- Deutschlands Demokratie in der identitätspolitischen Falle
Politische Stabilität ist in Ländern mit wachsender ethnischer Vielfalt immer schwieriger herzustellen. Zumal wenn Parteien ihre Wahlversprechen an der Herkunft ausrichten und die Staatsbürgerschaft ohne jeden emotionalen Wert vergeben wird.
Die jüngsten Landtagswahlen haben die politische Landschaft tiefgreifend verändert. Zum einen befindet sich die CDU jetzt wirklich in einer existentiellen Krise, die sich zwar schon seit längerer Zeit bemerkbar gemacht hatte, aber erst jetzt in ihrer Dramatik vollständig sichtbar wird. Zum anderen zeichnen sich eine immer weitergehende Zersplitterung der Parteienlandschaft und eine Stärkung der politischen Ränder ab. Beides wird es sehr schwer machen, in Zukunft noch halbwegs stabile Regierungen zu bilden.
Auffällig ist vor allem, wie anders Berlin im Vergleich zu den Flächenländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt hat. Während in diesen Ländern die AfD massiv zulegte und in Magdeburg vermutlich sogar die Regierung stellen wird, stagnierte ihr Wahlergebnis in Berlin weitgehend, und als wahrer Sieger der Wahl kann die Linkspartei auftreten.
Wahlkampf als Versorgungsversprechen an Zuwanderer
Es gibt keinen Zweifel, dass die frühere SED ihren Sieg vor allem drei Gruppen zu verdanken hat: jungen Wählern unter 35, darunter auch viele Erstwähler, Frauen und Deutschen mit Migrationshintergrund, namentlich solchen, die selbst oder deren Eltern oder Großeltern aus einem muslimisch geprägten Land eingewandert sind. Diese Gruppen hat die Linkspartei im Wahlkampf auch ganz bewusst angesprochen. Sicher ist die Partei von Erif Eralp mit ihrer Verherrlichung des Globalen Südens und ihrer Israelfeindschaft – einschließlich gleitender Übergänge zu einem nicht immer nur latenten Antisemitismus – nicht nur die Partei der jungen „woken“ Frauen und der Muslime. Ihre utopischen Verheißungen und antikapitalistischen Parolen haben auch andere Wähler angesprochen. Aber diese beiden Gruppen haben unter ihren Anhängern doch ein überproportional großes Gewicht. Anscheinend wählten etwa 50 Prozent aller Muslime in Berlin die Linkspartei, und ähnlich groß ist der Anteil ihrer Wähler bei jungen Frauen unter 25.
Sicher standen bei der Linken im Wahlkampf sozialpolitische Forderungen im Vordergrund, aber man fokussierte den Wahlkampf eben auch auf bestimmte ethnische Milieus. Ja, man hat den Eindruck, dass die von der Linkspartei umworbenen Gruppen sich von einem neuen linken Senat eine Patronagepolitik zu ihren Gunsten etwa in Form einer Bevorzugung bei der Vergabe von Stellen im öffentlichen Dienst erwarten. Das scheint nicht so sehr viel anders als die Politik, die amerikanische Kommunalpolitiker im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zugunsten von ethnischen Minderheiten betrieben, um sich deren Stimmen zu sichern. Diese Politik wurde unter dem Stichwort Tammany Hall bekannt und konnte in den USA bis hin zu offener Korruption und der stillen Begünstigung krimineller Milieus – deren Protagonisten als Stimmenbeschaffer nützlich waren – reichen. Mamdani, der heutige Bürgermeister von New York, steht durchaus in der Tradition dieser Politik, jedenfalls was die politische Mobilisierung des Einwanderermilieus betrifft, und er ist ganz offenbar für Frau Eralp ein großes Vorbild. Ihr kann man es wohl auch zutrauen, nicht so genau hinzusehen, wenn Politiker ihrer Partei Verbindungen zu den mächtigen Berliner Clans der Unterwelt knüpfen, wie das anscheinend schon geschehen ist.
Mit ihrer oft ethnisch konnotieren Identitätspolitik ähnelt die Berliner Linkspartei freilich auf manche Weise der AfD, die damit zwar nicht in Berlin, wohl aber auf dem Lande und in kleineren Städten recht erfolgreich ist. Hier zeichnet sich eine tiefe und kaum noch überbrückbare Spaltung des Landes zwischen multikulturellen Großstädten mit hegemonialen linken Eliten und einer weniger urbanen Peripherie ab, wie sie in Frankreich schon vor 20 Jahren Wirklichkeit geworden ist. Dies hat dazu beigetragen, das Land faktisch unregierbar zu machen. Der Sozialgeograph Christophe Guilluy hat wiederholt auf diese Entwicklung hingewiesen.
