Prien
Bildungsministerin Karin Prien verteidigt Daniel Günthers Aussagen bei Markus Lanz / picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Karin Prien spricht über Meinungsfreiheit - „Es ist etwas Unbarmherziges in die Debatten gerutscht“

Nach einem Talkshowauftritt von CDU-Ministerpräsident Daniel Günther ist eine Debatte über Pressefreiheit entbrannt. Im Interview bekräftigt Bildungsministerin Karin Prien ihre Warnung vor bestimmten Online-Plattformen und kritisiert zugleich eine gewisse Einförmigkeit in den klassischen Medien.

Volker Resing

Autoreninfo

Volker Resing ist Chefredakteur der Wochenzeitung Christ in der Gegenwart (CiG). Zuvor war er Leiter des Ressorts Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Karin Prien ist Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland. Zudem ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU.

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Wolf | Mo., 26. Januar 2026 - 10:52

Ich lese nichts mehr von dem, was diese Frau von sich gibt.
Ich habe bisher schon alles gelesen. Es reicht.
Disese CDU und diese Leute aus dem Gruselministerium Prien sind unwählbar.
Völlig irre, was diese Frau in der TAZ geäußert hat.
https://www.nius.de/articles/news/staatliche-medienanstalt-berlin-brand… (26.1.2026)
https://www.nius.de/articles/news/markus-lanz-videobeweis-daniel-guenth… (26.1.2026)
https://taz.de/Karin-Prien-ueber-Angriffe-von-rechts/!6144384/ (26.1.2026)
Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus:
"Wer mich als links beschimpft, der muss schon sehr weit rechts stehen. Ich bin Christdemokratin. Das sagt in Deutschland eigentlich alles aus. Wie oben bereits gesagt: Das alte Schema von rechts und links aus der Bonner Republik passt nicht mehr auf das vielschichtige politische System. Die CDU ist vor allem eine antitotalitäre Partei. Schon aus ihrer Historie. Deshalb lehnen wir Faschisten wie auch Kommunisten ab.

Faschisten wie auch Kommunisten ablehnen würde! Die Realität sieht leider ganz anders aus, im Bund wie auch in den Ländern arbeitet die Union und hier insbesondere die CDU emsig mit Faschisten (Grüne) wie auch Kommunisten (Linke, SPD, BSW) zusammen. Nicht nur das, Teile der CDU sympathisieren deutlich mit (den Positionen der) Linksfaschisten und Kommunisten.

Die Union hat ihren Bonner-Kompaß vollständig vermerkelt, sie ist weder konservativ noch christlich noch demokratisch noch steht sie mit ihren Forderungen (Günter et al.) auf dem Boden der Verfassung!

Die Protagonisten der Etablierten leiden zudem allesamt an schwerem Realitätsverlust, siehe dazu auch Anmerkung Priens zur angeblichen Ablehnung der CDU von Faschisten/Kommunisten.

Das kann nur schiefgehen!

Heidemarie Heim | Mo., 26. Januar 2026 - 11:38

Also alle AfD-Sympathisanten und natürlich Wählende, die ja selbst schuld sind eine falsche Partei und deren Vertreter zu wählen im Glauben, dass sie endlich die Politik/Regierungsbeteiligung/Vertretung ihrer Interessen bekommen, die sie sich wünschen bei einer freien Wahl. Klingt für mich eher nach einer
"Strafandrohung" durch die politische Hintertür unter Vernachlässigung grundgesetzlich verbrieften Rechts bezüglich Gleichheit bzw. nicht diskriminiert zu werden egal wie ich politisch, religiös ticke o. welcher Rasse ich angehöre. Ups! Darf man das R-Wort noch benutzen;)? Egal, denn Frau Prien sieht sich, ich meine ziemlich selbstgerecht, als stramme Christdemokratin u. natürlich Angehörige der "demokratischen Mitte". Dieser selbsternannten wie edlen "Institution", zu denen besonders die sich am rächten Rand befindlichen Demokratiezersetzer?
noch Kommunisten Zugang haben o. jemals bekommen werden wenn es nach ihr geht. Alles klar Herr Kommissar! Ich gestehe...MfG

