Juden und Homosexuelle - Erzwungene Schicksalsgemeinschaft

Nach der Entscheidung zur „Ehe für Alle“ fiel die deutsche Gesellschaft in einen Freudentaumel. Verschwiegen wird, dass die homosexuelle Minderheit durch das Wachstum des konservativen Islam gefährlicher lebt als vor wenigen Jahren. Das gilt auch für Juden. Lehrer berichten, dass Antisemitismus sich unter ihren Schülern immer stärker durchsetzt

Aktivisten halten vor dem Bundestag einen Regenbogen aus Luftballons in die Höhe
Seit dem Nationalsozialismus ist Deutschland einen langen Weg zur Anerkennung von Homosexuellen gegangen / picture alliance

Autoreninfo

Sonja Margolina, Jahrgang 1951, ist 1986 aus der Sowjetunion in die Bundesrepublik emigriert. Sie arbeitet als Journalistin und Buchautorin.

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In den christlichen Ländern wurden Homosexuelle jahrhundertelang verfolgt, diskriminiert, geächtet. In islamischen Staaten und im orthodoxen Russland werden sie das bis heute. Die Minderheit, der von Natur aus rund 6 Prozent der Menschheit angehören, haben nun in Deutschland gleiche Rechte wie die Mehrheit. In einer Hauruck-Abstimmung hat der Bundestag die gleichgeschlechtliche Ehe beschlossen.

Es fehlte nicht an Kommentaren, die sich am Durchbruch berauschten. Endlich dürfen auch Homosexuelle Kinder adoptieren. Viele Bürger, die sich als konservativ bezeichnen, sorgen sich jedoch, ob Kinder von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht unter der Andersartigkeit ihrer Familien leiden würden. Manch einem gehen ganz perfide Gedanken durch den Kopf: Sie machen sich Sorgen über mögliche pädophile Neigungen der Eltern, die ihre Adoptivkinder missbrauchen könnten. Auf eine solche Unterstellung wird normalerweise mit dem Kindesmissbrauch in heterosexuellen Familien geantwortet. Und in der Tat kann die traditionelle Familie anstelle ein Hort der Liebe und Geborgenheit zu sein, für Kinder zur Hölle werden. 

Angriffe auf Homosexuelle 

Allerdings wird ein Paradoxon der gesetzlichen Gleichstellung der Homosexuellen geflissentlich übersehen. Es mutet sogar als eine Art kognitive Dissonanz an. Denn das Gesetz wird in einem Augenblick verabschiedet, in dem ein steiles Anwachsen der Homophobie verzeichnet wird. Harald Martenstein wies in seiner Tagesspiegel-Kolumne darauf hin, dass die Zahl der Gewalttaten gegen gleichgeschlechtliche Paare in der Öffentlichkeit seit 2005 sich vervierfacht habe. Doch Politik und Medien schweigen und spielen das Problem herunter. Homosexuelle dürften nun zwar heiraten, aber im Alltag lebten sie gefährlicher als früher. Martensteins Beispiele aus einer Woche in Berlin: ein Taxifahrer würgte seinen transsexuellen Gast; auf dem Herrmannplatz wurde ein homosexueller Christ aus Syrien von einem muslimischem Syrer, unter den Angreifern waren auch Kinder, krankenhausreif geprügelt; in Berlin-Mitte würgte ein Mann lesbische Frauen und schlug mit einer Flasche auf sie ein.

Gefährlicher als noch vor einigen Jahren  lebt auch eine andere Minderheit: Juden. Der Großteil der 250.000 Juden, die heute in der Bundesrepublik leben, stammt aus der ehemaligen Sowjetunion, deren Zerfall von wachsendem Antisemitismus und gesellschaftlichen Verwerfungen begleitet wurde. Man hat sie in den neunziger Jahren gegen den Widerstand Israels als „Kontingentflüchtlinge“ in die Bundesrepublik eingeladen. Die Wiederherstellung der jüdischen Gemeinden, des jüdischen Lebens in der Bundesrepublik war als Wiedergutmachung für erlittenes Unrecht gedacht. Die Zahl der eingewanderten Juden kommt im Vergleich jedoch nur auf 10 Prozent der hier lebenden Türken.

Mutlose Politik

Seit der Fall einer Friedenauer Schule, in der ein jüdischer Junge von türkischen und arabischen Mitschüler drangsaliert wurde, an die Öffentlichkeit gelangte, brach die Mauer des Schweigens. Man konnte den anwachsenden Antisemitismus nicht mehr herunterspielen. Gerade veröffentlichte der RBB eine Umfrage unter Berliner Lehrern. Ergebnis: Antisemitismus und Salafismus unter Schülern mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund gehören zum Schulalltag. Obwohl auch der links-rechte Antisemitismus infolge der globalen Krise an Virulenz gewonnen hat, scheint der islamische Judenhass dabei eine Trigger-Rolle zu spielen. Muslimen, die sich gerne als Opfer und als „Juden von heute“ gerieren, wird vom linksliberalen Mainstream moralisch zugestanden, auf ihre angebliche Diskriminierung mit Antisemitismus zu reagieren.

