- Der große Solidaritätsschwindel
SPD, Grüne und Linke möchten die Privatversicherten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zwingen – als Ausdruck kollektiver Solidarität. Dabei verhalten sich die Privatversicherten bereits heute solidarisch. Sie finanzieren mit ihren Beiträgen und Steuern die chronisch defizitäre GKV mit.
Als Jürgen Klopp kürzlich zum Nationaltrainer berufen und wie ein Messias gefeiert wurde, poppte ein mehr als zwanzig Jahre altes Klopp-Zitat aus einem taz-Interview in den sogenannten sozialen Medien wieder auf: „Selbstverständlich bin ich links. Eindeutig. Linker als Mitte.“ Und der damalige Trainer von Mainz 05 fügte als Beweis für seine politische Gesinnung hinzu: „Ich glaube an den Sozialstaat“, und er habe „kein Problem damit, Krankenversicherung zu zahlen. Ich bin nicht privat versichert.“
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und das als Aufmacher gezeigte verstörende "Antlitz" sehe, liefe ich Gefahr, zensiert zu werden wenn ich schriebe, was ich denke. Die Mär von der fehlenden Solidarität der Privatversicherten haben wir jetzt so oft gehört, durchdekliniert und nach Abwägung aller Argumente als Unsinn abgeheftet, daß es wohl dem Sommerloch geschuldet ist, daß der CICERO diesem Untoten damit Platz einräumt. An der strukturell bedingten Finanzierungsmisere der GKV würde die Einbeziehung der privat Versicherten rein garnichts ändern, wie Müller-Vogg hier zum x-ten Mal sauber darlegt. Das weiß auch Lauterbach. Es geht den Solidaritäts-Aposteln nur darum, die Rückstellungen der Privatkassen einzusacken. Mit den solidarisch abgegriffenen Mitteln könnten man dann noch mehr Genossen ein auskömmliches Leben finanzieren und Geld für noch mehr unsinnige Wahlgeschenke wäre auch noch drin.
Es gibt überhaupt keinen logischen Grund für ein Zweiklassensystwm. In Österreich zahlen alle in eine Gesundheitskasse ein, der Beitrag liegt bei etwas über 7 Prozent, halbe halbe gezahlt von Arbeitgeber und Beschäftigten. Die PKV bei uns gehört abgeschafft. Eine Ortskrankenkasse für jedes Bundesland ist ausreichend. Die Beitragsbemessungsgrenze gehört weg. Dann ist das ganze auch gut finanzierbar. Die Ungerechtigkeiten, dass freiwillig gesetzlich Versicherter mit kaum Einkommen das Gehalt des Ehemannes (PKV) angerechnet wird und Unsummen an Beitrag leisten muss, ist unterirdisch, zumal die GKV Privatversicherte nicht wieder aufnimmt. Zumindest müsste ein Wechsel möglich sein. Das System in Deutschland ist zu kompliziert. Es gibt keinen vernünftigen Grund für zwei Systeme nebeneinander.
das Problem liegt woanders. Privatversicherte werden sowohl in den Praxen als auch in den meisten Kliniken deutlich besser und sorgfältiger behandelt. Termin- und leistungsmäßig.
Was aus wirtschaftlicher Sicht durchaus verständlich ist, aber ganz eindeutig ein Verstoß gegen den ärztlichen Eid. und das wäre aus meiner Sicht dann strafbar.
was Sie schreiben.
Aber andererseits werden die Privatversicherten auch tüchtig "gemolken", indem ihnen viel mehr unnötige Behandlungsmethoden ,sogar OPS, aufgeschwatzt werden, die ihnen kaum Nutzen bringen, sogar manchmal mehr schaden als nutzen. An ihnen verdienen alle viel - Ärzte und Klinken! Von daher stimmt es schon, daß die Privatversicherten dafür sorgen, daß mehr Krankenhäuser und Praxen erhalten bleiben.
„Die Armen! Da wird ihnen etwas aufgeschwatzt, und offenbar sind sie außerstande, Nein zu sagen. Ein wahrhaft unbilliger Härtefall. Es erscheint daher nur folgerichtig, diesen besonders schutzbedürftigen Personenkreis durch eine weitere Beihilferegelung von den finanziellen Folgen seiner eigenen Entscheidungen zu entlasten.“
Der wesentliche Unterschied:
Der PKV-Versicherte finanziert mit seiner Versicherungsprämie im Wesentlichen seinen vertraglich vereinbarten Versicherungsschutz.
Der GKV-Versicherte finanziert über seine Beiträge dagegen neben den eigentlichen Krankenversicherungsleistungen und dem solidarischen Ausgleich innerhalb der Versichertengemeinschaft auch gesamtgesellschaftliche Aufgaben, soweit deren Kosten nicht vollständig durch staatliche Mittel ausgeglichen werden.
