Ölförderpumpe
Das Fracking-Verbot ist ein weiterer Sargnagel für die deutsche Wirtschaft: Ölförderpumpe in Niedersachsen / Wenn die Wirtschaft fällt, fällt die Demokratie.

Galoppierende Deindustrialisierung - Wenn die Wirtschaft fällt, fällt die Demokratie

Nicht mangelnde „Demokratieförderung“, sondern Krisen und Abstiegsängste treiben Menschen in die Arme extremer Kräfte. Hohe Energiekosten und industrieller Niedergang gefährden das Fundament der Demokratie. Wer sie retten will, muss ihre wirtschaftlichen Grundlagen sichern.

wolfgang-kubicki

Autoreninfo

Wolfgang Kubicki ist stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

So erreichen Sie Wolfgang Kubicki:

Viel ist in den letzten Jahren über den Schutz der Demokratie geschrieben worden, und die Vergleiche mit dem Scheitern der Weimarer Republik waren dabei nicht zu knapp bemessen. Linke drängen unter diesen Vorzeichen daher weiter auf ein „Demokratiefördergesetz“, das schon mangels Gesetzgebungskompetenz des Bundes verfassungswidrig wäre und vermutlich die „Demokratie“ ähnlich effektiv fördern würde, wie die „Republikschutzgesetze“ die Weimarer Republik letztlich geschützt haben. Man könnte einiges schreiben über die Fehler einer Demokratie, die in die autokratische Werkzeugkiste greift und so dem liberalen Rechtsstaat mehr schadet als dient, wie Sebastian Haffner die Weimarer Verhältnisse einst klug analysierte.

Aber letztlich führt das vom Kernproblem weg. Denn wenn schon ständig Weimar bemüht wird, dann muss man sich damit auseinandersetzen, warum die NSDAP 1928 bei gerade einmal 2,6 Prozent stand und 1930 schon bei 18,3 Prozent. Die Antwort liegt im Jahr 1929 und der damals über die Welt hereinbrechenden Wirtschaftskrise, die Deutschland besonders hart traf. Not und Elend – oder schon die Angst davor – sind die gefährlichsten Bedrohungen der Demokratie.

Die freie, westliche und aufgeklärte Welt steht in einem ständigen Systemwettbewerb. Das war schon vor hundert Jahren so. Wenn sie nicht liefert, locken die Verheißungen ihrer Gegner – und seien sie noch so an den Haaren herbeigezogen.

Wem am Schutz der Demokratie gelegen ist – und ich unterstelle, dass dies bei den meisten politischen Protagonisten der Fall ist –, der kämpft für ihren Erhalt, indem er ihre wirtschaftlichen Grundlagen sichert, verteidigt und ausbaut. Alle anderen Überlegungen kann man sich mehr oder weniger sparen, denn nichts wird unsere freiheitliche Lebensweise retten können, wenn diese Grundlagen implodieren.

Die Zeit des zögerlichen Austestens wirtschaftsfreundlicher Forderungen muss endgültig vorbei sein

Ich will Ihnen nichts vormachen: Es ist wirklich fünf vor zwölf, und jeder, der halbwegs aufmerksam die Nachrichten verfolgt, weiß das. Die deutsche Automobilindustrie steht – samt ihrer Zulieferer – mit dem Rücken zur Wand. Die deutsche Chemieindustrie ächzt – wie das gesamte produzierende Gewerbe – unter hohen Energiekosten. Und hier liegt der maßgebliche Hebel, um den Industriestandort Deutschland zu revitalisieren. Diesen Hebel zu nutzen, ist nicht optional, sondern die Pflicht eines jeden verantwortungsvollen Entscheidungsträgers.

Leider muss festgehalten werden, dass diese Pflicht sträflich vernachlässigt wird. Zwar hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die Förderung heimischen Schiefergases kürzlich wieder ins Gespräch gebracht, aber die Zeit des zögerlichen Austestens wirtschaftsfreundlicher Forderungen muss endgültig vorbei sein. Das liegt nicht nur an der skizzierten dramatischen Ausgangslage, sondern auch an den gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Tatsachen, denen sich diese Bundesregierung stellen muss.

