Prien
Bundesministerin Prien / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Karin Prien will sich um Jungen kümmern - Gleichstellung für alle!

Karin Prien will Gleichstellungspolitik neu denken – weg vom reinen Frauenprojekt, hin zu einer Politik, die auch dort hinschaut, wo Jungen und junge Männer zurückfallen. Die Datenlage gibt ihr recht. Ihre Schlussfolgerungen bleiben fragwürdig.

Felix Binder

Autoreninfo

Felix Niklas Binder hat in Passau Rechtswissenschaften, Geschichte und Politikwissenschaft studiert. Auf dem eigenen Substack schreibt er über politische Philosophie, Liberalismus und die kulturellen Konflikte der Gegenwart.

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„Für mich zählt das Ergebnis.“ Mit diesem Satz hat Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend im Kabinett Merz, in einem kürzlich erschienenen Interview mit dem Stern ihre Haltung zur Paritätsdebatte offen benannt – und damit einen der beständigsten Konflikte im politischen Kulturkampf erneut angefacht. Gleichheit vor dem Gesetz tritt damit hinter Gleichheit im Ergebnis zurück. Verfassungsgerichte in Brandenburg und Thüringen sehen das anders als die Ministerin. Sie haben entsprechende Regelungen bereits gekippt.

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Christa Wallau | Mo., 2. März 2026 - 20:01

unzulässiger Gewaltakt.
Seit in der Gesellschaft nicht mehr von "Gleichberechtigung" geredet wird, weil diese ja faktisch längst vorhanden ist, haben sich die Linken, Grünen und sogar die CDU/CSU etwas auf die Fahnen geschrieben, was niemals vernünftig (= auf natürliche Weise) geschehen kann, nämlich die Herstellung angeblich idealer Gleichheitszustände wie z. B. :
gleiche Zahl von Frauen und Männern, adäquate Repräsentanz aller möglichen Minderheiten,
gleiche Zahl an Jugendlichen mit Abitur aus allen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten usw.
Das ist Utopia pur!
"Gleichstellung" kann nur durch Eingriffe von außen ins Werk gesetzt werden, was praktisch bedeutet, daß sachgemäße, wichtige Ausleseprozesse kaum noch eine Rolle spielen.
Entsprechend tief sinkt dann der Qualitätsanspruch an die Beteiligten.

Finger weg von jeglicher "Gleichstellung"! - kann ich dazu nur sagen. Sie richtet nur Chaos an und führt zu noch mehr Ungerechtigkeit.

Gleichstellung hat wirklich für viele Menschen die gleiche Bedeutung wie Gleichschaltung oder Gleichmacherei, obwohl es ursprünglich wohl nur heißt, dass für alle Menschen in vergleichbarer Position gleiche Rechte und gleiche Pflichten gelten sollten.

Ich glaube, alle wahren Eltern wollen verhindern, dass ihre Kinder rauschgiftsüchtig oder (im Fall m) kriminell werden, oder (im Falle w) zu mentalen Barbie-Puppen heranwachsen.

Mitarbeitende in sonstigen Institutioen, die an der Erziehung von Heraanwachsenden, müssen natürlich gezwungen werden, sich auch bedingungslos an diesen Zielen zu orientieren.

Aber ob das 191-Mio-Bundesprogramm „Demokratie leben!“ irgendetwas zu diesem wichtigen Ziel beiträgt, das bezweifle ich doch sehr stark. Das Programm dient doch wohl nur der Aufpäppelung von medialen Brandmaurern.

Angelika Sehnert | Mo., 2. März 2026 - 20:17

Ein völlig überzogener Feminismus hat es geschafft, dass normales Verhalten von Jungen problematisiert und sogar schnell kriminalisiert wird. Das zugrunde liegende Problem ist die blinde, konsequente Verneinung, dass es Unterschiede im Verhalten zwischen den Geschlechtern gibt. Seit gut zwei Jahrzehnten versucht man aus Jungen bessere Mädchen zu machen. Bolzen, Raufen, normaler Bewegungsdrang wird sofort unterbunden und ggf. „therapiert“. Männliche Bezugspersonen im oft ganztägigen KiTa- oder Schullalltag fehlen weitgehend, bzw. sind selbst schon komplett domestiziert. Das Ergebnis ist eine völlig verunsicherte Generation junger Männer, die auch durch die Me Too Debatte überhaupt nicht mehr wissen, wohin mit sich. Auch hier hat linke Ideologie einen nicht wieder gut zumachenden Flurschaden hinterlassen. Es ist bezeichnend, wie sichFrau Prien jetzt dem selbst geschaffenen Problem zuwendet: Mehr Staat, mehr Therapie, mehr Kontrolle, mehr Stellen, das ist linke Problemlösung vom Feinsten.

christoph ernst | Di., 3. März 2026 - 07:45

Mehr Lehrer, Dozenten und männliche Rollenvorbilder - dann regelt sich von selbst. Nach 40 Jahren strammer Frauenförderung braucht es nicht mehr staatliche Eingriffe und bürokratische Vorgaben, sondern deutlich weniger. Und zwar auf allen Ebenen.
Politisch erweckte Gleichstellung produziert IMMER das Gegenteil von Chancengleichheit. Egal, unter welchen Vorzeichen.

Achim Koester | Di., 3. März 2026 - 09:54

ist die Einstellung als "Gleichstellungsbeauftragte" auf Frauen begrenzt, d.h. ein Mann hätte 0% Chance, an eine solche Stelle zu kommen. Ein feministisch-ideologischer Sieg auf der ganzen Linie.

Sebastian Habel | Di., 3. März 2026 - 11:14

Kaum zu glauben, das Karin Prien in der selben Partei sein soll, wie eine ihrer Amtsvorgängerinnen namens Christina Schröder. Was für ein unglaublicher Abstieg. Von der absolut sinnvollen Antisemitismusklausel zur lächerlichen und unbegründeten Hetzjagd auf Sport und Proteine.

Peter William | Di., 3. März 2026 - 12:13

Nannte sich Gleichberechtigung, steht so im Grundgesetz und die Gleichstellung verstößt dagegen! Die Gleichstellung ist VERFASSUNGSWIEDRIG!

Peter William | Di., 3. März 2026 - 12:18

Antwort auf von Peter William

wollt eure Töchter oder Schwestern oder Freundinnen oder euch selbst in Positionen bringen in denen sie absolut gar nichts verloren haben!

Und als nächstes sollten sich Kerle als Frauen 'identifzieren' um im Sport mit richtigen Frauen zu konkurrieren und Quoten blablabla...

Streicht den Unsinn einfach, es war falsch, ist falsch und wird immer falsch sein!!