Entlassung von Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe - „Das sieht nach einem Plan aus“

Warum musste Hubertus Knabe, der Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, gehen? Die genauen Gründe kennt noch keiner. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner vermutet, was in Berlin viele denken. Dass Knabe das Opfer einer Intrige von Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei) geworden sei

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besichtigt am Dienstag (05.05.2009) zusammen mit dem Leiter der Gedenkstätte, Hubertus Knabe, im ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen den Zellentrakt "Das U-Boot". Die Regierungschefin informierte sich in der jetzigen Gedenkstätte über die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des DDR-Staatssicherheitsdienstes und sprach mit ehemaligen Häftlingen.
Anwalt der Vergessenen: Der Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, galt als streitbar /picture alliance

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Kai Wegner ist baupolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bis 2016 war er Generalsekretär der Berliner CDU und Landesgruppenvorsitzender der Berliner Bundestagsabgeordneten. Eines seiner Themen ist die Aufarbeitung der SED-Diktatur.  

Herr Wegner, Hubertus Knabe wurde als Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen „freigestellt“. Der Beirat wirft ihm vor, er habe nichts getan, um ein Arbeitsklima zu schaffen, das keinen Raum mehr für die sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen lässt. Sie haben auf Twitter Zweifel geäußert, ob das stimmt.
Ich kenne Hubertus Knabe seit vielen Jahren. Ich kann und will das nicht glauben. Natürlich steckt man da nicht drin. Aber wenn solche schweren Vorwürfe schon erhoben werden, müssen die auch belegt werden.  

Es gibt immerhin einen anonymen Brief von sieben ehemaligen Mitarbeiterinnen, datiert auf den 8. Juni 2018. Die Frauen beklagen sich anderem über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Darin wird Hubertus Knabe aber namentlich nicht genannt. Ich kenne nur Vorwürfe gegen seinen Stellvertreter. Ich weiß, dass er mehrfach versucht hat, vom Kultursenator Detail-Informationen über die erhobenen Vorwürfe zu bekommen. Er hat sie aber nicht erhalten. Ich frage mich, warum Klaus Lederer ihn bei der Aufklärung nicht unterstützt hat. 

In der Pressestelle des Kultursenators heißt es, die Vorwürfe gegen seinen Stellvertreter Fraundorfer würden schon bis ins Jahr 2011 zurückreichen. Es habe darüber auch schon ein Gespräch mit Lederers Vorgänger gegeben, Tim Renner (SPD). Knabe sei aufgefordert worden, Maßnahmen zu treffen, um die sexuelle Belästigung zu stoppen.
Das stimmt. Nach meinen Informationen hat es nach dieser Unterredung mit Staatssekretär Tim Renner in der Gedenkstätte ein Personalgespräch mit Frauendorfer gegeben. Hubertus Knabe hat ganz klar gesagt, so etwas würde er nicht dulden. Er hat seinem Stellvertreter mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Fall gedroht, dass er sein Verhalten nicht ändert.

Auf Twitter ist von einer „Intrige“ gegen Knabe die Rede und von einem Racheakt des linken Kultursenators an einem seiner schärfsten Kritiker. Auch Sie haben Transparenz und Klarheit über die Vorwürfe gefordert, damit nicht der Eindruck entstehe, „dass eine aus Sicht der SED-Nachfolger unbequeme Stimme zum Schweigen gebracht wird.“ Warum vertrauen Sie Herrn Lederer nicht?
Hier geht es nicht um Vertrauen oder Misstrauen, sondern darum, dass aufgrund eines bloßen Verdachts keine Fakten geschaffen werden dürfen. Ich stehe mit meiner Meinung nicht allein. Ich habe viel Rückendeckung von anderen Bundestagsabgeordneten bekommen, vor allem aus den neuen Bundesländern. Der Tenor ist immer derselbe. Alle sagen, bevor Herr Knabe nicht die Chance hatte, Stellung zu nehmen zu den Vorwürfen gegen ihn, kann man ihn doch nicht freistellen.     

Aber nach den Worten von Klaus Lederers Sprecher hat der Stiftungsrat Herrn Knabe sehr wohl angehört. Seine Argumente hätten aber weder den Kultursenator noch die anderen vier Mitglieder überzeugt.
Herr Knabe wurde aber nur auf die Causa Frauendorfer angesprochen. Was ihm selbst zur Last gelegt wird, wurde nicht gesagt. Dementsprechend konnte er dazu auch nicht Stellung nehmen. Es hieß lediglich, man habe kein Vertrauen mehr in seine Arbeit. Das ist ein bisschen dünn für einen Gedenkstellenleiter, der 17 Jahre lang tolle Arbeit geleistet hat.  

