weite Teile ihrer ehemaligen Wählerschaft abhandengekommen ist. In Baden-Württemberg droht bei der Landtagswahl ein absolutes Desaster. Also sucht man nach Wegen der Wiederannäherung – und heraus kommen der Deutschland-Korb und der KI-Gutschein. Doch damit nicht genug. Man bedient sich zusätzlich einer vermeintlichen Erfolgszutat, die man eigentlich eher mit der AfD verbindet: dem Ressentiment.

Die Sozis nehmen die Reichen ins Visier, überspringen als historischen Anknüpfungspunkt die sehr erfolgreichen Jahre, in denen man sich der sozialen Marktwirtschaft verschrieben hatte, und landen stattdessen mitten im Klassenkampf des 19. Jahrhunderts. Im Internet werden unter dem Hashtag „#fairerben“ klischeebeladene Kacheln geteilt, die symbolisch Reichtum repräsentieren und mit der Botschaft versehen sind: „ERBEN IST KEINE LEISTUNG“. Die Sozialdemokratie hat den Erben den Kampf erklärt und hofft, mit Neid und Ressentiments den Zuspruch ihrer alten Milieus zurückzugewinnen. Das geht doch eigentlich immer, wird man sich denken. Der SPD dieser Tage zuzusehen, ist nichts für melancholische Gemüter – denn es ist ohnehin schon einfach nur zum Heulen.

Erben mag keine Leistung sein, vererben sehr wohl!

Darum sei in aller Nüchternheit auf Folgendes hingewiesen: Erben mag keine Leistung sein, vererben sehr wohl! Es ist ein Trugschluss zu glauben, das Erbrecht schütze nur die Erben. Nein, es schützt auch den Erblasser und dessen freien (letzten) Willen. Die Leistung, die hinter dem Vererben steckt, ist meist das Resultat jahrzehntelanger Arbeit in diesem Land. Wer hier Vermögen aufgebaut hat, hat auch erhebliche Steuern gezahlt. Und er hat in dieses Land investiert – meist unter größten persönlichen Risiken.

Das gilt insbesondere für Familienunternehmer. Der Manager in einem DAX-Unternehmen ist kein Unternehmer im eigentlichen Sinne, sondern ein Angestellter. Die kleinen und mittleren Unternehmen, meist inhabergeführt und nicht selten unter Einsatz des gesamten persönlichen Vermögens aufgebaut, erwirtschaftet und erhalten, sind Rückgrat, Herz und Verstand unserer Volkswirtschaft. Die Menschen in und hinter diesen Unternehmen sind deutsche und europäische Patrioten im besten Sinne. Ihr Einsatz hat auch die politischen Flausen der Sozialdemokratie finanziert.

Diese Menschen hadern zunehmend mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Land, in dem Produzieren immer teurer wird und jede Idee immer schwieriger und bürokratischer umzusetzen ist. Nun müssen sie sich von der Regierungspartei SPD auch noch beschimpfen lassen und sehen ihr Erbe wortwörtlich bedroht.

Wenn das Ziel der SPD war, noch mehr dieser Leistungsträger aus dem Land zu jagen, als Deutschland ohnehin schon den Rücken kehren, kann man ihr nur gratulieren. Wenn ihr Ziel hingegen war, mit durchdachten Vorschlägen alte Wählerschichten wieder für die Sozialdemokratie zu begeistern, bleibt nur ein Urteil: Note 6, setzen! Denn als Siebtklässler-Partei lässt es sich schwer reüssieren. Die sind nicht wahlberechtigt.

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Hans Jürgen Wienroth | Sa., 17. Januar 2026 - 09:19

Die Debatte kommt zur Unzeit, weil das BVerfG. noch in diesem Jahr darüber entscheiden wird oder kommt sie zur rechten Zeit, um das Gericht in seinem Urteil noch zu beeinflussen? Auch das wäre denkbar.

Gab es zu dem Rechtsstreit eigentlich eine Anhörung / ein Verfahren? War darin die (Ampel-)Regierung Beklagter und was wurde von den „Experten“ vorgetragen. Gab es wie beim Klimaurteil ggf. keine Anhörung und wer ist der / die Gutachter*in des Gerichtes? Kennt die SPD schon die Tendenz des Gerichtes? Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat und da ist man vor Gericht in Gottes Hand, wie auch auf See.

p. s.: Auch die CDU-Vize wollte in der Meinungsfreiheit nicht wirklich Abstand von dem Konzept nehmen. Alles klar?