Deutsch nur durch Herkunft?
Gerade im Osten Deutschlands, wenn auch nicht nur dort, tritt die AfD bewusst als Anwalt eines Verständnisses von nationaler Zugehörigkeit auf, für die die ethnische Identität als Deutscher, die durch Herkunft und ererbte Kultur konstituiert wird, von dominanter Bedeutung ist. Politiker wie Hans-Thomas Tillschneider, der selbst die Architektur des Bauhauses – ein wesentlicher deutscher Beitrag zur Moderne – als undeutsch und dekadent verdammt, machen dabei auch Anleihen bei älteren, zum Teil recht düsteren Traditionen ethno-nationalistischen Denkens.
Letztlich ist der Schritt von solchen Positionen zu der Annahme, dass man eigentlich nie oder fast nie richtig Deutscher werden kann, wenn man nicht deutscher Herkunft ist, nicht sehr weit, unabhängig davon, ob das nun explizit ausformuliert wird oder nicht. Dass Martin Sellner, der Chef der identitären Bewegung Österreichs, jetzt in Magdeburg ein „Institut für Remigration“ aufbauen will, passt hier durchaus ins Bild, auch wenn einstweilen unklar bleibt, wer genau hier in die Herkunftsländer zurückgeschickt werden soll, und mit welchen Mitteln.
Fairerweise muss man sagen, dass diese Positionen in der AfD nicht komplett dominieren. Es gibt andere Politiker wie Maximilian Krah, eine freilich sehr schillernde Figur, die ihrer Partei sogar vorwerfen, in den Großstädten wie Berlin jüngere türkischstämmige Wähler nicht genug umworben zu haben. Dennoch ist die essentialistische, exklusive Konzeption deutscher Identität, der weite Kreise der AfD anhängen, in der Tat gefährlich.
Radikalisierung als Folge der Tabuisierung der Migrationskritik
Allerdings muss man sich eben auch fragen, warum die Debatte diesen Punkt überhaupt erreicht hat. Über sehr lange Zeit wurde bei uns die Diskussion darüber, ob eine Immigration von Millionen Menschen, davon viele aus Ländern mit einer ganz anderen Kultur, nicht auch Probleme aufwirft, faktisch tabuisiert. Wenn man überhaupt wagte, von einer Leitkultur zu sprechen, die es zu bewahren gelte, wurde dieser Begriff meist auf das Bekenntnis zum Grundgesetz verkürzt.
Aber ein formales Bekenntnis zur geltenden Rechts- und Verfassungsordnung, das eigentlich selbstverständlich ist, bleibt oberflächlich, wenn es nicht verwurzelt ist in einer Akzeptanz zentraler Elemente einer eben doch spezifisch westlichen kulturellen Tradition. Dazu gehört sicher das Erbe der Aufklärung, aber auch jene Elemente des Christentums, die in säkularisierter und abgeschwächter Form Europa und den Westen bis heute prägen. Wer all dies ablehnt, der wird mit einer Verfassungs- und Gesellschaftsordnung, für die individuelle Freiheit ein zentraler Wert ist, oft nicht viel anfangen können.
Eine Massenimmigration aus Ländern, in denen die westliche Kultur mit ihrer starken Betonung des Individualismus und der Rechte des Individuums eher als dekadent oder gar als gottlos gilt, schafft damit Probleme. Das gilt namentlich dann, wenn die Assimilationsmechanismen, die früher, etwa vor 1990, noch funktionierten, heute schon aus demographischen Gründen kaum noch wirksam sind. Dies zu leugnen, ist einfach unehrlich.
Noch schlimmer ist es jedoch, wenn jeder, der auf diese Probleme hinweist, als Rassist denunziert wird. Es ist nicht ganz verwunderlich, dass diejenigen, die so aus der Debatte ausgeschlossen werden, sich dann zum Teil radikalisieren und auf Begriffe und Konzepte zurückgreifen, die einer älteren, besonders im deutschen Fall gefährlichen Phase des Nachdenkens über Nation und ethnische Identität entstammen. Hier spielt auch eine Rolle, dass im vorherrschenden postnationalen Diskurs, der in postkolonialistischer Absicht oft generell gegen alles, was mit der vermeintlichen Dominanz des Westens assoziiert wird, gerichtet ist, die Begriffe weitgehend fehlen, um über solche Probleme überhaupt zu sprechen. So kommt es, dass man auf Denktraditionen einer vergangenen Epoche angewiesen ist, oder dies zumindest glaubt.
