- Der Messias ist beleidigt und tritt ab
Hinter Robert Habecks dünner Fassade des versöhnenden Zuhörers steckt ein enorm kurznerviges politisches Alphatier. Nun tritt der Grüne ab - und beendet seine politische Karriere mit ein bisschen Pöbelei und ganz viel Hybris.
Robert Habeck und ich haben einen beträchtlichen Teil seines politischen Lebens gewissermaßen gemeinsam zurückgelegt. Als er in den Landtag von Schleswig-Holstein einzog und dort Vorsitzender der damaligen Oppositionsfraktion der Grünen wurde, war ich Vorsitzender der damals regierungstragenden FDP-Fraktion. Nach der darauffolgenden Wahl vertauschten sich die Rollen: Er, der Vize-Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister, ich an der Spitze der Oppositionsfraktion der Freien Demokraten. Das ergab logischerweise Reibung, die nicht nur aus den unterschiedlichen Rollen erwuchs, sondern auch aus der Tatsache, dass Liberale und Grüne aus ganz unterschiedlichen politischen Kulturen und Lagern kommen.
Trotzdem gelang unter unserer Federführung nach der Landtagswahl 2017, was bis dahin noch nie dauerhaft erfolgreich auf Landesebene funktionierte: Wir schmiedeten ein Jamaika-Bündnis. Eines, das – anders als im Saarland zuvor – nicht nur hielt, sondern so ziemlich alle kontroversen Themen der damaligen Landespolitik auflöste: Wir bauten eine Abschiebehafteinrichtung, trieben die Liberalisierung des Online-Glücksspiels voran und einigten uns auf eine Windenergieplanung. Dieser gemeinsame Weg wäre bis hierhin Anlass genug, um Robert Habeck ein paar nette Abschiedsworte hinterherzurufen: Mach’s gut, Robert. Wir haben uns gestritten, wir haben uns geeinigt und ein bisschen was für Schleswig-Holstein erreicht. So viel, dass Daniel Günther – nicht wirklich verdient – noch heute davon zehrt.
Aber Robert Habecks politischer Weg endete nicht damals in Schleswig-Holstein, sondern in dieser Woche mit einem bemerkenswerten Interview in der taz. Man muss davon ausgehen, dass das Publikationsorgan nicht zufällig gewählt wurde, sondern als „Zeichen“ verstanden werden soll. In der Bubble von Robert Habeck sind „Zeichen“ das wichtigste politische Gestaltungsinstrument – Inhalte, Konzepte und die harte Realpolitik spielen keine große Rolle. Und nichts hat in den vergangenen Tagen die grüne Bubble so sehr in Rage versetzt wie Julia Klöckners Vergleich von taz und Julian Reichelts Internetmedium Nius.
Die Verehrung von Robert Habeck im grün-affinen Milieu war fast religiös
Deswegen beließ es der gescheiterte Vizekanzler auch nicht bei dem vermeintlich subtilen „Zeichen“ und langte verbal nochmal richtig hin: Klöckner habe die Gesellschaft gespalten und sei noch nie in der Lage gewesen, Dinge zusammenzuführen. Auch attestiert er ihr eine „Unfähigkeit, ihr Amt überparteilich auszuüben“. Hinzu kamen noch ein paar Pöbeleien gegen Söder und Spahn. Vielen dämmerte nach diesem Interview, was Weggefährten von Robert Habeck schon lange wussten: Hinter der dünnen Fassade des versöhnenden Zuhörers steckt ein enorm kurznerviges politisches Alphatier. Das über Jahre aufgebaute Image des wägenden politischen Vordenkers passt nicht zu diesem Hang zur destruktiven Bockigkeit bei Gegenwind.
