Henryk M. Broder
Henryk M. Broder / J. Marguier

Publizist Henryk M. Broder im Gespräch mit Clemens Traub - Cicero Podcast Politik: „Man kann nicht ein Drittel der Wähler zu Nazis erklären“

Im Cicero-Podcast spricht Henryk M. Broder über die Brandmauer, die AfD-Verbotsdebatte und ein Deutschland, das er „im Würgegriff des Nationalsozialismus“ sieht. Außerdem blickt er auf seine liebsten publizistischen Gegner zurück.

Clemens Traub

Autoreninfo

Clemens Traub ist Cicero-Redakteur. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Future For Fridays?“ im Quadriga-Verlag (Bastei Lübbe).

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Im Cicero-Podcast Politik diskutiert der Publizist Henryk M. Broder mit Redakteur Clemens Traub über eine politische Kultur, die aus seiner Sicht zunehmend aus dem Takt gerät. 

Im Zentrum steht die Frage, wo die Grenzen der Meinungsfreiheit verlaufen. Broder widerspricht der verbreiteten Annahme, vor allem der Staat ziehe diese Linie. Seine Diagnose: „Man kann alles sagen, allerdings nicht ohne Konsequenzen.“ Gemeint ist ein gesellschaftliches Klima, das Positionen nicht verbietet, sie aber so stark sanktioniert, dass sie faktisch aus dem Diskurs gedrängt werden.

Besonders deutlich wird das für ihn in der Debatte um ein mögliches AfD-Verbot, die er als „hysterische Verbotsdebatte“ bezeichnet. Auch die sogenannte Brandmauer betrachtet er skeptisch: „Man kann nicht ein Drittel der Wähler zu Nazis erklären.“

Traub und Broder
Clemens Traub und Henryk M. Broder in der Cicero-Redaktion / J. Marguier

Das Gespräch wurde am 9. Juni 2026 in der Cicero-Redaktion aufgezeichnet.

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Günter Johannsen | Fr., 12. Juni 2026 - 15:08

Doch, man kann: dieselben Rot-Grünen Kommunisten konnten 40 Jahre lang 80 % der DDR-Bevölkerung hinter eine Brandmauer verbannen. DAS ist der Kommunisten Lieblingssport und Zersetzen (MfS) eins ihrer Lieblingswörter!

Günter Johannsen | Fr., 12. Juni 2026 - 15:10

Das sogenannte Volkseigentum in der – Gott sei Dank – untergegangenen
DDR gehörte nicht dem Volk, sondern einer Clique führender Moral-Elite-Kommunisten, die sich „ihr Eigentum“ (ca. 68 Milliarden Ostmark?) nach der Wende 1989 für ihre gewissen Vereine & Stiftungen (und privaten Zwecke?) zur Seite schafften. Der sogenannte Kommunismus war und ist nichts anderes als ungebremster Staats-Kapitalismus, bei dem sich eine
Clique selbstherrlicher Partei-Funktionäre auf Kosten des Volkes
bereichert und es sich in exponierten Machtpositionen wohl ergehen lässt! Man muss eben doch aus der Geschichte lernen, will man bei der freiheitlichen Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft bleiben.
(aus „Als das Rote Meer Grüne Welle hatte“ GHV 2021) Wie schon erwähnt, warnte Willy Brandt schon 1948 klar und deutlich: „Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!“

Brigitte Miller | Fr., 12. Juni 2026 - 16:56

Herr Broder.