- Bundesbehörde warnt nach Daten-Leak vor erhöhter Cyber-Bedrohung
Nach dem Daten-Leak in Berlin warnt das BSI vor gezielten Phishing-Angriffen und rät Betroffenen, besonders wachsam zu sein. Auch mit Blick auf die anstehenden Wahlen gibt es Befürchtungen.
Nach der Veröffentlichung von Daten der Berliner Verwaltung durch Cyberkriminelle weist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf eine erhöhte Bedrohungslage hin. „Das BSI weist explizit darauf hin, dass sich aus der Veröffentlichung gestohlener Daten verschiedene Risiken für die Betroffenen und letztlich für die Gesellschaft ergeben können», erklärte ein Sprecher.
Für den politischen Raum bestehe insbesondere vor Wahlen die Gefahr sogenannter Hack & Leak Operationen. Dabei werden gestohlene Dokumente, E-Mails oder Ähnliches zu einem für den Angreifer günstigen Zeitpunkt veröffentlicht und dabei womöglich in einen falschen Zusammenhang gerückt. In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Politische und sensible Personaldokumente
Zwischen dem 7. und 12. August eignete sich die Hackergruppe „Rhysida“ gewaltige Datenmengen aus der Berliner Verwaltung an. Sie erpresste den Berliner Senat um 30 Bitcoin (umgerechnet rund zwei Millionen Euro). Doch der Senat lehnte ab. Am Freitagnachmittag stellten die Hacker nach eigenen Angaben alle erbeuteten Daten ins Darkne: Rund 5,8 Terabyte mit mehr als 1,4 Millionen Daten wurden. Dass die kriminellen Hacker, die nach dem Ablauf ihres Ultimatums an den Berliner Senat die von ihnen erbeuteten Daten online gestellt haben, eine politische Absicht verfolgen, wird laut BSI jedoch nicht vermutet. Man gehe davon aus, dass die Tat „ausschließlich finanziell motiviert“ gewesen sei.
Die Daten umfassen laut Bild interne Unterlagen aus Fachbereichen der Senatsverwaltung, Dokumente zu politischen Entscheidungsprozessen sowie vertrauliche Verwaltungsakten. Zudem sollen Telefonnummern, Gehaltsdaten, Wohnadressen und weitere persönliche Informationen veröffentlicht worden sein. Besonders brisant: Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung finden sich unter den Daten auch Zeugnisse, eingescannte Ausweise und andere sensible Personaldokumente.
Das BSI weist auf eine erhöhte Bedrohung durch gezielte Phishing-Angriffe nach dem Datenabfluss hin. Insbesondere Menschen, die in Kontakt mit betroffenen Personen oder Institutionen standen, sollten deshalb besonders aufmerksam sein. „Darüber hinaus können Daten, die Informationen zu kritischen Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen enthalten, je nach Sensibilität der Daten ebenfalls eine Erhöhung der Bedrohungslage bewirken“, warnt das Bundesamt. Betroffene sollten prüfen, ob sie konkret von einem Datenleak betroffen sind und welcher Art die veröffentlichten Daten sind sowie gegebenenfalls Prozesse zu verändern.
dpa
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Nicht nur dieser Vorfall: Unzählige Kriminelle nutzen das Darknet.
Warum darf das ungebremst immer so weiter gehen?
Warum können "Fachleute" deutscher Sicherheitsbehörden die Hackergruppe „Rhysida“ nicht identifizieren und verhaften?
Warum? Sind die zu blöd?
Das Darknet ist das richtige anonymisierte Internet. Im Darknet tummeln sich keineswegs nur Kriminelle, sondern sind auch viele Oppositionelle, Widerständler und ähnliche vernetzt, die von Diktaturen, Autokratien und Demokratien wegen Volksverrat, Boykotthetze und als Staatsfeinde identifiziert und verfolgt werden.
Herr Böhme, ich frage mich schon, ob solche Leute, wie Sie sie auflisten, wirklich im Darknet arbeiten. Meines Erachtens arbeiten im DARKNET außer den Kriminellen und Perversen nur noch brave "Mitarbeiter" und Agenten der großen Geheimdienste, die bestimmte Länder von außen her destabilisieren wollen.
In Deutschland habe ich noch nie einen ehrlichen Menschen kennengelernt, der sich versiert im Darknet tummelt. Es können mMn nur Leute aus der kriminellen und aus der Geheimdienst-Geschäftswelt sein.
Und am Ende werden es die Bürger sein, denen man durch die Digitalisierung schnellere und einfachere Abläufe versprochen hat. Niemand sollte so blauäugig sein zu glauben, dass man mit Datenklau eben nicht nur ein *kleines* Ärgernis begeht, sondern massiven Schaden anrichten kann. Ich schrieb schon bei anderer Gelegenheit, die großen Kriege der Zukunft, werden im und mit dem Internet ausgetragen werden. Da würde nur eines helfen. Schaltet den Strom ab, dann ginge gar nichts mehr. Testfälle haben wir ja schon etliche in Deutschland erlebt. Und das sind die wahren Feinde der Menschheit. Die Abhängigkeit von Energie und die Steuerung derselben. Und war es nicht der Tennis spielende Bürgermeister, der erklärte: *Es wurde keine relevanten Daten geklaut*. Aha, ja, diesem Wegner und den anderen Politkern kann man wirklich glauben. Sie kennen ihn ja, oder? Die jungen kennen sich meistens aus, aber was machen die älteren Menschen, die gerade mal ein Handy-Anruf entgegen nehmen können?