Dabei ist er gewalttätiger als die links-rechten Ressentiments und wird von der faktischen Hilflosigkeit staatlicher Institutionen und der Mutlosigkeit der Politik zusätzlich angeheizt. Die Kluft zwischen dem institutionellen Umgang mit Antisemitismus und dessen Realität lässt sich an der Verhaftung des betagten Holocaustleugners Horst Mahler vor Augen führen. Während der Rechtsstaat die Würde der Toten zu verteidigen weiß, sehen sich die hier und heute lebenden Juden dem realen und gewalttätigen Antisemitismus ausgesetzt.

Historisch haben Homosexuelle und Juden miteinander wenig zu tun, von Anfeindungen der Bevölkerungsmehrheit einmal abgesehen. Doch während das Judentum eine Volks-und Religionsminderheit ist, ist homosexuelle Orientierung ein Produkt der menschlichen Evolution und biologisch determiniert. Somit ist ein gewisser Teil der menschlichen Spezies , ungeachtet ihrer Hautfarbe, Volkszugehörigkeit und Religion, von Natur aus homosexuell. Man kann sich vom Judentum lossagen, obwohl das vor Ausrottung nicht immer schützt, von natürlicher Veranlagung für Homosexualität wohl kaum. Auch wenn das unter dem Druck der gesellschaftlichen Konventionen immer wieder versucht wurde.

Kopflose Flüchtlingspolitik gefährdet Erfolge

Allerdings begegneten sich Homosexuelle und Juden da, wo sie – ungewollt und unverschuldet - zu einer Schicksalsgemeinschaft gemacht wurden, nämlich im Konzentrationslager der Nazis. Seit dieser Zeit ist Deutschland einen langen Weg zur Anerkennung und Legalisierung der Andersartigkeit gegangen. Selbst in den wenig gebildeten Bevölkerungsschichten gilt Homosexualität nicht mehr als Krankheit oder Perversion.

Nun werden diese Fortschritte vom wachsenden Einfluss des konservativen Islam und einer kopflosen Flüchtlingspolitik infrage gestellt. Um zu differenzieren: Auch fundamentalistische Christen und Rechtsradikale sind homophob. Deren Potenzial ist in der Bundesrepublik jedoch eher bescheiden, während eine steigende Anzahl von Migranten aus Stammesgesellschaften und konservativeren Kulturen Antisemitismus und Homophobie mit sich bringt und die Früchte der Aufklärung und Toleranz bedroht. Die Vorstellung, dass die Integrationsindustrie mit Prävention, psychologischer Beratung und Bildung die archaisierende Dynamik in Griff bekommt, ist eine abermalige Projektion eigener Erfolge auf fremde Kulturen mit uns unbekannten und unverstandenen Affekten.

Vor diesem Hintergrund lässt sich das Schicksal der von Homosexuellen adoptierten Kinder erahnen, falls sie auf öffentliche Schulen mit hohem Migrantenanteil geschickt werden. Sie müssten sich verstellen oder wie heutige Kinder von Juden behandelt werden. Juden könnten jedoch, wie sie es bereits in Frankreich und Belgien tun, jeder Zeit nach Israel auswandern. Ein Land für Homosexuelle gibt es nicht.

Michaela Diederichs | Fr, 21. Juli 2017 - 16:32

Ein ganz großartiger Beitrag zu zwei schwerwiegenden Themen. Politik und die meisten Medien schweigen dazu, verdrängen die Realität. Und die sieht bitter aus.

Matthias Dittmer | Fr, 21. Juli 2017 - 17:18

In reply to by Michaela Diederichs

Die Medien verschweigen das nicht. Im Gegenteil. Und dadurch werden sie von den Systemprofiteuren dafür genutzt, ihren Machtanspruch zu behalten, bzw. ihre Ideologie durchzusetzen. Selbstverständlich brauchen die Verantwortlichen noch mehr Geld, um die Probleme zu lösen, die sie selbst geschaffen haben. Und selbstverständlich werden Lösungen, welche die Mächtigen als korrupt oder inkompetent entlarven würden, nicht angesprochen. Getreu dem Motto: die beste Lüge ist die Wahrheit, ein klein wenig verschoben.

Tonicek Schwamberger | Fr, 21. Juli 2017 - 19:19

In reply to by Matthias Dittmer

. . . ich kann leider Ihren Ausführungen nicht so richtig folgen. Der Inhalt Ihres Beitrages kommt mir, gelinde gesagt, leicht verschwurbelt vor.-
Wen meinen Sie mit "Systemprofiteuren" und wen meinen Sie mit "die Verantwortlichen", die noch mehr Geld brauchen, und wer sind in Ihrem Sinne "die Mächtigen als korrupt oder inkompetent ..." ? Etwas differenzierter und klarer in der Ausdrucksweise würde das Verstehen Ihres Beitrages sicher leichter tun.
Das nächst

Michaela Diederichs | Fr, 21. Juli 2017 - 21:55

In reply to by Matthias Dittmer

Sorry. Zu Angriffen auf Schwule und Lesben haben ich bisher nichts lesen können. Das Schicksal des jüdischen Schülers habe ich - aus der Erinnerung - in der Zeit und in der SZ nachlesen können. Und ich lese extrem viel über den Tag gesehen quer durch alle Medien. Bei Cicero steht das Thema regelmäßig auf der Agenda. Übrigens: selten kommentiert. Kommentare finde ich aktuell in diesem Jahr. Das Erscheinungsdatum u. s. Artikel ist mir nicht erinnerlich. Vielleicht kann Cicero hier helfen? Auffallend für mich: es fehlen Kommentare! Bei anderen älteren Artikeln sind die Kommentare erhalten. Also gab es hier vermutlich keine.
http://cicero.de/aussenpolitik/zwischen-antisemitismus-und-israelkritik…
http://cicero.de/innenpolitik/ein-gespenst-namens-antisemitismus/42039
http://cicero.de/innenpolitik/antisemitismus-unter-muslimen/51791

