Jan Böhmermann im blauen Anzug vor bunter Lichtwand, posiert mit Hand vor dem Gesicht, Foto.
Jan Böhmermann / picture alliance/dpa/ZDF | Ben Knabe

„Heute Show“ und Böhmermann - Der ÖRR im tapferen Kampf gegen alles „Rechtsextreme“

Satire darf alles – auch politische Einseitigkeit auf Gebührenkosten? Ein Freitagabend mit „Heute Show“ und Jan Böhmermann legt nahe: Im ÖRR ist die Antwort längst gegeben. Hier werden „die Rechten“ vorgeführt, Journalisten attackiert und ein Rechtsstreit moralisch aufgeladen.

Autoreninfo

Mia Kilian hat Umweltsystem- wissenschaften und Volkswirtschaftslehre studiert. Derzeit absolviert sie ein Praktikum bei Cicero.

So erreichen Sie Mia Kilian:

Satire darf ja bekanntlich alles. Aber darf sie auch in einer bemerkenswerten politischen Einseitigkeit, und das gebührenfinanziert und zur besten Sendezeit, gegen das altbekannte Täterprofil, „den Rechten“, schießen? Das ZDF sendete die „Heute Show“ und Jan Böhmermann am vergangenen Freitag und zeigte damit: Die Antwort des ÖRR auf diese Frage ist ein eindeutiges „Ja“.

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Stefan Teschner | Mo., 20. April 2026 - 14:41

...außer vielleicht der Hinweis, dass ein "rechter Böhmermann" in Anbetracht der bestehenden Strukturen (nicht nur) bei ARD und ZDF schlicht undenkbar wäre. Ich fürchte, hier würde letztlich nur die Zerschlagung der Organisationen und ein Neuaufbau mit komplett ausgetauschtem Personal die notwendigen Voraussetzungen schaffen.
Stoff für rechte Comedy oder reaktionäres Kabarett gibt es in enormem Umfang, bieten doch allein die genannten Böhmermann und Küppersbusch schon Anlass für abendfüllenden geistreichen und niveauvollen Spott. Und unter der Gürtellinie - da kennen die beiden Genannten ja auch keine Grenzen des Anstands - bieten sich erst recht vielversprechende Angriffsflächen.
Vielleicht fehlt den "rechten" Comedians ja derzeit noch der Mut zum Outing - aber Potential gibt es mehr als genug. Ich würde mich mit eigenem bescheidenen Beitrag sofort kostenfrei als Gag-Schreiber zur Verfügung stellen.

Klaus-Peter Götze | Mo., 20. April 2026 - 14:48

warum tun Sie sich diesen Mist an? Zuviel der Ehre!

Dagmar Lubig | Mo., 20. April 2026 - 19:04

Antwort auf von Klaus-Peter Götze

gibt sich in ZDF als ein humorloser Menschenverächter, und wenn das Satire sein soll, "dann frese ich den Besen"! Für mich das abschreckendste Beispiel.

Markus Michaelis | Mo., 20. April 2026 - 15:10

Ja, ein rechter "Gegen-Böhmermann" wäre unterhaltsam und in einem gewissen Sinne fair. Die Frage ist, wieviele Gegen-Böhmermanns es bräuchte. Sieht man die Welt so, dass es demokratische, an Grundwerten, Menschenrechten und Menschen, Wissenschaft und Fakten orientierte Menschen auf der einen Seite gibt, und egoistische, menschen- und demokratiefeindliche Kräfte auf der anderen Seite, würde zwei solche Sendungen ausreichen.

Die deutsche Gesellschaft ist jetzt vielfältig und weltoffen - da fragt es sich, ob wirklich zwei Lager ausreichen. Das scheint mir in viele Unterlager zu zerfallen und, noch komplexer, auch anhand vieler ganz andersartiger Fragestellungen aufgespalten. Die Tendenz geht recht eindeutig dahin, dass sich westliche Gesellschaften nicht mehr auf zwei Lager einigen können.

Wir müssten uns also erstmal einigen, wieviele "Böhmermann-Richtungen" wir brauchen, und wie wir diese dynamisch aktuell anpassen können?