Angelika Sehnert | Mo., 26. Januar 2026 - 11:44

Dann ist die Welt ja wieder in Ordnung.
Weite Teile der CDU begreifen immer noch nicht, dass sie Teil des Problems sind.
Die Rechtfertigung der strikten Coronamassnahmen auf „wissenschaftlichen Konsens“ zu rekurrieren, lässt nach den heutigen Erkenntnissen der Vorgänge hinter den Kulissen den Atem stocken.
Wenn eine Demokratie ein zugegebenermaßen krawalliges Portal wie NIUS nicht aushielte dann könnten wir sowieso einpacken.
Was eine Demokratie nicht lange aushält ist die Einstellungen, die durchaus berechtigten Wünsche und nachvollziehbaren Forderungen eines guten Viertels der Bevölkerung zu ignorieren und ihre demokratische Wahlentscheidung einfach mit den Worten „selber schuld“ wegzuwischen, auch wenn man deren politische Vertreter vielleicht entsetzlich findet. Auf der linken Seite des politischen Spektrums gibt es ja gerade in Berlin auch genügend seltsame Vögel,die,vorsichtig formuliert, durchaus problematische Ansichten haben.
Einfach bessere Politik für die Bürger machen!

Hallo Frau Sehnert, erklären Sie mir/uns doch bitte mal, wieso NiUS krawallig ist! Würde mich sehr interessieren! NiUS berichtet sehr oft das, was die meisten der Mainstream Medien uns nicht wissen lassen (wollen). 😉😉

Johannes | Mo., 26. Januar 2026 - 11:45

Im ersten Schlagabtausch diese Inhalte:

H. Resing: "...Sie haben nun gegenüber der taz einigen Medien vorgeworfen, die „Zersetzung“ unseres Systems zu betreiben. Woran machen Sie das fest...?"

d.h. sie hat in einem Interview mit der TAZ diese Unterstellung geäußert?? Oh Jeh...

Antwort F. Prien: "... unser demokratisches System und die zigtausend Menschen, die sich in der Politik engagieren, grundsätzlich verächtlich zu machen. Es ist ja Teil eines Kulturkampfes, der vor allem von Leuten befeuert wird, die unsere liberalen, europäischen Demokratien schwächen wollen..."

Also wir verschieben in der ersten Antwort F. Priens hier von kritisieren zu verächtlich machen und dann sprechen wir von "Demokratien schwächen".

Keine weiteren Fragen. Das scheint mir vorgefertigtes Brandmauermobbing, weil damit antidemokratisch jede Kritik abgewürgt wird.

Auch sie arbeitet ungewollt für die deutsche Meloni.

Rainer Mrochen | Mo., 26. Januar 2026 - 11:49

Die Ansichten dieser Ministerin sind so fragwürdig/widersprüchlich wie das gesamte Erscheinungsbild der links weichgespülten CDU/CSU-ler. Eigentlich will man ja (was auch immer?) aber wirklich will man nur gut, zu den eigenen Bedingungen, dem allgemeinen Geplärre sein. Das ist keine Haltung sondern "Bullshit". Aber bitte: Vernunft ist kein gegebenes Geschenk. Selbige muß sich jeder Einzelne erarbeiten. Wer jedoch in der Parallelwelt utopischer Vorstellungen, die Wirklichkeit ausgrenzend, lebt, generiert geistigen Müll. Was soll's, halt Politik. Schlimm daran ist, daß daraus Wirklichkeit wird.

Urban Will | Mo., 26. Januar 2026 - 12:07

der hat Herr Resing nicht die richtigen Fragen gestellt. Sehr schade.
Zunächst redet Prien von „unwahren Tatsachenbehauptungen“ und es ist klar, um wen es geht: um das Portal NIUS,auch wenn dieses nie erwähnt wird.
Warum nicht die direkte Nachfrage nach konkreten Beispielen/Beweisen? Alles,was in NIUS gezeigt oder geschrieben wird, wird mit klaren Quellen oder Beweisen belegt.
Es wäre ein leichtes,die Unwahrheit dieser Quellen darzulegen,würde dies stimmen.
Das nächste: Prien schiebt eiskalt die Schuld an der Brandmauer auf die Wähler: Nach dem Motto: wer AfD wählt, sollte wissen, dass niemand mit denen zusammenarbeiten möchte.
Dass es aus demokratischer Sicht ein Unding ist, gewählte Parteien einfach auszuschließen, kommt der Dame gar nicht in den Sinn.
Und warum keine Nachfrage auf die Behauptung, die AfD stelle eine Gefahr f "unsere" Demokratie dar?
„Unsere“ Demokratie, das ist mir immer klarer, ist die Variante Ulbricht: so aussehen, aber die Obrigkeit muss alles i d Hand haben.