Wie soll Adenauer gesagt haben: Eher geht der Hund an der Wurst vorbei als die Sozilisten an der Geldbörse der Bürger. Gilt das auch für die SPD?

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 17. Januar 2026 - 09:22

diskutiere ich nicht mit Ihnen, Herr Kubicki oder auch Herr Müller-Vogg.
Es macht sich vielleicht doch bemerkbar, wenn man von Karl Marx wenigstens schon einmal etwas gehört hat.
Ich lese es jetzt allerdings vermehrt über Microsoft News, man solle doch die Erbschaftssteuer ganz abschaffen, wie es schon Schweden getan habe.
Steuern muss man schon im Gesamtzusammenhang sehen und da muss ich mich erst einmal kundig machen bei meiner SPD.
Das Material habe ich schon.
Wichtig ist übrigens auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gesellschaft.
Das schätze ich in Deutschland ausreichend groß ein.
Was man an späteren sozialen Einbrüchen intelligent verhindern kann, lohnt bedacht zu werden.
Das Leben sollte auch nicht nur "Abenteuer" oder "Lotterie" sein.

Sie träumen. Und falls Sie aufwachen, wollen Sie sich bei denen informieren, die den Karren 20 Jahre lang in den Dreck gezogen haben? Sie haben Karl Marx gelesen? Und sind trotzdem nicht schlauer geworden? Hinter Ihrer zur Schau gestellten biederen Sozialistenfassade tobt der Hass und Neid auf konservative Bürger, Menschen, die sich in ihrem Leben etwas Wohlstand aufgebaut haben. Wer will darüber schon mit Ihnen diskutieren? Die von Ihrer Clique verursachten sozialen Einbrüche finden täglich und immer mehr statt. Ihre Partei ist die große Hirnseuche in, diesem Land. Warum, glauben Sie, wählen immer weniger Menschen diese hochgradig ideologiegestörten Deutschlandabschaffer? Nach der Sozialistin Merkel steht die cdu vor dem gleichen Dilemma. Der Dieb ruft 'haltet den Dieb'. Sie, Frau Sehrt Irrek, sind der Prototyp der Realitätsverweigerung, des Schei... Schönredens. Gelingt Ihnen aber nie!

Enka Hein | Sa., 17. Januar 2026 - 16:13

Antwort auf von Armin Latell

...ist nichts hinzuzufügen.
Danke.

PS
Wo ist nur Kant geblieben, der sagte man solle sich des EIGENEN Verstandes bedienen.
Es ist als ob sich Putin bzgl. Demokratie erstmal bei Xi Jinping informiert.

auch nicht mehr 'Ihre SPD' von vielleicht vor 25+ Jahren..., die Zeit in welcher Sie vermutlich stolz auf jene Ihre SPD waren..., und vielleicht noch seien konnten... Ein Blick auf den Trend bei den Wahlergebnissen seither bis heute bestätigt, dass es da wohl eine gewisse Entwicklung gab und weiterhin gibt... ... 🤔 Bei der Union im übrigen genauso...

Das war aber 'die alte Zeit'..., welcher Sie offensichtlich nachhängen..., menschlich vollkommen verständlich, so speist sich doch auch die 'nicht tot zu bekommende' Ostalgie hier im Osten gerade bei vielen Älteren einfach schlicht daraus, dass das ihre 'beste Zeit' war, damals in der DDR - jung und aktiv.

Zum Thema: "Wichtig ist übrigens auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gesellschaft.
Das schätze ich in Deutschland ausreichend groß ein."

DAS kann ich nicht nachvollziehen - genau das Gegenteil ist mMn der Fall: die Geselkschaft stärkt sich an den Rändern... und SPALTET SICH SICH ZUNEHMEND!!!