Gesamtgesellschaftliche Aufgaben belasten die Beitragseinnahmen der GKV, wenn sie nicht vollständig aus staatlichen Mitteln finanziert werden. Eine vergleichbare Belastung der regulären PKV-Prämien mit solchen Aufgaben besteht grundsätzlich nicht.
Ein Märchen ist: Die PKV finanziere die GKV durch die höheren Honorare der Privatpatienten mit. Das stimmt nicht. Privatpatienten bringen Ärzten, Kliniken und anderen Leistungserbringern aufgrund höherer Vergütungen zusätzliche Einnahmen. Dieses Geld fließt jedoch nicht an die GKV.
bei einem höheren Anteil von PVK-Patienten ergibt sich für Praxen und Krankhaus die Möglichkeit, so manche Leistung für GVK-Patienten zu erbringen, die ansonsten nicht angewendet würde, weil nicht so notwendig.
denken Sie konkret. Igel? Nicht notwendige Leistungen zahlt der Kassenpatient aus eigener Tasche.
...an zu geringen GKV-Honoraren leidenden Praxen am Leben und dem Arzt die Freude am Beruf.
Belastungen der GKV-Beitragszahler mit gesamtgesellschaftlichen Aufgaben in zweistelliger Milliardenhöhe jährlich, allein bei den Grundsicherungsbeziehern sind das etwa 10–12 Mrd. € pro Jahr. Das ist eine Erklärung für die geringeren Honorare der GKV. Ihre Kritik sollte sich an die Politik richten und nicht an die GKV.
schwimmen um die sie die Beitragszahler in Ost und die Firmen bei denen die Ossis gearbeitet haben, betrogen haben……
Man erinnere sich …..
Anfang der 90 ziger gab es keine Wahlmöglichkeit der KK für den AN , der AG meldete seine Belegschaft bei eine KK seiner Wahl an. Mein AG bei der IKK Ostwestfalen Lippe.
bei damals eingeführten unterschiedlichen Beitagsbemessungsgrenzen Ost & West Also bezahlte ich lt Lohnzettel mein abgebuchten KK Beiträge ohne nachzudenken.
Nac Jahren braver Beitagszahlungen stellte ich im Rahmen der Wahlmöglichkeit bei freiwillig versicherten fest, das nicht der Sitz des AG für die Jeweilige Bemessungsgrenze sondern der Wohnort maßgebend war . Das brachte mir vor meinem Klageverfahren sogar einen Kurzchlipp bei WISO ein. Und die KK wurde verurteilt mir meine binnen 4 Jahren (Rest sei verjährt) zu viel gezahlten Beiträge aus der Differenz beider Bemessungsgrenzen zu zahlen. Der AG Antei blieb einbehalten ……
So viel zum Thema Geldnot in KK
MfG a d Erf.Republik
So gut kann Herr Müller-Voggs Argument gar nicht sein, wenn es solche Rhetorik nötig hat, zumal er auch noch insinuiert, dass Menschen, denen eine Work-Life-Balance wichtig ist, sich so einer Art von ökonomischer Wehrkraftzersetzung schuldig machen. Ein Ketzer, wer nicht lebenslang im Hamsterrad rennen will! Aber Herr Müller-Vogg wäre vermutlich empört, wenn ich ihn einen neoliberalen Ideologen nennen würde. Schmarotzerrhetorik gehört allerdings zum Kernbestand der neoliberalen Ideologie.
Einwände in der Sache sind dankenswerterweise von anderen Kommentatoren schon genannt worden. Ich würde noch akzentuieren wollen, dass man in Bereichen der Grundversorgung ohnehin nicht alles den Kriterien marktwirtschaftliche Rentabilität unterwerfen darf. Aber das macht mich bestimmt zum »Sozialisten«!
sind nicht die privat Versicherten, sondern die Bezieher von Leistungen, die noch nie einen Cent eingezahlt haben, und dies voraussichtlich auch nie tun werden. Da sollte Lauterbach mal ansetzen, aber das verstößt gegen die Grundsätze der SPD.
... da legen Sie m.E. zumindest den kleinen Finger in die große Wunde!
Und mich wundert´s, dass da nicht mehr Foristende auch drauf eingegangen sind: die wohl immer noch rd. 1 Million Ukrainer:innen brauchen genauso nichts in die GKV einzahlen wie ein nicht gerade kleiner Teil der offiziell rd. 3 Millionen Geflüchteten/Asylbewerber usw. in Deutschland.
Die bekommen aber "alle notwendigen Leistungen" und z.T. sogar mehr als normale Beitragzahlende - und zwar OHNE Selbstbeteiligung.
Ein mir bekannter, guter Zahnarzt nahe München hat sich nach knapp 2 Jahren und vielen Dutzend Gebisssanierungen bei 2015 und 2016 Geflüchteten geweigert, das weiterhin kostenfrei zu leisten, worauf ihm der Ausschluss aus der Zahnärztekammer angedroht wurde.