Gerhard Fiedler | Mo., 26. Januar 2026 - 12:21

Die AfD erscheint Ihnen lediglich als eine Gefahr für den Bestand unserer Demokratie. Dem ist aber nicht so. Ihre Mitglieder sind keine Faschisten. Solche habe ich bis 1945 kennengelernt und in der DDR solche als Kommunisten. Rote, Grüne, Linke, SED-Nachfolger, die meisten Medien, vom Staat geförderte NGOs und unser grünlinker Staatsfunk hämmern dies unentwegt unserm Volk mit Erfolg ein. Doch dies verfängt nicht mehr. Die Menschen beginnen selbst zu denken. Wer die Demokratie bei uns wirklich gefährdet, sind z.B. jene, die 50.000 Haushalten den Strom wegsprengen, die andere nicht mehr sagen lassen, was sie denken und ein MP. Günther, der schon an Zensur denkt und dies dann auch noch leugnet.
Nein Frau Prien, Sie stehen weit links, auch innerhalb Ihrer nach links abgerutschten CDU. Das dürfen Sie auch und das ist keine Beschimpfung von mir, sondern eine Feststellung. Links und rechts gehören zur Demokratie. Auch Hass hat in ihr Platz. Nur Gewalt ist in ihr tabu oder dazu aufzufordern.

Thorwald Franke | Mo., 26. Januar 2026 - 12:21

Wir erklären es Ihnen gerne, Frau Prien. Bitte hören Sie zu.

Sie beklagen einen unbarmherzigen Zug in der Debatte. Richtig. Es war die CDU, die unbarmherzig eine linke Politik nach der anderen durchgezogen hat, und wir Bürgerlichen konnten nur ohnmächtig zusehen. Sie ernten die eigene Saat.

Sie sagen, die Linke gefährde die Demokratie nicht, die AfD aber schon. Bei der Linken irren Sie sich gewaltig, und wir kaufen Ihnen Ihren Irrtum nicht ab, Frau Prien.

Sie sagen, zur Corona-Zeit hätte sich die Politik immer am wissenschaftlichen Konsens orientiert. Tut mir leid, Frau Prien, aber wie können Sie das jetzt noch sagen? Stand nicht in den RKI Files, dass Herr Spahn mit seiner Pandemie der Ungeimpften irrt, dass man es ihm aber kaum mehr ausreden könne? Immer dem wissenschaftlichen Konsens gefolgt?! Nein, Frau Prien, eben nicht!

Und jetzt stellen Sie sich hin und jammern, dass Ihre Unbarmherzigkeit auf unbarmherzigen Gegenwind stößt. Mein Rat: Schleunigst aufwachen, Frau Prien!

Herr Frank, ich bitte Sie. Beschäftigt man sich mit Frau Priens Vita, kommt man nicht um Ihre eigene ganz "stramme" Corona-Gesinnung vorbei, als sie nämlich in der Causa Hans-Georg Maaßen seinen sofortigen Partei-Ausschluss verlangte, als sich dieser vehement gegen eine Impfpflicht aussprach u. in seiner Pandemie-Gesamteinschätzung eher auf der Seite der sogenannten "Verschwörungstheoretiker"(Merkel-Sprech) war.
"Follow the Science", ein geflügeltes Wort für angebliche Wissenschaftstreue, entpuppte sich seitdem als Glaubensdoktrin einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Regierungsagenda im K(r)ampf gegen ein Virus, das längst zu viel mehr wurde als nur eine gefährliche Grippe. Die Krankheit bekam sozusagen ein politisches Eigenleben u. diente nur dazu die schon immer unliebsamen Regierungskritiker noch restriktiver zu verfolgen und zu sanktionieren. Nach "Wir haben Platz" folgte "Ungeimpfte sind Aussätzige u. so zu behandeln". Ein Rechtsstaat auf Abwegen, mit vielen kleinen Helferlein!

Helmut W. Hoffmann | Mo., 26. Januar 2026 - 12:25

ich habe nur bis zur ersten Antwort gelesen - die weitere Meinung dieser nun nachweislich hohlköpfigen "Dame" will ich mir nicht mehr antun. Sie paßt zu Günther wie die Faust aufs Auge...

