- Die Queer-Theorie ist nicht liberal
Jeder Mensch hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Diese liberale Haltung wurde in den zurückliegenden Jahren immer mehr als Einfallstor für dezidiert illiberale Ideologien genutzt. Zum Beispiel die Queer-Ideologie, die damit besonders erfolgreich war.
Ich bin Liberaler. Für mich steht der Mensch im Mittelpunkt – nicht als Teil einer Gruppe, nicht als Objekt gesellschaftlicher Zuschreibungen, sondern als freies Individuum mit unveräußerlicher Würde. Jeder Mensch hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Wen er liebt, woher er kommt oder wie er lebt, ist dabei unerheblich. Entscheidend ist allein, ob er diese Freiheit und Würde auch seinen Mitmenschen zugesteht.
Wer den Menschen ernst nimmt, kann gar nicht anders, als individualistisch zu denken. Liberalismus ist keine Ideologie der Gleichmacherei, sondern der Unterschiedlichkeit. Er schützt vor moralischem Größenwahn und misstraut allen, die meinen, ihre Weltbilder anderen aufzwingen zu dürfen – ob von konservativer oder sozialistischer Seite. Moral gehört ins Private, nicht ins Recht. Der liberale Staat urteilt nicht über Lebensentwürfe.
So kommentierte der liberale Politiker Ralf Dahrendorf 1968 die tobende Debatte um die Entkriminalisierung der Homosexualität, indem er darauf hinwies, dass „die Intoleranz gegenüber dem Anderen, also die durchgängige Orientierung an einer sogenannten Normalfigur, eines der traurigsten Kapitel der deutschen Geschichte“ darstelle.
Der grüne Bürgerrechtsflügel ist mausetot
Diese liberale Haltung wurde in den zurückliegenden Jahren immer mehr als Einfallstor dezidiert illiberaler Ideologien in (teil-)liberale Milieus genutzt. Ein Beispiel sind hier sicherlich die Grünen. Sie hatten in der Vergangenheit eine nennenswerte Bürgerrechtsströmung – ein Feld, in dem sie am ehesten natürliche Allianzen mit der FDP verbanden.
Damit ist es spätestens seit Corona vorbei, als die Grünen sich – quasi der Zero-Covid-Ideologie in ihren unterschiedlichen Spielarten unterwerfend – zur Speerspitze der Bewegung für einen überwachenden und drangsalierenden Staat machten. Und das mit hohem moralischem Sendungsbewusstsein. Ihr Bürgerrechtsflügel ist spätestens seither mausetot.
Die illiberale Denkschule, die ihre Unterwanderungsbestrebungen bisher am erfolgreichsten umsetzen konnte, ist sicherlich die sogenannte Queer-Theorie. Ihr Erfolg beruht nicht auf intellektueller Stärke, sondern auf Anschlussfähigkeit und Unschärfe. Sie gilt manchen als liberal, ist es aber nicht. Im Gegenteil: Sie stellt die Grundannahmen des Liberalismus infrage.
Geschlechter- und Sexualfragen
Ihre zentrale Botschaft lautet: Der Mensch ist nicht frei, sondern Produkt seiner Umstände. Verantwortung wird relativiert, Individualität dekonstruiert. Das ist kein Fortschritt – das ist ein Rückschritt hinter die Errungenschaften der Aufklärung. Dass ausgerechnet Judith Butler als eine ihrer wichtigsten Stimmen den Liberalismus offen ablehnt, ist kein Zufall. Wer Freiheit für eine Illusion hält, kann mit Liberalismus nichts anfangen.
Die Unmenschlichkeit ihres Denkens zeigt Butler selbst auf, indem sie nach dem feigen und brutalen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ausführte, man dürfe das Ganze nicht „Terrorangriff“ oder „Angriff“ nennen. Vielmehr handle es sich um einen Akt „bewaffneten Widerstands“, da man den 7. Oktober nicht losgelöst von der palästinensischen Unterdrückung betrachten könne. So viel kühle Menschenverachtung muss man erst einmal aufbringen.
