Bärbel Bas

Friedrich Merz und sein illoyaler Koalitionspartner - Die SPD und der „Bullshit“-Kanzler

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat den Bundeskanzler mit ihrem „Bullshit“-Vorwurf öffentlich brüskiert, ob beabsichtigt oder nicht. Indem Friedrich Merz nicht direkt auf den Tisch haut, vermittelt er den Eindruck, dass er sich von der SPD auf der Nase herumtanzen lässt.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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„Ich lege solche Worte nicht auf die Goldwaage“, erklärte Friedrich Merz am Wochenende im beschaulichen Münster. Offiziell war es der Antrittsbesuch des neuen Bundeskanzlers in Nordrhein-Westfalen. Tatsächlich war es gemeinsam mit CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst auch eine Wahlkampfveranstaltung für die anstehenden Kommunalwahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik. Diese finden am 14. September statt.

Während in Lippstadt rund 1200 Menschen gegen eine Veranstaltung der AfD demonstrierten und in Köln mehr als doppelt so viele für den Ausbau des Stadions des 1. FC Köln – ein Schelm, wer hier Anhaltspunkte für die Prioritätensetzung der einfachen Bevölkerung erkennen will –, standen im historischen Friedenssaal des Münsteraner Rathauses Merz und Wüst dann auch den Journalisten Rede und Antwort.

Eine Frage lautete, wie es Merz mit dem Begriff „Bullshit“ hält. Konkret damit, dass Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) genau dieses Wort nutzte, um – so wurde das hinterher jedenfalls breit interpretiert – Merz während eines Auftritts bei den Jusos eine, sagen wir, rhetorische Nackenschelle zu verpassen, ohne seinen Namen zu nennen. „Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse“, findet der Bundeskanzler nämlich, und fordert deshalb unter anderem Einsparungen beim Bürgergeld. Die Arbeitsministerin wiederum, so der Eindruck, hält die Debatte über die sozialen Sicherungssysteme für überspitzt. Oder in ihren Worten: für „Bullshit“.

Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Nun steht außer Frage, dass man in der Bewertung der Relevanz gewisser Debatten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. In NRW zum Beispiel hat gerade ein breites Parteienbündnis unter Ausschluss der AfD beschlossen, im Kommunalwahlkampf nicht über die negativen Seiten der Migration zu sprechen. Also wirklich gar nicht, nicht nur etwas weniger. Und während Merz der Meinung ist, man müsse über weitgehende Reformen beim Sozialsystem sprechen, darf eine Arbeitsministerin auch der Meinung sein, dass man darüber nicht sprechen sollte. Nach dem Motto: Weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen!

Dabei sollte mittlerweile wirklich jeder im Land mitbekommen haben, dass sich die Bundesrepublik ihren aufgeblähten Sozialstaat der Jetztzeit nicht auf immer und ewig wird leisten können. Der ist mit 1,3 Billionen Euro jährlich, also mit allem Drum und Dran, aber nicht nur wahnsinnig teuer. Er offenbart auch den Irrsinn der deutschen Migrationspolitik in Euro. Rund die Hälfte der Bürgergeldempfänger sind Ausländer. Hinzu kommen jene Empfänger mit deutschem Pass, die in den vergangenen Jahrzehnten zugewandert oder Migranten in zweiter oder dritter Generation sind. Politisch unkorrekt formuliert: Das Bürgergeld ist eine Leistung, von der vor allem arbeitslose Migranten profitieren. Also jene angeblichen künftigen Fachkräfte, die unsere Rentenkassen füllen werden (DIW-Chef Marcel Fratzscher).