Walter Buehler | Di., 21. April 2026 - 07:39

Antwort auf von Uwe

73 ist doch mehr als 72!

Marco Riccardi | Mo., 20. April 2026 - 15:26

Es ist einfach unglaublich dass es überhaupt noch Leute gibt die sich diesen Unsinn antun. Böhmermann war noch nie wirklich witzig, aber was mich wirklich stutzig macht ist wie wehement er sich als Pausenclown und Sockenpuppe des lings-grünen Meinungsaparats profiliert.
Ich erinnere mich noch wie der Staat ihn an Erdogan verkauft hat nachdem er damals sein Gedicht über den türkischen Diktator geschrieben und aufgesagt hat.

Walter Buehler | Mo., 20. April 2026 - 16:28

In jedem politischen System auf der Welt verdienen "Comedians" sehr gut, die bereit sind, als Hofnarren der Mächtigen zu arbeiten

Sie alle leben von der Arbeit als "calumniators" im Auftrag ihrer Herrchen oder Frauchen.

Da in Deutschland die Medien noch fest in links-grünen Händen sind, würden sie ihre gutbezahlte und ziemlich anstrengungslose Lebenssituation in Gefahr bringen, wenn sie die Laune ihrer Herrchen eintrüben würden.

Deshalb singen Menschen wie Böhmermann überall auf der Welt das laute Halleluja für ihre Geldgeber und toben mit theatralischem Hölleneifer gegen jeden, der nicht in ihr Halleluja-Gedöns einstimmt.

Ein Calumniator hat mit Humor, Kunst oder auch mit echtem Journalismus rein gar nichts zu tun.

Zwar lässt er über sich immer auch ein ideologisches Fähnchen flattern, aber ich glaube einem solchen Typ längst nicht mehr, dass es ihm um irgend eine Sache geht.

Ihm geht es um die bequeme, gewohnte Staatsknete, die ihnen ihr Herrchen oder Frauchen garantiert.

Susanne Trautmann | Mo., 20. April 2026 - 16:32

Sowohl Oliver Welke als auch Jan Böhmermann sind keine echten Journalisten (mehr). Sie agieren durchgehend wie politische Aktivisten.

H. Stellbrink | Mo., 20. April 2026 - 16:46

In Abwandlung eines DDR-Witzes: 1 Steinmeier ist die Zeiteinheit, die benötigt wird, um nach dem Erscheinen unseres Bundespräsidenten auf dem Bildschirm den Fernseher auszuschalten. Wieviel ist 1 Böhmermann? 1/100 Steinmeier.
Das System der Öffentlich-Rechtlichen ist zum linksgrünen Propagandafunk verkommen. Die freiwillige Gleichschaltung macht ihn unreformierbar. Es gibt nur noch die Möglichkeit, jeden einzelnen Bürger frei entscheiden zu lassen, ob er einen Beitrag zahlen will. Vielleicht würde das das System reformierbar machen.

das der der auf dem Ast sitzt wie die versammele grün, links schwarze Politik, den Ast absägt auf dem sie gemeinsam sitzen ? Nee das wird nicht passieren.
NOCH hat der Konsument die Wahl das Erziehungsfernsehen zu konsumieren oder es sein zu lassen. Noch wie gesagt…… was mich allerdings derart auf die Palme bringt, ist etwas bezahlen.zu müssen, wovon ich nichts habe..
Es gibt weit aus bessere Alternativen sowohl in Nachrichten & Politik, als auch in filmischer Unterhaltung. I. ü. auch für Kinder…….die das Erziehungsfernsehen noch nicht einordnen können.
MfG a d Erfurter Republik

Angelika Sehnert | Mo., 20. April 2026 - 17:40

… aber schade um die Zeit, die die Autorin dafür geopfert hat. Hoffentlich wurde sie gut bezahlt, inkl. Schmerzensgeld. Man sollte diesen Clowns keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Es ändert sich nichts dadurch, ÖRR und vor allem ZDF sind nicht reformfähig und intelligente Menschen schauen sich den Mist sowieso nicht an, es sei denn sie müssen es aus beruflichen Gründen wie Frau Kilian.
Eine Bitte an die CICERO- Redaktion: verschwenden Sie das Talent Ihrer Praktikantin nicht! Es gibt wahrlich wichtigere und ergiebigere Themen.