JW | Mo., 26. Januar 2026 - 12:28

Überlegungen zur „Brandmauer“.
Einer Brandmauer bedürfte es nicht, wenn die AfD nur „Unsinn“ vertreten würde, - dann würde sowieso niemand mit ihr stimmen.
Die #Brandmauer greift, wenn die AfD richtige und wichtige Themen zur Abstimmung stellt. Das heißt, im Umkehrschluß, dass den Brandmauerparteien ihr „Machtkartell“ wichtiger ist, als das Sachverhalte „richtig“ entschieden werden. Damit haben die „Brandmauerparteien“ die demokratischen Reifeprüfung nicht bestanden.
Wie sagte einst Helmut Schmidt, „Demokratie besteht aus Debatte und anschließender Entscheidung auf Grund der Debatte“.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 26. Januar 2026 - 12:30

Die ist mindestens genauso schlimm, wie ihr Geistesbruder Günther. Ich weiß nicht, welchem Sturm die gerade im Norden ausgesetzt waren, weshalb die solchen Wind machen und derart offen und klar ihre verfassungsfeindlichen Parolen hinaus blasen. Und niemand bremst die ein. Da wird sogar noch applaudiert. Frau Prien gibt vor Juristin zu sein, hat aber wohl im Fach Staats-/ und Verfassungsrecht geschwänzt oder geschlafen. Inzwischen generiert sich die UNION als gesichert verfassungsfeindlich. Wer heute Morgen in NIUS wieder diese glockenglasklare Analyse zu Prien gehört hat, die Beweislage gegen sie selbst recherchiert und analysiert kommt zu dem Schluß, dass sie genauso wenig als Ministerin geeignet ist, wie Brosius-Gerdorf als Verfassungsrichterin. Auch sie ermächtig sich inzwischen dazu, entscheiden zu wollen, welche Medien genehm und nicht genehm sind, welche zu kritisch berichten und als verfassungsfeindlich deshalb eingestuft werden sollen. Und die Norddeutschen wählen so etwas noch

Enka Hein | Mo., 26. Januar 2026 - 12:44

...dieser Dame. Nur noch Erbärmlich.
Keine Selbstreflexion.
Diese Typinnen haben die Demokratie auf dem Gewissen.
Sie will eine "Bürgerliche" sein?
Selten so gelacht.
Die Grünen und Linken behaupten das Gleiche. also ist sie doch eine linksgrüne.
Und der Autor hatte Mal wieder Samt Handschuhe an.
CDU unwählbar.

S. Kaiser | Mo., 26. Januar 2026 - 13:14

Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass das Aufkommen vom Internet und den sozialen Medien, die Anforderungen für Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, erhöht, und die Konsequenzen verschärft hat. Und sie hat einen Punkt, wenn sie eine „instant“ Kultur anprangert, und feststellt, dass politische Prozesse Zeit brauchen (die i.Ü. ihre grünen Freunde aushebeln wollen, da Klimarettung nicht auf demokratische Entscheidungen warten könne).
Aber sie scheint überhaupt kein Gespür für einen großen Teil der Bevölkerung zu haben, die sie als bürgerlich-konservative eigentlich erreichen sollte. Sie scheint auch nicht wahrzunehmen, wie widersprüchlich ihre Aussagen allein in diesem Interview sind. Und wenn man sich das harte Regiment in der CDU von außen betrachtet, dann macht diese nun wahrlich nicht den Eindruck einer „anti-totalitären“ Partei, sondern eher iGgt.
Nein, sie ist keine CDUlerin vom alten Schlage, sondern bleibt eine konvertierte Merkelianerin. Hopfen und Malz ist da verloren.

christoph ernst | Mo., 26. Januar 2026 - 13:52

"Wer mich als links beschimpft, der muss schon sehr weit rechts stehen. Ich bin Christdemokratin. Das sagt in Deutschland eigentlich alles aus."
Eben das, gnädige Frau, tut es nach Merkel und Merz nicht mehr. Sonst sähe das Land anders aus. Aber wer neo-stalinistische Judenhasser verharmlost und die AfD zum wahren Feind erklärt, hat halt sehr bizarre politische Parameter.

Theodor Lackner | Mo., 26. Januar 2026 - 14:08

Einerseits der Aufruf zu "Momente[n], in denen dem Gegenüber mit der Annahme zugehört wird, dass er oder sie kein schlechter Mensch ist und vielleicht sogar Recht haben könnte",

andererseits die AfD faktenfrei als "Gefahr für den Bestand unserer Demokratie" delegitimieren, wo doch diese Partei erst viele Bürger aus dem passiven Nichtwählen geholt hat, gerade weil sie eine Alternative zum Linkskurs bietet.