Die scharfsinnigsten Artikel scheinen mir mittlerweile von Herrn Müller-Vogg nicht mehr zu kommen - oder alter Konservativismus ist mittlerweile doch etwas aus der Zeit gefallen.
Danke für Ihre Erklärung und Bestätigung, aber eine Frage habe ich: hätte der Zahnarzt die Behandlung wirklich kostenfrei durchführen sollen, oder war der von der Kasse gezahlte Betrag nicht kostendeckend? Dass Zahnärzte gratis behandeln sollen, habe ich noch nie gehört.
Wie ich schon ausführte zahlt der Bund Beiträge in die gestzliche KK für Bürgergeldempfänger/Grundsicherung mit ALLEN Leistungen wie für die je nach Gehalt oder Rentenbezug normalen Beitragszahlenden. Weshalb ja über 70 Kassen nun Klage gegenden Bund führen, weil sie Jahr um Jahr Milliardendefizite aufgrund der staatlichen Unterfinanzierung aufweisen. Lapidare Antwort auf die m.E. ziemlich berechtigte Frage lebenslang solidarisch gesetzlich Versicherter mit entsprechenden Beiträgen von AN/AG/Rentnern u.Rentenanstalt, warum sie ALLEIN diese Defizite mit ihren Beiträgen anhäufen u. ausgleichen müssen seit Jahren! seitens der Regierung,"kein Geld mehr da"! Ende der Diskussion!
Und was ich aus Herrn Kellers Beispiel (Zahnarzt) entnehme,handelte es sich um Behandlungen nach dem Asylbewerbergesetz,wo die Kosten u. Beiträge für die Leistungsberechtigten von den Ländern u. Kommunen erbracht werden müssen.Also noch ein bisschen undurchschaubarer was die Zahlen angeht für den Steuerzahler;) MfG
Ich als aktuell Foristende;),in der Vergangenheit wohl Foristin, weiß nicht wie oft ich schon zu diesem politisch motivierten Tabu-Thema kommentierte.Vielleicht hilft eine bildhafte Darstellung der von Herrn Koester und Ihnen angesprochene Misere zu erklären, die sich malen nach Zahlen nennt;): Lt. Suchmaschine haben wir momentan 4,7-4,8 Millionen Bürgergeldempfänger OHNE Ukrainer/innen, deren Anzahl mit ca. 700.000 angegeben (13% der Leistungsberechtigten), also gesamt 5,4 bis 5,5 Millionen nur im Bürgergeldbezug bzw. neu Grundsicherung benannt. Also für die der Bund in Person von Herrn Klingbeil monatlich aktuell 144€ an die gesetzlichen KKs abführt. Was laut deren Aussage lediglich 1/3 der realen Kosten deckt! Weshalb seit Jahren! jährliche Defizite zwischen 12-15 Milliarden entstanden und wohl weiterhin bestehen, die lt.Herr Dr.M.-Vogg eben nicht vom steuerzahlenden Privatversicherten mitfinanziert wurden u. werden,sondern von den Pflichtversicherten u.Rentnern! MfG
Müsste ich schreiben, was ich eigentlich sollte, aber nicht tue, um nicht "ausgesondert" zu werden. Im Grunde ist das alles alter Müll und schon Tausendmal durchgekaut. Freilich wäre es sinnvoll und gerechter, wenn alle gleich behandelt würden und in den gemeinsamen Topf einzahlten. Doch das wird nie werden, weil soziale Gerechtigkeit ein Phantom ist. Kein (west)deutsches Parlament wird dieser "Gleichmacherei" je zustimmen. Es beträfe sie ja selber und da fällt mir nur wieder der Spruch mit den Fröschen ein, die über die Trockenlegung ihres Teiches abstimmen sollen. Und dann der Lauterbach, nee, ich beherrsche mich und sage nichts... oder nur so viel, dass ich dazu nichts sage... ha, ha, ha.
die KI wirkt doch... ... - "ha, ha, ha." /😉🤣
[Sorry!, konnte ich mir nicht verkneifen..., in diesem Falle]
Es geht den Mitgliedern der GKV, der SPD, den Gewerkschaften und den sonstigen Befürwortern der „solidarischen“ Abschaffung der PKV weder um Gerechtigkeit noch um eine Verbesserung des Gesundheitswesens.
Es geht schlichtweg ums Geld. Genauer gesagt geht es um die Rücklagen, die die privaten Versicherer im Gegensatz zur GKV bilden müssen. 2025 stolze 355,4 Milliarden Euro.
Die möchten sich die „Gerechtigkeitskämpfer“ der GKV einverleiben, nichts anderes.
Die 90 gesetzlichen Kassen (Frankreich eine) kommen für ihre Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ohne die Subventionen aus dem Steueraufkommen von 14,5 Mrd. Euro (2025) angeblich nicht aus.
Die Gründe wären einmal ernsthaft zu hinterfragen, was offenbar niemand wagt. 300000 Euro Grundeinkommen für einen einzigen AOK-Vorstand in BW?