Gad Israel | Di, 25. Juli 2017 - 02:06

In reply to by Michaela Diederichs

Ich kann mir das alles nicht mehr erklären, diese Fixierung heutzutage auf die sexuelle Ausrichtung eines Menschen. Weshalb ist das heute so wichtig? Ich verstehe das nicht, diese Etikettierung, nach Hetero- Trans- oder weiß der der Kuckuck nach was sexueller Vorliebschaft.
Das interessiert mich alles überhaupt nicht, hat mich noch nie interessiert.
Wenn jemand mit einem Schaf ins Bett steigen möchte, dann soll er das tun, solange er das Schaf danach nicht auch noch schlachtet und aufisst. Das wäre nicht angemessen – dem Schaf gegenüber.
Der ganze Rest um diese sinnlose Diskussion ist mir relativ schnurz.
Sigmund Freud hat dazu doch schon alles aufgeschrieben, was darüber auch lesenswert ist.
Es gibt wichtigers, als das...

wie wahr Herr Israel, Die Welt hätte normalerweise ganz große Probleme zu lösen, die Frieden für Alle heißen. Statt dessen befasst sich diese dekadente westliche Gesellschaft mit selbst herbeigerufenen "Problemen"! An soviel Dekadenz ist schon das Römische Reich zerbrochen!

Chris Groll | Fr, 21. Juli 2017 - 21:49

In reply to by Michaela Diederichs

Ich stimme Ihnen beim Antisemitismus voll zu.
Was das Verschweigen in den Medien betrifft, hat man ja sehen können in der Ausstrahlung der arte-Doku.

Gad Israel | Sa, 22. Juli 2017 - 00:38

In reply to by Michaela Diederichs

Nein, das ist nicht die Tagesration eines KZ-Häftlings in Nazi-Deutschland, sondern das Mittagessen einer 81-jährigen ukrainischen Jüdin und Shoah-Überlebenden im Deutschland des Jahres 2017

Liebe Frau Diederichs, weder die Müdigkeit noch die Erschöpfung beraubt mich im Augenblick gerade der Fähigkeit einen längeren Beitrag zu diesem Thema zu scheiben, vielmehr ist es die Kaltherzigkeit der Deutschen Bundesregierung, die mich meiner Worte beraubt.
Aber hören Sie selbst:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podca…

Zitat aus dem BR-Beitrag: „CDU/CSU und SPD wollen die Altersarmut bei jüdischen Kontingentflüchtlingen nicht angehen, weder aus sozialen noch aus historischen Gründen...auch das SPD geführte Bundesarbeits- und Sozialministerium hat bisher alle Gesuche von Betroffenen Vertretern abgewiesen.“

P.S.
Falls es dem Cicero nicht möglich sein sollte diesen BR-Beitrag zu veröffentlichen, vielleicht können Sie daraus einen Artikel machen.

Ihre Beiträge gehen mir stets sehr zu Herzen. Danke für den Link zum BR-Beitrag. Diese Menschen haben keine Lobby, sie sind zu alt um auf die Straßen zu gehen und für ihre Interessen zu demonstrieren. Solche Missstände interessieren nur am Rande, wenn sie überhaupt publik gemacht werden. Die Prioritäten unserer Politiker konnten wir an der Abstimmung über die Homo-Ehe erkennen. Da wurde noch schnell etwas durchgepeitscht, mit dem man vermeintlich Punkte sammeln kann - es stehen ja Wahlen an. Für einen Antisemitismusbeauftragten hatte man natürlich keine Zeit mehr. Die ca. 40.000 gleichgeschlechtlichen Paare, die in die Ehe drängen, hätten vielleicht noch ein wenig warten können, da sie ja ohnehin rechtlich weitestgehend gleich gestellt sind. Dass die Lage für jüdische Mitbürger täglich unangenehmer wird, interessiert einfach nicht. Ich bin sicher, Cicero bleibt dran (und wir beide auch).
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/28908

Michael Bahr | Fr, 21. Juli 2017 - 16:58

Der Höhepunkt an rechtlicher Gleichstellung, der gerade erreicht wurde, könnte einen Moment darstellen, von dem man in irgendeiner Zukunft einmal sagen wird, es war der helle Moment, nach dem dann der Abstieg begann. Die Grundlagen für diesen Abstieg sind bereits gelegt, darauf wird im Artikel ja deutlich verwiesen. Mir kommt es manchmal so vor, als tanze die LSBTTQ(oder so)-Gemeinde am Rand eines Vulkans. Sie kämpfen verbal immer noch gegen Kräfte, die ihnen in ferner Vergangenheit einmal das Leben zur Hölle gemacht haben. Diese Kräfte sind aber nur noch Schatten ihrer selbst. Wo sind die stockkonservativen, klerikalen Haltungen der 1950er Jahre? Vom Winde verweht! Es sind neue Gegner am Horizont aufgetaucht, gegen die hilft keine CSD-Parade, gegen die anzutreten braucht es echten Mut. Die gesamte LSBTTQ-Gemeinde erstickt an ihrer poltical correctness und sie bemerkt nicht, wie ihre Freiheiten schon wieder eingeschränkt werden - nur eben nicht von den alten Gegnern!