Derzeit ist die Förderung von heimischem Schiefergas nämlich gesetzlich verboten; so ließ es die letzte Merkel-GroKo einst in das Wasserhaushaltsgesetz schreiben. Nun ist es mit Verboten in einem demokratischen Rechtsstaat so, dass sie nicht nach Belieben der Herrschenden ausgesprochen werden können. Sie müssen sich am verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitsgrundsatz messen lassen. Das wusste auch die Merkel-Regierung und federte das Verbot dadurch ab, dass es mit einer Evaluationsklausel versehen wurde. Ein pauschales Verbot – das wusste man offensichtlich – wäre verfassungswidrig gewesen. Ein vorübergehendes Verbot hingegen, das zur Ergründung der tatsächlichen und wissenschaftlichen Voraussetzungen der Schiefergasförderung genutzt wird, ist verfassungsgemäß.

Das klingt auch unbestreitbar nicht völlig unvernünftig. Aber mit Vernunft hat das Ganze nichts mehr zu tun, sondern mit einem seit Jahren fortgesetzten Gesetzesbruch. Denn die Schöpfer des Förderverbots hatten nicht die Chuzpe, es mit einer bloß unverbindlichen Evaluationsklausel zu versehen, sondern legten im Gesetz eindeutig fest, wann der Deutsche Bundestag sich wieder mit dem Verbot auseinanderzusetzen habe. Das hierfür benannte Jahr war 2021. Geschehen ist seither nichts.

Das Förderverbot von Schiefergas ist verfassungswidrig

Das führt zu der kuriosen Situation, dass die eigens eingesetzte „Fracking-Kommission“ seit fünf Jahren gesetzestreu, aber schmallippig ihren Bericht abgibt, den man – überspitzt – wie folgt zusammenfassen kann: Wir haben unsere gesetzliche Pflicht schon 2021 erfüllt, ihr nicht.

Aber warum wird ein derart offener Rechtsbruch toleriert? Vermutlich, weil viele ahnen, dass sich auf Grundlage des Berichts ein pauschales Verbot nicht weiter aufrechterhalten lassen wird. Hier habe ich schlechte Nachrichten für die verschleppenden Akteure: Auch das jahrelange Ignorieren der Evaluierungspflicht lässt das Förderverbot irgendwann verfassungswidrig werden. Das habe ich mir schon vor Jahren vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages bestätigen lassen, um – letztlich vergeblich – den Druck auf unsere damaligen Koalitionspartner zu erhöhen. Auch andere namhafte Rechtswissenschaftler haben dies inzwischen bestätigt. Nach bald fünf Jahren, die ins Land gegangen sind, lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt: Das Förderverbot von Schiefergas ist verfassungswidrig.

Aber abseits des Juristischen überwiegt die politische Pflicht, die Kosten der Energieversorgung in Deutschland wieder auf ein bezahlbares Maß zu senken. Deswegen ist nicht nur die heimische Gasförderung essenziell, sondern auch die Ölförderung. Die Abhängigkeit vom Ausland macht unsere Volkswirtschaft – und damit unsere Demokratie – verwundbar. Das zeigen nicht nur die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, sondern auch die Diener, die deutsche Politiker vor den Ölscheichs machen, um die Zulieferung nach Deutschland zu gewährleisten.

Der freie Handel zwischen den Nationen ist für uns überlebenswichtig, aber Handlungsmöglichkeiten, wenn dieser Handel gestört wird – durch Kriege, Pandemien oder Naturkatastrophen –, sind es nicht weniger. Und wenn Deutschland am internationalen Handel weiter teilnehmen will, wäre es ganz gut, wenn es noch das eine oder andere rentable Geschäftsmodell hierzulande gäbe.

Ich verstehe, dass man in Deutschland mit dem martialischen „Drill, baby, drill!“ eines Donald Trump nichts anfangen kann. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass wir – wenn wir nicht bald als Deutsche und Europäer mit dem Bohren anfangen – uns alle Überlegungen zur Gestaltung der Energiewende in die Haare schmieren können. Denn auch sie hängt am Gas, und jeder, der etwas anderes behauptet, ist entweder unwissend oder ein Lügner.

Wenn die Wirtschaft fällt, fällt die Demokratie

Apropos Europa: Die Europäische Union hat eine einfache und historische Aufgabe, nämlich Freiheit, Frieden und Prosperität zum Nutzen aller Europäerinnen und Europäer zu ermöglichen. Sie wird dieser Rolle nicht nur immer weniger gerecht, sondern nimmt zuweilen sogar eine gegenteilige Rolle ein. Auch hier möchte ich ein Beispiel aus dem Energiebereich herausgreifen: die Methanverordnung. Diese soll Energieimporteure verpflichten, Methanemissionen bei der Förderung akribisch zu dokumentieren und nachzuverfolgen.