Aber Butlers eigentliches Thema in der Queer-Theorie dreht sich um Geschlechter- und Sexualfragen. Auch hier sei alles nur konstruiert. Die Schuld an der „Unterdrückung marginalisierter Gruppen“ wird auch hier zu gern dem liberalen Staats- und Wirtschaftswesen in die Schuhe geschoben. Echte Befreiung – so die radikalen Vertreter – bestehe nur in der Überwindung dieser Strukturen und damit der „Heteronormativität“. Das klingt alles sehr revolutionär und erinnert nicht zufällig an Klassenkampfrhetorik, denn es ist eine dezidiert linke Weltanschauung. Es geht also nicht um das Ringen um den besten Weg im bestehenden System, sondern um dessen Überwindung.
Das Gegenteil ist passiert
Das mussten auch die Veranstalter des Christopher Street Day in Berlin erfahren. Sie wollten Butler einen Toleranzpreis überreichen. Aber nachdem Renate Künast ihr Idol mit salbungsvollen Worten in ihrer Laudatio bedacht hatte, lehnte Butler den Preis ab. Der CSD in Berlin sei zu rassistisch, man beziehe die migrantische Perspektive nicht genug ein. Das hat angesichts der Absurdität des Vorwurfs etwas Komisches und ist gleichzeitig tragisch: Spätestens da hätte man sich von dieser Theorie und ihrer prominentesten Vertreterin lossagen müssen.
Das Gegenteil ist passiert. Butler gilt vielen – leider nicht zu Unrecht – als eine der einflussreichsten Philosophinnen unserer Zeit. Es ist eine Ideologie, die die Institutionen, die sie bekämpft, gekapert hat. In Köln gibt es sogar einen Masterstudiengang in „Gender und Queer Studies“.
Die Neudefinition und Umgestaltung der Sprache, die erklärtes Ziel der Queer-Theorie ist, greift allenthalben um sich. Und dabei kann niemand schlüssig erklären, was „queer“ überhaupt ist. Denn die ständige Neuinterpretation und Öffnung des Begriffs ist ebenso erklärtes Mittel dieser Theorie. Es ist ein Spiel, bei dem ständig die Spielregeln neu erfunden werden – mit fatalen Folgen für die Gruppen, die sich eigentlich angesprochen fühlen sollen.
Vorurteile gegen alle Gruppen
Man nehme nur als Beispiel die Gruppe der Intersexuellen. Bei ihnen geht es nicht um innere Verfasstheit, sondern um die Tatsache, dass sie keine eindeutigen Geschlechtsmerkmale entwickeln. Über Jahrzehnte wurden diese Menschen – oft schon unmittelbar nach der Geburt – mit kosmetischen Operationen traktiert, wobei „verstümmelt“ es eher trifft. Diese Operationen ohne Einverständnis der Betroffenen sind erst seit 2021 verboten.
Der Klage einer intersexuellen Person ist es zu verdanken, dass das Personenstandsrecht um die dritte Kategorie „divers“ erweitert wurde. Das hat rein gar nichts mit Homo- oder Transsexualität zu tun, aber fragen Sie einmal in Ihrem Bekanntenkreis, wer darum weiß. Vielmehr besteht der Eindruck in der Bevölkerung, es gehe bei den seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts mit dem Zusatz „m/w/d“ um Homo- oder Transsexuelle. Das verstärkt und befeuert Vorurteile – und zwar gegen alle Gruppen.
So etwas kommt davon, wenn man klar benennbare Sachverhalte aus vermeintlicher Toleranz nicht mehr klar benennt. Nicht nur das Individuum verschwimmt in der undefinierbaren Soße, sondern auch die Einzelgruppen. Das ist kein Kollateralschaden der Queer-Theorie, sondern ihr Ziel.