Notabene: Für die GKV gibt es bei den Ärzten eine rigorose Budgetierung pro Monat, für Privatversicherte nicht. Daher der raschere Termin.
Erstens das Schielen auf die 3stelligen Milliardenrücklagen,wobei ich mir jedoch nicht vorstellen kann, wie o. mit welchen Mitteln die Regierung die Versicherungen dazu bewegen o. gar zwingen/enteignen könnte,ihr gesamtes Geschäftsmodell samt dem Vermögen in ein sozialistisches Modell umzuwandeln. Und zweitens gebe ich Ihnen recht, was die Anzahl der ganzen Kassen mit identischen Angebot angeht u. deren "Verwaltungskosten";). Aber von der Struktur her ist es wohl so wie zwischen dem Bund u. Ländern. Jeder Betrieb wollte möglichst seine eigene BetriebsKK, und nicht zu vergessen die damit meist lukrative Postengewinnmöglichkeiten,nennt man das so;)?,die damit einhergehen für verdiente Politiker usw. Doch trotzdem sehe ich als Versicherte nicht ein,mein Rentnergatte bezahlt 2 Beiträge über 10 Jahre!, warum ich eine Hüft-OP für rund 40000€ an einem Patienten, welcher gerade mal 4 Wochen im BG-Bezug war wie ein Arzt hier mal beschrieb, mitfinanziere, selbst aber keine Termine bekomme. FG
Unter „Gesetzliche Krankenversicherung Personal- und Verwaltungskosten 2024“ finden Sie Näheres über das interne Finanzgebaren der gesetzl. Krankenkassen.
Etwa zur Beschäftigtenzahl der verschiedenen Kassen. Zu „Persönlichen Verwaltungskosten“ 10.796.779.175 €. Zu „Sonstige Vergütungen an andere“ 1.401.540.278 €. Oder etwa zum Personalaufwand für (ab 19989 eigentlich verbotene) Eigenbetriebe.
Der Anteil der Verwaltungskosten am Gesamtbudget der GKV seit den 90-ger Jahren mag, sagen wir mal, nahezu gleichbleibend bei etwa 4 Prozent liegen. Nur haben sich diesen Brocken ehedem über 1000 Kassen geteilt, heute nur etwa 90. Merken Sie etwas?
„Geldmaschine Kassenpatient“ titelt ein lesenswertes Buch von Renate Hartwig.
Damit hat sie sich bei Kassen und deren Lobbyisten allerdings zum Lieblingsfeind gemacht. Auf deren Betreiben wurde sie mehrfach für eigentlich verabredete Fernseh-Sendungen ausgeladen....
Danke geehrter Herr Marquardt!Man mag wie ich mit diesen ungeheuerlichen Zahlen zuweilen überfordert sein,weshalb wir ja genug Beamte und Angestellte in den dafür zuständigen Ministerien beschäftigen als "Souverän" wie es immer heißt, jedoch Ihr Beispiel mit dem 🍰,der zwar immer gleich groß gebacken aber von erheblich weniger Essern vertilgt wird leuchtet sofort ein.Weshalb ich nun auch verstehe,warum der TKK-Boss vor einiger Zeit in einer Talkshow keinen Ton verlauten ließ,dass er und 70 andere Kassen Klage führen gegen das Finanzministerium.Und obendrein genau mit diesem Argument bezüglich gleichbleibender Verwaltungskosten gegen die Politik schoss.Deren Vertreterin aber auch keine Anstalten machte sich anhand dieses Punktes der Vorwürfe zu erwehren.Was mich als Pflichtversicherte mit immer höheren Belastungen bei ständig mieseren Gegenleistungen zu dem bringt,was meine Mutter immer vorschlug:"Alle in den Sack und draufhauen.Da triffst Du nicht die Falschen!" Wie recht sie hatte! FG
"Gäbe es nur noch GKV-Versicherte, bedeutete dies das Ende der Privaten Krankenversicherungen."
Das stimmt nicht. Es wäre das Ende der Priv. KrankenVOLLversicherung, während Zusatzleistungen weiterhin privat zubuchbar wären.
Derzeit haben wir eine VOLLversicherung mit vertikaler Trennung: 90% über die GKV, 10% über Private.
Denkbar wäre eine horizontale Differenzierung, mit einer gesetzlichen STANDARD-Versicherung, die das Wesentliche (aber nicht unbedingt zum aktuellsten Standard) abdeckt, und darüber eine private Option für Spezialbehandlungen, Chefarzt und anderen Annehmlichkeiten. Ein Sockel für alle von allen, steuerfinanziert, und ein Aufbau nach individuellen Möglichkeiten.