Und dann noch dieses Geraune, "dass es Einigen erkennbar im Kern darum geht, unser demokratisches System [...] grundsätzlich verächtlich zu machen", womit sie, wie Herr Günther, alternative Medien als Feinde der Demokratie abqualifiziert.

Das ist mindestens schlecht durchdacht, v.a. aber wohl von Panik vor der politischen Konkurrenz getrieben.

Brigitte Miller | Mo., 26. Januar 2026 - 14:39

im Bezug auf die Wirklichkeit ausserhalb ihrer Filterblase.
Erschreckend.

Markus Michaelis | Mo., 26. Januar 2026 - 15:10

Frau Prien ist nicht zu links, sie ist auch in diesem Interview vernünftig, gemäßigt und mit gutem Willen an Lösungen interessiert. Privat möchte ich mit solchen Leuten zusammenleben. Im Weltbild und politisch trennen mich glaube ich trotzdem Welten - und dieser Riss geht durch die Gesellschaft und ist Teil von dem, dass Menschen nicht mehr ihre Meinung sagen wollen oder alle tief erschüttert sind.

Corona wart kein wissenschaftlicher Konsens, es war eine politische Entscheidung und es ist schlecht, sich auf die Wissenschaft herauszureden. Allgemein vertritt Frau Prien eine gesellschaftliche Mitte, die zu sehr von ihrer Mittigkeit und ihrer Sicht auf Werte, Menschenrechte, Demokratie, Menschheit, Wissenschaft überzeugt ist. Die Offenheit, die Frau Prien sich wünscht, in anderen nicht nur schlechte Menschen zu sehen, ist gut. Aber die Verschiedenheit der Weltsichten ist zumindest zur Zeit für alle überfordernd. Dass die "Mitte" da am richtigsten liegt, kann ich nicht sehen.

Markus Michaelis | Mo., 26. Januar 2026 - 15:26

Weiß nicht, ob der zweite Kommentar rausging: nochmal in kürze. Frau Prien ist mir privat sehr sympathisch, alles vernünftig. Warum sind unsere politische Weltbilder trotzdem wahrscheinlich so sehr verschieden? Das ist vielleicht auch ein Teil dessen, dass Leute ihre Meinung nicht sagen wollen und alle (auf allen Seiten) zunehmend erschüttert sind.

Zu Wissenschaft, Fakten, Verfassung, Menschenrechte, Europa, Welt, Weltoffenheit, Religion, Grundrechte, Volk, Geschichte habe ich glaube ich sehr andere Ansichten und mir ist nicht mehr klar, ob "die Mitte" in allem der politisch vernünftige Referenzpunkt ist.

Ich finde es gut, wenn Frau Prien offen auf Menschen zugehen will, aber die Vielfalt in D überfordert vielleicht inzwischen die verschiedenen Lager. Ob Frau Prien sich wirklich mit meinen Sichtweisen auseinandersetzen wollte, habe ich Zweifel. Viele Menschen wollen das sicher nicht, und was wir als Gesellschaft mit dieser Vielfalt machen, überfordert im Moment alle.

Christa Wallau | Mo., 26. Januar 2026 - 15:32

zugehörig fühlt, ist längst keine "Mitte" in Deutschland mehr, sondern die in Beton gegossene links-grüne Zwangsmeinung, welche seit Jahrzehnten von den Parteien (außer der AfD hinter der Brandmauer) und den allermeisten Medien mantramößig verkündet wird.
In der Mitte brodelt es gewaltig!
Prien bezeichnet sich selbst u. die CDU, der sie angehört, als "antitotalitär" und "bürgerlich".
In Wahrheit ist sie das genaue Gegenteil!
Wer einen großen Teil seiner unbescholtenen Mitbürger von der Teilhabe an der Politik ausschließt, handelt totalitär und antibürgerlich.
Jeder, der mit der herrschenden Meinungs-Mafia nicht einverstanden ist, wird sofort ins
Abseits gestellt und als demokratie-, freiheits- und menschenfeindlich diffamiert.

Das ist derart ver-rückt, daß man es kaum fassen kann. Aber bis zum heutigen Tage setzen sich die Leute mit Ansichten wie Prien und Günther in die Talkshows und dürfen dort unangefochten ihren unglaublichen Schwachsinn von sich geben.

