Kenia
Ein Gärtnerei-Projekt der GIZ in Kakuma (Kenia) / picture alliance / Caro | Trappe

FDP-Landeschef Henning Höne - „Wir müssen Entwicklungshilfe an Dinge koppeln, die uns wichtig sind“

Der nordrhein-westfälische Staatskanzleichef Nathanael Liminski will Entwicklungshilfe mit neuen Schulden finanzieren. FDP-Landeschef Henning Höne fordert im Cicero-Interview stattdessen eine grundlegende Reform im Sinne von Effizienz und deutschen Interessen.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Sein aktuelles Buch: „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ ist im März 2026 erschienen. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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Henning Höne ist Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westalen.

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Ingo Frank | Mo., 31. August 2026 - 14:41

koppeln ?
Da wäre ich sehr dafür !
Jegliche Entwicklungshilfe sofort einstellen und die eingesparten Mitte dem deutschen Volk vollständig als Entlastung z.B. in der Abschaffung der CO2 Steuer zur Verfügung zu stellen.
Das, genau das, sollten die Interessen Deutschlands, der deutschen Regierung sein ! Sind sie aber nicht, im Gegenteil wie zu lesen ist. Schulden aufnehmen statt zu sparen und den Haushalt zu konsultieren.Diese„Handwerkzeuge“ MfG a d Erf. Republik

Ernst-Günther Konrad | Mo., 31. August 2026 - 16:19

So langsam schwillt mir der Kamm. Ständig lese ich im Cicero irgendwelche Artikel von No-Names der FDP, die sich scheinbar bekannt machen wollen. Die Themen sind inzwischen vorhersehbar. Immer Kritik an der UNION, das ist ja nun nicht schwer und dann irgendwelche Forderungen oder Aussagen, die auch aus einem AFD-Programm stammen könnten. Wo ward ihr den vorher? Und eine klar Haltung wäre mal, das Entwicklungshilfeministerium abzuschaffen. So ist das für mich nur alles Wischi Waschi.

Angelika Sehnert | Mo., 31. August 2026 - 16:37

Die Entwicklungshilfe, so wie die bisher betrieben wurde, ist ein Mahnmal des Scheiterns, vor allem in Afrika. Es wurden Billionen von Dollar in den letzten 50 Jahren verbraten und die Landwirtschaft sieht heute noch weitgehend so aus wie auf dem Bild: Frauen schleppen Wasser in Gießkannen um gerade mal die Lebensmittel für die eigene Familie ernten zu können. Billige Importe aus Europa und kostenlose Hilfsgüter, dazu Zollschranken verhindern jede marktwirtschaftliche Entwicklung. Frankreich hält nach wie vor koloniale Strukturen aufrecht, etwa mit der Währungsbindung an den Euro, was Abwertung unmöglich macht und Exportgüter teuer. Profitiert habrnvüberwiegend kleine, urbane Minderheiten, westlich gebildet, der Rest der afrikanischen Landbevölkerung hat nicht mal Zugang zu rudimentärer Bildung und zu einem Basis- Gesundheitswesen. Hinzu kommt die schlechte Sicherheitslage in vielen Ländern wegen ethnischer und religiöser Konflikte. Es gibt positive Beispiele, aber die sind selten.