Die Verehrung von Robert Habeck im grün-affinen Milieu war enorm – manchmal fast religiös. Vielleicht glaubte er zum Schluss wirklich, dass er übers Wasser laufen könne. Dass nur er Deutschland vor dem Untergang retten kann. So fragte er bei der taz halb rhetorisch, halb drohend: „Wenn die Grünen sich aus dem Zentrum verabschieden, wer gibt ihm noch Kraft zum Leben?“ Seine Idee sei immer gewesen, die Grünen „mit einem progressiven Liberalismus in die gesellschaftliche Mitte“ zu führen. Er habe immer dafür gekämpft, „Bündnisse, Lager, machtpolitische Konstellationen neu zu denken“. Das sei aber gescheitert, und darum gehe er jetzt. „Herr (Habeck), erbarme dich!“, mögen da noch so laut seine Jünger rufen. Der Messias ist beleidigt und tritt ab. Mutmaßlich aber nur, bis die Rufe so laut werden, dass er sich wirklich erbarmt und abermals als Lichtgestalt inszeniert wiederkehrt.
Er hat sich in seiner Ministerzeit immer weiter in der eigenen Echokammer verschanzt
Dabei manifestiert sich in der Habeck’schen Selbsteinschätzung das ganze Drama seiner Berliner Karriere. Robert Habeck hat nichts – wirklich rein gar nichts – in Berlin dafür geleistet, die Brücken über das eigene politische Lager hinaus zu schlagen, nachdem die Tinte unter dem Koalitionsvertrag getrocknet war. Was in Schleswig-Holstein mit Jamaika noch gelungen ist, hat er nicht einmal mehr versucht. Er hat sich in seiner Ministerzeit vielmehr immer weiter in der eigenen Echokammer verschanzt.
Bei Markus Lanz offenbarte er dann am Mittwoch auch unfreiwillig, was ihn so richtig am Regieren genervt hat: die Abgeordneten. Er wünsche sich eine Regierung als „verschworene Gemeinschaft“, die sich nicht so sehr um das kümmert, was die Fraktionen wollen. Was Habeck hier als Idee entwickelt, ist die einer Regierung, die nicht mehr dem Parlament verantwortlich ist, sondern „durchregiert“. Das würde er natürlich abstreiten, aber es ist die unausweichliche Konsequenz dessen, was er seine „Denkschule“ nennt. Das ist kein Politikstil, der in eine parlamentarische Demokratie passt, sondern eine ziemlich problematische Machtfantasie.
Die ganze Wahrheit ist jedoch, dass er sich in dieser „Denkschule“ schon zu Ampel-Zeiten eingerichtet hat und dann genervt war, wenn er erkannte, dass die von ihm erdachten Gesetze ja doch von den Fraktionen beschlossen werden müssen. Das „Bündnis“ des Robert Habeck ist ein Pakt von Robert Habeck mit dem, was Robert Habeck für die anderen für richtig hält. So baut man aber keine Brücken in andere Lager, sondern über sie hinweg. Das Fatale daran ist, dass Habeck sich bei jedem Widerstand in immer tieferen Trotz steigerte: Ich bin doch der Einende, und alle anderen sind Spalter! Das Bündnis bin ich!
Der einzige Nutzen, der daraus zu ziehen war, war ein parteipolitischer. Die Grünen haben in der Wählergunst nicht zulegen können, aber sie haben eine feste Wagenburg gebaut, in der sich grün-geneigte Wähler besser binden lassen. Deswegen konnten die Grünen auch einen beachtlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Die Chancen, die in einem lagerübergreifenden Bündnis wie der Ampel oder Jamaika liegen, wurden so aber hintertrieben. Ein Wirtschaftsminister eines lagerübergreifenden Bündnisses mag zwar über bürokratische und übergriffige Heizungsgesetze und eine immer weiter staatlich gelenkte Wirtschaft öffentlich sinnieren – wenn er aber permanent Gesetze in diese Richtung vorschlägt, sagt er dem Koalitionspartner den Kampf an, wenn dieser aus dem wirtschaftsliberalen Lager kommt. Denn letztlich erwartete er ja doch dessen Zustimmung.
Bei Gegenwind ist er in Jammern und Selbstmitleid verfallen
Dieser Partner steht dann vor der Wahl: Das Bündnis beenden oder – um den Preis der eigenen Glaubwürdigkeit, in der Hoffnung auf Besserung – den Weg mitgehen. Die FDP ist diesen Weg aus staatspolitischer Verantwortung bis zum Überschreiten aller Schmerzgrenzen mitgegangen und stand irgendwann bei drei Prozent. Die Erkenntnis, dass die Habeck’schen Grünen in dieser „Denkschule“ kein Koalitionspartner sein können, war daher kein wahlkampftaktisches Manöver der FDP, sondern die Konsequenz des selbstgefälligen, letztlich spaltenden Politikstils Robert Habecks.
