Islam-Umfrage - Nur für jeden Fünften gehört der Islam zu Deutschland

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa lehnt eine deutliche Mehrheit den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ ab. Nur eine Altersgruppe sieht die Sache offenbar entspannter

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich im Deutschen Bundestag, vor ihrer ersten Regierungserklärung nach ihrer Wiederwahl zur Regierungschefin, mit Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister.
Gehört der Islam zu Deutschland? Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) sind uneins / picture alliance

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„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ – der Satz des neuen Bundesinnenministers Horst Seehofer sorgte für heftige Irritationen und provozierte sogar den sofortigen Widerspruch der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Cicero steht aber eine Mehrheit der Bevölkerung hinter Seehofer.

Nur rund 22 Prozent der Befragten stimmen laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa dem Satz zu „Der Islam gehört zu Deutschland“. Rund 62 Prozent stimmen dem Satz demnach nicht zu. Rund 10 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu wissen, ob der Satz für sie zutrifft. Rund 6 Prozent machten gar keine Angaben.

Auffällig in der Insa-Umfrage ist die Altersgruppe der befragten 18- bis 24-Jährigen: Mit rund 37 Prozent Zustimmung sind sie die einzige Altersgruppe, die mehrheitlich findet, dass der Islam zu Deutschland gehört. 36 Prozent sagen in dieser Gruppe Nein. Die größte Ablehnung des Satzes findet sich mit 70 Prozent in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen. Zwischen Frauen und Männern hingegen stellt das Meinungsforschungsinstituts insgesamt keinen nennenswerten Unterschied zwischen Zustimmung und Ablehnung fest. Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es hingegen kleine Unterschiede: Im Osten stimmen rund 16 Prozent zu, im Westen 23 Prozent.

Befragt nach ihrer politischen Wahlverhalten zur Bundestagswahl 2017 findet der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“überdies nur in der Gruppe der Grünen-Wähler eine mehrheitliche Zustimmung von 43 Prozent. Immerhin 40 Prozent lehnen auch hier den Satz ab. Den höchsten Wert an Ablehnung gibt es bei AfD-Wählern: 95 Prozent sagen, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Gefolgt von FDP-Wählern, die zu 76 Prozent den Satz ablehnen. Bei SPD- und CDU-Wählern stimmen immerhin 25 Prozent, beziehungsweise 21 Prozent dem Satz zu.

Unsere Titelgeschichte Gehört dazu?von Birk Meinhardt aus dem Märzheft können Sie in unter Cicero Plus lesen.

Werner Ulbricht | Do, 22. März 2018 - 13:32

Wie kann etwas zu Deutschland gehören,
das ich nicht einmal kenne?

Antwort:
das wäre in einem libertären System
und einem polizeilich und militärisch gut aufgestellten Staat egal, denn ich müsste für deren Leben nicht zahlen und meine Grundrechte wären durch den Staat geschützt.

Leider haben wir weder eine libertäre Gesellschaft noch einen ausreichend sicheren Staat.

Zumindest zweiteres müsste man dringend schaffen.

Tomas Poth | Do, 22. März 2018 - 13:35

paßt nicht zu Deutschland, paßt nicht zu den westlichen Demokratien. Der Islam in seinen unterschiedlichen Ausprägungen ist summarisch religiös betriebene Ideologie, Weltanschauung und Rechtssystem zugleich. Wir können in Deutschland nicht zwei verschiedenen Rechtssysteme nebeneinander gelten lassen, das zerstört das Rechtswesen, spaltet und zerstört unser Gesellschaft.

Peter Schultheiß | Fr, 23. März 2018 - 09:33

In reply to by Tomas Poth

nach dem islamischen Glauben hat Allah persönlich dem Koran geschrieben, so dass jede andere Auslegung Gotteslästerung ist. Insofern ist er mit dem europäischen Weltbild von Toleranz und Gleichberechtigung von Mann und Frau usw. nicht vereinbar

Mathias Trostdorf | Do, 22. März 2018 - 13:39

Keine dieser Zahlen verwundert.
Man findet ja das normal, was man kennt. Viele "ältere" Leute wünschen sich einfach das sichere, angenehmere und konfliktfreiere Deutschland zurück, daß es ja vor zwanzig Jahren noch gab. Viele jüngere Menschen kennen hingegen nur dieses Deutschland, wie wir es jetzt haben, und finden dementsprechend diese Zustände normal. Nicht vergessen darf man auch, daß ihre Erziehung ja von der Idee des bedingungs- und "alternativ"-losen Multikulturalismus durchdrungen war, die sie natürlich geprägt hat. Konkret nachfragen darf man da allerdings nicht. Da kommen oft dieselben Sprechblasen zum Thema, wie sie ihnen vorgebetet wurden.
Mit der EU-Thematik ist es übrigens ähnlich.

Walter Meiering | Fr, 23. März 2018 - 14:48

In reply to by Mathias Trostdorf

Klar, in dieser Generation gibt es zudem auch anteilig die meisten Moslems. Houellebecs bittere Satire 'Unterwerfung' wird eben langsam Realität.

Joachim Wittenbecher | Do, 22. März 2018 - 13:42

Es liegt nicht in der Befugnis der Bundeskanzlerin zu entscheiden, ob der Islam zu Deutschland gehört; eine solche Aussage -sei es nur sinngemäß-gehört daher nicht in eine Regierungserklärung. Der Islam kann aber sehr wohl zu Deutschland gehören, wenn er sich an die weltliche Gesellschaft in Deutschland im weitesten Sinne anpasst. Verschleierungen jeglicher Art aus religiösen Gründen gehören nicht dazu.