Erfolge der Queer-Theorie
Auch das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz muss man als „Erfolg“ der Queer-Theorie verstehen, denn es entkoppelt die Frage der Geschlechtlichkeit – ganz im Geiste dieser Theorie – vollständig von objektiven Tatsachen (die sowohl innerer als auch äußerer Natur sein können). Mit der aberwitzigen Folge, dass in unserem Personenstandswesen die Kategorie „Geschlecht“ keinerlei Aussagekraft mehr besitzt, da sie durch einfache Erklärung vor dem Standesamt jederzeit geändert werden kann. Es fehlt die tatsächliche Anknüpfung an jede Ernsthaftigkeit des Entschlusses. Dass man auch Jugendliche in den Anwendungsbereich einbezogen hat, halte ich zudem weiterhin für einen schweren Fehler.
Schlimm ist auch, dass durch die Erfolge der Queer-Theorie eine ebenso illiberale Gegenbewegung Zulauf bekommen hat. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes entwickelt sich eine ebenso menschen- wie freiheitsfeindliche Radikalität, die in jedem Anderssein nur noch Gefahren sieht. Zwischen diesen beiden Polen ist die liberale Weltsicht der eigentliche Verlierer, obwohl sie mit gesundem Menschenverstand und Menschlichkeit die überzeugendsten Antworten geben könnte.
Dafür muss sie sich aber von allen Versuchen der Vereinnahmung befreien. Sie muss ein Stoppschild setzen bei Sprach- und Denkverboten, die aus dem linken, queer-ideologischen Spektrum kommen. Liberale müssen Dinge beim Namen nennen – und wenn sie dafür beschimpft werden, müssen sie es umso lauter tun. Und der Liberalismus muss Antworten auf gesellschaftspolitische Fragen wieder aus sich selbst heraus entwickeln und sich nicht von außen, weder von links noch von rechts, diktieren lassen. Es geht um einen politischen Ansatz, der für den Menschen als Individuum kämpft – nicht als Teil einer von außen definierten Gruppe.
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Ist liberal. Der Anspruch auf eine besondere Deutungshoheit durch "queere" Minderheiten ist illiberal. Glücklicherweise wurde die Heraushebung und Bevorzugung von Minderheiten durch die Allgemeinheit noch nie goutiert und ist oft genug in das Gegenteil - Hass und Gewalt - umgeschlagen. Was die Absolventen von "Gender-Studies" angeht: Das ist die Klientel, die auf die steuerfinanzierten NGO's angewiesen ist. Oder sie brauchen das Geld nicht und können es sich leisten, einen der merkwürdigen Studiengänge zu belegen, mit denen die zahlreich dafür ausgestatteten Professuren geschaffen wurden. Ideokratie.
Wieviele solche gibt es in Deutschland? Ich kenne keinen Menschen, auf den die Definition zutrifft (dazu habe ich eine KI befragt). Wenn es sie gibt, heißt es nicht, dass man sie diskriminieren, verfolgen oder bestrafen muss. Im Gegensatz dazu aber auch, dass ich nicht ständig damit belästigt werden will, oder möglicherweise davon überzeugt werden will, dass das die besseren Menschen seien, der normale Mensch (in dieser Beziehung sicherlich 99,8%) gefälligst so werden soll. Das "sogenannte Selbstbestimmungsgesetz", wer hat's erfunden und juristisch durchgesetzt? Der normalen Mehrheitsgesellschaft soll das offensichtlich Widersinnige mit staatl. Gewalt aufoktroiert werden, der normale Menschenverstand verbogen, vergewaltigt werden, durch eine verschwindend geringe, eigentlich völlig unbedeutende Minderheit. Dieser kriminelle Akt gegen die Gesellschaft wird durch ebensolche Politiker massiv unterstützt, die der fdp sind da allerdings nicht mehr mit dabei.
es immer wieder versuchen müssen, Herr Kubicki. Der Kampf für den Liberalismus, genauer gesagt gegen den Untergang Ihrer Partei.