Gisela Hachenberg | Mo., 20. April 2026 - 20:49

Antwort auf von Angelika Sehnert

Bravo, Frau Sehnert! Hat der Cicero es nötig, über diese menschenverachtenden Clowns Artikel zu schreiben? Verlorene Zeit! 🥺🥺🥺

Jens Böhme | Mo., 20. April 2026 - 17:44

...sind rein linke Satiresendungen im ÖRR kein Problem - wenn es auch rechte Satiresendungen gäbe. Dass in einer Satiresendung beides zu sehen/hören sein muss, kriegen nur Satireexperten, wie Dieter Nuhr, hin (ÖRR). Letzteres möglich, weil er sich in keine ideologische Schublade freiwillig begibt. Dass Journalisten und Satiriker sich über Journalisten politisch ernst lustig machen, ist hingegen ein weiterer Stein in der Wand des schleichenden Zusammenbruchs des freiheitlich-demokratischen Systems. Denn das geschieht nur, weil der Kulturkampf zwischen links und rechts geduldet wird bzw. Nährboden hat. Allerdings gibt es keine politische Mitte mehr bzw. ist nur noch ein kläglicher Rest. CDU und SPD sind mehrheitlich links geworden. Die AfD war mal politisch Mitte mit Lucke, Petry und Meuthen. Das ist lange her. Wenn die AfD noch stärker wird, wird intern auch Weidel abserviert.

Dagmar Lubig | Mo., 20. April 2026 - 18:51

Antwort auf von Jens Böhme

die letzten Sendungen mit Dieter Nuhr haben mir gezeigt, dass nicht einmal er es nicht mehr hinkriegt, oder hinkriegen will, das zumindest "sagt" mir mein sensibles Geschpür.
Ergo, die einzige Satiresendung, die ich geschaut habe, auch die ist für mich nicht mehr sehenswert!

ich schaue Satiresendungen nicht mit einer ideologisierten Brille. Deshalb finde ich "Dieter Nuhr" unterhaltsam, denn Satire ist nichts anderes als Unterhaltung.

Dagmar Lubig | Mo., 20. April 2026 - 22:58

Antwort auf von Jens Böhme

die ist mir fern, aber dem Herrn Nuhr scheint sie nicht mehr so fern zu sein wie früher, mein Eindruck.

Allerdings habe ich einen heißen Tipp. Sehen sie sich die Soloprogramme an, ein Unterschied zu den Fernsehauftritten weil nicht zensiert wie uns eine Kabarettistin in ihrem Programm erklärte.
Wie waren in diesem Jahr bei Auftritten von Uwe Steimle, Lothar Bölk, Lisa Eckert und in einigen Wochen zu Monika Gruber & Steimle. Im Herbst sehen wir einen der letzten Auftritte von Vinz Ebert. Alles politisches Kabarett vom feinsten.
I.ü. Haben wir von unseren Kindern in diesem Jahr zu Weihnachen für das Soloprogramm von Monika Gruber für Anfang 2027 Karten bekommen 😂😂😂😂.
Mit freundlichen Gruß a d Erfurter Republik

Wolfgang Borchardt | Mo., 20. April 2026 - 19:38

die gute Gründe haben, nicht links zu sein, angehalten, Geld für einen linken Sender zu geben? Warum maßen Menschen - nicht mehr wert als Sie und ich - sich an, ihre Meinung anderen vorschreiben zu wollen? Warum wird Herr Böhmermann als Satiriker bezeichnet? Die Herabwürdigung anderer Menschen war noch nie Satire.

Brigitte Miller | Mo., 20. April 2026 - 20:36

Man davon ausgeht, dass Satire die Mächtigen beobachtet und sich mit ihnen anlegt, dann ist Böhmermann kein Satiriker, denn er macht Bürger mit anderer Meinung lächerlich und dies in einer bösartigen Art und Weise.

Thomas Veit | Mo., 20. April 2026 - 22:19

Antwort auf von Brigitte Miller

und selbstgefälliger Zyniker der andere Menschen schleift um sich selbst zu erhöhen... - mit mittelmäßigem Intellekt ausgestattet, von der linksgrünwoken Medienmaschine seit Ewigzeiten finanziell und ideologisch-moralisch massivst gepampert.