Kein Respekt vor dem Kanzler

Gesprächsbedarf gäbe es also mehr als genug beim Thema Sozialstaat – und jede Menge Druck obendrein, hier drängende Reformen anzustoßen. Doch weil die SPD gerade erst ihr Hartz-IV-Trauma überwunden hat und deshalb nicht zum Prinzip „Fordern und Fördern“ zurückkehren will, das sich eigentlich sehr gut in eine Reform des Bürgergeldes hin zu einer Grundsicherung im Wortsinn implementieren ließe, stellen sich die Sozialdemokraten tendenziell stur. Allen voran Bärbel Bas, die beschlossen hat, die eigenen Jusos bloß nicht zu sehr mit der Realität zu konfrontieren, sondern nur ein bisschen. Sondern auch, Friedrich Merz und der bundesdeutschen Öffentlichkeit einen Anlass zu geben, zu glauben, dass ihr Respekt vor dem Bundeskanzler und dessen Worten gen null tendiert.  

Zweifel sind gleichwohl angebracht, dass Bas damit die einzige Sozialdemokratin wäre, auf die sich Friedrich Merz trotz des gemeinsamen Regierungsbündnisses nicht verlassen kann. Wenigstens derart, dass sie den Bundeskanzler nicht öffentlich brüskiert, was ja das Mindeste für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wäre. Auch Lars Klingbeil macht nicht den Eindruck, als ob er sich vor Amt und Würden des Bundeskanzlers sonderlich fürchten würde. Geradezu gönnerhaft sagte er gerade im Interview im „Bericht aus Berlin“, dass er „gespannt“ sei, welche Ideen der Bundeskanzler habe, „um eine 30-Milliarden-Lücke zu schließen“.

Und die Vorstellung drängt sich auf, wie der amtierende Bundeskanzler vor dem Detlef-Rohwedder-Haus in der Berliner Wilhelmstraße, dem Hauptsitz des Bundesfinanzministeriums, höflich um Audienz beim amtierenden Bundesfinanzminister bittet. Mit dabei ein Stapel Ideen – und ein Herz voller Hoffnung, dass ihm Lars Klingbeil auch Eintritt gewähren möge. Vorausgesetzt freilich, dass Bärbel Bas nicht vorher schon feststellt, dass Merz’ Ideen „Bullshit“ sind – und den Bundeskanzler höchstpersönlich zurückschickt an den Schreibtisch. Dorthin, wo er dann irgendwas mit Steuererhöhungen ausarbeiten darf, das der SPD auch gefällt. Und den Jusos obendrein.

Führungsstärke sieht anders aus

Aber Fantasie beiseite. Die Realität ist nämlich nicht viel besser, jedenfalls aus Sicht der Union und ihrer Wähler. Denn nicht nur versucht die SPD offenbar gerade, dem Bundeskanzler auf der Nase herumzutanzen. Womöglich, um im Buhlen um jene Wähler, die mittlerweile zur deutschen Islamo-Gauchisme-Partei namens Die Linke übergelaufen sind, durch linkspopulistische Neiddebatten und öffentliche Brüskierungen des CDU/CSU-Kanzlers zurückzugewinnen. Nein, der CDU-Chef selbst hält es nicht einmal für nötig, im Gegenzug Frau Bas und Genossen ordentlich den Marsch zu blasen. Und sei es nur, um den Eindruck zu vermeiden, er würde sich von der SPD auf der Nase herumtanzen lassen. 

Womit sich selbstredend die Frage stellt, warum Merz nicht in die Gegenoffensive geht – und seinen Platz als Platzhirsch (zumindest auf dem Papier) behauptet? Denn Führungsstärke sieht wirklich anders aus, finden nicht nur Wähler der Union. Sondern auch all diejenigen, die der Meinung sind, dass eine SPD mit derzeitigen Umfragewerten zwischen 13 und 15 Prozent überhaupt keine Begründung liefern kann, warum ausgerechnet sie das Zugpferd dieser Regierungskoalition sein sollte.

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Markus Michaelis | Di., 2. September 2025 - 15:28

Schwierig zu beurteilen, was, im Sinne einer konservativen Politik besser wäre: einerseits klassisch politisch, seinen Führungsanspruch durch Platzhirschverhalten öffentlich sichtbar und gehofft auch öffentlich wirksam vertreten.