Eines aber vergessen Sie regelmäßig: Sie schreiben, das liberale Weltbild muss sich von der Vereinnahmung befreien. Stimmt. Aber warum nennen Sie nicht die Hauptursache der Vereinnahmung? Man darf Sektierer, also die Linksgrünen und all das Geschmeiß, das sie umgibt, also alle die, die sich hinter der Prgress-Pride-Flagge versammeln, nicht dafür verurteilen, dass sie ihre Ideologie durchboxen. Das machen Sektierer so. Man muss – wie oft muss man denn das noch hinschreiben – an die ran, die sie hofieren.
Es geht um die größte Zerstörerpartei in D, die sich nun anstellt, den das ausgeblutete Volk, das sie in noch die dagewesener Weise belogen hat, nun noch mit Steuererhöhungen zu traktieren, alles nur, weil man sich bedingungslos den Linksgrünen unterworfen hat.
Nennen Sie endlich die wahren Täter! Die CDU/CSU und deren irrsinnige Brandmauer!
in der allgemeinen Diskussion...? Der Artikel wirkt für mich ein bisschen 'wie aus der Zeit gefallen'...?
Könnte es eventuell vielleicht möglicherweise sein - rein hypothetisch! - dass Herr Kubicki hier einen 'Vorrats-Artikel' aus der Schreibtischschublade gezogen hat..., weil er tatsächlich zeitlich 300% eingespannt ist und am 'Neuen FDP-Parteiprogramm' und seiner (bahnbrechenden?) Parteitagsrede arbeitet... ...?? 🤔 😉
>> Rein hypothetisch gefragt... - selbstredend.
@Thomas Veit, damit liegen Sie ziemlich sicher richtig. Herr Kubicki ist offenbar zeitlich so eingespannt, dass er vergessen hat, welche Rolle sein Parteifreund Marco Buschmann bei diesem unsäglichen Selbstbestimmungsgesetz gespielt hat. Als Justizminister die entscheidende!
JETZT wird neu gestartet, die FDP!! 🚀
>> Buschmann... - WER bitte ist oder war das noch... ...? Kennen wir den...?? 🤔
/Ironie, leichte...
Jeder Mensch braucht ein Ziel im Leben, einen Sinn. Niemand soll/will ein sinnleeres Leben führen.
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Dieser Sinn wird nach außen in all den individuellen Überzeugungen sichtbar, die der Mensch in seiner jeweiligen Lebensführung zeigt. Als soziales Wesen übernimmt er viele Überzeugungen spontan und unreflektiert von seinen Eltern und von anderen Vorbildern, denen er begegnet, ohne sich selbst völlig im Klaren darüber zu sein.
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Als drittes gibt es Ideologien, theoretische Lehrgebäude (oder "Philosophien" oder "Religionen"), in denen einzelne Menschen in gewissem Umfang ihre eigenen Überzeugungen wiederentdecken können. Sie werden so zu Anhängern der jeweiligen Ideologie, und können als solche ihre persönlichen Überzeugungen quasi objektiv (oder überindividuell oder quasi rational) in der Terminologie ihrer Ideologie formulieren.
Religionen hat es schon immer gegeben, und seit mehr als 2000 Jahren gibt es Philosophien. Ideologien sind also normale Erscheinungen in der menschlichen Geschichte.
Allerdings neigen sie auch schon immer dazu, das eigene Lehrgebäude, die eigenen Dogmen für ABSOLUT unfehlbar zu halten, und gegenüber Andersdenkende keine Toleranz kennen. Solche Ideologen verwechseln sich selbst mit ihrem Gott. Das sieht man nicht nur an bestimmten Religionen, sondern auch an bestimmten Philosophien, insbesondere an den vielen Bastarden des Bolschewismus, des Marxismus-Leninismus, zu denen auch die „Gender und Queer Studies“ (die Herr Kubicki als „Queer-Theorie“) bezeichnet.