Stolz auf England ist suspekt
Hinzu kommt, dass nach der vorherrschenden Meinung, die auch die praktische Politik vielfach bestimmt, Einwanderern durchaus ein unverbrüchliches Recht auf eine spezifische ethnische Identität – die in ihrem Fall ganz unproblematisch und schützenswert zu sein scheint – zugesprochen wird, dies aber für die heimische Bevölkerung zumindest im Konfliktfall oft nicht in gleicher Weise gilt. Dies ist keineswegs ein rein deutsches Problem. In Großbritannien etwa kann man jederzeit erklären, ein stolzer Schotte oder – wie Andy Burnham, der Premier – Bürger der wunderbaren Stadt Manchester zu sein, oder auch die eigene familiäre Herkunft aus Irland, Nigeria oder Kaschmir positiv hervorheben; nur bei einer spezifisch englischen Identität wird es schwierig. Sie gilt rasch als suspekt, wenn sie positiv zur Schau gestellt wird. Da ist man dann aus der Sicht der progressiven Eliten sehr bald nicht mehr weit vom Rassismus entfernt.
Dass diejenigen, die sich dennoch zu ihr bekennen wollen, weil sie sich nun mal primär als Engländer sehen, auch auf Grund ihrer Herkunft und ihrer durchaus spezifischen kulturellen Prägung, das dann zunehmend in der Form des lauten Protestes und mit aggressiven, wenn nicht sogar fremdenfeindlichen Parolen tun, ist zum Teil eine Folge dieses Ungleichgewichts im Umgang mit kulturellen Identitäten oder subjektiven Identifikationen. Die einen werden gefeiert, die anderen verdammt.
Wenn die Staatsangehörigkeit nichts wert ist, wird die Ethnie wichtiger
Nicht anders sieht es in Deutschland aus, auch wenn die Untiefen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts dieser Auseinandersetzung noch mal eine sehr spezifische und auf beiden Seiten des politischen und kulturkämpferischen Grabens zwischen Rechts und Links besonders toxische Färbung geben. Man muss aber ganz klar sehen, je heterogener und multiethnischer unsere Gesellschaft kulturell wird, desto mehr Chancen bieten sich für politische Parteien und Bewegungen, die versuchen, ihre Anhänger über einen Appell an ihre besondere ethnische Identität zu mobilisieren, ob das nun die Linkspartei in den Großstädten ist oder die AfD in den weniger urbanen Regionen.
Hier müsste die Politik eigentlich gegensteuern, soweit das überhaupt noch möglich ist. Ein wichtiger erster Schritt wäre, der Staatsbürgerschaft wieder ihren zentralen Wert als Ausweis der Zugehörigkeit zu Deutschland als Staat und Bürgergemeinschaft – und nicht als rein geographischer Raum ohne klare Grenzen – zurückzugeben. Das hieße aber, ein Ende der mehr oder weniger voraussetzungslosen Einbürgerungen im Turboverfahren, die heute üblich sind – in einer Stadt wie Berlin noch viel mehr als anderswo mit den fatalen politischen Folgen, die man heute beobachten kann. Hilfreich wäre auch ein Ende der doppelten Staatsbürgerschaft als Normalfall für Immigranten und ihre Nachkommen.
Die Staatsbürgerschaft muss wieder als etwas erscheinen, was wirklich einen hohen, exklusiven Wert besitzt. Wenn man sich dazu nicht durchringen kann, soll man sich auch über den Aufstieg eines neuen Ethnonationalismus nicht wundern, denn der bloße Besitz eines deutschen Passes oder Personalausweises sagt dann irgendwann über Zugehörigkeit und mögliche Loyalitäten per se gar nichts mehr aus. Also bleibt dann nur die ethnische Identität, und an diesem Punkt wird es dann wirklich gefährlich, in Berlin genauso wie in Magdeburg.
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Flächenländern SA & MV zu Berlin …..