Die 50 er Jahre waren ein Hort der Stabilität. Die Bürger hatten andere Sorgen als sich mit Homosexualität zu befassen. Es ging nur noch aufwärts. Nachdem wir die Spitze erreicht haben gehts nur noch abwärts. Die Regenbogenkaste hat leider überzogen. Nun müssen sie die Konsequenzen tragen.

Christa Maria Wallau | Fr, 21. Juli 2017 - 16:59

Es gehört zum Selbstverständnis der in Deutschland herrschenden "Eliten", daß sie allen Ernstes glauben, die Rechte von problematischen Minderheiten durchsetzen und g l e i c h z e i t i g Hunderttausende von Muslimen mit archaischen Vorurteilen ins Land lassen und erfolgreich integrieren zu können.

Diese eklatante Fehleinschätzung kennzeichnet
besonders die deutsche Bundeskanzlerin und alle, die sie unterstützen, besonders die Grünen.

Anscheinend merken das aber nur wenige Journalisten, Politikwissenschaftler und Soziologen, sonst müßten doch täglich die Kommentare in Presse, Funk und Fernsehen voll davon sein.
Umso mehr ist Ihnen, Frau Margolina, für diesen
Beitrag im CICERO zu danken: ein Lichtblick
in der Dunkelheit des Wahns!

Sehr geehrte Frau Wallau, ich stelle mit angesichts Ihres Kommentars die Frage, was eine Minderheit (z.B. die jüdische oder die homosexuelle) zu einer in Ihrer Diktion "problematischen" (sic!) Minderheit macht. Oder hat das Adjektiv gewissermaßen unbewusst eingeschlichen? sich Für eine Erläuterung wäre ich Ihnen sehr verbunden.

Mit "problematischen Minderheiten" meine ich Minderheiten, mit denen die
Mehrheit ein Problem hat oder zumindest lange Zeit hatte.
Ob das Empfinden der Mehrheit berechtigt ist oder nicht, spielt dabei zunächst mal keine Rolle. Es geht um das Phänomen an sich.
Stets gilt es für kluge Politiker zu bedenken, was in einer Gesellschaft - realistischerweise - d u r c h s e t z b ar ist. Wir leben ja nicht in Utopia, sondern haben es immer und überall mit Menschen zu tun, deren Belastbarkeit begrenzt ist.
Ich bin übrigens der Überzeugung, daß sich daran auch nie grundlegend etwas ändern wird.

Markus Gluckow | Fr, 21. Juli 2017 - 17:10

Für beide Gruppen -Homosexuelle wie Juden- ist offensichtlich der islamische Hass ein geringes Problem, als die Menschen, die auf die Gefahren des intoleranten Islams hinweisen. Beide Gruppen können doch Lobbyarbeit, wie sich z.B. bei der Homoehe gezeigt hat, aber scheinbar will man nicht gegen den dem Islam imanenten Hass aufbegehren.
Denn Mitleid gegen beide Gruppen spart man sich dabei als Aussenstehender besser. Man will ja dann, von diesen Gruppen regelmäßig praktiziert, nicht als islamophober Nazi beschimpft werden.
Erstaunlich ist dies vor dem historischen Hintergrund allemal, denn bereits heute kann man erkennen, dass die deutsche Justiz grds. Straftaten begangen von Migranten u.a. gegen Juden oder Homosexuelle nicht nennenswert ahnden will, ohne dass daran tatsächlich Kritik erhoben wird. Man möge sich dazu exemplarisch die mal wieder aktuelle Spruchpraxis hanseatischer Gerichte vor Augen halten. Spendensammeln f. PKK: Freiheitsstrafe; islamist. Brandanschläge: Bewährung

Silas Loy | Fr, 21. Juli 2017 - 17:44

Die islamische Ablehnung von Homosexualität hat Glaubensgründe, die Ablehnung der Juden wird dagegen politisch begründet. Der Staat Israel habe auf "islamischem Boden" nichts zu suchen. Die Juden sind politische Feinde, etwa wie früher die Kreuzfahrer, und müssen wieder vertrieben werden. Das aber ist kein Antisemitismus. Zumal das Wort hier völlig ungeeignet ist, denn viele Muslime im Nahen Osten sind ja nun selber Semiten.

Es geht hier um islamischen Antisemitismus in Deutschland, und genereller in Westeuropa. Was soll das mit "islamischem Boden" zu tun haben, auf dem der "Staat Israel" nach Ansicht des politischen Islams nicht zu suchen haben soll?

Der Begriff Antisemitismus meint in diesem Kontext "Judenfeindlichkeit". Auch wenn es sprachlich nicht ganz korrekt. Eigentlich sollte das klar sein.