Die Branchenverbände schlagen Alarm und führen aus, dass die Regelungen – sollten sie nächstes Jahr in Kraft treten – 87 Prozent des Ölimports und 43 Prozent des Gasimports gefährden könnten. Nun kann man es sich leicht machen und diese Warnung als „Lobby-Hysterie“ abtun. Oder man denkt noch einmal über die Grundlagen unseres Wohlstands nach, über unsere Abhängigkeiten. Auch eine geringere Verknappung des Angebots können wir uns derzeit schlicht nicht leisten. Es wird keinen europäischen Umwelt- und Klimaschutz mehr geben, wenn unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit weiter durch Eigenverschulden in die Knie geht.

Der Systemwettbewerb ist auf wirtschaftlicher Seite hart genug. Die Chinesen werden auf deutsche und europäische Befindlichkeiten keine Rücksicht nehmen. Der wirtschaftliche Druck wird den Extremen auf unserem Kontinent weiter Zulauf geben. Das alles ist keine zwangsläufige Entwicklung. Unsere demokratischen, marktwirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Institutionen können den Systemwettbewerb bestehen – zum Nutzen aller Menschen. Aber nur, wenn wir sie dazu ertüchtigen. Wenn die Wirtschaft fällt, fällt die Demokratie.

Wir brauchen jetzt politische Kräfte, die dazu bereit sind. Die es auch aushalten, von den Umwelt-NGOs – deren Überleben ebenso vom wirtschaftlichen Erfolg unseres Systems abhängt – beschimpft und verleumdet zu werden. Ich bin dazu bereit – aus Überzeugung und Liebe zu diesem Land, das mir alle Möglichkeiten für ein glückliches und freies Leben gegeben hat. Die Frage ist: Wer ist es noch?

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Rainer Mrochen | Sa., 21. März 2026 - 08:38

Ich bin dabei wenn es um ein glückliches und freies Leben geht. Allerdings und das wissen sie Herr Kubicki, nicht mit dem derzeitigen Politpersonal. Extremer als derzeit in die falsche Richtung regiert wird geht es nämlich nicht. Nicht nur das deutsche Modell läuft somit in‘s Leere: Eu-Europa ist in seiner Zwangsauslegung Freiheit und Glück seiner Bürger zu unterminieren auf dem falschen Weg.

Peter William | Sa., 21. März 2026 - 08:45

Die deutschen Unternehmen schmieren nicht ab, sie gehen einfach weg. Verlagern den Standort.

Und was macht die FDP? Sie labert und fällt um anstatt einfach selber dafür zu sorgen das das laut Ihnen verfassungsrechtlich unzulässige Gesetz abgeschafft wird. Wenn die Rechtslage so eindeutig ist dann kann doch einfach dagegen vorgegangen werden, juristisch.

Soweit ich weiß sind sie Anwalt und hätten das Geld und das Wissen das zu bewerkstelligen. Sie labern aber nur rum und fallen um beim geringsten Gegenwind, genau deshalb scheitert die FDP an der 5 Prozent Hürde. Selbst zuletzt in BW, einem ehemaligen Standbein der Partei!

Hans Jürgen Wienroth | Sa., 21. März 2026 - 08:48

Der Autor hat mit allem Recht, was er schreibt, aber wo bleibt der Blick auf die Realität?

Der Green Deal der (für die Wirtschaft zuständigen) EU, der „Klimaschutz“ im GG und das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes machen doch eine Förderung von fossiler Energie in unserem Land unwahrscheinlich. Woher sollen die politischen und juristischen Mehrheiten für eine Änderung kommen, weg von der Klimapanik? Unsere Automobilindustrie geht „den Bach runter“, mit hohen Energiepreisen kann man mit der (subventionierten?) chin. Konkurrenz nicht mithalten.

Dafür lassen wir das Land doch gerne von BYD & Co. durch die Kameras ausspionieren, anders als die USA, die diese Autos verboten haben. Aber auch das können wir uns nicht leisten, weil wir bei vielen lebensnotwendigen Produkten, insbesondere Medikamenten, von Chinas Lieferungen abhängig sind.

China ist für unsere Regierung weit weg, bedroht uns z. Zt. nicht. Da lassen wir uns doch gerne von unserem (Wirtschafts-) Partner ausspionieren.