Andererseits kann es auch besser wirken, die SPD ungebremst und öffentlich sichtbar für DIE Menschheit, ALLE Schwachen, DIE soziale und sonstige Gerechtigkeit etc. eintreten zu lassen.

Ich tendiere dazu, dass in der heutigen Situation letztere Wahl die bessere ist. Der Platzhirsch sammelt Gefolgschaft, um mit der daraus entstehenden Macht Dinge durchzusetzen, die dann von alleine Bestätigung und Fakten schaffen.

Deutschland funktioniert aber nicht mehr so gut, die Bevölkerung ist sich in allem uneinig, sehr hohe und gegensätzliche Erwartungen werden immer enttäuscht. Der Platzhirsch läuft da etwas gegen eine Wand des Misslingens, relativ zu den Erwartungen.

Dann doch lieber die menschheitsvertretende SPD offen sichtbar vor der Realität stehen lassen?

Einig sind wir, dass in einer Demokratie die „Mehrheitsmeinung“ zum Tragen kommen sollte.
Legt man die ideologischen Scheuklappen ab, & sieht auf die Programme aller Parteien stellt man fest, das die Merz CDU wesentliche Elemente zur Migration & inneren Sicherheit und dem Sozialstaat übernommen hat. Grundsätzlich erkennen beide Parteien den aufgelaufenen Reformstau im Land UND der EU an.
Die außenpolitischen Gegensätze gegenüber Rußland sind vorhanden aber auflösbar. Zieht man einen Strich darunter, haben Union & AfD die meisten „Schnittmengen“ bedingt durch Herkunft & Wählerschaft ….. größtenteils a d Union !
Auch verfügen Union & AfD über eine satte Mehrheit von 50% gegenüber dem linken Block mit SPD 15% Rot & Grün 11% = 37% I d Summe.
Im Übrigen stammt der Beschluss der Brandmauer uns einer Zeit, als die AfD weit unter 10% lag und alle glaubten nicht an den Erfolg dieser Partei bzw. die Unfähigkeit der etablierten Parteien.
Mit freundl.Gruß a d Erfurter Republik

Maria Arenz | Di., 2. September 2025 - 15:35

Eine selbst wahrlich nicht als Modell für "Maß halten" übergewichtige Frau , die- schaut man sich ihren CV an- nur per Quote via Netzwerk linker SPD-Flügel- Gewerkschaft dahingekommen ist, wo sie jetzt als Ministerin groben Unfug treiben darf, die von der Materie ihrer Ressorts nicht die geringste Ahnung hat, und durch ihre Sachaussagen zum Thema Rente begründete Zweifel an ihrer Beherrschung des einfachen Dreisatzes weckt, beschimpft den Kanzler öffentlich als Bullen der Sch...von sich gibt und wird nicht hochkant rausgeschmissen. Nein, der durch eine bürgerliche Erziehung deformierte Kanzler und seine Paladine schweigen vornehm dazu. Wer sich von der SPD nach all den Frechheiten seit Februar auch das noch gefallen lässt, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihn dann wirklich gar keiner mehr ernst nimmt.

Ingofrank | Di., 2. September 2025 - 15:48

haben ?
Durch sein Versprechen die Brandmauer weiter wie eine Monstranz vor sich und seiner Partei zu tragen, ist das, dass absolute unverrückbare Versprechen der Union, mit der SPD auf deren „Lebenszeit“ zusammen zu arbeiten !
Merz und die CDU stehen im Korsett, gefesselt & geknebelt 1 m vom Marterpfahl entfernt. Bei kleinster Bewegung Richtung blau geht das Gezetere der rot grünen und dunkelroten Indianer- Genossen los, die Merzens Skalp fordern inkl. der Gazetten u d ÖRR.
Und das weiß die SPD ganz genau, dass sie sich eine nach der anderen Frechheit heraus nehmen kann, ohne das ihr in der GroKo auch nur ein Haar gekrümmt wird.
Das weiß natürlich auch Merz, das das herumtanzen der Genossen auf seiner „langen“ Nase genau der Preis ist, den er gegenüber der SPD als „Außen- Kanzler“ bezahlen muss, um im Amt, auf Gedeih & Verderb zu Lasten der CDU, bleiben darf. Mitleid ? Nicht von mir !
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