Muslimischer Judenhass geht genauso wie der Hass auf Ungläubige auf Mohammed zurück. Der Koran bezeichnet Juden als Affen und Schweine. Die Verachtung ist also tief religiös verwurzelt und ihre unterschwellige Andeutung, es läge an einer illegitimen israelischen Staatsgründung zu kurz gedacht. Als politische Feinde werden alle Nichtmoslems betrachtet, aber Juden die unmittelbar nach der Formierung der islamischen Ideologie schon unter den ersten Opfern waren, haben historisch gesehen durchaus eine Sonderrolle. Dieser religiöse Judenhass zeigt sich heute eben eng vermischt mit dem Hass auf den Staat Israel und das westliche Wertesystem. Antisemitismus in Reinform.

Sie behaupten: "die Ablehnung der Juden wird dagegen politisch begründet. " aber das ist falsch. Denn die Ablehnung der Juden ist sowohl im Koran, in den Hadithen wie im Beispiel des Lebens Mohammeds tief verankert. Sie ist kein Resultat der Etablierung des Staates Israel, sondern so alt wie der Islam selbst. Als Beleg mögen Sie das Buch von Andrew Bostom "The Legacy of Islamic Antisemitism" heranziehen, oder eine Vielzahl von Äußerungen von kontemporären Moslemführern, die keinen Hehl daraus machen, dass der Hass auf die Juden weiterbestünde, auch wenn Israel verschwände.
Und der Terminus "Antisemitismus" bezieht sich als Neuprägung des 19. Jahrhunderts explizit auf Juden und hat a priori nichts mit dem Stamm der Semiten zu tun - an Araber dachte Marr nicht, und auch diejenigen nicht, die ihm in der Namensprägung folgten. Darum ist es nicht sinnvoll, den Begriff zu überladen mit einer Bedeutung, die er nie hatte.

Ihre Definition stimmt schon, Herr Loy. Aber ich kann nicht erkennen, wo Frau Margolina beides miteinander verglichen hätte. Sie spricht dankenswerterweise nur von zwei Minderheiten, die in islamischen Gesellschaften schlechte Karten haben und nun auch bei uns zunehmend beschimpft und angegriffen werden. Der linke Mainstream drückt dabei beide Augen zu. Statt von Antisemitismus kann man natürlich auch von Judenhass sprechen, kommt aber ziemlich auf's Gleiche raus.

Der Schriftsteller Gerhard Zwerenz sagte übrigens 1976 in der "Zeit": "Linker Antisemitimus ist unmöglich." Erinnert uns das an etwas?

Ob nun die moslemischen Araber selbst Semiten sind oder nicht - das ist vollkommen egal. Der Hass auf alles Jüdische ist der nicht nur im arabischen Teil der islamischen Welt Kernbestand des religiös-ideologischen Alltags. Die islamische Welt besteht ja aus mehr Regionen als nur der arabischen - und überall trifft man auf eine grundsätzliche Ablehnung der Juden.
Sie schaffen mit Bemerkungen dieser Art dieses gewaltige Problem des gesamten Islams nicht aus der Welt. Ihre Reaktion ist aber eine sehr typische, denn immer wieder erschöpfen sich Anmerkungrn vieler Leute zu solch brisanten Themen in vom eigentlichen Thema ablenkenden Statements. Das ist aber zu wenig, um der Sache gerecht zu werden.

Olivia Haag | Fr, 21. Juli 2017 - 17:51

In der Friede Freude Deutschland-Welt von heute darf nicht sein- was nicht sein darf. Da Kinder von Politikern hauptsächlich auf Privatschulen gehen und in gehobenen Stadtteilen leben blenden sie die Wirklichkeit an Schulen und öffentlichen Plätzen aus.
Es ist schmerzhaft zu beobachten wie sich das Leben zum Nachteil verändert (siehe UBahn, Schule, Schwimmbäder) und jeder der drauf aufmerksam macht ist ein Nazi!!!
Aber ist Nazi nicht eher der der Andersartigkeit mit Gewalt niedermacht aus einer Ideologie heraus?Aus dem Blickwinkel: wer ist ein "Nazi"?

Klaus Wenzel | Fr, 21. Juli 2017 - 18:51

Ähnliche Gedanken beschlichen auch mich anläßlich der Legalisierung der "Ehe für alle". Was in feingeistigen Feuilletons, dem politischen Berliner Biotop oder der gehobenen linksliberalen Mittelschicht für relevant erachtet wird, interessiert auf der Straße vielleicht nur wenige. Es handelt sich hierbei um das Phänomen der "Ungleichzeitigkeit". Während die vorgenannten Kreise aus idealistischen oder anderen Motiven noch immer an die "tolerante, friedvolle bunte Vielfalt" glauben wollen, herrscht draussen längst ein rauherer Wind. Einige Menschen werden dies aus eigenen Erfahrungen bestätigen können. So gesehen ist die "EfA" vielleicht ein Pyrrhussieg oder ein Menetekel dafür, dass dieses Land "sich drastisch verändern" wird. Es könnte sein, dass Historiker dereinst mit Unverständnis über Deutschlands Politik im Jahre 2017 schreiben werden, die reale und dringliche Probleme einfach ignorieren wollte. Ich fürchte, das Schwule und Lesben und nicht nur die künftig andere Sorgen haben.

Ulrich Salloch | Fr, 21. Juli 2017 - 18:58

Wer sich des öfteren jenseits des Mittelmeers aufgehalten hat, und nicht mit Reisegruppen durchs jeweilige Land gekarrt wurde, muss doch den Widerspruch mancher Moslems erkannt haben. Homosexuelle gibt es in diesen Ländern augenscheinlich mehr , als im sogenannten dekadenten Westen.