Urban Will | Sa., 21. März 2026 - 09:12

gewählt wird, dann gäbe es für die Erschließung neuer Energiequellen längst eine Mehrheit im Bundestag (in der Gesellschaft sowieso). Das wissen Sie genau und Sie wissen auch, was dazu nötig wäre. Warum sagen Sie es nicht?
Denn Sie wissen ebenso genau, dass sich mit der derzeitigen Regierung und unter dem Diktat des linksgrünen Mainstreams, dem sich der Kanzler bedingungslos unterworfen hat, absolut nichts tun wird, um den desolaten Zustand zu verbessern. Zwar schwingt man große Sprüche, aber am Ende kommt nichts oder sogar eine Verschlimmerung heraus.
Und da Sie das alles wissen, bringen solche Artikel, zumindest in der hier präsentierten Form, absolut nichts.
2026 ist übrigens nicht 1929. Es gibt noch sehr viel Geld im Volk, das erst noch abgeschöpft werden „muss“, bevor wir ein neues 1929 haben. Und es geht bereits los. Bald brechen über uns die brutalsten Steuererhöhungen der Geschichte ein. Die Sozen wollen das, die Union liefert. So wie immer. Und die Schafe schauen zu.

Danke Herr Will für Ihre klare Antwort auf Herrn Kubickis Zustandsbeschreibung. Man könnte mit dem alten Marx antworten: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein!" Denn genau das wird passieren. Wir schlittern in eine Wirtschafts- und politische Krise, gegen die jene von 1932 ein schwaches Säuseln war. Oder mein Lieblingsspruch: "Es muss erst ganz dunkel werden, ehe e wieder hell werden kann!" Von daher werden wir auch wieder eine Diktatur erleben, weil "unsere Demokratie" die aufkommenden Probleme niemals wird händeln können. Merz wird die Wiedergeburt des von Papen. Wer hernach kommt, ist noch ungewiss. Es kann auch eine stalinistische Sozendiktatur werden. Und dies glaube ich eher als an eine rechte Variante. Das Schicksal oder Gott will uns vorführen, dass die Sozen unseren Untergang bedeuten. Wir können die Sache indes noch aufhalten, wenn wir die Kreuzchen an der richtigen Stelle machen. Aber, Sie wissen Herr Will, auf ihre Wahlschafe ist Verlass. Die streben dem Schlachthause zu.

IngoFrank | Sa., 21. März 2026 - 09:34

Und wer Bitteschön war entscheidend
an den wegweisenden maßgeblich Grünen Vorstellungen & Gesetzen einer grünen Wirtschafts- & Energiepolitik in der Ampel, die letztlich aus „Klimaschutzgründen“ in der Deindustrialisierung enden sollte, beteiligt ?
Wer hat diesen Kurs besseren Wissens mitgetragen ?
Auch Sie verehrter Herr Kubicki….. sicher nicht allein, aber an entscheidender Stelle in ihrer Partei !

Und morgen, werden wir wieder eine Aufführung des „Endlos- Theaterstücks der „unsrigen“ Demokratie“ erleben, in dem der Wähler analog zu Baden Würtenberg Schwarz Blau wählt und eine GroKo bekommt, egal wer die Wahlen letztendlich gewinnt.
Da kann man nur hoffen, das die sachsen anhaltinischen Wähler sich nicht derart von den etablierten Parteien und deren Medienbefürwortern einlullen lassen, & eine Regierung gegen die Opposition rechnerisch nicht mehr möglich ist. Trotz aller schon im Vorfeld beschlossenen Maßnahmen der jetzigen Regierung !
Mit besten Gruß aus der Erfurter Republik

Jens Böhme | Sa., 21. März 2026 - 09:45

Eine Gesellschaft, die mit Teddybären wirft, ihre energetische Grundlage bewusst zerstört, den Schutz von Frauen mit pipieinfachem Geschlechterwechsel unterminiert und veränderte Natur als Katastrophe beschreibt, ist eine Gesellschaft im existenziellen Niedergang. Die heranwachsende Jugend hat man mit "Coronaschutzmaßnahmen" und entsprechenden Rettungsvideos ("Wir taten - nichts. Wir waren faul wie die Waschbären.") einer vernunftorientierten und lebensbejahenden Zukunft beraubt. Orientierung, Kompass, Weg fehlen. In diesem Konglomerat sind Aufrufe von Personen des untergehenden Systems zur Erneuerung altbekannte Parteienwahlwerbung. Es verwundert nicht, dass linke und grüne Ideen immer mehr Zulauf bekommen, weil diese noch nicht in der Praxis durchgeführt wurden. Es fehlt also eine neue, unverbrauchte, linke Partei, die das Ökologische mit integriert. Eine neue, rechte Partei ist vorhanden, die man weder wegwählen noch verbieten kann. Die Brandmauer ist nur temporäre Kosmetik.