Den sehe ich ganz anders. Die Jugend ist traditionell „links“ ausgerichtet gerade auch in studentisch geprägten Städten. Auch in Jena, Weimar & Erfurt haben die SED Erben ihre Hochburgen. Es ist ja auch bequem von Mama und Papas Geld zu leben und ellenlang zu studieren und von einer WG zur anderen zu ziehen. Und seien wir ehrlich, gleich verteilter Wohlstand, vergesellschaftlichte Produktionsmittel ohne die bösen Kapitalistis samt ökulogischem nachhaltigen Lebens ist verlockend ….. aber eben nur in der Theorie, da bisher alle Linken Systeme gescheitert sind. Und die, die heute weiter davon träumen haben den Sozialismus mit seinen Beschränkungen und Dauermanelwirtschaft nicht erlebt samt Gesinnungsschnüffelei durch d Stasi. Hinzu die Gleichmacherei die praktisch auch nicht funktioniert. Ob MultiKulti, Queer, Schwul, Lesbisch bis hin zu unterschiedlichen Religionen + Weltanschauungen funktioniert eben nicht. Dazu müßten die Menschen geklont werden.
Deutschland ist zu dem Beliebigkeitsmodell verkommen das es selbst bestellt hat. Der Wahnsinn nahm unter Merkel seinen politischen Lauf und ist zu einem europäischen Normalfall geworden. Die globalen Universalisten haben bis heute nicht verstanden worin der Unterschied zwischen Heterogenität und Homogenität einer, aus der "Mitte" heraus, sich selbst definierenden Gesellschaft besteht. Das alte "Konsensmodell" ist obsolet geworden. Jetzt ist nicht nur die Verwunderung groß, jetzt wird die Empörung, über das was sich der Souverän an der Wahlurne erlaubt, als eine Art Monstranz vor sich hergetragen. Echt zum schiessen.
@Rainer Mrochen, 1989/90 gingen die Bewohner der neuen Bundesländer ziemlich selbstverständlich von einer "deutschen Identität " aus. Dass ausgerechnet eine in der DDR sozialisierte Kanzlerin Multikulti und „nicht kontrollierbare Grenzen" zur deutschen Staatsdoktrin erklärte, ist deshalb vielen nach wie vor unerklärlich. Nun werden zwar die SED-Erben von SPD und GRÜNEN hofiert, aber die CDU schafft es weiterhin nicht, der 44%-AfD in Sachsen-Anhalt Koalitionsgespräche mit "roten Linien" anzubieten. Ist der Kanzler im politischen Koma oder leidet er an rot-roter Überzuckerung ?
Guten Tag Herr Weiß.
Ihr fragender Schlusssatz ist zu gleich Antwort im Sinne ihrer Frage. Aus meiner Sicht ist dessen Leiden allerdings noch größer. Bsp. gibt es ja genügend und bedürfen eigentlich keiner weiteren Ausführung.
Tabuisierung der Migrationspolitik, die den Bürger weg von den etablierten Parteien treibt. Es ist mehr oder weniger das Zweifeln an der Gerechtigkeit mit dem Umgang der Migranten.
Als es vergleichsweise zu Einheit kam war jedem klar das es zu Einschnitten in der Arbeitswelt kommen wird. Aber die Leute waren hochmotiviert
Der Osten hat Großartiges geleistet unter schwierigen Umbrüchen und nicht alle erlebten es als Verbesserungen.
Letzteres scheint mir aber, abgesehen von der Machtfrage, eine recht unscharfe Sicht auf die Verhältnisse.
Die Machtfrage tangierte m.E. aber eigentlich ausschliesslich SED-Nachfolger und wo hätten die revoltiert?
Man kann vielleicht schon sagen, dass die Linke sich, wie die Grünen in die Möglichkeiten der verfassten parlamentarischen Demokratie im Großen und Ganzen einfanden.
Ich würde es sogar positiver sehen wollen, wenn ich sage, sie entwickelten Momente der Verfassung weiter, gestalteten sie aus, die Grünen evtl. in Richtung NGOs und Bürgerbeteiligungen, die Linken in Richtung Vergesellschaftung usw.
Das ist nicht verboten und macht ihre Attraktivität aus.
Die AfD wirkt auf mich vor allem als Kampf gegen die CDU und eine vermeintliche linke Unterwanderung.
Die Idee einer bürgerlichen HERRSCHAFT trug das 3. Reich?
