- Merz unterstützt Pläne für NGO-Kürzungen und schließt MwSt-Reform nicht aus
Im Bundestag hat sich Friedrich Merz den Fragen der Abgeordneten gestellt. Themen waren unter anderem: neue Maßnahmen gegen digitale Gewalt an Frauen, Kürzungen bei NGO-Förderprogrammen und die Affäre um Kulturstaatsminister Weimer.
Die Grünen haben Kanzler Friedrich Merz bei der Regierungsbefragung im Bundestag vorgeworfen, das Thema Gewalt gegen Frauen im Internet massiv zu vernachlässigen. „Als Mann, Herr Bundeskanzler, schäme ich mich dafür, wie wenig Empathie und klare Entschlossenheit Sie angesichts der krassen sexualisierten Gewalt zum Ausdruck bringen“, hielt ihm der Grünen-Abgeordnete Robin Wagener vor.
Merz nannte die Bemerkung „ehrenrührig“. Zuvor hatte er sich einen Schlagabtausch mit der Grünen-Abgeordneten Lena Gumnior geliefert. Sie hatte ihm vorgeworfen, zu lange zu dem Thema geschwiegen zu haben. Merz antwortete darauf, dass nicht nur Frauen darüber diskutierten, sondern auch viele Männer. „Und ich gehöre dazu“, betonte der Kanzler.
Er hielt der Abgeordneten entgegen, dass die Union in der vergangenen Legislaturperiode als Oppositionsfraktion nach dem Auseinanderbrechen der Ampel-Regierung ein Gewaltschutzgesetz ermöglicht habe. „Ich weiß nicht, wie lange sie dem Deutschen Bundestag schon angehören“, sagte er in diesem Zusammenhang zu der 33-Jährigen, die seit 2025 im Parlament sitzt, und erntete dafür Raunen und Zwischenrufe.
Grünen-Abgeordnete wirft Kanzler Feigheit vor
Gumnior antwortete dem Kanzler: „Unser Einsatz für den Schutz von Frauen vor Gewalt hängt ja zum Glück nicht von unserer Anwesenheit und Dauer im Parlament ab.“ Es sei ein „skandalöser Zustand“, dass Millionen Frauen in Deutschland Opfer von digitalisierter sexueller Gewalt würden. In einer späteren schriftlichen Stellungnahme warf Gumnior Merz vor, ihre Expertise in Frage zu stellen, „weil ich eine junge Abgeordnete bin“. Gleichzeitig relativiere er die Betroffenheit von Frauen. „Das ist nicht nur feige, sondern brandgefährlich für die Betroffenen.“
Merz stellte weitere Gesetzesänderungen in Aussicht. Der Gesetzentwurf zur Speicherung von IP-Adressen sei bereits in der Ressortabstimmung, sagte der CDU-Politiker. Er gehe davon aus, dass er noch im April vom Kabinett auf den Weg gebracht werde. Durch die Speicherung der Daten sollen Menschen, die verbotene Inhalte posten oder verschicken, leichter gefunden und bestraft werden können. Auf die Frage der CSU-Abgeordneten Susanne Hierl, ob die Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen insgesamt ausreichen, räumte Merz ein: „Ziemlich sicher nicht.“ Dabei beklagte er die „explodierende Gewalt“ – im analogen wie im digitalen Raum.
Als er die vermeintlichen Ursachen für diese Entwicklung aufzählte, erntete er im Plenum Applaus, allerdings auch lautstarke Zwischenrufe, als er sagte: „Dann müssen wir auch ansprechen, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland kommt. Auch das gehört zur Vollständigkeit des Bildes hinzu.“
Umbau des Programms „Demokratie leben“
Merz begrüßte außerdem mögliche Kürzungen bei der Förderung bestimmter zivilgesellschaftlicher Organisationen durch den Bund. „Ja, wir überprüfen diese Programme, und sie werden jetzt wirklich konzentriert auf diejenigen, die sich für unsere Demokratie, für unser Land einsetzen“, sagte Merz. Gefragt worden war er besonders nach einem möglichen Umbau des Programms „Demokratie leben“.