ich bin 2002 mit 44 als Angestellter in den saarländischen Schuldienst eingetreten. Für eine Verbeamtung war ich einige Monate zu alt. Mein Antrag auf Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung wurde abschlägig beschieden, da die Landesregierung das nicht zuließ. Also musste ich mich privat versichern. Solange ich im Dienst war, war das alles auch kein Problem. Seit 4 Jahren bin ich in Rente und zahle im Monat 710€ Krankenversicherung (nur für mich allein, meine Frau ist als ehemalige Beamtin für etwa die Hälfte dies Betrags selbst versichert). Zusätzlich habe ich einen Selbstbehalt von 990€ im Jahr, da sonst der Beitrag noch höher wäre. Meine gesetzliche Rente beträgt inkl. 138€ Zuschuss 1718€. Anfang des Jahres erhöhte sich der Beitrag übrigens um 90€. Die nächsten Jahre dürften spannend werden. Und nein, Herr Müller-Vogg, eine Chefarztbehandlung ist keinesfalls der Normalfall, sondern muss extra versichert werden, wodurch sich der Beitrag wiederum erhöht.
Da scheinen Sie noch ganz gut dazustehen, lieber Herr Klein. Ich zahle für gerade einmal 30% Versicherungsschutz inzwischen knapp 300 Euro monatlich. Vor vier Jahren umgestellt auf einen angeblich günstigeren Tarif mit Eigenbeteiligung. Das "günstige" Versprechen der Versicherung hielt kein Jahr, bis dato eine Beitragssteigerung von fast 70% in vier Jahren!
Hinzu kommen zahlreiche Ablehnungen von Kostenübernahmen, verzögerte Erstattungen, immense Wartezeiten bei der sogenannten "Beihilfe". Die Angst sitzt mir schon im Nacken, sollte ich mal ins Krankenhaus kommen. Die betroffene Krankenversicherung ist übrigens die berüchtigte Allianz. Dass ein ehemaliger FDP-Gesundheitsminister dort Vorstandsvorsitzender ist, geschenkt: Daniel Bahr. Die Abzocke der Versicherten hat dort System.
Und wer glaubt, damit wäre ich rundum abgesichert und würde besser behandelt, der irrt sich gewaltig. Ja, man bekommt noch schneller einen Termin, das war es aber schon. Ich sehe jede Rechnung und kann nachprüfen was Ärzte und andere med. Dienstleister in Rechnung stellen. Da wird mal gerne der 1,8 fache, mal der 2,5fache oder gar der 3,2 fachen Rechnungswert für die Leistung angewendet. Und da ich Beihilfe bekomme, kann ich auch nachvollziehen, was das Land Hessen bezahlt und was meine private Krankenkasse. Inzwischen zahlen wir nicht nur die 5€ Rezeptgebühren, sondern werden viele Leistungen gekürzt, gerade bei Physiotherapien und anderen Leistungen. Man zahlt nicht selten mindestens eine Anwendung selbst. Ja, es war einmal die private Versicherung, die gerade Beamte besser gestellt haben. Das ist längst vorbei. Der GKV Patient zeigt seine Karte vor. Ich muss jede Rechnung bei der Behihilfe/PKV einreichen. Warte wochenlang, muss mit den Verrechnungsstellen telefonieren usw.
aber wäre nicht auch das ein Argument FÜR eine Allgemein-Versicherung (Pflicht) für ALLE?
PKV ist in vielen-vielen Fällen ein 'Altersfalle'...
Zuzahlungen auf Medikamente, die ständig eine andere Verpackung oder Namen haben oder wenn aut idem fehlt jedes Mal gewechselt werden und ältere Patienten in Bedrängnis bringen beim richten ihrer Wochendose wegen den "Rabattverträgen, Monate auf einen Facharzttermin warten ist Alltag. In der Physio geht das je nach Anwendungen deutlich in den zweistelligen Zuzahlungsbereich. Ich hatte vor nunmehr über 20 Jahren Patienten,denen ich kurz vorm Ersten oder sonstigen knappen Verhältnissen,die sich scheuten ihr Rezept deswegen einzulösen und ihre Behandlung verfallen lassen wollten oft genug die Gebühr erlassen,die mir als Behandler natürlich abgezogen wurde. Doch egal,haben Sie sich mal lieber Herr Konrad einen Kostenvoranschlag vom Zahnarzt für einen gesetzlich Versicherten und dessen Eigenanteil für Zahnprothetik a la Kassenleistung angesehen?Das geht in die zu erbringenden u.U. Tausende seitens des GKV-Versicherten.Also nur Karte zücken und 100% bekommen ist nicht. LG nach Hessen!
... Den Zahnarzt werde ich bzgl. seiner Weigerung damals genauer befragen - der nächste Krankenkassenartikel kommt bestimmt, dann werden wir wohl wieder voneinander lesen.
Und was die 90 Krankenkassen angeht: wenn ich mich nicht irre, waren es vor noch nicht allzulanger Zeit sogar über 200. Wer hat dieses Kunststück fertig gebracht? Ich frage für einen Freund!
Zu beschreiben, wie sich meinem eigenen Erleben nach das Gesundheitswesen für mich als mit 80 immer noch Seltenstpatient in den letzten 70 Jahren verändert hat, ist völlig unmöglich, aber es wäre ziemlich gruselig.