Man muss ihm fast dankbar sein, dass er in seinen Interviews nach seinem Rücktritt seine Vorstellungen so offen auf den Tisch legt. Aber es tut dennoch ein bisschen weh, wenn man den schleswig-holsteinischen Robert Habeck vor Augen hat. Dieser Robert Habeck hat verstanden, dass seine ganze Macht auf dem Parlament ruhte. Er wäre gar nicht auf die Idee gekommen, so etwas wie das damalige Heizungsgesetz in die parlamentarische Beratung zu geben, wenn er wusste, dass er auf die Stimmen der FDP angewiesen ist. Der Berliner Robert Habeck hat sich um so was nicht gekümmert, und bei Gegenwind ist er in Jammern und Selbstmitleid verfallen. Beim schleswig-holsteinischen Robert Habeck sind so viele Konflikte gar nicht öffentlich entstanden, die man hinterher hätte aufwändig „befrieden“ müssen. Beim Berliner Habeck wurden diese Konflikte geschaffen und befeuert. Habeck hat die Spaltung der Gesellschaft nicht verursacht, aber er hat sie massiv verstärkt. „Ob mutwillig oder aus Dämlichkeit“ ist hier nicht einmal die Frage, denn daran, dass er nur das Beste will, habe ich überhaupt keinen Zweifel.
Will man eine positive Lehre aus der bundespolitischen Karriere Robert Habecks ziehen, dann vielleicht am ehesten diese: Eine Republik ist keine Experimentiermasse für eigene politische Regeln, sondern man dient ihr am besten, wenn man nach ihren gewachsenen Regeln um den besten Weg für das Land ringt. Bestenfalls sehr hart in der Sache, mit offenem Visier und ohne moralisch aufgeladene Hybris. Letzteres ist inzwischen die alleinige Triebfeder für die Grünen nach Habeck. Da diese in der taz von ihm für ihren Politikstil gelobt werden, habe ich wenig Hoffnung, dass sie oder Habeck genug Demut für die bundesrepublikanische „Denkschule“ finden werden, die die Voraussetzung für echte Bündnispolitik ist. Ich wünsche es ihm trotzdem. Alles Gute, Robert.
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dass wir diesden larmoyanten Narzissten endlich los sind. Gegen Klöckner, Söderund Spahn teilt er unter der Gürtellinie kräftig aus, selbst aber ist er gegenüber Kritik soswas von dünnhäutig, dass er hunderte Anzeigen gegen Bürger initiiert hat. Ich gebe Baerbock ungern recht, aber mit ihrem Schweinestall-Vergleich hat sie richtig gelegen.
will. So wie Mielke „doch alle Menschen liebte“.
Da verwechseln Sie mM nach echten Willen mit verblendeter Ideologie. Ich stimme Ihnen zu in dem, was Sie über dieses Sektenführers dünner Haut schreiben, dass er unfähig ist, Kritik oder Spott zu ertragen. Ja, ein Alphatier und somit schon der lebende Widerspruch in sich.
Wer „das Beste“ will, macht zunächst eines: er denkt nach, bevor er entscheidet, holt sich Rat und Mithilfe, lebt nach dem Grundsatz, dass er selbst niemals alles überblicken könne.
Habeck war das genaue Gegenteil, ein arroganter, eingebildeter, sich selbst maßlos überschätzender Polit-Dilettant, der das Glück hat, dass viele geistig einfältige Gestalten auf seine Show herein fielen und ihn zum Guru hoch-hypten.
Das lebt er auch heute noch aus.
Er geht mit wehenden Fahnen, seine – meist weiblichen – Jünger heulen ihm nach, haben sogar Stimmen für seinen Verbleib gesammelt. Wann hat man je ähnlichen Bullshit erleben müssen?
Ich sage ihm: Geh mit Gott, aber bleib fort.
Deshalb nur volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar Herr Will.
Wie immer 100 Punkte. Schönes Wochenende allen.
Wenn er das Handtuch schmeißt, gehe ich davon aus, daß er selbst nicht so überzeugt von seinem politischen Wirken war und ist.