Herr Lederer hat die Entscheidung, sich von Knabe zu trennen, aber nicht allein getroffen. Unter den fünf Mitgliedern des Stiftungsrates ist auch Ihr Parteikollege, Dieter Dombrowski, der Bundesvorsitzende der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft. 
Wenn ich im Stiftungsrat gesessen hätte ohne eine klare Information und ohne belastbare Vorwürfe, hätte ich nicht zugestimmt. Nochmal: Mir sind diese belastbaren Fakten nicht bekannt.    

Sie unterstellen Herrn Lederer, er habe nur einen Vorwand gesucht, um Herrn Knabe loszuwerden.
Es ist ja nicht das erste Mal, dass er das versucht hat. Das war schon so bei der Kontroverse um den linken Baustaatssekretär Andrej Holm, der wegen seiner früheren Stasi-Vergangenheit in die Kritik geraten war. Hubertus Knabe hat Holm damals der Lüge beschuldigt und seine Entschuldigung als unglaubwürdig zurückgewiesen. Damals hat sich die SPD noch schützend vor Hubertus Knabe gestellt.

Dann ist der wahre Grund für die Entlassung Knabes eine persönliche Fehde mit Klaus Lederer?
Na ja, Herr Knabe ist eben bekannt dafür, dass er gerne den Finger in die Wunde legt – gerade im Bereich des SED-Unrechts. Natürlich stößt er damit auch Diskussionen an. Nicht jedem gefällt das. Aber brauchen wir deshalb eine Denkpolizei?

Als Herr Knabe vor 17 Jahren die Leitung der Gedenkstätte übernommen hat, hatte sie nur ein paar tausend Besucher im Jahr. Inzwischen sind es jedes Jahr 450.000, davon die Hälfte Schüler. Ist das allein das Verdienst von Herrn Knabe?
Nein, aber er hat auf jeden Fall sehr gute Arbeit geleistet und maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung. Und Hohenschönhausen ist nicht irgendeine Gedenkstätte. Es gibt viele Gedenkstätten in Berlin, aber was uns oft fehlt, sind genau diese authentischen Orte, wo man noch Geschichte spürt und riecht.

Sie meinen den Geruch von alten DDR-Putzmitteln, der noch immer in den Gefängnisfluren hängt.
Genau. Wenn man da durchgeht, spürt man, was die Insassen da durchgemacht haben. Jeder, der diesen Ort besucht hat, kann nur sagen, dass die DDR ein Unrechtsregime war. Das wird einem dort vor Augen geführt. Für die junge Generation ist das ganz wichtig, gerade in Zeiten wie diesen. Zeitzeugen berichten, was sie in diesem Stasi-Knast erlebt haben. Sie machen die deutsche Teilung und ihre Folgen erlebbar. 

Aber gerade um diese Zeitzeugen war im Mai ein Streit entbrannt. Einer von ihnen hatte Sympathien für die AfD bekundet. Es gab Hinweise darauf, dass  die ganze Gedenkstätte von der AfD unterwandert werde.
Herr Knabe hat sich auch dazu klar positioniert.  Das war auch richtig. Ich möchte, dass Geschichte an solchen Orten authentisch dargestellt wird. Dass ehemalige Häftlinge dort ihre politische Meinung verbreiten, gehört dort nicht hin. Hubertus Knabe wollte das auch nicht. Deshalb hat er die Zusammenarbeit mit dem Förderverein ausgesetzt.

Gegen den Widerstand von Herrn Lederer?
Das glaube ich nicht. Das Entscheidende ist doch, dass die Opferverbände eine Stimme in der Politik haben. Deshalb haben wir zum Beispiel die Opferrente durchgesetzt. Bei mir saßen schon gestandene Männer im Büro, die über ihre Haftzeit in der DDR berichtet haben. Einer ist dabei in Tränen ausgebrochen. Wenn man diesen Menschen nicht zuhört, wenn man Geschichte umschreiben will, dann werden sie vielleicht an den rechten Rand gedrängt.

Auch das Verhältnis von Herrn Knabe und Herrn Lederer war von Anfang an gespannt. Als der Kultursenator antrat, hat er die Frage gestellt, ob es eine gute Idee sei,  dieses Amt ausgerechnet jemandem anzuvertrauen, dessen Partei bis heute ein positives Verhältnis zur DDR habe.
Es gab viele, die das in Frage gestellt haben – gerade bei den Opferverbänden. Ich glaube, es ist Aufgabe von Klaus Lederer, diesen Opferverbänden die Hand zu reichen. Ich kann mich an eine Veranstaltung der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft erinnern, da hat er durchaus die richtigen Worte gefunden. Aber nur einmal auf die Opfer zuzugehen, ist zu wenig. Da müssen viele Brücken gebaut werden. Gerade wenn ein Kultursenator von der Linkspartei kommt.