Wie lange noch?

IngoFrank | Mo., 26. Januar 2026 - 16:58

Bild verdiente oder Alexander Kissler der u.a. auch für den Cicero geschrieben hat ( habe ich immer gern gelesen …..) ihr Handwerk nicht verstehen sollen, ist mehr als fragwürdig.
Ich jedenfalls finde es gut, das es neben den Mainstream Medien der Regierungsparteien auch andere Medien gibt die eine „andere Sicht“
auf die dutsche und internationale Politik haben….. Konkurrenz belebt das Geschäft ….. und das gilt auch bei den Medien.
Wohin der zwagsfinanzierte ÖRF führt, ist jeden Tag im Erziehungsfernsehen schon allein bei der „Auswahl“ der Schauspieler täglich zu erleben……
Und wenn mir dann meine beiden (3.Klasse) Enkel mir die Vorteile der EU erklären, und dafür die schriftliche Division aus dem Lehrplan fliegt,fühle ich mich mehr als sehr, an den Ideologiebeladenen Unterricht in der DDR erinnert.
MfG a d Erfurter Republik

Johannes Hoffmann | Mo., 26. Januar 2026 - 17:19

Die Frau ist nicht lernfähig.

Jens Böhme | Mo., 26. Januar 2026 - 17:35

Allein der erste Satz von Karin Prien ist so peinlich, dass man sich die Frage stellen muss, ist sie wirklich so vom System entfremdet? Dass "manche Akteure" anders sind, als sie selbst oder wer auch immer, ist doch kein Kriterium eines in sich gefestigten freiheitlichen Systems. Früher hielt man NPD und RAF aus. Beide sind im Nirvana versickert, nicht weil sie unschlagbare Argumente hatten, sondern weil sie eine andere Realität wahrnahmen. Heute sind die Träumer in Regierungsverantwortungen und verkaufen dem Volk ständig Wohlstandsvernichtungen, Apokalypsen, Wetterumschwünge, kollektivistische Bravheiten und wundern sich, dass die Reaktionen darauf äußerst aggressiv zurück kommen.

Sabine Lehmann | Mo., 26. Januar 2026 - 17:50

Nach dem Intro dieses Gespräches wusste ich schon wo die Reise hingeht, oder sollte ich besser sagen, wo sie wieder einmal nicht hingeht? Sie geht in gewohnter Manier nicht zu kritischer Selbstreflexion oder objektiver Betrachtung von Fakten, sondern zur sukzessiven Abwertung u. Diskreditierung des Meinungsgegners.
Ich frage mich bei der agierenden "Mischpoke", ob das tatsächlich schon pathologische Züge annimmt oder eventuell nur einer konstanten Bockigkeit geschuldet ist, die man/frau sich ja auch leisten kann, denn diese Amtsträger brauchen niemals um ihren Job und ihr Salär fürchten, im Gegensatz zu den Millionen Bürgern & Steuerzahlern, die diese Minderleistenden und Minderwollenden durchfüttern. Durchfüttern u. alimentieren, das ist ihr Schicksal, eine Gegenleistung gibt es nicht. Ganz im Gegenteil, der Bürger wird für seine monatlichen "Spenden" noch bestraft, fast noch "besser": prophylaktisch wird ihm mit der Bademantel-Nummer gedroht. DEN Spieß würde ich gerne mal umdrehen!

Sabine Lehmann | Mo., 26. Januar 2026 - 19:01

Jetzt sind wir in religiösen Gefilden angekommen, interessant. Jetzt ist der Meinungsgegner also umbarmherzig, weil er eine andere Meinung äußert, gerne auch kritisch u. empört.
Ab heute darf man mich "Die Unbarmherzige" nennen, werte Frau Prien. Denn ich erlaube mir mit spitzer Feder so ziemlich ALLES zu kritisieren, was Politiker und Menschen Ihres Schlages so zusammen fabrizieren in den letzten Jahren. Bevor Sie jetzt Schnappatmung bekommen oder vor Kummer das Taschentuch zücken, ich mache das nicht aus Prinzip, oder aus Wut, ich mache das tatsächlich der Sache wegen. Und Sachen gibt es viele. Die Liste Ihres Versagens, ja auch Ihres ganz persönlichen Versagens, ist schier unendlich und fast täglich wird sie länger. Und weil dem genau so ist, Sie und Ihresgleichen auch keinerlei Anstalten machen den Rückwärtsgang einzulegen, Fehler einzuräumen, fatale Entscheidungen zu revidieren u. eine vernünftige Innenpolitik zu betreiben, und zwar eine, die uns NÜTZT, bleibe ich "unbarmherzig".

