Joachim Herrmann fühlt sich nicht beleidigt, wenn man ihn Law-and-Order-Politiker nennt / Julia Steinigeweg

Bayerischer Innenminister Joachim Herrmann - Stärke zeigen

Die Schwäche der Ampel in Sachen Sicherheit macht ihn sichtbarer: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wird bundesweit zu einer Stimme für Recht und Ordnung.

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Debatte bei Cicero Online und lebt in München. 

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Anfang Dezember bedankt sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) für die „Gastfreundschaft hier im schönen München“, bevor es für sie zurückgeht nach Berlin. Zweieinhalb Tage hatte sie mit den Innenministern der Länder über rund 80 sicherheitspolitische Fragen diskutiert. Man sei sich bei vielen Punkten einig gewesen, heißt es später. Doch auch der höfliche Abschied Faesers konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch ordentlich geknarzt hat im Gebälk. 

Vor allem die Themen Migrations- und Asylpolitik sowie die Frage nach dem richtigen Umgang mit übereifrigen Klimaaktivisten erhitzten die Gemüter. Vorne mit dabei, wenn es um Kritik an der Ampelregierung und ihrem Umgang mit den drängendsten sicherheitspolitischen Themen unserer Zeit geht, ist der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Der hat bei der jüngsten Innenministerkonferenz in München nicht nur Klartext gesprochen, sondern nutzt die innenpolitischen Schwächen der Ampelregierung derzeit auch, um sich als starke Stimme für Recht und Ordnung über Bayern hinaus zu profilieren. 

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Ingo Frank | Mi., 22. Februar 2023 - 09:01

Recht hat er, der bayrische Innenminister Herrmann!
Natürlich trägt die Rot Grüne Fortschrittskoalition (die FDP ist unsichtbar, da ihre liberalen Grundgedanken sich aus Lindners Hirn ,im Tausch der Machtteilhabe, verflüchtigt haben!) eine große Schuld an der desolaten Innenpolitik. ABER nicht unerwähnt sollten doch die 16 Jährige Amtszeit von Merkel sein, den Sie mit ihrer Entscheidung der ungebremsten Einwanderung o h n e jegliche Kontrollen wer, wann und wo eingereist ist (Berlinattenräter 14 Identitäten) genau da der Grundstein für die derzeitige und zukünftige Kriminalisierung im Buntland Germany gelegt wurde. Und auch Seehofer von der CDU vermochte in diesem Punkt nicht der Merkel Einwanderungs- Chaos-
Politik entgegen zu treten. Und nicht zu vergessen, die Rolle der links roten Jurnallie die alle, bei leisester Kritik an der Merkelschen & der der Fortschrittskoalition die Kritiker allsammt in die rechte Ecke stellte. Und davor hatte & hat man Angst!
Mit freundlichen Gruß aus d

Urban Will | Mi., 22. Februar 2023 - 09:45

und Täuscher an der Regierung.
Auch Söder und somit Herrmann würden mit der Sekte koalieren, wenn es sein müsste. Wenn ihnen beispielsweise Hubsis Truppe von der Stange geht.
Und mit Grün ist eine Politik, die diesen Namen verdient, nicht möglich.

Herrmann ist ein Schwafler vorm Herrn. Man hört, wenn man in Bayern lebt, ja öfters was von ihm.
Würde er das mit der inneren Sicherheit ernst nehmen, müsste die CSU längst mit der CDU gebrochen haben, schon vor 8 Jahren, denn auch da war ein Herrmann schon in der Politik und zwar als Innnenminister.
Und so kann er sich noch so viele Löwen auf die Kommode stellen oder Kreuze an die Wand hängen: er ist und bleibt Teil einer Truppe, die in Sachen innerer Sicherheit, Migration, etc. komplett versagt hat.
Herrmanns Ex – Chef, Wendehals Seehofer, machte erst auf Protest und kuschte dann wie ein Schmusekätzchen vor Merkels „Willkommenskultur“.
Wie viele Menschen als Folge dieses Irrsinns ihr Leben verloren, weiß Herrmann wohl am besten.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 22. Februar 2023 - 09:56

Wäre er auf dem Posten von Fancy Naeser würde es wahrscheinlich anders aussehen, könnte man im ersten Moment oberflächlich urteilen. Nur in der Groko waren seit 2005, fünf CSU-Männer im Amt, der letzte namens Seehofer - was macht der eigentlich jetzt? spielt wahrscheinlich Eisenbahn - Innenminister und hat manche richtige und gute Aussage schnell revidieren müssen und hat auch ohne großen Rückhalt der CDU, im Gegenteil, die fielen ihm in den Rücken, vor allem Merkel, hat Law und Order fast abgeschafft. Für Bayern ist er mit Sicherheit derzeit ein Pfeiler in der Wüste. Nur seinem Chef Söder traue ich nicht über den Weg. Sollten die Umfragen Realität werden bei den nächsten Wahlen, kann man den Bayern nur neidisch gratulieren. CSU und FW könnte wenigstens dafür sorgen, das Söder wieder seine Bürger umarmt und nicht die GRÜNEN. Das wird der Wende-Maggus aber schon hinbekommen. Das Rollenspiel und die Verkleidung, das Wechselsspiel mit Meinungen und Aussagen, das hat er perfektioniert.