Dagegenzurechnen ist allerdings der enorme Fortschritt in Medizin, Pharmazie, Forschung und Technik, aber "schöner" isses deswegen definitiv nicht geworden, und zwar auf keiner der verschiedenen Ebenen, es sei denn für die Pharmaindustrie und die 3 großen Klinikkonzerne mit Milliardengewinnen.
Letzte Frage: weiß wer, was die lt. KI 1.055! Bediensteten, davon 555 Beamte, im Gesundheits-Ministerium eigentlich machen?
Gern geschehen geehrter Herr Keller;)!Ich nehme an,Ihre Schlussfrage war eine rein rhetorische;)?Denn auch ich mache wie ich zugeben muss,zum Leidwesen meines wirklich guten Hausarztes meines Vertrauens,wenn immer möglich einen großen Bogen um jedes Wartezimmer o. Krankenhausgebäude.Was den Fortschritt in der Medizin betrifft haben Sie natürlich Recht.Doch vor einiger Zeit, natürlich an einem Sonntag;),entwickelte sich innerhalb Stunden eine noch nie da gewesene bakterielle eitrige Bindehautentzündung beider Augen,die mich gegen Abend doch noch in die Notaufnahme zwang,und die dortige Ärztin angesichts dieses hochinfektioesen Geschehens zurückweichen u. sofort zum Rezeptblock für Antibiotika greifen liess.Doch meine Hoffnung auf schnelle Linderung wurde dann etwas getrübt,als sie mir einen Zettel rüberreichte mit 3 Apotheken,die Notdienst hätten.Wir haben für unseren Wohnort gefühlt an jeder 2.Ecke eine,doch die naechste offene führte uns quer 40km hin u. zurück durch die Eifel;)! MfG
... da muss ich doch noch mein jüngstes, allerdings 3 Jahre zurückliegendes Erlebnis mit einer Kieferorthopädiepraxis nahe Augsburg "zum Besten" :-( geben:
unter 1 Schneidezahn hatte sich eine Fistel gebildet, die konventionell nicht zu killen war, also Zahn raus, Fistel ausschneiden (beides vom beschriebenen netten Zahnarzt), dann Überweisung zum Kieferorthopäden. Kostenvoranschlag fürs Implantat rd. 1.500 €.
Dann (warum DANN erst?) die Feststellung, dass auch Knochenaufbau nötig ist. Neuer Kostenvoranschlag 1.600 €. Naja, dachte ich, ist ja klar, etwas mehr kostet etwas mehr. Endrechnung rd. 3.100 € - Schock!
Für meinen Flüchtigkeitsfehler beim Lesen des 2. Kostenvoranschlags kann die Praxis nix, aber woher kam der Posten "erschwerte Arbeit wg. Narkose des Patienten", rd. 150 €?
Ich hatte aber nie eine solche bekommen, vermutete eine Verwechslung, zumal mein Freund, gleichzeitig dort mit 2 Backenzahn!-Implantaten + Knochenaufbau nur 2.600 € zu zahlen hatte.
Das Ende vom Lied war, ...
... nach Einschalten der Ombudstelle in München wurde mir von dort beschieden, dass alles rechtens sei und der Herr Kieferorthopäde von seinem Recht gebrauch gemacht habe, für meine Behandlung den Aufschlagsfaktor 2,8 in Anwendung zu bringen.
Und der ließ sich dann herab, mir wg. des falsch behaupteten Narkosepostens anzubieten, diesen Betrag dann eben von der Rechnung einzubehalten. HÄ?!? Geht´s noch? Sind wir hier im Basar oder was?
Sollte ich jedenfalls nochmal in die Verlegenheit kommen, wäre ich im nahen Ausland.
Und von meiner neulichen Schnappfinger-OP will ich jetzt nicht auch noch anfangen - wie gesagt, es wird einen nächsten Artikel zum Thema geben!
Allen werten Mitschreiberinnen und -schreibern bis dahin toi-toi-toi!
eine Wurzelbehandlung eines Backenzahns kostet aktuell bei uns je nach Anzahl der Wurzelkanäle irgendwas zwischen 1.600 und 2.400 Euro! Für EINEN Zahn!! Die Kasse zahlt eine Wurzelbehandlung auf dem technischen Stand von ca. 1980 und auch nur „wenn der Zahn als erhaltungswürdig gilt und die Behandlung eine ausreichende Erfolgsaussicht hat“. Das ist Interpretationssache und wer eine Behandlung auf dem technischen Stand von heute will, der zahlt ca. 90% der anfallenden Kosten aus eigener Tasche.
Ein Backenzahnimplantat kostet ca. 4.000-4.500 Euro mit allem, das sind reale Kosten, nicht das, was man im Internet findet. Das ist Irrsinn! Und die Kasse zahlt 0 Euro!