Das ist ein statist. Fakt. 🤔

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 18. Januar 2026 - 12:12

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Ich bin in der SPD, damit ich davon ausgehen kann, dass dort gesellschaftlich verantwortlich mit Fragen der Erbschaftssteuer ff. umgegangen wird, aber deshalb kümmere ich mich auch nicht immer ausführlich darum.
Mein Motto lautet wie in einem Spruch, dessen Autor* mir jetzt nicht sofort einfällt:
"Was soll das Wörtchen Solidarität, wenn jeder Verein damit stiften geht"
Mir geht es einerseits um Solidarität, andererseits und genau dafür wäre die Lektüre von Marx sinnvoll, um Gesellschaftlichkeit.
Beide garantieren nämlich, dass unsere Währung nicht im Wolkenkuckucksheim zu verorten ist und unsere Produktion zwar zumeist privat organisiert, insgesamt aber gesellschaftlich eingebettet.
Die Kombination finde ich gut und ich brauchte sie, um mit unserer Ökonomie "Frieden zu schliessen".
Eine ausschliesslich private Ökonomie, samt Nutzniessung verzerrt gesellschaftliche Produktionsbedingungen, z.B. auch Nutzung von Rohstoffen usw.
Das Erben sollte also auch gesellschaftlich eingebunden sein!

IngoFrank | Sa., 17. Januar 2026 - 10:15

Hmm, Siebtklässler ohne die Fähigkeit der schriftlichen Division ……
Und genau so stellt sich die SPD dar, in bester Gesellschaft allerdings mit der Union.
Es wird wie immer ausgehen in der Neiddebatte ums Erben, mit einem oberfaulen Kompromiss und einer überforderten Bürokratie, um denn hundertsten Cent nach dem Komma, steuerlich erfassen zu können.
Aber auch diese staatliche Einnahmeverbesserung wird wie die Zuckersteuer, die als Krönung „nur“ zur „Verbesserung der Gesundheit der Untertanen“ eingeführt werden soll, nicht zur Gesundung der deutschen Staatsfinanzen beitragen.
Deutschland hat kein Einnahme- Problem sondern das Problem der Steuergeld- Verschwendung und daran wird sich so lange
„Links (Grün)“ das Sagen hat.
Die Diskussionen darüber haben absolut keinen Sinn, genau wie das Ansinnen einen Ochsen ins Hirn kneifen zu wollen.
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

Stefan | Sa., 17. Januar 2026 - 10:42

Schlechte Politik zu machen führt im besten Fall dazu, daß die betreffenden Parteien irgendwann unter die 5% kommen und dann hoffentlich NIE wieder infantile Politik machen. 😉
Je früher die SPD fällt umso besser, denn besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Wird Zeit für echte Profis, die wie beispielsweise Frau Dr. Weidel, auch eine Ahnung davon haben, wovon geredet wird.

Ist Diplom Volkswirtin. Herr Kubicki ist was? Jurist? Trotzdem glaubt er, Programme ihrer Partei wirtschaftlich und ökonomisch bewerten zu können. Die Bewertung von Gesetzen des Herrn Buschmann kann man dagegen tatsächlich bewerten. Die gibt es nämlich und selbst ein Nichtjurist kann erkennen, welcher hanebüchene, die Gesellschaft zerstörende, ideologische Murks da abgeliefert wurde! Da kann man nur sagen: Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Stefan | Sa., 17. Januar 2026 - 22:10

Antwort auf von Armin Latell

Auch dazu möchte ich hier kurz anmerken, daß die 5% für die FDP zurecht nicht erreicht wurden.
Die Zustimmungen der FDP zum größten möglichen Nonsens in der Politikgeschichte Deutschlands waren da wohl ausschlaggebend.

Angelika Sehnert | So., 18. Januar 2026 - 09:27

Antwort auf von Armin Latell

Aber an diesem Kommentar sieht man, welch verheerende Wirkung dieses linksgrüne, idenditäre Gesetz im Bürgertum ausgelöst hat, das der Verantwortliche noch bei seinem Abgang in den höchsten Tönen gelobt hat. Die FDP hat sich genauso von ihren Wählern entfernt wie die SPD und die CDU will es offenbar gleichtun. Das ist ein katastrophaler Befund, denn die Leerstellen füllen die Extremisten.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 17. Januar 2026 - 13:12

