Ein Teilnehmer (r) einer Infoveranstaltung zum G20-Gipfel in Hamburg (07.-08.07.2017) sowie OSZE-Gipfel (08.-09.12.2016) protestiert am 01.09.2016 in Hamburg auf dem Podium mit einem Pappschild mit der Aufschrift «Kein G20». Neben ihm steht der Staatsrat der Senatskanzlei, Wolfgang Schmidt (l).
Wolfgang Schmidt ist Denker und Lenker, Berater und Kritiker zugleich / picture alliance

G-20-Gipfel - Auf der anderen Seite

Wolfgang Schmidt ist Hamburgs „Außenminister“ in Berlin. Derzeit bereitet er den G-20-Gipfel vor und muss nicht nur Staatsgäste hofieren, sondern auch Kritiker besänftigen

Autoreninfo

Matthias Iken ist stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblatts.

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Wäre Wolfgang Schmidt 20 Jahre jünger, vermutlich stünde er auf der anderen Seite. Dann würde er nicht im Kontakt zu Regierungsvertretern aus aller Welt stehen, sondern den Widerstand planen. Nicht an der Agenda des wichtigsten Gipfels des Jahres mitarbeiten, sondern an Resolutionen für eine bessere Welt. Und er würde nicht für Staatsgäste ein Konzert in der Elbphilharmonie organisieren, sondern das Zeltlager der G-20-Gegner.

Aber wie wusste schon der Liedermacher Wolf Biermann: „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu.“ Wobei Schmidt nicht seine Ziele geändert hat, sondern nur die Wege dorthin. Der gebürtige Hamburger engagierte sich seit Schulzeiten in der Dritte-Welt-Arbeit, als 19-Jähriger trat er den Jusos bei. Seit 2011, dem Wahlsieg der SPD in Hamburg, ist der Vater zweier Töchter Bevollmächtigter der Stadt Hamburg beim Bund, bei der EU und für Auswärtige Angelegenheiten. Das klingt sperrig, meint aber nicht mehr als „Hamburgs Außenminister“. Schmidt ist durch die Institutionen marschiert – und schreitet dabei Seit an Seit mit Olaf Scholz, Hamburgs Bürgermeister. 

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