Sohn von Winfried Kretschmann - JFK aus Sigmaringen

Johannes Kretschmann, Sohn des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, will nach einem bislang stark mäandernden Lebenslauf für die Grünen in den Bundestag. Und seine Chancen dafür stehen gar nicht schlecht.

Johannes Kretschmann
Nach einigen Stationen im Lebenslauf will Johannes Kretschmann nun in den Bundestag / Annette Cardinale

Autoreninfo

Johanna Henkel-Waidhofer ist Korrespondentin für Landespolitik in Baden-Württemberg für mehrere deutsche Tageszeitungen. 

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Natürlich steckt viel Winfried in Johannes, wie sollte es auch anders sein. Politisch gehen beide Kretschmänner ebenfalls ähnliche grüne Wege durch ehemals schwarzes Land, allerdings auf getrennten Ebenen: Der Sohn des baden-württembergischen Ministerpräsidenten strebt in den Bundestag, wohin der Vater nie wollte. Und trotz des Umfrage-Abschwungs seiner Partei hat er noch immer Chancen auf das Direktmandat in dem von der CDU über Jahrzehnte beherrschten Wahlkreis Sigmaringen-Zollernalb, geprägt von Junger Donau und Schwäbischer Alb.

„Wenn ich Karriere hätte machen wollen, hätte ich sie schon gemacht“, sagt der 43-Jährige mit dem mäandernden Lebenslauf und dem Habitus eines Bohemiens. Die einen halten ihn für kauzig, schon wegen der fein ziselierten Ausdrucksweise. Andere schwärmen von seiner Vielseitigkeit. 

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Urban Will | Do, 5. August 2021 - 08:59

und Qualifikationen mit, die man braucht, um bei den Grünen Karriere zu machen.
Dauerstudent, der wohl noch nie wirklich Geld zum Leben verdient hat, „Fachgebiete“, die es gerade jetzt, wo wir durch eine Jahrhundert – Krise gehen, unheimlich wichtig sind.

Deutschland benötigt gerade jetzt Politiker mit einer solch überwältigenden Vita.

Einen Religons – Fachmann und Rumänist, der seine umfänglichen Fähigkeiten einsetzt, um die von überall her auf Europa einbrechenden „nationalistischen Druckwellen klein zu halten“.
Doch, das überzeugt mich.
Schließlich braucht man sich ja nur umzuschauen, um sie zu spüren, diese Druckwellen.
Der Kessel kocht, ähnlich wie anno 1913/14, Krieg steht vor der Tür.

Weltbewegendes hat er ja auch schon vollbracht, wie wir hier lesen können und einem rumänischen Autofahrer erspart, im Nirvana zu enden.

Da ist alles andere dagegen ja eine Kleinigkeit...

Freuen wir uns auf Johannes, den Erlöser!

Yvonne Stange | Do, 5. August 2021 - 09:06

mit 43 Jahren und dem Leben eines Bohemien muß man doch langsam mal für das Alter vorsorgen und den Rest im Bundestag verbringen, was soll man in der Position auch anderes machen? Den richtigen Stallgeruch und die richtige Partei bringt man ja mit. Es ekelt mich.

Christa Wallau | Do, 5. August 2021 - 12:00

In reply to by Yvonne Stange

wenn Inkompetenz, kombiniert mit Arroganz und unverschämten Ansprüchen weh täten, dann wäre das Geschrei im deutschen Bundestag und in allen Landesparlamenten nicht auszuhalten!
Kein Bürger würde sich - ungeschützt an den Ohren - auch nur auf einen Kilometer diesen Gebäuden des brüllenden Wahnsinns nähern.

Doch leider schmerzen weder geistige Beschränktheit noch Egoismus.
Im Gegenteil: Sie machen gute Gefühle und verschonen ihre Vertreter von jeglicher "Blässe der Gedanken" , jedenfalls so lange, wie niemand es wagt, diese Eigenschaften an ihnen offen zu benennen.
Das geht natürlich überhaupt nicht!

Jetzt verstehen Sie sicher besser, w a r u m die Ideologie der Gleichmacherei
(Sozialismus) immer wieder so viele Anhänger findet:
Die Mehrheit möchte sich von einer Minderheit auf keinen Fall mit der Nase auf ihre Mittelmäßigkeit und ihren nackten Egoismus stoßen lassen, wo es sich doch - bei den richtigen Beziehungen (!) und mit einer angepaßten Taktik - so schön damit leben läßt!