Müsste er sich im freien Kulturmarkt behaupten wäre er vermutlich pleite... ...

Hans-Hasso Stamer | Di., 21. April 2026 - 13:08

Weil sie sich dieser Tortur unterzogen hat, im Dienste der Leser des Cicero, verdient Frau Kilian höchsten Respekt. Ich hätte schon nach 30 Sekunden abgeschaltet. Deshalb habe ich gar nicht erst eingeschaltet.

Sachlich kann man auf diesen Unsinn nicht mehr eingehen. Der ÖRR gleicht einem Motor, der durchgeht: die Höchstfrehzahl weit überschreiten, unter ungesunden Geräuschen, dreht er im Leerlauf, ohne Leistungsabgabe außerhalb der eigenen Blase, ohne Wirkung und Relevanz, bis er auseinanderfliegt.

Es ist nicht schade drum.

Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

Thomas Veit | Di., 21. April 2026 - 13:47

Antwort auf von Hans-Hasso Stamer

... bzw. falsche Hoffnung!

Dieser Motor wird feinest gepflegt und gewartet, vor Unwettern geschützt, geschmiert (mit Steuergeldern) und in der Öffentlichkeit immer noch beworben, er ist mit Teflon beschichtet und steht auf einem soliden (linksgrünwoke angestrichenen) Verfassingsfundament -- SORRY! DER geht nicht so schnell kaputt... ..., sehr geehrter Herr Stamer.

>> Es sei denn☝, man entzöge ihm die Energiezufuhr... (Strom oder Diesel; heutzutage wohl eher Windenergie... 😉), aber da selbst der BK Merz mit seiner 'konservativen' Partei offensichtlich keine 'Probleme' im aktuellen Agieren des ÖRR-Systems sieht... ... - unwahrscheinlich.

S. Kaiser | Di., 21. April 2026 - 15:13

Gut, das sind jetzt ausnahmsweise mal 2 ZDF-Sendungen, die Zugpferde für eine jüngeren Demographie sind (Marktanteile ca. 23, bzw. 27%). Aber selbst wenn man die Zuschauerzahlen getrennt ohne Überlappung zusammenrechnet, würden sie zusammen „nur“ so um die 6 Mio. Zuschauer erreichen. Das sind so viele wie bei der BTW 2025 die Grünen gewählt haben. Oder es wäre wie, wenn alle Die-Linke-Wähler vor der heute-show sitzen würden.
Ist das nicht eher Nischenfernsehen? Sollen sie sich doch in ihrer Blase beömmeln und sich einreden, dass sie lustig und „mehr“ sind. Sie sind weder das eine noch das andere.
Einzig zu bemängeln ist, dass ein Satire-Pendant von rechts im ÖRR nicht toleriert werden würde. Und genau deshalb muss die „Zwangsgebühr“ für alle weg.
Ansonsten erinnert die „Anti-Rechts-Satire“ a la Böhmermann eher an „Toiletten-Humor“ von Kleinkindern im Vorschulalter. Und da lautet der Elterntipp: einfach ignorieren.

Hans Page | Di., 21. April 2026 - 17:42

Vielen Dank für diese sehr ausführliche Darstellung und Ihr Plädoyer für Ausgewogenheit in den ÖRR. Aber ich bezweifle inzwischen dass es das noch geben wird, „Links“ ist inzwischen übermächtig und wird niemals demokratische Prozesse respektieren die bedeuten würden dass sie ihre Macht abgeben bzw. reduzieren müssten. Ich kann mich noch erinnern wie seinerzeit Löwenthal von „Links“ angefeindet wurde. Und einen oder 2/3 Löwenthal bräuchte es um die linke Übermacht im ÖRR (Restle, Reschke, Böhmermann, Hayali etc. etc) ein bisschen auszubalancieren.

soistes | Di., 21. April 2026 - 17:53

gibt es keine Einschaltquoten, hat sich das Thema sehr schnell erledigt. Was interessiert mich der ÖRR? Ich kann sehr gut ohne ein TV Gerät leben.