Er wollte ja auch Kanzler werden.
Gut das daraus nichts geworden ist, mit so einem schwachen Nervenkostüm braucht man sich eigentlich auch gar nicht um diese Stelle zu bewerben.
Was wäre das wohl für ein Kanzler geworden ???
Er geht ... gut so ... hoffentlich gehen noch viele andere seines Schlages mit.
ist derjenige, der anstelle Habecks Kanzler geworden ist, keinen Deut besser. Der hatte das Brechen seiner Wahlversprechungen sogar schon von langer Hand vorbereitet, seine Wählern skandalös angelogen und ihnen dann in den Arsch getreten.
Nach oben oder unten gibt's halt meistens keine Grenze.
Somit haben sie völlig recht mit ihrer Aussage.
"Der letzte echte deutsche Denker nimmt Abschied" meinte die Süddeutsche und ein Passant aus "Winters Woche" meinte, Habeck sei toll, weil er "im Gegensatz zu den anderen, seine Politik erkläre"
Das "Image des wägenden politischen Vordenkers " hat also voll eingeschlagen, wenn auch bei allen 🤣.
wenn auch n i c h t bei allen.
Der Erklärbär hat bei den meisten klar denkenden Menschen den Eindruck hinterlassen, daß er sie wohl eher hinter die Fichte führen will.
Und zum Thema Achim Winter möchte ich noch anmerken, was da oftmals für Leute zu Wort kommen, da wird's einem ja ganz anders.
Wie verblödet muß die Republik schon sein ???
SCHNITT.
"... dass er sich wirklich erbarmt und abermals als Lichtgestalt inszeniert wiederkehrt." Erbarme sich eine höhere Macht das Deutschlands so etwas nicht passiert.
In Berkeley sind sie sich hoffentlich im klaren welche "Lichtgestalt" sie sich für eine Gastprofessur da an Land gezogen haben.
Und Tschüss Robert, dich braucht kein Mensch. Genug Unwesen Treibende haben wir noch reichlich.
Berkeley ist genau das Biotop geworden, in dem sich Menschen wie Habeck wohlfühlen. Die einst durchaus im guten Sinn progressive Universität ist, wie die ganze UC und Kalifornien, ein Sumpf aus Poststrukturalismus, Postkolonialismus, DEI sowie offenem und verdecktem Antisemitismus geworden. Im derzeitigen Gouverneur dürfte Habeck sein US- amerikanisches Pendant finden. Chef eines reichen, aber hochverschuldeten, dysfunktionalen, heruntergewirtschafteten Staates. Dazu ist Berkeley die akademische Heimat von Judith Butler. Das passt.
Wohl eher "mutwillig" (übermütig) und "aus Dämlichkeit".
Zeitweilig Hochprozentiges hat liberale Hirne soweit vernebelt, diese Fehltritts-Kombi als "Fortschrittskoalition" auszugeben.
Sie waren nicht nur Mitläufer, sondern Mitmacher. Aus anderen Zusammenhängen wissen wir, dass der Unterschied so klein nicht ist.
Netter Versuch, Herr Kubicki. Ich schätze Sie nach wie vor.
Aber die liberale Läuterung, die dem Land gut tun würde, ist da noch nicht spürbar.
Vielleicht wird's ja noch.
Klar und ungefiltert.
Liberale hätten den Unterschied zwischen Fehltrittskoa("Fortschrittskoalition").
Dieser Mann ist keines Aufhebens wert. Wie Herr Will hier im Forum schon sagte, ist Habeck ein sich selbst total überschätzender Wichtigtuer. Er war ja oder er wird es womöglich wieder: ein Schriftsteller. Als einer vom Fach kann ich dazu sagen: Auch auf diesem Gebiet war er Dilettant, seine Bücher sind nicht der Erwähnung wert, zumal er sie ja, wie man erfahren konnte, nichtmal selber vollständig geschrieben hat. In einem war er große Klasse - im "Beleidigte-Leberwurst-Spielen". Bürger wegen Nichtigkeiten anzuzeigen - was für ein übersteigerter Egomane. Fachlich als Minister hatte er so viel drauf wie ein... nein, ich lass es weg, sonst muss ich mir noch ´n neuen Bademantel kaufen. Ja, wir können heilfroh sein, dass wir ihn los sind, den Busenfreund von Herrn Melnyk. An der amerikanischen Westküste kann er weniger Schaden anrichten. Aber, wer weiß, vielleicht kommt er mit neuen Heilsideen zu uns zurück und beglückt uns mit neuen Dilettantismen. Warum nur fliegen die Frauen auf ihn???