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Die fundamentale Intoleranz gegenüber allen anderen Menschen macht diese sektiererischen Ideologien unfähig zur Demokratie.
Kompatibel zur Demokratie sind NUR Ideologien, die auch Toleranz kennengelernt haben und praktizieren.
So ein Gefühl kriege ich bei dem Kommentar von Meister Kubicki. Sosehr ich Kubickis Kritik und auch seine Analyse verstehe und auch richtig finde, so sehr misstraue ich ihm, denn er ist aus den Zeiten der unsäglichen Ampel mitschuldig an unseren Problemen. Ja, er war einer der Täter, die unser Vaterland verraten und in Misskredit gebracht haben. Das wäscht keine noch so kritische Position von heute ab. Ein tolles Signal wäre es, wenn Kubicki auf seine alten Tage mit der AfD zusammenginge. Er mit der Weidel auf einer Bühne - das wäre doch mal was. Aber ob er den Schneid oder überhaupt den Willen hätte - Fragezeichen. Gut, warten wir mal ab, vielleicht geschehen noch Zeichen und Wunder. 😉
ich denke, wenn Kubicki die Zeit zurückdrehen könnte, würde er Lindner im Oktober/November 2021, als er die Ampel verhandelte, in ein Kellerverlies gesteckt haben.
Ich nehme ihm ab, dass er die Ampel und alles, was damit zusammenhängt, v.a. die Entscheidung der FDP, diesen Irrsinn mitzumachen, heute für den größten Fehler seiner Partei hält.
Und dass er mittlerweile all das bereut.
Was den Rest Ihres Beitrages angeht, stimme ich voll zu, genau das schreibe ich ja schon seit Monaten.
Weidel und er auf der Bühne. Das gäbe einen Donnerschlag ohne gleichen.
Mit dem Effekt, dass man das eine oder andere Wahlschaf mal zum Nachdenken brächte, ob denn die Blauen „tatsächlich“ die Wiederauferstehung der NSDAP sind.
Denn die Schafe sind - frei nach Martenstein – in großer Zahl noch immer historische Analphabeten.
Ist nicht nur nicht liberal, sondern so daneben, dass man sich fragt, warum sie so viele „überzeugt“.
Und die Ideologien der Judith Butler sind dermassen verrückt, dass man sich sich fragt, wie es um den Geisteszustand ihrer vielen Verehrer*Innen bestellt sein muss.
Liebe Frau Miller: 👍👍👍! Volle Zustimmung!
Die Frage nach dem Geisteszustand habe ich mir schon vor langer Zeit abschließend beantwortet, liebe Frau Miller.
männlich und weiblich noch das divers einzuführen war eine der dümmsten und gefährlichsten Erfolge dieser Bewegung. Getoppt nur noch vom Selbstbestimmungsgesetz, sozusagen die Anbetung der Irrationalität und die Negierung der Wirklichkeit.
Dem juristischen Terror der Minderheiten wurde damit Tür und Tor geöffnet und die Mehrheit, also normale Menschen dürfen die Realität nicht einmal mehr als das benennen was sie ist. Natürlich wurde das Selbstbestimmungsgesetz durch die CDU nicht abgeschafft, unterwirft sie sich der SPD ja in allem Wichtigen und somit geht die ganze Traumtänzerei und die offene Verhöhnung der Wirklichkeit unter Strafandrohung weiter!!
Die FDP hat bitter gebüßt wir diese absolute Fehlleistung und wird vielleicht endgültig daran zugrunde gehen!
Ehrlich, nach all den "liberalen" Verfehlungen, zu RECHT.