Die wollen es gar nicht merken. Die glauben noch immer, wenn bei ihrem Auto das Öllämpchen angeht und man es ausbaut, habe man kein Problem mehr.
Die versuchen soviel wie möglich mit in den Abgrund zu reißen, bevor sie sich auflösen. In etlichen Landtagen knappern sie bereits an der 5% Hürde. Ihre sozialistischen Einpeitscher Klingbeil und Bas wollen aus Merz und der UNION den letzten Tropfen konservativen Blutes heraussagen, um zu überleben. Deshalb fordern sie auch das maximale an ideologischen Schwachsinn, in der Hoffnung, das könnte sie retten. Nein tut es nicht. Das ist ihre letzte Trumpfkarte in diesem Spiel. Macht die UNION mit und Günther hat ja aus Versehen durchblicken lassen, wohin die linksgebürsteten in der UNION bereits sind zu gehen. das steht uns eine DDR 2.0 ins Haus.
Noch ist die Brandmauer für sie ein Schutz vor Verlust der Regierungsbeteiligung. Aber wenn bei den Landtagswählen in diesem Jahr blau irgendwie an oder in die Regierung kommt war es das.

dass bei vielen SPD/CDU/Grünen-Wägler*innen das besagte 'rote Lämpchen' noch garnicht angegangen ist..., speziell im alten Westen der Republik...

Denen geht es einfach noch zu gut im Vergleich zum Osten..., mit ihren Tarifvertragsarbeitsverhältnissen, den Aktien, den Immobilien in Ost und West..., und den guten Pensionen aus dem öffentlichen Dienst und der Beamtenschaft... ... - idR.

Dieser 'Speck' muss erst noch runter..., dann geht das rote Lämpchen erstan... 😉

(Ist aber in Arbeit...)

Jens Böhme | Sa., 17. Januar 2026 - 13:38

Inhaltlich nachvollziehbar. Aber von wem die Analyse kommt, hat schon Satire-hoch-zwei-Niveau.

C. Schnörr | Sa., 17. Januar 2026 - 14:09

schaue und höre sich bitte an, was der Wortbruchkanzler vor der Wahl zum Thema "Erben" gesagt hatte. Wie bisher schon so oft exakt das Gegenteil von dem, was die SPD fordert. Folgt nun Wortbruch Nr. 101 ?! Das ist das eigentliche Drama.

Peter William | Sa., 17. Januar 2026 - 15:09

Die Breitseiten sitzen und von gibts volle Zustimmung zu diesen. Die SPD hat sich verhadert, ist stehengeblieben beim Ansatz das studieren gute Jobs schafft. Wenn diese Studierten dann aber lieber auswandern aufgrund des sklerotischen Verwaltungswesens und der Standortfaktoren kommen sie auf sozialistische Ideen wie Gutscheine, Wertmarken und Preisdeckel. Ist in den USA im Moment nicht anders wo die Demokraten kein Land sehen gegen Trumps Politik.

Ausmisten wäre mal angesagt, sowohl bei den (Wirtschafts-) Regularien als auch bei der Ideologie.

Eigene Vorschläge fehlen mal wieder, aber die würden dann wahrscheinlich auch nur von der anderen verkrusteten Partei kopiert, überzeugt man so jedoch potentielle Wähler um wieder in Landtage und den Reichstag zu kommen?

Außerdem wäre die Vermögenssteuer eine Substanzsteuer. Denn Vermögen ist überwiegend gebunden, in Immobilien, Beteiligungen oder dem eigenen Unternehmen, was alles steuerbar ist. Natürlich auch in Schmuck, Gemälden und den Oldtimern, die laut Herrn Middelberg (CDU!) dann eben verkauft werden müssten. Allein die Bewertung von Vermögen ist ein monströser bürokratischer Unfug.
Vermögen liegt eben nicht in Form von Bargeld in einem Gelsenkirchener Bankschliessfach oder in Dagoberts Geldspeicher.Der ökonomische Sachverstand in der Politik scheint auf den Niveau seines Neffen Donald zu sein.

Urban Will | So., 18. Januar 2026 - 08:51

möchte ich nicht mehr herum reiten, ich gehe davon aus, dass es kapiert wurde), aber nun noch immer macht, lässt selbst Siebtklässler erwachsen wirken.
Was hat man gelernt? Als Resultat des totalen Absturzes, den Ihnen auch die hier so imkompetent als inkompetent bewerte AfD schon zu Beginn der Ampel ankündigte, stellt sich Ihr neuer Chef hin und phantasiert mit Sprüchen, deren Bart so lange ist wie der Nil, eine Wiederauferstehung herbei und das in Koalitionen, in denen u.a. auch diese – von Ihnen hier völlig zu Recht abgeschriebenen Sozen – dabei sein müssten, weil... wir kennen es ja, man bloß nicht darüber nachdenken darf, mal ganz anders zu denken.
Es fehlt Ihnen die Kompetenz, das Programm der Blauen hier so zu bewerten, da nicht einmal Ansätze davon je aufprobiert werden durften. Wie würden Sie es denn machen? Wie Ihr Chef es nun herbei singt?
Wann endlich kapieren auch Sie, wo anzusetzen ist, damit dieses Narrenschiff wieder auf Kurs kommt?