Öffentlich hat Herr Lederer im Umgang mit Herrn Knabe die Form gewahrt. Wie soll er versucht haben, ihn loszuwerden?
Es hat vor allem Gespräche über ihn in der Koalition gegeben. Bislang war ihm das aber nicht gelungen. Fakt war: Für Klaus Lederer war Hubertus Knabe ein Stachel im Fleisch der Stadt, der gestört hat.

Im August hat der Haushaltsausschuss des Bundestages Herrn Knabe fünf Millionen Euro bewilligt, damit er sich mit der Erforschung von Linksextremismus ein weiteres Arbeitsfeld erschließen konnte. Wie hat sich das auf sein angespanntes Verhältnis zum linken Kultursenator ausgewirkt?  
Offensichtlich wurde die Stimmung damit zumindest nicht besser.

Hat Lederer den anonymen Brief der Frauen deshalb erst mit wochenlanger Verspätung aus der Schublade gezogen? 
Das will ich ihm nicht unterstellen. Sexismus ist ein schwerer Vorwurf. Wenn er im Raum steht, müssen Beweise her. Dann müssen Konsequenzen erfolgen.

Aber Sie glauben trotzdem nicht, dass es ein Zufall war?
Nein. Was ich merkwürdig finde: Herr Lederer bekommt im Juni einen Brief von sieben Frauen. Warum setzt er Herrn Knabe darüber erst im August in Kenntnis, ohne ihm aber Details zu nennen? Er hätte in der Zwischenzeit auch die Mitarbeiterinnen der Gedenkstätte schützen müssen. Diese Frage muss Herr Lederer beantworten.

Ihre Interpretation?
Offenkundig hat er Lederer von vornherein ein Ziel verfolgt ...

... belastendes Material gegen Herrn Knabe zu sammeln? Vorwürfe der sexuellen Belästigung gelten als beliebte Waffe, um  das Ansehen von Männern zu ruinieren. Schon der Vorwurf, er habe sexuelle Belästigung als Gedenkstättenleiter gedeckt, könnte reichen, um das Vertrauen in ihn zu erschüttern.
Das ist ein ganz schwieriges Thema. Sexismus darf an keiner Stelle in unserer Gesellschaft auch nur irgendeinen Platz haben. Dagegen muss man immer vorgehen. Auch der Vorwurf, sexuelle Belästigungen gedeckt zu haben, muss natürlich aufgeklärt werden. Aber man sollte Herrn Knabe nicht vorverurteilen.

Zwei Tage, nachdem Herr Knabe freigestellt wurde, hat der Kultursenator schon die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagenbehörde, Marianne Birthler, damit beauftragt, einen Nachfolger für ihn zu suchen. Warum geht das eigentlich so schnell?
Es deutet darauf hin, dass das von langer Hand geplant war. Nach meinen Informationen war es der RBB, der Herrn Knabe am 17. September mitgeteilt hat, was genau in dem Brief der sieben Frauen stand. Erst am 18. September, einen Tag nach dem Anruf des RBB, bekam Herr Knabe diese Info dann auch von Herrn Lederer – allerdings erst auf Nachfrage. Schon merkwürdig. Zwei Tage später teilt Herr Knabe öffentlich mit, dass die Gedenkstätte die Sexismus-Vorwürfe prüfe. Zwei Arbeitstage danach stellt er Helmuth Frauendorfer frei. Und nur einen Tag später wird Herr Knabe entlassen. Einstimmig. Das sieht nicht so aus, als wäre das alles zufällig passiert.

Sondern?
Nach einem Plan. Wie kann der Senator sonst so schnell eine kommissarische Nachfolgerin aus dem Hut zu zaubern?

Was erwarten Sie jetzt von Herrn Lederer?
Dass er konkret sagt, was er Herrn Knabe vorwirft. Und dass er all die Fragen beantwortet, die jetzt die Spekulation nähren, dass Herr Knabe Opfer einer Intrige wurde.          

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 28. September 2018 - 13:38

Hoffentlich hält Herr Lederer Rücksprache im Senat und veranstaltet keine One-Man-Show.
Auf der anderen Seit bin ich froh, dass man nachhakt.
Wenn ich so in die USA schaue, ein immerhin fast "beliebtes Mittel", um politische Gegner zu desavouieren, auf allen Seiten.

Ich halte die von der Regierung präsentierte, von Herrn Knabe zu verantwortete Darstellung von hohenschönhausen für ein Museum der "sieger" und nicht für eine historisch gerechte Angelegenheit. War selbst weder in SED noch in mfs. Die Auswahl von ehemaligen " zeitzeugen" als Führer resultiert in extrem einseitiger postionierung, das hat mit Objektivität nichts zu tun, scheint doch echt " siegerberichterstattung zu sein. Wieder mal ein Zeichen für politischen Machtkampf und nicht für historische Betrachtung. Schade und typisch.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 28. September 2018 - 13:49

Herrn Knabe.
Dessen Vater war Anstaltsleiter von schwer Erzeihbaren und Epileptikern und wehrte sich gegen deren Abtransport durch die Nazis. Nach einem Verhör durch die SS verstarb er.
Um es abzukürzen, Herr Knabe ist kein kleines Licht.
Da bin ich aber mal gespannt.
Da könnte sich Herr Lederer vergriffen haben.
Als reinen Wessi kann man ihn auch nicht bezeichnen, wie viele hat er durchaus Bezüge in den Osten.