Dimitri Gales | Do, 22. März 2018 - 13:43

nicht zu Deutschland, nicht zu Europa. Jedes westliche Land hat seine Sprache, seine Geschichte, seine Kultur - dazu gehören auch seine (!) Religionen, die die westlichen Gesellschaften seit nahezu zweitausend Jahre geprägt haben. Migranten müssen sich weitgehendst anpassen oder aber in ihr Herkunftsland zurückkehren.

wolfgang spremberg | Do, 22. März 2018 - 13:48

reklamieren für sich christliche Werte zu vertreten.
Möglicherweise reklamieren ja bald islamische Parteien islamische Werte zu vertreten. Ist das von den Menschen die meinen der Islam gehört zu Deutschland gewollt ?

Marie Werner | Do, 22. März 2018 - 18:08

In reply to by wolfgang spremberg

eine ausgezeichnete Frage, nur die wird selbstverständlich von den "entsprechenden" Leuten niemals beantwortet sondern relativiert.

Markus Michaelis | Do, 22. März 2018 - 13:58

Warum sind die Jungen da offener? Ein größerer Teil ist selber islamisch, das macht sicher auch einige Prozent aus. Zum anderen sind die Jungen generell aufgeschlossener. Allerdings ist diese Aufgeschlossenheit zum Teil einfach dem geschuldet, dass man die Welt als gegeben hinnimmt und sich in einer gegebenen Welt seinen Platz sucht. Ein dritter Punkt mag sein, dass mit der Anwesenheit des Islam bei vielen natürlich auch die Zuwendung steigen wird. Ich nehme es so wahr, dass in islamischen Ländern die grundsätzlich islamischen Ausrichtung von der Bevölkerung wenig in Frage gestellt wird. Warum sollte das in D anders sein, wenn der Islam mehr Fuß fasst?

Unproblematisch ist es trotzdem nicht, weil Deutschland auf irgendwie absehbare Zeit höchstens teilislamisch sein kann und das schon einiges Konfliktpotential hat, zumindest wenn man die heutige Welt als Beispiel nimmt.

Sebastian Wagner | Fr, 23. März 2018 - 07:57

In reply to by Markus Michaelis

Das gerade junge Menschen aufgeschlossen für den Islam sind, liegt sicher oft an der Indoktrination durch Medienmainstream und an der Beinflussung in der Schule durch Lehrkräfte, die der politischen Linken zuzuordnen sind. Junge Leute sind leicht zu beeiflussen, glauben was Eltern und Lehrer über Gut und Böse predigen und schauen nicht über den Tellerrand. Spreche da aus Erfahrung. Ich habe etwa bis zum letzten Tag verschwiegen, dass ich mich für den Wehrdienst entschieden habe. Hätte ich das zugegeben hätte ich mir in mehreren Fächern meine Noten versaut und mich zum Außenseiter gemacht. Traurig, aber so ist das in Deutschland. Das waren die gleichen Lehrkräfte, die heute Toleranz predigen. Themen wie Bataclan, Kandel, usw. (die Liste wird immer länger) werden dabei augeblendet - dafür haben diese Schmalspurpädagogen nämlich keine Antworten. Lieber gegen die AFD demonstrieren oder Hamburg verwüsten - das passt da eher ins Bild. Und der friedliche Islam ist die Dönerbude um die Ecke.

ali kahraman | Do, 22. März 2018 - 14:28

Die sture Verneinung einer bestehenden Realität kann nur eine polemischen und nicht zu einer zielorientierenden Problembehandlung führen. Ob es manche wahrhaben wollen oder nicht , der Islam ist auch eine Ingredienz der deutschen Gesellschaft. Die resistenten Ignoranten für diese Angelegenheit sind nicht vom Belang sondern Individuen die Lösungen anbieten.

"Ingredienz der deutschen Gesellschaft" - das kann nicht Ihr Ernst sein! Diese Aussage wird wohl von den meisten Deutschen nicht akzeptiert oder gar nicht erst verstanden. Und mit Fremdworten ist es sowieso schwierig. Vielleicht sollte man so formulieren, dass es der Durchschnittsdeutsche verstehen kann.

Thomas Radl | Do, 22. März 2018 - 14:47

der befragten 18- bis 24-Jährigen: Mit rund 37 Prozent Zustimmung sind sie die einzige Altersgruppe, die findet, dass der Islam zu Deutschland gehört.
Das ist wahrscheinlich nur genau so lange "auffällig", bis man versucht festzustellen, welcher Religion die Befragten angehören und dann wird man eine allenfalls auffällige Korrelation feststellen und aus der "Auffälligkeit" wird eine banale Binsenweisheit! Oder wurden nur solche Personen aus der Altersgruppe befragt, die 4 deutsche Großeltern hatten? Wohl kaum!

Franck Schmidt… | Do, 22. März 2018 - 14:48

Liebe Cicero-Redaktion,

seit der Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, kursiert und über ihn "debattiert" wird, wundere und ärgere ich mich über ihn, über die über ihn geführte "Debatte" und über diejenigen, die da debattieren oder zu debattieren vorgeben.

Denn der Satz ist völlig sinnlos. Genauso übrigens wie der Satz, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Was heißt "der Islam"? Was heißt "Deutschland". Und was heißt "dazu gehören"? Solange das alles nicht klar ist oder für Zwecke einer Debatte klar gemacht wird, haben die Sätze, der Islam gehöre zu Deutschland bzw. der Islam gehöre nicht zu Deutschland, keinen Sinn und sind sie keine Debatte und keine Umfrage wert. Und solange entlarven sich diejenigen, die da munter drauf los debattieren, als Scheindebattanten.