Danke für die rege Anteilnahme an meinem Kommentar. Ich denke, da kann jeder inzwischen ein Lied davon singen, wann und wo, wie auch immer versichert, jeder inzwischen zusätzlich zur Kasse gebeten wird. Ich habe inzwischen wieder soweit gesundheitlich stabil, den *Kampf mit der Beihilfestelle wieder selber aufgenommen. Meine PKV -Debeka- macht eigentlich keinen Ärger., die erstatten entsprechend meines Vertrages fast alles. Aber die Beihilfe macht ständig Ärger, braucht derzeit 6 Wochen für die Erstattung und zahlt erst komplett, wenn man in Widerspruch geht und mit Kage droht. Und ja, was machen diejenigen, die nicht mehr so fit sind und sich wehren können? Meine Frau musste sich da auch erst hinein fuchsen und ist inzwischen genauso fit bei dem Thema, wie ich. Aber es nervt, ständig telefonieren, Emails schreiben oder Briefe. Ständig Rechnungen kontrollieren, Fehler entdecken, anrufen, neue Rechnung schicken lassen, Zahlungsaufschub usw. Muss demnächst zum Zahnarzt. Werde berichten.
Ich krieg vom lesen schon Zahnschmerzen, also bitte nicht so viele Details, lieber Herr Konrad, sonst muss ich mich dort demnächst vor lauter Bammel in Vollnarkose legen lassen;-)
...wenn sie nicht krankenversichert sind.
Ein Arzt ist Freiberufler, er erbringt eine Leistung und bekommt dafür ein Honorar.
Mein Vater, Jg. 1906, gelernter Landwirt aus dem Osten, pflegte zu sagen "Versicherungen sind ein Geschäft mit der Dummheit und der Angst."
Sehr viele Menschen haben so viel frei verfügbares Geld, daß sie ihre Arztrechnungen weitgehend selbst bezahlen könnten.
Eine sinnvolle Reform könnte darin bestehen, nur die "großen Gesundheitsrisiken" zu versichern und die Alltagsmedizin so wie jede andere Dienstleistung oder Anschaffung den Leuten selbst zu überlassen.
Der Bürokratie-Wasserkopf würde verschwinden und die Leute bekämen ein Wertgefühl für medizinische Leistungen.
Aber keine Regierung traut sich gegen den Zeitgeist der (digitalisierten) Über-Regulierung unseres Lebens von der Wiege bis zur Bahre vorzugehen.
Den Artikel von Herrn Müller-Vogg finde ich langweilig und ohne irgendeinen kreativen Ansatz für die Zukunft.
Vielleicht KI-produziert...?
"Sehr viele Menschen haben so viel frei verfügbares Geld, daß sie ihre Arztrechnungen weitgehend selbst bezahlen könnten."
Hier im Osten sind das max. 5%... - und was machen die anderen 95%... ...?? 🤔
...aber nicht zum Maßstab, Herr Veit.
Gibt es wirklich sooo viele arme Leute, wie Sie suggerieren...?
Wer für Ernährung, Unterhaltung und Mobilität sorgen kann, müßte auch für den Arzt sorgen können, wenn er ihn wirklich braucht, zumal eine Versicherung, die nur die "großen Risiken" abdeckt, deutlich günstiger wäre als das "rundum-sorglos-Paket", das wir jetzt haben.
Unser jetziges System mästet neben der ausufernden Bürokratie der Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen nicht zuletzt Geschäftsmodelle mit der Dummheit und der Angst... und die Eigenverantwortung fällt hinten runter.
Offenbar doch. Und darüber hinaus wohl auch noch nie wirklich krank gewesen und in den Genuss privater Arztrechnungen gekommen. Schöne Grüße an das Leben in Bullerbü;-)
für den von der Allgemeinheit finanzierten Luxus einiger weniger Übermenschen wie Beamte und Berufspolitiker, (Großverdiener).
Hässlich!
Besserverdiener und Selbstständigem sind i.d.R. Privatversichert, die mag der Linke nicht. Das ist wie bei der Enteignungsdebatte der SED/PDS/Linke, Neid schüren ohne Probleme zu lösen!
Entscheidend wäre aus meiner Sicht, Beamten und Politiker in die gesetzliche Kasse zu zwingen. Nur so haben sie ein echtes Interesse daran, etwas zum Besseren zu verändern, denn dann sind sie selbst betroffen!
sollte besser den Mund halten, der hat in seiner „Karriere“ schon mehr als genug Schaden angerichtet! Unmöglicher Menschen!
Der Klabauterbach
sollte besser den Mund halten, der hat in seiner „Karriere“ schon mehr als genug Schaden angerichtet! Unmöglicher Menschen!
Pöbeln macht die Sache auch nicht besser!
Es genügt doch schon der Hinweis mit dem Bilde - wenn man Lauterbachs Karriere-Darstellung (also das, was er behauptet) mit dem tatsächliche Verlauf vergleicht, stellt man erhebliche Differenzen fest, wie soll man so jemandem noch überhaupt etwas glauben können?