Das IOC hat erst diese Woche die Realität für Los Angeles 2028 in seine Statute geschrieben. 2 Kategorien, festgelegt durch Chromosomenanalyse.
intersexuelle Menschen sind meines Wissens nach häufig nicht einmal fortpflanzungsfähig, Mediziner wissen dies genauer, gibt es dahingehend verschiedene genetische Ursachen, also Fehler im Erbgut und somit können diese seltenen Unstimmigkeiten wohl als Erkrankungen bezeichnet werden.
Um es hart zu formulieren, biologisch gesehen ist die Fortpflanzungsfähigkeit eine Eigenschaft von Lebewesen, demnach können diese Menschen streng betrachtet nicht einmal als solche bezeichnet werden! Was natürlich Quatsch ist, aber divers gibt es trotzdem nicht. Ein Fehler ist ein Fehler, oder eine Erkrankung ist eine Erkrankung und kein anderes oder neues Geschlecht!!
hat man sie über die Jahrtrilliarden behandelt, als "Ausschussware".
So geht das nicht!
"Denn alle Dinge sind getauft am Borne der Ewigkeit und jenseits von Gut und Böse..."
Friedrich Nietzsche "Also sprach Zarathustra".
Wenn das Leben nicht Liebe ist, allseits, interessiert es micht nicht besonders.
Wie also passt alles zusammen?
doch wohl aus der Vereinigung des Männlichen und Weiblichen Lebendigkeitsanteils, Gene?
Man darf vielleicht Diverse fragen, wie sie sich verstehen und auch nach ihren Ewigkeitsvorstellungen.
Passt da überhaupt die uns bekannte Biologie oder lief da ganz etwas anderes ab, das eben auch auf etwas anderes, von uns aus gesehen hindeutet, für sich genommen aber schlüssig und liebend.
Ich denke da an den Film "Enemy Mine" von Wolfgang Petersen.
Wer sind wir, dass wir nicht auch über unseren Tellerrand blicken müssen, vor allem, wenn andere sprechen?
Ich wähle deshalb nicht die Grünen, aber ich verstehe, dass sie sich entwickeln konnten.
Herrn Kubicki auch nach, dass er hier "olle Kamellen" ausbreitet, wenn auch eloquent und auf den Punkt. Denn derzeit "ringt" in der FDP der Kampf der Ideologen(!) mit den Liberalen. Es war schließlich der unsägliche Herr Buschmann, der mit der in jeder Beziehung widerwärtigen Frau Paus das Selbstbestimmungsgesetz initiiert hat.
Menschen haben zwei im Grunde unvereinbare Grundbedürfnisse: Das eine Grundbedürfnis ist, ein IN-DIVIDU-UM zu sein, einzigartig und unverwechselbar.
Das andere Grundbedürfnis ist, "dazu zu gehören", Teil einer Gruppe zu sein, denn "in der Mitte ist es warm" und der Mensch ist ein "Soziales Wesen".
Beides zusammen zu leben ist eine echte Herausforderung, denn wenn das Anders-Sein des Anderen mir Angst macht, muß ich mich abwenden oder den Anderen bekämpfen.
Warum macht es mir Angst...?
Weil mein "So-Sein" durch das "Anders-Sein" des Anderen in Frage gestellt wird.
Aber die Differenz schafft kreative Spannung:
Die Dynamik von Fremd- oder Anderssein ist Grundlage von Fruchtbarkeit und Leben.
Mann und Frau sind einander fremd und anders, verstehen sich in vielerlei Dingen nur mühsam, aber sie finden sich gegenseitig an-
ziehend, werden sich nah und mithilfe einer Grenzüberwindung fruchtbar.
Vater und Sohn, Mutter und Tochter sind einander nah, aber auch fremd und anders.