Herzliche Grüße
Franck Schmidt-Husson

dienen lediglich als Beschäftigungstherapie bzw. Ablenkungsmanöver.
Aufregung, Kommentar schreiben: das Mütchen ist gekühlt,.........
weiterschlafen............
Wenn wir etwas verändern wollen müssen wir auf die Strasse!

Ich stimme Ihrer Analyse zu. Doch womöglich hat man dank solcher Schaumschlägerei immerhin noch das (in die Irre führende) Gefühl, in einer sich spaltenden Gesellschaft über die gleichen Dinge zu reden. ;-)

Wolfgang Tröbner | Do, 22. März 2018 - 14:52

Halten wir einfach mal fest, dass es in keiner Altersgruppe eine Mehrheit gibt, die der Aussage zustimmt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Auch wenn in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen rund 37 Prozent dieser Aussage zustimmen, so stimmt eben die Mehrheit dieser Altersgruppe dieser Aussage nicht zu. Dass sich die größte Ablehnung des Satzes mit 70 Prozent in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen findet, ist eigentlich verständlich. Im Gegensatz zu den Jungen interessiert sich diese Altersgruppe mehr für politische Probleme. Und diese Altersgruppe hat auch schon wesentlich mehr Lebenserfahrung, so dass sie mögliche Auswirkungen der Ausbreitung des Islams besser beurteilen können. Vor diesem Hintergrund ist es daher mehr als positiv zu bewerten, dass auch die Mehrheit der 18- bis 24-Jährigen in dieser Frage mehr oder weniger der gleichen Meinung ist wie die Älteren.

Otto Schwarzer | Do, 22. März 2018 - 14:53

Wieso kann eine Religion, sofern der Islam denn eine Ist, als zu Dezschland gehörig betrachtet werden, wenn das Basisbuch, der Koran, von feindseligen Äußerungen gegenüber Christen und Andersgläubigen strotzt.:"Tötet die Ungläubigen, haltet euch von ihnen fern, ihr dürft sie belügen und betrügen", sind nur einige der Aufforderungen des Korans an die Muslime. Wer sich zum Verhältnis von Muslimen zu Nichtmuslimen äußert, sollte sich, bevor er/sie darüber schwadroniert, mit den im Koran niedergelegten Regeln befassen.

Willy Ehrlich | Do, 22. März 2018 - 14:54

In einer Untersuchung - Integration und Religion aus Sicht Türkeistämmiger - der Uni Münster, basierend auf einer repräsentativen Emnid-Umfrage, kann man Informationen von der türkeistämmigen Seite darüber erhalten, wer zu wem gehören will, soll, kann und muss.
Besonders bemerkenswert finde ich die Auswertung, dass 47% der Befragten die Befolgung der Islam-Gebote für wichtiger halten als die deutschen Gesetze.

Ach ja, und dann gab es noch den islamis(tis)chen Schreihals, den ich mit seinen Worten zitiere: "Dies ist der Planet Allahs! Ihr alle müsst Euch anpassen!"

Also noch einmal: Wer will, soll, kann und muss zu wem gehören?

So long!

Hat man in dieser Studie oder in einer Umfrage einmal faktenbasierte Daten zu Eheschließungen zwischen Deutschen und Deutschen mit Migrationshintergrund in den einzelnen Generationen erhoben? Dies würde mich schon deshalb interessieren, da ich in vielen Gesprächen mit sehr gut integrierten Eltern und deren hier geborenen Nachkommen überraschend schnell an die Toleranzgrenze stieß wenn ich auf das Thema zu sprechen kam. Da berief man sich, ohne es näher begründen zu können oder wollen? sehr stark auf den unterschiedlichen religiösen und demnach kulturellen Hintergrund. Sehr ähnlich wie bei den orthodoxen Juden und bei uns früher zu Ehen zwischen Katholiken und Protestanten. Ging oder geht nur, falls der mit der "schwächeren" Religion zu der des Ehepartners konvertiert. Ich glaube, wären diese Ausnahmen die Regel bzw. Normalität, gäbe es vielleicht etwas weniger Integrationshemmnisse.MfG

Jürgen Waldmann | Do, 22. März 2018 - 15:01

Eine Gesellschaft ohne Werte wünsche ich nicht !
Meine Familie war schon immer frei von jeder Religion d.h. weltanschauungsfrei bzw. Atheisten ! Als Kind hatte ich in Deutschland daher einige Probleme auf der Schule , was bei meinen eignen Kindern schon deutlich besser geworden war . Den Islam betrachte ich als eine Ideologie , die den gläubigen Menschen vollkommen vereinnahmt .
Es fehlt die Toleranz , die ein Christ auch gegenüber anderen Anschauungen auszeichnet und ausübt .
Als Kind lernte ich Toleranz kennen , als unsere Familie 1949-52 in einem Pfarrhaus in Schweden lebten . Der befreundete Pfarrer störte sich nicht an unserer Anschauung , nahm uns aber mit in die Kirche und den Gottesdienst . Meine Aufgabe war es , die Kollekte ein zu sammeln , was mit den Worten des Pfarrers angekündigt wurde :
" Jetzt Kommt unser kleiner Heide und wir sammeln die Spende für die Heiden in Afrika . "
Das war erlebte und praktizierte Toleranz !
Für mich ist das immer noch ein Vorbild !!

