Mitarbeiter des Roten Kreuzes versorgen Flüchtlinge aus der Ukraine am Bahnhof Frankfurt/Oder mit Nahrungsmitteln / dpa

Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine - „Wir sind kein Volk von Egoisten“ 

Anders als 2015 sind wir heute besser auf das Ankommen von Flüchtlingen vorbereitet, sagt Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, im Cicero-Interview. Defizite bei der Registrierung der Ukrainer führen allerdings dazu, dass eine systematische Hilfe schwierig ist, so die ehemalige Bundestagsabgeordnete.   

Autoreninfo

Volker Resing leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er ist Spezialist für Kirchenfragen und für die Unionsparteien. Von ihm erschien im Herder-Verlag „Die Kanzlermaschine – Wie die CDU funktioniert“.

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Gerda Hasselfeldt (CSU) war von 1991 bis 1992 Bundesministerin für Gesundheit und von 2005 bis 2011 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Seit Dezember 2017 ist sie Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Frau Hasselfeldt, wie bewerten Sie aktuell die Situation in der Ukraine? 

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Ingo Frank | Sa, 9. April 2022 - 17:31

Pandemie? Wo waren die Schutzausrüstungen,Masken für den ambulanten Pflegedienst oder gleiches gar beim Rettungsdienst unter der Fahne des DRK?
Da kommt nix zum Thema. Wo war die Unterstützung für die Pflegekräfte, Notfallsanitäter u.a.? Aber Selbstbeweihräucherung beim Thema Flüchtlinge! Öffentlich und Medienwirksam.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Bernd Haushalter | Sa, 9. April 2022 - 20:05

Da sind die Spieler beim Skat ehrlicher. In der Politik hat nie nicht einer etwas falsch gemacht.
Wer soll das noch glauben ?

Maximilian Müller | Sa, 9. April 2022 - 23:21

Was soll man zu so einer Aussage sagen? Das Wort Propaganda nutzt sich für mich inzwischen schon ab, so oft wie ich es benutze. Wir sind absolut nicht vorbereitet, wie auch, wenn wir vom Krieg überrascht wurden und ein paar Tage vorher noch damit beschäftigt waren, um eine Handvoll Flüchtlinge mit Polen zu streiten.

Immer wieder dieselben leeren Parolen, um den (Gut)bürgern vorzugaukeln, dass wir alles im Griff haben, es ist ermüdend. Das sind pure Desinformationskampagnen.

Die Verteilung der Flüchtlinge in der EU - mal wieder - gescheitert. Berlin schon in Woche eins absolut überfordert mit den Flüchtlingszahlen. Schleppernetzwerke haben Hochsaison, Migranten werden zu tausenden eingeschleust. Die Polizei sagt es ist unmöglich, die Flüchtlinge zu erfassen. Und und und

Hört sich so vorbereitet an? Der einzige Grund, warum das überhaupt irgendwie funktioniert, sind freiwillige Helfer, die auf private Rechnung arbeiten.

Jens Böhme | So, 10. April 2022 - 09:58

Dass Bürger/Privatpersonen Kriegsflüchtlinge mit Privatautos an der ukrainischen Grenze abholen bzw. Hilfsgüter bringen, hat sicherlich was mit positiver Selbstlosigkeit zu tun. Das sowas überhaupt erlaubt ist und bis heute weder belastbare Zahlen noch eine Flüchtlingskoordination geschweige eine admistrative Ordnung diesbezüglich gibt, ist Regierungsverantwortlosigkeit. Das geht nur, weil die moderne deutsche Gesellschaft völlig Orientierung und Richtung verloren hat. Und eine Regierung existiert, die nicht regierungsfähig ist. Da die Mehrheit solch Regierung gewählt bzw. unterstützt, dürfen düstere Zeiten auf Deutschland kommen. Dies ausschliesslich der FDP anzulasten, wie es enttäuschte Bürger oder eine Tagesthemenmoderatorin am 7.4.22 nach dem Impfpflichtdebakel im Interview mit einer grünen Bundestagsabgeordneten andeutete, zeigt die zunehmende Entwicklung hin zum Autoritarismus/Totalitarismus.

Wolfgang Borchardt | So, 10. April 2022 - 10:18

Fehleinschätzung. 2015 war die Bevölkerung kaum bereit, viel beizutragen. Schließlich ging es um junge syrische Mäner, eher Migranten als Flüchtlinge. Jetzt ist das anders und die Bevölkerung in vielen Privatinitiativen beteiligt. Nicht der Staat!! Das lässt weder das Management, noch lassen es Poltiker zu. Diese Poltiker sind keine Manageger, obwohl sie es sein sollten. Sie meiden das Managemt durch Unehrlichkeit und Unfähigkeit, die sich hinter Urlaubsreisen und Scheinmoral verstecken.

Ernst-Günther Konrad | So, 10. April 2022 - 11:42

Ich habe nichts anderes erwartet. Man hat sich nicht geirrt. Der Staat ist "jetzt" besser vorbereitet. Wir brauchen mehr Geld zum Bevölkerungsschutz. Welcher Bevölkerung? Fukushima wurde damals "richtig" bewertet, das war halt so, aus die Maus,. Kein Wort, wie sie heute dazu steht. Vor allem aber eines. Was nützt Geld und Logistik, wenn man keine Mitarbeiter hat, wenn freiwillige im Hilfsdienst fehlen, wenn denen auch teilweise misstraut wird? Private Hilfe ist und war schon immer der Hauptpfeiler deutscher Hilfeleistung. Und wenn dieser reiche Staat für uns selbst nichts hat, fordert er zu Spenden auf, nein nicht für uns, die hier leben, von der Tafel und anderen ernährt und unterstützt, sondern für alle anderen, die sicher auch Hilfe brauchen, aber eben nicht alle. Das Volk weiß ganz genau, wo sie spenden und persönlich helfen und wo nicht. Und Registrierung? Klappt ja angeblich auch so. Und Nancy Faser kümmert sich jetzt um Bunker für den Ernstfall. Ich habe wenigstens einen Keller.

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