Christop Kuhlmann | Fr, 21. Juli 2017 - 19:07

und ihre Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass ein Großteil der Zuwanderer wesentlich intoleranter ist als die einheimische Bevölkerung. Sich diese aber von Migranten sowie von den Interessenvertretern dieser Zuwanderung mit Rassismusvorwürfen und Ausgrenzungsdrohungen konfrontiert sieht, sollte sie nicht für noch mehr Zuwanderung sein. Da ist die CDU nicht besser als die SPD und die Grünen sind das Letzte.

jürgen waldmann | Fr, 21. Juli 2017 - 19:51

Auch Hetro - Paare bekommen selten Kinder zugewiesen , die sie adoptieren können , das ist also das gleiche Problem bei Homo - Paaren .
Anders sieht es mit der Judenfeindlichkeit der Flüchtlinge aus , die steigt mit der Anzahl der Asylsuchenden rapide und wird unterschätzt .

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-knobloch-lobt-de…

Wenn schon die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde das Thema unterschätzt und nicht erkennen will , wer soll sonst warnen ?
Als ich vor 5 Jahren meine kleine Einliegerwohnung vermieten wollte , da meldeten sich bei uns viele Bewerber , darunter auch drei sehr nette Syrer , Vater , Sohn und Onkel , die gut deutsch sprachen .
Der Sohn wollte hier studieren und der Onkel wollte die Miete zahlen . Mir gefiel nicht , dass der Sohn keine Papiere ( Ausweis ) hatte und meiner Frau nicht die Hand schütteln wollte . Gescheitert ist der junge Mietersuchende aber daran , dass man mir erklärte , sie seien stramme Antisemiten .

Peter Dietermann | Fr, 21. Juli 2017 - 20:00

wenn diese Probleme nur von Muslimen verursacht werden. Selbst dann dann wenn zu diesen Problemen Antisemitismus gehört. Selbst wenn zu diesen Problemen Homophobie gehört.

Man sieht weg und will nichts davon wissen.

Wieder mal.

Martin Arndt | Fr, 21. Juli 2017 - 20:29

Endlich wird einmal einer der „Kollateralschäden“ der verantwortungslosen und „kopflosen“ Entscheidung der gegenwärtigen Regierung benannt. Es war eine richtige und nur allzu notwendige Entscheidung, Juden aus der ehemaligen Sowjetunion aufzunehmen und ihnen eine neue Heimat zu geben. Dass die Zahl der eingewanderten Juden im Vergleich jedoch nur auf 10 Prozent der hier lebenden Türken beträgt, ist vielsagend. Die Regierung sollte sich schämen! Es spricht einiges dafür, dass deutsche PolitikerInnen der Jetztzeit ihren Antisemitismus als Israel-Kritik tarnen. Es ist tatsächlich so, dass MuslimInnen sich gerne als Opfer und als „Juden von heute“ gerieren. Unglaublich und perfide! Sie wissen geschickt, die Sensibilität der Deutschen für die in ihrem Namen und für die von Deutschen begangenen Verbrechen auszunutzen. Gott bewahre uns davor, dass Juden sich wieder gezwungen sehen, ins Exil zu gehen. Aber mit diesen Skrupeln wird sich die selbstgerechte Gro-Ko nicht abgeben.

Gundi Vabra | Fr, 21. Juli 2017 - 20:40

Als,junges Mädchen stritt ich mit meinen Großeltern um das teilnahmslose Verhalten während des Naziregimes. Warum habt ihr nichts dagegen getan, war meine Frage und gleichzeitig der Vorwurf an sie.

Ist das jetzt eine Wiederholung der Geschixhte auf deutschem Boden nur in neuem Mäntelchen?
Ich will das nicht.
Was muss die Bürgergesellschaft tun, damit sich nichts wiederholt?

Günther Heinz | Sa, 22. Juli 2017 - 05:18

Es ist natürlich nur der konservative Islam schuld.
Zur Debatte zur Ehe für Alle ist dieser aber nicht aufgefallen. Aber die konservativen Christen sind ja nur ein kleiner Teil.
Dieses Thema hat wieder mal gezeigt, das die religiösen Extremisten alle gleich sind. Das hören sie natürlich nicht gerne, es ist ja einfacher den Ausländern die Schuld zu geben.

Dieter Erkelenz | Sa, 22. Juli 2017 - 07:27

Als äußerst kritischer Leser, der grundsätzlich nicht in Elogen fällt, bleibt mir zu diesem Beitrag nur ein Wort: hervorragend!