Diese Meinung hätten sie mal den Kollegen aus ihrer Partei kundtun sollen, die in dem Ausschuss, das das sog. Selbstbestimmungsgesetz bearbeitet hat, waren. Frau Prof. Raffelhüschen hat in einem COCERO Podcast darüber berichtet. Liberal war da nichts. Als Rechtsanwalt hätten Sie vielleicht ansprechen können, dass Recht und Demokratie überdehnt werden, wenn man jedes persönliche Einzelschicksal per Gesetz vor irgendeiner hypothetischen Diskriminierung schützen will. In Deutschland werden jährlich zwischen 15-20 Kinder geboren (Quelle Dt. Ärzteblatt 2021) auf die die Bezeichnung divers zutrifft. Das ist in der Tat ein schlimmes Schicksal, das durch den Buchstaben „d“ in Stellenanzeigen nicht gelindert wird. Eine liberale, offene Gesellschaft nimmt Menschen an, wie sie sind, dass sollte das Ziel sein, nicht Sonderrechte in Form von hohen Geldstrafen für „misgendern“. Da haben die vermeintlich Progressiven in der FDP die Idee von der Freiheit des Individuums ziemlich falsch verstanden
Queer- und Gender Studies haben mit Wissenschaft nichts zu tun, sondern sind eher als Kunstperformance einzuordnen. Wenn das Gewünschte bestimnen soll, was das Bestehende ist, dann wedelt der Schwanz mit dem Hund.
Und wenn eine Ideologie sich gegen Kritik imprägniert, aber Macht erlangt, dann sind wir auf dem Weg ins Totalitäre.
Herr Kubicki. Haben Sie den Mut und verhelfen Sie Deutschland zu einer erneuten Wende. Engagieren Sie sich. Schwimmen Sie offensiv gegen den Mainstream an. Gegen Queer, gegen Divers, gegen Links-Grün-Ökologie und für die Interessen der Durchschnittsbürger. Sie und ihre Partei haben nichts zu verlieren....Sie können beide nur gewinnen! Gehen Sie auf die AfD zu und verbünden sie sich mit deren Führungskräften. Sie werden sehen, das gäbe Deutschland den Schub, den es braucht...
Gruß aus dem Westerwald
Mk
Da der Sozialismus anscheinend noch nicht völlig ausgereizt wurde, ist man auf dem Trip des besseren Sozialismus. Das Austreiben bürgerlicher Normen ist ein gigantischer Exorzismus.
Wie so oft, ein wunderbarer Artikel von Herrn Kubicki. Ein echter Schreibkünstler eben, kein Wunder, dass er so viele Bücher verkauft.
Ich unterschreibe jeden Satz. Besonders mit dem Intro bin ich sehr einverstanden, vor allem mit dieser kleinen aber feinen Einschränkung, dass man diese "Freiheit" und "Würde" auch Anderen zugestehen muss. Besonders die Causa Judith Butler entblößt den skurrilen Wahnsinn rund um das Thema "queer" und wie unsere militante Hafermilchbourgeoisie damit umzugehen pflegt(sorry, Herr Krischke, ich musste mir den schon wieder ausleihen....ist das jetzt ein Fall von Mundraub;-)) ?
Ich war schon immer ein großer Freund von Privatsphäre, vor allem wenn es um Liebe und Sexualität geht, das ist weder prüde noch intolerant, ganz im Gegenteil. Dieser Trend seit worldwideweb übernommen hat, jede Zuckung wie eine Monstranz vor sich herzutragen, finde ich nur noch abstoßend, ich fühle mich regelrecht drangsaliert damit ständig konfrontiert zu werden. Macht doch einfach;)
sich einem vermeintlichen "Grünen-Dilemma" der FDP intellektuell zu nähern?
Aber warum negativ?
Dieses "Dilemma" betrifft alle anderen Parteien auch und verhalf evtl. sogar Frau Merkel zur Modernisierung der CDU.
Was sie vielleicht "vergass", war die jahrzehnte, jahrhundertelange "Genese" konservativer Ideen?
Sie behielt davon nur den "moralischen Imperativ"?