Mein Eindruck ist, dass Habeck durchaus ein relativ gesehen zuhörender und nachdenklicher Vertreter seiner Blase ist. Er wurde als Minister und Kanzlerkandidat auch von vielen in seiner Blase als zu kapitalistisch, rechts etc. angegriffen. Ich halte (glaube ich - soweit ich es kenne) auch nicht viel von seinen Vorstellungen, was konkret zu tun ist, aber er vertritt Millionen und politisch-gesellschaftlich sollte man mit einem Habeck reden, um die Diskurse mit diesen Millionen zu führen.
Streitgespräche zwischen dem "Habecklager" und "Klöcknerlager" wären nicht schlecht für die Politik. Ich wäre im Klöcknerlager und würde gerne darum streiten, warum ich das (exzessive) Aufhängen der Regenbogenfahne am Bundestag als spaltend empfinde.
Manchmal kehret man Dinge besser unter den Teppich, weil ohne Streit ohnehin nichts herauskommt. Aus meiner Sicht müssen diese Streits aber geführt werden.
Streitgespräche zwischen dem "Habecklager" und "Klöcknerlager"? Möglicherweise haben Sie ja nicht mitbekommen, was während der Ampelzeit mit Deutschland geschehen ist, besser: was Patriotismus.fand.ich.stets.zum.Kotzen Habeck daraus gemacht hat. Welche guten(!) Argumente hätte denn das Habecklager für eine Deindustrialisierung Deutschlands anführen können? Wo sind Ihre Forderungen, um die Diskurse mit den doppelt so vielen Millionen AfD Wählern zu führen? Das einfache, einmalige Aufhängen von Regenbogenfahnen an Regierungsgebäuden ist schon nicht statthaft, geschweige denn das exzessive. Der Wähler will keine "Blasenvertreter" in der Regierung, sondern Leute, die seine vitalen Interessen im In- und Ausland vertreten, keine, die das Amt zur Selbstverwirklichung missbrauchen.
Ich würde Habeck nicht wählen, aber ein Punkt in der politischen Situation ist, dass es noch weniger als früher "den" Wähler gibt. Es gibt Millionen Habeck-Anhänger, sie hatten bis vor kurzem auch viel Einfluss in der Gesellschaft und sind nicht alle über Nacht verschwunden. Man sollte und wird sich mit ihnen auseinandersetzen müssen?
Sie haben es auf den Punkt gebracht. Ich
stimme Ihnen voll umfänglich zu. Der Frau Klöckner aber würde ich empfehlen, Herrn Habeck wegen Beleidigung anzuzeigen, so wie dies seiner gängigen Praxis entsprach, so unter dem Motto "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Und ich würde Herrn Habeck zurufen: Geh, auch ohne Gott, aber geh und komm nicht wieder!
Ich konnte das nicht wissen, aber manches deutete auch für mich in diese Richtung.
Trotzdem ein gelungener wehmütiger Abschiedsbrief für Herrn Habeck und vielleicht könnte man die Namen austauschen?
Im Übrigen gibt es ausreichend Selbstbezug bei anderen Politikern und mit der Zeit wird man nicht mehr wirklich unterscheiden können und sich auch fragen, ob man das überhaupt muss.
Nehmen wir die vertretene Politik und stellen uns dazu.
Liberalismus und Durchregieren schien mir schwierig, die Anzeigen irritierten mich, die Abschaltung der letzten Atomkraftwerke empfand ich als strittig.
Noch ein Punkt, den ich zugunsten von Merz ausmache.
Dieser machte dann ja keine ganz andere Politik?
Habeck brachte sie aber evtl. "vorlaufend" ins Spiel?
Vielleicht auch eine Art "Denken vom Ende"?