Auch hier bin ich schlicht nach der Wende davon ausgegangen, dass das verantwortungsvolle Linke so nie gerne gemacht hätten. Ich bin unter Linken herangewachsen.
Auch die Bundesrepublik hat/te ihre Geheimdienste, eine teils völlig normale Einrichtung und wer mit kritischem Abstand gerne James Bond Filme sah/sieht, wie ich, hat im Prinzip einen positiven Bezug dazu.
Mir ging es also um Integrieren, statt nur verständlichem Durchleuchten und Aufarbeiten.
Das ist JETZT aber etwas völlig anderes.
Die Integration wurde kritisch geleistet hoffe ich, wer also jetzt noch auf ehemalige/private Rechnung arbeitet gehört evtl. beobachtet.
Aus den Ruinen soll Deutschland, das einige Vaterland auferstehen, nicht die Wirklichkeit der DDR.

Sein Vater war der Mitbegründer der Partei Die Grünen, Wilhelm Knabe. Sie meinen den Großvater. Das ist alles ein wenig lange her und wird ihm nicht helfen. Recht gebe ich Ihnen, dass er kein kleines Licht ist. Er wird sich zu wehren wissen, wenn die Vorwürfe auf dünnem Eis stehen.

martin falter | Fr, 28. September 2018 - 14:15

Mir kommt es oft so vor wie im Mittelalter.
Damals waren es die Hexen und heute sind es erfolgreiche Männer. Bloß mal in den Raum kurz ge metoot .. vor 20, 30 Jahren hat er mich bedrängt.... reicht heute aus um Karrieren zu beenden. Für mich sollten sexual Delikte gleich gemeldet und verhandelt werden. Sollte sich raus stellen das eine Intrige dahinter steckt, sollten die Täterinnen/Täter mit der gleichen Strafe belegt werden die sie gefordert haben.

finde ich total richtig, Herr Falter! Wenn man sieht wie in den USA Jeder unliebsame Mensch in Führungspositionen von den "Alten Weibern" die nach 30 Jahren bemerken, belästigt worden zu sein, die sich abmühen hysterisch ein paar Tränchen hervorzuzaubern, um Männern das Leben zu vernichten, dem kann nur noch mit aller Härte der Gesetze beigekommen werden. Irgendeine Gruppe hat eine Hysterie entfacht, sowie in den 90. zigern, als jeder Vater fürchten musste, sein Kind öffentlich zu liebkosen, da er schnell in den Verdacht kommen konnte, übergriffig zu sein. Geschiedene Frauen haben Kinder manipuliert, um ihren EX so richtig fertig zu machen. Plakate in Übergrößen an vielen Hauswänden, machten auf "diese Väter" aufmerksam und nach Jahren der Hysterie ebbte das ab. Die angegriffenen Männer aber waren kaputt gespielt und um die kümmerte sich danach Niemand!

Henning Magirius | Mo, 1. Oktober 2018 - 10:27

In reply to by Ursula Horvath

Genau so war es, Frau Horvath. Das ging noch in die 2.000er und ebbte erst Anfang der 2.010er ab. Massive Unterstützung erhielten diese Frauen von den SozialarbeiterInnen der Jugendämter und des Kinderschutzbundes.

In total verrückten Zeiten. Als die Metoo Debatte aufkam konnte ich als Frau, die ohne eingebildet daher kommen zuwollen, ganz gut auf Männer wirkte, das Ganze Theater nicht fassen. Wenn man nicht sofort auf männliche "ANGRIFFE" reagiert sondern erst Jahre später dann ist da was gehörig faul. Tut mir leid aber ich konnte mich immer direkt zur Wehr setzten wenn es nötig war; hatte auch meinen gut bezahlte Posten wegen guter Leistung. MFG

Samuel von Wauwereit | Fr, 28. September 2018 - 14:16

Wie ein Autor schon an anderer Stelle geschrieben hat war, den Linken-Politiker Klaus Lederer zum Kultursenator und damit zum Oberherrn über die Stasi-Gedenkstätte zu machen, ungefähr das Gleiche als wenn man Horst Mahler zum Chef einer Holocaust-Gedenkstätte ernannt hätte.

W. Künzel | Fr, 28. September 2018 - 14:43

Dem geschätzten Cicero-Leser empfehle ich die Lektüre des Artikels "Der Kommandant muss gehen" von Karsten Krampitz in der jüngsten Ausgabe des "Freitag".

