Insa-Umfrage - Zwei Drittel wollen Merkel nicht mehr als Kanzlerin

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen steht laut Insa-Meinungstrend nicht mehr hinter der Politik von Angela Merkel

Angela Merkel verliert an Zustimmung. Bild: picture alliance

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Tiefschlag für Angela Merkel: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa wollen 64 Prozent aller Befragten nicht, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Besonders hoch ist die Ablehnung von Merkels Politik bei den 45- bis 54-Jährigen. Ausgewertet wurden die Meinungen von insgesamt 2048 Befragten.

Im bundesweiten Vergleich ist die ablehnende Haltung gegenüber Merkels Politik in Thüringen am höchsten. Dort sprachen sich 79 Prozent der Befragten gegen eine vierte Amtszeit der Kanzlerin aus, gefolgt von Sachsen mit 76 Prozent. Zuspruch erhält sie in Bremen und in Schleswig-Holstein mit jeweils 55 Prozent. Sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern sprechen sich knapp zwei Drittel der Befragten gegen eine vierte Amtszeit der Kanzlerin aus.

Je geringer das Einkommen und je niedriger der Bildungsabschluss der Befragten, desto weniger Akzeptanz findet die Politik der Kanzlerin. Besonders vehement abgelehnt wird Merkels Politik von den Wählern der AfD (96,2 Prozent) und der Partei Die Linke (87,6). Über die genauen Gründe der Haltung gegenüber Merkels Kurs liegen keine Daten vor.

Die sinkenden Zustimmungswerte zu Merkel korrelieren mit der Ablehung der Politik der Großen Koalition. Laut jüngster Insa-Umfrage im Auftrag von BILD liegen die Zustimmungswerte zu CDU und SPD auf einem Tiefstand – bei insgesamt 50 Prozent. Dabei entfallen 30,5 Prozent auf die Poltik der CDU und 19,5 Prozent auf die der SPD.

Andere Meinungsumfragen ermitteln höhere Zustimmungswerte für die Politik der Kanzlerin.

Im Herbst wird Merkel ankündigen, ob sie 2017 erneut für das Amt der Bundeskanzlerin antreten wird.

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