Heinrich Niklaus | Do, 22. März 2018 - 15:07

All jene, die immer noch von einem „aufgeklärten“ Islam träumen, sollten sich ganz aktuell mit dem „Ende eines islamischen Musterstaates“ vertraut machen: Indonesien.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article163019792/Indonesien-Ende…

„Die Fanatiker waren gut vorbereitet. In den ersten sechs Monaten nach dem Ende der Diktatur entstanden 42 radikalislamische Organisationen, darunter die FPI (Islamische Verteidigungsfront), Wortführer der Bewegung.“

Harro Meyer | Do, 22. März 2018 - 15:09

Dabei kommen Judentum, Christentum und Islam aus dem gleichen aramäischen Pfuhl. Mit Beginn der phonetischen Schrift (3000 v.Chr) wurde auf Basis des damaligen Denkens der Prozess geboren, auf den die 3 Religionen zurückgehen. Was damals richtig war, ist es heute nicht mehr. Die Entwicklung über 5000 Jahre lässt sich nicht rückgängig machen. Wer heute behauptet, die eine Religion gehöre zur anderen, ist ein böswilliger Verleumder oder ein arroganter Unwissender, der im Trüben fischen will.

Thorsten Pfeffer | Do, 22. März 2018 - 15:34

Ich würde sagen mindesten 90 % stimmen nicht zu. Die Erhebungen sind nur ein statistischer Wert und gehen an der Realität vorbei. In meinem Mittelstands-Bekanntenkreis stimmt keiner dem Satz zu, auch nicht den von Merkel "entschärften", das Teile dazu gehören.

Edgar Timm | Do, 22. März 2018 - 15:45

Diese Kanzlerin ist nicht unsere Kanzlerin. Oder gar: "Diese Kanzlerin gehört nicht zu Deutschland?"

Hans Herzberger | Do, 22. März 2018 - 15:49

Die hier lebenden Muslime gehören ohne Zweifel zu Deutschland aber nie der Islam. Frau Merkels unüberlegte und äußerst dümmliche Aussage förderte weiter Hass und Zwietracht im Lande. Will sie weiter das Land spalten oder sind dies Annäherungsversuche zu einer radikalen und extremen Bewegung ? Es war eine Aussage ohne Hirn und Verstand.

giesela kramski | Do, 22. März 2018 - 15:58

Daraus folgt: die Grünen gehören nicht zu Deutschland.
Die haben doch immer (zu Recht) für Frauenrechte gekämpft. Und jetzt für den Islam? Das verstehe wer will.

Man könnte es auch andersrum sehn.
Selbst für die anderen 45Prozent unserer sich zumeist tolerant gebenden GrünInnen scheint der Islam nicht zu Deutschland zu gehören ;))

Jörg Meyer | Do, 22. März 2018 - 15:59

erhebt mit diesem abwegigen Satz die political correctness (wenn nicht das Appeasement) ihr hässliches Haupt. Gibt es hier Moslems und Moscheen? Ja, na und? Nur: Würde das wen interessieren, wenn der Islam und seine Protagonisten sich problemlos in unseren laizistischen Rechtsstaat integrieren würden? Wohl kaum. Tun sie aber nicht. Zivilisatorische Selbstverständlichkeiten wie Gleichberechtigung von Mann und Frau, Vorrang des Gesetzes vor der „Scharia“, Achtung anderer Religionen sind im islamischen Rechtskreis eben zu oft keine. Und unsere kulturelle Identität hat der Islam jedenfalls nicht geprägt, wo denn? Mit dem gleichen Recht könnte man auch sagen, dass Yoga, Feng Shui oder Chia-Samen zu Deutschland gehören.

wenn ich hier ergänze, wir sind ein säkularer Staat. Frankreich, Tschechien und andere sind laizistische Staaten, komplette Trennung zwischen Staat und Religion, z.B. kein Religionsunterricht an Schulen, keine Kirchensteuereintreibung durch den Staat und anderes.

Christa Wallau | Do, 22. März 2018 - 16:02

g e h ö r t in dem Sinne nicht zu Deutschland, als er kein konstituierendes Element dieses Staates darstellt. Er ist keine Teil Deutschlands, der ihm als t y p i s c h e s Merkmal fehlte, wenn es ihn nicht (mehr) gäbe.
Im Gegenteil: Durch seine Radikalität im Anspruch auf alle Bereiche des Alltags hätte es Deutschland
besser, zumindest einfacher, o h n e
Menschen islamischen Glaubens. Insofern ist die Aussage "Der Islam gehört zu D" unsinnig; denn sie kann nur so verstanden werden, daß er als Faktum dazugehört so wie Schnee und Regen oder Schwimmen und Radfahren.

Die Kanzlerin entlarvt sich immer deutlicher als Intellektuell defizitär u. gleichzeitig autoritär; denn der Widerspruch der Deutschen gegen ihre "Kernaussagen" zum Islam u. zur Migration kann ihr nicht verborgen geblieben sein.
Es kümmert sie anscheinend einen feuchten Kehrricht, was die Mehrheit des Volkes will.
Sie deutet ihre Wiederwahl als Zustimmung zu all ihrem Tun u. nutzt ihre Position schamlos aus.

Elke Halefeldt | Do, 22. März 2018 - 16:06

M. E. ist die gestellte „berühmte“ Frage „Gehört der Islam zu Deutschland?“ missverständlich. Ist mit der Formulierung gemeint, dass der Islam „inzwischen ein Teil Deutschlands geworden ist“ (O-Ton A. Merkel in ihrer Regierungserklärung) oder dass er für eine Mehrheit der Bevölkerung „typisch“, „charakteristisch“ für Deutschland ist, schon länger mit der Geschichte und Kultur der Region verbunden ist, zur Identität des Landes zählt? Dies sind unterschiedliche Bedeutungen/Akzente. Vor allem bei den 18- bis 24-jährigen Befragten, die zu 37 Prozent zustimmen, hätte man gern gewusst, wie sie die Frage verstehen. Im Übrigen wäre es auch interessant zu wissen, ob sich die Einstellung der Befragten, die selbst Muslime sind, von derjenigen der Nicht-Muslime unterscheidet. Dazu bedürfte es aber natürlich einer gesonderten Erhebung.