Christa Wallau | Mi., 22. Februar 2023 - 10:18

"In Bayern ist die Welt noch in Ordnung."
Zwar ist dies heute leider auch nicht mehr der Fall, aber ein Stück Wahrheit steckt immer noch dahinter.
Warum ist das so? Ich weiß es nicht.
Jedenfalls scheinen die Menschen im Süden unseres Landes einen sichereren Sinn dafür zu besitzen, was man tun und tunlichst lassen sollte, um mühsam Erreichtes nicht auf's Spiel zu setzen. Vielleicht ist es ganz einfach ein höheres Maß an gesundem Egoismus, den der durchschnittliche Bayer besitzt.
Recht und Ordnung sind existenziell wichtig für jede Gesellschaft. Wo sie bröckeln, spielen die Verantwortlichen mit dem Feuer. An dieser Wahrheit zweifelt Herr Herrmann nicht - im Gegensatz zu vielen seiner Innenminister-Kollegen, für die Moralismus über allem steht. Er weiß auch um die enorme Bedeutung von gemeinsamen Werten / Traditionen, ohne die jede Gesellschaft zerfällt.
Herrmann ist eben ein Konservativer, wie es sie einst - vor gefühlt 100 Jahren! - noch in großer Zahl in unserem Lande gab. Tempi passa

Warum ist das so? Ich denke, es hat etwas mit der starken und charismatischen Persönlichkeit von Franz Joseph Strauß (CSU) zu tun. Er hatte die gute und nachhaltige Grundlage geschaffen!
Deshalb hatte die Links-Grüne-Einheitssoße alle Hände voll zu tun, um Strauß und Bayern als rückwärtsgewandt darzustellen. Jedoch selbst ein ultra-linksextremer Honecker hat mit dem verlässlichen Partner Strauß und Bayern seinerzeit gern Geschäfte gemacht und auch gern den Millionenkredit entgegengenommen!
Und wenn Bayern Berlin nicht mit Millionen von Euro jährlich über den Finanzausgleich finanzieren würde, wäre Berlin längst pleite und verarmt. Das hören die Genossen GrünRot nicht gern. Aber die haben eh ein Problem mit der Realität!

Günter Johannsen | Mi., 22. Februar 2023 - 10:22

Joachim Herrmann ist mein Wunschkandidat für das Bundespräsidenten-Amt, das vom gegenwärtigen (peinlich-inkompetenten) SPD-Mann Steinmeier mehrmals beschädigt wurde.
Denken wir allein an seine Gratulation zum Jubiläum der Islamischen "Revolution" im Iran, die eigentlich ein islamistischer Putsch war; oder an die Werbung für eine linksextremistische Krawall-Band FeineSahneFischfilet, die zum Polizistenverprügeln aufrief. Ich schäme mich für ihn! Ich habe den Eindruck, dass Joachim Herrmann (CSU) zu seinem Wort steht und nicht vor linker Propaganda-Hetze einknicken wird, wie Seehofer. Er wird präsidial sein und unparteiisch - im Gegensatz zu Frank Walter Steinmeier, der zwar versprochen hatte, seine SPD-Mitgliedschaft ruhen zu lassen, aber es nicht in die Tat umgesetzt hat! Herrmann wird auch Klartext zu der verfehlten Migrationspolitik dieser Ampel-Regierung reden, was dringend nötig ist!

Wolfgang Tröbner | Mi., 22. Februar 2023 - 10:28

wirtschaftlich ein prosperierendes Land ist, das noch genügend Geld für die armen heruntergewirtschafteten Regionen des Landes übrig hat. Es kommt nicht von ungefähr, dass für die CSU die Sicherheit der eigenen Bevölkerung höchste Priorität hat. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass das Schulsystem von Bayern immer einen Spitzenplatz in DE hat. Offensichtlich macht die CSU in Bayern so ziemlich alles richtig, was von von den SPD- und Grünen-geführten Ländern nicht behaupten kann. Die nehmen nämlich bei allen relevanten Politikfeldern immer nur die hinteren Plätze ein. Man schaue sich nur Berlin an, das ohne den ständigen Geldsegen aus dem Süden keinen Tag überleben würde. Und trotz des ständigen Geldflusses in Chaos und Schmutz versinkt. Ein bisschen mehr CSU in den anderen Bundesländern würde helfen, deren Probleme zu lösen. Man sieht es jetzt ja auch im Bund, wohin es führt, wenn Grüne und SPD ein Land führen wollen. Im Gegensatz zur CSU können sie es nämlich nicht!

@Herr Tröbner, in weiten Teilen stimme ich Ihnen zu. Dank der CSU-Politik wurde Bayern im Länderfinanzausgleich vom Nehmer-zum Geberland. Dank dieser Stärke konnte es sich sogar einen Ministerpräsidenten Seehofer leisten. Doch mit dem Wendehals Markus Söder stößt das Modell an seine Grenzen. Auch die Bayern fordern unter dem Zeichen des Kreuzes ein Mindestmaß an politischem Anstand.

Sabine Lehmann | Mi., 22. Februar 2023 - 19:22

Vereinzelte Hoffnungsträger sind schön, reichen aber nicht, schon gar nicht für einen Kurswechsel. Und da sich eine Verschiebung von Machtverhältnissen abzeichnet, dergestalt, dass NGO´s und abseitige Minderheiten überproportionalen Druck ausüben, sind Politiker doch nur noch zur Verfügungsmasse vermeintlicher Eliten verkommen. Zu letzteren zählen ja auch unsere "geschätzten" Medienvertreter und ihre Günstlinge, die keinen Kubikzentimeter Raumluft übrig lassen, um freie Geister frei atmen, geschweige denn sprechen zu lassen. Wer sich in letzter Zeit das Fernsehprogramm angeschaut hat, weiß genau was ich meine. Erziehungsfernsehen mit eingegliedertem betreuten Denken ab 20 Uhr in Dauerschleife bis mindestens ein Uhr in der Nacht. Es ist zum Mäuse melken, sorry liebe Mäuse;-(