Bernhard Kopp | Sa, 22. Juli 2017 - 08:49

Die Konfetti-Bande im Bundestag ist nicht 'die Gesellschaft'. Man kann nicht einmal sicher sein, dass sich die genannten 5-6% der Bevölkerung insgesamt gefreut hat. Längst nicht alle Homosexuelle sind auf dem 'Ehe-Trip'. Sie sind weder an gratis-GKV für nicht-berufstätige Ehepartner, noch an Witwen-Renten und sonstigen sozialpolitischen Privilegien interessiert. Der weitere Artikel beschreibt sonst sehr treffend, dass 'die Gesellschaft' eben doch aus ganz anderen Teilen besteht. Laut SPD/Gabriel gehören sehr viele Teile 'zu uns'.

helmut armbruster | Sa, 22. Juli 2017 - 10:23

das ZDF Politbarometer behauptet von sich es sei eine Umfrage zur Feststellung der Stimmungen im Land. Auch der treuherzige Blick von Klaus Kleber suggeriert die Ernsthaftigkeit dieses Barometers.
Ist aber nicht wahr!
Denn allein schon durch die Auswahl der Fragen wird manipuliert. Gewisse Fragen werden erst gar nicht gestellt.
So die Frage, die z.Zt. den meisten Deutschen Sorgen bereitet:
Wie geht es weiter mit den Einwanderern/Flüchtlingen? Welche Perspektiven gibt es u. was plant die Regierung?
Das Politbarometer klammert das alles aus. Und so schwelen neue mögliche Brandherde unbeachtet u. unbekämpft weiter, so lange bis sie dann als Brand vielleicht nicht mehr bekämpft werden können.
Der Artikel hat daher vollkommen recht.
Und die Moral von der Geschichte ist, dass wir eine Regierung haben, die nicht nur die Mehrheit der eigenen Bevölkerung mit ihren Sorgen allein lässt, sondern auch die sowie schon gefährdeten Minderheiten in Gefahr bringt, anstatt sie zu schützen

Homosexuelle sin in entsprechenden Positionen in der Politik. Sie könnten, wenn sie wollten, das Thema angehen. Wie viele jüdisch-stämmige es gibt, ist mir nicht bekannt, da sie sich selten outen.

Birgit Jacob | Sa, 22. Juli 2017 - 10:50

Endlich mal ein Beitrag zu dem Thema, der sich auch mal mit den komplexen Abhängigkeiten beschäftigt und einen Blick in die Zukunft in Bezug auf die Auswirkungen wagt.
Diese Denkweise ist heute in der Politik überhaupt nicht mehr vorhanden und es wird regiert wie vor 50 Jahren, als sich die Welt noch nicht so schnell gewandelt hat.

Maria Schneider | Sa, 22. Juli 2017 - 11:32

Ich kenne viele Lesben, Schwule usw. Was mich regelmäßig fassungslos macht, ist die Betriebsblindheit bei den meinsten in der Szene. Die Migranten sind arme Flüchtlinge, man setzt sich für sie ein, denn man denkt, sie seien eine Minderheit wie man selbst. Die AfD wird verteufelt, dabei ist Alice Weidel offen lesbisch und ein weiterer Kandidat offen schwul. Eine Freundin wollte keine Infos von der Afd, weil diese gegen Homosexuelle sei. Die Rechten und Rechtsradikalen seien schlimm und ebenfalls gegen Homosexuelle.
Dass muslimische Schriftgelehrte in Deutschland in der Theorie 4 Peitschenhiebe empfehlen, wenn Schwule nach einer Ermahnung nicht von ihrer Neigung ablassen, wird ignoriert.
Ein schwules Paar wurde vor ein paar Wochen in Mannheim von Türken drangsaliert. Als die Polizei kam, hatten diese schon ihre Freunde gerufen und behauptet, die Schwulen hätten sie beschimpft.
Aber auch dies führt die Szene nicht auf die Straße.
Und dieses Verhalten ist in der Tat wahrlich krank.

Maria Schneider | Sa, 22. Juli 2017 - 11:49

Mein Stadtteil war leicht verfallen und überaltert. Nun gentrifiziert. Auf dem Markt blonde, blauäugige Familien mit süßen Kinderchen mit Öko-Holz-Bollerwägelchen und Blümchenkleidern. Die Mütter und Väter trinken Ökokaffe & knabbern glutenfreies Brot. Die Sonne scheint, wir sind glücklich, alles gut.
Ein Mann mit Mädchenarmen und strähnigem Haar im Dutt packt seine Sojamilch ein und plauscht neben dem Demeterstand mit seinem Nachbarn. Idyll!
Kein "Flüchtling" weit und breit. Wie auch - im teuersten Stadtteil? Aber wir haben uns alle lieb.
Wir zeigen klare Kante gegen Rechts. Heute Abend geht es zur Lichterkette, nur vorher müssen wir noch den Urlaub im 5-Sterne Hotel in der Karibik buchen. Und ich muss meinen Mann coachen, wie er bei seinem Chef eine höhere Provision für das hohe Volumen an verkauften Waffen durchsetzt.
Und dem Stadtteilverein muss ich sagen, dass offene AfD-Sprechstunden die Freiheit und den Frieden in unserem schönen Viertel gefährden (so in der Tat passiert).

Ruth Müller | Sa, 22. Juli 2017 - 12:17

Inkompatibilität der kulturellen gesellschaftlichen Entwicklung. Muslime leben im Zeitalter minus 600 Jahre. Dieser Umstand konfrontiert uns mit unserer eigenen Vergangenheit die wir überwunden gedacht haben. Das die Esoterische Linke diesen Umstand ignoriert zeugt davon dass Sie keine linken mehr sind, sonder eine Sekte die Klientelpolitik macht ohne das Ihr durch die Schriften zugeteilte Subjekt - Prekariat zu beachten. Diese Pseudo-linke wird scheitern- spätestens wenn der von Ihnen geförderte religiöse Wahn Sie als Gottlose benennen wird.
Amen.

PS.
Kleine Ironie:
Alimentierte aller Länder vereinigt Euch.