Heinrich Niklaus | Fr, 28. September 2018 - 19:41

In reply to by W. Künzel

Ich habe den Artikel im FREITAG und folgendes über Herrn Krampitz gelesen:

"Krampitz war bis 2018 Mitglied der Linken. 2012 erklärte er seine Absicht, als Parteivorsitzender zu kandidieren, nahm dies aber wenige Tage später zurück, auch weil die Partei nicht geschlossen hinter ihm stehe. Dass sich die Partei ihrer SED-Vergangenheit stelle, sei ihm ein wichtiges Anliegen und ein Grund, bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus den Linken-Spitzenkandidaten Klaus Lederer zu wählen, sagte er 2016."

Das reicht mir festzustellen, dass man diesen voreingenommenen Artikel von Herrn Krampitz auf gar keinen Fall empfehlen sollte.

Dr. Michael Kubina | Fr, 28. September 2018 - 20:09

In reply to by W. Künzel

Selbst, wenn alles zuträfe, was Krampitz im Freitag schreibt, was hat das mit der für seine Entlassung angeführten Begründung zu tun? Ich verstehe Sie so, dass auch Sie davon ausgehen, dass die Entlassungsgründe nur vorgeschoben sind und es tatsächlich um Knabes "Geschichtspolitik" geht.

Susanne antalic | Fr, 28. September 2018 - 14:52

Die SED entscheidet über Aufarbeitung des Komunismus, es ist nur noch ekelhaft was in D. passiert.

Rudolf Stein | Sa, 29. September 2018 - 18:01

In reply to by Susanne antalic

Nein, das ist Leninsche Taktik. Das haben die, die sie heute praktizieren, von klein auf gelernt. Lenin hat darüber sogar eine Broschüre mit dem Titel: Ein Schritt vorwärts, zwei Schritt zurück" geschrieben. Das geschah 1904, zu einer Zeit also, als noch nicht klar war, wer von den beiden Parteien, Menschewiki oder Bolschewiki, das Rennen machen würde. Als die Bolschewiki sich mit der damaligen politischen Situation in Russland "arrangieren" mussten.So wie die Siuation heute hier. Man macht Zugeständnisse an die "Demokratie", wenn es halt nicht anders geht und macht zwei Schritte nach vorn, wenn die Situation es zulässt. Die Ablösung des Herrn Knabe waren nun zwei Schritt nach vorn. Nach vorn heißt hier: in Richtung einer LINKENgemäßen Interpretation der DDR und ihrer Politk.

Karin Zeitz | Fr, 28. September 2018 - 15:15

des Sexismus wiegen schwer und können sowohl Karrieren als auch Familien zerstören. Allerdings sind anonyme Briefe kein geeignetes Mittel der Aufklärung, sondern damit kann jeder Bösartige einen Unschuldigen in Misskredit bringen. Wer sich belästigt gefühlt hat möge sich aus der Deckung wagen, damit Gerechtigkeit walten kann.

Sebastian Rommer | Fr, 28. September 2018 - 17:28

In reply to by Karin Zeitz

Genau das könnte damit beabsichtigt werden - es ist entweder der Vorwurf sexuelle Belästigung oder Nazi mit denen man unliebsame Menschen diskreditieren kann.

Günter Johannsen | Fr, 28. September 2018 - 15:21

… wegen Befangenheit als SED/PDS/DIE LINKE-Mitglied, einer Partei, die in der direkten Nachfolgeverantwortung der Stasi-Verbrechen steht! "Offenkundig hat Lederer von vornherein ein Ziel verfolgt … belastendes Material gegen Herrn Knabe zu sammeln? Vorwürfe der sexuellen Belästigung gelten als beliebte Waffe, um das Ansehen von Männern zu ruinieren Schon der Vorwurf, er habe sexuelle Belästigung als Gedenkstättenleiter gedeckt, könnte reichen, um das Vertrauen in ihn zu erschüttern."
Dieser SED/PDS-Genosse sollte in einer Stasi-Gedenkstätte nicht mal ansatzweise mitreden , geschweige denn in einer Funktion Macht (mit altbekannten Zersetzungs-Methoden des MfS) ausüben dürfen. Hieran erkennt man, welcher dringende Nachholbedarf zum Thema "Aufarbeitung von SED & Stasi-Verbrechen besteht. Was in den Jahren nach der Naziherrschaft versäumt wurde, wiederholt sich jetzt in der unbewältigten Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen der 40 Jahre währenden SED-Diktatur!

Michael Jensen | Fr, 28. September 2018 - 15:37

Was ist da bloß in Berlin los?

ingrid Dietz | Fr, 28. September 2018 - 23:31

In reply to by Michael Jensen

ist Berlin !