Rudolf Bosse | Do, 22. März 2018 - 16:08

Am auffälligsten ist, aber typisch für sie wie auch in vielen anderen Fragen, daß die Mehrheit des Volkes anderer Meinung als die Kanzlerin ist. In anderen Ländern hätte die/der Regierungschef in einem solchen Zustand bestimmt keine vierte Amtszeit. Aber wir sind doch eine Demokratie!?

Olaf Voß | Do, 22. März 2018 - 16:15

Diese Merkel interessiert sich nur für die Umfragen, die von der Regierung in Auftrag gegeben werden, und wo das Ergebnis zu ihren Gunsten feststeht. Die Altersgruppe der 18-24 jährigen verwundert mich deshalb nicht, weil die Indoktrination an den Schulen/Universitäten es so will. Als ich in diesem Alter war, hätte niemand sich für Unfreiheit, Unterdrückung, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus ausgesprochen. Im Übrigen gab es vor 25 Jahren auch kaum Berührungspunkte mit dem Islam, was ich nicht im geringsten bedaure.

Marie Werner | Do, 22. März 2018 - 16:25

Frau Merkel interessiert sich lediglich für ihre eigene Weltanschauung. Das Volk spielt dabei keine Rolle.
Es ist schon ungeheuerlich, dass eine Bundeskanzlerin sich einbildet, wenn sie etwas so vorschreibt, dann hat das gefälligst zu gelten.
Einfach unerträglich diese Person.

Karin Zeitz | Do, 22. März 2018 - 16:26

muss auch “B“ sagen. Gehörte der Islam tatsächlich zu Deutschland, bräuchte Deutschland auch ein Scharia-konformes Grundgesetz, in dem die Glaubens- und Lebenswelt des Koran ädaquat berücksichtigt wird. Die Bemühungen der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung gingen bereits in die Richtung, dass sich die “schon länger hier Lebenden“ besser an die Lebenswelt der Neubürger anzupassen hätten.
Bei es den Einschränkungen der Rechte von Frauen im Islam dürfe bei konsequenter Umsetzung dieser Sichtweise fraglich sein, ob es in Deutschland zu Recht eine Bundeskanzlerin geben kann.

Stefan Klatt | Fr, 23. März 2018 - 13:28

In reply to by Karin Zeitz

Es wurde in der Umfrage allerdings nicht gefragt, ob die den Vorurteilen von Frau Zeitz entsprechende Variante des Islams zu Deutschland gehöre.

Luwig Stassen | Do, 22. März 2018 - 16:33

Deutschlandfunk leben "In Deutschland am 31. Dezember 2015 zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime. Bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 82,2 Millionen Personen in Deutschland ergibt sich, dass der Anteil der Muslime zwischen 5,4 Prozent und 5,7 Prozent liegt."
Das heißt für 94,3 Prozemt der Deutschen gehört der Islam nicht zu Ihrer religiösen Praxis oder Geschichte. Muslime können wählen und haben 2017 politisch Wahlen beeinflusst sei es hier und oder in Ihrem Herkunftsland. Dies verändert Deutschland und Europa und sollte politisch gestaltet und berücksichtigt werden. Ich möchte Muslime nicht missionieren, wünsch mir aber mehr Aufklärung und Bildung. Einige Muslime mag ich; andere möchte ich meiden.

Petra Führmann | Do, 22. März 2018 - 16:39

diese Zahlen auch bekannt sein? Wenn ja, weshalb wiederholt sie immer wieder das, was niemand will, sondern tut endlich das, was mehrheitlich die wollen, für die sie zuständig ist, uns, die Wähler und Einheimischen? Ich verstehe die Diskrepanzen im öffentlichen Diskurs immer nicht, wenn von den Linken behauptet wird zu wissen, wer denn die Mehrheit sei. Liest man in den Kommentaren und in Meinungsumfragen, erkenne ich das Gegenteil; siehe obigen Bericht.
Immerhin ist der Satz mit dem Islam um das fehlende Wort "inzwischen" erweitert worden. Ich meine immer noch, er ist zwar leider hier, aber gehören... nein, danke. Und das bezieht sich nicht nur auf die Religion, sondern auch auf all ihre äußeren Erscheinungsformen.

Peter Schultheiß | Do, 22. März 2018 - 16:41

jeder kann und darf ´mal einen Fehler machen. Wer ihn allerdings ständig wiederholt, ist lernunfähig.

Romuald Veselic | Do, 22. März 2018 - 16:50

FKK gehört auch zu Deutschland. Und kommt mir emanzipiert vor.

Im Islam ist FKK undenkbar.

robert renk | Do, 22. März 2018 - 17:29

Au ja, wir machen einen Volksentscheid zum Thema Islam ! Direkte Demokratie ist angesagt.
So wie`s aussieht ist der deutsche Michel doch nicht so blöd wie weithin angenommen.