Reinhard Czempik | Sa, 22. Juli 2017 - 13:15

Kein Wort zuviel oder zuwenig. Danke Frau Margolina, Ihr Beitrag ging bei runter wie Öl und habe ihn deswegen ausgedruckt.

Dorothe Gaede | Sa, 22. Juli 2017 - 16:21

Aufgrund der deutschen NS-Vergangenheit empfindet Angela Merkel (und ebenso "Die Grünen") eine besondere moralische Verpflichtung ohne Obergrenze Muslime aufzunehmen, die aber leider aufgrund ihrer Sozialisierung mehrheitlich homophob und antisemitisch zu sein scheinen, wenn man sich die Zustände in deren Herkunftsländern anschaut.
Von gleichen Rechten für Frauen ganz zu schweigen!
Es ist eine Schande für Deutschland, dass Juden und Homosexuelle vermehrt Opfer in diesem Land sind.
Frau Merkel scheint dies allerdings nicht sonderlich zu betrüben, auch vermisse ich den massiven Aufschrei u. a. des Zentralrates der Juden in Deutschland. Eine Reaktion "Der Grünen"
habe ich aber nicht erwartet, die schwiegen ja auch mehrheitlich sehr vielsagend nach der Kölner Silvesternacht .
Unfassbar!
Umso dankbarer bin ich Cicero für diese wichtige Thematisierung.
Welch ein unsagbar unrühmlicher Rückfall in vermeintlich vergangene Zeiten.

Thomas Radl | Mo, 24. Juli 2017 - 08:48

Keine Angst davor, sich dem Vorwurf der "Islamophobie" auszusetzen, oder was hierzulande NOCH VIEL SCHLIMMER ist, Argumente zu liefern, die den "Rääächten" in unserem Lande zugute kommen und damit die WIRKLICHE Gefahr im Lande erheblich zu vergrößern?
Wenn eine lesbische Frau in Berlin zusammengeschlagen wird oder ein syrischer Mann, dann sind das doch nach der gängigen Argumentation und der üblichen veröffentlichten Meinung "Einzelfälle" die nichts mit "irgendwas" zu tun haben!
Da können Sie doch nicht hingehen und erklären, der Schwule Syrer sei von einem muslimischen Syrer verletzt worden! Das gibt nachher noch Stimmen für die AfD! - Ironie aus!

Jaco Sandberg | Mo, 24. Juli 2017 - 10:35

Jeder, der in einem Wörterbuch nachschlägt, wird feststellen, dass eine Phobie eine Krankheit ist. Somit ist 'Homophobie' Teil des Orwellschen Neusprechs, mit denen Gegner der Homoehe und vor allem Adoption von Kindern durch Gleichgeschlechtliche diskreditiert werden sollen. Dieses Mittel ist alt, auch die Nazis haben unliebsame Kritiker als verrückt klassifiziert und in Anstalten eingewiesen. Ich verwehre mich deshalb nachdrücklich gegen diesen Kampfbegriff der Homophobie - er ist falsch in in einem höchsten Maß diskriminierend.

Gudrun Philipp | Mo, 24. Juli 2017 - 10:56

Wo ist der Meister, der diese bösen Besen vertreibt? In Berlin, in Brüssel, wo ist er? Es macht Angst. Denk ich an Deutschland (Europa) in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht, ja Heinrich Heine, hier in Deutschland werden es Millionen sein.

John Doe | Di, 25. Juli 2017 - 06:27

"homosexuelle Orientierung ein Produkt der menschlichen Evolution und biologisch determiniert" ... früher galt dies aber die die Herrschaft*_Innin im modernen (modernden?) Genderwahn erzählen uns was anderes
Und warum das Establishment die Werke des Horst Mahler, the devil himself, nicht Wort für Wort zerpflückt? Ist die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) so schwach und unterbesetzt?

Alexander Mazurek | Mi, 26. Juli 2017 - 19:32

der Juden und der Schwulen im Hinblick auf das III. Reich nicht angebracht und gar höchst verwerflich. Lt. dem Wannseeprotokoll (und Mein Kampf, und Himmlers Reden) sollten alle Juden (Voll, Halb-, Viertel-, ..., wie auch alle Mitglieder der jüdischen Gemeinden, was "Rassismus" nach Darwin ausschließt) als Unmenschen AUSGEROTTET werden. Die "Überzahl" der Untermenschen, sprich Slaven durch Arbeit, der Rest sollte Sklavenarbeit leisten und bis 100 zählen können. Die Schwulen waren (großer?) Teil auch des SA-Establishments, die Aufmüpfigen wie Röhm wurden "entsorgt", wie viele aber nicht? Bei geschätzt ca. 5% Schwulen (4,5 Mln.) in der damaligen Reichsbevölkerung von 90 Mln. waren ca. 10000? davon im KZ, z.T. als Kapos, davon ist die Hälfte? umgekommen, schlimm genug. Soweit die Aktenlage und die historischen Fakten. Aber von einer Schicksalsgemeinschaft mit den Juden kann doch nicht ernsthaft die Rede sein, oder?

ingrid Dietz | So, 30. Juli 2017 - 15:38

"die Deutsche Gesellschaft viel in einen Freudentaumel"

Ich zum Beispiel bin absolut gegen die Ehe für Alle und ich hoffe inständig, dass jemand dagegen klagt !

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