Hoffentlich stellen sich nicht auch bei Frau Baerbock derlei "Unstimmigkeiten" heraus.
Freundlich war Frau Merkel auch meist.
Laut "Blue Bloods"(4) ziehen sich die Amis das "Abhören" von Merkels Handy nicht an?
In der Industrie oder als Unternehmer würde diese Person nach diesen negativen Ergebnissen und Benehmen keinen Fuß auf den Boden bekommen. Leider sind so viele Wähler nicht in der Lage klar zu denken und wählen ihr eigenes Unglück immer wieder. Die staatsnahen Medien helfen da immer nur in die falsche Richtung.
Wie bei der "Aktuellen Kamera" geht's stets drum lediglich die eigene Sichtweise als alternativlos darzustellen.
Der Sekretär für Agitation und Propaganda im SED-Zentralkomitee bestimmte grundlegend die tägliche Berichterstattung.
Ein Schelm wer jetzt böses dazu denkt.
Susi Sorglos, sie hat viele Nachkommen. Seit Beginn des neuen Jahrtausends, das uns so viel Innovatives und nichtsnutzige Bereicherungen beschert hat(nicht nur aus der Uckermark und dem Reich des Morgenlands), scheint ihre Nachkommenschaft exponentiell zugenommen zu haben. Nicht in der realen Welt, in der man für Geld nicht nur arbeiten, sondern dafür auch noch Leistung und Qualität abliefern muss. Nein, es gibt da noch in der Scheibenwelt ein Universum für Talentfreie. Trotz ausgeprägter Dürre in ihren Oberstübchen produzieren sie rhetorisch u. verbal schier Unglaubliches. Dagegen sieht selbst ein Perpetuum mobile blass aus.
So bleiben diese „Schuster“ immer bei ihren Leisten. Leisten des Nichtskönnens. Der hier betr. Protagonist geht jetzt von der Wirtschaft in die Forschung & Lehre. Davon versteht er ebenfalls nichts. Das ist konsequent. Geradezu mutig. Die nächste Wüste der Zerstörung wartet schon auf ihr „Gelingen“. Hut ab vor so viel Einbildungskraft…ist halt „Schriftsteller“;-)
Habecks Antwort auf die Frage, ob er das chinesische oder das westl. System bevorzugen würde: das chinesische.
„dass er nur das Beste will, habe ich überhaupt keinen Zweifel.“ da ist doch nur die Frage, Herr Kubicki, was genau das Beste ist und für wen es das ist. Für mich ist eine Figur wie Habeck immer dann schädlich, wenn sie in einer (in)direkten Verantwortung für andere Menschen oder ein System steht. Da ist er wie Merkel: das Beste ist, was ausschließlich für ihn das Beste ist. L’État, c’est moi! Diesem Herren wünsche ich definitiv nicht „alles Gute“, sondern mindestens das, was er dem deutschen Bürger angetan hat. Er und seine Spießgesellen. Und da sind Sie, Herr Kubicki, nicht weit davon entfernt! Am Schluss Rammstein: Feuer und Wasser kann man nicht binden, sind nicht verwandt–Auf die Politik übertragen: grüne und (die frühere) fdp oder die (frühere) Union können sich nicht verbinden, unter keinen Umständen. F.J. Strauß hat das schon damals gewusst und deutlich gesagt.
Man muss ja nur dem Bürger in die Tasche Packen, mitten in der Krise und ihn zwingen sein letztes Erspartes in die Heizung zu stecken und schon hat man wieder das Wachstum, das man vorher durch CO2 Bepreisung und Sanktionen Russlands, das mit Gegensanktionen antwortet ( Oh, Wunder) vernichtet hat. Damit wir uns richtig verstehen, Ich bin für die Unterstützung der Ukraine und die Rüstung, aber alles auf einmal geht nun mal nicht. Außerdem, kann ich mit einer liberalen Partei, die Planwirtschaft als Regierungsfraktion unterstützt nicht das Geringste anfangen. Dazu gehört natürlich auch der geplant Co2 Ausstoß. K e i ne P l a n w i r t s c h a f t ! Das kann die Politik nicht.
... vom deutschen Volk tief enttäuscht, weil ihn nicht alle Deutschen so lieben und verehren, wie er es seiner Meinung nach verdient.
