Markus Söder
Markus Söder spricht beim Sudetendeutschen Tag / picture alliance / CTK | Patrik Uhlir

Interne Kritik an Parteikurs - Wie viel Zeitgeist verträgt die CSU?

Jahrzehntelang gehörte zum Markenkern der CSU, dem Zeitgeist und politischen Moden zu widersprechen. Nun sorgt Kritik des CSU-Politikers Manfred Weber an seiner Partei für Aufregung. Ist das schon eine Kampfansage an Parteichef Markus Söder?

Autoreninfo

Der promovierte Politikwissenschaftler Ulrich Berls ist Fernsehjournalist und Autor. Von 2005 bis 2015 leitete er das ZDF-Studio München. Bei Knaur erschien sein Buch „Bayern weg, alles weg. Warum die CSU zum Regieren verdammt ist“.

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Zu Pfingsten hat der stellvertretende CSU-Chef und Vorsitzende der EVP, Manfred Weber, an Mandatsträger seiner Partei einen Brief verschickt, in dem er, ohne den Namen des Parteivorsitzenden Markus Söder zu nennen, den Kurs seiner Partei kritisiert. Die CSU spreche zu wenig über Gemeinwohl, Zusammenhalt und neue Ideen, schreibt Weber, stattdessen hechele sie Schlagzeilen und Klickzahlen hinterher. 

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Achim Koester | Do., 4. Juni 2026 - 17:47

Europawahlen, wo man ihm Ursula von der Leyen vor die Nase gesetzt hat, wohl sehr frustriert und versucht jetzt, gegen Söder Frust abzubauen. In Bayern nennt man das einen Wadlbeisser.

Ingo Frank | Do., 4. Juni 2026 - 17:58

Ausgerechnet er fordert Profil & Standhaftigkeit..

Ist es nich Weber, der für sein Parteienbündnis als Spitzenkandidat einen Sieg bei de EU Wahlen einfuhr und als Kommissionspräsident gehandelt wurde und von Merkel im Hinterzimmer mit dem „schönen Franzoses“ UvdL ins Spitzenamt der EU hiefte und La Garde als EZB Chefin akzeptierte.
Und Weber, ohne den kleinsten Mucks von sich zu geben, hat alles akzeptiert ! Und jetzt auf dicke Hose machen sehe ich als unredlich an.
Der ….. ist keinen Deut besser als der, den er ungenannt angriff. Auch i.ü. m M ein Zeichen von Feigheit .. und von diesen „Typen“ ist die Union wahrlich genügend gesegnet.
Mit freundlichen Gruß a d Erfurter Republik

Urban Will | Do., 4. Juni 2026 - 22:45

wie eine lästige Fliege. Aber das ist nicht der Punkt. Auch nicht Söders Wendehalsigkeit, die sein „Markenzeichen“ ist. Zwar ist er für viele – mich eingeschlossen – eine unerträgliche Polit-Erscheinung, aber viele mögen und wählen ihn trotzdem. Noch.
Die CSU ist Teil der Union und somit Teil des Parteien-Komplotts, das den lächerlichsten, unfähigsten und ehrlosesten Kanzler aller Zeiten stellt. Das einzige „Regierungsprogramm“ lautet noch: Merz im Amt halten. Mehr kommt da nicht mehr. Das Land wird an die Wand gefahren, das merken immer mehr Leute. Es wird nicht den Hauch an Reformen geben, das merken sie auch.
Und daher wenden sie sich ab. Selbst das letzte Rindvieh auf den Weiden Bayerns fängt irgendwann zu denken an. Und fragt sich: wie lange noch dieses Elend?
Söder gehört noch immer zu den lautesten Schreiern nach der Brandmauer. Ich persönlich unterstellte ihm, als erster diese einzureißen, wenn es ihm dienlich ist, komme aber davon ab.
Seine Zeit könnte bald vorbei sein.

Peter William | Fr., 5. Juni 2026 - 08:05

waren Linke! Es waren Sozialisten! Checkt ihr das endlich mal? Die haben so viel in so kurzer Zeit geändert neu eingeführt und dabei massiv Schulden aufgenommen. Das Ziel war immer Krieg aus Rache am Versailles Vertrag. In Geschichte nicht aufgepasst oder den Stoff nicht behandelt?

Karl-Heinz Weiß | Fr., 5. Juni 2026 - 10:06

Den Ruf als "Umfaller-Prototyp " wird Markus Söder nicht mehr los. Sein oft in den nördlich der Mainlinie beheimateten Medien gelobter politischer Instinkt ist begrenzt, das zeigt sich deutlich im Umgang mit Hubert Aiwanger. Dessen Wählerschaft kann er mit Tiktok-Mätzchen kein überzeugendes Angebot machen und so bröckelt vor allem auf kommunaler Ebene das CSU-Potential immer stärker.