Der Holocaust war ein Teil einer umfassenderen Repression.
ob als Parteienherrschaft(SED), als politische NGO-Dominanz, als die von Lobbyverbänden oder selbstherrliche CDU-"Monstranz".
Ein Gewerkschaftsstaat muss gar nicht mehr diskutiert werden!
Was könnte bei der AfD "drohen"?
Ich tippe auf "regionale Ethno-Verbünde".
Wie könnte sich die AfD einfinden in die verfasste parlamentarische Demokratie?
Das steht ihr frei, sofern sie sich EINBINDET!
Allerdings sei angemerkt, die Fortsetzung meines Kommentares die Jahre der Wende und die daraus resultierende Hoffnung und Leistungsbereitschaft im Vergleich zu unseren Neubürgern wurde von wem auch immer gecancelt. So viel zur Freiheit von Rede oder Schrift.
Dennoch eine Anmerkung zu Ihrem Letzten Satz : …… Sofern sie ( gemeint die AfD) sich einbindet ….
Aber hallo ! Also Sie liebe Frau D. S- I sind der Meinung die AfD solle auf die Alt- Parteien zugehen in dem sie von vielen Positionen abrücken soll. Ist das ihr Ernst ? Bei 12% : 30% der SPD zur AfD und bei CSU bereinigten 16% zu 30% sind doch die beiden ehemaligen Volksparteien n i c h t mehr in der Position inhaltlich programmatische od. gar personelle Forderungen an die AfD zu stellen. Der Zug is durch .. oder können Sie sich erinnern wann das letzte Mal einer der beiden „Volksparteien in einem Landtag gerade einmal 3 Sitze zur absoluten Mehrheit fehlten. Die Erfolge der AfD kommen doch nicht weil sie grün links schwarz ist.
Etwas anderes schrieb ich nie.
"Einbinden" bedeutet nicht "aufgeben".
Heute wurde ein Bild von Frau Dr. Bergmann-Pohl aufgehängt neben anderen Bundes(tags)präsidenten*?
Ich las ein Interview mit ihr in der FR über MSN.
Der Osten hat allen Grund auf das Erreichte stolz zu sein.
Nachwendeleistungen stolz.
Genau aus diesem Grund, will der Osten weder die gewonnene Freiheit noch den bescheidenen Wohlstand (gegenüber dem Westen) aufgeben.
Die Union u n d die SPD im Verbund haben tiefe Schuld gegenüber dem Bürger und Wähler auf sich geladen, in dem sie glaubten und immer noch in dem Glauben sind, ihre „Modernisierung hin zum „links grünen Zeitgeist“erhält ihre Positionen an den Futtertrögen der Macht auf ewig.
Dazu wurde letztlich die Brandmauer gegenüber der AfD und mit Aufenzwinkern gegen die SED- Erben von den Links Grünen erfunden, weil auch dadurch die Koalitionsmöglichkeiten der Union lediglich auf SPD, und Grüner Sekte und wie in Sachsen & Thüringen mit den SED Erben eingeschränkt wurde. Und das, lebe Frau D S-I hat „0“ mit dem GG zu tun. Darin steht nicht, mit wem eine in Deutschland zugelassene Partei koalieren kann.
Und wäre die Beweislage sooooo dünn, , die Union hätte längst ein Verbotsverfahren eingeleitet, um die AfD als Konkurrent auszuschalten
Als die AFD 2015 auf die Probleme hinwies, genau diese Szenarien voraussagte wurde sofort die Nazikeule ausgepackt, von Verschwörungstheorien gesprochen und bis heute versucht, allen Kritikern zu unterstellen, sie wollten *alle und jeden* Ausländer aus dem Land haben wollen. Inzwischen wissen wir, die AFD hat recht und den Parteieen droht der migrationspolitische Suizid. Die etablierten Parteien pfeifen im Wald und plötzlich wollen sie, aber mit ihren eigenen Worten genau das, was die AFD immer forderte. Nur wenn es dann in die konkrete Umsetzung geht kneifen sie. Die Fahne auf dem Bild zeigt genau die Zerrissenheit dieses Landes. Aber jetzt wo Klopp sich die Fahne zurückholen will, wird die schon wieder nach seinem Sieg gestern Abend gegen Serbien für den deutschen Fußball wehen. Ob damit der Nationalstolz wiederkehren darf hat sich Klopp nicht geäußert. Er will die Fahne ja nicht den *Faöschen* überlassen. Nur, wer sind die Falschen? Wer soll gegensteuern Herr Asch, außer die AFD?