A. Brand | Di., 2. September 2025 - 16:10

dass er sich von der SPD auf der Nase herumtanzen lässt“

Ist das Ihr Ernst Herr Krischke?

Merz „vermittelt“ diesen Eindruck seit dem er großmündig und medial wirksam ankündigte nicht mit der AfD zu kooperieren.

Jeder der 1+1 zusammen zählen kann, wußte was das bedeutet, die Union ist zu 100% vom Wohlwollen der Grünen, der SPD und der Linken abhängig!

Und weil der feige Fritze das verstanden hat, der feige aber eitle Fritze Kanzler bleiben will, weil er ja so gerne im Rampenlicht steht wo er inhaltsleere aber markig klingende Worthülsen absondern kann und alle ihn dafür bewundern, wird er alles tun, was die SPD von ihm verlangt, und er wird alles vermeiden, was zu Streit mit der SPD führt.

Die SPD kann machen, was sie will und genau das macht sie unter ihrem Schattenkanzler „Lars“ seit dem Beginn der Koalitionsverhandlungen!

Das Einzige, was zur Ehescheidung (und zur Rettung Deutschlands) führen könnte, wäre eine Meuterei in der Union, die aber zeichnet sich leider nicht ab.

Heidemarie Heim | Di., 2. September 2025 - 16:11

Bin ja ganz bei Ihnen lieber Herr Krischke! Doch wenn schon das Takt vorgeben nicht funktioniert, wie soll er da eine ordentliche Marschformation anführen bzw. die Kommandogewalt darüber behalten? Und außerdem war es doch immer schon so, dass wenn die Katze, in dem Fall der Kater;) auswärts Politik betreibt, tanzen die zurückgebliebenen Mäuse auf` m Tisch. Zumal der Käse bezüglich Nasenringe und Manege schon lange gegessen, und auch für die diese bizarren Zusammenschlüsse von Parteien, die sich wie Hund und Katz verstehen betrachtenden Bürger u. Wähler ist es doch schon fast zur Gewohnheit geworden. Unter der Ampel haben sich halt 3 gezofft, nun dissen sich angesichts der wachsenden Konkurrenz nur noch 2 um die letzte Patrone in der eigens errichteten Wagenburg, aus der es durch Brandmaurerei kein Entkommen gibt. Insbesondere den Unionisten schwant es immer mehr, auf was sie sich da eingelassen haben. Denn ein Marsch ist hervorragend gelungen! Nämlich DER durch alle Institutionen! MfG

Thomas Veit | Di., 2. September 2025 - 16:16

auf der Nase herumtanzen lässt." 🤣

Sorry, Herr Krischke, jeder/jede weiß dass das so ist... ... - in unserem Politik-Kasperletheater.

Er vermittelt NICHT den Eindruck..., er bestätigt es höchstens, zum wiederholten Male... ...

Rainer Mrochen | Di., 2. September 2025 - 16:30

Als aufrechter und steuerzahlender Bürger treibt einem diese kleine und miese Koalitionsveranstaltung den Angstschweiss auf die Stirn. Mir ist es vollkommen egal ob Merz die Reissleine früh, spät oder gar nicht zieht. Die Konsequenzen aus diesem Fehlverhalten kommen mit Sicherheit. In einer Demokratie gibt es keine Alternativlosigkeit. Im Gegenteil. Die Alternative ist ein Wesensmerkmal der Demokratie weil sie eben auch andere Möglichkeiten zulässt und zwar solche, die in ihrem überwiegenden Volkswillen, zum Ausdruck kommen. Alternativlos ist ein Herrschaftssystem das in seinen Grundzügen, wie bereits zu sehen, die angeblichen "UnsereDemokratie" Verteidiger zur Anwendung bringen. Das ist an Neofeudalismus dichter als an Demokratie. Er hat sich also mit Sozen ins Bett gelegt mit linken und grünen paktiert um Kanzler zu werden um im Zeugungsakt das Volk zu belügen. Dennoch, auch er wird in die Geschichte eingehen als einer der an dieser Untergangsstory mitschrieb.

