Schulze Haseloff
Sven Schulze und Reiner Haseloff / picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Haseloff-Nachfolger Sven Schulze - Auf leisen Sohlen ins große Duell

Reiner Haseloff (CDU) will nicht noch einmal für das Amt des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt antreten. Sein Nachfolger soll der eher unbekannte Wirtschaftsminister Sven Schulze werden. Kann das im Duell mit der AfD kommendes Jahr gutgehen?

Autoreninfo

Mirjam Epstein studiert Soziologie und hat redaktionelle Stationen an der Axel Springer Akademy (Welt), dem österreichischen Exxpress und bei Cicero absolviert.

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Reiner Haseloff will nach 14 Jahren Amtszeit und als mittlerweile dienstältester Ministerpräsident Deutschlands nicht mehr kandidieren. An der Spitze der Landesregierung in Magdeburg stand er für einen Anti-AfD-Kurs. Der Landtagsabgeordnete der CDU genoss unter seinen Kollegen hohes Ansehen – viele verdankten ihm ihr Mandat. Und manche hatten auf einen weitere Kandidatur Haseloffs bei den Landtagswahlen 2026 gesetzt. Sogar das Gerücht ging um, sie hätten vor ihm niedergekniet, damit er dabei bleibt. Doch Haseloff will nicht mehr. 

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Christa Wallau | Fr., 8. August 2025 - 16:21

Als bekennender Katholik ist Reiner Haseloff ein echter CHRIST-Demokrat. Ich habe ihn mit seiner Frau einmal bei der Messe in einer Quedlinburger Kirche getroffen. Gleichzeitig ist er jemand, der sich an Realität u. Vernunft orientiert, was politisches Entscheiden u. Handeln anbetrifft. Das zeichnet einen wahren Konservativen aus.
Von daher verstehe ich, daß er 14 Jahre lang das Vertrauen der Menschen als Ministerpräsident genossen hat.
Wenn Alle in der CDU so wären wie er, bräuchte es tatsächlich keine AfD in Deutschland. Leider ist dem aber nicht so!
Merkel hat die CDU radikal entkernt u. dem links-grünen Zeitgeist angepaßt. Deshalb ist die AfD ja überhaupt erst entstanden u. erfreut sich immer größeren Zuspruchs. Sie wird m. E. in Sachsen-Anhalt bald die CDU an der Spitze ablösen; denn dort dürfte das Vertrauen in Reiner Haseloff nicht 1 : 1 auf seinen CDU-Nachfolger übertragen werden. CDU-Kanzler Merz hat ja gerade erst seine Wähler nach Strich u. Faden belogen u. betrogen!

Ingofrank | Fr., 8. August 2025 - 19:25

Wenn eine Mehrheit ohne AfD nicht regierungsfähig ist. ……. Das wär’s doch mal !

Ich weiß nicht was das ganze Theater soll …… Thüringens frei gewählter MP mußte auf Geheiß Merkels sein Amt zur Verfügung stellen und meinen Landsleuten wurde dadurch nicht die zweite Amtszeit des dunkelroten Rammelow erspart. Im Gegenteil ….. da jetzt die CDU geführte Regierung keine eigene Mehrheit hat und sich dadurch auf Gedeih und Verderb den SED Erben andient …..
Und das erstaunliche: Thüringen gibts noch. Schlecht regiert aber immerhin. ……
Was die SED Erben in Thüringen können, kann die AfD egal wo, allemal !
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Wolfgang Borchardt | Fr., 8. August 2025 - 20:55

bereit ist, den Ursachen des Ereignisses "AfD" nachzugehen und sie lieber verbieten möchte, muss die Folgen akzeptieren oder sich zurückziehen, wie es gerade geschieht.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 9. August 2025 - 10:32

Haseloff ist scheinbar unersetzbar. Ein No-name soll es richten für die UNION. Bei den Msm liegen die Nerven blank. Es wird befürchtet, dass es diesmal der von der AFD schafft. Obwohl? Macht es doch mit Herrn Siegmund genauso, wie mit dem AFD - Bewerber zum OB in Ludwigshafen und last ihn einfach nicht zu. Der Wahlausschuss wird das schon einrichten. Da geht doch was. Ein Pamphlet des Landesverfassungsschutzes, das der AFD-Bewerber mal rechts mit dem Auto abgebogen ist und fertig ist die Laube. Ganz klar Verfassungsfeind. Irgendetwas wird in jedem Fall vor der Wahl noch kommen, um die zu erwartende Übermacht der AFD einzuschränken. Man wird schon was ausgraben. Ob es helfen wird? Ich glaube nicht. Die UNION hat auch unter Haseloff in den letzten vier Jahren Stimmen eingebüßt. Und man sollte den Einfluss der Bundespolitik auch auf Landtagswahlen nicht unterschätzen. Jedenfalls scheint Herr Schulze geradezu prädestiniert für den Posten. Warum? Keine Fehltritte, aber auch keine Erfolge.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 9. August 2025 - 11:12

Haseloff ist m.E. den Ursachen für die hohen Gewinne der AfD nachgegangen und er hat mit sich selbst - Frau Wallau beschreibt ihn gar nicht schlecht - standgehalten und nur selten verbal dagegengehalten.
Dann aber klipp und klar.
Soweit ist sein designierter Nachfolger evtl. noch nicht, aber immerhin nach Mitlied des EU-Parlamentes schon Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt.
Um die muss es gehen, nachdem der Osten Deutschlands nach über 30 Jahren mittlerweile im globalisierten Deutschland angekommen sein muss oder "wie lang soll die Leitung sein"?
Sven Schulze muss nicht alleine siegen.
Es strengen sich hoffentlich einige andere Parteien an, ein modernes Sachsen-Anhalt aufzubauen.
Die SPD hat eine kluge Frau Dr. Katja Pähle, soviel weiss ich.
Wichtig ist, dass der scheidende Ministerpräsident jetzt die Kraft hat, seinem hoffentlich Nachfolger im Amt zur Seite zu stehen.
Aber wie gesagt, die SPD muss stärker werden und der Osten muss nicht in Bezug auf die Parteienvielfalt verarmen...

Christoph Schnörr | Sa., 9. August 2025 - 12:30

verlässt das sinkende Schiff.

G. Fischer | Sa., 9. August 2025 - 16:05

Laut einem Artikel der Berliner Zeitung argumentieren Herr Schulze und Herr Haseloff bereits gegen den AfD-Kandidaten. So trete einer an, „der hat noch keine Verwaltung von innen gesehen" bzw. der trotz seiner >500.000 TikTok-Follower machtlos gegen ihre Liste mit 5.000 Telefonnummern von wichtigen Personen im Land und in der Bundespolitik ist. Ich weiß nicht, ob das die richtige Taktik ist. Kommt mir wie Sandkasten vor und bedient genau die Vorbehalte, die man gegen politische Entscheidungsträger heutzutage hat.