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 29. September 2018 - 11:34

In reply to by ingrid Dietz

nicht schlecht gesagt, ohne es jedoch gleich zu negativ zu sehen.
Berlin ist schon auch ein anderes Pflaster und man sollte auch die Nerven haben, dort zu leben und zu arbeiten:)

Heidi Walter | Fr, 28. September 2018 - 15:58

PDS
Partei des demokratischen Sozialismus. 1989 zunächst unter dem Namen SED-PDS, dann nur noch als PDS auftretende Partei, die rechtlich die SED, die Staatspartei der DDR fortsetzte. Dieser trat Lederer 1992 bei. Wenn man dem Kind einen anderen Namen gibt, hier Die Linke, ändert das inhaltsmäßig gar nichts. Entweder er legt die Karten bezüglich Hubert Knabe auf den Tisch oder er schweigt und belässt Hubert Knabe in seinem Amt. Wer etwas anderes akzeptiert macht sich mitschuldig.

Günter Johannsen | Fr, 28. September 2018 - 19:26

In reply to by Heidi Walter

Nach fünfmaliger Umbenennung der SED wollen uns die Genossen glauben machen, die große Schuld sei damit vergeben und vergessen. Die SED-Nachfolger DIE LINKE steht in der direkten Schuld-Nachfolge! Diese SED-Genossen sollten sich wenigstens politisch abstinent halten. Aber sie tun es nicht - sie hetzen und zersetzen (O-Ton Stasi!) weiter. So trifft es jetzt folgerichtig den Stasi-Aufarbeitungs-Chef Hubertus Knabe. Das dürfen wir Demokraten nicht zulassen. DIE LINKE muss sich dafür entschuldigen!
Außerdem ist die Frage nach den SED-Milliarden nach 29 Jahren immer noch nicht beantwortet: wer hat sich die Milliarden, die eigentlich dem DDR-Volk gehören, unter den Nagel gerissen, Herr Gysi? Sie waren damals doch dafür verantwortlich? Stecken diese Milliarden in den dubiosen Stiftungen, die schon wieder von früheren Stasi-IMs geführt werden?! Diese Aufarbeitung muss JETZT beginnen. Wie man sieht, bringt das Miese und Menschenverachtende oft auch etwas Gutes zu Tage: SED/MfS-Aufarbeitung!

Dr. Gregor Gysi hat gerade den ostdeutschen Publikumspreis "Goldene Henne" bekommen. Für sein Lebenswerk, wie es ausdrücklich heißt.

Henry Sawallisch | Fr, 28. September 2018 - 16:12

In der heutigen Zeit ist der Sexismus-Vorwurf sehr gerne genommen,um einen unliebsamen Gegner oder Konkurrenten zu bekämpfen.Ohne an eine Beweispflicht gebunden zu sein,wird er einfach in den Raum gestellt,und ist so schon,per se,rufschädigend.Von sieben Frauen ist also keine in der Lage gewesen,einen angeblich über einen längeren Zeit erlittenen "Sexismus"anzuprangern, bzw sich dagegen zu wehren.?Das riecht nach geplanter politischen Intrige interessierter politischer Kreise.Wie tief muß die Verbitterung der alten und jüngeren SED-PDS-Links-Barden sitzen,insbesondere wenn man die Willkür-Diktatur der Ex-DDR immer wieder in einer Gedenkstätte, von einem anscheinend ZU kompetenten Leiter ,vor Augen geführt bekommt. Ich finde im übrigen die, im Artikel ersichtliche ,gefällige und billige Benutzung des Sexismus -Begriffs kritikwürdig. Es ist ein pseudofeministischer Kampfbegriff. Danach bräuchten wir eigentlich bald eine Checkliste für den täglichen Umgang der Geschlechter untereinander.

Heinrich Niklaus | Fr, 28. September 2018 - 16:23

Alles sehr bedrohlich! Auch, dass ein Journalist bei einer Pressekonferenz von Merkel und Erdogan abgeführt wird, weil er ein Erdogan-kritisches T-Shirt trägt, zeigt wie sehr der links-grüne Machtapparat in Deutschland bereits durchgreift.

Brian Fury | Fr, 28. September 2018 - 18:57

Würde mich mein Chef im Kontext anonymer Vorwürfe schassen, würde ich mich erst biegen vor Lachen ob solcher Nonchalance um nicht zu sagen Unverschämtheit und dann würde ich prozessieren was das Zeug hält. Anonyme Statements ad hominem sind zu 100% zu ignorieren und das sage ich ohne im Besitz eines 2. X im 23. Paar - falls das was zur Sache tut. Ach, mein Name? Lange Geschichte, aber Sie wissen ja: modern times^^

Brian Fury | Sa, 29. September 2018 - 20:30

In reply to by Brian Fury

Das soll natürlich lauten: Zwei X. Falls das irgendwie für mich spricht...