Bettina Jung | Sa., 21. März 2026 - 10:18

Wem am Schutz der Demokratie gelegen ist – und ich unterstelle, dass dies bei den meisten politischen „Protagonisten der Fall ist –, der kämpft für ihren Erhalt, indem er ihre wirtschaftlichen Grundlagen sichert, verteidigt und ausbaut. Alle anderen Überlegungen kann man sich mehr oder weniger sparen, denn nichts wird unsere freiheitliche Lebensweise retten können, wenn diese Grundlagen implodieren“.
Im Umkehrschluss gedeutet dies, die Zerstörer der Industrie, vulgo Klimaretter, sind Demokratiefeinde. Für die Meisten nicht überraschend. Aber selbstverständlich ist der Niedergang der Wirtschaft dem Iran Krieg geschuldet und nicht der Kompetenz unserer Super-Regierung. Das hat ja beim Ukraine-Krieg auch gut geklappt Der böse Putin hat kein Gas mehr geliefert. Dass die Grünen kein Gas mehr wollten — geschenkt. Wen meint der Autor mit Extremen?

Gerhard Weißenberger | Sa., 21. März 2026 - 12:52

Herr Kubicki, der Umfaller par excellence zu Ampelzeiten, fordert vom Leser die Demokratie zu retten. Frau v,d, Leyen ist derweil dabei, die
EU mit Grean Deal und Angstkommunikation
von Klimawandel und Treibhausgasen zu
ruinieren. wobei der Ministerrat voll mit der
Ukrainerettung beschäftigt ist.
Trump beschimpft sie als Feiglinge, weil sie
Angst um ihre paar unversehrten Schiffchen
haben. Aber er weiß, die Angst sitzt tiefer.
Sie alle haben Angst vor den zugewanderten
Muslimen. Herr Kubicki könnte sich mal damit beschäftigen..

C. Schnörr | Sa., 21. März 2026 - 13:20

Herr Kubicki, Ihr Artikel bringt es auf den Punkt. Da Ihnen vermutlich der direkte Zugang nicht verwehrt sein dürfte: Bitte drucken Sie den Artikel aus und nageln sie ihn Herrn Merz auf sein dickes Brett vor dem Kopf.

Armin Latell | Sa., 21. März 2026 - 16:18

dass die "Klimaneutralität" als Teil des Preises für die Kanzlerschaft Merz ins Grundgesetz geschrieben wurde? Fossile Energien sind des Teufels, nur Sonne und Wind schicken keine Rechnung, warum also Schiefergas? Die Welt führt Krieg um fossile Energien, Dummland nur für Verbrecher in der Ukraine.

A. Rusch | So., 22. März 2026 - 06:42

...aber lieber Herr Kubicki, Sie haben als Teil der FDP Fraktion im Bundestag was genau getan, um dies alles anders zu gestalten? Damals wurden die hauptsächlichen Gesetzesgrundlagen gelegt. Jeder hat gewusst, wohin das führen dürfte. Wo war da die FDP? Umgefallen ist sie, Posten und Regierungsbeteiligung waren wie üblich wichtiger. Leider war das Ihre letzte Chance. Die FDP hat sich selbst verbrannt. Es gibt keinen ersichtlichen Grund zu glauben, dass es -schon gar nicht mit der jetzigen Führung- nächstes Mal anders wäre.

Angelika Sehnert | So., 22. März 2026 - 09:34

Dereinst werden Historiker verzweifelt redundante Artikel wie den Ihren lesen und sich fragen, warum es dennoch zum Kollaps des westlichen Abendlandes gekommen ist.
Es gab noch nie eine Zivilisation, die freiwillig ihre erfolgreichste, dem Menschen dienlichste Maschine verboten hat und dabei nicht einmal ein gleichwertiges Produkt selbst im Angebot hatte! Warum? Der menschengemachte Klimawandel und die paranoide Angst davor entpuppt sich nach und nach als das, was es immer war: ein Instrument zur sozialistischen Umgestaltung der Wirtschaft. Staatliche Regulierungen, Interventionen und vor allem Milliarden Subventionen haben nur ein Ergebnis: kurzfristig eine Umverteilung von unten nach oben, eAuto ,Solaranlage und Investitionsgewinne aus WK- Anlagen für das grünwählende Shitbürgertum haben die Menschen bezahlt, deren Arbeitsplätze langfristig wegen Deindustrialisierung wegfallen. Wer Grundkenntnisse in Ökonomie hatte und anwenden konnte wusste: Energie ist die Grundlage der Wirtschaft