Merz antwortete, er sei Familienministerin Karin Prien (CDU) „außerordentlich dankbar“ für die vorgeschlagene Konzentration. Und an die Linken-Abgeordnete Mandy Eißing gewandt, die die Frage gestellt hatte: „Dass dabei die eine oder andere Organisation, die Ihnen nahesteht, vielleicht nicht mehr ganz so bedacht wird wie in früheren Jahren, ja, ist ein erwünschtes Ergebnis.“ Organisationen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung für eine demokratische Zivilgesellschaft hatten vor den Folgen von Priens Plänen gewarnt. Es drohe ein Kahlschlag bei Projekten, die Radikalisierung verhindern sollten.
Merz stellt sich hinter Kulturstaatsminister Weimer
Außerdem stellte sich Merz bei der Gelegenheit hinter seinen wegen mehrerer Kontroversen in die Kritik geratenen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Der Regierungschef sagte im Bundestag: „Wolfram Weimer hat mein Vertrauen.“ Er sei sicher, dass dieser viele Dinge tue, die im gesamten Bereich von Kultur und Medien auch auf sehr große Zustimmung stießen. „Diese Zustimmung teile ich.“
Merz betonte zugleich: „Natürlich ist ein Staatsminister des Bundes, der für Kultur und Medien zuständig ist, auch eine umstrittene Person, wenn er sich in schwierige Debatten begibt.“ Dies sei aus seiner Sicht unvermeidlich. „Jedenfalls dann, wenn er seine Meinung zum Ausdruck bringt und wenn er auch Entscheidungen trifft, die natürlich nicht bei allen und jederzeit auf Zustimmung stoßen.“ Natürlich spreche er mit Weimer über diese Fragen.
Zuletzt hatte eine Entscheidung Weimers beim Deutschen Buchhandlungspreis für Wirbel gesorgt: Er hatte drei links orientierte Läden, die von einer Jury für die Auszeichnung und ein Preisgeld ausgesucht wurden, von der Liste streichen lassen – wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“, wie es hieß.
Der Kanzler äußerte sich in der Regierungsbefragung auch auf eine Nachfrage aus der AfD-Fraktion, die Kritik an Auszeichnungen für andere links orientierte Läden deutlich machte. Er sagte: „Es ist nun mal den meisten Buchhandlungen zu eigen, dass sie auch Bücher vertreiben, die nicht unbedingt die politische Meinung der jeweiligen Inhaber widerspiegeln. Das ist aber auch normal.“ Wenn er in eine Buchhandlung gehe, lägen da auch nicht nur Bücher, denen er vom Inhalt her zustimme, sagte Merz. Wenn die Frage an ihn so gemeint gewesen sei, dass weitere Buchhandlungen von der Preisvergabe ausgeschlossen werden sollten, habe man sich gründlich missverstanden.
Entlastung der Haushalte
In Zusammenhang mit angestrebten Entlastungen von Arbeitnehmern und Unternehmen schließt Merz Änderungen bei der Mehrwertsteuer zudem nicht aus. „Wir wollen insbesondere die Belastung durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge reduzieren“, sagte der CDU-Chef. Auf diesem Weg suche man nach Lösungen. „Wir schließen nichts aus. Aber wir haben ein klares Ziel, und das klare Ziel heißt Entlastung der Arbeitnehmerhaushalte und der Betriebe.“
Der Kanzler antwortete damit auf eine Frage von Linke-Fraktionschefin Heidi Reichinnek, ob es in dieser Wahlperiode eine Erhöhung der Mehrwertsteuer geben werde oder nicht. Er betonte, seine Aussage sei keine Legitimation zu behaupten, die Koalition plane eine Mehrwertsteuererhöhung. „Es wäre ja zum Beispiel auch denkbar, zur Entlastung der Haushalte mit sehr niedrigen Einkommen den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel deutlich zu senken.“ Auch dies wäre eine Option, die er nicht ausschließe, sagte Merz.
Nachteile für strukturschwache Regionen
Bei den Verhandlungen über den langfristigen EU-Haushalt wiederum rechnet der Bundeskanzler mit keiner raschen Einigung. Bei der Regierungsbefragung im Bundestag sagte der CDU-Politiker, über Höhe und Methodik des mittelfristigen Finanzrahmens gebe es intensive Diskussionen. „Ich bin noch nicht sicher, ob wir sie wirklich in diesem Jahr zum Abschluss bringen.“
Der nächste langfristige EU-Haushalt soll für den Zeitraum von 2028 bis 2034 gelten und Ausgaben in Höhe von rund zwei Billionen Euro ermöglichen. Widerstand gibt es vor allem gegen das Vorhaben der EU-Kommission, verschiedene Fördertöpfe zusammenzulegen. Kritiker befürchten Nachteile für strukturschwache Regionen. Auch Merz äußerte sich im Bundestag kritisch zu einer Zentralisierung und warb ausdrücklich für eine regionale und lokale Verteilung der Mittel.
dpa
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Zackige Themen werden rund gelutscht und mal wieder eine perfide Schnapsidee vorgestellt
(Speicherung von IP-Adressen sei bereits in der Ressortabstimmung),die die wahren Probleme wie Energie.- und Spritpreise völlig außer acht lassen.