In dem man Fakten studiert und keine persönlichen Animositäten zum Besten gibt. Das ist peinlich!
Der eigentliche „Solidaritätsschwindel“ steckt leider im Kommentar von Müller Vogg.
Man kann die Bürgerversicherung ablehnen und für die PKV argumentieren. Aber dann sollten wenigstens Zahlen und Grundbegriffe stimmen.
Schon das misslingt: Die genannten 69.750 Euro sind 2026 die Beitragsbemessungsgrenze, nicht die Versicherungspflichtgrenze. Die liegt bei 77.400 Euro. Auch der errechnete maximale Arbeitnehmerbeitrag von 494 Euro ist falsch; bei den genannten 17,5 Prozent sind es rund 508,60 Euro.
Noch gravierender ist diese Behauptung:
„Wenn im Durchschnitt jeder Versicherte mehr kostet, als er einzahlt, dürfte mit jedem zusätzlichen Beitragszahler das Defizit anwachsen.“
Das ist schlicht ein Denkfehler. Entscheidend ist nicht, was der bisherige Durchschnittsversicherte kostet, sondern wie viel der zusätzliche Versicherte einzahlt und welche Kosten er verursacht. Gerade Gutverdienende können deshalb für ein umlagefinanziertes System finanziell attraktiv sein.
Auch die angeblich „chronisch defizitäre“ GKV passt nicht zu den Zahlen: 2022 gab es einen Überschuss, 2024 ein hohes Defizit und 2025 bei den Krankenkassen wieder rund 3,5 Milliarden Euro Überschuss. Die GKV hat ein strukturelles Finanzierungsproblem. Das bedeutet aber keineswegs, dass jedes zusätzliche Mitglied das Defizit erhöht.
Richtig ist: Privatpatienten bringen Ärzten durch höhere Vergütungen zusätzliche Einnahmen. Das ist ein legitimes Argument für das duale System.
Aber dass Privatversicherte über ihre Steuern die GKV mitfinanzieren, macht sie nicht zu einer besonderen Solidaritätselite. GKV-Versicherte zahlen ebenfalls Steuern – und zusätzlich Beiträge in den Solidarausgleich.
Besonders schief wird der Kommentar, wenn Teilzeitbeschäftigte pauschal zu „Faulen“ erklärt werden, die „Fleißige ausbeuten“. Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Krankheit, Weiterbildung oder körperlich belastende Berufe verschwinden dabei einfach aus der Realität.
Man kann die Bürgerversicherung mit guten Argumenten ablehnen. Aber wer anderen „Schwindel“ und „Lüge“ vorwirft, sollte Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze auseinanderhalten, richtig rechnen und aus Durchschnittswerten keine ökonomischen Fehlschlüsse ziehen.
Müller Vogg geht es offensichtlich um die Verteidigung seiner eigenen Pfründe und nur in zweiter Linie um die Verteidigung seines schiefen Weltbildes!
Besonders steil ist die Behauptung, der Staat müsse der GKV „in den meisten Jahren zwischen 15 und 30 Milliarden Euro“ zuschießen. Der reguläre Bundeszuschuss beträgt seit Jahren 14,5 Milliarden Euro. Sonderzuschüsse gab es insbesondere in den Corona-Jahren. Und dieser Bundeszuschuss ist nicht einfach die staatliche Begleichung eines GKV-Defizits, sondern dient zum großen Teil der Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben. Hier gibt es eine fatale Kongruenz zur gesetzlichen Rentenversicherung, gegen die der Cicero ebenfalls regelmäßig vom Leder zieht.
Hierin eine gewisse sozialstaatliche Verwahrlosung der Argumente zu sehen ist nicht schwer. Wer sich als Beitragszahler über die Bemessungsgrenze aus den sozialen Sicherungssystemen verabschiedet ist nicht besonders klug sondern handelt eigennützig. Das ist legitim sollte aber nicht zur Solidaritätsadresse verklärt werden!
Ich möchte den "Foristen", insbesondere Frau Heim, Herrn Keller, Herrn Marquard, Herrn Windisch und Herrn Anderer für die engagierte Diskussion und die dafür erforderliche Recherche danken. Die Debattenbeiträge boten weit mehr wertvolle Informationen und Erkenntnisse als der ungewohnt oberflächliche Text des sonst sehr geschätzten Herrn Müller-Vogg, der sich hier m.E. zum PKV-Lobbyisten gemacht hat. Es geht letztlich um die Privilegien.
Dabei zeigen gelungene Beispiele aus anderen Ländern, dass zur Finanzierung einer funktionierenden Medizinischen Versorgung keineswegs ein Zwei-Klassen-System benötigt wird. Im teil-entsolidarisierten bundesdeutschen System fehlt der GKV ja nicht nur das Beitragsaufkommen für die Privaten Versicherungen sondern auch die Ausgaben des Bundes für die Beihilfe zur Krankenversicherung der Beamten und ihrer Angehörigen..