Gisela Hachenberg | Mo., 26. Januar 2026 - 21:31

Sorry, Herr Resing. Aber dieses Wattebäuschchen Interview mit Prien war wenig zielführend. Ich muss gestehen, dass ich noch nie ein Fan von Prien war, und jetzt schon gar nicht. ....… Mehr Wert legt sie auf das linke NGO „Demokratie leben“, das mit Millionen Euro von Ihrem BM gepampert wird! Das soll ein normaler Mensch verstehen. Ihr krudes Verständnis für das, was sie für Demokratie hält, oder was Meinungsfreiheit bedeutet, ist für mich nicht tolerierbar. Dass sie ihrem genauso bornierten Kollegen Günther beispringt, war vorherzusehen. Ein netter und wahrer Spruch eines Mitforisten zu den Nordlichtern war für mich wahr. Ich will ihn aber nicht wiederholen, sonst brauche ich morgen, zu früh, eher übermorgen einen Bademantel.

Gisela Hachenberg | Mo., 26. Januar 2026 - 21:49

Zweiter Teil meines Kommentars:
Was sie zur AfD kundtut „die AfD erscheint als eine Gefahr für den Bestand unserer Demokratie“, ist typisch. Was eine Gefahr für unsere Demokratie erscheint, wird sich in einigen Monaten erweisen, wenn es mit unserer Wirtschaft weiter abwärts geht, und die Menschen langsam merken, was die Abwanderung der wichtigsten Säulen der Wirtschaft und das elende Festhalten an Wind und Solar, die ja angeblich keine Rechnung stellen, für unser Land bedeuten. Las gerade, dass unser Aussenkanzler mit einigen Nordländern noch mehr Windräder in der Nordsee bauen will. Die Nordischen haben gut lachen mit genügend Wind. Nix is mit Verve angekündigter Umkehr von grünen Phantasien. Es bleibt alles so wie bei der Ampel. Und Heizungsgesetz auch!!! Habeck wird es freuen!
Aber, Frau Prien, Ihr Politkollege aus SH, wenn auch in einer anderen Partei, nämlich der FDP, der geschätzte Wolfgang Kubicki, sagte heute bei „NiUS Live“: Ich finde es toll, das NiUS da ist“!!! 👍 Ich auch!

Sabine Lehmann | Mo., 26. Januar 2026 - 22:05

Sollten irgendjemandem die Gründe ausgegangen sein, warum er die aktuelle Regierung für die schlechteste hält, die Deutschland je hatte. Ich hab noch ein paar Fundstücke:
Ungern erinnern wir uns an den besten Wirtschaftsminister den wir je hatten, der nur professionell in der Einrichtungsberatung moderner Küchenstudios funktionierte. Dieser hat es noch zu Lebzeiten geschafft ein Wahnsinnsprojekt Winderenergie auf's Papier zu stanzen. Inzwischen wiehert nicht nur der Amtsschimmel, unsere neue Regierung muss das jetzt unbedingt umsetzen, obwohl jeder weiß, was das für ein ineffizienter u. wahnsinniger Plan ist. Nord- und Ostsee sind schon jetzt bis über die Grenze vollgestopft mit unnützen Windrädern, die sich gegenseitig den Wind wegnehmen u. ineffizient sind, daher keine Investoren etc. Aber weil "Hein Blöd" es so wollte, sollen jetzt sogar Flächen im Ausland dazu gekauft werden, um den Irrsinn weiterzuspinnen. Mit Steuergeldern! Irre!
Dagegen die Kühlschränken für Kolumbien: Peanuts.

Dagmar Lubig | Di., 27. Januar 2026 - 10:16

Ach ja Frau Prien, Sie haben sich selbst entlarft, da für Sie die einzig noch funktionierenden kritische Medien, ergo die "vierte Gewalt" im Staate nicht nur verächtlich gemacht werden, sie werden gar zu Feinden der Demokratie erklärt. Nicht nur die, sondern auch deren Konsumenten.

Sie schwafeln von Demokratie, und pflegen totalitäres Gedankengut!?