Thomas Veit | Di., 2. September 2025 - 16:58

den Eindruck, dass man dort in der vollklimatisierten Bubble sitzt und keine(r) sich traut das Fenster auf zu machen - damit die Realität nicht hereinkommt... ...

Hat ja auch lange irgendwie so relativ gut funktioniert, für die Postenerheischer:innen von der SPD in den verschiedensten großen und kleinen Koalitionen der letzten 20+ Jahre.

Aber ob das mit 13-15% auch noch funktioniert..., wenn dann vielleicht mal das fest gemauerte Erpressungspotential gegenüber der Union wegfällt... ...?? 🤔

Ingofrank | Di., 2. September 2025 - 17:15

Nun, ich weiß nicht ob uns dieser Tenor von der Presse & den Meinungsmachern im ÖRR nur eingeredet wird. Ich sehe das komplett anders.
Läßt man mal das „völkische“ von wirklich wenigen AfD lern weg, legt die Parteiprogramme von CDU, CSU & AfD nebeneinander, muss wenn man keine Scheuklappen auf hat feststellen, dass alle drei Parteien doch mehr gemeinsame „Schnittmengen“ haben als gedacht.
Man sollte sich ehrlich machen, letztendlich hat sich die AfD doch von der CDU „abgespalten“ sicherlich € und Migrations- kritisch aber letztlich mit der konservativen Kernkompetenz einer CDU CSU vergangener Jahre. Auch sollte bedacht werden, dass der Schwenk Merkels hin zu Grün Rot nicht dem Land sondern ihrem Machterhalt diente.
Macht man nun einen Strich unter alles, kommen Union & AfD auf satte 50% mit der sich „sorglos“ regiert werden könnte und die erforderlichen Reformen angegangen werden.
Demgegenüber stehen mit 11 % Grüne 15% SPD und 11% der SED Erben

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 2. September 2025 - 17:23

ich dachte, dass Merz auch dafür bekannt ist, manchmal direkt und geradezu zu formulieren, in etwa "Paschas"?
Bei allem Respekt vor Herrn Merz Fähigkeiten, bin ich sozialpolitisch doch sehr für die Expertise der SPD.
Gibt es nicht bald hohe Summen, die vererbt werden?
Mit ein bisschen Geschick und evtl. einem Ende der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine wird doch wieder mehr möglich?

Hans Jürgen Wienroth | Di., 2. September 2025 - 19:36

Hat nicht auch die schreibende Zunft einen Anteil am Zustand der KleiKo, indem sie in großen Teilen die Neiddebatte anschiebt und die Umverteilung seitens einer Staatswirtschaft huldigt? Aber der Autor hat recht, es gäbe für Merz keinen Grund vor dem Koalitionspartner zu kuschen. Er ist gewählt und es braucht eine Mehrheit, um ihn gegen seinen Willen abzuwählen. Weder seiner CDU noch SPD oder Grünen könnte im Moment eine Neuwahl des Bundestags gelegen kommen, nimmt man die Umfragen als Indikator.

Er könnte also dem Koalitionspartner entweder mit einer Minderheitsregierung oder einer Koalition mit den Blauen drohen. Bis zur regulären Neuwahl hätte sich entweder der Aufruhr gelegt, die das erzeugte, oder sie scheitert und das Experiment würde die AfD marginalisieren. Beides müsste einer Union als Hüter des Konservatismus Stimmen bringen.