Es wär vielleicht besser gewesen, an dieser Stelle Kant weiterzuentwickeln, vom "Imperativ" - seiner Zeit geschuldet? - zum "Impetus" - aus der "Kritik der Reinen Vernunft" sich entwickelnd, also ohne Herrschaft?
Dazu hätte er nochmals über sein Werk reflektieren müssen.
Aber das können wir doch leisten?
Mir fiel das nur nebenher auf, die Dynamik der reinen Vernunft, vlt. könnte man auch sagen "Dialektik"?
Besonders aber in Mozarts Opern, weil ich sie nur in einer Richtung hören konnte, aufstrebend.
..und weil mir Schillers Text über Anmut und Würde als Versuch so einer Dialektik auffiel.
Moral ist nicht privat, sondern Movens?
mich immer auch in meinen intellektuellen Schwächen zu zeigen, anstatt fertige Ideen anzubieten.
Erstens schaffe ich das nun mal unter den gegebenen Umständen nicht oder sowieso nicht, es macht aber auch schwerer, meine Überlegungen zu "kapern", lediglich zu benutzen?
Die intellektuelle Unschärfe macht mir also keine Sorgen, eher die Schärfe der dann doch Überzeugungen und die evtl. Wucht ihrer Umsetzung.
Ist das wirklich weniger Gewalt oder müssen wir uns alle vorsehen?
Gut ist es doch, voneinander zu lernen oder miteinander.
Grüne und Linke "nähren" sich von jahrhundertelangen Fehlern und Drangsalierungen durch die sogenannten etablierten Systeme, bzw. Mehrheitssysteme?
Den "Sieg" oder sagen wir Einspruch will ich ihnen nicht nehmen.
Ich bin aber mainstream und interessiere mich für die Weiterentwicklung sozialer, liberaler und konservativer Ideen.
Nur, wie sehen die heute konkret aus?
Bestimmt nicht als Blockade berechtigter Einwände?
Wir sind so reich wie nie zuvor, scheint mir...
Was immer Queer auch sein mag (auch die Queertheorie vermag es nicht zu sagen), so ist sie Queerness doch sehr stark vom Marxismus durchdrungen (Queer Marxismen), schon in der Frühphase der "Theorie"bildung. Liberal war Queerness nie und will es auch nicht sein. Und natürlich auch nicht demokratisch.
Es ist eine der bizarrsten politischen Entscheidungen des Jahrhunderts, Queernes politisch zu fördern und zu einer dominanten gesellschaftlichen Strömung zu machen - über alle traditinollen Parteien hinweg. Mag auch die Vorstellung eines Geschlechterspektrums noch parallel zur Welteislehre gesehen werden - eine Förderung von Queerness inkl. Beflaggung des Bundestages ergibt unter demokratischen Gesichtspunkten keinen Sinn. Zumal ja nun wirklich nicht alle Homo-, Trans- oder Intersexuellen queer sind. Im Gegenteil.
Sicher, es war ein Intersexueller, der vor das BVG gegangen ist. Das macht das Urteil aber nicht besser. Denn zum einen brauchte es nicht den separaten Beriff "Divers", da es einfach möglich war, keinen Geschlechtseintrag vorzunehmen. Zum anderen war dem BVG durchaus klar, dass es mit der Schaffung des Begriffs divers nicht nur eine rein verwaltungstechnische Regelung schuf. Das sieht man daran, dass zwingend bei jeglicher Stellenausschreibung m/w/d stehen muss, Divers als einem Geschlecht gleichwertig behandetl wird. Auch bei Biologen - und damit bedeutet der BVG Urteil auch das Ende der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland, denn auch diejenigen, die es wussten und belegen konnten, mussten Dives anerkennen. Keine eindeutige Geschlechtszuweisung durch die Genitalien machen zu können heißt auch nicht automatisch, sich nicht als Mann oder Frau fühlen zu können. Was auch bei der Mehrzahl der Intersexuellen der Fall ist. Es ist, anders als Kubiki es darstellt, ein fragwürdiges Urteil.