Ursula Horvath | Fr, 28. September 2018 - 19:04

ist unglaublich, dass ein ehem. SED Genosse überhaupt in solch einer Einrichtung arbeiten darf. Wie man sieht, hat er nichts dazu gelernt, die Methode Stasi funktioniert nach wie vor. Klappt es mit den Nazis nicht, (er) findet man sexuelle Geschichten, um einen unliebsamen Menschen aus dem Gesichtsfeld zu bekommen. Wohin steuert die BRD, oder vielmehr wo sind wir schon wieder angekommen? Könnte es sein, dass informationen über gewisse Leute im BT und vorallem im Kanzleramt bei Knabe liegen? Was bitte kann man sich inzwischen denn nicht mehr vorstellen? Alles was das menschliche Hirn an Gemeinheiten, Niederträchtigkeiten und Rachlüste ausbrütet, leider!

Horst Priesterjahn | So, 30. September 2018 - 08:44

In reply to by Ursula Horvath

Hubertus Knade ist einer der wenigen , die sich der Aufarbeitung des SED Unrechts bis heute angenommen haben. Während man im Moment wieder an der Aufarbeitung des
Nazismus arbeitet ist die Aufarbeitung des SED Unrechts missliebig und wird erst wieder aufgenommen, wenn überhaupt, wenn kein Täter mehr greifbar ist. Nebenbei gesagt ist ja Unrecht in der DDR sowieso verjährt.
Ich glaube auch, dass Herr Knade Erkenntnisse hat, die den Regierenden nicht genehm sind.
Wer sich über diese Entwicklung wundert hat immernoch nicht begriffen, was die friedliche Revolution im Herbst 1989 wirklich war,
ein organisierter Rückzug von Stasi und SED, nachdem man erkannt hat, dass die Wirtschaft in der DDR am Ende nicht mal mehr die Versorgung der Bonzen sichern konnte.

Herr Knade bleiben Sie standhaft und wehren Sie sich.

gabriele bondzio | Fr, 28. September 2018 - 19:06

Kann ich so nicht mehr glauben. Kontrolle des Internets durch eine Stiftung, deren Vorsitzende, ihr Handwerk bei der Stasi lernte. Es einen geschasster Verfassungsschutzchef gibt, der die Authentizität eines Videos von extrem Linken bezweifelt. Und jetzt ein Herr Knabe (der lt. Wiki) „... ein unzureichendes Engagement politischer Entscheidungsträger bei der Aufarbeitung der Staatssicherheit bemängelt und auf personelle, programmatische und finanzielle Kontinuitäten zwischen SED, PDS und Die Linke hinweist.“ Auch seines Amtes enthoben wird. Da steht schon eher, wie in der Überschrift bemerkt, ein Plan dahinter.

Hans-Hasso Stamer | Sa, 29. September 2018 - 00:59

Wenn Täter Geschichte schreiben, geht die Wahrheit flöten. Das passiert nicht zum ersten Mal und hier wieder. Knabe war einer, der das verhindern wollte. Das ist ein großes Verdienst, er hatte Erfolg und musste deshalb weg.

Ich lebe seit 68 Jahren im Osten und hatte stets mit Mitläufern und Funktionsträgern des DDR-Systems zu tun. Einhellige Meinung: Gegenüber dem, was heute hier und anderswo passiert, war die DDR doch harmlos. Dass die nach innen ein knallhartes Unrechtsregime war, darüber besteht auch heute keinerlei Bewusstsein. Die Opposition in der DDR wurde zersetzt, gebrochen, marginalisiert. Heute wird sie noch nachträglich verhöhnt. Die Täter des DDR-Regime haben keine psychischen Verletzungen erfahren und sind auch heute noch aktiv. Die Opfer blieben auch meist nach der Wende welche - viele haben sich der AfD angenähert, aus der die Erfahrung, dass sich eine politische Diktatur und eine ökonomische ähnlich anfühlen. Die SED-Erben haben sich mit den Westlinken verbündet.

von Christa Wolf verbunden.
Ich muss zugeben, dass mich nicht wenig die Heiterkeit von Frau Merkel überrascht hat.
Schon Christa Wolf schien mir stark in Mitleidenschaft gezogen und die gehörte in der DDR nicht wirklich zur Fundamentalopposition.
Als ich dann im Osten lebte, sah ich dann doch jede Menge Gezeichnete.
Ich begann umzudenken, nachzudenken...

haben leider Recht, Herr Stamer. Habe diese Wendehälse live erlebt, wie sie sich wieder am neuen System angedient haben. Bei den Einen oder Anderen hat es nicht geklappt, weil Leute wie ich selber auch, aufgepasst und nicht geschwiegen haben. Leider hat das ab 1992 keinen Wessi Chef mehr interessiert. Da der Osten in Chefetagen nur mit Wessi, (oftmals der III. Garnitur) besetzt waren und noch immer besetzt sind, da die sich selbst reproduzieren, ist alles einfach weiter gelaufen wie gehabt. Heute scheinen diese Ganoven schon wieder in allen Machtbereichen der BRD Platz gefunden zu haben, wäre es anders, würden solche Fälle wie Herr Knabe, gar nicht vorkommen! Tja und deshalb darf die rote Kahane wieder für den "Frieden" im Lande ihr unseliges Werk betreiben. Es gab eine Zeit, da war die Anette eine Pfui Person, heute wird sie wieder hofiert! Die Westdeutschen sehen gar nicht, was sich hier im Lande anbahnt, langsam aber stetig! Wehe sie werden wieder mächtig, dann Gnade uns Gott!