Warum also lässt der Kanzler die linksextreme SPD so viele Punkte machen? Der Wähler will doch (scheinbar) mit Mehrheit eine andere Politik.

Stefan | Di., 2. September 2025 - 20:23

Wer jetzt wen des Bullshit bezeichnet ist ja auch irgendwo egal bei einer Koalition deren gesamtes Wirken irgendwie an Bullshit erinnert.
Da geben sich beide Koalitionspartner nichts.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 3. September 2025 - 09:32

*Indem Friedrich Merz nicht direkt auf den Tisch haut, vermittelt er den Eindruck, dass er sich von der SPD auf der Nase herumtanzen lässt. * Und genau das tut die SPD, so wie auch alle anderen Parteien der sog. *demokratischen Mitte*. Merz hätte die Dame entlassen, mindestens aber mal öffentlich rügen müssen, besser noch hinter den Kulissen zum Rücktritt zwingen müssen. Mehr geht doch nicht öffentlich einen Kanzler herabzuwürdigen. Überhaupt? Ist das nicht schon Majestätsbeleidigung? Hätte Habeck Frau Bas dafür angezeigt? Aber eigentlich läuft es doch für die AFD prima. Die SPD und Merz selber zerbröseln den Kanzler und der läßt es mit sich machen. Und auch wenn in NRW *nur* Kommunalwahlen sind. Die Bundespolitik wird auch bei solchen Wahlen inzwischen knallhart mit beurteilt, egal was die Wahlforscher alles sagen. Und da Merzel ohnehin kaum noch Zuspruch hat, wird das unter dem Strich natürlich auch der UNION und der SPD Schaden. Und wieder kostenlose Wahlkampfhilfe für die AFD.

Peter William | Mi., 3. September 2025 - 09:43

Friedrich Merz wird sich halt mal entscheiden müssen ob er die Fußstapfen von Angela Merkel verlässt oder weitertrottet, im Moment ist er nur die zweitbeste Bundeskanzlerin die die BRD je hatte.

Andreas Peters | Mi., 3. September 2025 - 10:41

von Friedrich Merz erwartet haben. Aber einen derart schwachen Kanzler, der zu Hause alles liegen läßt und sich im Ausland Bestätigung sucht, hatten sie sich wohl nicht vorgestellt. Nachdem die SPD nun komplett nach ihrem eigenen Programm regiert, dachte sie sich wohl die Zeit ist reif, um Merz auch öffentlich zu zerlegen. An der Stelle sind wir jetzt. Und es ist nicht mal schade um Merz, sondern Ergebnis seines eigenen Tuns und Nichttuns. Bravo Friedrich, alerta nicht vergessen.

Urban Will | Mi., 3. September 2025 - 11:14

gestellte indirekte Frage, ob man bei den Sozen noch Respekt vor diesem Fritzchen hat, nicht wirklich ernst gemeint haben. Sie sind doch Profi.
Wenn überhaupt noch ein Funkten Rest-Verstand bei den Sozen da ist, dann der, dass man diesen Geck nicht wirklich ernst nehmen kann und darf. Sprich: es ist vollkommen klar, wer in dieser „Koalition“ das Sagen hat.

Und so machen sie halt, was sie wollen. Das mit der Richterin werden sie den Schwarzen eh nie verzeihen. Die kleinen Buben und Mädels der Roten dulden nämlich keinen Gegenwind. Das ist dann entweder „gegen unsere Demokratie“ oder halt gleich "Nazi".

Fazit: die gefährlichste Partei Deutschlands ist mittlerweile die außer Rand und Band geratene SPD, die werden das Land mit Hurra an die Wand fahren, die werden nach der hyper Verschuldung noch eine massive Steuererhöhung fordern und der Geck wird sich vor ihnen in den Dreck werfen. Für seinen Thron. Finis Germania.
Es liegt am Schlaf-Michel, wie lange er das noch duldet.