Mir kommt es so vor als hätte der Mann überhaupt keine Ahnung von dem was er gemeinsam mit den Genossen diesem Land überhaupt zumutet.
Fast hätte ich gedacht da spricht der Lars Klingbeil im Bundestag und nicht Friedrich Merz. Zum Ende hin hielt ich es für eine Eintrittsrede bei den Sozialdemokraten.
Statt Ausgaben zu senken, die soziale Hängematte für Zugereiste aus aller Herren Länder nicht nur abzuschaffen, sondern sie wieder dahin zu schicken wo sie hergekommen sind, sollen jetzt die, die diesen Laden am Laufen halten noch weiter geschröpft werden. Und diese Gurkentruppe aus Laiendarstellern, Minderbegabten und Versagern erhöht sich ohne rot zu werden jedes Jahr ihre Pfründe mal so um schlappe 500 Brüsseler Peseten im Monat! Hoch lebe die deutsche Monarchie, sollen wir doch Kuchen essen, wenn das Brot ausgeht.
Ich kann gar nicht so viel essen wie ich k….. könnte! Ich schicke ihnen zu Ostern ein Paket mit einem Kaufladen zum spielen. Da können sie üben wie das geht mit dem kleinen Einmaleins, Einnahmen und Ausgaben und wie das ist, wenn die Regale leer sind und der Geldbeutel auch. Aber diese Truppe ist so renitent und dumm, die verhökern unsere Schlossallee an die Mullahs und schicken uns über Los im Bademantel direkt ins Gefängnis. Oh Herr lass Hirn regnen, reichlich!
Fundstück des Tages:
Weil’s grad so gut läuft, Erkenntnisgewinne und Selbstreflexion gerade aus sind, von Intelligenz ganz zu schweigen, baut Umweltminister Carsten Schneider jetzt für kostnix 2000 neue Windräder! Wo? Ja da wo kein Wind weht, Logo. Heißt doch „Windräder“!!! Die machen Wind. Einfach irre. Ich pack zum Kaufladen noch ein paar Zwangsjacken ins Osternest.
in Zeiten höchster Energiepreise für Strom, Gas, Diesel, Benzin und demnächst auch noch Lebensmittel an Steuererhöhungen auch nur zu denken, überzeugt mich von der Realitätsferne der Verantwortlichen, oder besser Unverantwortlichen, denn man kann sie ja nicht dafür zur Rechenschaft ziehen. Jedenfalls ist eine solche Politik ein Schlag ins Gesicht der Bürger, die sich nicht dagegen wehren können, oder doch?
Merz und sein Lügen. Der wird, wie immer, genau das Gegenteil von dem tun, was er mal wieder rumschwafelt.
Bei der geplanten Mehrwertsteuererhöhung sicher nicht, lieber Herr Kommenda. Leider. Wir werden ausgezogen bis auf‘s Hemd.
Das Sondervermögen allein reicht offenbar noch nicht aus.
Somit greifen sie ab, was abzugreifen geht.
Es ist lediglich eine Frage der Zeit.
Ansonsten ist es ja gerade dieses heute so, morgen so, was den Bürgern den Nerv rauben soll und als i- Tüpfelchen dann noch dreist lügen.
Warum kommt mir diese Redewendung bloß so bedrohlich vor🙄 liebe Freunde?