Bernhard Marquardt | Do, 22. März 2018 - 17:38

Gehört der Islam zu Deutschland? Welch eine dämliche Fragestellung. Muslime und damit der Islam gehören faktisch zu Deutschland. Die eigentliche Frage ist, wer oder was zu Deutschland gehört oder nicht. Muslime, die ihre neue Heimat annehmen und sich integrieren, etwa die Aleviten? Oder Salafisten/Islamisten mit gänzlich anderen Zielen. Imame, die, selbst oft aus Afghanistan oder Pakistan stammend, predigen im Auftrag ihrer Geldgeber aus Saudi-Arabien eine radikal-islamistische Weltanschauung ihrer Heimatländer, die mit den Wertvorstellungen einer aufgeklärten demokratischen Gesellschaft nie und nimmer in Einklang zu bringen sind. Grundlage der Parallelgesellschaften und der islamistisch-terroristischen Szene. Solche Parallelgesellschaften gehören nicht zu Deutschland. Wer sich gegen Integration wendet oder gar kriminell wird, hat bei aller Gastfreundschaft in diesem Land nichts zu suchen. Kriminelle Organisationen nichtmuslimischer Herkunft natürlich ebenso.

Sie haben recht.
Konkreter müßte die Fragestellung heißen:
"Gehören die Wertevorstellungen im Islam zu Deutschland und sind diese mit denen des Westens vereinbar?"
Und was soll passieren, wenn nicht.

Robert Müller | Fr, 23. März 2018 - 15:10

In reply to by Mathias Trostdorf

Ich kenne keine Bundesregierung die sich jemals mit dem Thema Islam beschäftigt hat, beim Thema Christentum ist es übrigens nicht anders. Offenbar sind das Themen bei dem die Politiker glauben nur verlieren zu können. Ergo haben bisher alle deutschen Regierungen das Thema an ausländische Regierungen ausgelagert. Solange die Türkei noch relativ säkular war, predigte man dort den türkischen Nationalismus. Das Ergebnis ist, dass die Mehrheit heute Erdogan als ihren pol. Vertreter sieht. Mit der Wende zum Islam dort, kommt das auch hier an und mit Merkels Einladung von 2015 holen wir uns den tunesischen, algerischen und afghanischen Islam ins Land. Wer da aus Syrien und dem Iran gekommen ist, ist unklar. Die Hardcore-Islamisten werden dort geblieben sein, die könnten aber über den Familiennachzug nach DE kommen. Zum Glück ist der weiter ausgesetzt - bis auf weiteres.

Sepp Kneip | Do, 22. März 2018 - 17:51

Merkel interessieren diese Meinungsumfragen nicht. Sie regiert schon lange gegen den Bürger und gegen das, was der Bürger für richtig hält. Dennoch konnte sie wieder Kanzlerin werden. Warum nur? Wer steckt dahinter und wer hält derart die Hand über Merkel. Man könnte sagen Steinmeier. Nach dem Scheitern von Jamaika hat er die SPD dazu verdonnert, Merkel wieder den Steigbügel zu halten. Man könnte dagegen halten, die SPD hätte sich ja nicht verdonnern lassen müssen, nachdem sie derart radikal in die Opposition wollte.

Wer also steckt sonst dahinter, dass sich unsere Politiker gegen den Bürger derart dem Islam verschrieben haben? Hätte Seehofer nicht viel früher die Reißleine ziehen können wie Lindner? Warum wartete er bis Merkel wieder Kanzlerin ist? Oder springt er nur auf den Meinungszug auf, weil die Bayernwahl vor der Tür steht? Oder weil er Merkel in seiner Eigenschaft als Innenminister bessser piesacken kann? Wie dem auch sei, der Islam gehört tatsächlich nicht zu Deutschland.

Günter Jäger | Do, 22. März 2018 - 17:57

Wenn Sie schon frohen Mutes darauf hinweisen, dass die Gruppe der 18 - 24 jährigen nichts gegen den Islam einzuwenden hat, so sollte man auch die Gründe hiefür hinterfragen.
Gerade in der jüngeren Generation ist Allgemeinbildung ein Fremdwort, Geschichte sowieso.
Auch wenn Deutschland in den letzten Jahrhunderten nicht direkt von der invasiven Form des Islam betroffen war, Österreich-Ungarn, die Balkanländer und Griechenland waren es. Nur dank des polnischen Beistandes konnte eine Invasion Österreichs verhindert werden. Und wenn Sie Ihre Umfrage in den Ländern des Balkans machen würden, hätten Sie ein reales Bild wie man in anderen Teilen Europas zum Islam steht. Der grundsätzlich aggressive Chrakter gegen "Ungläubige" hat sich in den Jahrhunderten keineswegs geändert. Im Islam eine Religion zu sehen ist nur die halbe Tatsache, der andere Teil ist ein knallhartes menschenverachtendes Gesellschaftssystem.

Bernhard Jasper | Do, 22. März 2018 - 18:02

Ach, es gibt auch andere Umfragen mit anderen Ergebnissen. Was soll der Sinn und Zweck dieser Konstruktion sein? Was wollen Sie damit sagen?

Religion ist grundsätzlich immer bedenklich nah an der Heuchelei, vor allem im praktischen Leben, ganz zu schweigen in der Politik.

Wollen Sie einen neuen Kulturkampf? Wollen Sie das? Es gilt das Grundgesetz, daran haben sich alle zu halten.

Einen politischen Islam lehne ich ebenso ab wie den mittelalterlichen Katholizismus.

Konrad Perfeud | Do, 22. März 2018 - 19:18

Die Frage von"gehören" oder "nicht gehören" ist für mich nicht relevant. Wichtiger ist die Frage. ob der Islam verfassungskonform ist oder gefährlich oder risikoreich. Danach entscheidet sich die Antwort auf die Frage, die sich jeder stellen muss: "Bin ich bereit, weiterhin zu einer Gesellschaft zu gehören, die die Entwicklung des Anwachsens des Islam akzeptiert, und will ich mit den damit verbunden Risiken leben?"