Mit „kapiert haben“, was die Ampelzeit angeht, meinte ich, dass einige in der FDP verstanden haben, dass es ein Fehler war, in diese Koalition zu gehen und der Absturz die logische Folge war.
Um was es mir geht: Man scheint noch nicht kapiert zu haben, dass der „Neustart“ mit dem ewigen Geplappere von weniger Staat, Bürokratie, mehr Freiheit, etc., also all das Zeug, das der Dürr da an Dreikönig und sonst wo von sich gab, zwar nicht falsch ist, aber alter Wein in alten Schläuchen.
Es braucht, um all das durchzusetzen eine komplette politische Wende, deren Hauptsache darin bestehen m u s s, alle linksgrünen Parteien, also auch Teile der CDU aus der politischen Verantwortung zu bringen und zwar für immer oder zumindest eine sehr lange Zeit.
Die haben Deutschland kaputt gemacht und man sieht es immer drastischer.
Und wenn es mal kapiert wird, in den Reihen der FDP und Teilen der CDU, dann ist die Zeit da, zu reagieren. D.h: weg mit Merz, Ende der Koalition, Einreißen der Brandmauer.

Angelika Sehnert | So., 18. Januar 2026 - 10:44

Das ist eine wie auch immer ausgestaltete Erbschafts-oder Vermögenssteuer.Es ist eine Substanzsteuer! Selbst den ökonomischen Analphabethen der SPD ist klar, dass ein Staat, dessen Steuereinnahmen auf Rekordhöhe sind und dennoch nicht ohne gigantische Schulden auskommt,um Konsum zu finanzieren, keinerlei Bewegungs- und Gestaltungsfreiheit mehr hat.In den Kommunen kann jeder Bürger schon jetzt vor der Haustür sehen, welche Konsequenzen das hat. Erbschaftsteuer ist die Vorstufe zur Enteignung.Persönlich erwirtschaftetes, versteuertes Gut soll der Verfügungsgewalt dessen, der erwirtschaftet hat entzogen und seinen Erben vorenthalten werden.Das Gerechtigkeitsgesäusel der SPD ist nichts als der Versuch mit einer Neiddebatte im Milieu der leistungsaversen Habenichtse auf Stimmenfang zu gehen. Nebenbei kassiert man das ehemalige Versprechen, dass es jeder mit Fleiß, einer guten Idee und Risikobereitschaft schaffen kann, Vermögen aufzubauen um es zu vererben. Das geht nämlich immer noch. Noch!

Angelika Sehnert | So., 18. Januar 2026 - 11:23

In dem mit Leichenbittermiene und in pastoralem Ton vorgetragen Statement des Finanzministers zur Begründung einer Erbschaftsteuer wird das irreale Menschenbild der SPD offenbar: Man hält die Wähler für blöde, völlig unselbstständige Wesen,die aus eigener Kraft und ohne staatliche Hilfe nichts auf die Kette bringen. Natürlich wissen die meisten, dass es die Steuer- und Abgabenlast ist, die gerade jungen Menschen jeden eigenständigen finanziellen Spielraum, etwa zum Erwerb einer Immobilie,nimmt und nicht der Umstand, dass es Menschen gibt, die erben.
Die Lebensmittelpreise staatlich zu deckeln kennen die Bürger im Osten noch sehr gut, hatte ja prima funktioniert. Im Westen fehlt diese Erfahrung, aber jeder, der halbwegs bei Verstand ist, weiß, warum die Preise steigen: Wegen der sich immer schneller drehenden Interventionsspirale, mit der man versucht, Probleme, die man selbst geschaffen hat, etwa im Bereich Energie(CO2-Steuer!) oder Mindestlohn mit noch mehr Vorschriften zu heilen.