Nicht viel besser ergeht es mir bei dem Begriff Option. Oder sind womöglich nur mir bestimmte Dinge und Abläufe ein Rätsel und mein Bull Shit-Radar macht Pause? Warum fallen mir so zu früheren Zeiten gemachte alberne Sprüche wie: "Gestern standen wir noch einen Schritt vom Abgrund entfernt. Heute sind wir einen weiter!" ein? Was sagt der
Verivox, das politische Vergleichsportal Ihres Vertrauens;-)? "Wehe einer klaut mir diese soeben getroffene Geschäftsidee!"☠
Und überhaupt, wo ist wieder dieser verdammte Lügendetektor abgeblieben? Oder ist der letzte Kandidat samt Manschette und Elektroden abgehauen? Man sieht, ich bin momentan etwas überfordert;) Doch ab Mitte Mai ist für 14 Tage Internet-Fasten angesagt trotz der für mich dort flächendeckenden und ungewohnten 5G-Verfügbarkeit. Klappe auf, Elektronik rein, Ärger tot. Danach "Vamos a La Playa!" Bis dahin muss mich das Forum hier ertragen!😜 MfG
Hallo Frau Heim, machen Sie doch einfach aus "Vamos al la Playa" einen Dauerzustand und beantragen bei den Spaniern(?) Asyl. Immerhin bräuchten Sie dann all die Gestalten hier nicht mehr ertragen. Nachzuweisen, dass Sie in Deutschland verfolgt und mit Bademänteln bedroht werden, dürfte doch ein Leichtes sein;-) Gutes Gelingen.
Sorry liebe Frau Lehmann! Hatten just als ich antworten wollte einen kompletten Stromausfall und unser Uralt-Router ist sich gerade am berappeln.
Was einen Dauerstrandaufenthalt betrifft in Viva Espana! ,so scheint da auch nicht alles Gold was glänzt. Da ich bei meinen dortigen Urlaubsaufenthalten auch mal das Hotel hinter mir lasse und Gespräche mit der Reiseführerin meines Herzens über den üblichen Touristenklamauk hinaus führe, erfuhr ich so manches über den von Sozialisten regierten Staat u. der Unzufriedenheit der normalen Bürger mit nahezu den gleichen Verhältnissen wie sie bei uns herrschen. Nur das der gemeine Andalusier;) ein bisschen temperamentvoller damit umgeht. Außerdem machten wir aufgrund dessen, dass gerade die spanische Regierung Corona nutzte, um massivste Antirauchermaßnahmen und Gesetze durchzusetzen, Pause was einen Urlaubsaufenthalt dort betraf. Denn der damit verbundenen Militanz wollte ich meinen smokenden Gatten nicht aussetzen. Heimat bleibt Heimat! LG
Ja die Totguten, die scheint es wohl überall in Europa zu geben und speziell die Spanier haben in den vergangenen 15 Jahren erhebliche Transformationen durchlebt. Das Thema Diversität und Inklusion wird dort in den größeren Städten indoktriniert bis zur Schmerzgrenze. Von militanten Klima- und vermeintlichem Umweltschutzaktionen bis zur handgreiflichen Vertreibung deutscher Touristen, ist dort alles vertreten.
Wie dem auch sei, Andalusien ist traumhaft schön und für „Einheimische“ interessiere ich mich im Urlaub grundsätzlich nicht, ist ja schließlich keine Feldforschung so ein Urlaub;-) Aber seien Sie vorsichtig mit Verstößen gegen spanische Gepflogenheiten, mit der spanischen Policia ist nicht zu spaßen, die sind Hardcore, liebe Frau Heim.
Hardcore auch die dortigen Busfahrer wenn es darum geht wie z.B. auf Mallorca die "3 und mehr Marias" zu bewältigen ohne das Gefährt mit den Zähnen klappernden oder wie meine Freundin mit zugehaltenen Augen, im Sitz verkrochen und im Geiste ihr Testament aufsetzende Insassen hinten drin, in einer nach jeder Kurve sich tiefer auftuenden Schlucht zu versenken🤣. Sie liebt mich wie gesagt immer noch😍. Denn demnächst betätige ich mich wieder als Haarfärbe-Assistentin um die grauen Haare, die ich ihr beschere auf gemeinsamen Exkursionen dezent zu kaschieren. Ich gebe Ihnen aber in allem recht, was die Veränderungen dort angehen. Doch wie überall halte ich mich an die herrschenden Gepflogenheiten und was man als normalen Anstand bezeichnet sowie nach dem Motto: "Wie man in den Wald hinein ruft.... " Ansonsten genieße ich dort oder in Portugal ein Gefühl von Sicherheit und mir entgegengebrachten Respekt auch allein unterwegs oder abseits normaler Pfade, wie ich es hier immer öfter misse. LG