Ernst-Günther Konrad | Do, 5. August 2021 - 16:07

In reply to by Christa Wallau

Nach lesen des Artikels hatte ich in Gedanken schon eine harsche Kritik vorbereitet. Nach lesen Ihrer beiden Kommentare haben Sie mich "vielleicht" davor bewahrt, dass mein Kommentar nicht der Netiquette entsprechen wird. Also stimme ich ihnen in allem zu. Besser ist es.

Gerhard Schwedes | Do, 5. August 2021 - 10:34

Was für ein Langweiler-Artikel über einen Langweiler! Es gibt dringlichere Artikel als diesen in diesem historischen Augenblick, wo alles und jedes kopfüber steht. So, jetzt habe ich endlich ausgegähnt.

...den nun rückwirkend erhöhten Rundfunkbeiträgen.
Irgendwie hinkt man hier der Tagesaktualität doch reichlich hinterher.
Für das Print-Magazin ist das nat. klar, aber online, da muss mehr drin sein.

Ich stimme Ihnen in Ihrer Kritik also absolut zu, werter Herr Schwedes.

Karl-Heinz Weiß | Do, 5. August 2021 - 11:01

Der Artikel regt an, die Berufswege der GRÜNEN-MdB anzusehen. Ich empfinde die Kandidatur als positiv. Vielleicht kann er erreichen, dass bei den GRÜNEN auch die rumänische Sichtweise zur Geltung kommt, die Klimaschutz nicht an erster und auch nicht an zweiter Stelle sieht.

Joachim Kopic | Do, 5. August 2021 - 11:44

... aber ein Berufsleben hinter mir, dass nie eine wirkliche Auszeit hatte (wo natürlich bzgl. Krankheit, Unfall u.ä. auch Glück im Spiel war) - aber bei der Gelegenheit denk ich immer an einen unserer Leihkonstrukteure: Der lachte nur, wenn wir von Gewerkschaft u.ä. erzählten und meinte, ein CSU-Mitgliedschafte wäre die bessere Investion

helmut armbruster | Do, 5. August 2021 - 12:02

kann weiterhin bis an sein Lebensende, seine Grillen, seine Schrullen und sein Schwäbisch pflegen.
Eine Bemerkung am Rande:
Das obere Donautal, oberhalb von Sigmaringen, mit dem Benediktinerkloster Beuron ist ein Juwel, voller Schönheit und Zauber. Jammerschade, dass diese schöne Gegend auch solche Geschöpfe wie die Kretschmänner - Vater und Sohn - hervor gebracht hat.

Kurt Kuhn | Do, 5. August 2021 - 12:54

hat ja schon die notwendigen „Mitbringsel“ (Skat und Würfeln) um sein Gegenüber zur Weißglut zu reizen.
Mit dem Studium (auch abgeschlossen?) der Rumänistik hat er sich wahrscheinlich auch ein paar Scheibchen von der rumänischen Mentalität abgeschnitten: Fahne in den Wind halten, offene Hand ausstrecken u.v.a..
Das reicht doch für eine Bilderbuchkarriere in der Partei der Klimaretter!

Schöne Grüße von einem der die „Rumänistik“ 32 Jahre lang erdulden musste und in D den Status eines Vertriebenen bekommen hat!

PS: Ich habe die rumänische Sprache in Rumänien als Fremdsprache erlernen müssen. Bei mir ging es etwas schneller, mein Vater war ja auch nur ein bis an den Bettelstab enteigneter Landwirt.

Rob Schuberth | Do, 5. August 2021 - 12:56

da versucht doch nur ein typischer Grüner sich seinen Lebensabend finanziell gut abzusichern indem er es sich im B-Tag gemütlich macht.

Im Übrigen schließe ich mich den kritischen u. leider wahren Kommentaren der Damen Stange und Wallau an.

Klaus Funke | Do, 5. August 2021 - 15:26

Mein Kommentar zu JFK (blöde Anspielung an einen, den dieses Söhnchen niemals erreichen kann) wurde nicht veröffentlicht. Man lernt mit Ablehnung leben. Als ich nachschaute, wer hier die Artikelschreiberin ist, wurde mir klar, warum ich abblitzen musste. Ha, ha, ha - CICERO und ein neutrales Medium. Ich lach mich schlapp. Den einzigen BW Ministerpräsidenten, den ich akzeptierte, ist Mathias Richling. Alle anderen aus dieser Sippe... danke Frau Henkel-Waidhofer für Ihr Outing. Und Tschüß!