Kostas Aslanidis | Sa, 29. September 2018 - 10:11

jeder seine Meinung frei äußern kann. Zum totlachen.

Günter Johannsen | Sa, 29. September 2018 - 12:49

2.
Vor allem unter der Großen Koalition hatte die Förderung der Stiftung ab 2013 stark zugenommen – und das, obwohl zu dieser Zeit aus den Reihen der Union die Kritik an der von der früheren Stasi-IM - Anetta Kahane - geleiteten Stiftung zunahm! Wurden diese dubiosen Stiftungen mit den verschwundenen SED-Milliarden finanziert? Wurden diese Stiftungen ins Leben gerufen, um die freiheitliche Demokratie zu unterwandern?
Darüber darf nun anlässlich des Rufmordes gegenüber Herrn Hubertus Knabe, dem Leiter der Stasi-Gedenkstätte in Berlin nachgedacht werden.
Keine Macht den SED/MfS-Revanchisten!

Dennis Staudmann | So, 30. September 2018 - 16:02

mir wirklich der Magen um. Was wir hier erleben, ist exemplarisch für den zunehmenden Einfluss der SED-Linkspartei und auch dafür, dass sie auch nach knapp 30 Jahren zu alten Methoden greift, um Kritiker loszuwerden. Es läuft nämlich gut für die ehemalige SED, die sich heute Linkspartei nennt. Mit dem Erstarken der AfD und dem damit verbundenen "Klassenkampf gegen Rechts", ist es gelungen, sich selbst als "Teil des Guten" und "Säule der Demokratie" zu etablieren. Verbrechen in der DDR werden entweder bestritten oder es wird so getan, als wäre die Stasi allein für alles verantwortlich. Fragt man in Berlin Gymnasiasten der 12. Klasse, was diese über die DDR-Geschichte wissen, ist die Antwort zumeist kollektives Stammeln oder Schweigen. Hubertus Knabe hat das alles gestört. Mit der Gedenkstätte in Hohenschönhausen unter der Leitung eines Historikers, der die Wahrheit über die Verbrechen im SED-Staat an junge Menschen vermittelte, kann man nicht leben. Darum wurde er entlassen.

Peter Ziesecke | So, 30. September 2018 - 20:11

Es ist eine Riesenfrechheit, die sich der Stiftungsrat mit einem Linken an der Spitze erlaubt hat. Ich kann auch diesen Dombrowski als UOKG-Chef nicht verstehen, daß er dieser Hetzjagd auf Herrn Knabe zugestimmt hat. Als politisch Verfolgte waren wir beide in der Cottbusser "Roten Hölle", ich selbst ein weiteres Jahr in eben diesem Stasiknast Hohenschönhausen. Wie kann er dieser Sauerei des "Stiftungsrates" zustimmen? Ich habe höchste Achtung vor Herrn Knabe, der nichts unversucht ließ, in persönlichen Stellungnahmen mit Hilfe seiner Zeitzeugen dieses Terrorregime der Staatssicherheit anzuprangern. Wie kann sich so ein Mensch wie Klaus Lederer überhaupt erlauben, mit dieser Dreckschleuder mieser Verleumdungen einen so anständigen Menschen zu verleumden. Es scheint mir fast so, als wenn
die Linken große Probleme mit der Vergangenheitsbewältigung haben , bestärkt leider auch durch ein Abdriften der Merkelpolitik nach links!

Sonja Menzel | Mo, 1. Oktober 2018 - 09:07

Sexismus-Vorwürfe werden zurzeit in allen Bereichen dazu genutzt, das Leben von Menschen zu zerstören, ohne die Justitz zu bemühen. Ohne Schuld, hat Herr Knabe doch die Möglichkeit sich mithilfe des Rechtsstaates zu wehren.
Warum aber ein "Wessi" überhaupt zum Leiter dieser Gedenkstätte gemacht wurde, verstehe ich nicht. Es gab unter den DDR-Bürgetrechtlern viele Historiker. Wieder eines der Beispiele, was "Ossis" dem Westen vorwerfen, dass sie regelrecht gekapert wurden. Diese Stimmung macht es auch Lederer leicht, eine Entscheidung zu treffen, die im Einklang mit dem Stiftungsrat steht. Möge die Gedenkstätte m.E. von einem Menschen geleitet werden, der weitgehend sein Leben auch in der DDR verbrachte.