Pfui! Poeser Herr Konrad;)! Sie gehören wohl auch, wie Ihr allzu deutscher Familienname vermuten lässt zu denjenigen Kartoffelartigen;), die Frau Merkel in ihrer unnachahmlichen Art der Klassifizierung als "die schon länger hier Lebenden" bezeichnet hat;)!War Ihnen und uns denn nicht Hinweis genug wo unser Platz zu sein hat? Der arme Groehe musste es doch auch auf die harte Tour lernen als er sich im Freudentaumel für einen Moment vergaß und das Fähnchen schwang, dessen Schicksal uns allen bekannt sein dürfte.Ab in die Ecke mit den als falsch identifizierten Nationalstolzjuengern! Aber pronto!;-) 😜
Habe mir erlaubt, Ihnen die germanische Bedeutung meiner Namen mal zu googeln, die ich bereits kannte.
Der Name Ernst bedeutet „der Entschlossene“ oder „der Ernsthafte“
Der Name Günther bedeutet „der im Heer Kämpfende“ oder „Krieger im Heer“.
Der Name Konrad bedeutet wörtlich „der kühne Ratgeber“ oder „der tapfere Berater“.
Jetzt mag jeder sehen und erkennen, warum ich hier schreibe und nicht klein beigeben kann. Ob meine Eltern das wussten bei der Namensgebung, weiß ich nicht. Aber irgendwie treffen sie auf mich zu. Alles Gute noch und bleiben Sie mir gesund. Das Forum braucht ihren Humor.
lieber Herr Konrad Danke für Ihre guten Wünsche! Die Heidemarie "die edle Frau von der Heide;)" und Hildegard nach meiner Mutter "die schützende Kämpferin", natürlich nur an der Seite "wahrer Vulgär-Demokraten", wird mein neues Lieblingswort;)!, Ihnen und der Familie samt Katz gern ebenfalls nach Hessen sende❣ Ich wurde so viel ich weiß, warum auch immer nach einer Schauspielerin namens Heidemarie Hatheyer benannt. Bekannt auch als Figur der "Geierwally;)" , einem 1956 erschienenen Heimatfilm.
Und wie bei Ihnen passen beide Vornamen irgendwie auch zum Charakter. Besonders natürlich was das "Edle angeht🤣". Welches leider aber ab und an sehr unedel in den Hintergrund tritt wenn ich wie "mer bei uns in de palz saht, de Koller krie oder zum Giftnickel werr;)! Das war pälzisch liebe KI! LG
Zitat: „Wenn man überhaupt wagte, von einer Leitkultur zu sprechen, die es zu bewahren gelte, wurde dieser Begriff meist auf das Bekenntnis zum Grundgesetz verkürzt.“ Allerdings wird heute teilweise auch die „Scharia“ trotz gegensätzlicher Gesetze als möglich „toleriert“.
Zitat: „Gerade im Osten Deutschlands … tritt die AfD bewusst als Anwalt eines Verständnisses von nationaler Zugehörigkeit auf, für die die ethnische Identität als Deutscher, die durch Herkunft und ererbte Kultur konstituiert wird, … .“ Ist es nicht eher die Forderung nach Anpassung an die „kulturelle Identität der christl. geprägten Bevölkerung“, sowie Forderung eines gesellschaftlichen Beitrags (Selbsterhalt), die von der AfD erhoben wird?
Zitat: „Die Staatsbürgerschaft muss wieder als etwas erscheinen, was wirklich einen hohen, exklusiven Wert besitzt.“ Genau diese Forderung wird von der AfD erhoben, im Gegensatz zur Linken, die eine anti-westliche (& damit anti-christliche) Gesellschaft umsetzen will.
Sehr geehrter Herr Asch, ich lese ihre historischen Werke gerne und freue mich darüber.
Auch mit Ihrer Analyse der Gegenwart bin ich einverstanden.
Was mir aber nicht gefällt: Warum verschweigen Sie die destruktive Rolle, die die Universitäten und die dort lehrenden Personen in den letzten Jahrzehnten gespielt haben?
Der infantile Wokismus und Genderismus als bizarre Mißgeburt des Marxismus hat nicht nur die Geisteswissenschaften ruiniert, er bedroht jetzt auch die Naturwissenschaften und die Mathematik.
