Stromausfall
Dunkle Straße in Zehlendorf / picture alliance/dpa | Elisa Schu

Interview mit Sicherheitsexperte Arne Schönbohm - „Es war ein direkter Angriff auf das Leben der Menschen“

Der Sicherheitsexperte Arne Schönbohm kritisiert das Krisenmanagement nach dem Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz. Die Gefährdungslage sei zu spät erkannt woren, sagt er im Interview. Ein mögliches Fehlverhalten müsse jetzt unbedingt aufgeklärt werden.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Arne Schönbohm ist Professor für Sicherheit in der digitalen Welt am Institut für Sicherheitsforschung der Hochschule Bonn Rhein-Sieg.

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IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 16:02

Das der verantwortlichen Politiker ?
- Eines Grünen Stadtteilbürgermeisters ?
- Einer SPD innensenatorin ?
- Oder gar des CDU Oberbürgermeisters von
der CDU ?
Was soll die Theatralik ? Politiker können nicht wegen „Vergehen“ rechtlich belangt oder gar angeklagt werden egal wie hirnverbrannt ihre politischen Entscheidungen auch waren.so lange die das Tafelsilber nicht geklaut haben, passiert denen nichts.
Die einzige Möglichkeit politische Verantwortung für das selbst getane, oder gar das seiner Mitarbeiter, wäre der Rücktritt von allen politischen Ämptern. So weit ich mich erinnere war der Verteidigungsminister Guttenberg der letzteder seinen Hut nahm wegen Plagiatsvorwürfen im Zusammenhang mit seiner Promotion. Und das ist schon viele Jahre her. An sonnten …… weiter so mit der Unfähigkeit oder besser gesagt Unfehlbarkeit der Politprominenz.
MfG a d Erfurter Republik

Karl-Heinz Weiß | Di., 6. Januar 2026 - 16:12

Die Wertigkeit des Themas war am Montag in der "Tagesschau " zu besichtigen: kurzer Wortbeitrag über die Auswirkungen des Stromausfalls, langer Bildbeitrag über gefährdete Pinguine. Nach der gasbasierten setzt Deutschland seit Jahren auf die strombasierte Energiewende. Ein dadurch völlig verändertes Bedrohungsszenario, tagtäglich in der Ukraine zu sehen. Und die Möglichkeiten, durch Drohnen die Energieversorgung flächendeckend lahmzulegen, stehen erst am Anfang. Aber die Sichtweite des ÖRR reicht nicht weiter als die eines Pinguins bei Bodennebel.

Peter Saulus | Di., 6. Januar 2026 - 16:57

Es ist mehr als deprimierend, dass der Staat einer seiner vornehmsten Aufgaben, unsere Sicherheit zu gewährleisten, nicht erfüllen kann. Was alles kontrolliert, beobachtet, verboten oder initiert wird, aber keineswegs mit unserer Sicherheit zu tun hat ist mir unbegreiflich. Unsere Daseins- und Katastrophenvorsorge wird zugunsten läppischer woker Aktionen und ausländischer Kriegshilfe geopfert. Mit intelligenter Vorbereitung und Ehrlichkeit in der Analyse könnten wir definitiv sicherer sein, aber die Unfähigkeit der Politik setzt völlig falsche Prioritäten. Beispiel: Bäume pflanzen und andere Länder versorgen anstatt ausreichend Generatoren für unsere Bürger vorzuhalten verärgert zunehmen die Bürger, die den Laden am Laufen halten!

IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 21:57

Antwort auf von Peter Saulus

Und die Mehrheit wählten, in dem Bewusstsein einer Brandmauer und der daraus resultierenden Möglichkeiten drei Parteien, deren Koalition untereinander möglich ist. Das waren vorhersehbar eine Unions geführte Regierung mit den Koalitionspartnern SPD oder Grüne. Im schlimmsten Fall einen „flotten Dreier“ der uns erspart blieb.
Alles war bekannt. Auch das Merz in seiner Vor- Kanzlerwahl- Zeit nicht den Mut fand, die Fehlentwicklungen der Merkel- Ära zu benennen, geschweige aufzuarbeiten, sowie die CDU programmatisch und personelll neu aufzustellen.
Jeder halbwegs klar denkender Wähler hätte das erkennen können und dennoch wurde die Union und ihr Kandidat zur stärksten Kraft gewählt mit den v.g. Koalitionsoptionen und damit war klar: grün links mit dunkelrot oder lila Sprenkel geht unvermindert weiter. Das die Merz- Vo- Wahl- Versprechen gebrochen werden

IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 22:03

Antwort auf von Peter Saulus

Und die Mehrheit wählten, in dem Bewusstsein einer Brandmauer und der daraus resultierenden Möglichkeiten drei Parteien, deren Koalition untereinander möglich ist. Das waren vorhersehbar eine Unions geführte Regierung mit den Koalitionspartnern SPD oder Grüne. Im schlimmsten Fall einen „flotten Dreier“ der uns erspart blieb.
Alles war bekannt. Auch das Merz in seiner Vor- Kanzlerwahl- Zeit nicht den Mut fand, die Fehlentwicklungen der Merkel- Ära zu benennen, geschweige aufzuarbeiten, sowie die CDU programmatisch und personelll neu aufzustellen.
Jeder halbwegs klar denkender Wähler hätte das erkennen können und dennoch wurde die Union und ihr Kandidat zur stärksten Kraft gewählt mit den v.g. Koalitionsoptionen und damit war klar: grün links mit dunkelrot oder lila Sprenkel geht unvermindert weiter. Das die Merz- Vo- Wahl- Versprechen gebrochen werden war vorhersehbar….. Allerdings vor Merzens Wahl zum BK war das nicht vorhersehbar……
Mit freundlichen Gruß a d Erf. Republik.

Michael Marx | Mi., 7. Januar 2026 - 08:56

Warum sollte denn ausgerechnet hier aus der Kenntnis, der lange Zeit bekannten, z.T. auch in der Presse, der Öffentlichkeit diskutierten Gefahrenlage etwas geschehen, vielleicht gar noch eine Vorbeugemaßnahme?
So etwas geschieht nie, und wenn sich die Gefahr verwirklicht, ist man überrascht:
daß es im Winter schneit oder daß da Frost kommt,
daß schon sieben Jahre nach dem Risikobericht der Bundesregierung (BT 17/12051 vom Januar 2013) eine SARS-Pandemie ausbricht oder, einige Zeit später, die dort gleichfalls prognostizierte Flutkatastrophe im Ahrtal entsteht . . .
Man darf doch unseren "professionellen" Vordenkern (offiziell: Mandatsträgern) nicht zumuten, zu denken, gar noch die Gedanken in die Zukunft zu richten.