„Menschenrechtsverletzungen nicht länger mit ansehen“, fordert Tom Koenigs
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Menschenrechtler Koenigs: - „Rote Karte für Russland und Katar“

Auch der Unicef-Vorstand Tom Koenigs zeigt der Fifa die Rote Karte. Den Verband fordert er auf, für die Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 noch „ganz scharfe Bedingungen zu stellen“

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Der lauter werdenden Kritik an der WM-Vergabe für Russland und Katar hat sich der Menschenrechtsbeauftragte der Grünen-Fraktion, Tom Koenigs, angeschlossen. Die Rote Karte für beide Parteien sei wichtig, um Menschenrechtsverletzungen nicht länger mit ansehen zu müssen, „aber auch, um nicht zusätzlich noch welche zu provozieren“, sagte das Unicef-Vorstandsmitglied dem Magazin Cicero. Momentan wisse niemand so recht, wie sich die Situation in beiden Ländern entwickeln werde.

Bei den Olympischen Spielen im russischen Sotschi habe man etwa beobachten können, wie Rechte beim Bau von Stadien oder das Umsiedeln von Anwohnern verletzt wurden. „Das ist nicht zumutbar und schon gar nicht akzeptabel“, betonte Koenigs, der zuvor auch UN-Sonderbeauftragter in Afghanistan war. „Wir müssen sicherstellen, dass das nicht mehr vorkommt.“

Tom Koenigs sieht die Präsidenten von Fifa und Uefa direkt in der Verantwortung: „Wenn ich könnte, würde ich Josef Blatter und Michel Platini deshalb raten, ganz scharfe Bedingungen an die Gastgeberländer zu stellen.“ Anschließend müsse man „das Beste daraus machen“.

Wenn auch Sie der Fifa die Rote Karte zeigen möchten, schreiben Sie uns unter rotekarte@cicero.de. Die Redaktion behält sich eine Veröffentlichung vor.

Die Zitate wurden aufgezeichnet von Sarah-Maria Deckert.

 

 

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