Wenn die Wissenschaft selbst die fundamentalen Leitplanken der Aufklärung (Orientierung an Wahrheit, Objektivität und Rationalität) aufgibt - wie kann man da erwarten, dass die so erzogene Gesellschaft gut funktioniert und eine gute Politik hervorbringt?
Die Funktionäre der Linken, Grünen und der SPD haben heute idR eine akademische Ausbildung absolviert.
In ihrem politischen Handeln sieht man nur Leistungs- und Technikfeindschaft und Ideologiesucht.
Das ist wirklich fatal.
Oder was auch immer man darunter versteht und wer sie vertritt. Fakt ist doch oder sollte es zumindest sein, dass der Pass oder die Annahme eines solchen, mehr als eine reine Formalie darstellt. 2 Pässe, 2 Identitäten bedeuten doch im Grunde genommen 2 Persönlichkeiten, die miteinander ringen, weil man vonseiten des ausgebenden Staates auf eine m.E. maßgebliche Entscheidung des Beantragers aus Toleranzgründen verzichtete.So wie man auf früher übliche Fristen oder andere Nachweise für Integration verzichtet. Die wenn was schiefgeht meist noch heute der sogenannten "Aufnahmegesellschaft" in die Schuhe geschoben wird, welche mitunter als strukturell rassistisch bezeichnet, nicht die nötige Sorgfalt aufgebracht oder Unterstützung geleistet hätte.Stichwort Willkommenskultur.Nur ein Punkt von mehreren, warum man sich zu den Parteifamilien wie man es einmal nannte hingezogen fühlt, die sagen o. vermitteln, dass man sich ruhigen Gewissens seiner deutschen Wurzeln u. Kultur bewusst sein darf.
Was ich auch so sehe: in einer multiethnischen Gesellschaft, ich würde sogar allgemeiner sagen Multiströmungsgesellschaft, weil noch nichtmal klar ist, ob die Konsens/Solidaritätsgruppen wirklich dominant entlang von Ethnien laufen, stellt sich die Frage: was hält diese Gesellschaft überhaupt zusammen? Warum sollte ich einer Person X mit deutschem Pass in irgendeiner Weise mehr Bedeutung oder Solidarität schenken (zB indem ich ihre Rente zahle) als irgendeiner anderen Person in der Welt? Oft wird ja die Solidarität mit Passdeutschen schon als rassistisch gesehen, weil alle Menschen gleich sind und alle Anspruch auf Rente haben (ist das zu spitz formuliert - ich glaube nicht?)?
Das Grundgesetz kann eine Gesellschaft natürlich nicht zusammenhalten. Als Symbol sicher, da geht alles, ist dann aber nichts anderes als Flagge, Kaiser oder jedes andere Symbol. Ansonsten sollte es das GG nicht, ohne Schaden in seiner Funktion zu nehmen, aber das ist eine längere Diskussion.
Das GG ist das, was die Lücke füllt, die die Abschaffung der Monarchie hervorrief.
Es kann doch nicht sein, dass nur Adlige Tränen in den Augen haben, wenn sie zum GG stehen dürfen?
"Fahnen fl....", das Lied der HJ?
Fahnen brauchte man in konventionellen Kriegen, um zu wissen, wo die eigenen Leute waren?
Mir persönlich sagen sie gar nichts.
"Magna Carta" von 1215
wie jedes andere Symbol auch. Als US-Amerikaner salutiere ich morgens im Zeltlager vor der Flagge, das wärmt das Herz und schafft Gemeinschaft, als Deutscher höre ich mir einen Vortrag an, wie wunderbar das GG ist. Beides erfüllt den gleich Zweck und ist so auch vollkommen in Ordnung. Das ist erstmal wie ein Ehering: ein Symbol, dass man irgendwie zusammengehört und bereit ist, mit dem anderen Dinge auszuhandeln.
Das würde ich vom Inhaltlichen, dem Aushandeln selber, trennen. Ein Ehering sagt nichts darüber aus, wer den Abwasch macht oder wer wem beruflich in welche Stadt folgt. Das GG sind zuerst die Institutionen. Die legen immer noch nicht fest, wer den Abwasch macht, nur die Regeln, wie wir das aushandeln (nicht am WE, nach 1h ist erstmal stop ... ähnliche Dinge). Das ist nichts zum Überhöhen, das ist nüchterner, braucht eher eine "Reife der Zustimmung" als "emotionale Heiligkeit".
Dann haben wir noch die die Grundrechte/werte.