Gundi Vabra | Do, 22. März 2018 - 20:29

Gilt die Frage der spirituellen Linie oder der staatspolitische Linie des Mohamed?
Die Frage gehört abgefragt und klar von der Politik beantwortet.
Eine politisierte Religion Islam kann und darf nicht zu Deutschland bzw zu Europa gehören. Sind Muslime nicht in der Lage zwischen den Linien zu differenzieren und eindeutig die staatspolitische Linie ausschließlich historisch zu werten und nur die spirituelle Linie als ihre Religion anzusehen haben sie ein Problem was sie lösen müssen.

Der Islam der hier ankommen will hat den Rechtsstaat, die Gleichberechtigung der Geschlechter, die Demokratie höher zu achten als Hadithen oder Koransuren aus dem Mittelalter.
Geschieht das ist die Religionsausübung ihrer Anhänger UNTER dem Rechtsstaat möglich.

Aufklärung sowie Judentum und Christentum sind unsere Anker, nicht der Islam.

Politisierte Islamisten stürzen säkuläre Staaten, ehemals moderne Gesellschaften kehren ins Mittelalter zurück, die Gefahr ist real. Vorsicht ist angesagt.

Sandra Richter | Fr, 23. März 2018 - 01:35

Interessant wäre noch gewesen, inwieweit die Zustimmung bei jungen Frauen von denen der jungen Männer abweicht? Wenn man sich so die Gegendemos zu den Anti-Merkel-Demos anschaut, scheinen junge Frauen und Mädchen stark überrepräsentiert zu sein. Wahrscheinlich lassen sich Frauen leichter emotional manipulieren als Männer, obwohl gerade sie die Hauptleidtragenden der Islamisierung sind.

Dass die Altersgruppe der befragten 18- bis 24-Jährigen allgemein dem Islam unkritisch gegenübersteht, mag bei den durch den Marsch durch die Institutionen linksgrün-ideologisierten Lehrkräften nicht wirklich verwundern. Junge Menschen sind ein gefundenes Fressen für jeden Ideologen, da sie sich besonders leicht indoktrinieren lassen. Heutzutage halt durch die Linken, die sich jeder Kritik und jedem Diskurs an dem politischen Islam verweigern.

Robert Müller | Fr, 23. März 2018 - 09:25

Ich denke, ein Islam, der auf dem Boden des Grundgesetzes steht, gehört zu Deutschland. Sicher gehören die liberalen Moscheen dazu, während die Ditib-Moscheen jeden Tag eher weniger dazu gehören. Und dann gibt es noch viele Moscheen die definitiv nicht hier sein sollten. Leider differenzieren Seehofer, Merkel und andere nicht genug, weshalb ich vermute, dass es da eher um Wahlkampf geht als um eine politische Ausrichtung der deutschen Politik. Die wird dann, wenn überhaupt, in Merkels Küche mit ihren "Vertrauten" gemacht. Jedenfalls ist das meine Einschätzung deutscher Politik.

Albert Schultheis | Fr, 23. März 2018 - 10:39

Wie wäre es mit der Aussage:
"Der Islam gehört zu Merkel!"
Darüber könnte man sich doch sicher einigen, oder?

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 23. März 2018 - 11:06

Kulturgeschichte auf dem evtl. Niveau von Merkel machen, jetzt sind sie halt hier und wir alle sind Deutschland?
Wogegen sich vlt. 4/5 der deutschen Bevölkerung aussprechen ist m.E. Merkels Politik. 1/5 ist eher Ergebnis schon zuvor `problematischer´ Aussenpolitik Deutschlands, jedenfalls jetziger.
Ich bin jetzt hier und bin dafür, dass ich relevant bin? Reicht das?
Wir sprechen auch davon, dass das Jüdische zum auch durch das Christentum geprögte Abendland, geographisch Europa, gehört.
Wenn man mich fragt, nicht weil das Christentum jüdische Inhalte mit sich trägt, die es nicht auch schon in Europa gegeben hätte. Christus war neu!
Schlag Vater und Mutter tot, war kein Motto Europas.
Will sagen, dass es mit den arabischen Nachbarn Überschneidungen gibt, dass es wertvolle und uns bereichernde Einflüsse aus dem Zweistromland gab und geben kann, dass ich also sage, Willkommen Tolstoi, willkommen Konfuzius etc. Willkommen Kulturzenit Europa.
Der Islam wird wie Alles zuvor geprüft.

in Bezug auf das Judentum hat es auch viele Jahrhunderte gebraucht, bis diese Verbindung christlich-jüdisch für Deutschland abseits der Beachtung des AT zum Neuen Testament mit Leben gefüllt wurde. Es hat allerdings m.E. auch der Aufklärung und tiefen Glaubens an Christus bedurft, um das Neue Testament vor allem über das AT hinausgehend zu lesen. Christus Hauptsatz scheint mir gewesen zu sein "Ich ABER sage Euch", womit er diesen Schritt vollzog.
Merkels Drama scheint mir ihr Hang zum Drama, sonst hätte das doch alles sehr gut organisiert über die Bühne gehen können mit allerdings NICHT gleich Millionen `Migranten´.
Unser Problem wird bleiben, eine derzeit evtl. rückständige Religionskultur unserem Kulturkreis einzupassen.
Und ich rate sehr dazu, dies zu versuchen, denn ein laissez faire lassen sich selbständig denkende Menschen nicht allzu lange gefallen.
Die jüdischen Gemeinden standen früher noch unter dem "Schutz" von HERRSCHENDEN.
Besser man überzeugt die Bevölkerung.