Wie der Dalai Lama, Greta Thunberg, Wladimir Selenski oder die Königin Elisabeth erwartet auch er von seinem Volke Liebe, Bewunderung und Anbetung.
Aber nur seine getreuesten Jünger in der grünen Partei, in der taz, in der SZ und vor allem im ÖRR beten ihn heute noch auf Knien an. In ihrem Kreise kommt diese eigenartige Gethsemane-Stimmung auf, die auch ins Land hinaus wabert
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Verkannte Heilsbringer und Propheten haben es beruflich immer recht schwer.
Ich kenne keinen Propheten, der nach seinem Scheitern in der Politik oder in der Religion als Wissenschaftler noch etwas getaugt hätte.
Denn woher sollen auf einmal Selbstkritik und Realitätsbezug kommen, die zur Wissenschaft benötigt werden?
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Manchmal geschehen ja auch Wunder. Wer weiß - vielleicht findet Robert Habeck doch noch eine bessere Rentner-Karriere als der traurige Joschka Fischer.
Warum „bessere Rentner Karriere als der traurige Joschka Fischer“, lieber Herr Bühler? Manch ein Rentner würde sich freuen, mit ein paar Milliönchen „traurig“ zu Hause zu sitzen. Er ist Millionär, hat eine wesentlich jüngere Frau (sind sie noch verheiratet?), und wird noch oft um seinen Rat gefragt. Er liebt gutes Essen, guten Wein, hat wieder ordentlich zugenommen. Ich glaube nicht, dass er traurig ist! 😉😉
Liebe Frau Hachenberg,
"Er ist traurig" muss natürlich deutlicher durch "er ist in meinen Augen eine traurige Gestalt" ersetzt werden.
Nix für ungut,
Nichtgewählte Kanzlerkandidaten gehen gewöhnlich in Deutschland in den politischen Halb- oder Vollruhestand, weil völlig verbrannt. Also nichts Neues mit Habeck. Einzig d'accord gehe ich bei der Analyse zu Habecks Nachtretereien.
Kanzlerkandidatin Baerbock 2021: 14,8 Prozent.
Kanzlerkandidat Habeck 2025: 11,6 Prozent.
Wie ist eigentlich das Verhältnis des Hühnerzüchters zur Völkerrechtlerin? Wurmen solche Zahlen?
Noch so eine Worthülse mit der Habeck in die gesellschaftliche Mitte eindringen wollte. Die Grünen sind von ihrer Herkunft Sozialisten und bleiben Sozialisten. Ein Sohn des Grossbürgertums, Bohemien und,in der inszenierten Selbstdarstellung nachdenklicher Feingeist hatte es da immer schwer. Unvergessen, wie ihm Baebock die „Kanzler*:-innenkandidatur wegschnappte (und den Wahlkampf vermasselte). Das war sicher eine nie verwundene Kränkung, die auch spätere religiöse Huldigungen nicht heilen konnten. Denn ein Habeck ist immer davon überzeugt, dass er das Beste will und nur er es kann, definiert das aber dann so, wie er es für richtig hält. Mit dieser Einstellung ist er krachend an der wirtschaftlichen Realität gescheitert, nicht ohne dem Land immensen Schaden zuzufügen. Gescheitert an der Hybris, ein (ehemals) hochindustriealisiertes Land ohne grundlegende Kenntnisse (Insolvenz! Wandelanleihe!)und beratungsresistent ins Grüne „transformieren“ zu wollen. Vermutlich weiß er das sogar.
mit guten Absichten, aber das reicht in der Politik nicht, schon gar nicht zum Kanzler.
Als „Politiker“ war Habeck eine ausgesprochen arrogante, überhebliche und pseudointellektuelle Erscheinung.
Man schaue sich nur einmal ungeschnitten seine Auftritte bei der Bundespressekonferenz an.
Er wirkte auch in Interviews jederzeit komplett überfordert, nichtinformiert, zum Teil hilflos und ohne jegliches Gespür für die Lebenswirklichkeit der Menschen.
Erstaunlich, daß so viele naive so lange auf ihn hereingefallen sind.
Habeck war alles mögliche, aber bestimmt kein "großen Denker" .