Ich habe nie einen Ehering getragen, sondern das im Herzen, wofür er wohl steht.
Unser GG nehme ich auch nicht als Symbol wahr, sondern als Dokument des Zusammenfindens von Menschen.
Ich erzählte hier einmal von Prof. Willert.
Der Ehemann der Freundin seiner Frau arbeitete wohl mit daran, wenn ich mich richtig entsinne.
Es waren Frauen und Männer (ff) -> lebendige Geschichte.
Das spürte ich in dem Moment...
Eine zu emotional/"heilige" Bindung an die Grundrechte/werte sehe ich noch kritischer. Der Mensch ist dann durch wenige Zeilen Text festgelegt und definiert? Wer hat warum das Recht diese Zeilen anzupassen und jeweils auf konkrete Fälle anzuwenden? Mit Gültigkeit für die Menschheit? Ich glaube, dass wir eher schon zu weit gegangen sind, soetwas wie das eine, richtige Menschsein anzunehmen, auch und gerade ausgedrückt durch einen zu einseitigen Glauben an "DIE" Grundwerte. Schon der Wandel von Abwehrrechten gegen einen Staat (und gerade im faschistischen Staat ist das nicht gegen einen Diktator, sondern gegen einen Wertekonsens der Mehrheit), hin zu universellen Grundwerten, bei denen der Staat eher die Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass seine Bürger diese universellen Werte auch befolgen, ist eine Gratwanderung.
Es wird auch nicht getrennt zwischen "Menschheitswerten" und Übereinkünften unserer Gesellschaft. Das ist zu wichtig, mit anderen Funktionen als die Ges. zu definieren.
Je linker und progressiver Menschen und Parteien sind, zeichnen sie sich zuerst dadurch aus, dass sie für alle Menschen und die ganze Menschheit in ihrem wahren und echten Menschsein offen sind. Rechte zeichnen sich vor allem anderen dadurch aus, dass sie nur sich selber und ihre Weltsicht akzeptieren und erwarten, dass jeder genauso denkt, wie sie, oder bekämpft wird. Das scheint mir der Hauptgegensatz.
Damit progressive Linke ihre Offenheit für das wahre Menschsein durchsetzen und himmelschreiende Ungerechtigkeit beenden können, müssen sie scharf gegen große Teile der Menschen vorgehen, die das anders sehen. Das teilt sich in immer mehr Unterströmungen auf, die die Menschen noch umfassender, gerechter und wahrer sehen, als die anderen. Der Rest wird bekämpft.
Einwanderung kann da nur positiv sein, weil man sich zwar immer mehr zersplittert, aber eben mit dem Ziel der universellen Wahr-Menschheit.
Mit der Realität der und des Menschen hat das wenig zu tun, aus meiner Sicht.
sie glauben ernsthaft, dass die hiesigen Linksprogresiven für die Menschheit der ganzen Welt offen sind, wenn diese nicht einmal für die Menschen im eigenen Land offen sind, und einen beträchtlichen Teil von ihnen als Feinde behandeln wollen?
Ist es bei den progressiven Linken nicht viel mehr so, dass sie zu Menschheit keine Zuneigung haben, und Menschen ihnen nur als Mittel zum Zweck dienen sollen?!
Ich bin zwar lieber Vorsichtig bei Zuschreibungen wie das Partei X eine Partei für Gruppe Y sei, weil 57% aller Y X wählen. Aber etwas ist an solchen Aussagen natürlich auch dran und Bilder im Fernsehen suggerieren auch, dass die Linke überproportional junge Menschen, besonders junge Frauen und Muslime anzieht.
Meine Idee wäre, dass das verbindende Element hier eine starke Orientierung hin zur Gerechtigkeit ist. Das wäre auch meine Kritik daran: Demokratie und Politik sind unter anderem gerade auch dafür da, mit Gerechtigkeit umzugehen und sie nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Gerechtigkeit ist zwar ein starkes menschliches Gefühl, aber nur das Gefühl ist gemeinsam. Was Gerechtigkeit konkret meint, ist sehr unterschiedlich und gegensätzlich, auch wie es zu anderen Dingen auszubalancieren ist. Eine sehr starke Priorisierung der Gerechtigkeit scheint mir erstmal sehr ichbezogen und gesellschaftlich destruktiv. Andere Dinge zählen nicht und jeder will seine Gerechtigkeit durchsetzen.