Johan Odeson | Fr, 23. März 2018 - 12:24

Mich hätte einmal interessiert, wieviele der jüngeren Befragten bereits einen Migrationshintergund haben und selber Muslime sind. Oder wurden nur Bio-Deutsche befragt? Das Ergebnis würde somit nicht verwundern.

Karl-Heinz Deckert | Fr, 23. März 2018 - 13:00

Entschuldigung, aber wichtig sind doch weniger die Alterskohorten als vielmehr die Frage, welcher Religion oder welcher Partei die Befragten anhängen und ob es "Bio"deutsche sind oder Migranten! Denn mit der geeigneten Mischung kann ich jedes beliebige Resultat produzieren.

Dass die Jüngeren den Islam weniger ablehnend betrachten, liegt doch einfach daran, dass sie es gar nicht mehr anders kennen, während wir Älteren sehr wohl noch in Erinnerung haben, wie unser Land ohne islamische Bereicherung aussah und sich anfühlte: freier, sicherer, unkomplizierter!

Karin Zeitz | So, 25. März 2018 - 17:03

In reply to by Karl-Heinz Deckert

inwieweit sich die befragten jüngeren Menschen mit dem Islam, seinen Grundlagen und seiner Geschichte befasst haben. Wenn sie bei ihrer Antwort nur an den netten Türken aus dem Dönerladen denken ist ihre Antwort durchaus verständlich.

Karl Deppenstedt | Fr, 23. März 2018 - 14:56

Der Islam gehört zu Merkel,
nicht aber zu Deutschland!

Christoph Kuhlmann | Sa, 24. März 2018 - 09:27

sind Ausdruck einer weitgehend verblödeten öffentlichen Debatte.

a) definieren sie Islam,
b) definieren sie Deutschland
c) was meinen sie mit dazugehören?

Poltischer Dummsprech par excellance.

Richard-Jürgen Tietz | Sa, 24. März 2018 - 12:35

Lasst es uns doch mal anhand nachprüfbarer Kriterien einordnen:
- In welcher Sprache wird überwiegend in Moscheen gepredigt?
- Wie bezeichnen sich die islamischen Gemeinden in den überwiegenden Fällen selbst: Deutsche Gemeinde oder z. B. Türkische Gemeinde?
- Bezahlt ein anderer Staat die Prediger bzw. werden diese von einem anderen Staat im Sinne eines Direktionsrechtes gesteuert?

Ich selbst sehe die Indizienlage, dass der Islam zu Deutschland gehören könnte, ziemlich dünn, lasse mich aber anhand der o. g. Kriterien gerne vom Gegenteil überzeugen.

Rainer Röschlau | Sa, 24. März 2018 - 14:36

Der Islam gehört genauso wenig zu Deutschland, wie das Christentum in einen überwiegend islamisch geprägten Staat.
Das heißt ja nicht, das Muslime oder auch andere Relegionen nicht ihren Glauben ausüben dürfen. Aber bitte immer schön im Rahmen der geltenden Gesetze. Und die sollte man kennen und ebenso respektieren und einhalten. Niemand wird gezwungen in diesem Land zu bleiben, wenn dies seiner religiösen Ansicht widerspricht. Aber ich wehre mich entschieden dagegen, wenn unser politisches und religiöses Wertesystem, wegen einer Minderheit von 5% umgekrempelt werden soll. Ich halte die Aussage von Frau Merkel als reinen Populismus. Da halte ich es schon lieber mit Herrn Seehofer. Dieser Mann steht zu seiner Meinung und macht nicht auf "everybodys darling".

Gerd Banholzer | So, 25. März 2018 - 19:52

Christian Wulff lag aber schon damals schief, denn er ignorierte mit seiner Begriffsbestimmung völlig den historischen Kontext. Was hat der Islam zur kulturgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands, das vom christlich-jüdischen Menschenbild und von der Aufklärung geprägt ist, überhaupt beigetragen? Die islamische Zuwanderung hat bei uns erst in den 60er Jahren des 20.Jahrhunderts eingesetzt. Natürlich sind mir die muslimisch geprägten Mitbürger willkommen, allerdings stets unter der Voraussetzung, dass sie unsere in der Verfassung niedergelegte Werteordnung vorbehaltlos anerkennen. Und die bisherige Diskussion zwischen Regierung, Kirchen und den Islamverbänden hat doch erhebliche Defizite bei der Akzeptanz unserer Wertordnung erkennen lassen. Und wie soll Integration bei uns gelingen,solange die Ditib - Moscheen ihre Direktiven aus Ankara erhalten, das sich vehement gegen eine Integration bei uns ausspricht? Die Regierung müsste den Dialog mit den aufgeklärten Islamvertretern führen!

Cora Steinberg | Mo, 26. März 2018 - 10:48

Wenn wir uns an unsere eigene Jugendzeit erinnern, waren doch die meisten von uns damals sehr tolerant, multikulti, idealistisch und oft links-naiv.
Die Weltanschauung ändert sich dann meistens schnell, wenn die Realität das eigene Wolkenkuckucksheim einholt. Bei mir geschah das nach dem Studium mit Eintritt ins Berufsleben, Abnabelung vom Backup "Eltern" und Gründung einer Familie.
Dazu kommt, dass die Älteren unsere Gesellschaft noch als relativ homogenes Gebilde kennen, dessen Probleme meist überschaubar waren. Die jungen Leute kennen nur diese Gesellschaft, so wie sie sich jetzt entwickelt hat. Sie sehen die Probleme wahrscheinlich als pragmatisch und normal an.
Insofern wundert es mich nicht, dass die Jungen Leute den Islam entspannt sehen und die Älteren auch die Probleme wahrnehmen.