Angelika Sehnert | So., 22. März 2026 - 09:52

Reichlich vorhandene, preiswerte Energie war seit Beginn der Menschheit die Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens. Knappe Energie, knappe Ressourcen führten unweigerlich zu wirtschaftlichen Problemen. Diese Grundbedingung wurde von Linken seit 40 Jahren nicht nur in Frage gestellt, sondern auch erfolgreich außer Kraft gesetzt. Und das ist, wie Clemens Fuest nüchtern feststellte, nun mal so.
Glauben Sie im Ernst Herr Kubicki, dass die Möglichkeit innerhalb von 18 Monaten 30% des Gasbedarfs aus heimischen Vorkommen zu decken, Wirklichkeit wird? Unterschätzen Sie da nicht die staatlich finanzierte Kampagnenfähigkeit des linken Milieus? Die Feigheit der Politiker? Schon eine dringend notwendige Bahnstrecke durch den eigenen Wahlkreis hat ein amtierender Minister verhindert. Gasförderung im Wahlkreis? Niemals!
Es ist das ganz große historische Versagen des Bürgertums,auch und gerade der FDP, dass man die Gefahr der linken Ideologie nicht hat erkennen wollen und sich ihr sogar ergeben hat.

Angelika Sehnert | So., 22. März 2026 - 10:16

Gut möglich, dass die Demokratie fallen wird, die Fallhöhe ist ja jetzt schon nicht mehr besonders hoch. Wenn jetzt durch den nicht mehr aufzuhaltenden wirtschaftlichen Niedergang auch noch offen ausgetragen Verteilungskämpfe hinzu kommen, dann werden wir französische Verhältnisse haben. Denn Deindustralierung bedeutet ja Steuerausfälle mit fatalen Folgen für den Staatshaushalt. Steuererhöhungen, die sicher kommen, helfen nur noch temporär. Endlos Schulden machen geht auch nicht, schon jetzt konnten 10jährige Anleihen nicht vollständig platziert werden.
Eine radikale Umkehr ist mit dem derzeitigen Personal in der bestehenden Konstellation nicht denkbar.
Vor dem Hintergrund der geopolitischen Umwälzungen und der Blockade durch die EU -Bürokratie sind die Aussichten mehr als düster. Eine Evaluation des Frackingverbots hilft da auch nicht mehr. Es wird nur deutlich, wie sehr uns linksgrüne Ideologen gefesselt haben und wir uns wider besseres Wissen haben fesseln lassen.

Gisela Hachenberg | So., 22. März 2026 - 10:41

Antwort auf von Angelika Sehnert

Chapeau, liebe Frau Sehnert! Ihre 3 Kommentare sind lesenswert, auf den Punkt! Ich unterschreibe jeden Ihrer Sätze! Da muss man gar nichts mehr hinzufügen. Außer: Wir haben fertig. Ich sehe nicht, dass sich an der Situation, in der sich unser Land befindet, mit dieser Politikerkaste in nächster Zeit irgendetwas ändert. Danke für Ihren tollen Beitrag am sonnigen Frühlingsanfang. 🌞

Hans-Hasso Stamer | So., 22. März 2026 - 12:05

Das ist keine Nebenwirkung, sondern ein Kernpunkt der grünen Transformationsagenda, der sich alle Parteien samt EU - außer der AfD -unterworfen haben. Insofern braucht man sich nicht wundern, dass etwas, was kaputt gemacht werden soll, auch kaputt geht. Wirtschaftliche Zusammenhänge sind der grünen Denke sowieso fremd und auch Merz hat sich ja da, um es mal freundlich auszudrücken, nicht gerade hervorgetan.

Nein, das war so geplant und es funktioniert. Sozialistische Gleichmacherei unterstützt nicht die Schwächsten, sondern blockert die, die die Karren ziehen. Das ist mein Fazit aus meiner Tätigkeit in der sozialistischen Industrie.Diese Erkenntnis ist allerdings Sozialisten fremd.

Was jetzt passiert, war so geplant und es funktioniert. Dem Staat kann par definitionem das Geld nicht ausgehen, bei Bedarf wird es inflationiert. Das war 1923 und 1929 schon einmal der Fall.

Die Demokratie ist schon vorher den Bach runtergegangen. Was wir jetzt erleben, sind nur noch ein paar Zuckungen